Kenzaburô Ôe Therapiestation

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Inhaltsangabe zu „Therapiestation“ von Kenzaburô Ôe

Wir befinden uns im Jahr 20**. Die Ressourcen der Erde gehen zuende, Atomkriege haben die Atmosphäre verseucht. Eine Gruppe »Auserwählter« wird in einer gewaltigen Raumflotte zur Rettung der Menschheit entsandt. Die »Zurückgebliebenen« fühlen sich im Stich gelassen, sie leben unter chaotischen und ärmlichen Verhältnissen. Nach zehn Jahren kehren die »Auserwählten« zurück und stellen mit Erstaunen fest, dass die »Zurückgebliebenen« nicht nur überlebt, sondern sogar mit dem Wiederaufbau begonnen haben. Schnell übernehmen die »Auserwählten« die Herrschaft, um die »Zurückgebliebenen« zu unterdrücken. In Form eines spannenden Science Fiction thematisiert Kenzaburo Oe die Gefahr ökologischer Zerstörung sowie die Ambivalenz unserer Gesellschaftssysteme. Ein spannender und gesellschftskritischer Science Fiction von Kenzaburo Oe.

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  • Gesellschaftliche Umwälzung

    Therapiestation
    dominona

    dominona

    24. July 2015 um 21:25

    Der Planet Erde wird aufgegeben, die Schwachen werden zurückgelassen und es sollte eine neue Erde gegschaffen werden - so der Plan, aber nach 10 Jahren kommen die Raumschiffe zurück und die Passagiere sind nicht einen Tag gealtert. Dann wird offenbar, dass in sogenannten Therapiestationen neue Menschen generiert wurden, die nun eine neue Generation Mensch erschaffen sollen...Liebe bleibt da auf der Strecke. Ich muss ehrlich sagen, diese Art der Literatur liegt mir nicht besonders. Ich mag zwar die Idee, aber das war auch schon alles. Es ist unpersönlich, schon fast unnahbar geschrieben. Eindeutig nicht mein Fall.

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  • Rezension zu "Therapiestation" von Kenzaburo Oe

    Therapiestation
    Melaka

    Melaka

    17. March 2012 um 15:16

    Ein tolles Buch vom Literatur-Nobelpreisträger Kenzaburo OE. Es spielt in der Zukunft; die Erwählten haben sich aufgemacht ins Universum, weil die Erde zerstört ist. Die Hinterbliebenen müssen sehen, wie sie zurecht kommne. Doch die Erwählten kommen zurück, weil nichts so wie erwartet war und beanspruchen nun ihr "erhabenes" Recht auf der Erde. Tolle Idee für SF, aber auch jetzt schon ins tägliche Leben übertragbar. Super!

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  • Rezension zu "Therapiestation" von Kenzaburo Oe

    Therapiestation
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    14. July 2011 um 17:39

    Die Erde ist völlig am Ende. Die Ressourcen sind verbraucht, durch Atomkriege ist alles verseucht, Krankheiten greifen um sich, die Weltwirtschaft liegt darnieder. Die selbsternannte Elite der „Auserwählten“ verlässt die Erde mit einer gewaltigen Raumflotte. Die Zurückgebliebenen werden ihrem Schicksal überlassen. Aber sie sterben nicht, wie vorgesehen, aus, sondern richten sich im Mangel ein und wagen sich an den Wiederaufbau. Nach Jahren kehren die „Auserwählten“ zurück. Und sind überhaupt nicht begeistert davon, dass die Zurückgebliebenen überlebt haben. Sofort besetzen die „Auserwählten“ wieder die Spitze der Gesellschaft. Aber warum wirken sie so anders als vor dem Abflug? Was ist in der Neuen Welt geschehen? Was hat es mit der „Therapiestation“ auf sich? Und lassen sich die Zurückgebliebenen alles, was sie sich erarbeitet haben, so einfach wieder wegnehmen? Aus der Sicht des japanischen Mädchens Ritchan wird erzählt, wie die Zurückgebliebenen überlebt und wie sie die Rückkehr der „Auserwählten“ erlebt haben. Ritchan selbst ist dabei besonders betroffen, denn sie verliebt sich in den „Auserwählten“ Saku. Aber die Führung der „Auserwählten“ duldet keine Beziehungen zwischen „Auserwählten“ und Zurückgebliebenen. Gibt es eine Chance für die beiden? Dieser ruhig erzählte Roman ist mal eine andere Art von Science Fiction. Die zerstörte Welt wird nicht als Katastrophe erlebt, sondern als Realität hingenommen. Man macht mit stoischer Ruhe das Beste aus dem, was übrig ist. Ein Verhalten, dass auch im realen Japan zum Tragen kommt, wie die Fernsehzuschauer der Welt nach dem Erdbeben und der Atomkatastrophe sehen konnten.

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  • Rezension zu "Therapiestation" von Kenzaburo Oe

    Therapiestation
    Thaila

    Thaila

    14. April 2011 um 10:25

    Japan, irgendwann im 21. Jahrhundert: Die Welt ist ein ganzes Stück ungemühtlicher geworden. Die Umwelt ist durch Raubbau und Atomunfälle zerstört, die natürlichen Resourcen drohen zu Ende zu gehen. Da wird der Beschluss gefasst, eine Millionen, der begabtesten und gesündesten in den Weltraum auf die "Neue Erde" zu schicken um die Menschheit und ihre Zivilisation zu retten. Der Rest der Menschheit wird mit der Erwartung auszusterben zurückgelassen. Einige Jahre später kehren die Auserwählten wieder und treffen eine unerwartete Situation an. Trotz Chaos hat die Menschheit überlebt, viele leiden zwar unter Krebs, der durch die Umweltzerstörung ausgelöst wird, die Wirtschaftsleistung befindet sich auf niedrigem Niveau, das Leben ist schwierig aber nicht unmöglich. Konflikte zwischen den Rückkehrern, die sich als Auserwählte füllen, und den verbitterten Zurückgebliebenen sind vorprogramiert. Keine Frage, Oes "Therapiestation" ist ein antiutopischer Roman, aber im fehlt die die apokalyptische Schwere vieler Dystopien (bestes Beispiel McCarthys "Die Straße"). Oes Zukunftsversion ist erschreckend, wird aber von den Protagonisten durchaus als Normalität wahrgenommen. Die Menschen haben sich mit den Wiedrigkeiten ihrer Lebensumstände arrangiert. Diese Normalität überträgt sich auch auf den Leser. Das was Oe beschreibt, scheint - nicht nur wegen der aktuellen Ereignisse in Japan - gar nicht so weit weg zu sein. Ich fand die Ruhe, mit der der Roman erzählt wird, sehr angenehm, weil sie einen interessanten Kontrast bildet und sich von so vielen Science Fiction-Romanen unterscheidet. Nicht nur aufgrund der aktuellen Situation ist der Roman sehr lesenswert

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