Sturz der Titanen

von Ken Follett 
4,4 Sterne bei1,116 Bewertungen
Sturz der Titanen
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Positiv (964):
K

Absolut klasse!

Kritisch (29):
Avinjas avatar

Zum Teil sehr gut. Aber diese ellenlangen Kriegsvorgänge, langweilten mich irgendwann so sehr, dass ich nicht mehr weiter lesen wollte.

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Inhaltsangabe zu "Sturz der Titanen"

England. Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie aus Wales, ist Dienerin im Haus von Earl Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt für die Rechte der Frauen zu kämpfen. Russland. Grigori und Lew Peschkow wachsen als Waisen auf. Während Grigori zum Revolutionär wird, gelangt sein Bruder in Amerika zu Reichtum - bis er sich zur Armee melden muss und so als Soldat in die Heimat zurückkehrt. Deutschland. Anders als sein Vater sehnt sich Walter von Ulrich nach einem demokratischen Deutschland. In London verliebt er sich Hals über Kopf in die emanzipierte Lady Maud. Am Tag vor der deutschen Kriegserklärung an Russland heiraten sie heimlich. Doch der beginnende Konflikt reißt die Liebenden auseinander. Drei Familien, drei Schicksale, die sich kreuzen, während der Schatten des Krieges die Welt verändert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404166602
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1040 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:30.03.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.12.2014 bei Lübbe Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Rissas avatar
    Rissavor einem Monat
    Der Erste Weltkrieg im Überblick

    Inhalt
    Europa, Januar 1914: In vielen Ländern des Kontinents brodelt es, viele Menschen sind unzufrieden, Großbritanien und das Deutsche Reich liefern sich ein Wettrüsten und Russland und Österreich interessieren sich für den Balkan. Um eine bessere Einschätzung zu gewinnen, wie hoch die Chancen stehen, dass es bald zu einem Krieg kommen könnte, trifft sich König George V. auf Ty Gwyn, dem walisischen Landsitz der Familie Fitzherbert, mit einer Gruppe junger Männer aus verschiedenen Nationen, die intime Einblicke in die Regierungsgeschäfte ihres Landes besitzen.
    Noch während der König sich in Wales aufhält, kommt es in den Kohlegruben der Fitzherberts zu einem Unglück, bei dem viele Männer sterben. Wie wird der König sich in dieser Situation verhalten? Und werden die Prognosenüber den Krieg zutreffen?

