Marthas Widerstand

von Kerry Drewery und Sabine Bhose
4,2 Sterne bei171 Bewertungen
Marthas Widerstand
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Positiv (136):
P

Ich heule fast nie bei Büchern, doch bei diesem konnte ich nicht anders. Absolute Empfehlung für alle die Dystopien lieben!

Kritisch (6):
ConnyKathsBookss avatar

Faszinierende Grundidee aber mit enttäuschender Umsetzung. Leider nicht meins.

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Inhaltsangabe zu "Marthas Widerstand"

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert?

Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783846600436
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:ONE
Erscheinungsdatum:16.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    CoffeeToGos avatar
    CoffeeToGovor 4 Monaten
    viel Potential - wenig draus gemacht

    Inhalt
    Martha wird des Mordes an einem beliebten Politiker beschuldigt. Eine Woche wird jetzt bis zu ihrer Hinrichtung vergehen. Jeden Tag kommt sie in eine neue Zelle, jedes mal ein bisschen kleiner.
    In der Zwischenzeit kann die Bevölkerung für Schuld oder Unschuld stimmen. Wie wird die Quote am 7. Tag stehen? Wird Martha hingerichtet, oder doch frei gelassen?

    Eigene Meinung
    Das Buch ist unterteilt in die einzelnen Zellen, in die Martha jeden Tag verlegt wird und darunter wiederum in Kapitel von Martha, ihrer Betreuerin und der Sendung "Death Justice".
    In den Kapiteln von Death Justice steht vorne immer der Name der Figur, die gerade spricht, so ist es als wenn man selber vor dem Fernseher sitzt und die Sendung schaut. Allerdings habe ich den Eindruck gewonnen, dass damit Seiten gefüllt werden sollten, da die Abstände zwischen den einzelnen Reden recht groß gehalten sind. Es war zwar nett zu lesen, um einen Eindruck zu bekommen, wie das Publikum die Debatte um Marthas Schuld oder Unschuld mitbekommt, dennoch hätte es ruhig etwas gekürzt werden können.

    Für mich gab es keine Überraschungen im Buch. Es war unglaublich vorhersehbar und man selber hat schon viel eher die richtigen Schlüsse gezogen, als z. B. Marthas Betreuerin. Auch das Ende ist so gekommen, wie ich es erwartet hatte, was etwas schade war.
    Es lieg einfach sehr geradlinig und zielstrebig auf einen bestimmten Ausgang hin.   

    Fazit

    Ein netter Auftakt einer Trilogie - mit einem krasserem Ende wäre es aber wahrscheinlich ein besserer Einzelband. Muss man nicht gelesen haben, allerdings ist es auch sehr kurzweilig.
    Den zweiten Band werde ich wohl demnächst lesen, weil man es doch recht schnell durchlesen kann.

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    Lil_Miss_Richards avatar
    Lil_Miss_Richardvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ich hätte keine bessere Dystopie als erste Dystopie meines Lebens wählen können als diese hier.
    Eine Welt ohne Gerechtigkeit.

    Martha lebt in einer Welt in der Gerechtigkeit nicht mehr zählt. Hier zählt vor allem Macht und Geld. Die Gerichte wurden abgeschafft. Zuschauer bestimmen, ähnlich wie bei Big Brother oder anderen Shows über die Zukunft der vermeintlich Schuldigen ab. Per kostenpflichtigem Telefonvoting. 7 Tage lang sitzen die Beschuldigten in Zellen und das ganze Land kann zusehen. Nun sitzt Martha in der ersten Zelle. Erstmals eine Minderjährige. Wie werden die Zuschauer abstimmen? Ist sie wirklich schuldig und spielt das überhaupt noch eine Rolle?

    Zunächst finde ich das Cover als auch den Titel passend gewählt. Beides fällt sofort auf, hat mich persönlich angesprochen und dazu gebracht dieses Buch zu lesen bzw. mich für die Leserunde bei der  Lesejury zu bewerben.

