Kendra Fortmeyer Was uns ganz macht

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Inhaltsangabe zu „Was uns ganz macht“ von Kendra Fortmeyer

Für die Liebe musst du nicht perfekt sein! Morgan hat ein Geheimnis. Sie ist anders als die anderen und das hat sie siebzhen Jahre für sich behalten. Eines Tages beschließt sie, sich nicht länger zu verstecken und wird unfreiwillig zum Internetstar. Die Medien reißen sich um das vermeintlich unperfekte Mädchen. Im Krankenhaus lernt sie kurz darauf Howie kennen, der büchtäblich ihr perfektes Gegenstück ist. Sie könnten sich gegenseitig heilen, aber können sie sich gegenseitig auch ganz machen?
Einfühlsames Plädoyer wider Perfektionismus und Schönheitswahn.

Tolle Botschaft, aber ich hatte meine Schwierigkeiten mit Morgan sie war teilweise ziemlich unfair.

— Kumosbuchwolke

Gefühlvoll, aber oft zu vorhersehbar

— SillyT

Schwieriges Thema gut verpackt!

— Tine_1980

Für alle, die das Gefühl haben, sie seien nicht perfekt!

— Reni13

Eine berührende Geschichte, die sich klar gegen Perfektionismus ausspricht und man nicht immer dem Ideal entsprechen muss.

— traumbuchfaenger

Ein wundervolles Buch, welches mich zutiefst berührt und sehr nachdenklich gestimmt hat. Dieser besondere Roman ist absolut zu empfehlen!

— CorniHolmes

ein besonderes Buch, auch wenn ich in der Mitte eine kleine Leseflaute hatte

— LeseratteAnni

Wahnsinnig berührend, ein tolles Buch!

— Bibbey

Ein Plädoyer für den respektvollen Umgang miteinander und den Mut anders zu sein.

— Ruffian

Gute Idee, aber nicht so realistisch und spannend umgesetzt wie erwartet.

— booksworldbylaura

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  • Tolle Botschaft - allerdings schwierige Protagonistin

    Was uns ganz macht

    Kumosbuchwolke

    21. January 2018 um 18:18

    ~ Zwischen den Seiten ~Morgan Stone ist das ungewöhnlichste Mädchen, von der ich je gelesen habe. Sie hat mich im ersten Kapitel, in dem sie sich vorstellt, so sehr irritiert, das ich zwischen Realität und Fiktion nicht unterscheiden konnte, obwohl ich mir der Fiktion durchaus bewusst gewesen bin, habe ich den ich recherchiert, ob das, was sie hat, möglich ist. Morgans Realität fühlt sich unglaublich echt und überzeugend an und ich dachte, das Besondere wäre symbolisch gemeint, im Sinne von verletzten Gefühlen und Vertrauen. Doch innerhalb der Buchdeckel ist Morgan Stone mit allem Drum und Dran real und es ist nur all zu verständlich, dass sie ihr Geheimnis wahren möchte. Nur wenige Menschen wissen davon, wie ihre Eltern, Ärzte oder ihre beste Freundin Caro.Morgan bleibt lieber für sich, zeichnet lieber als den Kontakt mehr als notwendig zu anderen Menschen aufzubauen, zu groß ist die Angst, dass man erkennen kann, was mit ihr nicht stimmt und sie dafür fertigmachen könnte. Morgan liebt es zu zeichnen und sie ist talentiert, allerdings fehlt ihren Bildern das Leben.Das ist der Tritt, den Morgan brauchte, um aus der selbst gewählten Isolation auszubrechen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Caro geht sie tanzen und blüht auf der Tanzfläche auf. Ihr inneres Bedürfnis, sich so zu präsentieren, wie sie ist, bricht aus ihr heraus. Morgan spürt die Energie, sie lässt sich fallen und mit zum ersten Mal ist ihr egal, ob ihr Geheimnis auffliegt. So lang sie tanzt akzeptiert sie sich, wie sie ist. Das ist großartig. Tatsächlich wird ihr Geheimnis entdeckt und was zunächst als kleiner Internetkuriosität beginnt, wird bald schon zu einer medialen Lawine. Plötzlich wird Morgan wahrgenommen, manch Interesse imponiert ihr und pusht ihr Selbstvertrauen, allerdings hat es auch Schattenseiten und es ist nicht immer leicht zu ertragen, was wildfremde Menschen über Morgan denken. Bestimmt ist es nur natürlich das Morgan nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht und das sie ganz oft ihrer besten Freundin unrecht tut, dennoch tat mir Caro wirklich leid und die Handlung wird an dem Punkt vorhersehbar.Bleibt nur zu hoffen und zu wünschen, dass jeder Leser am Ende weiß, die besten Freunde sind die, die immer zu einem halten und Freundschaften sollten gut gepflegt werden. Auch als Morgan auf Howie trifft, ihrem Gegenstück, zeigt sich das sie oft ichbezogen (über)reagiert. Sympathien haben in "Was uns ganz macht" eher andere Figuren als die Hauptfigur von mir erhalten. Die Botschaft von „Was uns ganz macht“ ist eindeutig, der Titel zwischen den Seiten wird dieser Grundgedanke oft emotional und fast schon poetisch angegangen. Neben Morgan ist da noch ihre beste Freundin, die strahlende herzliche, warme Sonne, mit der Power eines Duracell Hasen, deren „Makel“ darin besteht, dass sie ein paar Gramm zu viel hat. Jedenfalls für die, die sich daran stören, denn Caro definitiv nicht und das macht sie so mega sympathisch und auch darin steckt eine Botschaft. Oder aus Morgans Mutter und ihrer oft sehr kalten distanzierten Art lässt sich zwischen den Zeilen etwas herausfiltern. „Was uns ganz macht“ sind nicht nur Morgan und Howie, sondern ist die Summe aus allen Figuren, die hier vorkommen. Botschaften über Botschaften.Trotz des tollen Schreibstils und dem wichtigen Thema hatte ich zwischen drin, Schwierigkeiten am Ball zu bleiben, manchmal ließen mich Morgans Bilder vollkommen abdriften, vielleicht zu viel Kunst oder es waren die Szenen im Krankenhaus, die ich teilweise überflog. Ich kann es an dieser Stelle nicht genau benennen. Vielleicht lag es auch an Morgan, die mir manchmal zu ichbezogen daher kam, dass ich ungewöhnlich lang für „Was uns ganz macht“ gebraucht habe. Morgans bisher bekannte Welt gerät kräftig ins Schleudern, es verändert sich viel, weil sie nun Aufmerksamkeit bekommt, dass sie hier nicht immer alles richtig machen kann, ist mir klar, allerdings fand ich es schon arg gemein, wie sie Caro oft behandelt. Egal was kommt, am Ende sind es immer die Freunde, die zu einem halten, wenn die Welt zusammen bricht.~ Fazit ~„Was uns ganz macht“ hat mich überrascht, da das was Morgan ausmacht, hielt ich die ersten Seiten noch für eine Metapher, tatsächlich ist es in dem Buch real und echt. Für eine kurze Zeit war ich so verwirrt, dass ich die Wahrheit im Internet recherchieren musste. Im Buchtitel findet sich schon das Thema wieder. Morgan ist auf dem iese Stelle habe ich dann nur noch überflogen. Für mich eine wichtige Botschaft mit kleineren Schwächen in der Hauptfigur. 3 Sterne.___________________________________________________© Cover-/Zitatrechte: liegen bei den einzelnen Verlagen und/oder Autoren© Cindy Raschdorff kumosbuchwolke.blogspot.de

