Kerry Drewery , Sabine Bhose Marthas Widerstand

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Inhaltsangabe zu „Marthas Widerstand“ von Kerry Drewery

Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert?

Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht -

Es ist nicht alles logisch nachvollziehbar, tut der Geschichte aber keinen Abbruch: sehr fesselnder Aufbau und ein aufwühlendes Thema! 4.5*

— Aleshanee

Sehr spannendes Buch, hat mir gut gefallen, obwohl es an einigen Stellen so seine Schwächen hatte.

— Claudia107

Spannende Dystopie, die zeigt, wie abschreckend Voyeurismus sein kann

— Cora19

Ein sehr spannendes Buch mit einer grandiosen Idee! Glänzende 5 Sterne!

— Emmy29

Das Buch war spannend und hat mir gut gefallen. Einen * abzug gebe ich weil ich fand das es ein Einzelband hätte bleiben sollen.

— Naden

Eine sehr spannende und fesselnde Geschichte, mit einem Thema, was zum Nachdenken anregt

— Esme--

Sehr interessante Idee, welche in der Umsetzung jedoch etwas geschwächelt hat...

— cityofbooks

Ein hochbrisantes, aber nur teilweise gelungenes Gedankenexperiment

— Arbutus

Dystopischer Roman auf Basis einer einzigartigen Idee, die zum Nachdenken anregt.

— JuliaAndMyself

Ein geniales gesellschaftskritisches Buch mit tollem Input und einem leider offenen Ende...

— Leseratte2007

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  • Fesselnder Auftakt mit einem aufwühlendem Thema!

    Marthas Widerstand

    Aleshanee

    18. February 2018 um 13:03

    Es ist ein Jugendbuch, und das merkt man auch in manchen kleinen Details und die Logik hinter dem "System", dass sich die Regierung hier ausgedacht hat, wäre nicht in allen Punkten händelbar - aber darum geht es hier bei der Geschichte auch nicht.Es geht um die zunehmende Vermarktung von Schicksalen, von Menschen, in der Presse und es geht um die Frage des "Auge um Auge" Prinzips: inwieweit soll die Bestrafung an der Schuld gemessen werden und wie viel Menschlichkeit hat ein Täter am Ende noch verdient.Die Autorin zeigt hier ein System, das vielen im ersten Moment vielleicht sogar gar nicht so abwegig erscheint: streichen wir die Gerichte und lassen das Volk entscheiden. Jeder Mensch darf abstimmen, ob jemand schuldig ist oder nicht.Allerdings: was ist mit Beweisen, Gründen, Motiven für die Tat? Ist es richtig, Mörder gleichzustellen, die aus Habgier und andere, die aus Notwehr getötet haben?Dazu kommt: jeder darf so oft anrufen wie er möchte bzw., wie oft er es sich leisten kann. Denn die Abstimmung ist nicht billig und wie schnell herrschen hier Willkür und Korruption, wenn es um Macht und Einfluss geht?Martha ist 16 und die Hauptprotagonistin. Als sie festgenommen wurde hat sie gesagt, dass sie Jackson Paige erschossen hat. Das Opfer und die Tatwaffe lagen direkt neben ihr - doch kann man ihr glauben? Weshalb sollte sie den Mord gestehen, wenn sie es nicht war? Und wenn sie es war, warum hat sie es getan?Die Medien interessiert es nicht, denn das ganze wird durch die Show "Death is Justice" täglich an ein Millionenpublikum vermarktet, Propaganda geschürt und in eine Richtung gelenkt, die den Zuschauerzahlen dient. Vor allem die Vorurteil gegenüber Menschen, die nicht mit dem goldenen Löffel in der Hand geboren wurden, werden hier regelrecht vorgeführt und es ist erschreckend, wie nah diese Geschichte an der Realität ist.Der Aufbau der Handlung ist sehr ungewöhnlich - zum einen begleitet man Martha, die sieben Tage auf das Ergebnis ihrer Abstimmung warten muss und wird von Zelle 7, nach Zelle 6, bis schließlich zur Zelle 1 geführt. Ihre Gedanken erlebt man aus der Ich-Perspektive und ist damit immer ganz nah ihren Erlebnissen.Gleichzeitig gibt es Kapitel, die aus der Sicht ihrer Betreuerin geschrieben sind, Eve Stanton, die ein ganz persönliches Interesse daran hat, mit den Todgeweihten zu sprechen und sie in ihren letzten Tagen zu begleiten.Die Abschnitte aus der Fernsehsendung sind in einem ungewohnten Stil erzählt, der aber die Atmosphäre des ganzen super eingefangen hat, vor allem, da alles was momentan passiert im Präsenz erzählt wird. Weil das schwierig zu erklären ist hab ich einen Ausschnitt fotografiert, der das ganz gut darstellt, natürlich sind hier keine Spoiler drin.Es gibt auch Rückblicke aus Marthas Sicht, die in der Vergangenheitsform geschrieben wurden, dass es mir als Leser leicht gemacht hat, den Überblick zu behalten. Überhaupt wird alles sehr definiert beschrieben und ich fühlte mich immer nah am Geschehen. Obwohl man ahnt wie es ausgehen wird weiß man bis zum Ende nicht, wie sich das alles tatsächlich auflösen wird; die Ahnung verdichtet sich zwar immer mehr, aber das Ende empfand ich sehr dramatisch und hat mich gefühlsmäßig sehr mitgerissen.Insgesamt ein sehr aufwühlendes Thema, das wirklich gut und vor allem fesselnd umgesetzt wurde. Man gerät richtig in einen Sog weil man wissen will, was dahintersteckt, und ich war mehrmals richtig wütend auf die Propaganda der Medien, bei der die Menschen und Gefühle nur als Spielbälle für die Quoten genutzt wurden.Fazit: 4.5 Sterne© AleshaneeWeltenwandererCell 7 Trilogie1 - Marthas Widerstand2 - Marthas Mission3 - im Original: "Final 7" noch nicht auf deutsch erschienen