    Der Schreibstil ist flüssig. Kurze und einfache, unverschachtelte Sätze runden das Lesevergnügen ab. Die Geschichte wird größtenteils im personalen Stil erzählt. Der Blickwinkel ist dabei immer auf die verschiedensten Protagonisten gelegt, sodass man die Geschichte aus fast allen Seiten erzählt bekommt. Nur Marthas Kapitel werden in der Ich-Form erzählt. Auch dies spricht für mich für dieses Buch. Es hält das ganze spannend und ich konnte mich dadurch gut in Marthas Reaktionen, Gefühle und Situationen in den sieben Zellen hineinversetzen. Mir war sie von Anfang an sympathisch. Ebenfalls hat man schnell gemerkt, dass sie von jetzt auf gleich erwachsen werden und mit ihrem Leben klar kommen musste. Hilfe anderer annehmen fällt ihr schwer, will sie doch nicht auffallen. Dennoch baut sie Nähe zu einer anderen Protagonistin auf: Eve, ihre soziale Betreuerin. Von dieser hätte ich persönlich gern mehr gelesen. 

    Die Autorin versteht es, die Protagonisten in ihren Eigenarten, ihren Ängsten und sowohl mit ihren guten als auch (total) schlechten Eigenschaften gekonnt darzustellen. Es wirkte nichts übertrieben dargestellt, es war alles nachvollziehbar und schlüssig. 

    Fazit:
    Ich hätte keine bessere Dystopie als erste Dystopie meines Lebens wählen können als diese hier. Auch, wenn man nur hoffen kann, dass es solch eine Welt niemals geben wird, so ist es dennoch nicht zu unrealistisch. Es werden zudem extrem wichtige politische als auch moralische Themen angesprochen. Die Geschichte halt noch nach und regt sehr zum Nachdenken an. 

    Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, und zwar nicht nur Jugendlichen. Zudem kommt es zu einem für mich sehr überraschendem Ende, das neugierig auf den nächsten Band macht. 

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    GlitasticBookss avatar
    GlitasticBooksvor 6 Monaten
    Kleines Lese-Highlight

    Als ich durch die Buchhandlung lief, ist mir zuerst das Cover des Buches aufgefallen. Der Blick des darauf abgebildeten Mädchens spiegelt exakt das Gefühl der Protagonistin Martha wider: Verzweiflung, aber auch Entschlossenheit. 
    Es geht um eine Gesellschaft, in der es keine Richter, Gerichte, Geschworene oder Zeugen gibt, sondern die Bevölkerung stimmt per Votings über die Schuld oder Unschuld eines Menschen ab. Das ganze geschieht in sieben Tagen, die der Beschuldigte in einer Zelle verbringt. Der ganze Prozess wird im Fernsehen übertragen und als ein Medienspektakel dargestellt. Daran könnt ihr schon erahnen, wie perfide dieses System aufgebaut ist. Und in diesem Fall geht es um die sechzehnjährige Martha, die sieben Tage in einer Zelle sitzt…

    Seit den Tributen von Panem scheint das Genre der Dystopie klischeebeladen, sodass man glaubt, nichts mehr neues zu lesen. Aber schon der außergewöhnliche Erzählstil zeigt, dass dem nicht so ist, denn es wird aus mehreren Perspektiven berichtet. Das Lesen wird dadurch keinesfalls erschwert, sondern man erfährt dadurch mehr über das System, in dem die Menschen leben.
    Ebenso gibt es Rückblenden, aus denen man erfährt, warum sich Martha in dieser Situation befindet und dass sie sehr wohl etwas damit erreichen will. Denn schnell merkt man, dass das System seine Fehler hat und es durchaus Menschen gibt, die sich dem widersetzen wollen.
    In einem weiteren Punkt unterscheidet sich die Dystopie von anderen, denn zum Zeitpunkt von Marthas Festnahme hat sie einen Freund. Hier erfährt man auch durch Rückblenden, wie die beiden sich kennen und lieben gelernt haben. Während ihres Gefängnisaufenthaltes macht sich Martha Gedanken darüber, ob sie ihn jemals wieder sehen oder mit ihm reden wird.
    Mit der Protagonistin hat Kerry Drewery einen starken, selbstlosen Charakter entwickelt, vor der ich großen Respekt hatte. Auch die anderen Charaktere, aus deren Sicht teilweise geschrieben wird, sind sehr gut herausgearbeitet und jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass Marthas Festnahme anders endet als die Mehrheit der Bevölkerung möchte.
    Die Geschichte regt zum Nachdenken an und übt Kritik an unserer Gesellschaft, wodurch die Autorin eine Dystopie geschaffen hat, die sich nicht der Klischees bedient. Auch die Liebesgeschichte stand nicht im Mittelpunkt, sondern die Message der Autorin.
    Gegen Ende bleiben jedoch noch Fragen offen, von denen ich erhoffe, dass diese im zweiten Teil beantwortet werden.
    Fazit: Eine Dystopie, die sich von anderen abhebt und von Anfang bis Ende spannend war! Es war ein unerwartetes Lese-Highlight für mich.

