Die Amerikanerin Sylvia Beach eröffnet 1919 die legendäre, englischsprachige Buchhandlung "Shakespeare & Company" in Paris. Die französische Hauptstadt war in den 20er Jahren Hotspot der literarischen und künstlerischen Szene und "Shakespeare & Company" ein beliebter Treffpunkt. Viele Größen der Literatur und Kunst wie bspw. Ernest Hemingway, F. Schott Fitzgerald, James Joyce, Ezra Pound, Gertrude Stein, Pablo Picasso u.v.m. verweilten zu dieser Zeit in Paris.
Sie waren nach den Schrecken des 1. Weltkrieges auf der Suche nach Freiheit und Veränderung. Sie wollten jeden Moment genießen und im hier und jetzt leben. Paris war Sinnbild dieser Ära, der sogenannten "verlorenen Generation".
Das Buch stellt die Persönlichkeit Sylvia Beach, ihre Liebesbeziehung zu Adrienne Monnier und ihren Kampf für die Erscheinung des Jahrhundertwerkes Ulysses von James Joyce, in den Mittelpunkt. Wir lernen zwei starke Frauen kennen, die sich in der Männerwelt behaupten, gegen alle Widerstände für ihre Überzeugungen kämpfen und ohne deren Einsatz, die Veröffentlichung des Klassikers Ulysses nicht möglich gewesen wäre. Auch finden viele Persönlichkeiten der damaligen Zeit in der Geschichte ihren Platz.
Paris der 20er Jahre ist heute unweigerlich mit dem Namen Sylvia Beach und ihrer Buchhandlung "Shakespeare & Company" verbunden.
💚 FAZIT
Ich mag sehr die Zeit der 20er Jahre in Paris. Hemingway, Fitzgerald gehören zu meinen Lieblingsautoren. Ich habe einige Bücher über die Zeit gelesen, in denen auch die Treffen bei Gertrude Stein und die Buchhandlung "Shakespeare & Company" thematisiert wurden. Mich hat das vorliegende Buch enttäuscht. Der Schreibstil, die Wortwahl passt für mich nicht in die Zeit. Ich habe mir ein wort-gewaltigeres Buch vorgestellt. Es ist eine leichte Lektüre, der der Tiefgang fehlt. Es werden viele bedeutende Personen angesprochen, ohne auf sie näher einzugehen. Wenn man sich in dieser Epoche nicht auskennt, ist es meines Erachtens schwierig, die Persönlichkeiten einzuordnen. Viele Themen werden kurz angerissen und dann wieder fallengelassen.
Im Nachwort erklärt die Autorin, bei welchen Passagen sie sich im Roman an historische Fakten gehalten hat und bei welchen sie davon abgewichen ist und wie sie zu dem Buch recherchiert hat. Das finde ich sehr gut und ehrlich. Es hat mir aber gezeigt, dass es für mich nicht die passende Art ist, die Geschichte um Sylvia Beach wiederzugeben. Für mich wird das Buch der Persönlichkeit Sylvia Beach, ihrem historischen Handeln und Einfluss nicht gerecht.