    Meine Meinung
    Ken Follett ist im Genre der historischen Romane für seine umfangreichen Erzählungen bekannt, und da ich sehr gerne lange in Geschichten eintauche, habe ich inzwischen auch schon ein paar Romane des Autors gelesen. Doch während mich unter anderem seine Kingsbridge-Bücher von der Handlungszeit her doch sehr ansprechen, ist mein Interesse am zwanzigsten Jahrhundert längst nicht ganz so groß. Und so hat der Auftakt von Folletts Jahrhundert-Trilogie mehrere Jahre darauf gewartet, von mir gelesen zu werden.
    Schon nach wenigen Kapiteln zeigt sich, dass es sich hier um einen typischen Roman aus Folletts Feder handelt. Es gibt eine ganze Reihe von Hauptpersonen, die, je nach Handlungszeit und entsprechenden Ereignissen, mal mehr und mal weniger gleichmäßig betrachtet werden und über diverse Länder Europas sowie Amerika verteilt sind, aber irgendwie doch alle in Beziehung zueinander stehen. Sie alle vorzustellen nimmt im Buch recht viel Raum ein, dennoch ist man sofort mitten in der Geschichte drin, auch wenn das erste Kapitel, das drei Jahre vorher spielt, eher eine Art Prolog darstellt.
    Dadurch, dass Menschen aus den verschiedenen Ländern betrachtet werden, erhält der Leser ein recht umfassendes, wenn auch vereinfachtes Bild über die Ursachen und den Ablauf des Ersten Weltkriegs. Nachdem ich das Buch beendet hatte, hatte ich das Gefühl, mehr aus diesen gut tausend Seiten gelernt zu haben als aus dem Geschichtsunterricht in der Schule. Egal ob Schlieffen-Plan, die jeweiligen Gründe für den Kriegseintritt der Länder, die den Krieg letzten Endes zum Weltkrieg gemacht haben, die Revolutionen in Russland und die dortige Entwicklung von der Monarchie zur Sowjetrepublik, um nur ein paar Beispiele zu nennen, wird hier leicht verständlich und zudem noch spannend vermittelt, daneben werden aber auch andere politische Themen wie das Wahlrecht in England angesprochen. Aber egal, worum es gerade geht, eine der Hauptpersonen steckt immer irgendwie mitten in den wichtigen Ereignissen drin, und auch wenn dies vielleicht doch etwas weit her geholt scheint, ist es mir nicht negativ aufgefallen.
    Bei einigen vorherigen Romanen Folletts war die Einordnung der Charaktere in gut und böse recht starr, man wusste gleich mit dem ersten Auftritt, wie man sie einzuordnen hatte. Hier ist das nicht so extrem der Fall. Auch wenn mir manche Charaktere sympathischer waren als andere, so hat sich diese Einstellung erst nach und nach entwickelt. Der walisische Earl Fitz beispielsweise kam mir zu Beginn eigentlich recht nett vor, doch je weiter die Handlung fortschreitet, umso mehr bin ich von dieser anfänglichen Einstellung abgewichen. Ähnlich ging es mir auch bei anderen Charakteren, es gab eigentlich niemanden, dessen Handlungen mir immer gut und richtig vorkamen. Dabei handelt niemand grundlos böse oder grausam, die Handlungen sind immer durch die Umstände oder eigene Interessen begründet. Dennoch gibt es einige doch eher stereotype Charaktere wie den leichtlebigen Lew Peschkow oder die adlige Suffragette Maud. Bei der Fülle an Charakteren hat mich das aber nicht weiter gestört.
    Der Schreibstil ist, wie von Follett gewohnt, schnörkellos und leicht verständlich, und auch die Übersetzung ist mir nicht negativ aufgefallen - bei Übersetzerteams nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit.
    Für einen Roman mit einem solchen Umfang, der sich zudem mit der politischen Situation so vieler verschiedener Länder befasst, sind in meiner Ausgabe erstaunlich wenig Zusatzmaterialien enthalten. Einzig ein Personenregister zu Beginn erleichtert den Überblick, ein sehr kurzes Nachwort zum Thema historische und fiktive Charaktere dient hier als Ergänzung. Erwartet hätte ich aber auf jeden Fall noch mindestens eine Karte, vielleicht auch eher zwei, um die Orte der Kriegsschauplätze, der Märsche der Armeen und die Landesgrenzen vor oder nach dem Krieg besser nachvollziehen zu können.

    Fazit

    Ich weiß nicht, warum ich diesen Roman so lange vor mir her geschoben habe, denn der Roman ist spannend und lehrreich, und es gibt weit weniger starre Charaktere, als ich im Vorfeld vermutet hätte. Wer ein einfaches, umfassendes Bild über diese Zeit erhalten will, sollte einen Blick auf diesen Roman werfen. Der zweite Band der Reihe wird bestimmt nicht mehr lange ungelesen in meinem Regal stehen bleiben.

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sturz der Titanen ist ein sehr politsches Buch, dem in meinen Augen ein bisschen weniger Historie gut getan hätte.
    Sturz der Titanen von Ken Follett

