Kenneth Oppel Affenbruder

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Inhaltsangabe zu „Affenbruder“ von Kenneth Oppel

In diesem Roman erzählt Kenneth Oppel von einem ungewöhnlichen Tierversuch, der die ethischen Grenzen der Wissenschaft überschreitet – und eine Familie auf die Probe stellt. Als Zan in die Familie Tomlin kommt, ist sich Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt! Denn Zan ist ein Schimpansen-Baby, mit dem eine Studie durchgeführt wird: Zan soll Zeichensprache lernen. Schon bald herrscht bei den Tomlins großes Affentheater. Zan wird für Ben zum 'richtigen' Bruder, den er über alles liebt und zu dem er eine enge Beziehung aufbaut. Als Zan die Erwartungen nicht erfüllt und von der Uni weiterverkauft wird, erlebt Ben die zweischneidigen Seiten von Tierversuchen und fragt sich verzweifelt: Wie weit darf die Wissenschaft Zan für ihre Zwecke einsetzen?

aufrüttelnd, ehrlich und nur zu empfehlen

— Valabe
Valabe

Spannende Unterhaltung, auf einer realen Geschichte basierend. Lesen!

— sunlight
sunlight

Eine sehr tiefgründige und auch etwas traurige Geschichte von einem Jungen und einem Schimpansen.

— Bosni
Bosni

Die Frage, was das Beste für Tiere ist, wird hier kritisch betrachtet und durch Ben mit einem schönen jugendlichen Blick betrachtet.

— LimitLess
LimitLess

Es ist, als würde dir das Buch direkt in die Augen schauen - fesselnd, rührend und einzigartig!

— Booksdream
Booksdream

Ein Buch das aufrüttelt und erschüttert - absolute Leseempfehlung!

— PollyMaundrell
PollyMaundrell

IQ vs. EQ: Tiefgang, Denkanstöße und ganz große Gefühle

— Tinkers
Tinkers

Eine tiefgreifende Erzählung die einem zum Nachdenken bringt und die sicher jeden berührt...

— tschulixx
tschulixx

Einfach Spitze!

— Laurawattebausch
Laurawattebausch

Sehr interessant Buch, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Am Ende sehr bewegend.

— Franzi_xoxo
Franzi_xoxo

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WOW! Was für eine geniale Mischung aus Spannung, Gefühlen,Kampf und Fantasy -ich bin vollkommen gflasht! Band 2 schlägt den ersten um längen

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The Hate U Give

5 Sterne! Das Buch ist ergreifend, witzig, sehr sehr emotional und v. a. leider immer noch aktuell. Rassismus ist immer noch ein Thema.

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  • Affenbruder - Sch72

    Affenbruder
    Valabe

    Valabe

    01. January 2017 um 22:28

    "Anfangs habe ich dich nicht geliebt. Ich fand dich seltsam, und ich glaube, ich war eifersüchtig. Und manchmal habe ich dich gar nicht haben wollen. Aber das hat nicht lange gedauert. Du warst mein kleiner Bruder. Das hab ich wirklich so empfunden. Das war nie vorgetäuscht". S. 432 Ben ist 13, als seine Mutter mit einem kleinen Schimpansen heimkehrt. Einem Schimpansen eines militärischen Forschungsstützpunktes. Seiner Mutter entrissen, als diese betäubt war. Bens Vater bekommt an der Universität von Victoria die Erlaubnis für ein neues und hoffentlich bahnbrechendes Forschungsobjekt: einem Schimpansen die Gebärdensprache beizubringen und sich damit über Artgrenzen hinweg mit einer anderen Spezies zu verständigen. Dafür zieht die gesamte Familie in den 70iger Jahren von Toronto an das andere Ende von Kanada. Zan, wie der kleine Schimpanse von nun an heißt, wohnt bei der Familie im Haus, trägt menschliche Kleidung und lebt wie ein menschliches Familienmitglied. Was zu Beginn nur ein Forschungsprojekt war, wird vor allem für Ben ein sehr persönliches Erlebnis. Denn Zan ist kein einfaches Versuchstier, er wird sein „kleiner Bruder“. Als das Forschungsprojekt scheitert, erlebt Ben was es heißt ein Schimpanse in den Händen der Wissenschaft zu sein. Kenneth Oppel verfasste seit Mitte der 80iger Jahre über 30 Kinder- und Jugendromane, darunter auch die bekannte Airborne-Serie. Mit „Affenbruder“ wendet er sich der Thematik der Versuche an Schimpansen zu, welche vor allem in den 70iger Jahren in Kanada häufig durchgeführt wurden. Aus der Sicht von Ben erzählt er, wie sich das Leben mit einem Schimpansen im Haus gestaltet und geht auch auf die schwierige Frage ein, wie weit ein Mensch gehen darf um seine Forschung an Schimpansen (als genereller Stellvertreter für Tierversuche) voranzutreiben. Besonders gut gefallen hat mir der Ansatz diese Thematik aus Ich-Perspektive eines heranwachsenden Teenagers zu erzählen. Die Sätze bleiben dadurch kurz und prägnant, aber dennoch nicht abgehakt oder zu wenig informativ. Ebenso wie Zan, entwickelt sich auch Ben während ihrer gemeinsamen Zeit. Kenneth Oppel beschreibt nicht nur Ben´s Gefühlswelt, sondern versucht auch die von Zan mit in die Geschichte einfließen zu lassen. Dadurch ergibt sich eine Mischung aus anthropomorph angehauchten Empfindungen von Ben und Zan und der oft nüchternen wissenschaftlichen Einstellung seines Vaters. Als Leser ist man somit hin- und hergerissen von diesen beiden Gefühlswelten. Ein sehr interessanter Abschnitt im Buch war für mich die Zeit, in der Ben sich teilweise mit den Wörtern ausdrückte, die Zan während des Projektes gelernt hatte. Obgleich dies im ersten Moment wirr klingt aus dem Munde eines Teenagers, so verdeutlichte es doch zugleich, wie komplex eine Sprache ist und das mehr dazu gehört als das Lernen weniger Worte. Kenneth Oppel geht zwar nicht genauer ein, wie Zan die Worte lernt oder wie intensiv dieses Lerntraining aussehen mag, ob meiner Meinung nach würde dies auch zu sehr in die Tiefe gehen und das Buch zu sehr in die Länge ziehen. Dazu gibt es genügend Literatur in gut sortierten Bibliotheken. Ebenso ein wichtiger Punkt für mich in diesem Buch ist auch die oftmals ungeschönte Art und Weise, wie Kenneth Oppel den Alltag mit Schimpansen beschreibt. Es wird nicht nur einmal verdeutlicht, dass diese Tiere keineswegs niedliche Kuschelaffen sind, die gar putzig aussehen in Menschenkleidung. Tierversuche und das (weitgehend) natürliche Verhalten der Schimpansen in Gefangenschaft werden ebenso im Buch angesprochen, wie auch der Nutzen dieser Tiere für die Unterhaltungsindustrie. Ein wenig merkwürdig fand ich im ersten Moment die Verhaltensänderungen von Ben während seiner Phase das Alphamännchen in der Schule markieren zu müssen. Beim weiteren Lesen wurde aber deutlich, dass dies eine Art für Ben war sich mit der schweren Phase des Erwachsen werden auseinander zu setzen und mit Zan als „kleinem Bruder“ nahm er die Verhaltensweisen von Schimpansen gleichermaßen an wie Zan als Mensch aufgezogen wurde. Für mich stellte dies aber auch ein Wink des Autors dar, wie stark das Leben mit einem Wildtier auch auf die Verhaltensweisen von jungen Menschen wirken kann, und das diese Problematik keineswegs zu unterschätzen ist. „Affenbruder“ ist für mich während des Lesens keineswegs nur ein leicht unterhaltsamer Jugendroman gewesen, sondern wirkte eher mahnend und aufrüttelnd. Manche Schilderungen mögen für Zartbesaitete etwas grausig sein, aber oftmals ist an der Realität nichts zu beschönigen.