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  • Ein kluges und tiefgründiges Buch

    Was uns ganz macht

    Anni-chan

    05. January 2018 um 12:34

    CoverDas Cover ist sehr schlicht gehalten. Auf einem hellen Hintergrund sind verschiedengroße roséfarbene Kreise zu sehen, dazu ein etwas kräftiger Kreis in der Mitte und die Silhouetten von zwei Menschen, die einander anschauen. Der Titel „Was uns ganz macht“ befindet sich unscheinbar und nicht sonderlich herausstechend unterhalt der Silhouetten.Obwohl das Cover nicht sehr auffällt, muss ich doch sagen, dass ich es sehr passend zur Geschichte finde und es doch ein echtes Schmuckstück im Regal darstellt.Meinung„Was uns ganz macht“ ist ein Buch, was ich zunächst gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Unscheinbar, wie es ist, ist kaum zu erahnen, was für eine Geschichte sich zwischen den Buchdeckeln befindet und auch der Klappentext gibt nicht mehr als eine grobe Ahnung, worum es geht. In dieser Hinsicht bin ich also vollkommen unbeeinflusst an das Buch herangegangen.Und das ist auch ganz gut so, denn ich weiß nicht, ob ich das Buch gelesen hätte, wenn ich gewusst hätte, worum es geht. Und dann wäre mir doch einiges entgangen. Die Geschichte handelt von der 17-jährigen Megan Stone, die anders ist als ihre Mitmenschen. Durch einen Gendefekt hat sie einen ganz besonderen Makel, den sie vor der Welt versteckt, doch sie möchte sich nicht mehr verstecken. Eines Abends beschließt sie, dass das so nicht weitergeht, dass sie mutig sein muss, und zeigt sich der Welt. Es kommt, wie es kommen muss und ihre Andersartigkeit bleibt nicht lange unentdeckt. Megan wird unfreiwillig zum Medienstar und weltweiten Phänomen. Weil sie anders ist.Doch die ganze Sache bringt auch etwas Gutes, denn so trifft sie auf Howie, der wortwörlich ihr perfektes Gegenstück ist und auf einmal haben die Forscher und Ärzte Hoffnung, beide zu heilen, während die Medien von der schicksalhaften Liebe der beiden erzählen.Ich habe euch bewusst nicht erzählt, was genau es mit dem Gendefekt auf sich hat, denn das müsst ihr schön selbst herausfinden. Klar ist jedoch, dass dieses Buch so viel mehr ist, als es auf den ersten Blick erscheint. Es geht nicht nur um Krankheit und Heilung, sondern darum, dazuzugehören, sich anzupassen, um Freundschaft und Liebe ebenso wie um das Recht eines jeden Einzelnen, nicht in der Menge unterzugehen, sondern hervorzustechen.Megan, die Protagonistin und Ich-Erzählerin des Buches, lässt sich zu Beginn sehr von ihrer Andersartigkeit beeinflussen. Sie hat Angst, dass jemand ihren Makel entdecken und sie als Freak abstempeln könnte. Doch das wandelt sich im Verlauf des Buches. Sie wird mutiger, offener und selbstbewusster. Ihre Entwicklung habe ich sehr gerne verfolgt, ebenso wie ihre Monologe über Kunst. Megan ist eine aufstrebende Künstlerin und zeigt die Welt gern mit all ihren Makeln, so wie sich selbst ist. Auch Howie habe ich ins Herz geschlossen, weil er einfach der sympathische „Leidensgenosse“ von Megan ist, ein echter Sonnyboy, der sich von seinem Makel nicht das Leben kaputtmachen lässt. Ich hätte gerne mehr von ihm gesehen, doch sein erster Auftritt lässt ein wenig auf sich warten. Das finde ich ein wenig schade am Anfang des Buches, doch es hat sich im Verlauf der Handlung sehr gesteigert.Fazit„Was uns ganz macht“ besticht mit einer wirklich außergewöhnlichen Thematik und zeigt das Leben aus der Sicht von zwei Menschen, die rein äußerlich betrachtet, vollkommen anders sind als der Rest. Ein sehr kluges und tiefgründiges Buch über das, was im Leben wirklich zählt – und das ist ganz sicher nicht, perfekt zu sein.

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  • Buch mit toller Botschaft

    Was uns ganz macht

    Blacksally

    02. January 2018 um 22:31

    Meine MeinungDieses Buch hat mich mit seinem Klappentext sehr neugierig auf die Geschichte gemacht, weshalb ich es unglaublich gerne lesen wollte.Das Cover spricht mich sehr an. Ich mag die Farben und die beiden Gesichter, die zueinander gewandt sind. Nachdem ich die Geschichte gelesen habe muss ich sogar sagen, es ist unglaublich passend, das hier nur Gesichter zu sehen sind und keine Körper, das macht das ganze irgendwie noch schöner.Die Protagonistin Morgan war mir am Anfang etwas suspekt, sie wusste nie wie sie sich verhalten soll und bereute alles was sie getan oder nicht getan hat. Sie war sehr unentschlossen und dann wieder selbstbewusst. Das ging eine ganze Zeit so, bis sich alles eingependelt hatte und ich mich doch sehr gut mit ihr einlassen konnte. Ich habe irgendwann während der Geschichte selbst gemerkt, warum sie sich so verhält und konnte vieles nachvollziehen. Auch Howie war am Anfang eher ein Mysterium. An ihn bin ich aber emotional schneller ran gekommen, auch wenn er sich meiner Meinung nach einige Fehltritte erlaubt hat. Dennoch empfand  ich die beiden als tolles Pärchen.Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen. Was mir gefallen hat war die Ausdrucksweise und die Einfachheit der Sätze. Trotzdem konnte man erkennen, das es sich um ein ernstes Thema handelt, das nicht immer lustig ist und vor allem sehr viele Emotionen rüber gebracht hat. Die Geschichte hatte für mich auch einen gewissen Wohlfühlfaktor, da ich damit mal richtig aus meiner Umgebung abschalten konnte. Ich muss aber auch dazu sagen, das mich das ganze sehr zum Nachdenken gebracht hat und ich glaube genau darauf möchte das Buch auch zielen.AutorinLeider konnte ich nichts über die Autorin auf der Verlagsseite oder Internetportalen finden. EinzelbewertungenSchreibstil 5/5Charaktere 4/5Spannung 2/5Ende 5/5Cover 5/5FazitEin Buch mit einem ernsten Thema, das eine tolle Botschaft vermittelt. Ich fand es wirklich klasse