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    xine48s avatar
    xine48vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe es nur so verschlungen!
    In einer Nacht verschlungen

    Meine Meinung:
    Das Cover ist wirklich auffällig und eindringlich. 
    Das Buch greift ein völlig neues Thema auf und spiegelt es beängstigend genau wieder, da es aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Auch kommt immer wieder der Einschub einer Fernsehserie, der das ganze Geschehen noch realer erscheinen lässt.
    Martha ist ein klasse, komplexe Heldin, die für eine Sache wirklich einsteht. Auch die Nebenfiguren sind gut durchdacht und haben Tiefe. Bis zum Schluss bleibt die Geschichte spannend und man fragt sich die ganze Zeit wie es ausgehen wird. 
    Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und angenehm, auch Marthas Rückblicke in die Vergangenheit verwirren einen nicht.

    Fazit:
    Alles in allem ein super gelungenen Buch mit einem neuen erschreckendem Thema! Lesen lohnt sich!

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    Vaniis avatar
    Vaniivor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe das Buch verschlungen! Ich bin so geschockt und woah.. Ohne Worte! Tolles Buch!
    April-Highlight!

    Zum Buch:
    AutorIn: Kerry Drewery
    Titel: Marthas Widerstand (Marthas Widerstand #1)
    Originaltitel: Cell 7
    Seitenzahl: 444 Seiten
    Verlag: One

    Seit einiger Zeit fiel mir in der Buchandlung dieses schöne Cover ins Auge.
    Ein Mädchen das sowohl Angst als auch Entschlossenheit in Ihren Blick zeigt.
    Der Klappentext auf der Rückseite entsprach mir auch UND trotzdem hab ich doch relativ lange gewartet bis ich es lese.
    Jetzt wo das Buch gelesen ist frag ich mich selbst wieso Ich verflixt nochmal so lange damit gewartet hab!

    Ich war leicht geschockt beim Lesen. Diese ganze Idee mit der Fernsehshow und wie ohne Beweislage über das Schicksal der Menschen bestimmt wird. Keine Gerichte, Keine Unschuldsvermutung und dann auch noch das Höchsturteil: Hinrichtung.
    Es war ungeheuer spannend!

    Die Geschichte wird aus verschieden Blickwinkeln erzählt wobei nur Marthas Blick in Ich-Form erzählt und die anderen in Dritter Person, was ich ziemlich cool fand.
    Der Schreibstil war sehr schön flüssig, man fliegt nur so über die Seiten!

    Meine Meinung:

    Ich hab ehrlich gesagt nicht geahnt das es so spannend wird!
    Marthas Widerstand hat ich in den Bann gezogen und lässt mich jetzt sehnsüchtig auf Band 2 warten.
    Mein Aprli-Highlight!

