Was uns ganz macht

von Kendra Fortmeyer 
3,9 Sterne bei30 Bewertungen
Was uns ganz macht
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Julie209s avatar

Berührend! Romantisch! Tiefgründig! Das Buch hat mich nachdenklich zurück gelassen.

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Eine nette Geschichte für zwischendurch..

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Inhaltsangabe zu "Was uns ganz macht"

Für die Liebe musst du nicht perfekt sein! Morgan hat ein Geheimnis. Sie ist anders als die anderen und das hat sie siebzhen Jahre für sich behalten. Eines Tages beschließt sie, sich nicht länger zu verstecken und wird unfreiwillig zum Internetstar. Die Medien reißen sich um das vermeintlich unperfekte Mädchen. Im Krankenhaus lernt sie kurz darauf Howie kennen, der büchtäblich ihr perfektes Gegenstück ist. Sie könnten sich gegenseitig heilen, aber können sie sich gegenseitig auch ganz machen?
Einfühlsames Plädoyer wider Perfektionismus und Schönheitswahn.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783789108457
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Oetinger
Erscheinungsdatum:25.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Schnudls avatar
    Schnudlvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine nette Geschichte für zwischendurch..
    Eine nette Geschichte für zwischendurch, jedoch habe ich mir mehr erwartet..


    Dieses Buch habe ich bei einem Gewinnspiel gewonnen und war schon ganz gespannt, da der Klappentext sehr vielversprechend klang. 


    Morgan ist mit einem Loch im Bauch auf die Welt gekommen und versucht seit 17 Jahren nun das Loch zu verstecken und niemanden an sich ran zu lassen. Nur ihre Mutter und ihre beste Freundin wissen darüber Bescheid. Irgendwann hat sie es satt sich zu verstecken, und zeigt sich der Öffentlichkeit. Sie wird plötzlich ein Internetstar und von Papparazzi belagert. 
    Dann trifft sie Howie, der ihr Gegenstück sein soll, denn er ist mit einer Beule auf die Welt gekommen. 
    Können sie sich wirklich gegenseitig ganz machen und heilen? Haben sie eine Chance auf ein ganz normales Leben? Und viel wichtiger, sind sie auch Gefühlstechnisch auf einer Wellenlänge?


    Ich hatte ganz hohe Erwartungen an dieses Buch, da das bei mir bei Krankheitsbüchern immer der Fall ist. Leider wurde ich enttäuscht. 
    An sich eine echt schöne Geschichte mit wahnsinnig viel Potenzial. Leider nicht sehr gut umgesetzt. Morgan ging mir irgendwann echt dermaßen auf den Sack, dass ich das Buch am liebsten geschüttelt hätte. Und auch ihre Mutter hätte ich am liebsten mit einem Tritt in die Hölle geschickt. Ich wollte eigentlich schon nach 200 Seiten aufhören zu lesen, weil ich mich teilweise echt ein bisschen gelangweilt habe, wollte dann aber doch wissen, wie es zu Ende geht. 
    Das Ende ist unerwartet und doch gut gelungen. Deshalb 3 Sterne :) 

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    Soley-Laleys avatar
    Soley-Laleyvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Was uns ganz macht ist ein Buch, dass eine überaus interessante Thematik aufweist.
    Was uns ganz macht

    Was uns ganz macht ist ein Buch, dass ich eigentlich nicht auf dem Schirm hatte. Aber dann habe ich es auf einmal überall gesehen, in der Buchhandlung, auf Instagram und Co. Ich hatte regelrecht das Gefühl das Buch verfolgt mich, weshalb ich dann am Ende beschlossen habe, doch mal reinzuschnuppern. Die ersten Seiten haben mich so neugierig gemacht, dass ich nun die ganze Story erfahren wollte.


    Wie gesagt der Einstieg in die Story fiel mir sehr leicht, obwohl man mitten in die Handlung rein geworfen wird, hat man keine Schwierigkeiten sich zurechtzufinden. Mir gefiel diese lockere Art, die sich auch im Schreibstil widergespiegelt hat und sich durch das ganze Buch zog. Dadurch hat die etwas schwere Thematik eine Leichtigkeit bekommen, und dies wiederum ohne die wichtigen Aspekte zu unterdrücken.


    Wo ich beim Thema des Buches bin, muss ich erwähnen wie interessant ich diesen fand. Man liest zwar viel über Soziale Probleme, aber meist nie in Verbindung mit einer körperlichen Krankheit. Insgesamt werden im Buch viele Themenbereiche abgedeckt die wichtig sind. An einigen Stellen hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Autorin sich etwas zu viel vorgenommen hat.


    Ich habe zwar gesagt, dass der Einstieg in die Story mir sehr leicht fiel, aber eine Sache war ein kleines Hindernis für mich. Nämlich Morgan unsere Protagonistin. Ich liebe sarkastische Charaktere die einen gewissen Hang zum dramatischen haben, aber so eine wie Morgan habe ich echt selten gesehen. Sie hat es mir nicht leicht gemacht sie zu mögen, was ich auch bis kurz vorm Ende des Buches nicht habe. Sie ist ein schwieriger Mensch, und nicht nur mir hat sie es erschwert, sondern auch ihrer ganzen Umgebung. Aber zum Ende hin hat sie selbst eingesehen, dass ihre Art vielleicht nicht sehr freundlich ist.