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  • Über das "Ganz" werden

    Was uns ganz macht

    SillyT

    28. December 2017 um 20:00

     Morgan ist siebzehn Jahre alt und eigentlich ist sie ein sehr selbständiger Mensch, auch wenn sie ein Aussenseiter ist, steht sie doch rein äußerlich fest mit beiden Beinen auf dem Boden. Doch Morgan hat ein Geheimnis, denn sie kam nicht makellos zur Welt, stattdessen wurde sie mit einem einzigartigen Gendefekt geboren, den man aber auf dem ersten Blick nicht wahrnimmt und der sie doch immer wieder dazu zwingt, sich in ärztlicher Überwachung zu begeben. Doch dann an einem gewöhnlichen Abend in einem Club fasst sie all ihren Mut zusammen und zeigt der Öffentlichkeit ihre Unvollkommenheit. Von heute auf morgen steht sie plötzlich im Mittelpunkt, vor allem im Internet wird ihr Makel heiß diskutiert. Dadurch wird auch eine weitere Ärztin mit einem ganz besonderen Patienten auf Morgan aufmerksam. Howie, so heißt der Patient, scheint mit dem entgegegesetzten Makel geboren und ihr perfektes Gegenstück zu sein. Doch ob die Beiden wirklich so perfekt zueinander passen?Meine Meinung: Bei diesem Buch macht das recht schlicht gehaltene Cover sehr neugierig, aber vor allem schon der Titel zeigt, dass es hier um ein besonderes Thema geht. Kendra Fortmeyer schreibt eine Geschichte über zwei ungewöhnliche Jugendliche, die ganz eindeutig anders sind, als andere. Mit viel Gefühl, aber auch mit einer flotten und jugendlichen Sprache verpackt die Autorin ihre Geschichte, so dass sie auch für den jugendlichen Leser ansprechend wirkt. Doch auch als Erwachsener wird man hier von der Geschichte angezogen, denn sie spiegelt hervorragend wieder, wie die Öffentlichkeit auf Andersartigkeit reagiert. All das fängt die Autorin gekonnt ein und schafft dadurch eine Atmosphäre, die so einigen Jugendlichen, auch ohne Gendefekt, bekannt vorkommen dürfte. Die Geschicht ist recht glaubwürdig erzählt, wobei ich zugeben muss, dass ich doch so einige Momente voausahnen konnte. Wirklich gestört hat mich das beim Lesen nicht, sorgte aber an dem ein oder anderen Punkt für ein paar Längen. In der Geschichte geht es um Morgan, die mit einer genetisch bedingten Anomalie zur Welt kam und die sie einzigartig macht. Trotz ärztlicher Überwachung und diversen Versuchen ihr zu helfen, scheint doch niemand eine Lösung zu haben. Worum es da geht, wird hier schon sehr schnell aufgeklärt, aber das ist es auch nicht, was diese Geschichte zu etwas besonderem macht. Es ist eher der Moment, in dem Morgan beginnt zu sich selbst zu finden und der Weg dorthin, denn dieser ist nicht immer leicht. Schnell spiegelt sich in abfälligen Kommentaren ein typisches Bild der Menschen wider, doch es gibt auch Personen, die zu Morgan stehen und ihr Verhalten nicht nur billigen, sondern für gut halten. Nach und nach finden sich immer mehr Personen mit makel und auch wenn diese anders sind, als die Morgans, scheint es doch so, als gäbe es nicht nur "Normalos".Erzählt wird die Geschichte in der Ich-Perspektive durch die Protagonistin Morgan. Dadurch lernt man sie sehr intensiv kennen. Ich muss hier allerdings zugeben, dass sie mir nicht immer durchweg sympathisch war und ich eine gewisse Distanz über weite Strecken zu ihr halten konnte. ich könnte mir aber auch vorstellen, dass genau das auch so gewollt war, denn mit Morgans Entwicklung im Laufe des Geschehens kann man sich als Leser doch immer mehr in sie hineinversetzen.Morgan ist also eine Mischung aus typischer Teenie mit eigenem Kopf und Mädchen, das man für ihren Mut bewundern kann. Sie wächst im Laufe der Geschichte immer mehr an sich selbst, wobei auch Howie und dessen Familie hier einen wichtigen Wendepunkt gibt. Howie mochte ich recht gerne und er ist ein sympathischer Charakter, den ich mir gut vorstellen konnte. Aber auch Morgans Freundin, mit der sie zusammenlebt, fand ich hier eine sehr wichtige Persönlichkeit, die ebenfalls mit Einfluss auf Morgans Entwicklung nimmt. Morgans Mutter war mir lange Zeit unsympathisch, erst als sie gegen Ende über ihre eigenen Beweggründe spricht, konnte ich in sie hineindenken.Mein Fazit:Ein gut umgesetztes Buch über ein sehr schwieriges Thema, bei dem die Autorin mit viel Gefühl eine Geschichte über einen besonderen Menschen erzählt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, allerdings war sie für mich hier und da etwas zu vorhersehbar. Morgan war mir nicht immer sympathisch, doch ihre Entwicklung konnte mich durchaus überzeugen. Sie ist nicht so zerbrechlich, wie man annehmen könnte, bzw. lässt dies nach aussen nicht so wirken und genau das fand ich recht glaubwürdig. Ein Buch, das perfekt für Jugendliche ist, die lernen müssen, an sich selbst zu glauben, aber auch zu vertrauen, auch wenn das nicht immer einfach ist. Für den erwachsenen Jugendbuchleser eine gut umgesetzte Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

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  • Perfekt unperfekt

    Was uns ganz macht

    dieDoreen

    28. December 2017 um 17:54

    Ich liebe Bücher mit Protagonisten die Ecken und Kanten haben und nicht perfekt sind. Morgan verkörpert all dies. Sie hat nicht nur ein faustgroßes Loch im Bauch, sie macht auch ständig Fehler und eckt öfters irgendwo an. Dabei redet sie manchmal schneller als sie denkt aber genau das hat sie mir so sympathisch gemacht. Als ungewöhnlich kann man auch die kleine Liebesgeschichte bezeichnen. Anders als gedacht ist dieses Buch keine reine Teenagerlovestory, sondern eher eine Geschichte über das Erwachsenwerden und das Sich-Selbst-Finden. Sehr einfühlsam und mit einem gewissen Fingerspitzengefühl befasst sich die Autorin mit sehr brisanten Themen. Unter anderem dem vorherrschenden Schönheitswahn, Internetmobbing und der eigenen Unvollkommenheit. Die sich langsam entwickelnde Liebe zwischen den beiden Protagonisten spielt eher am Rande. Ich war nicht immer einer Meinung mit Morgan und habe viele Fehltritte von ihr kommen sehen, aber gerade das macht sie aus denn sie lernt aus Fehlern und ist durchaus auch bereit sich zu entschuldigen. Howie mochte ich sofort. Er könnte auch der beste Freund von nebenan sein mit dem Herz am rechten Fleck. Klar ist dem Leser sofort klar, dass die Beiden zusammen gehören jedoch ist das mit einigen Hindernissen verknüpft die es allein und zusammen zu überwinden gilt. Mein Fazit "Was uns ganz macht" war ein wundervolles Teenagerdrama, welches mich zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht hat. Zwei sehr interessante Charaktere zeigen, dass jeder trotz Macken seinen Platz im Leben hat und man auch glücklich sein kann wenn etwas auch mal nicht perfekt ist.