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  • Unerwartetes Highlight!

    Marthas Widerstand

    GlitasticBooks

    15. February 2018 um 14:13

    Als ich durch die Buchhandlung lief, ist mir zuerst das Cover des Buches aufgefallen. Der Blick des darauf abgebildeten Mädchens spiegelt exakt das Gefühl der Protagonistin Martha wider: Verzweiflung, aber auch Entschlossenheit.  Es geht um eine Gesellschaft, in der es keine Richter, Gerichte, Geschworene oder Zeugen gibt, sondern die Bevölkerung stimmt per Votings über die Schuld oder Unschuld eines Menschen ab. Das ganze geschieht in sieben Tagen, die der Beschuldigte in einer Zelle verbringt. Der ganze Prozess wird im Fernsehen übertragen und als ein Medienspektakel dargestellt. Daran könnt ihr schon erahnen, wie perfide dieses System aufgebaut ist. Und in diesem Fall geht es um die sechzehnjährige Martha, die sieben Tage in einer Zelle sitzt... Seit den Tributen von Panem scheint das Genre der Dystopie klischeebeladen, sodass man glaubt, nichts mehr neues zu lesen. Aber schon der außergewöhnliche Erzählstil zeigt, dass dem nicht so ist, denn es wird aus mehreren Perspektiven berichtet. Das Lesen wird dadurch keinesfalls erschwert, sondern man erfährt dadurch mehr über das System, in dem die Menschen leben.Ebenso gibt es Rückblenden, aus denen man erfährt, warum sich Martha in dieser Situation befindet und dass sie sehr wohl etwas damit erreichen will. Denn schnell merkt man, dass das System seine Fehler hat und es durchaus Menschen gibt, die sich dem widersetzen wollen.In einem weiteren Punkt unterscheidet sich die Dystopie von anderen, denn zum Zeitpunkt von Marthas Festnahme hat sie einen Freund. Hier erfährt man auch durch Rückblenden, wie die beiden sich kennen und lieben gelernt haben. Während ihres Gefängnisaufenthaltes macht sich Martha Gedanken darüber, ob sie ihn jemals wieder sehen oder mit ihm reden wird. Mit der Protagonistin hat Kerry Drewery einen starken, selbstlosen Charakter entwickelt, vor der ich großen Respekt hatte. Auch die anderen Charaktere, aus deren Sicht teilweise geschrieben wird, sind sehr gut herausgearbeitet und jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass Marthas Festnahme anders endet als die Mehrheit der Bevölkerung möchte.Die Geschichte regt zum Nachdenken an und übt Kritik an unserer Gesellschaft, wodurch die Autorin eine Dystopie geschaffen hat, die sich nicht der Klischees bedient. Auch die Liebesgeschichte stand nicht im Mittelpunkt, sondern die Message der Autorin. Gegen Ende bleiben jedoch noch Fragen offen, von denen ich erhoffe, dass diese im zweiten Teil beantwortet werden. Fazit: Eine Dystopie, die sich von anderen abhebt und von Anfang bis Ende spannend war! Es war ein unerwartetes Lese-Highlight für mich.