    Im Gegensatz zu ihr habe ich ihre Freundin Caro geliebt! Sie war ein so fröhlicher und aufgeschlossener Mensch, dass man sie einfach gern haben musste. Auch sie hat es nicht leicht im Leben, aber ihre Art damit umzugehen ist beneidenswert.


    Neben den ganzen Problemen gibt es natürlich auch eine kleine Liebesgeschichte, die nicht die ganze Handlung einnimmt. Das fand ich besonders toll, da die Autorin eine gute Balance zwischen Liebe und Handlung eingehalten hat. Howie und Morgan sind sich zugleich sehr ähnlich aber wiederum auch nicht. Dieser Widerspruch war eine sehr interessante Mischung, die man nicht oft in Jugendbüchern sieht.


    Im Nachhinein finde ich, dass Was uns ganz macht ein sehr besonderes Buch ist. Es ist kein typisches Jugendbuch, vielmehr übermittelt es einem die Botschaft, dass jeder Mensch anders ist, aber wir niemals alleine anders sind. Jeder hat Probleme und irgendwo ist eine Person die dich versteht, sozusagen dein Gegenstück.


    Das Cover ist schlicht und etwas kitschig, was leider nicht wirklich meinen Geschmack trifft. Jedoch spiegelt es den Inhalt des Buches sehr gut wieder, und je länger ich betrachte desto mehr gefällt es mir.


    Was uns ganz macht ist ein Buch, dass eine überaus interessante Thematik aufweist. In Verbindung mit den Charakteren, die allesamt nicht Perfekt sind, und der Handlung, ergibt sich eine Konstruktion die dem Leser zeigt, dass man nicht Perfekt sein muss. Vielmehr wird darauf aufmerksam gemacht, dass jeder Mensch sich unvollständig fühlt. Genau diese Unvollständigkeit macht uns vollständig.

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    Skyline-Of-Bookss avatar
    Skyline-Of-Booksvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch hält viele Hinweise für das eigene Leben bereit!
    Dieses Buch hält viele Hinweise für das eigene Leben bereit!

    Klappentext

    „Für die Liebe musst du nicht perfekt sein! Morgan hat ein Geheimnis. Sie ist anders als die anderen und das hat sie siebzehn Jahre für sich behalten. Eines Tages beschließt sie, sich nicht länger zu verstecken und wird unfreiwillig zum Internetstar. Die Medien reißen sich um das vermeintlich unperfekte Mädchen. Im Krankenhaus lernt sie kurz darauf Howie kennen, der buchstäblich ihr perfektes Gegenstück ist. Sie könnten sich gegenseitig heilen, aber können sie sich gegenseitig auch ganz machen?“

     

    Gestaltung

    Das Cover finde ich insgesamt nicht schlecht, da es mit den beiden Köpfen gut die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten aufgreift. Die Farben sind dafür dann allerdings sehr mädchenhaft mit den verschiedenen Pinktönen, wobei ich die Blütenmuster in den Punkten sehr filigran finde und gerne mag. Zudem passen die Punkte für mich zur Geschichte, wobei ich hier nicht näher verraten kann warum, ohne zu spoilern.

     

    Meine Meinung

    In „Was uns ganz macht“ geht es um die siebzehnjährige Morgan, die mit einem Gendefekt zur Welt gekommen ist und daher nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht. Ihr Leben lang hat sie dies jedoch verheimlicht, bis es ihr nun endgültig genügt. Doch schnell wird sie in den Medien zu einer Art Berühmtheit, wodurch sie wieder nicht die Möglichkeit auf das Leben hat, das sie sich wünscht: ein ganz normales, wie alle anderen es auch haben…

     

    Morgan versteckt ihren Gendeffekt, da ihre Mutter ihr dies rät, denn durch ihn sieht sie anders aus als alle anderen. Ihr Leben lang muss sie sich verstecken, jemand sein, der sie nicht ist. So ist ihr Wunsch, endlich ihr wahres Ich zeigen zu können, für den Leser sehr verständlich. Beeindruckend fand ich dann ihren Mut, sich so zu zeigen, wie sie ist, denn ich konnte verstehen, wie Morgan zu Mute ist und welche Kraft es sie kostet. Dies sorgt für einiges Identifikationspotenzial mit der Protagonistin. Weiteren Stoff für Identifikationen mit Morgan bietet vor allem das Thema der Schönheit und des Perfektionismus, denn welches junge Mädchen befasst sich im Teenageralter nicht mit den Gedanken, wie es auf andere wirkt?

     

    Anhand von Morgen und ihrer Besonderheit wird dieses Thema nochmals überspitzt deutlich, denn als die ersten öffentlichen Reaktionen im Internet auf ihr Anderssein auftauchen, wurde für mich im Buch sehr krass deutlich, wie festgefahren wir Menschen doch in unseren Idealen sind. Wir urteilen über andere, ohne sie wirklich zu kennen. Bei diesen Reaktionen auf Morgen war wirklich alles dabei und ich fand, dass die Autorin hier das Bild unserer Gesellschaft sehr realistisch eingefangen hat.

     

    Gleichzeitig hat mich an diesem Buch beeindruckt, dass es nicht nur um Schönheitsideale und Normal- bzw. Anderssein ging, sondern es ging auf tieferer Ebene viel mehr darum, was wir brauchen, um glücklich zu sein und uns ganz zu fühlen. Ist alles nur eine Frage der Optik oder geht es vielmehr um die Menschen, mit denen wir unser Leben verbringen. Ist es wichtig was Fremde von uns denken oder zählt nicht vielmehr die Meinung derer, die uns wichtig sind? „Was uns ganz macht“ regt so in mehrfacher Weise zum Nachdenken an und es eröffnet spannende Denkweisen, die auch für das eigene Leben der Leser von zentraler Bedeutung sein können. Kendra Fortmeyer hat hier ein Buch geschaffen, das mir unter die Haut ging.

