Ken Follett Sturz der Titanen

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Inhaltsangabe zu „Sturz der Titanen“ von Ken Follett

Europa, 1914: Eine deutsch-österreichische Aristokratenfamilie, die durch politische Spannungen zerrissen wird. Eine Familie aus England zwischen Arbeiterschicht und Adel. Und zwei Brüder aus Russland, die in den Strudel der Revolution geraten und sich auf verschiedenen Seiten gegenüberstehen. Ken Folletts neue Trilogie spielt zwischen 1914 und 1989 und erzählt von drei Familien aus drei Ländern, deren Schicksale auf dramatische Weise miteinander verknüpft sind - und wird Geschichte schreiben! (Quelle:'Audio CD/14.10.2016')

Spannend, auch wenn man kein Geschichtsfan ist.

— mangomops

Wer immer noch nicht die Sinnlosigkeit eines Krieges begriffen haben sollte, dem wird dies in diesem Hörbuch vor Augen/Ohren geführt.

— Waschbaerin

Starker Anfang, schwaches Ende

— sanrafael

Was soll ich sagen, ich war und bin immer noch begeistert.

— --Mia--

Gutes Geschichtsbuch zum ersten Weltkrieg. Die Story hat mich aber nicht wirklich gefesselt.

— black_horse

Auftakt zu einem atemberaubenden Epos

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ich finde das Buch super! Interessanter als jeder Geschichtsunterricht

— Jezebell

Interessanter Geschichtsunterricht - leider etwas kriegslastig, was aber der Zeit (1914 ff) geschuldet ist

— gst

Ein super Roman mit den unterschiedlichsten Charakteren! Die Stimme des Sprechers ist sehr angenehm und verleitet zum Stundenlangen hören!

— RoteZora

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  • Gut erzählte Geschichte - im doppelten Sinne

    Sturz der Titanen

    Ro_Ke

    23. October 2017 um 10:38

    Klappentext (Lovelybooks): England. Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie aus Wales, ist Dienerin im Haus von Earl Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt für die Rechte der Frauen zu kämpfen. Russland. Grigori und Lew Peschkow wachsen als Waisen auf. Während Grigori zum Revolutionär wird, gelangt sein Bruder in Amerika zu Reichtum - bis er sich zur Armee melden muss und so als Soldat in die Heimat zurückkehrt. Deutschland. Anders als sein Vater sehnt sich Walter von Ulrich nach einem demokratischen Deutschland. In London verliebt er sich Hals über Kopf in die emanzipierte Lady Maud. Am Tag vor der deutschen Kriegserklärung an Russland heiraten sie heimlich. Doch der beginnende Konflikt reißt die Liebenden auseinander. Drei Familien, drei Schicksale, die sich kreuzen, während der Schatten des Krieges die Welt verändert. Meine Meinung: Ken Follet gelingt es sehr gut, historische Fakten und Fiktion zu einer über 1000 Seiten langen Unterhaltungslektüre zu verknüpfen und die vorherrschende Atmosphäre aufzugreifen. Dem geschichtlichen Hintergrund liegt eine spürbare umfassende Recherche zu Grunde und man erhält einen hervorragenden geschichtlichen Überblick zur Zeit des 1. Weltkriegs. Dieser erfolgt durch den sehr flüssigen Schreibstil auf durchweg unterhaltsame Art und Weise und einem Sprachstil über den man nicht stolpert. Auch wenn der Ausgang der Geschichte natürlich bekannt ist und es wenig Hoffnung gibt, so folgt man den fiktiven Charakteren gerne und nimmt Teil an den verschiedenen Blickwinkeln auf das Kriegsgeschehen. Jedoch gelingt es dem Autor nicht immer, seinen Figuren dabei genügend Tiefe zu verleihen und oftmals empfand ich den Fokus bei einzelnen Figuren zu sehr auf das frivole Ausleben ihrer Sexualität gesetzt.  Ich habe zum ungekürzten Hörbuch mit einer Spieldauer von 37 Stunden gegriffen, das von Sprecher Phillipp Schepmann hervorragend vertont wurde. Er schafft es, jeder Figur eine erkennbare Stimme zu verleihen und transportiert die Atmosphäre gut nach aussen, so dass ich ihm gerne auch sehr lange zugehört habe. Fazit: Sehr gut recherchierte Geschichte wird zu einer gut erzählten Unterhaltungsgeschichte. Von den Figuren erwarte ich mir in den Folgebänden jedoch mehr Tiefe. Dennoch ganz klare Lese-/Hörempfehlung. 

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    • 3
  • Spannend, auch wenn man kein Geschichtsfan ist.

    Sturz der Titanen

    mangomops

    11. October 2017 um 15:24

    Definitiv keine leichte Lektüre... 
    Hier muss man ganz genau aufpassen, sonst kommt man mit den Namen durcheinander. So ganz weiß ich nicht, wer hier zu wem gehört. Aber trotz, das ich kein Interesse an Geschichte habe, hat es mir doch recht gut gefallen.
    Die Stimme von Johannes Steck ist einfach perfekt für dieses Hörbuch.  

