Kenah Cusanit

 2.6 Sterne bei 14 Bewertungen
Autorin von Babel, Babel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kenah Cusanit (©Peter-Andreas Hassiepen)

Lebenslauf von Kenah Cusanit

Anspruchsvolle Einsichten: Kenah Cusanit ist 1979 in Blankenburg geboren und in Berlin-Brandenburg aufgewachsen. Nach ihrem Studium in altorientalischer Philologie, Ethnologie und Afrikanistik, das sie mit einem Master of Arts abschließt, arbeitet sie als Journalistin im In- und Ausland. Daneben schreibt sie auch literarische Texte, die in verschiedenen Literaturzeitschriften veröffentlicht werden. Für ihre Arbeit gewinnt sie mehrere Preise, Stipendien und Auszeichnungen, darunter beispielsweise der Bayerische Kunstförderpreis. Ihr erstes eigenes Buch ist die Gedichtsammlung „aus Papier“, die 2014 erscheint. Ihr Debütroman, „Babel“, erscheint 2019. Die Autorin lebt und arbeitet heute in Berlin.

Neue Bücher

Babel

Erscheint am 18.09.2020 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Kenah Cusanit

Cover des Buches Babel (ISBN: 9783446261655)

Babel

 (14)
Erschienen am 28.01.2019
Cover des Buches heute gestern morgen (ISBN: 9783941949027)

heute gestern morgen

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Erschienen am 25.08.2012
Cover des Buches Babel (ISBN: 9783423147699)

Babel

 (0)
Erscheint am 18.09.2020
Cover des Buches aus Papier (ISBN: 9783902871527)

aus Papier

 (0)
Erschienen am 03.03.2014
Cover des Buches Chronographe Chorologien I (ISBN: 9783902871930)

Chronographe Chorologien I

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Erschienen am 01.01.2017

Neue Rezensionen zu Kenah Cusanit

Neu
D

Rezension zu "Babel" von Kenah Cusanit

Politische Grabungen
DHOvor 8 Monaten

Kenah Cusanit erzählt in ihrem Roman einen kurzen Zeitabschnitt (1909/1913) aus dem Leben des Babylon-Ausgräbers Robert Koldewey. Seine Kämpfe mit der Bürokratie im fernen Berlin als auch vor Ort, seine Beziehungen zu den (linguistisch) orientierten Kollegen und den (späteren) Kriegsgegnern sind Gegenstand des Romans ebenso wie seine persönlichen Befindlichkeiten. Nach und nach erkennt der Leser die geschichtliche (und politische) Dimension dieser Herkulesaufgabe die da lautet: Babylon finden, ausgraben, nach Berlin transportieren.

Man kann Cusanit sicher nicht vorwerfen, sie würde andere zeitgenössische Autoren in ihrem Schreibstil kopieren. Hier entstand wirklich eine eigene Sprache, in die der leser erst "hineinfinden" muss. Wem das nicht nach 30, 40 Seiten gelingt, wird das Buch wieder zur Seite legen.  Wer aber durchhält wird mit feinsinnigem Humor und vielen klugen und durchdachten Sätzen belohnt. Ja, tatsächlich, an der einen oder anderen Stelle etwas überstrapaziert. Wer auf den geschmack gekommen ist wird - so wie ich - auch in die Recherche über Babylon, Koldewey u.a. einsteigen. Das alleine ist schon des Lesens wert.

Ein Buch, garantiert nicht für den breiten Publikumsgeschmack, aber garantiert mit Nachwirkungen.



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Rezension zu "Babel" von Kenah Cusanit

Kein Roman, sondern eine dröge-distanzierte Reisebeschreibung
Henk_Bleuvor 9 Monaten

Babel – das klingt nach Sünde und Stimmengewirr. Das Buch handelt – nach einem echten Archäologen – von den Ausgrabungen der untergegangenen Stadt Anfang des 20. Jahrhunderts. Beeinflusst von Indiana Jones, hat man als Leser des 21. Jahrhunderts erstmal Harrison Ford vor Augen. Insofern ist es verdienstvoll und durchaus bereichernd, von den echten Ausgrabungen zu lesen, und davon zu erfahren, mit welchen Widrigkeiten die Forscher zu kämpfen hatten: den Mühlen der Verwaltung, den Mühen der Beschaffung und der Motivation der Geldgeber.