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Eine sehr tiefgründige und auch etwas traurige Geschichte von einem Jungen und einem Schimpansen

    Affenbruder
    Bosni

    Bosni

    12. November 2015 um 17:56

    "Es gab keine Worte, dir wir uns gegenseitig nicht sagen konnten, und ich empfand eine solche Freude, mit ihm so Reden zu können, wie ich es mir die ganzen Monate gewünscht hatte, in denen er einer von uns war." - Seite 437 Bens Familie zieht Hals über Kopf quer durch Kanada um das Schimpansenbaby Zan, ein Forschungsprojekt seines Vaters, bei sich aufzunehmen. Im Rahmen dieses Projektes soll Zan die Zeichensprache lernen. Wärend Bens Vater Zan nur als Forschungsobjekt betrachtet, baut besonders Ben eine sehr emotionale Beziehung zu dem Kleinen auf. Doch als Zan den Anforderungen des Projektes nicht gerecht werden kann, beschließt Bens Vater, dass Projekt aufzugeben. Daraufhin erlebt Ben die traurige Zukunft von Versuchstieren.... Was mir als erstes während des Lesens aufgefallen ist....Ben betont immer wieder, dass Zan kein Affe, sondern ein Primate ist. Warum nennt man das Buch dann "Affenbruder"? (Ich persönlich finde den englischen Titel "Half Brother" deutlich passender...) Besonders gut hat mir Kenneth Oppels Schreibstil gefallen, denn das Buch ist aus Sicht des 13-jährigen Ben geschrieben worden. Und das merkt man ihm an! Der Schreibstil ist meiner Meinung nach absolut typisch für einen 13-jährigen Jungen. Kurze Sätze und kein drumherum Gerede. Aber trotzdem konnte ich mich sehr gut in Ben hinein versetzen, da alle Geschenisse äußerst bildlich beschrieben wurden. Auf Grund des Schreibstils ließ sich das Buch sehr einfach und flüssig lesen. Auch sonst gefällt mir die Story sehr gut, ich selbst beschäftige mich sehr stark mit dem Tierschutz und deshalb natürlich auch mit Tierversuchen. Da war dieses Buch natürlich "gefundenes Fressen". Ich finde den Inhalt äußerst treffend beschrieben, an einigen Stellen hat mich die starke Bindung von Zan und Ben wirklich zu Tränen gerührt. Die beiden sind mir außerordentlich sympatisch und während des Lesens sehr ans Herz gewachsen. Mir gefällt es außerdem sehr, dass Kenneth Oppel nichts verschweigt. Käfige, Tierversuche und ähnliches werden so dargestellt, wie sie sind, nämlich ziemlich schlimm. Fazit: "Affenbruder" von Kenneth Oppel hat mir sehr gut gefallen und es regt dazu ein, einmal über die eigenen Handlungen nachzudenken. Daher bekommt das Buch volle 5 Sterne von mir. Ich empfehle das Buch jedem, der Interesse an einem "etwas anderen" Jugendbuch hat. Denn die Geschichte eines Versuchstieres findet man nicht allzu oft in Büchern wieder (ich zumindest nicht). "Für mich war er nicht Gegenstand eines Experiments oder ein berühmter Schimpanse. Für mich war er einfach mein kleiner Bruder, mit dem ich herumalberte." - Seite 135

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  • Jugendbuchchallenge von LovelyBooks 2015

    Buchraettin

    Buchraettin

    Hinweis für die Challenge 2016 http://www.lovelybooks.de/thema/Jugendbuch-Challenge-bei-LovelyBooks-2016-1206563269/1206599763/ Lest ihr gerne Jugendbücher? Habt ihr Lust, dies gemeinsam mit anderen begeisterten Jugendbuchliebhabern zu tun und neue Bücher kennen zu lernen? Dann nehmt doch an der Jugendbuch-Challenge 2015 teil. Es soll einfach Spaß machen und zum Entdecken neuer Bücher einladen. Anmeldungen sind jederzeit möglich. Hier sind die Regeln: Es sollen jeweils 2 Bücher aus den unten folgenden Kategorien gelesen werden. (Natürlich könnt ihr auch mehr lesen). Die Challenge läuft vom 1.7. bis 31. 12. 2015. Es zählen Rezis, die ab dem 1.7. 2015 geschrieben worden sind. Da es eine Challenge ist, soll das ja auch eine Herausforderung sein und mal dazu anregen, vielleicht auch Bücher aus einem Genre zu lesen, das ihr so vielleicht nicht gelesen und dann auch entdeckt hättet. Es sollte zu jedem Buch eine Rezension geschrieben werden, eine Kurzmeinung reicht leider nicht aus. Es zählen Bücher vom Lesealter ab ca. 13 Jahren bis ca. 18 Jahren (Das Alter der Haupt-Protagonisten im Buch sollte in diesem Alter liegen). Jeweils 2 Bücher pro Unterpunkt - insgesamt 12 Bücher sollen gelesen werden. Fantasy, Science Fiction, Dystopie (Erscheinungsdatum 2015) Gesellschaftsliteratur, aktuelle Jugendthemen, historische Jugendbücher (Erscheinungsdatum 2015) Liebesromane, Romantic Fantasy (Erscheinungsdatum 2015) Krimis und Thriller aus dem Jugendbuchbereich (Erscheinungsdatum 2015) Alte Schätze, Jugendbuchreihen, Sachbuch, Hörbuch und 2 dürfen frei ausgewählt werde!   Jeder Teilnehmer sollte einen Sammelbeitrag erstellen und seine Rezensionen dann dort einstellen. Hier soll dann auch der Link zu einem Regal "Jugendbuchchallenge 2015" auf dem eigenen Sammelbeitrag verlinkt werden. Bitte schickt mir den Link des Sammelbeitrages per PN, dann füge ich den neben eurem Namen in der Teilnehmerliste ein. Übrigens, unter allen Teilnehmern, die die Challenge erfolgreich abschliessen, wird ein Buchpaket von LovelyBooks verlost:) ( im Januar 2016) >> Hier findet ihr noch eine Liste mit Neuerscheinungen 2015! >> Und hier geht's zur Kinder- und Jugendliteraturgruppe! Teilnehmer  Buchrättin Jungenmama  katja78 Anke3006 Ceciliasophie  Lesezirkel Challenge beendet Seelensplitter  Challenge beendet Chianti Classico Lesesumm Sophiiie Lesebiene27- abgemeldet LadySamira091062 MiHa_LoRe Ruhki Solara300 Challenge beendet Floh Challenge beendet Lunamonique Challenge beendet Suppenfee BookfantasyXY Buchgespenst Alchemilla Cheerry99 Bambi-Nini Curin Lena205 Wayland Hexe2408 Kuisawa Foreverbooks02 Challenge beendet mabuerle Challenge beendet Icelegs Challenge beendet

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    • 275
  • Affenbruder...