  • Eine große Geschichte

    Sturz der Titanen

    JuliaSchu

    24. July 2017 um 09:59

    Der Name „Ken Follett“ hat etwas Respekteinflößendes. Mit seinen Büchern verbindet man Epen, zentimeterdicke Jahrzehnt oder Jahrhundertdramen. Kurzum: verdammt gute und verdammt dicke Bücher. Ich habe mich bisher nie an etwas von Follett gewagt, meine Mutter wollte dies aber scheinbar ändern. Sie schenkte mir das Hörbuch zu „Sturz der Titanen“, dem ersten Teil der sogenannten Jahrhundert-Saga. Das Original hat 1041 Seiten, das Hörbuch 12 CDs. Gewaltig, wenn man mich fragt. Mit etwas Zeit wagte ich mich an die Geschichte und war sehr gespannt. „Sturz der Titanen“ ist ein authentisches, gut recherchiertes Buch über den ersten Weltkrieg und seine Folgen in einem sehr interessanten fiktiven Rahmen. Manchmal etwas schwer, manchmal etwas zu wollüstig – und trotzdem wirklich bemerkenswert.Klappentext1914. In Europa herrscht Frieden, doch die Weltmächte rüsten zum Krieg. Ein einziger Funke könnte dieses Pulverfass entzünden. Der Schatten des drohenden Konflikts fällt auf die Lebenswege mehrerer Familien aus verschiedenen Ländern, die sich über ein ganzes Jahrhundert immer wieder kreuzen werden.- Ethel Williams, Kind einer Bergmannsfamilie aus Wales, ist Dienerin im Haus von Earl Fitzherbert. Als sie von ihm ein Kind erwartet, wird sie in Schande entlassen. Aber Ethel lässt sich nicht entmutigen und beginnt, während die Männer ins Feld ziehen, für die Rechte der Frauen zu kämpfen.- Walter von Ulrich, Spross einer Adelsfamilie, sehnt sich nach einem demokratischen Deutschland. In London verliebt er sich in die emanzipierte Lady Maud. Am Tag vor der deutschen Kriegserklärung an Russland heiraten sie heimlich. Aber der Krieg reißt die Liebenden auseinander. - Grigori und Lew Peschkow wachsen in St. Petersburg als Waisen auf. Der rechtschaffene Grigori wird zum Revolutionär. Sein leichtfertiger Bruder gelangt in Amerika zu Reichtum. Doch dann muss Lew zur Armee, kehrt als Soldat in die Heimat zurück - und sieht sich seinem Bruder gegenüber.MeinungIch bewundere Ken Follett. Nie im Leben könnte ich mir vorstellen, ein Buch wie „Sturz der Titanen“ zu schreiben. Geschweige denn zwei Fortsetzungen. Das Buch ist mit seiner Geschichte riesig, so will ich es ausdrücken. Alles ist in einem so großen Rahmen angesetzt, vollkommen unabhängig voneinander. Erst langsam werden die Verknüpfungen aufgebaut und alle Handlungsstränge in eine Richtung gezogen. Am Anfang ist es einfach nur schwer zu folgen und man fühlt sich mit jeder neuen Figur, die auftaucht, erschlagen. Es erfordert Konzentration, dem Verlauf zu folgen und zu begreifen, wer jetzt mit wem was am Laufen hat und in welchem Land man überhaupt grade ist. Follett meistert aber auch einfach Unschaffbares. Er siedelt den Roman in England, Deutschland, Russland und den USA an. Alle vier Länder haben natürlich eine große Bedeutung für den ersten Weltkrieg und gleichzeitig hat jedes Land mit all seinen Einwohnern seine ganz eigenen Probleme. Ich finde, dass gerade dieser Umstand unglaublich gut zur Geltung kommt. Meiner Meinung nach hat der Autor wirklich gut recherchiert. Denn er musste so viel bedenken. Es ist sicher nicht leicht, in diesem ganzen Kriegschaos noch den Überblick zu behalten und gleichzeitig authentisch historische Ereignisse, wie etwa die Russische Revolution einzuarbeiten. Genau das finde ich an „Sturz der Titanen“ unglaublich gut. Es ist mehr als clever, wie Follett all seine Geschichten zusammenlaufen lässt. Nachdem man endlich den Überblick über alle Charaktere gewonnen hat, fällt einem das Folgen der Geschichte nicht mehr schwer. Außerdem sorgen diese vielen Perspektiven für eine unglaubliche Abwechslung.Meine persönliche Lieblingsgeschichte war die um Walter und Maud. Auf ihre Szenen habe ich immer wieder gehofft. Aber auch Will Williams, Ethels kleiner Bruder, war für mich ein Herzenscharakter. Insgesamt sind die Figuren so vielseitig und vollkommen verschieden. Es gibt die guten, die bösen, die unberechenbaren, die rechtschaffendes, die egoistischen und die kämpfenden. In einem riesigen Handlungskomplex lassen sich viele Untergeschichten finden, die Follett nie vernachlässigt und die die Geschichte letztendlich zu dem machen, was sie ist: bemerkenswert.Für das Grundkonzept fällt mir nichts anderes als Lob ein. Das Thema ist sicher gewöhnungsbedürftig. Ich habe ein paar Mal gelesen, dass einige die Präsenz des Krieges kritisieren. Nun ja. In einem Roman, der im Rahmen des ersten Weltkrieges spielt, ist dies wohl kaum vermeidbar. Die Allgegenwärtigkeit des Krieges sehe ich sogar als überaus positiv an. Es verdeutlicht die Unsinnigkeit und das Leid, was ich heute als extrem wichtig empfinde. Außerdem macht Follett den gekonnten Versuch, geschichtlich zu lehren. Der erste Weltkrieg ist ein so komplexes historisches Thema, dem man sich in Romanform sicher gut annähern kann. Ich denke schon, dass ich am Rande etwas gelernt habe, auch wenn viele historische Fakten nur so nebenbei erwähnt werden. Follett macht Geschichte wieder real und führt so die Wichtigkeit dieser vor, was ich großartig finde. Schon allein deswegen sollte man sich mit diesem Buch oder auch der ganzen Reihe beschäftigen. Da ich gerade die Reihe anspreche: „Sturz der Titanen“ ist ein in sich abgeschlossenes Buch. Die Fortsetzung „Winter der Welt“ handelt von der nächsten Generation, die im ersten Teil bereits das Licht der Welt erblickt. Ich hätte es nicht erwartet, aber irgendwie reizt mich das zweite Buch schon. Auch, da es nun in den zweiten Weltkrieg geht. Dass „Sturz der Titanen“ abgeschlossen ist, finde ich gut. Allerdings endet es 1923, als Hitler gerade wegen seines Putschversuchs eingesperrt wird. Die Urteile der Figuren über das Geschehen sind in diesem Zusammenhang extrem interessant. Die Handlung kann allgemein als interessant betitelt werden. Natürlich spielt Politik eine große Rolle. Viele Szenen spielen außerdem auf dem Schlachtfeld. Überwiegend ist das aber nicht. Der Gesellschaftsschnitt wird jedenfalls sehr deutlich und gut dargestellt. Mir gefielen ein paar Kleinigkeiten allerdings auch nicht. Das ist zum Teil das Vokabular, was aber mit bestimmten Figuren einhergeht. Lew Peschkow ist wohl insgesamt die hassenswerteste Figur überhaupt. Naja, oder Fitz. Aber Lew verwendet ein sehr derbes und vulgäres Vokabular. Fast alle Männer haben ständige Sexfantasien und leben diese auch aus. Neben der Sprache, war dies der zweite Punkt, den ich nicht mochte. Andauernd schläft irgendwer mit irgendwem und das wird auch hübsch ausführlich geschildert. Wenn man das Buch hört, ist es noch schlimmer. Sexszenen zu lesen ist kaum so befremdlich, wie sie zu hören.Insgesamt ist der Sprecher Johannes Steck ein angenehmer Leser. Das Buch ist relativ maskulin, weshalb seine Interpretation gut passt. Die Hintergrundmusik am Ende mancher Kapitel fand ich überflüssig. Der Sprecher liest flüssig und betont angemessen. Im Allgemeinen ist auch der Stil von Follet gut und geschmeidig und das Vokabularproblem ist eher eine Charaktereigenschaft mancher Figuren, dennoch gefiel sie mir nicht.Fazit„Sturz der Titanen“ ist ein überwältigendes Buch. Der Versuch, ein riesiges Stück Geschichte mit fiktiven Handlungspunkten zu vereinen und einen großen Roman daraus zu machen, ist mehr als gelungen. Zwar hatte ich mit kleinen Teilen Probleme, doch insgesamt ist das Buch das Lesen oder Hören wert. Die Geschichte ist vielseitig, interessant und lehrreich. Neugierig hat der Autor mich auf jeden Fall gemacht, so dass ich vielleicht sogar zu Band zwei greifen werde. Ich vergebe 4 von 5 Spitzenschuhen.