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    AberRushs avatar
    AberRushvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine runde Geschichte, wenn auch manchmal etwas unglaubwürdig.
    Sehr unterhaltsam, aber ab und an etwas unglaubwürdig

    „Marthas Widerstand“ von Kerry Drewery ist eine interessante und überaus spannende Geschichte darüber, was passieren würde, wenn es keine Gerichte mehr gäbe und jeder Mensch durch Telefonanrufe das Strafmaß der angeklagten Person mitbestimmen kann. Dieser Prozess wird live in einer TV-Show ausgestrahlt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und bleibt dadurch sehr abwechslungsreich. Die Figuren sind vielschichtig und laden zum mit fiebern, grübeln und hassen ein.

    Der Plot ist meistens stimmig und weiß zu überzeugen. Ich finde nur, dass diese hypothetische Version einer Zukunft ohne Gerichte nicht sehr realistisch ist. Es setzt nämlich voraus, dass alle Leute dumm sind und so etwas klanglos hinnehmen. Natürlich gibt es Widersacher gegen diese Art des Rechtssystems, aber es fehlt einfach an gesundem Menschenverstand. Auch wenn ich mir vorstellen könnte, dass viele Menschen so einem Trend hinterherrennen würden, ist die Umsetzung doch an manchen Stellen etwas unglaubwürdig. Es passt zu dieser Geschichte, sollte aber doch nicht zu ernst genommen werden.

    Ich spreche eine Leseempfehlung aus und freue mich bereits auf den zweiten Teil.

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    Aleshaneevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Es ist nicht alles logisch nachvollziehbar, tut der Geschichte aber keinen Abbruch: sehr fesselnder Aufbau und ein aufwühlendes Thema! 4.5*
    Fesselnder Auftakt mit einem aufwühlendem Thema!

    Es ist ein Jugendbuch, und das merkt man auch in manchen kleinen Details und die Logik hinter dem "System", dass sich die Regierung hier ausgedacht hat, wäre nicht in allen Punkten händelbar - aber darum geht es hier bei der Geschichte auch nicht.

    Es geht um die zunehmende Vermarktung von Schicksalen, von Menschen, in der Presse und es geht um die Frage des "Auge um Auge" Prinzips: inwieweit soll die Bestrafung an der Schuld gemessen werden und wie viel Menschlichkeit hat ein Täter am Ende noch verdient.
    Die Autorin zeigt hier ein System, das vielen im ersten Moment vielleicht sogar gar nicht so abwegig erscheint: streichen wir die Gerichte und lassen das Volk entscheiden. Jeder Mensch darf abstimmen, ob jemand schuldig ist oder nicht.
    Allerdings: was ist mit Beweisen, Gründen, Motiven für die Tat? Ist es richtig, Mörder gleichzustellen, die aus Habgier und andere, die aus Notwehr getötet haben?
    Dazu kommt: jeder darf so oft anrufen wie er möchte bzw., wie oft er es sich leisten kann. Denn die Abstimmung ist nicht billig und wie schnell herrschen hier Willkür und Korruption, wenn es um Macht und Einfluss geht?

    Martha ist 16 und die Hauptprotagonistin. Als sie festgenommen wurde hat sie gesagt, dass sie Jackson Paige erschossen hat. Das Opfer und die Tatwaffe lagen direkt neben ihr - doch kann man ihr glauben? Weshalb sollte sie den Mord gestehen, wenn sie es nicht war? Und wenn sie es war, warum hat sie es getan?

    Die Medien interessiert es nicht, denn das ganze wird durch die Show "Death is Justice" täglich an ein Millionenpublikum vermarktet, Propaganda geschürt und in eine Richtung gelenkt, die den Zuschauerzahlen dient. Vor allem die Vorurteil gegenüber Menschen, die nicht mit dem goldenen Löffel in der Hand geboren wurden, werden hier regelrecht vorgeführt und es ist erschreckend, wie nah diese Geschichte an der Realität ist.
    Der Aufbau der Handlung ist sehr ungewöhnlich - zum einen begleitet man Martha, die sieben Tage auf das Ergebnis ihrer Abstimmung warten muss und wird von Zelle 7, nach Zelle 6, bis schließlich zur Zelle 1 geführt. Ihre Gedanken erlebt man aus der Ich-Perspektive und ist damit immer ganz nah ihren Erlebnissen.
    Gleichzeitig gibt es Kapitel, die aus der Sicht ihrer Betreuerin geschrieben sind, Eve Stanton, die ein ganz persönliches Interesse daran hat, mit den Todgeweihten zu sprechen und sie in ihren letzten Tagen zu begleiten.
    Die Abschnitte aus der Fernsehsendung sind in einem ungewohnten Stil erzählt, der aber die Atmosphäre des ganzen super eingefangen hat, vor allem, da alles was momentan passiert im Präsenz erzählt wird. Weil das schwierig zu erklären ist hab ich einen Ausschnitt fotografiert, der das ganz gut darstellt, natürlich sind hier keine Spoiler drin.