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  • Schwieriges Thema gut verpackt

    Was uns ganz macht

    Tine_1980

    23. December 2017 um 14:34

    Morgan ist anders und das ist ihr großes Geheimnis. Mit ihren siebzehn Jahren hat sie keine Lust mehr, es weiter zu hüten und sich so zu verstecken und outet sich. Unfreiwillig wird sie zum Internetstar und die Medien reißen sich um das unperfekte Mädchen. Als sie im Krankenhaus auf ihr perfektes Gegenstück trifft und Howie immer besser kennenlernt, merken sie, wie gut sie harmonieren. Vielleicht könnten sie sich gegenseitig heilen, aber können sie sich auch gegenseitig ganz machen?   Das Cover hat mir in seiner Einfachheit schon sehr gut gefallen und zusammen mit dem Klappentext hat es mich neugierig gemacht. Der Einstieg fiel mir etwas schwerer bis ich im Geschehen drin war, nach dem ersten Drittel war dies aber kein Problem mehr und das Interesse kam mit jeder Seite etwas mehr. Der Schreibstil ist flüssig und man kann der Erzählung gut folgen. Es ist eine Geschichte rund um Morgan, die „anders“ ist und mit ihrem Loch bisher das Rampenlicht gemieden hat. Doch so langsam hat sie keine Lust mehr auf ihr verstecktes Dasein und zeigt es in aller Öffentlichkeit. Doch wie es so oft im Leben ist, wenn man nicht der Norm entspricht, wird man angestarrt oder ausgegrenzt. Als sie wieder ins Krankenhaus muss, begegnet sie Howie, der auf seine ganz eigene Art perfekt zu Morgan passt. Sie lernen sich im Laufe der Behandlung näher kennen und auf einmal spielen ihre Gefühle verrückt. Man kann sich in Morgan gut hineinversetzen, da die Autorin die Gefühlswelt sehr authentisch beschreibt. Sie muss sich mit ihrer Mutter herumschlagen, die immer im Rampenlicht steht und bei dem Morgan einfach nicht dazu passt. Dies bekommt sie immer wieder zu spüren und ihr fehlt sehr oft eine Mutter, die sie einfach so nimmt, wie sie ist. Zu Beginn fängt das Buch damit an, dass Morgan ausbricht und sich endlich frei fühlen möchte und sich endlich auch in ihrer Andersartigkeit in aller Öffentlichkeit zeigen möchte. Ganz schnell zeichnet sich ab, wie die normalen Menschen darauf reagieren und wie schnell man im World Wide Web landet. Natürlich gibt es nicht nur positive Rückmeldungen. Die Begegnung mit Howie und das Näherkommen mit den ganzen Begebenheiten wie das Kennenlernen seiner Familie sind wundervoll beschrieben und auch Howie kann man mit seinem Verhalten im Laufe des Buches sehr gut verstehen. Letztendlich zeigt dieses Buch, dass man jemanden nur wegen seines Äußeren nicht verurteilen sollte, dies aber leider viel  zu oft geschieht. Vielleicht ist es wichtig, dass man lernt, andere Menschen nicht auf Äußerlichkeiten zu reduzieren und die Person dahinter sieht. Jeder Mensch hat ein Loch, auch dies wird in dieser Story gut aufgezeigt und jeder trägt sein Päckchen mit sich. Der Eine hat seine Probleme im Äußeren, der Andere im Inneren, doch gibt es glaube ich niemanden, der voll und ganz mit sich zufrieden ist und nicht irgendwelche Schwierigkeiten hat. Dieses Thema wird hier gefühlvoll aufgearbeitet.   Dieses Buch wird nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene toll zu lesen sein. Die Thematik, dass man jemanden nur an Äußerlichkeiten fest macht, wird hier wundervoll verpackt und auch wenn der Start in die Geschichte für mich etwas schwieriger war, findet man hier eine schöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

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  • Gefühlvoll und tiefgründig

    Was uns ganz macht

    Manuela_Pfleger

    10. December 2017 um 23:51

    Nachdem ich mir den Klappentext durchgelesen hatte und mir das Cover sehr gut gefällt, habe ich mich für dieses Buch entschieden, da ich die Autorin auch noch nicht kannte.Von dem Schreibstil der Autorin bin ich sehr begeistert, da sie einen sehr leichten, angenehmen, lockern und gefühlvollen Schreibstil, sowie verständliche Sprache hat. Ich konnte mich von Anfang an in die Geschichte rund um Morgan hineinversetzen und habe die Protagonisten Morgan sofort in mein Herz geschlossen. Die Autorin versteht es auch, dem Leser die Handlungen, Schauplätze und Charaktere näher zu bringen, damit sich der Leser alles sehr gut bildlich vorstellen kann.Die 17-jährige Morgan, die für ihr Alter schon sehr selbstständig ist und in einer eigenen Wohnung lebt, wurde mit einem Gendefekt geboren. Morgan und Howie sind sehr liebevolle und sympathische Charaktere, die man in sein Herz schließen muss. Nachdem sich Morgan nicht mehr verstecken will, wird sie zum Internetstar, aber ob dies auch gut für sie ist? Die Handlungen, die sich auch um darum drehen, wie Mitmenschen manchmal sein können und einen Menschen, der nicht ganz dem ideal der Gesellschaft entspricht, aber es dennoch Menschen gibt, auf die man zählen kann, wird hier gefühlvoll und emotional aufgegriffen. Erzählt wird aus der Sicht von Morgan und gibt dem Leser somit ein Gefühl, dass man Morgan noch besser kennenlernen kann. Auch das Setting bzw. die Handlungsplätze werden hier sehr gut dargestellt. Diese konnte ich mir ebenfalls bildlich vorstellen."Ein gefühlvoller Roman über eine bemerkenswerte Protagonistin, tiefgründigen Thema, einem wunderschönen Setting und sehr guten Schreibstil, mit dem das Lesen und miterleben von Morgan, Freude bereitet. Absolute Leseempfehlung gibt es hier von mir

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  • Was fehlt mir?