     

    Gleichzeitig empfand ich die Handlung als sehr emotional, denn gerade die Anmerkungen im Internet haben mich schockiert und mitgerissen. Ich fand die Handlung an manchen Stellen aber auch etwas zu ruhig, denn gerade wenn sie nach einem besonders packenden oder rührenden Moment wieder abflaute, fehlte mir einfach der Schwung. Als Morgan dann auf Howie trifft, wirbeln die Gefühle von Morgan und somit auch die des Lesers allerdings noch mehr durcheinander, denn es entsteht eine zarte Liebesgeschichte, die sehr rührend ist. Howie mochte ich zudem wirklich gern, da er einfach nur liebenswürdig ist.

     

    Fazit

    „Was uns ganz macht“ ist eine Geschichte über Schönheitsideale, über das Anderssein und darüber, was es eigentlich braucht, um sich im Leben ganz zu fühlen und sein Glück zu finden. Die Botschaft dieses Buches ist unheimlich wichtig und ich denke, dass der Leser aus diesem Buch einiges für sein eigenes Leben mitnehmen kann. Obwohl es in der Handlung manchmal kleinere Durchhänger gab, so konnte mich die Geschichte dennoch mit ihrer Emotionalität und ihren liebenswürdigen Charakteren überzeugen. Ich denke auch, dass gerade Morgan einiges an Identifikationsmöglichkeiten für Mädchen bereithält, die das Lesen noch intensivieren.

    4 von 5 Sternen!

     

    Reihen-Infos

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    Tini_Ss avatar
    Tini_Svor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Obwohl Morgan und ich keine besten Freundinnen wurden, ein lesenswertes Jugendbuch mit poetischem Schreibstil und wichtigen Botschaften!
    Obwohl Morgan & ich keine Freundinnen wurden, ein lesenswertes Jugendbuch mit wichtigen Botschaften!

    Meine Meinung: „Was uns ganz macht“ fiel mir damals in der Verlagsvorschau direkt auf. Allerdings nicht wegen des Covers (das mir zu kitschig ist und mich im Laden nicht dazu gebracht hätte, es in die Hand zu nehmen), sondern wegen des Klappentextes. Der klingt so besonders, dass er neugierig macht und Lust auf mehr. Deshalb wollte ich es unbedingt lesen und war gespannt, was die Autorin aus der Ausgangssituation machen würde …

    Gleich der Einstieg war besonders und zog mich mit dem sarkastischen Ton der Protagonistin in die Geschichte. Irgendwie wurde ich während des Lesens an die Bücher des Magellan-Verlags erinnert, (falls euch das weiterhilft ^^), denn es war ein ähnliches Lesefeeling: locker-leicht, aber tiefgründig. Es ließ sich super flüssig lesen und ich rauschte förmlich mit der Protagonistin Morgan durch die Seiten.

    Bevor ich zu ihr komme, muss ich noch ein paar Worte zum Schreibstil verlieren, weil er wirklich anders war. Es gab viele Dialoge, einige Unterbrechungen mit Smartphone-Nachrichten und Artikel/Kommentare aus dem Internet, was mein Lesetempo noch mehr beschleunigte. Außerdem verwendet Frau Fortmeyer viele malerische Beschreibungen, ebenso wie Vergleiche und Metaphern, die ich so noch nie gelesen habe. Das war sehr kreativ und hat mich beeindruckt, aber manchmal kam es mir auch etwas künstlich vor, als wollte sie sämtliche Klischees um jeden Preis vermeiden. Das unterstreicht die Besonderheit der Geschichte, hat mich aber ab und zu aus dem Lesefluss gerissen.

    Kommen wir zu Morgan, aus deren Ich-Perspektive die Story erzählt wird. Sie machte es mir zu Anfang echt nicht leicht. *puh* Ja, ich konnte sie verstehen und mit ihr fühlen. Die ganzen Probleme, die sie nur aufgrund ihrer Besonderheit hat, sind echt belastend. Aber muss sie deshalb gleich alles und jeden vor den Kopf stoßen? Und damit meine ich wirklich JEDEN, auch diejenigen, die es gut mit ihr meinen – ihre beste Freundin Caro und Howie zum Beispiel.

    Ich hatte so meine Probleme mit ihr, weil sie sehr sarkastisch, schwarzseherisch und ich-bezogen ist. Sie badet ausgiebig in Selbstmitleid, kann nicht aus ihrer Haut und vertraut niemandem. Sie will frei sein, gibt sich stark und cool und unnahbar, ist aber im tiefsten Innern unsicher und einsam. Später sagt sie sogar von sich selbst, dass sie sich zickig benommen hat (oh ja, Mädel!), aber immerhin erkennt sie ihren Fehler. Am Ende konnte ich mich ein bisschen mit ihr versöhnen, aber so richtig dicke Freundinnen sind wir nicht geworden …

    Dafür war ihre beste Freundin Caro ein echter Schatz. Morgan hätte sie noch mehr schätzen müssen, denn sie war wirklich Gold wert! So eine gut gelaunte und motivierende Person wünscht sich doch jeder an seiner Seite! Sie unterstützt Morgan wo sie kann und versucht, sie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Leider meist vergeblich. Caro ist nicht die schlankste, aber steht zu ihrem Körper und ermutigt Morgan, dasselbe zu tun. Sie vermittelt damit eine wichtige Botschaft, die man nicht oft genug betonen kann.

