Kenneth Grahame

 4.3 Sterne bei 175 Bewertungen
Autor von Der Wind in den Weiden, Wind in den Weiden und weiteren Büchern.

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Rezension zu "The Wind in the Willows (AmazonClassics Edition)" von Kenneth Grahame

Kein lesenswerter Klassiker
Schlehenfeevor 11 Tagen

„The Wind in the Willows“ (Der Wind in den Weiden), vornehmlich ein Kinderbuch aus dem Jahr 1908, erzählt in mehreren Geschichten die Abenteuer des Maulwurfs, der Kröte, der Wasserratte und des Dachses.

Klingt doch eigentlich ganz nett und dem Büchlein eilt der Ruf des schönen Kinderklassikers voraus, so dachte ich mir vor dem Lesen. Leider verstehe ich nicht, warum das Buch im englischsprachigen Raum immer noch als Kinderbuch angepriesen und geschätzt wird, denn es ist meiner Meinung nach überhaupt nicht gut gealtert.


Die Kröte ist kein Vorbild, es sei denn man möchte ein rücksichtsloses, egoistisches Kind heranziehen. Ich hatte immer den Eindruck, die Tiere repräsentieren verschiedene Menschen, zum Beispiel die Kröte die reichen Adligen und Herrenhausbesitzer.
Kröte besitzt ein eigenes Herrenhaus und findet ständig neue Hobbys. Schließlich entdeckt er das Automobil für sich und wird ein rücksichtsloser Raser. Dafür landet er im Gefängnis, doch er schafft es zu fliehen, verkleidet als Waschfrau. Auf seiner Flucht benimmt Kröte sich ebenso unverschämt wie vorher, wird dafür von den anderen Tieren jedoch als Held gefeiert. Das Herrenhaus der Kröte ist unterdessen von Mardern und Wieseln (verstehe ich als Menschen der Unterschicht, Arbeiter) besetzt worden. Diese werden von der Kröte und seinen Freunden mit Gewalt vertrieben. Erst ganz am Schluss und nur widerwillig, entschuldigt sich Kröte bei einigen, denen er Unrecht getan hat.

Ich konnte über diesen Charakter nur den Kopf schütteln. Kenneth Grahame schien mir geradezu das Recht des Adels, zu tun was einem beliebt, zu betonen, das finde ich heute nicht mehr zeitgemäß. Der Maulwurf, der zu Beginn aufbricht, um die Welt zu entdecken, kehrt schließlich nach Hause zurück und findet es in seinen gewohnten Bahnen doch am besten, nach dem Motto „Schuster, bleib bei deinen Leisten“. Das möchte ich heutzutage nicht mehr in der Literatur lesen und auch keinem Kind zumuten.

Auch einige andere Dinge waren für mich unstimmig. Die Geschichten sind wohl einzeln in Zeitschriften o.ä. veröffentlicht worden, denn sie haben oft kaum Zusammenhang zueinander. Vor allem das Kapitel, in dem der Maulwurf und die Ratte einem Gott oder gottähnlichen Wesen begegnen, ließ mich rätselnd zurück, es passte einfach nicht in den Zusammenhang.
Ebenfalls war mit unklar, ob die Tiere so groß wie Menschen sein sollen, da sie Häuser besitzen, Auto fahren und für Menschen gehalten werden oder ob sie eher tierisch sind, da andere zum Beispiel Futter für den Winter sammeln.

Der einzige positive Aspekt waren für mich die Naturbeschreibungen.

Alles in allem war „The Wind in the Willows“ eine große Enttäuschung für mich. Ein Buch, das ich als nicht mehr zeitgemäß empfunden habe, erst recht nicht für Kinder.

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Rezension zu "The Wind in the Willows" von Kenneth Grahame

Zuckersüße Geschichte
Der_Buchdrachevor einem Jahr

Das Buch, das ich heute vorstellen möchte, ist den meisten zumindest dem Titel nach wohl ein Begriff, denn bei »The Wind in the Willows« von Kenneth Grahame handelt es sich um einen Kinderbuchklassiker aus dem Jahre 1908. Der Brite Grahame erzählt die bezaubernde Geschichte der vier Freude Toad, Mole, Rat und Badger (Kröte, Maulwurf, Ratte und Dachs) und berichtet von ihren vielen Abenteuern. Ich besitze das Buch in einer Ausgabe der Everyman’s Libary Children’s Classics, welche ich hier vorstellen möchte.

Die Geschichte selbst ist absolut bezaubernd. Die vier Freunde erleben viele Abenteuer entlang des Flusses und im Wilden Wald, die episodenartig zusammenhängen. Werte wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt werden dabei ganz groß geschrieben und sind den Vier bei ihren Abenteuern immer wieder von Nutzen. Besonders gefallen haben mir die ausgesprochen lebendig wirkenden Dialoge, die mir sehr lebhaft vor Augen standen und die Gespräche sehr dynamisch machten.