    Was uns ganz macht

    traumbuchfaenger

    29. November 2017 um 23:27

    Seit ihrer Geburt lebt die 17-jährige Morgan mit einem Gendefekt. Ein Loch durchbohrt ihren Bauch und erinnert sie tagtäglich daran, dass sie nicht normal ist. Anstatt wie andere Jugendliche feiern zu gehen, versteckt sie sich lieber hinter ihrer Staffelei. Doch Morgan möchte sich nicht länger verstecken und entschließt ihr gut gehütetes Geheimnis zu lüften. Im ersten Moment fühlt sie sich frei, doch schnell bekommt auch die Presse Wind von ihrem einzigartigen Körper und sie wird zum Internetstar. Als sie dann auf Howie trifft, scheint sie ihr perfektes Gegenstück gefunden zu haben, denn er versteht sie, wie keiner sonst es kann. Doch können sich die beiden gegenseitig ganz machen?Der Klappentext verrät ziemlich wenig über die Geschichte, klingt aber dennoch interessant und spannend. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Morgan. Morgan hat sich schon ihr ganzes Leben lang versteckt und ihr Geheimnis vor dem Rest der Welt bewahrt. Nur ihre Mutter und ihre beste Freundin Caro wissen von dem Gendefekt. Als sie auf einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit der Medien steht, weiß sie nicht recht damit umzugehen. Ich mochte Morgans (selbst-)ironische und sarkastische Art. Stellenweise neigte sie schon fast zu Zynismus, doch das konnte ich ihr nachsehen, da sie nicht viele Menschen in ihrem Leben hat, denen sie sich öffnen und denen sie vertrauen kann. Einer dieser Menschen ist jedoch Caro, ihre beste Freundin und Mitbewohnerin. Während Morgan eher unsicher und introvertiert erscheint, repräsentiert Caro mit ihrer selbstbewussten und herzlichen Art das genaue Gegenteil. Trotz ihrer eher korpulenten Figur versteckt sie sich nicht, sondern überzeugt jeden mit ihrer unglaublichen Ausstrahlung von ihrer Schönheit. Damit haben sowohl Morgan als auch Caro eine wichtige Botschaft in dieser Geschichte vermittelt. Denn man muss nicht perfekt sein, um schön zu sein und geliebt zu werden. Jeder Mensch trägt seine eigenen "Löcher" mit sich herum und während man selbst sie für Makel hält, sieht jemand anderes darin etwas Wunderschönes. Man muss nur selbst daran glauben, denn Selbstbewusstsein und eine positive Ausstrahlung sind der wahre Weg zu Schönheit.Diese Nachricht finde ich besonders in unserer heutigen Welt, in der jeder nach Perfektionismus strebt, unglaublich wichtig.Die einzige Person mit der ich nicht ganz warm werden konnte war Howie. Ich mochte zwar seine ruhige Art, jedoch wirkte er auch oft sehr blass und unnahbar und nicht alle seiner Handlungen konnte ich nachvollziehen. Er und Morgan sind sich in vielerlei Hinsicht ähnlich, so dass sie schnell eine Verbindung zueinander aufbauen. Von Howie fühlt Morgan sich verstanden und auch Howie geht es bei Morgan so, denn beide haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.Anfangs zog sich die Geschichte noch etwas. Das hat mir zwar Zeit gegeben, Morgan kennen zu lernen, die Spannung jedoch auch gemindert. Was uns ganz macht punktet jedoch weniger mit Spannung als vielmehr mit Emotionen. Ich fand es wirklich berührend und interessant Morgans Geschichte mitzuerleben, vor allem da sie sich mit jeder weiteren Seite wohler in ihrer Haut fühlt und mehr aus sich herauskommt. Trotz all der Gefühlsbetontheit kommt jedoch auch der Humor nicht zu kurz, was vor allem Morgans (selbst)ironischer Art zu verdanken ist.Den Schreibstil fand ich wirklich toll. Er ist locker und leicht mit einem humorvollen Unterton und passt einfach perfekt zu Morgan. So ist es mir viel leichter gefallen, mich in sie hineinzuversetzen.

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  • Ein wundervolles und sehr berührendes Buch!

    Was uns ganz macht

    CorniHolmes

    28. November 2017 um 15:04

    Als ich „Was uns ganz macht“ das erste Mal gesehen hatte, haben mich das schöne Cover und der super interessant klingende Klappentext sofort angesprochen und das Buch wanderte sogleich auf meine Wunschliste. Ich hatte dann das große Glück, ein Exemplar bei einer Verlosung zu gewinnen. Kurz nachdem das Buch bei mir eintraf, habe ich ganz gespannt mit dem Lesen begonnen. Die siebzehnjährige Morgan ist anders alle anderen. Sie hat ein großes Geheimnis, welches sie seit ihrer Geburt zu schützen versucht. Eines Tages aber ist sie es leid, sich vor allen zu verstecken und sie zeigt, was sie so anders, so besonders, macht. Prompt steht sie Mittelpunkt der Medien und wird nur kurz darauf zu einem Internetstar. Die Presse verfolgt sie Tag und Nacht und durch den Medienrummel um sie werden auch die Ärzte auf sie aufmerksam. Im Krankenhaus lernt sie Howie kennen, der eine ähnliche Besonderheit wie sie besitzt und buchstäblich das perfekte Gegenstück zu ihr ist. Die Ärzte sind sich sicher, dass sich Morgan und Howie gegenseitig heilen können. Als ich mir den Klappentext zu „Was uns ganz macht“ das erste Mal durchgelesen hatte, wollte ich sofort erfahren, was Morgans großes Geheimnis ist. In anderen Rezensionen habe ich gesehen, dass einige dieses lüften, da ich aber nicht gerne in meinen Besprechungen spoilere und ich euch die Spannung erhalten möchte, werde ich Morgans Defizit, unter sie welchem sie leidet, nicht preisgeben. Ich kann euch aber verraten, dass ihr dieses schon ganz am Anfang des Buch erfahren werdet, ihr werdet also nicht zu lange auf die Folter gespannt werden. ;-) Morgan leidet seit ihrer Geburt an einem Gendefekt, welcher ihr ein normales Leben unmöglich macht. Dass sie es irgendwann leid ist, sich so einschränken zu lassen, konnte ich nur zu gut verstehen. In einer Disco offenbart sie schließlich ihr Geheimnis, allerdings hat dies nicht zur Folge, dass sie nun ein freieres Leben führen kann. Diesmal muss sie sich aufgrund der Presse verstecken und vor den Leuten, die sie für ihr Anders-sein verurteilen. Mich hat es ziemlich geschockt zu sehen, wie die Menschen auf Morgans Geheimnis reagiert haben. Auch wenn es sich hier um einen Roman handelt und die Geschichte somit fiktiv ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es so ähnlich auch im wirklichen Leben abgelaufen wäre. Man liest und hört ja immer wieder, dass andere Menschen für ihr Anders-sein verurteilt werden. Wenn man nicht perfekt ist und sich unnormal benimmt, wird man sofort von anderen als Freak abgestempelt und muss im extremen Fall, wie es bei Morgan der Fall ist, mit einer wahren Hetzjagd vonseiten der Medien rechnen. Ich frage mich da ja immer: Wer bestimmt eigentlich, was normal und was perfekt ist? Wer gibt uns das Recht, andere aufgrund einer Sache zu verurteilen, für die er gar nichts kann? Kendra Fortmeyer ist mit diesem Roman ein ganz wundervolles Werk gelungen. Morgans Geschichte ist warmherzig, sehr emotional und hat mich von den ersten Seiten an mitgerissen. Doch nicht nur das ernste und in meinen Augen wichtige Thema ist mir sehr zu Herzen gegangen, auch die sehr gut ausgearbeiteten Charaktere, insbesondere Morgan mit ihrer Willensstärke, konnten mich sehr berühren. Wir erleben in diesem Buch alles aus ihrer Sicht. Mir war Morgan auf Anhieb sympathisch und ich konnte mich vom ersten Moment richtig gut in sie hineinversetzen. Dass die 17-jährige kein leichtes Leben führt, wird einem als Leser relativ schnell klar. Durch ihren Gendefekt ist ihr Terminkalender seit klein auf vollgepackt mit Arztterminen und ihr Verhältnis zu ihren Eltern ist auch alles andere als einfach. Ihr Vater hat sie verlassen, da er mit ihrem Anders-sein nicht umgehen konnte. Und Morgans Mutter kann man als schlichtweg perfekt bezeichnen. Welch eine Ironie des Schicksals, dass ausgerechnet sie eine Tochter mit so einem Makel bekommt. Mit Morgans Mutter wurde ich bis zum Schluss nicht warm. Man zweifelt zwar keine Sekunde daran, wie sehr sie ihre Tochter liebt, allerdings drückt sie diese Liebe nicht so aus, wie man es sich von seiner Mutter wünscht. Morgans Freundin Caro dagegen habe ich sofort fest in mein Herz geschlossen. Sie kennt Morgans Geheimnis und hatte von Anfang an nie ein Problem damit gehabt, locker mit diesem umzugehen. Ihre liebenswerte und flippige Art macht es einem unmöglich, sie nicht zu mögen und Morgan kann sich wahrlich glücklich schätzen, so eine tolle Freundin an ihrer Seite zu haben. Ein ebenfalls ganz wunderbarer Charakter ist Howie, welchen Morgan im Krankenhaus kennenlernt. Er weiß von allen wohl am besten, wie Morgan sich mit ihrer anatomischen Besonderheit fühlt, denn er besitzt etwas sehr Vergleichbares. Man kann sogar sagen, er ist ihr Gegenstück. Mit Howie erlebt Morgan trotz des Medienrummels eine einzigartige Zeit. Sie lernt seine Familie kennen, welche ihr nur zu deutlich vor Augen führt, wie lieblos ihre eigene doch nicht. Neben dieser traurigen Tatsache erlebt Morgan mit Howie aber auch wunderschöne Momente und mit der Zeit kommen sich die beiden immer näher. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden wird sehr gefühlvoll beschrieben und hat mich neben Morgans Geschichte um ihre Besonderheit, zutiefst berührt. Mich konnte Kendra Fortmeyer mit ihrem Roman „Was uns ganz macht“ komplett überzeugen. Morgans Geschichte hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, sie hat mich emotional sehr mitgerissen, sie hat mich aber auch sehr gut unterhalten, denn so schwierig Morgans Leben auch ist, ihren Humor hat sie zum Glück nicht verloren. Fazit: „Was uns ganz macht“ ist ein Buch, welches einen schockt und nachdenklich stimmt, einen sehr bewegt, welches einen aber auch immer wieder sehr zum Schmunzeln bringt. Mich konnte das Buch hellauf begeistern und ich kann es Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, wärmstens empfehlen. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