    Das Buch: Ken Follett ist ein Autor der wahnsinnig gut recherchiert. Manchmal vielleicht zu gut.
    Sturz der Titanen ist der erste Teil seines Jahrhundert-Epos und behandelt damit das Zeitalter des Ersten Weltkrieges. Eine Epoche, über die ich zugegebenermaßen nicht ganz so gut im Bilde war, handelt man sie in der Schule doch recht schnell ab, um dann in epischer Breite den Zweiten Weltkrieg durchzukauen.
    In der Beschreibung zu den Büchern steht immer, dass es in der Trilogie um drei Familien geht – in Band 1 geht es aber aus meiner Sicht um vier Familien: Die Deutschen, die Engländer, die Russen und die Amerikaner. Alle werden ausführlich eingeführt und sind gut dargestellt und gezeichnet. Besonders amüsant ist in diesem Zusammenhang, wie sehr sich Familienbilder- und rollen vor 100 Jahren von den heutigen unterscheiden. So lernen wir nicht nur, wie sich der erste Weltkrieg entwickelte, sondern auch viel über die Rolle der Frau und zu den Anfängen des Frauen-Wahlrechts.
    Insgesamt haben mir die unterschiedlichen Handlungsstränge, die auf die eine oder andere Weise dann doch wieder zusammen führen sehr gut gefallen. Auch die historischen Aspekte waren für mich durchaus interessant, hatte ich doch bislang tatsächlich wenig Ahnung von den Ereignissen rund um den Ersten Weltkrieg. Dennoch war es mir oftmals viel zu viel (historische) Geschichte und viel zu wenig (fiktionale) Geschichte. Ich hätte mir gewünscht, dass Follett weniger eine politische Diskussion nach der anderen darstellt, sondern mehr auf die Interaktion der Charaktere eingeht und die Historie über sie transportiert. Dies ist dem Autor leider für meinen Geschmack nur mittelmäßig gelungen.
    Insofern gibt es von mir drei Punkte. Die Abzüge begründen sich über die zu langen historischen Abschnitte und insgesamt die Länge des Romans. Zudem braucht es auch eine lange Zeit, um in das Buch reinzukommen und ein fünf-seitiges Personenregister am Anfang des Buches macht dies nicht gerade einfacher.
    Nichtsdestotrotz werde ich sicherlich auch die anderen beiden Teile der Reihe noch lesen.

    Kurzmeinung: Sturz der Titanen ist ein sehr politsches Buch, dem in meinen Augen ein bisschen weniger Historie gut getan hätte.

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Essen, Reisen, Fotos, Geocachen, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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    Lesemaus85s avatar
    Lesemaus85vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein kolossales Meisterwerk. Ab und an etwas langatmig. Aber sonst fantastisch.
    Jeder hatte Angst... nur die Toten nicht.

    "Du willst wirklich einen Krieg", sagte Walter ungläubig. "Du willst ihn tatsächlich. "Niemand will einen Krieg", widersprach Otto. "Aber manchmal ist er besser als die Alternative".
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    Europa 1914. Europa und die Welt ist in Aufruhr. Ein Krieg scheint unausweichlich. Eine deutsch-österreichische Familie wird unter den politischen Spannungen zerrissen. Eine Familie aus England zwischen den Aufstieg der Arbeiterschaft und dem Niedergang des Adels. Und zwei Brüder aus Russland, von denen einer Revolutionär wird, während der andere in Amerika sein Glück sucht.
    Und alle verbunden durch einen Sturm, der die alten Mächte hinwegen und die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird.
    **************************************************************
    Ken Follett versteht es wie kein Zweiter seine facettenreiche Charaktere vor einem gewaltigen kolossalem historischen Hintergurnd zusammenzuführen.
    Der Autor hat im ersten Teil seiner "Jahrhundert-Saga" ein bildgewaltiges Abenteuer mit gut recherchierten Tatsachen geschaffen. Die Charaktere werden gut und für den Leser einfach in die Handlung eingeführt. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und man kann die Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven erleben.
    Dabei sind die Protagonisten weder schwarz noch weiß. Jeder hat seine Eigenarten, ist menschlich.
    Natürlich hat man seine Lieblinge und drückt ihnen ganz besonders die Daumen.
    Ich konnte durch dieses Buch auch mein Wissen über den Ersten Weltkrieg erweitern bzw. habe Dinge erfahren, die ich so gar nicht wusste.
    Es ist natürlich schwierig auf 1000 Seiten den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Es gab die ein oder andere Seite, die nicht ganz so fesselnd war und hin und wieder konnte ich (gerade in Russland) den Geschehnissen nicht komplett folgen.
    Aber das Werk ist monumental. Ergreifend und bildgewaltig.
    4,5 von 5 Sterne!!!!

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    Jenny93vor 7 Monaten
    Fesselnd