    Affenbruder
    Foreverbooks02

    Foreverbooks02

    15. October 2015 um 10:15

    Inhalt: Weil seine Eltern Hals über Kopf umziehen, um das Schimpansenbaby Zan aufnehmen, ist Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt!  Zan soll im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiment die Zeichensprache erlernen. Während Zan für den Vater ein Projekt bleibt, baut Ben eine Beziehung zu dem kleinen Schimpansen auf. Er betrachtet ihn zunehmend als seinen >>richtigen<< Bruder. Als das Projekt scheitert und der Vater Zan aufgibt, erlebt Ben die gnadenlosen Folgen eines wissenschaftlichen Versuchen... Das Buch ist in der 1. Person aus Bens Sicht geschrieben, wodurch ich mich gut mit ihm identifizieren konnte. Ben war ein ziemlich sympathischer Protagonist mit einem großen Herzen und Köpfchen, und auch die Nebencharaktere waren größtenteils sympathisch, oder zumindest glaubwürdig. Der Schreibstil ist einfach gestrickt, mit angenehm kurzen Sätzen und ohne schwierige Wörter. Er war so, wie auch ein 13 bis 15 jähriger durchaus erzählen könnte, was dem ganzen noch mehr Glaubwürdigkeit gibt. allgemein kann man sich bei der ganzen Geschichte gut vorstellen, dass sie damals tatsächlich passiert ist, besonders wenn man in Betracht zieht, das in den 70er Jahren die Sprachforschung bei Primaten ihren Höhepunkt erlebte. Gut gefallen hat mir auch, das man sich durch die Beschreibungen des Autors über Musik, Mode, usw. total vorstellen kann, wie es damals so war.   Die Geschichte zieht sich nicht, und bleibt durchgehend Spannend. man kann von Anfang an, Entwicklungen bei Ben, und sogar bei Zan, feststellen. Fazit: "Affenbruder" ist ein tolles Buch für Leute die sich für das Thema interessieren. Trotzdem ist es nicht unbedingt ein Buch für zu zart besaitete Leute, besonders was Tiere, bzw. Tierversuche, betrifft. Dafür: 5 von 5 Sterne!!

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  • Leserunde zu "Affenbruder" von Kenneth Oppel

    Affenbruder
    aba

    aba

    Affentheater ganz anders definiert! Die Familie des 13-jährigen Ben bekommt ein neues Mitglied: das Schimpansenbaby Zan. In diesem Moment beginnt für Ben das größte Abenteuer seines Lebens... Der US-amerikanische Kinder- und Jugendbuchautor Kenneth Oppel hat mit "Affenbruder" ein Buch geschrieben, das eine Achterbahn der Gefühle bei den Lesern auslöst: Ben und Zan bringen uns Leser zum Lachen, aber auch zum Weinen. Vor allem lässt uns diese Geschichte über unseren eigenen Umgang mit Tieren nachdenken. Ihr könnt Ben und Zan jetzt im Rahmen einer Leserunde kennenlernen! Habt Ihr Lust auf ein ganz besonderes Affenabenteuer? Zum Inhalt Als Zan in die Familie Tomlin kommt, ist sich Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt! Denn Zan ist ein Schimpansen-Baby, mit dem eine Studie durchgeführt wird: Zan soll Zeichensprache lernen. Schon bald herrscht bei den Tomlins großes Affentheater. Zan wird für Ben zum "richtigen" Bruder, den er über alles liebt und zu dem er eine enge Beziehung aufbaut. Als Zan die Erwartungen nicht erfüllt und von der Uni weiterverkauft wird, erlebt Ben die zweischneidigen Seiten von Tierversuchen und fragt sich verzweifelt: Wie weit darf die Wissenschaft Zan für ihre Zwecke einsetzen? Leseprobe Zum Autor Kenneth Oppel wurde am 31. August 1967 in British Columbia geboren. Er studierte an der University of Toronto in Ontario und lebt heute mit seiner Frau Philippa Shepphard in Cornerbrook, Neufundland. Seine liebsten Freizeitbeschäftigungen: Lesen, Filme schauen, lange Spaziergänge und Reisen. Mehr über Kenneth Oppel könnt ihr hier erfahren! Zusammen mit Beltz & Gelberg verlosen wir 25 Exemplare von "Affenbruder" unter allen, die unbedingt wissen möchten, ob dieses außergewöhnliche und gewagte Experiment gelingen wird. Was müsst ihr tun, um euch zu bewerben?* Einfach bis zum 04.08. auf diese Frage antworten: Liebe und Freundschaft zwischen Mensch und Tier: Habt ihr das selbst schon einmal erlebt? Wenn ja, mit welchem Tier und wie hat sich das für euch angefühlt? Auf eure Antworten freue ich mich und wünsche euch viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 2 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.

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    • 448
  • Ich bin echt sprachlos - hätte nicht damit gerechnet!