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  • Sehr beeindruckend

    Marthas Widerstand

    Romanticbookfan

    20. January 2018 um 20:15

    Martha ist 16 und des Mordes angeklagt. Ihr bleiben 7 Tage, in der sie von Zelle 1 bis zu Zelle 7 wandert; dann wird das Voting der Zuschauer ausgewertet und entschieden, ob sie schuldig ist und sterben muss oder unschuldig ist und freigelassen wird.Doch Marthas Chancen stehen schlecht, denn sie gibt zu, ausgerechnet den allseits geliebten Wohltäter Pearce umgebracht zu haben. Eve, ihre psychologische Betreuerin, zweifelt an ihrer Schuld und ein verwirrendes Spiel mit der Zeit beginnt...Ich war mir unsicher, wie mir Marthas Widerstand gefällt, doch auf Empfehlung habe ich das Buch nun gelesen und habe keine Seite bereut! Martha ist erst 16 und mit ihrer Mutter in völliger Armut aufgewachsen. Sie hat sich trotzdem immer durchgekämpft und ist zu einer starken Persönlichkeit heran gewachsen, die etwas verändern will. Doch nun ist sie wegen Mordes eingesperrt worden und in genau 7 Tagen entscheidet die Bevölkerung, ob sie leben oder sterben wird. Die Gräben in der Gesellschaft und zwischen Arm und Reich sind tief und das Rechtssystem thront über allem: Denn alle können darüber entscheiden, ob jemand schuldig ist oder nicht. Per Telefonvoting oder SMS oder Internet wird hier nicht über den neuen Superstar abgestimmt sondern über das Leben eines Menschen! Dieser Gedanke ist schon sehr erschreckend und der Realitätsbezug zu aktuellen Shows ist auf jeden Fall gegeben, denn auch "Death and Justice" ist eine sehr inszenierte Show, die nichts mit neutraler Berichterstattung gemein hat. Während heutige Shows allerdings wegen dem Unterhaltungswert so gestaltet sind, wird hier über Schuld oder Unschuld eines Menschen entschieden OHNE Gerichtsverfahren oder Beweissammlung.Man begleitet Martha von ihrem Weg von Zelle 1 zu Zelle 7, taucht tief in ihre Gedankenwelt ein, springt aber auch immer wieder in die Vergangenheit und erfährt, wie es zu ihrer vermeintlichen Tat kommen konnte. Martha steht für eine zerrissene ungerechte Gesellschaft. Auch ein junger Mann, nimmt eine wichtige Rolle im ganzen Geschehen ein und die zarte Liebe bietet einen schönen Gegenpol zu der sonst eher düsteren Handlung. Das Ende ist sehr aufsehenerregend und man möchte am Liebsten sofort weiter lesen!Eine beklemmende Dystopie, in der jeder über Leben und Tod abstimmen kann. Marthas Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und sie ist noch nicht zu Ende erzählt. Im Februar erscheint Band 2!

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  • Spannendes Buch, welches auch zum Nachdenken anregt.