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  • Follet, Ken: Sturz der Titanen

    Sturz der Titanen

    seoirse_siuineir

    13. May 2017 um 13:47

    Auf über 1000 Seiten beschreibt Follet die historischen Ereignissen zwischen 1911 und 1924, wobei der Zeit kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs der größte Platz eingeräumt wird. An Hand der Schicksale von fünf Familien (nicht nur drei wie im Klappentext erwähnt - zu den angesprochenen von Ulrichs aus Deutschland, den Fitzherberts aus England und den Peschkows aus Rußland kommen noch die walisische Bergarbeiterfamilien Williams und die Familie des amerikanischen Seantor Dewar dazu - spannt Follet den Bogen über die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Trotz der Vielzahl an Protagonisten verliert man nicht den Überblick, da diese immer wieder auch miteinander in Kontakt treten.Follet läßt seine Charaktere mit realen Personen der Geschichte zusammentreffen. So treten neben dem englischen König George V und dem deutschen Kaiser Wilhelm II auch der amerikanische Präsident Wilson und die Führer der russichen Revolution Lenin und Trotzki auf.Dadurch daß Follet seine Protagonisten aus verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen läßt, erhält der Leser einen guten Überblick über die verschiedenen politischen Einstellungen und Bewegungen dieser Zeit. Earl Fitzherbert hat einen Sitz im britschen Oberhaus und fühlt sich der konservativen Partei verbunden, seine Schwester Maud hingegen zählt zu den Suffragetten, die für das Frauenwahlrecht kämpfen - genauso wie Ethel Williams, deren Familie die Labour Party unterstützt. Der Amerikaner Gus Dewar arbeitet als Berater des amerikanischen Präsidenten Wilson, während Grigorij Peschkow als politischer Kommissar mit dem Gründer der Roten Armee Lew Trotzki zusammenarbeitet.Obwohl ich mich durchaus als historisch interessiert und einen Kenner der Geschichte des Ersten Weltkriegs und der Russichen Revolution bezeichnen kann, durfte ich einige neue Aspekte kennenlernen. Es gibt sehr wenig an dem Werk auszusetzen: so reicht in einer Szene im der Hause der von Ulrichs in Berlin ein "Butler" "Brandy" - tatsächlich hat wohl eher ein "Diener" "Cognac" serviert - was aber der deutschen Übersetzung geschuldet sein mag; die eine oder andere Schlachtbeschreibung aus dem Weltkrieg hätte man etwas kürzen können - aber dies sind wirklich nur Petitessen.Alles in allem ein rundum gelungenes Werk. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen.