    Die Grundidee mit Morgans Besonderheit (die ich hier nicht spoilern möchte) war einzigartig und detailliert ausgearbeitet. Es wurde nicht nur als Aufhänger benutzt, sondern stand die ganze Zeit im Mittelpunkt. Wir erleben einige Tests und Versuche, die die Ärzte mit ihr durchführen und die Problematik ist stets präsent. Dazu kommt später noch Howie, der ein ganz ähnliches Problem hat und damit perfekt zu Morgan passt.

    Es entwickelt sich eine zarte und nicht kitschige Liebesgeschichte, die ich gut fand. Leider kamen die Gefühle nicht zu 100 % bei mir an, was wahrscheinlich an Morgan lag, die Howie nicht vertraut und lange Zeit auf Abstand hält. Howie fand ich als Charakter sehr sympathisch und er passte besser zu Morgan als beide es je für möglich gehalten hätten. Für meinen Geschmack hätte er allerdings noch etwas mehr Tiefe vertragen und mehr im Mittelpunkt stehen können. Er wurde die meiste Zeit von ihrem Temperament überschattet. :D

    Morgan wird zum Symbol für eine ganze Bewegung im Internet, bei dem viele Menschen online preisgeben, warum sie sich ausgeschlossen, einsam oder anders fühlen. Damit werden hier neben dem Bodyshaming (siehe Caro) weitere wichtige Themen angesprochen, wie Internethetze, Verfolgung durch die Presse und dass wir alle bloß Menschen sind und gar nicht so verschieden wie wir immer denken … Man merkt, dass diese Themen der Autorin wichtig sind und sie die jungen Leute mit ihrem Buch ermutigen möchte, zu sich selbst zu stehen. Das muss ich besonders honorieren, denn es hat mich beeindruckt und immer wieder zustimmend nicken lassen.

    Leider kam das Ende, wie schon oft in Rezensionen zum Buch gelesen, zu plötzlich. Ich hätte mir noch mehr klärende Gespräche gewünscht, vor allem mit Morgans Eltern und auch mit Caro. Der Streit mit ihr wird einfach unter den Teppich gekehrt, dabei hätte sich Morgan ruhig mal ein Herz fassen und sich entschuldigen können. Es blieb wirklich viel offen, das Ende war für mich keins und ich hätte mir noch mehr Ausblicke auf die Zukunft gewünscht …

    Fazit: Trotz meiner Kritikpunkte ist „Was uns ganz macht“ ein absolut lesenswertes Jugendbuch, allein schon wegen seiner wichtigen Botschaften! Es liest sich schnell und flüssig und ist etwas Besonderes, das aus dem Einheitsbrei herausleuchtet. Die Autorin hat viel Leidenschaft, Lebensweisheit und Kreativität in die Geschichte gesteckt, was mich nachhaltig beeindruckt hat.

    Ich hätte mir, vor allem bei den Nebencharakteren, noch etwas mehr Tiefe gewünscht und die Geschichte hätte an manchen Stellen noch ausführlicher sein dürfen. Durch Auslassungen wird oft mehr gesagt als durch Worte, aber das machte es auch realistisch und lebensnah. Lest auf jeden Fall rein, wenn euch das Thema „Bodyshaming“ interessiert und ihr außergewöhnliche Jugendbücher mit wichtigen Botschaften mögt – es lohnt sich!

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    Kumosbuchwolkes avatar
    Kumosbuchwolkevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Botschaft, aber ich hatte meine Schwierigkeiten mit Morgan sie war teilweise ziemlich unfair.
    Tolle Botschaft - allerdings schwierige Protagonistin

    ~ Zwischen den Seiten ~


    Morgan Stone ist das ungewöhnlichste Mädchen, von der ich je gelesen habe. Sie hat mich im ersten Kapitel, in dem sie sich vorstellt, so sehr irritiert, das ich zwischen Realität und Fiktion nicht unterscheiden konnte, obwohl ich mir der Fiktion durchaus bewusst gewesen bin, habe ich den ich recherchiert, ob das, was sie hat, möglich ist. Morgans Realität fühlt sich unglaublich echt und überzeugend an und ich dachte, das Besondere wäre symbolisch gemeint, im Sinne von verletzten Gefühlen und Vertrauen. Doch innerhalb der Buchdeckel ist Morgan Stone mit allem Drum und Dran real und es ist nur all zu verständlich, dass sie ihr Geheimnis wahren möchte. Nur wenige Menschen wissen davon, wie ihre Eltern, Ärzte oder ihre beste Freundin Caro.

    Morgan bleibt lieber für sich, zeichnet lieber als den Kontakt mehr als notwendig zu anderen Menschen aufzubauen, zu groß ist die Angst, dass man erkennen kann, was mit ihr nicht stimmt und sie dafür fertigmachen könnte. Morgan liebt es zu zeichnen und sie ist talentiert, allerdings fehlt ihren Bildern das Leben.