    Marthas Widerstand

    Emmy29

    12. January 2018 um 14:57

    Titel: Marthas WiderstandAutorin: Kerry DreweryVerlag: OneErscheinungsdatum Erstausgabe: 16.03 2017Seitenzahl: 426 SeitenPreis: 16,00 EuroMartha liegt wegen einem Mord in einer von sieben Zellen. Sieben Tage stimmt das Volk darüber ab, ob sie sterben, oder leben soll. Wenn sie durch alle Zellen gewandert ist, steht die Todesstrafe an. Und bei jeder neuen Zelle, wird auch der Raum kleiner. Es stellt sich heraus, dass die Mehrheit des Volkes sie sterben sehen will. Doch was ist, wenn sie genau darauf spekuliert und einen Stein ins Rollen bringen möchte?Bereits, als ich den Klappentext gelesen habe, fand ich die Geschichte sehr ansprechend und hätte sie am liebsten sofort gelesen. Und was soll ich sagen? Ich war vollends begeistert.Obwohl ich von Gesichtern auf Covern nicht so begeistert bin, sprach es mich dennoch an. Denn in ihrem Blick spiegelt sich die Stärke und Unnachgiebigkeit. Insgesamt sind die Cover vom One Verlag ja immer wunderschön.Auch die Charaktere waren mir anfangs sofort sympathisch. Martha ist eine sehr interessante Person und man hat bei ihr viele Gefühle auf einmal verspürt. Sie hat aber auch einen starken Charakter, was man auch daran erkennen kann, dass sie sich ein Ziel gesetzt hat, welches sie auch umsetzten will. Beim Klappentext war ich mir noch etwas unsicher, ob sie einfach nur naiv ist, oder doch schlau und klug. Sie ist so eine kleine Mischung aus beidem. Und genau das mochte ich auch sehr an ihr. Denn es ist nicht so, dass sie total unnachgiebig ist, sondern auch viele Zweifel und Trauer spielen auch eine große Rolle in ihrer Geschichte.  In dieser Geschichte wurden die Richter abgeschafft und durch ein Voting System wird endschieden, ob die Menschen, die in den Zellen landen, leben würfen.  Dazu gibt es auch eine Show "Death is Justice", wo Familienmitglieder, ehemalige Richter, oder ähnliche Menschen auftreten dürfen, um die Person zu unterstützen. In der Zelle wiederum bekommt Martha die  Psychologin Eve zur Seite gestellt, welche mit ihr ein Gespräch führen soll. Eve spielt in der Geschichte auch noch eine sehr entscheidende Rolle.  Man kann sehr wohl sagen, dass diese Geschichte auch zum Nachdenken anregt. Was beispielsweise überhaupt in unserer Gesellschaft passiert und ob möglicherweise auch unsere Demokratie an solch eine Grenze langen wird. Obwohl Martha größtenteils nur in der Zelle ihre Zeit verbringt, gibt es immer wieder Rückblenden, die näherbringen, warum Martha überhaupt bei den Zellen gelandet ist. Auch die Fernsehsendung "Death ist Justice" kommt regelmäßig in den Kapiteln vor, wo die unaussprechlich schreckliche Moderatorin die neusten Neuigkeiten über Martha und andere Gefangene preis gibt. Bei ihr habe ich das ein oder andere Mal fast die Nerven verloren. Ich denke, diejenigen die dieses Buch gelesen haben, werden dies nachvollziehen können.   Den Schreibstil von Kerry Drewery mochte ich sehr gerne, denn es ließ sich sehr flüssig lesen. Auch durch die Rückblenden und der Show hatte man etwas Abwechslung, was mir gut gefiel.  Fazit: Das Buch beinhaltet eine Geschichte voller Gefühle. Es ist nicht nur eine wunderbare Handlung, sondern hat auch etwas Nachdenkliches, was aber trotzdem Spannend und interessant ist. 

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  • Bist du bereit, für ein Versprechen dein Leben zu geben?