    Es gibt auch Rückblicke aus Marthas Sicht, die in der Vergangenheitsform geschrieben wurden, dass es mir als Leser leicht gemacht hat, den Überblick zu behalten. Überhaupt wird alles sehr definiert beschrieben und ich fühlte mich immer nah am Geschehen. Obwohl man ahnt wie es ausgehen wird weiß man bis zum Ende nicht, wie sich das alles tatsächlich auflösen wird; die Ahnung verdichtet sich zwar immer mehr, aber das Ende empfand ich sehr dramatisch und hat mich gefühlsmäßig sehr mitgerissen.

    Insgesamt ein sehr aufwühlendes Thema, das wirklich gut und vor allem fesselnd umgesetzt wurde. Man gerät richtig in einen Sog weil man wissen will, was dahintersteckt, und ich war mehrmals richtig wütend auf die Propaganda der Medien, bei der die Menschen und Gefühle nur als Spielbälle für die Quoten genutzt wurden.

    Fazit: 4.5 Sterne

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

    Cell 7 Trilogie
    1 - Marthas Widerstand
    2 - Marthas Mission
    3 - im Original: "Final 7" noch nicht auf deutsch erschienen

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    GlitasticBookss avatar
    GlitasticBooksvor 8 Monaten
    Unerwartetes Highlight!

    Als ich durch die Buchhandlung lief, ist mir zuerst das Cover des Buches aufgefallen. Der Blick des darauf abgebildeten Mädchens spiegelt exakt das Gefühl der Protagonistin Martha wider: Verzweiflung, aber auch Entschlossenheit. 
    Es geht um eine Gesellschaft, in der es keine Richter, Gerichte, Geschworene oder Zeugen gibt, sondern die Bevölkerung stimmt per Votings über die Schuld oder Unschuld eines Menschen ab. Das ganze geschieht in sieben Tagen, die der Beschuldigte in einer Zelle verbringt. Der ganze Prozess wird im Fernsehen übertragen und als ein Medienspektakel dargestellt. Daran könnt ihr schon erahnen, wie perfide dieses System aufgebaut ist. Und in diesem Fall geht es um die sechzehnjährige Martha, die sieben Tage in einer Zelle sitzt...

    Seit den Tributen von Panem scheint das Genre der Dystopie klischeebeladen, sodass man glaubt, nichts mehr neues zu lesen. Aber schon der außergewöhnliche Erzählstil zeigt, dass dem nicht so ist, denn es wird aus mehreren Perspektiven berichtet. Das Lesen wird dadurch keinesfalls erschwert, sondern man erfährt dadurch mehr über das System, in dem die Menschen leben.
    Ebenso gibt es Rückblenden, aus denen man erfährt, warum sich Martha in dieser Situation befindet und dass sie sehr wohl etwas damit erreichen will. Denn schnell merkt man, dass das System seine Fehler hat und es durchaus Menschen gibt, die sich dem widersetzen wollen.
    In einem weiteren Punkt unterscheidet sich die Dystopie von anderen, denn zum Zeitpunkt von Marthas Festnahme hat sie einen Freund. Hier erfährt man auch durch Rückblenden, wie die beiden sich kennen und lieben gelernt haben. Während ihres Gefängnisaufenthaltes macht sich Martha Gedanken darüber, ob sie ihn jemals wieder sehen oder mit ihm reden wird.
    Mit der Protagonistin hat Kerry Drewery einen starken, selbstlosen Charakter entwickelt, vor der ich großen Respekt hatte. Auch die anderen Charaktere, aus deren Sicht teilweise geschrieben wird, sind sehr gut herausgearbeitet und jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass Marthas Festnahme anders endet als die Mehrheit der Bevölkerung möchte.
    Die Geschichte regt zum Nachdenken an und übt Kritik an unserer Gesellschaft, wodurch die Autorin eine Dystopie geschaffen hat, die sich nicht der Klischees bedient. Auch die Liebesgeschichte stand nicht im Mittelpunkt, sondern die Message der Autorin.
    Gegen Ende bleiben jedoch noch Fragen offen, von denen ich erhoffe, dass diese im zweiten Teil beantwortet werden.
    Fazit: Eine Dystopie, die sich von anderen abhebt und von Anfang bis Ende spannend war! Es war ein unerwartetes Lese-Highlight für mich.