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  • Am Ende ist die Welt sowohl geographisch wie auch gesellschaftlich verändert

    Sturz der Titanen

    jala68

    22. April 2017 um 20:53

    Anfang des 20. Jahrhunderts herrschten die Aristokraten und die anderen Menschen waren ihre Untertanen und hatten zu gehorchen. Ohne nennenswerte Rechte waren sie, der Willkür und den Launen der Herrschaften ausgeliefert.Doch spätestens im 1. Weltkrieg wird so einigen klar, dass nur die mutigere und klügere eine Überlebenschance haben. Nicht nur die Arbeiter und Bauern, sondern auch die Frauen werden sich ihres Wertes und ihres Könnens bewusst und rebellieren gegen die Obrigkeit.Nach dem „großen Krieg“ hat sich Europa sowohl geographisch wie auch gesellschaftlich grundlegend verändert.Ken Follett erzählt diese Entwicklung anhand mehrere Protagonisten aus verschiedenen Gesellschaftsschichten.Die Arbeiterfamilie deren Sohn und Tochter sich durch Mut, Intelligenz und Beharrlichkeit aus den einfachen Verhältnissen in politische Ämter hocharbeiten und helfen die neue Gesellschafft mit zu formen.Der englische Earl, der fest von seiner Gottgegebenen Überlegenheit überzeugt ist und durch seine Arroganz den Tod vieler Menschen verschuldet.Oder die Schwester des Earls, die anscheinend mehr gesunden Menschenverstand besitzt und für die Rechte der Frauen und ihr eigenes Glück kämpft.Auf der anderen Seite aber auch der junge deutsche Aristokrat, der von Anfang an der Irrsinn des Krieges erkennt, aber weder gegen seinen Vater noch gegen andere Kriegstreiber eine Chance hat.Dann gibt es noch das ungleiche russische Arbeiter Brüderpaar, das jeder für sich, auf unterschiedliche Art und mit unterschiedlichen Erfolg versucht sein Leben zu verbessern.Als Letztes ist da auch noch der amerikanische Botschaftsangestellte, der mittendrin, mindestens zu Anfang, die Rolle eines neutralen Beobachters oder Vermittlers hat.Keiner von ihnen kann sich den Ereignissen entziehen und erlebt die Schrecken des Krieges am eigenen Leib.Am Ende hat man eine großartige Geschichtsstunde erlebt, die einem wiedermal die Sinnlosigkeit von Kriegen vor Augen führt.Ich habe die gekürzte Hörbuch Version gehört. Da aber selbst diese für mich noch einige Längen hatte vergebe ich 4 von 5 SternenZum Glück habe ich auch schon den 2. und 3 Teil als Hörbuch, sodass ich direkt im Anschluss weiter hören kann.