    Ken Follett erzählt in seinem ersten Band der Jahrhunderttrilogie die Geschichte des ersten Weltkrieges. Dabei bedient er sich der Perspektiven verschiedener Protagonisten aus beteiligten Ländern: Adeligen aus England und Deutschland, Bergleuten aus Wales, Fabrikarbeitern aus Russland, Oberschichtangehörigen aus den USA, Männern und Frauen. Erzählt wird über die Entstehung des Krieges, den Krieg selbst und über die Nachwirkungen des Krieges, das Buch ist daher auch in drei Teile eingeteilt. Der Roman ist in mehrfachem Sinne schwergewichtig, er ist nicht nur gute 1.000 Seiten dick, er ist auch sehr komplex, nicht nur wegen der hohen Anzahl an Charakteren (die am Anfang des Buches in einem Personenverzeichnis aufgelistet sind, welches auch hervorhebt, wer historische Persönlichkeit ist), sondern auch wegen dem sehr umfassenden historischen Hintergrund, der in den Roman einfließt. Wer nicht gerade Experte für den 1. Weltkrieg ist, wird einiges erfahren, was er noch nicht wusste, wird über die Zusammenhänge informiert, wird miterleben, wie nicht nur die Herrschenden, sondern vor allem auch „der kleine Mann“ das Geschehen erlebte und es wird auch nahe gebracht, was neben dem reinen Kriegsgeschehen in den einzelnen Ländern passierte, der Roman zeigt die gesellschaftlichen Verhältnisse und spart nicht mit sozialkritischen Äußerungen. Neben den Ereignissen rund um den 1. WK erfahren wir auch viel über das Leben der Protagonisten, ihre Wünsche, Träume und Ängste, ihre Gedanken und Gefühle (all das auch durch die Kriegsereignisse beeinflusst). Dadurch gelingt es Ken Follett auch sehr gut, dem Leser die Charaktere nahe zu bringen, sie wirken allesamt authentisch und werden tiefgehend gezeichnet. Beim Perspektivewechsel entstehen immer wieder kleine (und größere) Cliffhanger, die dazu beitragen, dass sich der Roman, trotz seiner Dicke, flüssig und flott lesen lässt. Interessant sind auch die Verknüpfungen zwischen den Protagonisten, die zum Teil schon zu Beginn vorhanden sind, sich teilweise aber auch erst später ergeben, so wird das Geschehen noch eingängiger und die Bedeutung, die der Krieg für den Einzelnen haben kann, noch deutlicher. Trotz seiner Dicke und des „schweren“ Themas, ist der Roman daher nie langweilig oder lässt sich gar langwierig lesen. Am Ende des Romans wirft der nächste Weltkrieg schon seine Schatten voraus, damit beschäftigt sich dann der nächsten Band, den ich bald beginnen möchte, ich bin schon gespannt, ob und wie wir die Akteure aus „Sturz der Titanen“ wieder treffen. Absolut lesenswerter historischer Roman, der die Zeit und vor allem die Geschehnisse rund um den ersten Weltkrieg anschaulich begreifbar macht, allen sehr zu empfehlen! Für mich ein absolutes Lesehighlight

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    CorinaPfs avatar
    CorinaPfvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Für mich waren am Anfang zu viele Charactere. Kam erst recht spät rein. Doch dann war es wie immer wortgewannt und toll erzählt
    Ohh und wieder ein toller Follett

    Inhalt:


    Ich kann eigentlich keine gute Rezension schreiben, da einfach so viele Charaktere und so viel Geschichte in diesem Buch vorkommen. Auch sind wir in verschiedenen Ländern in der die Geschichte vorschreitet.
    Am Klappentext scheint, dass wir in England, Deutschland und Russland spielen, doch so ist es nicht. Wir begeben uns noch nach Frankreich und Amerika.


    Wir begleiten verschiedene Familie vor dem 1 Weltkrieg und während des 1 Weltkrieges und auch danach.


    In England begleiten wir die Familie Williams , einmal Ethel, die als Dienerin im Haus eines Earl arbeitet. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn und sie geht eine Beziehung mit ihm ein. Leider kann sie dies nicht lange geheim halten, denn sie wird Schwanger. Der Earl gibt ihr ein Gehalt, denn ihre Familie verbannt sie und sie lebt von nun an in London


    Billy Williams Ethels Bruder lebt bei seiner Familie und wird wie sein Vater einmal Kohlearbeiter. Doch nach und nach will er mehr von seinem Leben. Er findet das Leben ungerecht und will für sein Land in den Krieg ziehen und dies tut er dann auch.