    Affenbruder
    Booksdream

    Booksdream

    28. September 2015 um 15:52

    Inhalt: Weil seine Eltern Hals über Kopf umziehen, um das Schimpansenbaby Zan aufzunehmen, ist sich Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt! Zan soll im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments die Zeichensprache erlernen. Während Zan für den Vater ein Projekt bleibt, baut Ben eine Beziehung zu dem kleinen Schimpansen auf. Er betrachtet ihn zunehmend als seinen "richtigen" Bruder. Als das Projekt scheitert und der Vater Zan aufgibt, erlebt Ben die gnadenlosen Folgen von wissenschaftlichen Versuchen... Meine Meinung zum Buch: Cover: Es sticht einem sofort ins Auge! Das Cover ist kein 08/15 Titelbild mit irgendeinem küssenden Paar oder so, sondern ein wirklich einzigartiges, schlicht gehaltenes. Man behält den Überblick. Ich glaube, dass es auch so auffällig ist, weil das solche knalligen Signalfarben sind. :) Die Menschen erinnern mich an die Straßenampelmännchen und auch an die auf den Toiletten. Dass da noch ein Affe mit drauf ist, macht das Ganze viel interessanter. Es ist eine Hardcover-Ausgabe. Das finde ich sehr gut, denn mir persönlich gefallen Hardcover generell mehr als Taschenbücher. Sie gehen dann nicht so schnell kaputt und man hat sie gut im Griff, für mich jedenfalls ein angenehmeres Gefühl beim Lesen. Die Covergestaltung bekommt von mir verdiente 5 von 5 Herzen. Story: Als ich das erste Mal den Klappentext bzw. den Text auf der Rückseite gelesen habe, war ich nicht ganz überzeugt. Das alles klang mehr nach einem lustigen Witzebuch, als nach einem, welches ein sehr ernster Thema bespricht. Na ja, da hab ich mich wohl geirrt. :) Es ist wirklich sehr realistisch geschrieben. An alle, die nur durch rosarote Sonnenbriller schauen: Das Buch kann ich euch nicht ganz empfehlen. Denn hier nimmt man die roserote Sonnenbrille ab und wird mit der Wirklichkeit konfrontiert. Tierversuche, Käfige, Stachelstöcke und Co. - die Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Aber genau das hat mir gut gefallen: Die Story hat mich überzeugt, Und da ich schon etwas zu viel gespoilert habe, vergebe ich jetzt einfach die Herzen: 5 von 5! Figuren/Charaktere: Die Figuren sind toll! Die Charaktere sind gut beschrieben, aber es wird nie zu viel erzählt (langatmig). Ben finde ich total nett. !! Achtung SPOILER-ALARM !! Ich kann nur zu gut verstehen, warum er Zan am Anfang nicht mochte. Ich wäre an seiner Stelle auch eifersüchtig und wütend, dass ich aufgrund dieses Schimpansen umziehen musste. Aber dann liebt er Zan ja immer mehr - da wird es echt schwer, ihn wieder wegzugeben. Den süßen Zan habe ich gleich ins Herz geschlossen. Wer mir so ein bisschen "fake" bzw. tussig, hochnäsig vorkam, war die liebe Jennifer, aber am Ende erfahren wir ja, das sie doch ein gutes Herz hat und sogar für Zan spendet. !! SPOILER-ALARM ZU ENDE !! Ich gebe den Charakteren/Figuren 5 von 5 Herzen, weil sie gut beschrieben wurden und auch realistisch gehandelt haben. Ich habe verstanden, warum Ben sauer war, warum er zuerst dachte, sein Vater würde ihn nicht mögen, usw.! Der Schreibstil: Kenneth Oppel hat einen sehr ausgearbeiteten Schreibstil, was mir sehr gefallen hat. Es klingt nicht zu kindisch, aber auch nicht zu erwachsen - als hätte es Ben erzählt. Man schwebt nur so über die Seiten, dann ist man plötzlich schon am Ende. Am Anfang aber hatte ich ein paar Probleme, weil es da zu langatmig ist - der Autor hätte ruhig eins oder zwei Kapitel lassen können. :) Aber sonst ist alles super, deswegen bekommt der Schreibstil bzw. die Umsetzung 4 von 5 Herzen von mir. Fazit: Ich habe oft ein paar Tränen vergossen - egal, ob vor Trauer oder Freude! Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für jeden, der berührende Tiergeschichten mag. Auch wenn es da um Tierversuche und biomedizinische Experimente geht und ich es eigentlich nicht leiden kann, etwas über arme Tiere zu lesen, hat selbst mich dieses Buch überzeugt und berührt. Es ist, als würde dir das Buch direkt in die Augen schauen - fesselnd, rührend und einzigartig! Deswegen bekommt das Buch insgesamt 5 von 5 Herzen von mir und ist somit ein Read-Must-Have!!!! <3 Ich hoffe, euch hat meine Rezension zu "Affenbruder" gefallen! Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr sie mir gerne stellen. <3

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  • Ist ein Affe ein Affe, obwohl er sich als Mensch sieht?