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  • Sturz der Titanen

    Sturz der Titanen

    NiWa

    Es war einmal eine Welt, die dem Adel diente, sich in den engen Grenzen der Monarchie bewegte und in ihren moralischen Ansichten gefestigt war. Wer hätte gedacht, dass der Mordanschlag auf den österreichischen Thronfolger diese Welt in den Abgrund reisst? Keiner, manche oder jeder? Ken Follett packt in diesen Trilogie-Auftakt den Sturz dieser Welt, der Welt der Titanen und nimmt den Leser auf eine Reise quer durch unsere Zeitgeschichte mit. Die Erzählstränge des Buchs sind interessant und spannend aufgebaut. Sie ignorieren nicht nur die geografischen Grenzen der Monarchien sondern geleiten durch verschiedene gesellschaftliche Schichten. Hauptschauplatz ist Großbritannien. Hier arbeitet sich eine walisische Bergarbeiterfamilie nach oben, pocht auf eine neue Ordnung und zeigt dem Adel, dass nicht nur ihresgleichen ein Recht auf menschenwürdige Arbeitsumstände und politische Mitsprache hat. Der britische Adel wird durch eine englisch-walisische Familie vertreten, die sich in ihrer Borniertheit gegen das Aufstreben der Bevölkerung wehrt. Gegenspieler der Briten sind natürlich die Deutschen, die sich tapfer und selbstgerecht an der Front dem Feind entgegenstellen und auch dem hochwohlgeborenem Adel entstammen. In Russland hingegen begleitet man ein Brüderpaar, in der Arbeiterschicht verankert, das unter der strengen Monarchie zu leiden hat, dessen Lebensweg sich aber durch eine Laune des Schicksals trennt, und so kommt es, dass sich einer der Brüder in den USA durchschlägt. Damit sind alle Kräfte vertreten und alle Mächte vereint. Denn natürlich ist das Schicksal dieser Familien, Länder und ihre Entwicklung miteinander verwoben und anhand dieser verschiedenen Perspektiven erlebt man als Leser den Sturz dieser Welt. Denn die Welt, wie sie damals war, berstet, zerbricht und wird aus diesem Scherbenhaufen notdürftig zusammengefügt. Deutschland marschiert in die Schlacht mit Russland, mit Großbritannien, und ein Kriegsgewirr erschüttert die Menschheit, was aus Freunden Feinde, aus Feinden Vertraute und aus Liebenden Getrennte macht. Ken Follett schafft es durch diese vielen unterschiedlichen Sichtweisen, den 1. Weltkrieg aufleben zu lassen, ein Verständnis für die damaligen Entwicklungen anzuregen und dieses gesellschaftliche sowie politische Erdbeben erneut zum Leben zu erwecken und hilft dem Leser dabei, die Tragik der Ereignisse nachzuempfinden. Die ineinandergreifenden Lebenswege der Familien und Protagonisten haben mir ebenfalls sehr gut gefallen, weil ich denke, dass es im Krieg sogar recht wahrscheinlich ist, dass sich das Schicksal manch boshafte Wendung einfallen lässt. Wenn zwei Freunde an der Front stehen, muss es nicht unbedingt auf der gleichen Seite sein. Ebenso wissen wir, dass einst an der Front der Hl. Abend gemeinsam gefeiert wurde, weil man trotz verfeindeter Nationen doch nur ein Mensch zu sein hofft. Besonders eine Perspektive hat mir allerdings gefehlt: Österreich. Obwohl das Attentat von Sarajevo Österreich-Ungarn den Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand genommen und damit nicht nur den 1. Weltkrieg sondern das Ende der meisten Monarchien eingeläutet hat, gibt es keine Ausführungen zur Rolle und letztendlichen Entwicklung Österreichs, was ich persönlich sehr schade finde. Andere Details hingegen waren mir dann doch zu ausgeschmückt. Ich muss als Leser nicht bei jedem Geschlechtsakt dabei sein und meinem Geschmack nach wurden insgesamt zu viele Entjungferungen zur Sprache gebracht, was bei mir zu Irritation führte. Insgesamt hat mich dieses Werk jedenfalls beeindruckt, mein geschichtliches Interesse geweckt und bei mir auf jeden Fall die Neugierde auf den nächsten Band gesät. Aber wer hätte wohl nach der schweren Zeit des 1. Weltkriegs geahnt, dass der Winter der Welt erst kommt? Ken Folletts Jahrhundertsaga: 1) Sturz der Titanen 2) Winter der Welt 3) Kinder der Freiheit

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    • 13
  • Geschichte des ersten Weltkrieges

    Sturz der Titanen

    black_horse

    15. February 2015 um 21:40

    Ich habe die gekürzte 12-CD-Version des Romans gehört. In diesem Werk, das den Auftakt der Jahrhundert-Trilogie bildet, nimmt sich Ken Follett das Thema 1. Weltkrieg vor. Der Roman verbindet Erzählstränge, die in Russland, Deutschland, England und Amerika spielen. Er erzählt Geschichte teilweise mit realen, teilweise mit fiktiven Personen. Dabei stellt er recht eindrucksvoll den Krieg in allen seinen Facetten dar. Besonders gelungen ist dabei die Darstellung der unterschiedlichen  Gesellschaftsschichten, Bewegungen und politischen Systeme. Das Ganze ist gewürzt mit einigen Liebesgeschichten unter den Protagonisten. Trotzdem ist es dem Werk nicht gelungen, mich wirklich zu fesseln. Ich weiß nicht, ob es an den verschiedenen Handlungssträngen, die sich immer wieder abwechselten oder auch an der bearbeiteten Fassung lag. Ich werde aber gewiss bald die beiden anderen Teile hören, um mir ein Gesamtbild machen zu können.