 

Wir lesen das am Beispiel Robert Koldeweys, dem Leiter der deutschen Ausgrabungen, die in Konkurrenz zu den Engländern stehen. Mir gefiel die Idee, dass Koldewey mit einer Blinddarmentzündung darniederliegt und wir entlang seiner Gedanken, Erinnerungen und Notizen in die damalige Welt eingeführt werden. Das alles wird auch sprachlich und intellektuell ansprechend serviert, die Sätze sind kunstvoll gebaut und gedanklich gehaltvoll.

 

Doch ein Roman hat üblicherweise eine Hauptperson, die eine Entwicklung durchmacht. Und dafür lässt der Autor den Leser in das Innere der Figur blicken. Wir haben hier zwar eine Hauptperson, aber überhaupt nichts Persönliches. Das Buch ist voller sachlicher Schilderungen – die kenntnisreich sind, allerlei Interessantes und Abseitiges über die damalige Sicht der Dinge oder auch Historisches zutage fördern. Aber von der Person Koldeweys , ihren Gedanken und Gefühlen, erfahren wir so gut wie nichts.  Das macht die Lektüre außerordentlich distanziert und dröge. Auch von der Geschichte Babels, die man ja (zumindest in Auszügen) lebendig hätte darstellen können, nichts als essayistische Ausflüge in Abgrenzung zur Bibel.

 

Ich befürworte auch den Ansatz, Bücher möglichst authentisch sein zu lassen. Doch welchen Sinn hat es, die Liste der 200 arabischen Mitarbeiter der Grabung vollständig abzudrucken? Gilt das als authentisch? Ich habe der Autorin auch so ihre Fachkenntnis geglaubt. Das grenzt an Seitenschinderei.

 

In dem Zusammenhang verstehe ich weder die Ankündigung des Verlages, hier werde „das Fundament des Abendlandes freigelegt“ und „der Blick auf die Gegenwart verändert“ noch das Geschwurbel von Zeit-Schreiber Ijo Mangold über „die Weltgeschichte als Farce und Stimmengewirr, das Babel entfaltet“ und „zur poetischen Gerechtigkeit“ führt. Nichts davon. Welche Drogen nehmen die Leute?

 

Fazit: Ein durchaus interessanter Blick hinter die Kulissen der Archäologie. Doch ein Roman ist das nicht. Wahrscheinlich verkauft das Buch sich mit dem Etikettenschwindel besser.

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Rezension zu "Babel" von Kenah Cusanit

Viel Lärm um Babel
OliverBaiervor einem Jahr

Inhalt/ Klappentext:

1913, unweit von Bagdad. Der Archäologe Robert Koldewey leidet ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, nun quält ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: die Ausgrabung Babylons. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich gerade ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere Gegenwart hinein erschüttern wird. Wie ein Getriebener dokumentiert Koldewey deshalb die mesopotamischen Schätze am Euphrat; Stein für Stein legt er die Wiege der Zivilisation frei – und das Fundament des Abendlandes. Kenah Cusanits erster Roman ist Abenteuer- und Zeitgeschichte zugleich – klangvoll, hinreißend, klug.

Persönliche Meinung:
Langatmig,langweilig,schrecklicheSprache,keineBilder,Mammutsätze.
Ich habe mich unfassbar mit diesemBuch gequält,weil ich es für eine Challenge lesen wollte....da habe ich mich wirklich über den Sinn des Lesenmüssens gefragt. Es gibt sicher Fans dieses Buches. Es stand immerhin auf der Shortlist der Leipziger Buchmesse und wurde auch in Druckfrisch gelobt. Für mich die größte Zumutung.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches LovelyBooks Spezial

Gemeinsam möchten wir wieder Debütautor*innen entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautor*innen schwer sich zwischen Bestsellern und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen  und besondere Buchperlen finden!

Gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken!
Gemeinsam möchten wir wieder Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen! 

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger  Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2019 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.

Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: ' Debütautor*in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2019 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.

Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2019 lag.

Wichtig: Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.

Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 24. Januar 2020 zu lesen und zu rezensieren. 


Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen  aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.


Informationen/Regelungen:

  • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
  • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!

Ich wünsche ganz viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)

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Sammelbeiträge:

Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

- Leserunde zu "Bernstein" von Sara C. Schaumburg (Bewerbung bis 28. September)

- Leserunde zu "Kalt wie die Angst" von Charlotte Peters (ebook, Bewerbung bis 29. September) 


( HINWEIS: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber an diesem Startbeitrag angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)

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Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?

Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!

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PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.   

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