    Affenbruder
    PollyMaundrell

    PollyMaundrell

    Klappentext Weil seine Eltern Hals über Kopf umziehen, um das Schimpansenbaby Zan aufzunehmen, ist sich Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt! Zan soll im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments die Zeichensprache erlernen. Während Zan für den Vater ein Projekt bleibt, baut Ben eine Beziehung zu dem kleinen Schimpansen auf. Er betrachtet ihn zunehmend als seinen "richtigen" Bruder. Als das Projekt scheitert und der Vater Zan aufgibt, erlebt Ben die gnadenlosen Folgen von wissenschaftlichen Versuchen... Erster Satz So haben wir Zan bekommen. Cover Das Cover ist wirklich sehr zurückhaltend gestaltet, kommt aber mit dem Wenigen was es hat aus, um Aufmerksamkeit zu erregen. Auf gelbem Grund sind Vater, Mutter und Sohn zu sehen, die ein wenig an die Schilder erinnern, die auf öffentliche Toiletten hinweisen. Sie halten sich an den Händen und wären absolut unspannend, wenn der Sohn nicht einen Affen an der Hand halten würde, der so gar nicht in dieses Bild zu passen scheint. Ebenso wie diese Figuren ist auch das Wort "Bruder" in rot gehalten, was eine verbindende Brücke zu dem Bild schlägt. Meinung In meinem Regal bei den VHS-Kassetten (wisst ihr jungen Hüpfer überhaupt noch was das ist? ^^) steht ein Film dabei, an den ich sofort denken musste, als ich den Klappentext las. Dieser Film ist von 1985 und trägt den Titel "Unser neuer Bruder". In diesem Film kommt durch einen Unfall ein Orang-Utan auf eine Farm. Dieser Affe kann die Zeichensprache und der taubstumme Sohn der Farmbesitzer ist somit in der Lage, sich mit ihm zu unterhalten, was eine sehr innige Freundschaft mit sich bringt. Natürlich ist in dem Film nicht alles rosig, aber mehr würde an dieser Stelle zu weit führen. Solltet ihr die Möglichkeit haben an den Film zu gelangen, dann schaut ihn euch an - ich habe ihn als Kind wirklich geliebt! Warum ich euch das nun erzähle? Na weil die Grundthematik prinzipiell dieselbe ist. Bens Eltern sind Wissenschaftler und Ben ist an einige merkwürdige Dinge gewöhnt, doch als sie plötzlich umziehen um ein Schimpansenbaby bei sich aufzunehmen, ist das selbst für ihn irgendwie verrückt. Zan wird in Gefangegenschaft geboren und ist erst acht Tage alt, als er seiner Mutter entrissen wird. Es ist bereits das zweite Mal, dass ihr das angetan wird. Dies zu lesen ist wirklich nicht schön, aber es ist nunmal so. Genau so wird vorgegangen um an Tierbabys für Experimente und Versuche zu kommen - das ist leider die Realität. Und auch wenn dieses Buch in den 1970er Jahren spielt, hat sich bis heute nichts daran geändert. Zu Beginn ist Ben gar nicht begeistert, dass er nun einen "Bruder" hat. Wie das eben immer so ist bei Einzelkindern, die ihre Eltern viele Jahre (in Bens Fall sind es 13) für sich alleine hatten, ist er eifersüchtig und wütend, dass da jetzt plötzlich ein (Affen)Baby ist, dass die komplette Aufmerksamkeit der Familie auf sich zieht. Doch dies ändert sich schnell, Ben akzeptiert Zan und fängt an ihn zu lieben und sich um ihn zu sorgen. Das Verhältnis der beiden wird schnell sehr innig und ist unglaublich schön mitzuerleben. Doch auch wenn Zan einen sehr großen Platz in Bens Leben einnimmt, ist er nicht alles worum es sich dreht. Ben kommt auf eine neue Schule, findet Freunde, hat Auseinandersetzungen mit manchen Teenagern, verliebt sich und muss durch seinen ersten Liebeskummer. Unter dem Gesichtspunkt, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, finde ich es richtig und wichtig, dass es eben nicht nur um Zan geht. Für viele junge Menschen wäre dieses Buch sonst sicher zu sachlich und langweilig. Durch Bens Leben neben Zan können sie sich sicher besser mit ihm identifizieren und einen Draht zu ihm aufbauen. Mich persönlich hat es allerdings an manchen Stellen etwas gestört und ich hätte mir gewünscht, dass das Thema "Affe" und alles drumrum besser beleuchtet worden wäre - allerdings bin ich auch eher nicht die eigentliche Zielgruppe ;-) Als das "Projekt Zan" zu scheitern beginnt und nicht die erhofften Resultate bringt, wird Zan von der Universität, für die Bens Vater arbeitet, verkauft. Für Ben bricht eine Welt zusammen und das sowieso schon sehr angespannte Verhältnis zu seinem Vater droht endgültig zu kippen. War Zan doch zwei Jahre lang sein Bruder und wurde aufgezogen wie ein Mensch, muss Ben ihn nun gehen lassen und mitansehen, wie Zan zu anderen Artgenossen gebracht wird. Doch wenn ein Tier denkt, dass es ein Mensch sei, wird die Vergesellschaftung mit Artgenossen schwierig, ja gar unmöglich. Als Ben und seine Mutter erfahren, dass Zan, entgegen der Abmachungen, an ein biomedizinisches Labor verkauft werden soll, fassen sie einen Entschluss - SIE MÜSSEN ZAN WIEDER NACH HAUSE HOLEN! Doch ist es so leicht wie gedacht oder wird Zan nun eben doch zu einem Laboraffen, an dem Tierversuche ausgeübt werden? Dieses Buch rüttelt auf und erschüttert. Es regt zum Nachdenken an und bewirkt, dass man über Dinge nachdenkt, die man so weit von sich geschoben hat. Ist es wirklich richtig Tierversuche zu machen um den Menschen zu helfen?, Ist ein Menschenleben wertiger als das eines Tieres? , Würdet ihr wollen, dass an eurem Haustier, das zum Familienmitglied wird, Cremes oder Medikamente getestet werden um eure Pickel verschwinden zu lassen oder eurem Nachbarn das Leben zu retten? Tierversuche und ihr Nutzen sind ein Thema, über welches man monatelang diskutieren könnte, ohne zu einem endgültigen Ergebnis zu gelangen. Ebenso wie generelle Tierhaltung oder Fleischkonsum. Niemand soll nach diesem Buch zu einem Weltverbesserer werden oder Protestmärsche gegen Lobore oder Ställe anführen, aber es ist unsere Pflicht als Menschen uns über die Schwächeren Lebewesen Gedanken zu machen, in uns zu gehen und gewisse Dinge bewusster wahrzunehmen. Muss es die Schminke der Firma sein, die zugibt Tierversuche zu machen?, Müssen wir in den Zirkus gehen und uns von gequälten Tieren aufheitern lassen? , Muss es wirklich jeden Tag Wurst und Fleisch sein? Zitate / Textstellen Er durfte kein Schimpanse sein. Er musste ein Mensch sein. (Seite 61) Für mich war er nicht Gegenstand eines Experiments oder ein berühmter Schimpanse. Für mich war er einfach mein kleiner Bruder, mit dem ich herumalberte. (Seite 135) Zan war noch nicht mal ein Jahr alt, und Dad wollte, dass er eine ganze Stunde am Tisch saß? Aber ich hätte eigentlich nicht überrascht sein sollen. Es war Zan nicht erlaubt, einfach nur Zan zu sein. Er musste Unterlagen und Daten produzieren. (Seite 146) "Dann lass ihm mehr Zeit", sagte ich. "Er ist erst anderthalb Jahre alt! Du hast gesagt, es solle über Jahre gehen. Wieso soll er denn jetzt so schnell lernen? Vielleicht ist er wie ich ein langsamer Lerner." Ich schrie jetzt. "Wie schlau muss er denn sein, bevor du ihn lieben kannst?" (Seite 278) "Das ist doch lächerlich", antwortete Dad. "Du redest über Zan, als wäre er ein Mensch." (Seite 288) Fazit Ein (Jugend)Buch, dass aufrüttelt und bewusst macht, welche Schweinereien mit Tieren getrieben werden. Je nach Alter würde ich allerdings empfehlen dieses Buch mit den Kindern zusammen zu lesen, da die Thematik sonst sicherlich überfordern kann. Eine ganz klare Leseempfehlung für Menschen, die der Wahrheit ins Auge blicken wollen - aber die Taschentücher nicht vergessen! Es wird sehr emotional. Diese und alle meine anderen Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog. http://franzyliestundlebt.blogspot.de