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  • Der 1. Weltkrieg 1914 - 1918

    Sturz der Titanen

    Armillee

    06. February 2015 um 08:25

    Hier geht es um den 1. Weltkrieg, über den ich nichts wusste, außer wann er statt fand. Vier Handlungsstränge, in denen dieses umfassende Werk spielte..: Amerika, Russland, England und Deutschland. Alles fing mit einem Konflikt zwischen Serbien und dem Zaren von Russland an. Dann wurde der österreichische Thronfolger ermordet. Die Dinge nahmen ihren unheilvollen Lauf. 37 Stunden Hörgenuss, in denen wieder einmal klar wird, dass bei einem Krieg die einfachen Menschen nur Schachfiguren sind und als Kanonenfutter verwendet werden. Einige Begebenheiten weckten mein Interesse, das mal näher im Internet zu recherchieren. So z.B. die Sufragetten, die ich mit Frauen im Theater verwechselte (schäm). Oder wie das Frauenwahlrecht zustande kam. Und auch, was denn der amerikanische Präsident Wilson für Einer im realen Leben war. Die Stimme des Vorlesers fand ich gut, auch bei den weiblichen Romanfiguren. Ich konnte da nichts schrilles heraus hören, wie in einer anderen Rezension zu lesen war. Die Protagonisten waren prima auseinander zu halten, was bei der Menge an Menschen in vier Handlungssträngen vom Autor eine Kunst darstellt. 5 Sterne und ein dickes Dankeschön an Mr. Follett für gute Unterhaltung und einen lehrhaften Blick in unsere Vergangenheit unserer traurigen Kriegsgeschichte.

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  • Der Titan Ken Follett

    Sturz der Titanen

    Rusty78

    16. November 2014 um 22:29

    Hörbuch von Lübbe Audio, gesprochen von Philipp Schepmann Kurzmeinung Ein wahrhaft titanenhaftes Unterfangen, diese ungekürzte 37-Stunden-Audible-Fassung. Aber: sie ist es wert. Ein Buch, das nicht einfach zusammenzufassen ist. Fakten Europa 1914. In Deutschland herrscht noch Kaiser Wilhelm II. In England ist gerade König George V. auf dem Thron, der übrigens Wilhelms Cousin ist. Russland wird von Zar Nikolaus unterdrückt und allein Amerika ist ein demokratisches Land unter Präsident Wilson, zumindest wenn man weißer Amerikaner ist. Am 28.06.1914 wird das Thronfolgerehepaar Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz-Ferdinand und seine Gemahlin Sophie, durch serbische Attentäter getötet und Österreich-Ungarn erklärt Serbien einen Monat später den Krieg. Deutschland hält seinem Bündnispartner Österreich-Ungarn die Treue, und aus dieser Krise entwickelt sich der erste Weltkrieg. Inhalt Soweit die Fakten, die wir alle mal in der Schule gelernt haben. Doch Ken Follett schafft es, dieses trockene Stück Geschichte lebendig werden zu lassen, indem er Familien aus allen beteiligten Ländern sozusagen zu Wort kommen lässt, miteinander verknüpft und uns die graue, verschwimmende Wahrheit der politischen Situation schildert. Ich habe die Zusammenhänge wohl zum ersten Mal richtig verstanden. Die Bergarbeiterfamilie Williams lebt in einem kleinen, schmutzigen Dorf in Wales. Arbeiter dürfen nicht wählen und sind ihrem Earl und der Bergbaufirma relativ schutzlos ausgeliefert. Dah Williams, das Familienoberhaupt engagiert sich in der Gewerkschaft, und sein (zu Beginn dreizehnjähriger) Sohn Billy wird wohl ein ebenso sozialer und gerechter Mensch, sowie guter Redner werden. Tochter Ethel arbeitet als Dienstmädchen im Herrenhaus, dem Besitz von Earl Fitzherbert, genannt Fitz. Dieser ist verheiratet mit Bea, einer russischen Fürstin. Fitz‘ Schwester Maude lebt in London und ist eine unverheiratete Suffragette, die jedoch mit ihrem Charme und Verstand ohne weiteres in Londons höheren Kreisen zurechtkommt. Sie verliebt sich in den Deutschen Walter von Ulrich, einen Militärattaché aus einer einflussreichen Diplomatenfamilie, doch je näher der Krieg rückt, desto gefährlicher wird diese Liebe für beide. Grigori und Lew Peschkow sind zwei junge Männer aus Russland, die in einer Stahlgießerei arbeiten, welche Räder für Lokomotiven herstellt. Während einer der beiden sein Glück in Amerika versucht, wird der andere zum Revolutionär. In Russland hält sich auch gerade der junge Senatorensohn Gus Dewar auf, der eine glänzende Karriere im Mitarbeiterstab des Präsidenten Wilson vor sich hat. Meinung Aus diesen „Zutaten“ zaubert Ken Follett einen opulenten, vorzüglichen Schmaus. Die Kriegsszenen sind schrecklich, aber das waren sie auch tatsächlich. Es wird aber in meinen Ohren nie zu viel. Die Arroganz des Adels und der häufig unfähigen militärischen Obrigkeit wird sehr deutlich dargestellt. Sicher, Follett lässt seine Protagonisten auch leben, das heißt, man hört auch etwas über die Gesellschaft, über Dates, Gangster und Sex. Aber wenn er ein Sachbuch hätte schreiben wollen, hätte er das wohl getan – in diesem Buch jedenfalls geht es nicht ausschließlich um den Krieg. Es ist eine Geschichte, die vor, während und kurz nach der 1. Weltkriegszeit spielt. Den Kritikerstimmen, die zuviele Sexszenen bemeckern, kann ich nicht zustimmen. Hier ist alles noch in einem soliden Rahmen, finde ich. Die Recherchearbeit von Ken Follett und seinem Team kann ich nur bewundern. Die politisch authentischen Szenen sind hervorragend gelungen. Der Sprecher Philipp Schepmann ist ein wunderbarer Erzähler. Die langen Erklärungen zur politischen Lage, die vielen fremdartigen Wörter und die unterschiedlichen Männerstimmen sind hervorragend ausgearbeitet. Ein Kratzen auf der Schiefertafel sind allerdings Schepmanns Frauenstimmen. Hier klingt eine wie die andere: hysterisch, nervig und immer gleich hoch, wie eine Parodie. Sogar die emanzipierte und intelligente Maude klingt, als wäre sie ein ungebildetes Gör aus der Gosse. Trotzdem war die Lesung absolut hörenswert, und – Herr Schepmann macht’s in der Fortsetzung „Winter der Welt“ wirklich viel besser  Fazit Absolute Hör- bzw. Leseempfehlung, wenn man spannenden Geschichtsunterricht, verpackt in eine tolle Erzählung erleben will. Ich für meinen Teil bin schon mitten drin in der Fortsetzung.