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    Romanticbookfans avatar
    Romanticbookfanvor 9 Monaten
    Sehr beeindruckend

    Martha ist 16 und des Mordes angeklagt. Ihr bleiben 7 Tage, in der sie von Zelle 1 bis zu Zelle 7 wandert; dann wird das Voting der Zuschauer ausgewertet und entschieden, ob sie schuldig ist und sterben muss oder unschuldig ist und freigelassen wird.Doch Marthas Chancen stehen schlecht, denn sie gibt zu, ausgerechnet den allseits geliebten Wohltäter Pearce umgebracht zu haben. Eve, ihre psychologische Betreuerin, zweifelt an ihrer Schuld und ein verwirrendes Spiel mit der Zeit beginnt...

    Ich war mir unsicher, wie mir Marthas Widerstand gefällt, doch auf Empfehlung habe ich das Buch nun gelesen und habe keine Seite bereut! Martha ist erst 16 und mit ihrer Mutter in völliger Armut aufgewachsen. Sie hat sich trotzdem immer durchgekämpft und ist zu einer starken Persönlichkeit heran gewachsen, die etwas verändern will. Doch nun ist sie wegen Mordes eingesperrt worden und in genau 7 Tagen entscheidet die Bevölkerung, ob sie leben oder sterben wird. 
    Die Gräben in der Gesellschaft und zwischen Arm und Reich sind tief und das Rechtssystem thront über allem: Denn alle können darüber entscheiden, ob jemand schuldig ist oder nicht. Per Telefonvoting oder SMS oder Internet wird hier nicht über den neuen Superstar abgestimmt sondern über das Leben eines Menschen! Dieser Gedanke ist schon sehr erschreckend und der Realitätsbezug zu aktuellen Shows ist auf jeden Fall gegeben, denn auch "Death and Justice" ist eine sehr inszenierte Show, die nichts mit neutraler Berichterstattung gemein hat. Während heutige Shows allerdings wegen dem Unterhaltungswert so gestaltet sind, wird hier über Schuld oder Unschuld eines Menschen entschieden OHNE Gerichtsverfahren oder Beweissammlung.
    Man begleitet Martha von ihrem Weg von Zelle 1 zu Zelle 7, taucht tief in ihre Gedankenwelt ein, springt aber auch immer wieder in die Vergangenheit und erfährt, wie es zu ihrer vermeintlichen Tat kommen konnte. Martha steht für eine zerrissene ungerechte Gesellschaft. Auch ein junger Mann, nimmt eine wichtige Rolle im ganzen Geschehen ein und die zarte Liebe bietet einen schönen Gegenpol zu der sonst eher düsteren Handlung. Das Ende ist sehr aufsehenerregend und man möchte am Liebsten sofort weiter lesen!

    Eine beklemmende Dystopie, in der jeder über Leben und Tod abstimmen kann. Marthas Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und sie ist noch nicht zu Ende erzählt. Im Februar erscheint Band 2!