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  • Überzeugt mehr durch das, was zwischen den Zeilen steht

    Was uns ganz macht

    Buchschatzjaegerin

    25. November 2017 um 18:11

    WORUM GEHT ES?Auf den ersten Blick sieht Morgan aus wie ein gewöhnliche junge Frau, allerdings verbirgt sie ihr großes Geheimnis auch wahnsinnig gut. Das ewige Verstecken ist sie mittlerweile ziemlich leid, schafft es aber nur in der anonymen Nachtwelt, sich der Welt zu zeigen.Dadurch wird sie aber über Nacht zum Internetstar, als das Mädchen mit dem Loch. So ganz gefällt ihr dieser neuerliche Ruhm auch nicht, aber irgendwie versucht sie, damit klar zu kommen.Durch diesen Ruhm wird auch eine Ärztin auf sie aufmerksam, die ihr die Möglichkeit einer Heilung aufweist. Ihr Patient Howie ist das komplette Gegenteil von Morgan. Nicht nur charakterlich, sondern vor allem äußerlich. Sie können sich gegenseitig helfen, aber gibt es überhaupt eine Heilung für sie beide oder ist dies bloß eine reine Wunschvorstellung aller Beteiligten?REZENSIONDie Geschichte, die Kendra Fortmeyer in ihrem Roman Was uns ganz macht erzählt, ist keine gewöhnliche, denn die Protagonistin Morgan ist eine anatomische Besonderheit. In ihrem Bauch klafft ein faustgroßes Loch. Das ist schon ihrer Geburt so. Morgan muss deshalb natürlich stets routinemäßig zum Arzt. Neben ihrem Arzt wissen lediglich ihre Mutter und ihre beste Freundin etwas über das Loch. Dies ändert sich, als Morgan plötzlich über Nacht zur Internetberühmtheit wird. Plötzlich interessiert sich jeder für ihre Geschichte.So richtig warm geworden bin ich mit Morgan leider nicht. Die Geschichte wird uns von ihr selbst erzählt, aber das hat mir leider auch nicht geholfen, mich in sie hineinversetzen zu können. Dagegen konnte ich mich mit ihrer besten Freundin Caroline deutlich besser identifizieren.Im Großen und Ganzen waren mir die Charaktere leider alle zu flach gestaltet. Keiner hat mich so richtig umgehauen. Prinzipiell finde ich sie alle ganz in Ordnung, aber niemand ist so richtig heraus gestochen, was sehr schade war, denn das Potential war in meinen Augen definitiv da. Besonders schwach fand ich allerdings Howie, denn man erfährt eigentlich sehr wenig von ihm und das, obwohl er eine wesentliche Rolle im Roman spielt. Das liegt vielleicht aber auch bloß daran, dass er überhaupt erst sehr spät an Aufmerksamkeit gewinnt und man es deshalb schwerer hat, ihn noch zu fassen zu bekommen.Dass der Roman schließlich zu einer Liebesgeschichte zwischen Morgan und Howie wird, deutet sich bereits im Klappentext an. Beim Lesen habe ich allerdings immer wieder gedacht, wie offensichtlich und wenig einfallsreich diese Verbindung doch ist. Die Szenen von Morgan und Howie waren mir teilweise wirklich zu langweilig. Dagegen fand ich Morgans Begegnungen mit Chad sehr viel spannender und abwechslungsreicher. Auch wenn Chad natürlich auch kein besserer Partner für sie wäre, aber er war schlichtweg aufregender.Die Handlung des Romans war mir an manchen Stellen doch etwas zu vorhersehbar und deshalb war es alles in allem sehr schwer für mich, weiter zu lesen. Es hat mich nicht gefesselt und ich habe mir wirklich mehr von der Geschichte erhofft. Mehr Spannung, mehr Emotionen, mehr Abwechslung.Deutlich punkten konnte Was uns ganz macht jedoch mit all dem, was zwischen den Zeilen steht. Besonders die Bewegungen, die rund um das Mädchen mit dem Loch gestaltet werden, sind wirklich sehr stark! Es schwingt quasi im Sub-Text mit, dass wir alle ein solches Loch haben, denn niemand ist perfekt. Aber genau deshalb sollten wir uns akzeptieren und jeden anderen respektieren. Auch Caroline, die mit Vorurteilen gegenüber ihrer Figur zu kämpfen hat und deshalb sehr viel Body Positivity verbreitet, finde ich wahnsinnig toll.Es gibt viel, was der Roman einem mit auf den Weg geben kann, wodurch er mir allerdings hauptsächlich im Gedächtnis geblieben ist. Leider nicht wegen der Liebesgeschichte, um die es wohl vordergründig gehen sollte. FAZITIm Großen und Ganzen bin ich von Was uns ganz macht doch ein wenig enttäuscht. Der Roman konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Die Charaktere sind mir zu flach gestaltet, die Handlung leider oft viel zu vorhersehbar und deshalb stellenweise etwas langweilig. Was diesen Roman besonders macht, sind vor allem die zwischenmenschlichen Momente, sowie kleine Botschaften, die zwischen den Zeilen versteckt sind. Wir sind alle Menschen mit Löchern, denn jeder von uns hat etwas, das ihn nicht zum perfekten Menschen macht. Dies konnte den Roman für mich doch noch aufwerten, dass ich für Kendra Fortmeyers Was uns ganz macht nur drei von fünf Kreuzen vergebe.