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    Mausimau

    Mausimau

    21. September 2015 um 11:17
  • Die Liebe zwischen Mensch und Tier ist etwas Besonderes <3

    Affenbruder
    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

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    Er malte das große B über mein Herz. Das machte er zweimal. //S.348// Klappentext: In diesem Roman erzählt Kenneth Oppel von einem ungewöhnlichen Tierversuch, der die ethischen Grenzen der Wissenschaft überschreitet – und eine Familie auf die Probe stellt. Als Zan in die Familie Tomlin kommt, ist sich Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt! Denn Zan ist ein Schimpansen-Baby, mit dem eine Studie durchgeführt wird: Zan soll Zeichensprache lernen. Schon bald herrscht bei den Tomlins großes Affentheater. Zan wird für Ben zum »richtigen« Bruder, den er über alles liebt und zu dem er eine enge Beziehung aufbaut. Als Zan die Erwartungen nicht erfüllt und von der Uni weiterverkauft wird, erlebt Ben die zweischneidigen Seiten von Tierversuchen und fragt sich verzweifelt: Wie weit darf die Wissenschaft Zan für ihre Zwecke einsetzen? Meine Meinung: Ja...wie weit darf die Wissenschaft ein Tier für ihre Zwecke einsetzen ?? Ehrlich gesagt liebe ich Tiere über alles, habe auch mal eine Hündin gehabt, bei der ich eine Seelenverwandschaft gespürt habe....aber groß über Tierversuche und allgemein Tierhaltung habe ich nicht nachgedacht...oder eher gesagt, ich habe es ignoriert. Dieses Buch rüttelt einen irgendwie auf...zwar finde ich, dass das Thema Tierschutz etwas mehr behandelt werden können, dennoch hat es für mich genügend Anstöße gegeben.... Ich glaube, ich könnte hier eine ellenlange Rezi schreiben, daher fasse ich mich kurz: Es ist eine Geschichte, die leise anfängt aber besonders zum Schluss mit großen Tönen aufwartet. Ich finde es toll, wie der Autor das Leben der Familie mit Zan beschrieben hat. Die kleinen & großen Probleme... Ganz besonders möchte ich hervorheben, dass an einer Stelle geschrieben steht, dass Zan ein Tier ist.... Dass Ben dies erkennt fand ich sehr wichtig...denn egal, wie sehr sie auch versucht haben, Zan zu vermenschlichen, desto mehr drängte sich seine tierische Natur nach außen. Diese Aussage fand ich so treffend und wichtig. Besonders der Vater hat da ja seine Probleme; er sah in Zan nur ein Forschungsobjekt...mehr nicht...das hat mich so verdammt wütend gemacht. Diese Ignoranz...diese Ansicht, die er über Tiere hatte, hat mich so verdammt wütend gemacht...daher hat er mich besonders zum Ende hin sehr überrascht. Seine Wandlung war zum Glück nicht zu plötzlich und ja auch nicht komplett, sonst würde ich sie als unglaubwürdig erachten. Ben & Zan habe ich einfach nur geliebt....beim Lesen hat man diese Verbundenheit...diese Liebe zwischen den beiden förmlich gespürt. Ich fand es so wunderschön, was Ben für Zan alles getan hat...all diese Zeit, diese Liebe, diese Mühen...er hat dieses Tier wirklich geliebt... Die beiden habe ich so gerne !!! Bei der Mutter schwankte meine Meinung manchmal...irgendwie hatte sie keine eigene Meinung oder konnte sie nicht wirklich bei ihrem Mann durchsetzen...was ich schon schade fand, aber zum Schluss zeigt sie es nochmal allen ;) Die Nebencharaktere fand ich super...jeder stach auf seine Weise aus der Geschichte hervor, stahl aber der kompletten Story nie die Show, was ich echt super fand... Allerdings muss ich schon sagen, dass ich Jennifer von Anfang an nicht leiden konnte....so eine blöde Zippe !!! Ernsthaft...wieso Ben auf sie stand, ist mir echt ein Rätsel... Und auch Peter möchte ich noch einmal erwähnen....diesen Charakter mochte ich echt gerne. Er war echt ein super Typ...ihm sind Tiere wirklcih wichtig und wie er Ben und seiner Mutter geholfen hat, fand ich super !! Ich weiß echt nicht, wie ich sonst noch sagen soll...aber echt top gemacht !!! Das einzigste, was mir nicht gefallen hat, war eben die Einstellung vom Vater und dass der Tierschutz mir etwas unterging...aber ansonsten.... Bewertung: Ich habe bei dem Ende geweint....diese Geschichte berührt einen einfach und besondersfür diejenigen, die eine enge Verbindung zu einem Tier haben, werden von dieser Geschichte begeistert sein... Klare Kaufempfehlung... 4 von 5 Sterne

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    • 4
    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    Sabrinas_fantastische_Buchwelt

    13. September 2015 um 08:52
  • Tiere sollen ihr Leben genießen können!

    Affenbruder
    tschulixx

    tschulixx

    12. September 2015 um 18:36

    Die menschliche Neugierde bringt uns dazu, Dinge zu tun, die wir im Nachhinein als falsch ansehen. Das Buch "Affenbruder" handelt von solchen Dingen. Es gibt dem Leser tiefe Einblicke in ein Experiment, das interessant, sowie fragwürdig ist. Tierversuche allgemein sind auch ein großes Thema. Kurz zum Inhalt: Ben bekommt einen kleinen Bruder. Ein Schimpanse mit dem Namen Zan. Bens Vater möchte dieses Tier wie einen Mensch aufziehen und ihm die Zeichensprache beibringen. Sehr detailliert erfährt man die negativen und positiven Seiten dieses Experiments aus Bens Sicht. Als das Projekt das scheitert kämpft die Familie um die Rettung des kleinen Schimpansen. Der Inhalt hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht und mich überhaupt nicht enttäuscht. Im Gegenteil, es war besser als erwartet. Das die Geschichte aus Bens Perspektive erzählt wird ist sehr interessant, denn so sieht man, wie ein Jugendlicher mit diesem Thema umgeht. Es wird auch sehr genau auf Bens Privatleben sowie sein soziales Leben eingegangen. Man bekommt mit, wie die anderen Jugendlichen in der Schule auf dieses Projekt reagieren. Ihre Meinung und wie sie Ben behandeln. Die Personen sind sehr schön dargestellt. Den Charakter jeder Person ist interessant und man kann schon ein bisschen vorhersagen, wie sie reagieren. Das ist in keiner Weise schlecht, denn so kann man sich mehr in sie hineinversetzten. Am besten gelang mir das bei Ben und seiner Mutter. Die beiden waren mir von Anfang an sympathisch und ich mochte, wie sie auf bestimmte Situationen reagierten. Zan wird sehr gut beschrieben. Man lernt den kleinen Kerl lieben und würde ihm gerne in extremen Situationen behilflich sein. Ich weinte mit Ben über das Schicksal das ihm bevorstand und ich war glücklich, als es doch nicht eintraf. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn die Sätze waren sehr flüssig. Auch gefielen mir die Einblicke ins Projekt. Man konnte mit verfolgen wie Zan lernt und welche Fortschritte er macht. Ich war immer total glücklich als er wieder ein neues Wort konnte und wollte mehr erfahren. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch. Meiner Meinung nach hätte man noch mehr auf Zans Lernvorgang eingehen können. Es war einfach richtig spannend und ich wollte jeden Erfolg mitbekommen. Deswegen ziehe ich aber keinen Stern ab, da das Buch auch so fantastisch war! Auch werde ich das Buch weiterempfehlen, weil das Thema "Tierversuche" immer ein sehr großes Thema ist. Wir wissen gar nicht, was alles mit diesen armen Tieren in speziellen Einrichtungen passiert! Tierquälerei ist für mich eines der schlimmsten Verbrechen, die ein Mensch begehen kann und das sollte verhindert werden! Wir sollten Tiere nicht vermenschlichen und ihnen die Sprache beibringen oder sie in witzige Kostüme stecken, sondern wir sollten sie gleichberechtigt mit dem Menschen ansehen. Und genau diesen Punkt spricht das Buch an. Tiere sollten Tiere bleiben und ihr Leben genießen können. Das sollte niemals von einem Menschen verhindert werden! Das Buch bringt einem zum Nachdenken und sollte vielleicht in der Schule gelesen werden. Nur wir die nächste Generation können etwas ändern! Ein fantastisches Buch!