    Das ist der Tritt, den Morgan brauchte, um aus der selbst gewählten Isolation auszubrechen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Caro geht sie tanzen und blüht auf der Tanzfläche auf. Ihr inneres Bedürfnis, sich so zu präsentieren, wie sie ist, bricht aus ihr heraus. Morgan spürt die Energie, sie lässt sich fallen und mit zum ersten Mal ist ihr egal, ob ihr Geheimnis auffliegt. So lang sie tanzt akzeptiert sie sich, wie sie ist. Das ist großartig. Tatsächlich wird ihr Geheimnis entdeckt und was zunächst als kleiner Internetkuriosität beginnt, wird bald schon zu einer medialen Lawine.

    Plötzlich wird Morgan wahrgenommen, manch Interesse imponiert ihr und pusht ihr Selbstvertrauen, allerdings hat es auch Schattenseiten und es ist nicht immer leicht zu ertragen, was wildfremde Menschen über Morgan denken. Bestimmt ist es nur natürlich das Morgan nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht und das sie ganz oft ihrer besten Freundin unrecht tut, dennoch tat mir Caro wirklich leid und die Handlung wird an dem Punkt vorhersehbar.

    Bleibt nur zu hoffen und zu wünschen, dass jeder Leser am Ende weiß, die besten Freunde sind die, die immer zu einem halten und Freundschaften sollten gut gepflegt werden.

    Auch als Morgan auf Howie trifft, ihrem Gegenstück, zeigt sich das sie oft ichbezogen (über)reagiert. Sympathien haben in "Was uns ganz macht" eher andere Figuren als die Hauptfigur von mir erhalten.


    Die Botschaft von „Was uns ganz macht“ ist eindeutig, der Titel zwischen den Seiten wird dieser Grundgedanke oft emotional und fast schon poetisch angegangen. Neben Morgan ist da noch ihre beste Freundin, die strahlende herzliche, warme Sonne, mit der Power eines Duracell Hasen, deren „Makel“ darin besteht, dass sie ein paar Gramm zu viel hat. Jedenfalls für die, die sich daran stören, denn Caro definitiv nicht und das macht sie so mega sympathisch und auch darin steckt eine Botschaft. Oder aus Morgans Mutter und ihrer oft sehr kalten distanzierten Art lässt sich zwischen den Zeilen etwas herausfiltern. „Was uns ganz macht“ sind nicht nur Morgan und Howie, sondern ist die Summe aus allen Figuren, die hier vorkommen. Botschaften über Botschaften.

    Trotz des tollen Schreibstils und dem wichtigen Thema hatte ich zwischen drin, Schwierigkeiten am Ball zu bleiben, manchmal ließen mich Morgans Bilder vollkommen abdriften, vielleicht zu viel Kunst oder es waren die Szenen im Krankenhaus, die ich teilweise überflog. Ich kann es an dieser Stelle nicht genau benennen. Vielleicht lag es auch an Morgan, die mir manchmal zu ichbezogen daher kam, dass ich ungewöhnlich lang für „Was uns ganz macht“ gebraucht habe. Morgans bisher bekannte Welt gerät kräftig ins Schleudern, es verändert sich viel, weil sie nun Aufmerksamkeit bekommt, dass sie hier nicht immer alles richtig machen kann, ist mir klar, allerdings fand ich es schon arg gemein, wie sie Caro oft behandelt. Egal was kommt, am Ende sind es immer die Freunde, die zu einem halten, wenn die Welt zusammen bricht.

    ~ Fazit ~

    „Was uns ganz macht“ hat mich überrascht, da das was Morgan ausmacht, hielt ich die ersten Seiten noch für eine Metapher, tatsächlich ist es in dem Buch real und echt. Für eine kurze Zeit war ich so verwirrt, dass ich die Wahrheit im Internet recherchieren musste. Im Buchtitel findet sich schon das Thema wieder. Morgan ist auf dem
    iese Stelle habe ich dann nur noch überflogen. Für mich eine wichtige Botschaft mit kleineren Schwächen in der Hauptfigur. 3 Sterne.
    ___________________________________________________
    © Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren
    © Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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    Anni-chans avatar
    Anni-chanvor 9 Monaten
    Ein kluges und tiefgründiges Buch

    Cover

    Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Auf einem hellen Hintergrund sind verschiedengroße roséfarbene Kreise zu sehen, dazu ein etwas kräftiger Kreis in der Mitte und die Silhouetten von zwei Menschen, die einander anschauen. Der Titel „Was uns ganz macht“ befindet sich unscheinbar und nicht sonderlich herausstechend unterhalt der Silhouetten.

    Obwohl das Cover nicht sehr auffällt, muss ich doch sagen, dass ich es sehr passend zur Geschichte finde und es doch ein echtes Schmuckstück im Regal darstellt.

    Meinung

    „Was uns ganz macht“ ist ein Buch, was ich zunächst gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Unscheinbar, wie es ist, ist kaum zu erahnen, was für eine Geschichte sich zwischen den Buchdeckeln befindet und auch der Klappentext gibt nicht mehr als eine grobe Ahnung, worum es geht. In dieser Hinsicht bin ich also vollkommen unbeeinflusst an das Buch herangegangen.

    Und das ist auch ganz gut so, denn ich weiß nicht, ob ich das Buch gelesen hätte, wenn ich gewusst hätte, worum es geht. Und dann wäre mir doch einiges entgangen. Die Geschichte handelt von der 17-jährigen Megan Stone, die anders ist als ihre Mitmenschen. Durch einen Gendefekt hat sie einen ganz besonderen Makel, den sie vor der Welt versteckt, doch sie möchte sich nicht mehr verstecken. Eines Abends beschließt sie, dass das so nicht weitergeht, dass sie mutig sein muss, und zeigt sich der Welt. Es kommt, wie es kommen muss und ihre Andersartigkeit bleibt nicht lange unentdeckt. Megan wird unfreiwillig zum Medienstar und weltweiten Phänomen. Weil sie anders ist.