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    Emmy29s avatar
    Emmy29vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr spannendes Buch mit einer grandiosen Idee! Glänzende 5 Sterne!
    Spannendes Buch, welches auch zum Nachdenken anregt.

    Titel: Marthas Widerstand
    Autorin: Kerry Drewery
    Verlag: One
    Erscheinungsdatum Erstausgabe: 16.03 2017
    Seitenzahl: 426 Seiten
    Preis: 16,00 Euro

    Martha liegt wegen einem Mord in einer von sieben Zellen. Sieben Tage stimmt das Volk darüber ab, ob sie sterben, oder leben soll. Wenn sie durch alle Zellen gewandert ist, steht die Todesstrafe an. Und bei jeder neuen Zelle, wird auch der Raum kleiner. 
    Es stellt sich heraus, dass die Mehrheit des Volkes sie sterben sehen will. Doch was ist, wenn sie genau darauf spekuliert und einen Stein ins Rollen bringen möchte?


    Bereits, als ich den Klappentext gelesen habe, fand ich die Geschichte sehr ansprechend und hätte sie am liebsten sofort gelesen. Und was soll ich sagen? Ich war vollends begeistert.

    Obwohl ich von Gesichtern auf Covern nicht so begeistert bin, sprach es mich dennoch an. Denn in ihrem Blick spiegelt sich die Stärke und Unnachgiebigkeit. Insgesamt sind die Cover vom One Verlag ja immer wunderschön.

    Auch die Charaktere waren mir anfangs sofort sympathisch. Martha ist eine sehr interessante Person und man hat bei ihr viele Gefühle auf einmal verspürt. Sie hat aber auch einen starken Charakter, was man auch daran erkennen kann, dass sie sich ein Ziel gesetzt hat, welches sie auch umsetzten will. Beim Klappentext war ich mir noch etwas unsicher, ob sie einfach nur naiv ist, oder doch schlau und klug. Sie ist so eine kleine Mischung aus beidem. Und genau das mochte ich auch sehr an ihr. Denn es ist nicht so, dass sie total unnachgiebig ist, sondern auch viele Zweifel und Trauer spielen auch eine große Rolle in ihrer Geschichte. 


    In dieser Geschichte wurden die Richter abgeschafft und durch ein Voting System wird endschieden, ob die Menschen, die in den Zellen landen, leben würfen.  Dazu gibt es auch eine Show "Death is Justice", wo Familienmitglieder, ehemalige Richter, oder ähnliche Menschen auftreten dürfen, um die Person zu unterstützen. In der Zelle wiederum bekommt Martha die  Psychologin Eve zur Seite gestellt, welche mit ihr ein Gespräch führen soll. Eve spielt in der Geschichte auch noch eine sehr entscheidende Rolle. 


    Man kann sehr wohl sagen, dass diese Geschichte auch zum Nachdenken anregt. Was beispielsweise überhaupt in unserer Gesellschaft passiert und ob möglicherweise auch unsere Demokratie an solch eine Grenze langen wird. Obwohl Martha größtenteils nur in der Zelle ihre Zeit verbringt, gibt es immer wieder Rückblenden, die näherbringen, warum Martha überhaupt bei den Zellen gelandet ist. Auch die Fernsehsendung "Death ist Justice" kommt regelmäßig in den Kapiteln vor, wo die unaussprechlich schreckliche Moderatorin die neusten Neuigkeiten über Martha und andere Gefangene preis gibt. Bei ihr habe ich das ein oder andere Mal fast die Nerven verloren. Ich denke, diejenigen die dieses Buch gelesen haben, werden dies nachvollziehen können.  


    Den Schreibstil von Kerry Drewery mochte ich sehr gerne, denn es ließ sich sehr flüssig lesen. Auch durch die Rückblenden und der Show hatte man etwas Abwechslung, was mir gut gefiel. 


    Fazit: Das Buch beinhaltet eine Geschichte voller Gefühle. Es ist nicht nur eine wunderbare Handlung, sondern hat auch etwas Nachdenkliches, was aber trotzdem Spannend und interessant ist. 

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