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  • Ein besonderes Buch

    Was uns ganz macht

    LeseratteAnni

    24. November 2017 um 14:32


  • Wunderbares Buch!

    Was uns ganz macht

    Bibbey

    18. November 2017 um 11:00

    INHALTMorgan ist völlig anders als andere Menschen. Und das nicht wegen ihrer Art oder weil sie sich selbst so sieht, sie hat ein Geheimnis, das sie seit ihrer Geburt zu schützen, zu verbergen versucht. Jedenfalls tut sie das, bis sie dieses Verhalten eines Tages leid ist. Sie stellt sich die Frage, warum man nicht einfach so sein kann, wie man ist und zeigt sich der Welt – ohne zu ahnen, dass sie kurz darauf zum Internetstar wird. Die Presse verfolgt sie auf Schritt und Tritt und obwohl sie endlich das durchgesetzt hat, wovon sie schon so lange träumt, nämlich endlich einmal stark zu sein, kommen ihre Selbstzweifel mit einer Heftigkeit zurück, die das Mädchen aus der Bahn werfen. Sie lernt Howie kennen, der auf den ersten Blick das perfekte Gegenstück zu ihr zu sein scheint und nach und nach kehrt die Hoffnung zurück. Die Hoffnung darauf, dass man auch glücklich sein kann, wenn man anders ist.MEINUNGIch habe selten ein so gut geschriebenes, ergreifendes Jugendbuch gelesen, das so viel Inhalt übermittelt wie dieses hier. Kendra Fortmeyer hat ganze Arbeit geleistet und ein absolut lesenswertes Buch über Hoffnung und Liebe geschrieben, das einen echten Ehrenplatz in meinem Regal erhält.Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive aus Morgans Sicht, was hier wirklich sehr gut passt und alle Gefühle und Gedanken sehr detailliert rüberbringt. Angenehme Kapitellängen bei etwas über 330 Seiten, die für meinen Geschmack etwas mehr hätten sein können, weil ich es einfach so grandios fand, machen den Debütroman der Autorin aus.Morgan ist ein ganz fantastischer Charakter. Sie ist lustig und sehr erwachsen für ihre siebzehn Jahre. Sie hat mich mit ihrer Art und dem Selbstbewusstsein, der Reflexion über ihr eigenes Leben, sehr beeindrucken können. Mit Howie sieht es ähnlich aus, auch er ist ein starker junger Mann, die beiden ergänzen sich perfekt. Und auch die anderen auftauchenden Figuren waren alle einzigartig. Sei es Morgans Mutter, die zwar einige Züge hat, an denen sie dringend arbeiten muss, auf der anderen Seite aber immer eine liebende Mutter bleibt; Morgans beste Freundin Caroline, die immer treu bleibt, die aber auch keine Ja-Sagerin ist und sich nicht von Mitleid treiben lässt, mit der man sich auch mal streiten kann, ohne gleich eine Freunschaft zu zerstören. Diese und noch viele andere Charaktere machen dieses Buch aus, ich kann euch nur raten, sie kennenzulernen.Im Rückblick betrachtet scheint die Handlung an sich nicht viel gewesen zu sein, aber da der Roman wirklich sehr viel mit Gedanken und Gefühlen spielt, ist das Buch völlig ausgefüllt. Ich habe keine störenden Längen bemerkt. Das Ende war sehr schön und ergreifend.FAZITEin Jugendroman, der seinesgleichen sucht, berührend und zum Nachdenken anregend – unbedingt lesen!5 VON 5 BUCHHERZEN ♥♥♥♥♥

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  • Rezension zu "Was uns ganz macht"

    Was uns ganz macht

    Caro_Re

    15. November 2017 um 20:16

    2,5 in Erster Satz: "Ein Mädchen wie ich hat genau zwei Möglichkeiten." Meine Rezension: Neugierig hat mich das Buch mit seinem Cover gemacht, die schlichten Farben mit den doch kräftigen Magentaton lassen das Cover hervorstechen. Nach dem Titel erwartete ich eine reine Liebesgeschichte, die mir jedoch nicht das geboten hat, was ich erwartet habe. Protagonistin Morgan lernt man als zurückgezogene Person kennen, die sich von ihrem sozialen Umfeld so gut wie es geht abkapselt. Zunächst fragt man sich, warum sie so ist, doch recht schnell wird klar, dass Morgan ein Geheimnis hat. Sie hat ein Loch im Bauch, im wörtlichen Sinne. Es ist angeboren und sie muss zu allen möglichen Ärzten, um ihre Vitalfunktionen überprüfen zu lassen. Doch nach und nach wird Morgan selbstbewusster und will sich nicht länger verstecken, in der örtlichen Disko outet sie sich und wird über Nacht bekannt. So wird eine Ärztin auf sie aufmerksam, die einen Jungen in Behandlung hat, der ähnlich wie Morgan einen besonderen Körper hat: er hat eine Beule am Bauch, die genau in Morgans Loch passt. Howie geht mit seiner Beule offen um und versteckt sich nicht so. Er ist einverstanden mit der Gentherapie, die seine Ärztin vorschlägt. Er versucht Morgan davon zu überzeugen, dass es keine Schande ist, so zu sein wie sie ist. Durch die Behandlungen lernen die beiden sich besser kennen und verbringen ab und an auch mal privat Zeit miteinander. So entsteht eine zarte und ungewöhnliche Liebesgeschichte, mit ihren Höhen und Tiefen. Das Buch ist mit seiner außergewöhnlichen Krankheitsgeschichte etwas anderes als man vielleicht zu Beginn erwarten könnte. Mich konnte das jedoch nicht überzeugen, ich fand es zu sehr abgehoben. Die Entwicklung, die die Protagonistin macht, ist gut mit anzusehen, jedoch ging es mir an einigen Stellen zu schnell. Im Allgemeinen konnte die Geschichte mich nicht überzeugen, da mich das Thema nicht angesprochen hat. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Morgan, sodass man sich in sie hineinversetzen kann. Der Schreibstil ist jugendlich und locker gehalten, man hat keine Schwierigkeiten, dem Buch zu folgen. Dennoch war es nichts Besonderes und plätscherte nur so vor sich hin. Fazit: "Was uns ganz macht" bietet eine nette Geschichte, die jedoch noch viel mehr aus sich hätte machen können, mich konnte sie nicht überzeugen.2,5 von 5 Punkten