    Doch die ganze Sache bringt auch etwas Gutes, denn so trifft sie auf Howie, der wortwörlich ihr perfektes Gegenstück ist und auf einmal haben die Forscher und Ärzte Hoffnung, beide zu heilen, während die Medien von der schicksalhaften Liebe der beiden erzählen.

    Ich habe euch bewusst nicht erzählt, was genau es mit dem Gendefekt auf sich hat, denn das müsst ihr schön selbst herausfinden. Klar ist jedoch, dass dieses Buch so viel mehr ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Es geht nicht nur um Krankheit und Heilung, sondern darum, dazuzugehören, sich anzupassen, um Freundschaft und Liebe ebenso wie um das Recht eines jeden Einzelnen, nicht in der Menge unterzugehen, sondern hervorzustechen.

    Megan, die Protagonistin und Ich-Erzählerin des Buches, lässt sich zu Beginn sehr von ihrer Andersartigkeit beeinflussen. Sie hat Angst, dass jemand ihren Makel entdecken und sie als Freak abstempeln könnte. Doch das wandelt sich im Verlauf des Buches. Sie wird mutiger, offener und selbstbewusster. Ihre Entwicklung habe ich sehr gerne verfolgt, ebenso wie ihre Monologe über Kunst. Megan ist eine aufstrebende Künstlerin und zeigt die Welt gern mit all ihren Makeln, so wie sich selbst ist. Auch Howie habe ich ins Herz geschlossen, weil er einfach der sympathische „Leidensgenosse“ von Megan ist, ein echter Sonnyboy, der sich von seinem Makel nicht das Leben kaputtmachen lässt. Ich hätte gerne mehr von ihm gesehen, doch sein erster Auftritt lässt ein wenig auf sich warten. Das finde ich ein wenig schade am Anfang des Buches, doch es hat sich im Verlauf der Handlung sehr gesteigert.

    Fazit

    „Was uns ganz macht“ besticht mit einer wirklich außergewöhnlichen Thematik und zeigt das Leben aus der Sicht von zwei Menschen, die rein äußerlich betrachtet, vollkommen anders sind als der Rest. Ein sehr kluges und tiefgründiges Buch über das, was im Leben wirklich zählt – und das ist ganz sicher nicht, perfekt zu sein.

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    Blacksallys avatar
    Blacksallyvor 9 Monaten
    Buch mit toller Botschaft


    Meine Meinung
    Dieses Buch hat mich mit seinem Klappentext sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, weshalb ich es unglaublich gerne lesen wollte.


    Das Cover spricht mich sehr an. Ich mag die Farben und die beiden Gesichter, die zueinander gewandt sind. Nachdem ich die Geschichte gelesen habe muss ich sogar sagen, es ist unglaublich passend, das hier nur Gesichter zu sehen sind und keine Körper, das macht das ganze irgendwie noch schöner.


    Die Protagonistin Morgan war mir am Anfang etwas suspekt, sie wusste nie wie sie sich verhalten soll und bereute alles was sie getan oder nicht getan hat. Sie war sehr unentschlossen und dann wieder selbstbewusst. Das ging eine ganze Zeit so, bis sich alles eingependelt hatte und ich mich doch sehr gut mit ihr einlassen konnte. Ich habe irgendwann während der Geschichte selbst gemerkt, warum sie sich so verhält und konnte vieles nachvollziehen. 
    Auch Howie war am Anfang eher ein Mysterium. An ihn bin ich aber emotional schneller ran gekommen, auch wenn er sich meiner Meinung nach einige Fehltritte erlaubt hat. Dennoch empfand  ich die beiden als tolles Pärchen.


    Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen. Was mir gefallen hat war die Ausdrucksweise und die Einfachheit der Sätze. Trotzdem konnte man erkennen, das es sich um ein ernstes Thema handelt, das nicht immer lustig ist und vor allem sehr viele Emotionen rüber gebracht hat. Die Geschichte hatte für mich auch einen gewissen Wohlfühlfaktor, da ich damit mal richtig aus meiner Umgebung abschalten konnte. Ich muss aber auch dazu sagen, das mich das ganze sehr zum Nachdenken gebracht hat und ich glaube genau darauf möchte das Buch auch zielen.


    Autorin
    Leider konnte ich nichts über die Autorin auf der Verlagsseite oder Internetportalen finden. 