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  • IQ vs. EQ

    Affenbruder
    Tinkers

    Tinkers

    10. September 2015 um 13:55

    „Affenbruder“ ist ein Jugendroman von Kenneth Oppel, 2015 bei Beltz+ Gelberg erschienen. In den 1970ern steht die Wissenschaft vor der Frage, ob Schimpansen die menschliche Sprache erlernen können. Für ein Experiment der amerikanischen Universität wird ein Schimpansenbaby von seiner Mutter geraubt und soll wie ein Menschenbaby in einer Familie aufwachsen und sich dort die Zeichensprache aneignen. Professor Tomlin, ein renommierter Verhaltenspsychologe, seine Frau, die für ihre Doktorarbeit forscht und deren Teenager-Sohn Ben nehmen Zan bei sich auf. Anfangs liegt der Großteil der Verantwortung bei Ben‘s Mum, die Zan wie einen menschlichen Säugling versorgt. Nach einiger Zeit bekommt sie viel Unterstützung von Studenten und auch Ben gewöhnt sich nach und nach an das neue Familienmitglied. Mit viel Aufwand und Zuneigung erlernt Zan in 1,5 Jahren die wichtigsten Zeichen um seine Grundbedürfnisse zu äußern, aber er wird auch zusehends stärker und charakterfest. Aus wissenschaftlicher Sicht lernt er zu wenig und zu langsam und wird zunehmend zu einer Gefahr, also droht das Projekt zu scheitern… Zan soll an andere Projekte weiterverkauft werden. Doch Ben kämpft um seinen „kleinen Bruder“. Das Cover in gelb-rot-schwarz zieht die Blicke auf sich und verkündet mit einfachen Symbolen um was es im Buch geht. Der Schreibstil des Autors ist hervorragend. Er versteht es nicht nur Spannung aufzubauen, sondern auch echte Herzstillstandmomente zu entwickeln. Aber er hat auch den Dreh raus mit großen Emotionen die Vernunft und Logik außer Kraft zu setzen. Die Charaktere sind perfekt herausgearbeitet, man entwickelt schnell Sym-und Antipathien. Aber alle wichtigen Persönlichkeiten durchlaufen während der Handlung eine Entwicklung, sodass der Leser seinen ersten Eindruck überdenken muss. Aus meiner Sicht wäre es eine ideale Schullektüre, denn es umfasst viele Themen: Der Autor setzt sich kritisch mit Tierversuchen, Naturverständnis, Erwachsenwerden, Generationenkonflikten, Machtverhältnissen und Freundschaft auseinander. Nicht nur jugendliche Leser erhalten zahlreiche Denkansätze und lernen nebenbei sehr viel über Biologie. Aber nicht nur wissenschaftlich ist dieses Buch hochinteressant, sondern spricht auch die emotionale Intelligenz an. Ich habe während des Lesens Rotz und Wasser geheult, weil die Verbindung zwischen Ben und Zan so tief, so berührend, so ergreifend geschildert ist. In vielen Situationen benötigt der Autor keine Worte, sondern nur eine einzige Handbewegung der Protagonisten um die ganz großen Gefühle darzustellen. Einzig die Geschichte der ersten jugendlichen Schwärmerei hat mich persönlich wenig berührt, aber vielleicht kann ich mich mit 35 Jahren einfach nicht mehr in die Teeniewelt einfühlen. Das Buch spielt vor dem Hintergrund tatsächlich durchgeführter Experimente, ist aber dennoch aktueller denn je. Denn es gibt auch heute noch Tierversuche, es gibt auch heute noch enge Beziehungen zwischen Tier und Mensch und auch heute hat der Mensch noch nicht begriffen, dass nicht er der Nabel der Welt ist, sondern die Natur viel stärker ist. Das Buch bekommt von mir volle Punktzahl, denn es ist nicht nur ein gut aufgebauter Roman, sondern auch ein geeignetes Lehrbuch, sowie eine Sammlung toller Denkanstöße und großer Gefühle.

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  • Für mich mehr als "nur" ein Jugendbuch.

    Affenbruder
    Laurawattebausch

    Laurawattebausch

    06. September 2015 um 10:46

    Wow! Einfach nur wow! Dieses Buch hat mich wirklich geflasht! Ein Mix aus Wissenschaft, Witz und ganz viel Emotionen. Zum Inhalt: Der Schimpanse Zan soll ich Rahmen eines wissenschaftliches Experiments die Zeichensprache lernen. Wärend Zan für den Vater nur ein Projekt bleibt, baut sein Sohn Ben eine Beziehung zu dem kleinen Schimpansen auf. Er betrachtet ihn immer mehr als seinen "kleinen Bruder". Als das Projekt scheitert und der Vater Zan aufgibt, erlebt Ben die gnadelose Folgen von wissenschaftlichen Versuchen. Kenneth Oppels Schreibstil ist einfach spitze. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich das Buch nicht nur lese, sondern immer direkt anwesend bin. Er schafft es die Gefühle und Emotionen der Charaktere so gut zu be-und umschreiben, dass ich nicht nur einem Tränen in den Augen hatte und wahrlich mitgefühlt habe. Das Buch lässt sich von der ersten Seite an super lesen, es ist weder voll von Fachsprache noch von verwirrenden Sätzen, es lässt sich super flott und einfach lesen ohne dabei stumpf zu sein. Dieses Buch hat mich sehr zum nachdenken angeregt und die Geschichte wird mich so schnell nicht loslassen. Eine absolute Empfehlung von mir!

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  • Mensch oder Tier?