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  • Was uns ganz macht

    Was uns ganz macht

    laraundluca

    14. November 2017 um 10:06

    Inhalt:Für die Liebe musst du nicht perfekt sein! Morgan hat ein Geheimnis. Sie ist anders als die anderen und das hat sie siebzhen Jahre für sich behalten. Eines Tages beschließt sie, sich nicht länger zu verstecken und wird unfreiwillig zum Internetstar. Die Medien reißen sich um das vermeintlich unperfekte Mädchen. Im Krankenhaus lernt sie kurz darauf Howie kennen, der büchtäblich ihr perfektes Gegenstück ist. Sie könnten sich gegenseitig heilen, aber können sie sich gegenseitig auch ganz machen? Einfühlsames Plädoyer wider Perfektionismus und Schönheitswahn.Meine Meinung:Der Schreibstil ist ruhig, zart, emotional, flüssig und gut zu lesen. Die Autorin setzt hier voll auf die Gefühle. Und das ist ihr wunderbar gelungen.Über den Inhalt und die Charaktere möchte ich gar nicht viel verraten. Es lässt sich nur schwer in Worte fassen, zumal ich nicht spoilern will. Also lest das Buch selbst, macht euch ein eigenes Bild. Es lohnt sich!In der Geschichte geht es um so viel mehr, als ich zu Beginn gedacht und als der Klapptext erahnen lässt. In dieser Hinsicht hat mich die Handlung und deren Entwicklung vollkommen überrascht. Eine wunderbare Geschichte über das Anderssein, die weit über das Thema Schönheit und Liebe hinausgeht, die weiter und tiefer bohrt, so dass man als Leser bei sich selbst erst einmal ins Stutzen kommt und sich genauer betrachtet - in vielerlei Hinsicht. Das Anderssein, die Unvollkommenheit eines jeden Menschen kann sich im seelischen oder körperlichen Bereich ausdrücken. Aber dennoch hat jeder Mensch Respekt, Mitgefühl und Liebe verdient, die Chance, sein Leben so zu leben, wie er es gerne möchte - egal wie ganz er ist. Eine Geschichte, die anders ist, die trotz ihrer Ruhe eine besondere Magie ausstrahlt und sehr berührt.Fazit:Eine wundervolle Geschichte über das Anderssein, die zeigt, dass jeder Mensch es verdient geliebt und respektvoll behandelt zu werden. Leseempfehlung.

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  • wir sind nicht allein...

    Was uns ganz macht

    Pearsson

    12. November 2017 um 10:19

    Zitate:"Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Wenn ich vor Nadeln Angst hätte, wäre das so, als würde sich ein Ertrinkender vor dem Rettungsboot fürchten." Seite 14"Ich versuche, nicht darüber nachzudenken. Was soll ich mit einem Mann anfangen, der mich nicht lieben kann, weil ich kaputt bin? Versuchen, weniger kaputt zu sein?" Seite 21 "Mein Geheimnis ist raus.Und jetzt meint die ganze hässliche, beängstigende Welt, sie hätte das Recht, reinzukommen." Seite 65 Meinung:Morgan hat ein Geheimnis. Sagen wir mal so... Ihr Körper weist ein Defizit auf, das es ihr unmöglich macht, sich mit Dingen zu beschäftigen, die andere Teenager so tun. Schwimmen gehen, Parties, Sport... Egal was sie unternehmen könnte, die Gefahr, dass ihr Geheimnis entdeckt werden könnte, ist einfach zu groß. So bleibt sie meist für sich und abgesehen von ihrer Mutter, ihren Ärzten sowie ihrer besten Freundin Caro, weiß niemand, was mit ihr los ist. Bis sie eines Abends beschließt, einfach nur ein Mädchen zu sein und Tanzen zu gehen... Von jetzt auf gleich ist sie berühmt und die Folgen sind verheerend!Als ich den Klappentext dieses Buches gelesen habe, war meine Neugier sofort geweckt. Zum einen wollte ich natürlich wissen, um was für ein Defizit es sich handelt, zum anderen ist das Thema soziale Medien heutzutage immer extrem heiß. Man bekommt ja so einiges mit. Leider auch die Tatsache, dass wirklich jeder seinen Senf dazugeben kann und dies nicht immer auf einer sachlichen Ebene geschieht. Ich empfinde das an sich schon sehr traurig, aber was Morgan in diesem Bereich mitmachen muss, lässt den Leser stellenweise empört nach Luft schnappen. Klar, ist es "nur" ein Buch! Aber ich glaube mittlerweile weiß jeder, wie schnell so eine öffentliche Diskussion in einen regelrechten Shitstorm ausarten kann und die Vorstellung, dass man selbst oder gar seine Kinder davon betroffen sein könnten... Das macht mir echt eine Gänsehaut!Aber nicht nur das Thema macht die Geschichte sehr emotional, sondern auch Morgan selbst. Wir erleben alles durch ihre Augen, und obwohl sie ein starker Charakter ist, merkt man doch immer wieder, dass diese Stärke nur aus der Not heraus geboren wurde. Sie führt ein Leben voller Entbehrungen, rennt von Arzttermin zu Arzttermin und ihr Elternhaus ist auch alles andere als perfekt. Durch die vielen emotionalen Aspekte, mit denen der Leser konfrontiert wird, kann man eigentlich gar nicht anders als mit ihr mitzufiebern und zu mitzuleiden. Ihr mentaler Schmerz und ihre Verzweiflung sind nahezu spürbar!"Was uns ganz macht" lebt von Kontrasten. Morgan hat eine Mutter, die als perfekt gilt und überall im Mittelpunkt steht, wohingegen sie, auf Grund ihrer Unvollkommenheit, still und leise immer den Schatten vorgezogen hat. Ihr Leben schwankt zwischen Absonderung/Alleinsein, und der Hoffnung auf ein normales Leben, mit allem, was dazu gehört (Freunde, Liebe...). Und auch ihr "Comingout" ist eine Mischung aus Erleichterung, da sie sich nicht mehr verstecken muss und Verschlimmerung, weil die Welt sie nicht in Ruhe lässt -und das definitiv nicht auf die gute Art.Morgans Geschichte ist sowohl traurig als auch warmherzig, was einerseits ihrer Hoffnung und andererseits ihrer besten Freundin Caro -sowie im weiteren Verlauf Howie, ihrem unperfekten Gegenstück-, geschuldet ist. Howie ist einfach nur süß, aber Caro verleiht dem Buch in meinen Augen noch eine ganz andere Komponente. Mit ihrer Unterstützung, ihren Selbsthilfe Post-Its und ihrer herzerwärmenden Art macht sie Mut zum Leben und zur Selbstliebe. Und das nicht nur für Morgan! Denn letztendlich wird vermutlich jeder Leser irgendwann im Laufe der Geschichte sein eigenes "Defizit" suchen, es auch entdecken und daran erinnert werden, dass es nichts macht, unvollkommen zu sein oder Fehler zu haben. Denn wir sind nicht allein, da niemand wirklich perfekt ist!Ich könnte mir vorstellen, dass das Ende die Leserschaft ein kleines Stück weit spalten könnte, da es... -mhhh, wie sage ich das jetzt ohne zu spoilern??? Ich nenne es jetzt mal - "mutig" ist. Ich lasse das mal so stehen, lest selbst! ;)Mir persönlich hätte es gefallen, wenn es, neben dem Ende, eine Auflösung zu ein paar Nebenhandlungssträngen gegeben hätte. Aber auch ohne diese, ist diese Geschichte absolut lesenswert! 

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