    Einzelbewertungen
    Schreibstil 5/5
    Charaktere 4/5
    Spannung 2/5
    Ende 5/5
    Cover 5/5


    Fazit
    Ein Buch mit einem ernsten Thema, das eine tolle Botschaft vermittelt. Ich fand es wirklich klasse

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Gefühlvoll, aber oft zu vorhersehbar
    Über das "Ganz" werden

     Morgan ist siebzehn Jahre alt und eigentlich ist sie ein sehr selbständiger Mensch, auch wenn sie ein Aussenseiter ist, steht sie doch rein äußerlich fest mit beiden Beinen auf dem Boden. Doch Morgan hat ein Geheimnis, denn sie kam nicht makellos zur Welt, stattdessen wurde sie mit einem einzigartigen Gendefekt geboren, den man aber auf dem ersten Blick nicht wahrnimmt und der sie doch immer wieder dazu zwingt, sich in ärztlicher Überwachung zu begeben. Doch dann an einem gewöhnlichen Abend in einem Club fasst sie all ihren Mut zusammen und zeigt der Öffentlichkeit ihre Unvollkommenheit. Von heute auf morgen steht sie plötzlich im Mittelpunkt, vor allem im Internet wird ihr Makel heiß diskutiert. Dadurch wird auch eine weitere Ärztin mit einem ganz besonderen Patienten auf Morgan aufmerksam. Howie, so heißt der Patient, scheint mit dem entgegegesetzten Makel geboren und ihr perfektes Gegenstück zu sein. Doch ob die Beiden wirklich so perfekt zueinander passen?
    Meine Meinung:
     Bei diesem Buch macht das recht schlicht gehaltene Cover sehr neugierig, aber vor allem schon der Titel zeigt, dass es hier um ein besonderes Thema geht. Kendra Fortmeyer schreibt eine Geschichte über zwei ungewöhnliche Jugendliche, die ganz eindeutig anders sind, als andere. Mit viel Gefühl, aber auch mit einer flotten und jugendlichen Sprache verpackt die Autorin ihre Geschichte, so dass sie auch für den jugendlichen Leser ansprechend wirkt. Doch auch als Erwachsener wird man hier von der Geschichte angezogen, denn sie spiegelt hervorragend wieder, wie die Öffentlichkeit auf Andersartigkeit reagiert. All das fängt die Autorin gekonnt ein und schafft dadurch eine Atmosphäre, die so einigen Jugendlichen, auch ohne Gendefekt, bekannt vorkommen dürfte.
    Die Geschicht ist recht glaubwürdig erzählt, wobei ich zugeben muss, dass ich doch so einige Momente voausahnen konnte. Wirklich gestört hat mich das beim Lesen nicht, sorgte aber an dem ein oder anderen Punkt für ein paar Längen.
    In der Geschichte geht es um Morgan, die mit einer genetisch bedingten Anomalie zur Welt kam und die sie einzigartig macht. Trotz ärztlicher Überwachung und diversen Versuchen ihr zu helfen, scheint doch niemand eine Lösung zu haben. Worum es da geht, wird hier schon sehr schnell aufgeklärt, aber das ist es auch nicht, was diese Geschichte zu etwas besonderem macht. Es ist eher der Moment, in dem Morgan beginnt zu sich selbst zu finden und der Weg dorthin, denn dieser ist nicht immer leicht. Schnell spiegelt sich in abfälligen Kommentaren ein typisches Bild der Menschen wider, doch es gibt auch Personen, die zu Morgan stehen und ihr Verhalten nicht nur billigen, sondern für gut halten. Nach und nach finden sich immer mehr Personen mit makel und auch wenn diese anders sind, als die Morgans, scheint es doch so, als gäbe es nicht nur "Normalos".
    Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive durch die Protagonistin Morgan. Dadurch lernt man sie sehr intensiv kennen. Ich muss hier allerdings zugeben, dass sie mir nicht immer durchweg sympathisch war und ich eine gewisse Distanz über weite Strecken zu ihr halten konnte. ich könnte mir aber auch vorstellen, dass genau das auch so gewollt war, denn mit Morgans Entwicklung im Laufe des Geschehens kann man sich als Leser doch immer mehr in sie hineinversetzen.
    Morgan ist also eine Mischung aus typischer Teenie mit eigenem Kopf und Mädchen, das man für ihren Mut bewundern kann. Sie wächst im Laufe der Geschichte immer mehr an sich selbst, wobei auch Howie und dessen Familie hier einen wichtigen Wendepunkt gibt.
    Howie mochte ich recht gerne und er ist ein sympathischer Charakter, den ich mir gut vorstellen konnte. Aber auch Morgans Freundin, mit der sie zusammenlebt, fand ich hier eine sehr wichtige Persönlichkeit, die ebenfalls mit Einfluss auf Morgans Entwicklung nimmt. Morgans Mutter war mir lange Zeit unsympathisch, erst als sie gegen Ende über ihre eigenen Beweggründe spricht, konnte ich in sie hineindenken.
    Mein Fazit:
    Ein gut umgesetztes Buch über ein sehr schwieriges Thema, bei dem die Autorin mit viel Gefühl eine Geschichte über einen besonderen Menschen erzählt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, allerdings war sie für mich hier und da etwas zu vorhersehbar. Morgan war mir nicht immer sympathisch, doch ihre Entwicklung konnte mich durchaus überzeugen. Sie ist nicht so zerbrechlich, wie man annehmen könnte, bzw. lässt dies nach aussen nicht so wirken und genau das fand ich recht glaubwürdig. Ein Buch, das perfekt für Jugendliche ist, die lernen müssen, an sich selbst zu glauben, aber auch zu vertrauen, auch wenn das nicht immer einfach ist. Für den erwachsenen Jugendbuchleser eine gut umgesetzte Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

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    dieDoreens avatar
    dieDoreenvor 9 Monaten
    Perfekt unperfekt