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  • Erster Teil der Jahrhundert Trilogie

    Sturz der Titanen

    Kleine1984

    23. September 2014 um 20:18

    Bei Sturz der Titanen handelt es sich um den ersten Teil der Jahrhundert Trilogie der im 1. Weltkrieg spielt. Der zweite Teil "Winter der Welt" spielt im zweiten Weltkrieg und der dritte Teil "Kinder der Freiheit" in der Nachkriegszeit. Ich habe die gekürzte Fassung (12 CDs gehört), die einem schon viel Geduld abverlangt. Das Personal ist recht groß und es gibt verschiedene Handlungsstränge, die in verschiedenen Ländern spielen. Wenn man die Geduld aufbringt, wird man mit einer wirklich spannenden und gut recherchierten Geschichte belohnt. Der erste Weltkrieg wird aus der Sicht mehrere gesellschaftliche Schichten und verschiedener beteiligter Länder (z. B. Deutschland, Russland, England) erzählt. Und das beste? Wenn man nicht genug kriegen kann... kann man direkt Teil 2 weiter hören, wo einem dasselbe Personal bzw. die Kinder der Hauptcharaktere begegnen.

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  • Das Buch

    Sturz der Titanen

    Masau

    27. August 2013 um 17:40

    4,5 Sterne
    Sehr gut geschrieben, schön mit der (wirklichen) Geschichte verflochten und tolle Charaktere.
    Alles ist glaubwürdig und toll erzählt. Kann man nur weiterempfehlen!

  • Rezension zu "Sturz der Titanen" von Ken Follett

    Sturz der Titanen

    sunshine-500

    30. October 2011 um 13:14

    So macht Geschichtsunterricht Spaß. Ken Follett schaftt es wieder einmal sehr ausgewogen mit harten Fakten der Jahre vor dem ersten Weltkrieg und danach umzugehen. Die Protagonisten seines Romans kommen aus vier Ländern und Gesellschaftsschichten, nämlich einer englischen Bergarbeiterfamilie, adliger sowohl aus England und Deutschland, zwei Brüdern aus Russland und einem Amerikaner, Alle Biografieen werden miteinander verwoben und zahlreich kommen auch historische Persönlichkeiten vor, selbst die Liebe kommt nicht zu kurz. Der Titel "Sturz der Titanen" ist doppeldeutig, zum einen laufen natürlich die Länder, die sich an diesem grausamen Krieg beteiligen, sehenden Auges in ihren Untergang - wie sie alle langsam in den Strudel des Krieges hineingezogen werden, wird hervorragend recherchiert geschildert. Doch auch in der Gesellschaft deutet sich ein Wandel an: Frauen verlangen nach ihren Rechten und der alte Adel muss nicht nur in Russland zunehmend feststellen, dass seine Privilegien und seine mit dem Geburtsrecht verknüpfte gesellschaftliche Stellung nicht mehr anerkannt werden. Ein wunderbarer Einblick in die Stimmung einer Epoche! Ich bin gespannt wie es weiter geht.

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  • Rezension zu "Sturz der Titanen" von Ken Follett

    Sturz der Titanen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. October 2011 um 00:06

    Ich habe die 37 Stunden (5 Teile a 7-8 Stunden) mit meinem ipod gehört, das war wahrscheinlich auch besser, da bei den Ausmaßen der Printausgabe Verletzungsgefahr besteht. Es ist schon sehr lange her, dass ich von Follet den dritten Zwilling gelesen habe und ich wusste nur noch dass Follett sehr gute Geschichten schreibt. Die Säulen der Erde habe ich leider immer noch nicht gelesen. Da die Zeit um die Jahrhundertwende inklusive Erster WK zu meinen Interessensgebiet zählt war ich sehr neugierig was mich erwartet. Follett spannt mehrere Geschichtsstränge zu Beginn auf, die sich zunehmend kreuzen und verflechten. Das fand ich übrigens eine sehr gute Leistung, fast alle Charaktere auf irgendeine Weise zu verküpfen, ohne dass es zu übertrieben ist. Die Schauplätze befinden sich an unterschiedlichen Orten in Europa, Russland und USA. Zu der geschichtlichen und politischen Recherche muss ich ein großes Lob aussprechen. Ich habe das eine oder andere auch nochmal nachgelesen, ob es sich wirklich so zugetragen hat. Überraschend nahe an der Realität. Die Charaktere sind aus unterschiedlichen Schichten und mit verschieden Charaktereigenschaften ausgestattet. Es ist interessant deren Sicht und Verwicklung in den Ersten WK zu verfolgen. Am besten ist meiner Meinung nach der Charakter Ethel gelungen, da sie eine interessante Entwicklung während der Geschichte macht: von naiv-abhängig bis selbstbewusst-unabhängig. Bei den anderen Charakteren habe ich machmal etwas Tiefe vermisst, man wusste eigentlich von Beginn an, wie sie reagieren werden. Ein großes Buch im wahrsten Sinne! Ein paar Kürzungen hätten der Geschichte kein Abbruch getan.