    Marthas Widerstand

    Cora19

    06. January 2018 um 16:45

    Dystopie Marthas Widerstand von Kerry Drewery erschienen am 16.03.2017 im One Verlag, geb. Ausgabe 448 Seiten Martha hat einen Mann umgebracht. Das Volk darf darüber entscheiden, ob sie hingerichtet wird oder nicht. Sieben Tage lang durchläuft sie verschiedene Zellen. Jede Zelle beinhaltet individuelle psychologische Foltermethoden. Ein voyeuristischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Die Autorin erzählt den Plot flüssig aus abwechselnder Sicht der verschiedenen Protagonisten. Dies lässt gerade zum Ende hin den Spannungsbogen enorm ansteigen. Martha ist ein sechzehnjähriger Teenager, Waise und lebt in den sog. Kratzern der niederen Schicht. Seit dem Tod ihrer Mutter muss sie sich alleine durchkämpfen, was sie auch gut bewerkstelligt. Lediglich zu ihrer Nachbarin unterhält sie ein sehr enges Verhältnis. Nach ihrem Schuldeingeständnis muss sie ihre Stärke enorm unter Beweis stellen. Psychologischen Beistand erhält sie von Eve Stanton, die ihrerseits gleichermaßen etwas zu verarbeiten hat. Geschickt werden Gegenwart und Vergangenheit miteinander verknüpft und zum Ende erfährt der Leser, was es mit dem wahren Grund des Mordes auf sich hat. Fazit: Eine partiell überaus glaubwürdige Dystopie. Die Autorin verdeutlicht sehr stark den Klassenunterschied der Menschen und wie wichtig es ist, Geld und die richtigen Verbindungen zu haben, um ein sorgloses Leben zu führen. Weiterhin wird der Voyeurismus der Menschheit gut herausgearbeitet. Wenn man für eine Hinrichtung bezahlt, möchte man sie auch sehen, selbst wenn der Beteiligte unschuldig ist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit fünf Sternen. 

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  • Eine spannende und fesselnde Geschichte