    Affenbruder
    LimitLess

    LimitLess

    05. September 2015 um 15:29

    Kenneth Oppel hat mit seinem Buch Affenbruder ein immer währendes heikles Thema aufgegriffen. Tierversuche gehen uns alle etwas an, da wir viele Produkte verwenden, die an Tieren getestet wurden und wir das oft gar nicht wissen. Ich hab gehofft, dass das Thema kritisch behandelt wird. Muss man irgendwie fast, um einen authentischen Roman zu schreiben. Anfangs fehlt der kritische Blick jedoch noch. Die Geschichte wird aus der Sicht des (anfangs) 13-Jährigen Ben erzählt und als Leser bekommt man auch nur das mit, was Ben mitbekommt. Ben reift im Laufe der Geschichte sehr und dadurch wird auch das Thema Tierversuche kritischer betrachtet. In Bens Familie kommt ein Affenbaby namens Zan, das wie ein Mensch aufgezogen werden soll. Zuerst wird es wirklich in die Familie integriert, doch mit der Zeit kommt die Wissenschaft und das 'Versuchsobjekt', das Zan ist, immer mehr durch und zwar so von den Menschen gemacht. Wie es sich für einen 13-Jährigen gehört, spielen in Bens Leben natürlich auch noch andere wichtige Faktoren wie Freunde, Liebe, Zugehörigkeit etc. eine wichtige Rolle. Auch das bekommt einen großen Platz in der Geschichte, was ich sehr gut finde, da sich die Geschichte nicht nur um den Affen drehen kann. Ben als Hauptcharakter hab ich sehr gern gemocht. Ich finde, er hat das richtige Verhältnis zwischen Kind und Jugendlicher und ich fand es sehr angenehm durch ihn durch die Geschichte geführt zu werden, da er dann doch einiges anders sieht als ein Erwachsener. Die Nebencharaktere waren wieder etwas klassisch verteilt. Da gabs den Ungustl, den Helden, den Groben, die Tussi, etc. aber es gab auch welche, wie zum Beispiel die Mutter, die mich dann wieder überrascht haben. Der Schreibstil von Oppel war sehr angenehm zu lesen. Ich liebe seine Airborn-Serie und hatte da im Vorhinein keine Bedenken, dass ich da irgendwelche Probleme haben werde und ich wurde auch nicht enttäuscht. Er kann sich sehr gut in den Kopf eines Teenagers hineindenken. Außerdem finde ich es sehr gut, dass schwierige wissenschaftliche Begriffe im gleichen Kontext sofort erklärt werden. Fazit Affenbruder ist ein Buch, das den Leser/die Leserin dazu anregt über das heikle Thema Tierversuche nachzudenken und für sich selbst klar zu werden, wie man dazu steht. Es versucht durch die Sicht eines Teenagers die Gefühle, die damit immer zusammenhängen, aufzuzeigen und dass es viel mehr darum gehen sollte, was man fühlt und nicht, was das Richtige ist.

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  • [Rezension] Affenbruder – Kenneth Oppel

    Affenbruder
    JenniferKrieger

    JenniferKrieger

    03. September 2015 um 18:55

    Klappentext: Weil seine Eltern Hals über Kopf umziehen, um das Schimpansenbaby Zan aufzunehmen, ist sich Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt! Zan soll im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments die Zeichensprache erlernen. Während Zan für den Vater ein Projekt bleibt, baut Ben eine Beziehung zu dem kleinen Schimpansen auf. Er betrachtet ihn zunehmend als seinen „richtigen“ Bruder. Als das Projekt scheitert und der Vater Zan aufgibt, erlebt Ben die gnadenlosen Folgen von wissenschaftlichen Versuchen ... Einordnung: Das Buch ist kein Teil einer Reihe. Rezension: Anfangs habe ich mich mit dem Stil des Autors wirklich schwer getan. Möglicherweise liegt das auch mit daran, dass der Protagonist ein 13jähriger Junge mit allerlei pubertären Problemen ist. Ich habe jedenfalls ungefähr das erste Viertel des Buches gebraucht, um mich daran zu gewöhnen. In die meisten Szenen zu Beginn konnte ich nicht wirklich eintauchen, weil alles nur kurz angerissen wird. In einem Absatz beschreibt Ben das aktuelle Geschehen, im nächsten Absatz ist es „später“, wenige Zeilen danach ist der nächste Tag und am Ende der Seite ist es schon der sechste Tag. Natürlich muss der Leser erst in die Geschichte eingeführt werden, aber so, wie Bens Erzählungen die Tage einfach nur oberflächlich anreißen, habe ich die Seiten bloß überflogen. Die Emotionen fehlen in vielen Szenen. Doch das bleibt nicht das ganze Buch über. Die Geschichte entwickelt sich wirklich gut. Bens Vater kann den Leser immer wieder zur Weißglut treiben, aber es tauchen auch sehr sympathische Charaktere auf. Außerdem entwickelt sich zwischen Ben und Zan eine wirklich berührende Beziehung, denn je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr empfindet Ben für Zan wie für einen kleinen Bruder, mit dem er spielt, den er füttert, auf den er aufpasst und den er beschützt. Und von Anfang an ist klar, dass das Projekt irgendwann enden muss. Nichtsdestotrotz ist das Buch auch inhaltlich hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Es gibt beispielsweise kaum Informationen zu den Hintergründen des Experiments und den bisherigen Erkenntnissen der Forschung. In der Hinsicht hat der Autor es sich leicht gemacht und die Geschichte einfach ins Jahr 1973 verschoben, wo die Forschung zur Sprachfähigkeit von Schimpansen gerade erst angefangen hat. Prinzipiell spricht da nichts gegen, allerdings wird erst nach einigen Kapiteln nebenbei in einem Satz die Jahreszahl 1973 erwähnt, sodass die bis dahin gelesenen Seiten dann in einem ganz neuen Kontext erscheinen. Auch sonst gibt es außer einer neu erscheinenden Schallplatte von ABBA kaum Hinweise darauf, dass die Geschichte nicht in der heutigen Zeit spielt, sodass ich es immer wieder vergessen und mir mehr Informationen gewünscht habe. Es ist also eigentlich nur eine Geschichte mit einem Affenbaby, das sprechen lernen soll, ohne einen wirklichen wissenschaftlichen Hintergrund – auch wenn die wenigen erwähnten psychologischen Details korrekt sind. Außerdem finde ich es in einem Jugendbuch sehr kritisch, dass der Autor den Lesern bei so einem kontroversen Thema von Anfang an seine eigene Meinung aufdrückt. Das Buch beginnt schon damit, wie der neugeborene Zan seiner Mutter, die mit Betäubungsgewehr ruhig gestellt wird, aus den Armen gerissen wird. So geht es dann das ganze Buch über weiter. Alle negativen Aspekt von Tierversuchen und Vermenschlichung von Tieren werden aufgezeigt und erläutert: Zan wird zum Lernen auf einem Stuhl festgeschnallt, er muss Kleidung tragen und in einem Bett schlafen, Ratten werden gezielt mit Krankheiten infiziert und dann mit Spritzen einfach getötet. Doch nirgendwo werden die positiven Aspekte der Forschung erwähnt, wie dass es zum wissenschaftlichen Fortschritt beiträgt – aber wenn es überhaupt keinerlei Nutzen gäbe, würde es ja nicht in dem Maße durchgeführt werden. Doch der Autor stellt immer nur die brutale, grausame Seite dar. Gerade in einem Jugendbuch sollten, meiner Meinung nach, aber beide Seiten beleuchtet werden, um den Leser eine eigene Entscheidung treffen zu lassen. Fazit: Das Buch ist in vielerlei Hinsicht hinter meinen Erwartungen zurück geblieben. Durch eine Verlagerung in das Jahr 1973 wird beispielsweise umgangen, den bisherigen Forschungsstand zum Thema darstellen zu müssen. Außerdem werden Tierversuche nicht kontrovers diskutiert, da der Autor den Lesern von der ersten Seite an seine Meinung aufdrückt. Trotzdem entwickeln sich die Geschichte und gerade die Beziehung zwischen Ben und Zan sehr schön. Insgesamt ist es jedoch nur eine nette Geschichte über ein Affenbaby, das sprechen lernen soll. Daher bekommt „Affenbruder“ auch nur drei Schreibfedern von mir.

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