    Ich liebe Bücher mit Protagonisten die Ecken und Kanten haben und nicht perfekt sind. Morgan verkörpert all dies. Sie hat nicht nur ein faustgroßes Loch im Bauch, sie macht auch ständig Fehler und eckt öfters irgendwo an. Dabei redet sie manchmal schneller als sie denkt aber genau das hat sie mir so sympathisch gemacht.
    Als ungewöhnlich kann man auch die kleine Liebesgeschichte bezeichnen. Anders als gedacht ist dieses Buch keine reine Teenagerlovestory, sondern eher eine Geschichte über das Erwachsenwerden und das Sich-Selbst-Finden. Sehr einfühlsam und mit einem gewissen Fingerspitzengefühl befasst sich die Autorin mit sehr brisanten Themen. Unter anderem dem vorherrschenden Schönheitswahn, Internetmobbing und der eigenen Unvollkommenheit.
    Die sich langsam entwickelnde Liebe zwischen den beiden Protagonisten spielt eher am Rande. Ich war nicht immer einer Meinung mit Morgan und habe viele Fehltritte von ihr kommen sehen, aber gerade das macht sie aus denn sie lernt aus Fehlern und ist durchaus auch bereit sich zu entschuldigen.
    Howie mochte ich sofort. Er könnte auch der beste Freund von nebenan sein mit dem Herz am rechten Fleck. Klar ist dem Leser sofort klar, dass die Beiden zusammen gehören jedoch ist das mit einigen Hindernissen verknüpft die es allein und zusammen zu überwinden gilt.

    Mein Fazit

    "Was uns ganz macht" war ein wundervolles Teenagerdrama, welches mich zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht hat. Zwei sehr interessante Charaktere zeigen, dass jeder trotz Macken seinen Platz im Leben hat und man auch glücklich sein kann wenn etwas auch mal nicht perfekt ist.

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    Tine_1980vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Schwieriges Thema gut verpackt!
    Schwieriges Thema gut verpackt

    Morgan ist anders und das ist ihr großes Geheimnis. Mit ihren siebzehn Jahren hat sie keine Lust mehr, es weiter zu hüten und sich so zu verstecken und outet sich. Unfreiwillig wird sie zum Internetstar und die Medien reißen sich um das unperfekte Mädchen. Als sie im Krankenhaus auf ihr perfektes Gegenstück trifft und Howie immer besser kennenlernt, merken sie, wie gut sie harmonieren. Vielleicht könnten sie sich gegenseitig heilen, aber können sie sich auch gegenseitig ganz machen?

     

    Das Cover hat mir in seiner Einfachheit schon sehr gut gefallen und zusammen mit dem Klappentext hat es mich neugierig gemacht.

    Der Einstieg fiel mir etwas schwerer bis ich im Geschehen drin war, nach dem ersten Drittel war dies aber kein Problem mehr und das Interesse kam mit jeder Seite etwas mehr. Der Schreibstil ist flüssig und man kann der Erzählung gut folgen.

    Es ist eine Geschichte rund um Morgan, die „anders“ ist und mit ihrem Loch bisher das Rampenlicht gemieden hat. Doch so langsam hat sie keine Lust mehr auf ihr verstecktes Dasein und zeigt es in aller Öffentlichkeit. Doch wie es so oft im Leben ist, wenn man nicht der Norm entspricht, wird man angestarrt oder ausgegrenzt.

    Als sie wieder ins Krankenhaus muss, begegnet sie Howie, der auf seine ganz eigene Art perfekt zu Morgan passt. Sie lernen sich im Laufe der Behandlung näher kennen und auf einmal spielen ihre Gefühle verrückt.

    Man kann sich in Morgan gut hineinversetzen, da die Autorin die Gefühlswelt sehr authentisch beschreibt. Sie muss sich mit ihrer Mutter herumschlagen, die immer im Rampenlicht steht und bei dem Morgan einfach nicht dazu passt. Dies bekommt sie immer wieder zu spüren und ihr fehlt sehr oft eine Mutter, die sie einfach so nimmt, wie sie ist.

    Zu Beginn fängt das Buch damit an, dass Morgan ausbricht und sich endlich frei fühlen möchte und sich endlich auch in ihrer Andersartigkeit in aller Öffentlichkeit zeigen möchte. Ganz schnell zeichnet sich ab, wie die normalen Menschen darauf reagieren und wie schnell man im World Wide Web landet. Natürlich gibt es nicht nur positive Rückmeldungen.

    Die Begegnung mit Howie und das Näherkommen mit den ganzen Begebenheiten wie das Kennenlernen seiner Familie sind wundervoll beschrieben und auch Howie kann man mit seinem Verhalten im Laufe des Buches sehr gut verstehen.

    Letztendlich zeigt dieses Buch, dass man jemanden nur wegen seines Äußeren nicht verurteilen sollte, dies aber leider viel  zu oft geschieht. Vielleicht ist es wichtig, dass man lernt, andere Menschen nicht auf Äußerlichkeiten zu reduzieren und die Person dahinter sieht. Jeder Mensch hat ein Loch, auch dies wird in dieser Story gut aufgezeigt und jeder trägt sein Päckchen mit sich. Der Eine hat seine Probleme im Äußeren, der Andere im Inneren, doch gibt es glaube ich niemanden, der voll und ganz mit sich zufrieden ist und nicht irgendwelche Schwierigkeiten hat. Dieses Thema wird hier gefühlvoll aufgearbeitet.

     

    Dieses Buch wird nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene toll zu lesen sein. Die Thematik, dass man jemanden nur an Äußerlichkeiten fest macht, wird hier wundervoll verpackt und auch wenn der Start in die Geschichte für mich etwas schwieriger war, findet man hier eine schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

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