    In Russland begleiten wir zwei Brüder einmal Grigori und Lew. Sie sind Waisen und arbeiten in einer Lokomotivenfabrik. Die beiden verleiben sich auch in die gleich Frau. Doch diese Frau hat nur Augen für Lew den jüngeren der Brüder, der einfach sein Leben genießt und in den Tag rein lebt. Beide Brüder träumen nach Amerika zu gehen, doch nur Grigori spart sein Geld. Er hat für eine Karte das Geld und will sich schon auf den Weg machen, doch sein Bruder baut wieder einmal scheiße und muss so schnell wie möglich das Land verlassen. Kurzerhand fährt Lew nach Amerika und Grigori bleibt in Russland. Doch Lew lässt nicht nur seine Freundin zurück, nein diese ist auch noch Schwanger. Grigori kümmert sich von nun an um die Frau.




    Schreibstil:


    Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ich konnte mich richtig in die Geschichte hineinversetzten. Leider kam ich mit den verschiedenen Charaktere nicht gut zu recht, da mir immer wieder die Name durcheinander brachte. Doch da so  viele Seiten dieses Buch hat konnte ich mich auch nach und nach an die jeweiligen Charaktere gewöhnen und mir gefiel das Buch richtig gut.




    Fazit:


    Ich mag einfach den Schreibstil von Kent Follett. Bei diesem Buch konnten es nicht genug Seiten geben. Ich freue mich schon auf die nächsten Teile. 
    Ich gebe dem Buch 4 Sterne 
     

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    Günter-ChristianMöllers avatar
    Günter-ChristianMöllervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Sturz des Adels
    Sturz des Adels

    Großbritannien 1911. Ethel Williams, Kind einer walisischen Bergarbeiterfamilie, arbeitet als Gehilfin auf Ty Gwyn, dem Landsitz des Grafen Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie mit einer üblichen Abfindung entlassen. Die Schwester des Earls, Maud, verliebt sich in den deutschen Diplomaten Walter von Ulrich.

    Kurz vor Beginn des ersten Weltkriegs arbeiten die beiden Brüder Lew und Grigori Peschkow in St. Petersburg bei den Putilow-Werken. Sie sind Waisen. Ihr Vater wurde wegen Aufsässigkeit von einem dem Fürsten Andrej hingerichtet. Die Mutter starb 1905 bei den Unruhen in St. Petersburg durch die Kugel eines zaristischen Soldaten

     Die Protagonisten der Geschichte sind Zeugen großer geschichtlicher Ereignisse rund um den ersten Weltkrieg. So erleben sie den Kriegsausbruch 1914, das Scheitern des Schliefen-Planes, die Schlacht von Tannenberg, das Blutbad 1916 an der Somme. Das Scheitern der Friedensbemühungen des amerikanischen Präsidenten 1916, den Beschluss zur Eröffnung des uneingeschränkten U-Bootkrieges, Die beiden Revolutionen in Russland. Und letztlich die Friedensverhandlungen von Versailles.

    Das Buch sprüht vor Spannung. Die Motive, Ängste und Lebenswünsche der Protagonisten werden dem Leser gut nachvollziehbar dargelegt. Man fiebert mit, ängstigt sich um sie. Hofft auf ein Ende der Pein, oder Hilfe. Sehr beeindruckend fand ich die vielen Details, die der Autor in die Geschichte eingeflochten hat. So war das stärkste Argument für den Erfolg des uneingeschränkten U-Boot-Krieges das Ehrenwort des Admirals Holtzendorf, dass seine Berechnungen korrekt wären. Und der ökonomische Zusammenbruch Großbritanniens binnen eines halben Jahres erreicht werden würde. Ein Ehrenwort als stärkstes Argument für eine These. Die Verzweiflung der deutschen Militärs muss immens gewesen sein.

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    J
    Julia_Kathrin_Matosvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ernsthaftes, aber auch unterhaltsames Werk für umfängliche Einblicke in Politik und Gesellschaft
    Ernsthaftes, aber auch unterhaltsames Werk für umfängliche Einblicke in Politik und Gesellschaft

    Eindrücke in Kürze / Fazit: Ich habe einen enormen und dauerhaften Erkenntnisgewinn zu Weltpolitik und Gesellschaft sowie wertvolle Denkanstöße mitgenommen und mich gleichzeitig gut unterhalten gefühlt. Wer die nötige Neugierde und Ausdauer mitbringt, hat hier einen Roman, der den Horizont erweitert, berührt, erschüttert, aber auch Mut macht, für seine Ideale einzustehen.