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  • Rezension zu "Sturz der Titanen. Die Jahrhundertsaga" von Ken Follett

    Sturz der Titanen

    Buecher_und_Meer

    16. September 2011 um 11:52

    ein hartes Stück Arbeit . ...denn ich las diesen Riesenschmöker nicht, ich hörte ihn...die ungekürzte Audible-Fassung über 37 Stunden. Ich brauchte ganze 3 Monate dafür mit diversen Unterbrechungen. Umso schwerer fällt es mir, eine "vernünftige" Rezi dazu zu schreiben. Trotzdem kann man ein solches Werk nicht unkommentiert lassen, darum versuche ich mal meine Meinung abzugeben. . Meine Meinung: Was Ken Follett in diesem Werk zusammengetragen hat, ist schwer in Worte zu fassen. Es war mein erster historischer Roman von ihm und ich finde es bemerkenswert, wie er es schafft über 1000 Seiten die Geschichte am Laufen zu halten. Es ist ein wortgewaltiges Werk, aber zu keinem Zeitpunkt übertrieben oder langatmig geschrieben. Man erfährt sehr viele Details um die Entstehungsgeschichte des 1. Weltkrieges, mit der ich mich persönlich nie beschäftigt habe. Meine Generation ist meiner Meinung nach eher am 2. WK interessiert. Die ganzen Schilderungen rund um den Krieg, die verschiedenen Schlachten und die Verstrickungen der Staaten untereinander waren mir teilweise zuviel des Guten, dafür bin ich eben eine Frau und Geschichte war nie mein Steckenpferd. Im Buch hätte ich hier eher quergelesen. . Die zwischenmenschlichen Beziehungen und Geschichten fand ich umso spannender, besonders die Geschichte um das einstige Hausmädchen Ethel Williams und welche Wendung ihr Leben im Laufe der Jahre nimmt. Bei der Liebesgeschichte um den Deutschen Walther und der Engländerin Maud fiebert man förmlich mit. Follett spinnt in der Geschichte rund um die Protagonisten geschickt etliche Fäden, die irgendwann im Laufe der Geschichte immer wieder zusammenführen und am Ende ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Das Ende lässt keine Fragen offen und macht doch neugierig auf Teil 2, das hat er sehr geschickt angestellt. Etwas genervt haben mich so manche Sexszenen, auf die ich hätte verzichten können, aber nun gut, Geschmackssache. Ein mittelgroßes Manko war meiner Meinung nach der Sprecher Philipp Schepmann, er hat einen angenehme Stimme und seine Betonungen gefallen mir sehr gut, ABER die Frauenstimmen sind nur grausam, zickig, übertrieben, zu hoch, einfach schlimm. Darauf hätte ich bei 37 h gut verzichten können. . Fazit: Ein Wahnsinnsteil voller Details und Akribie. Ich hätte es im Nachhinein lieber gelesen, das hole ich vielleicht mal nach, aber auf keinen Fall für 28,- Euro. Den 2. Teil werde ich auf jeden Fall auch lesen oder hören, bin sehr gespannt darauf.

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  • Rezension zu "Sturz der Titanen. Die Jahrhundertsaga" von Ken Follett

    Sturz der Titanen

    vormi

    05. September 2011 um 18:31

    Obwohl mir Bücher über den 1. oder 2. Weltkrieg sonst nicht so sehr liegen, ist dies ein sehr spannender Bericht über verschiedene Schicksale während des 1. Weltkrieges. Wahrscheinlich auch trotz des mitreissenden Schreibstils von Ken Follett und obwohl der "Sturz der Titanen" gerne mit den "Säulen der Erde" und den "Toren der Welt" in einem Atemzugs genannt werden, haben sie nichts miteinander gemeinsam. Gerade dieses Buch ist ja auch zeitlich ganz klar abgegrenzt. Follett gelingt es sehr abwechslungsreich, die verschiedenen Schicksale und Begegnungen immer wieder geschickt miteinander zu verbinden. Leider gibt es auch ab und zu ein paar Längen, die dauern aber nicht besonders lange an. Es gelingt ihm gut, viele Ängste und Entbehrungen der Menschen während des Krieges deutlich zu machen und einem näher zu bringen. Bisher waren es für mich hauptsächlich nur die Zahl zwischen 1914 - 1918. Ein sehr beeindruckendes Buch.

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