Meine Ausgabe ist stoffgebunden und mit goldenen Intarsien versehen, was das Buch natürlich sehr hochwertig erscheinen lässt und zudem auch noch erstaunlich widerstandsfähig macht. Ich habe aus Versehen eine Ecke mit etwas Tee gewässert und man sieht keine Spuren davon.

Eine sehr schöne Idee sind die Vorsatzblätter, die mit tollen Schattenrissen verziert sind. Auf einem der Vorsatzblätter kann man auch seinen Namen vermerken, worin wieder der Kinderbuchcharakter der Edition durchkommt, was ich für eine niedliche Idee halte.

Das Buch ist nach Wunsch des Autors mit Illustrationen von Arthur Rackham versehen. Vor jedem Kapitel findet sich eine kleine Tintenzeichnung und insgesamt sind 12 Farbbilder auf Hochglanzpapier im Buch abgedruckt. Die Bilder sind zeitgenössisch und fangen wunderbar die bezaubernde und liebliche Stimmung der Geschichten ein, die erzählt werden.

Auch sehr zu loben ist die Gestaltung des Buchrückens. Insbesondere, wenn man bereits mehrere Bücher dieser Editionsreihe besitzt, sehen diese zusammen im Regal nämlich sehr schön aus. Das Design hat gewisse Retrovibes, was dem Buch noch einmal etwas Edles gibt. Für ein Kinderbuch, das man eigentlich abends am Bett vorliest (und dafür eignet sich dieser Roman sehr gut) und das damit auch eigentlich recht schnell lädiert wird, ist das sehr hochwertig gemacht.

Ein wenig wird der Eindruck aber dadurch geschmälert, dass sich insbesondere die Rückengestaltung sehr schnell abnutzt. Sie wirkt schon nach wenigem Benutzen abgegriffen und die Farbe löst sich. Ärgerlich. Auch das Frontmotiv ist eine an und für sich süße Idee, allerdings wirkt es wie ein schlecht ausgedrucktes und aufgeklebtes Foto. Entweder hätte man, wenn man schon ein optisch ansprechendes Buch mit Sammelwert gestalten will, das ganze qualitativ besser lösen können oder gleich weggelassen und auf ein bildliches Motiv verzichtet.

Insgesamt aber dennoch eine sehr schöne Edition für ein sehr schönes Buch, das auch inhaltlich etwas her macht. Und preislich stimmt auch alles.

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Rezension zu "The Wind in the Willows" von Kenneth Grahame

Schöner Kinderbuchklassiker
Fornikavor 4 Jahren

Der Maulwurf hat gerade seinen Frühjahrsputz hinter sich gebracht und gönnt sich nun eine kleine Auszeit. Dabei gelangt er an den Fluss, wo er die Ratte Ratty trifft. Gemeinsam mit ihm, seinem Freund dem Dachs und dem Gentlemankröterich Toad of Toad Hall erlebt er so einige Abenteuer.

 Ein sehr schönes Kinderbuch, das völlig zu Recht zu einem Klassiker geworden ist. Grahame hat sich wunderbare Abenteuer für die vier ausgedacht, besonders die Erlebnisse von Toad haben es mir angetan. Die Figuren sind alle sehr menschlich geraten, Toad besonders. Er residiert in seinem Anwesen, fährt gerne schnelle Autos und verdankt es eigentlich nur seinen guten Freunden, dass er nicht völlig abhebt, weil er sich manchmal für den Größten hält. Da hebt Grahame auch mal den sprichwörtlichen Zeigefinger und zeigt wie man sich ordentlich zu benehmen hat bzw. welche Konsequenzen das Leben zu ziehen pflegt.

Aber auch die anderen drei erleben allerlei Spannendes oder auch einfach Entspannendes wie ein schönes Picknick am Fluss. Die meisten Kapitel entsprechen eher kleinen Kurzgeschichten, sodass man das Buch auch gut peu à peu lesen könnte. Sofern man solange warten mag ; ) All das erzählt Grahame sehr bunt und farbenfroh, aber auch sehr präzise und manchmal regelrecht poetisch. Sprachlich finden also sowohl der kleine als auch der große Leser Zugang zum Buch. So manches Mal hat mich Grahame zum Schmunzeln gebracht und über die ganze Geschichte hinweg sehr gut unterhalten. Ein, zwei Erlebnisse fand ich nicht so gelungen, das tut aber insgesamt dem Lesespaß nicht viel.

 Fazit: zu Recht ein Kinderbuchklassiker. Würde ich jederzeit wieder lesen.

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Zusätzliche Informationen

Kenneth Grahame wurde am 03. März 1859 in Edinburgh, Schottland (Vereinigtes Königreich) geboren.

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auf 28 Wunschlisten

von 3 Lesern aktuell gelesen

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