    Meine ausführlichen Einschätzungen:

    Handlung: Aus der wechselnden Erzählperspektive fiktiver Figuren, differenziert nach unterschiedlichen Schichten (von Adel bis Arbeiterklasse) und den relevantesten Nationen (Deutschland, Österreich, Russland, Großbritannien, Frankreich, USA) werden von 1911 bis 1924 zum einen die Lebensumstände mit Freuden und Sorgen im Alltag, Hoffnungen, Ziele und gesellschaftliche Problemstellungen und deren Entwicklung beleuchtet. Beispielsweise: Auseinandersetzen mit Religion (Strenggläubige, Atheisten), Ansehen des Adels in Europa, Rolle des Zaren für das russische Volk, Erstarken von Gewerkschaften und Arbeitsschutz, Streiks, Einsatz für Wahlrecht und mehr Gleichberechtigung, Prohibition in den USA und Inflation in Deutschland. Zum anderen werden weltpolitische sowie ganz persönliche Ausnahmesituationen und damit zusammenhängende Gedankengänge und Gefühlswelten vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg aufgezeigt, z. B. zur russischen Oktoberrevolution, zu Kämpfen rund um die Schützengräben, zu hintergründigen macht- und finanzpolitischen und medialen Auseinandersetzungen und zu Auswirkungen des Krieges auf die Frauen und Familien.

    Figuren: Die fiktiven Figuren stehen symptomatisch für bestimmte Teile der Bevölkerung und befinden sich nicht nur vorrangig zu Unterhaltungszwecken im Mittelpunkt, sondern sind um wichtige tatsächliche Ereignisse und historische Persönlichkeiten herumgearbeitet, um auf spannende Weise Lehrinhalte zu vermitteln, sozusagen Geschichtsunterricht erlebbar zu machen. Zwar sind sie dabei ein kleines bisschen überzeichnet und man hat liebens- und hassenswerte Charaktere schnell ausgemacht, dies sorgt aber eben auch für Anschaulichkeit und einen gewissen Reiz. Die Schwarz-Weiß-Zeichnung nimmt nicht überhand, jede Figur ist auch Produkt seiner Umwelt. Da geschichtliche Hintergründe und Rahmenhandlungen dramatisch und anspruchsvoll genug sind, ist es auch kein krasser Minuspunkt für mich, dass die Figuren keine besondere Persönlichkeitsentwicklung durchmachen und leicht einschätzbar sind. Die vielen Verknüpfungen und zufälligen Begegnungen sind bei diesem Genre ein typisches Element, das dem Spannungsaufbau förderlich ist.
    Die Trennlinie zwischen Geschichte, Übertreibung und Fiktion ist im Regelfall gut erkennbar.
    Meine gefühlsmäßigen Highlights waren die Perspektiven von den hart arbeitenden, verantwortungsbewussten und idealistischen Billy und Grigori und die von den starken und doch verletzlichen Frauen Ethel und Maud. Da gab es Herzerwärmendes, ich konnte mich gut hineinversetzen und erlebte so manchen Gänsehautmoment, was für deren Authentizität und Tiefe spricht. Der rebellische Frauenheld Lew weist großen Unterhaltungswert auf. Fitz, Gus und Walter haben als höhergestellte Männer insbesondere wertvolle politische Erkenntnisse eingebracht.
    Ein Personenverzeichnis hilft dabei, angesichts diverser Nebenfiguren den Überblick zu behalten.

    Erzählweise: Der personale Erzählstil hilft dabei, sich hineinzuversetzen. Nach meinem Empfinden beweisen Ken Follett und Mitwirkende ein gutes Gespür dafür, wann für den geneigten Leser ein Schauplatz- oder Perspektivwechsel sinnvoll ist und in Bezug auf den Umfang von Ausschmückungen. Der Grat zwischen ‚Langeweile‘, ‚Herausgerissenwerden, wo man gern noch verweilt hätte‘ und ‚Überforderung beim anspruchsvollen Lesen durch Informationsflut (Namen von Personen und Orten, Rängen/Positionen, Truppenbewegungen usw.) oder zu viele verstörende Kriegseindrücke‘ wurde durch gelungene Abschnittsbildungen bei mir nicht überschritten. Die Formatierung unterstützt dabei, geeignete Lesepausen einzulegen.

    Wirkung: Sturz der Titanen ist gut recherchiert. Die Darstellungen geraten ziemlich ausgewogen, ohne übertriebene Effektheischerei und wirkten dennoch intensiv auf mich. Erfreulicherweise hat Ken Follett bezogen auf die beteiligten Nationen auf Schwarz-Weiß-Malerei verzichtet.
    Ich habe viel dazugelernt. Mir ist es gelungen, den Zeitgeist nachzuempfinden, da mit viel Identifikationspotenzial ein umfängliches Bild der Gesellschaft aufgezeigt wird.

    Adressatenkreis: Wer wie ich mit einer ordentlichen Portion Wissbegierde an die Sache herangeht, kommt auf seine Kosten. Leser, die vorrangig unterhalten werden möchten, werden den sehr umfänglichen Roman streckenweise als langatmig empfinden und sind z. B. mit der Clifton-Saga, bei der ab den 1920er-Jahren unterhaltsame fiktive britische Figuren im Mittelpunkt stehen und gesellschaftliche Problemstellungen und das politische Weltgeschehen eine geringere Rolle einnehmen, besser bedient. Ich rate zur ausführlichen Leseprobe.

    Dies war mein erster Roman von Ken Follett. Mit etwas Abstand werde ich auch Winter der Welt (Jahrhundert-Trilogie, Band 2) lesen.

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    werderaners avatar
    werderanervor einem Jahr
    Sturz der Titanen

    Das ganze spielt rund um den 1. Weltkrieg. 
    Erzählt wird das ganze aus Sicht der Engländer Deutschen und Russischen Sicht. Dadurch erhält man einen guten einblick in die jeweiligen Sichtweisen und darüber was die jeweiligen Nationen für Ziele und Vorstellungen hatten.
    Da das ganze aus Sicht jeweils einer Familie geschrieben ist gibt es auch einen guten Blick auf das Leben abseits und innerhalb des Krieges.
    Auch das Liebesleben kommt dabei nicht zu kurz und das sogar zwischen eigentlich verfeindeten. Wird diese Liebe eine Chance haben?


    Insgesamt sehr gut zu lesen und es weißt trotz 1000 Seiten kaum längen auf.Für alle die sich für die Zeit interessieren absolut lesenswert!!

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    PagesofPaddys avatar
    PagesofPaddyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Beeindruckend! Geschichte zum anfassen.
    Mein erster Ken Follett. Es wird nicht mein letzter sein...

    Ich habe mich ja lange dagegen gewehrt Ken Follett zu lesen. Nicht weil ich ihn nicht mag. Ich bin bloß kein so großer Freund von historischen Romanen. Und jetzt lese ich dieses Buch namens „Sturz der Titanen“ und was passiert? Ich feiere dieses Buch total. Ich hatte solche Bedenken: zu lang, zu langweilig usw. usw. usw. Aber nichts da! Es ist ein ganz wunderbares Buch geworden. Und eine wunderbare Reise in die Vergangenheit. Über den Inhalt möchte ich gar nicht viel erzählen. Ich persönlich mag es, wenn ich sehr wenig über die Geschichte weiß. Das Geschehen spielt kurz vor dem ersten Weltkrieg und erstreckt sich bis kurz danach. Über die Kriegsjahre hinweg verfolgen wir mehrere Familien aus verschiedenen sozialen Schichten und Ländern. Follett schafft es eine ungemein fesselnde Dynamik zu kreieren. Man wird in diese Welt, diese Epoche, hinein gerissen und muss einfach weiter lesen. Geschichte zum anfassen. Dabei bleibt alles komplett verständlich und nichts wirkt künstlich verkompliziert. Bei einer solchen Länge (immerhin über 1000 Seiten) erwarte ich eigentlich immer einige Längen. Aber interessanterweise gab es in diesem Fall kaum welche. Das ist ein großes Lob. Verschiedene Geschichte die alle irgendwelche Berührungspunkte haben und dabei alle, für sich, wirklich spannend sind, das ist die große Stärke des Buches. Ein klasse Buch. Ich werde dieses Jahr definitiv noch den 2ten Teil lesen. 

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    Mary2s avatar
    Mary2vor einem Jahr
    Familiensaga trifft Weltgeschichte

    Betrachtet wird der Zeitraum von 1911 bis in die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg.

    Ken Follett schreibt eine Familiensaga, wie wir sie auch von anderen Autoren kennen. Hier wird jedoch die Geschichte von gleich drei Familien erzählt:

    Familie Williams aus dem Arbeitermilieu in Wales Familie Peschkow aus dem russischen Zarenreich (später USA)  Familie von Ulrich aus Deutschland bzw. Österreich.

    Die Mitglieder dieser drei Familien begegnen sich im Laufe des Romans immer wieder, gehen Beziehungen ein und entwickeln sich vor dem historischen Hintergrund.

    Dank eines vorangestellten Personenverzeichnis kann der Leser hier den Überblick behalten.

    Der beschriebene Zeitraum ist von dramatischen historischen Ereignissen geprägt, die sich auch in den Familiengeschichten wiederfinden. Natürlich ist der Erste Weltkrieg hier das bestimmende Thema – von seinen Vorboten über die Kriegsgeschehnisse bis hin zum Friedensschluss.

    Die Protagonisten werden überwiegend als politisch aktiv bzw. politisch interessiert gezeichnet, so dass die historischen Fakten eng mit den handelnden Personen verknüpft sind, jedoch auch deren politische Meinung abbilden. Die Vielfalt der Handlungsträger gibt dabei auch eine Vielfalt an politischen Einstellungen wieder, eine Dokumentation ist die Darstellung aber natürlich nicht. Unvermeidlich kommt es hier auch zu Wiederholungen.

    Ken Follett ist es gut gelungen, einen spannenden Familienroman zu schreiben, der ganz selbstverständlich historische Fakten mitliefert – Geschichtsunterricht auf die unterhaltsame Art sozusagen.

    Hundert Jahre nach dem Ersten Weltkrieg eine empfehlenswerte Lektüre. Vielen Lesern – auch den historisch Interessierten – werden hier neue Zusammenhänge dargestellt. Vor allem aber werden die Geschehnisse sehr plastisch geschildert und durch die sympathischen Handlungsträger kommen sie dem Leser sehr nahe.

    Reale und fiktive Personen sind geschickt in den Handlungen verknüpft. Belegte Ereignisse kommen ebenso vor wie Schilderungen von Kriegshandlungen, die lediglich beispielhaft sind.

    Teils erhebliche Längen erfordern ein großes Durchhaltevermögen.

    Die Verknüpfungen der drei Familiengeschichten erscheinen manchmal sehr gewollt.

    Trotzdem werde ich die weiteren Bände der Trilogie sicher auch noch lesen.

    Ich vergebe daher 4,5 von 5 Sternen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    _Jassis avatar

    Hier wollen wir zusammen den Auftakt der Jahundert-Trilogie lesen.

    Dies ist keine Verlosung, jeder liest mit seinem eigenen Exemplar.

    Ein Starttermin steht noch nicht fest.


    Viel Spaß beim Lesen :)

    S
    Letzter Beitrag von  Sylvia-Stasilowiczvor 2 Stunden
    Hallo Jassi, vielen dank für die Antwort. Ich freue mich schon...
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    Sommerlesers avatar
    Leider gibt es hier keine Bücher zu gewinnen, denn wir haben uns in der Gruppe Serien-Leserunden zusammengefunden und hatten das Buch zu Hause liegen. Wer es also auch noch bei sich rum-subben hat, kann sich uns gerne anschließen:-) Wir starten am 12. November. Zur Gruppe Serien-Leserunden geht's hier http://www.lovelybooks.de/gruppe/1083663533/serien_leserunden/themen/
    Ascari0s avatar
    Letzter Beitrag von  Ascari0vor 4 Jahren
    Kannst ja noch immer in die neue Leserunde einsteigen ;).
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    Tom72s avatar

    Liebe Lesefreunde,

    zunächst hatte ich die "Jahrhunderttriologie" von Ken Follett als "Blockbuster" abgetan und nicht geplant, auch nur einen Teil davon zu lesen. Nachdem nunmehr aber der 2. Teil erschienen ist und ich viel Positives (über beide Teile) gehört habe, möchte ich mich doch in dieses Leseabenteuer stürzen. Los geht es natürlich mit dem 1. Teil "Sturz der Titanen". Wer hat Lust, mitzulesen und nebenbei darüber zu diskutieren? Den 1. Teil gibt es ja sogar schon relaiv preisgünstig als Taschenbuch.

    Tom72s avatar
    Letzter Beitrag von  Tom72vor 6 Jahren
    Ist erledigt! Freue mich, Euch dort wiederzusehen. LG!
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