    Marthas Widerstand

    Esme--

    21. November 2017 um 19:37

    Inhalt: Martha wurde des Mordes an Jackson Paige beschuldigt. Mit einer Waffe in der Hand wurde sie vor der Leiche des vom Volk geliebten Wohltäters vorgefunden. Auch hat sie die Tat umgehend gestanden. Sieben Tage wird Martha nun in sechs verschiedenen Zellen verbringen, bis sie letztlich in der Todeszelle Nummer sieben auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet werden soll. In der Fernsehshow „Death is Justice“ wird jeden Abend über diesen Fall gesprochen. Das Publikum wird nach einer ausgiebigen Analyse aufgefordert per SMS, Internetvoting oder Telefonanruf abzustimmen, ob Martha leben oder sterben soll. Dieses „demokratische Urteil“ soll über Schuld oder Unschuld der Verurteilten entscheiden. Nur wenige stellen sich die Frage, ob das Mädchen nicht vielleicht doch unschuldig sein könnte. Schreibstil: In Marthas Widerstand findet sich der Leser in einem zukunftsorientierten Szenario wieder. Gerichte, nebst Richter wurden abgeschafft, auch eine Beweiserhebung wird in einem Strafverfahren nicht mehr als notwendig erachtet. Stattdessen soll das Volk per Voting darüber bestimmen, ob ein Verurteilter für die ihm vorgeworfene Tat hingerichtet oder doch freigesprochen werden soll. Als Hilfestellung dient dem Bürger hierbei ein Livestream, den er per Zusatzkosten mieten und bei dem er täglich einen Blick in die Zelle des Verurteilten werfen kann. Außerdem wird in der Fernsehsendung „Death is Justice“ ausgiebig über den aktuellen Fall gesprochen. Hierzu werden Verwandte des Opfers, Zeugen oder aber sonstige Studiogäste, wie in Marthas Fall ein ehemaliger Richter oder aber auch der Reporter, der mit dem Fall betraut ist, geladen und von den Moderatoren der Fernsehsendung interviewt. Leichtere Fälle werden in einer weiteren Fernsehshow abgehandelt, bei der eine Jury von fünf ausgewählten Personen mittels Buzzer eine Entscheidung über die Verurteilung trifft. Dieses neue System wird als sehr demokratisch und somit gerecht empfunden. Nur erfährt man anhand von Marthas Geschichte nach und nach von den Nachteilen, die das Verfahren mit sich bringt und gerade die ärmeren Teile der Gesellschaft des Landes benachteiligt, die sich zum Beispiel ständige Anrufe für das Voting oder ein Abonnement des Livestreams nicht leisten können. Gerade der Voyeurismus, aber auch die reißerische Präsentation der Moderatoren ist es, die die Spannung beim Volk schürt und die für Unterhaltung sorgt. Das Gefühl live dabei zu sein und einmal Richter spielen zu dürfen, verschafft der Fernsehshow zudem gute Einschaltquoten. Martha wechselt jeden Tag ihre Zelle. Nach und nach stellt sich heraus, dass verschiedene Methoden eingesetzt wurden, um die Inhaftierten der Zelle zu foltern. Diese Methoden sind nicht offensichtlich und erschließen sich für den vor dem Monitor sitzenden Zuschauer nicht. Auch Kontakt zur Außenwelt, ist Martha strengstens untersagt. Lediglich die Psychologin Eve darf gelegentlich die Zelle besuchen und mit der Verurteilten sprechen. Dieses Gespräche werden nicht von den Kameras in dem Todestrakt aufgezeichnet. Der Leser, der das Geschehen sowohl aus der Perspektive der Protagonistin als auch der Psychologin verfolgen darf, wird nach und nach Zeuge von einem sehr maroden neuen Rechtssystem und von Korruption. Neben den Perspektiven der Psychologin Eve und der Inhaftierten Protagonistin liefern einige Kapitel einen Einblick direkt in die Fernsehsendung "Death or Justice". Diese Kapitel sind wie ein Interview aufgebaut. Der Leser verfolgt die Diskussion der Moderatoren und ihrer Gäste. Außerdem wird beschrieben, was der Zuschauer auf seinem Fernseher sieht (zum Beispiel das Logo der Serie). Dieser Schreibstil ist ungewohnt, aber zugleich auch sehr innovativ. Fazit:    Das Prinzip Brot und Spiele, das schon im alten Rom erfunden wurde, ist hier tragend, wie in „Hunger Games“ oder ,„Running Man“. Gemeint ist die Tatsache, dass eine Bevölkerung durch öffentlichen Veranstaltungen bei Laune gehalten wird. Mehr ist in Marthas Widerstand aber nicht klar. Schon auf den ersten Seiten stellen sich dem Leser einige Fragen. Ziemlich schnell wird die Neugierde auf Marthas Geschichte geweckt. Warum hat das Mädchen eine Waffe auf den geliebten Wohltäter ihrer Wohnsiedlung gerichtet? Ist sie wirklich so schuldig, wie es alle denken?  Das dystopische Rechtssystem in Verbindung mit einer reißerischen Fernsehshow führt zu einer allgemeinen „Theatralisierung des Lebens“. Bald schon wird klar, dass nicht alles so demokratisch und gerecht erscheint, wie es die Moderatoren den Bürgern glaubhaft machen wollen. Spannung wird hier durch das zeitliche Limit geschaffen, das Martha und ihren Freunden gesetzt ist, um eine eventuelle Unschuld zu beweisen. Aber auch das Geheimnis, welches das Mädchen wahrt, schürt die Neugierde. Marthas Widerstand ist ein spannendes und sehr fesselndes Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt.

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  • Sehr interessante Idee, welche in der Umsetzung jedoch etwas geschwächelt hat...

    Marthas Widerstand

    cityofbooks

    10. November 2017 um 23:01

    Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert? Bei diesem Buch hat mich sowohl der Klappentext angesprochen, aber auch die unterschiedlichen Meinungen zu dem Buch haben mich neugierig gemacht und ich wollte mir einfach unbedingt meine eigene Meinung zu der Geschichte bilden. Der Schreibstil der Autorin ist sehr präzise, aussagekräftig und direkt, was ich sehr passend fand. Ich muss aber auch sagen, dass der Schreibstil, insbesondere die Einteilung im Buch, durchaus etwas speziell ist. Man bekommt die Geschichte von vielen verschiedenen Blickwinkeln erzählt, was mir wirklich gut gefallen hat, allerdings war die Gewichtung der verschiedenen Perspektiven für mich nicht ganz so passend gewählt. Martha hat meiner Meinung nach gegen Anfang der Geschichte eher die Rolle des Antagonisten eingenommen. Sie war sehr unkontrolliert und ich hatte wirklich Schwierigkeiten mich mit ihr vertraut zu machen. Das hat sich im Laufe des Buches zwar etwas gelegt, Martha war eine mutige, starke und durchaus rebellische Protagonistin, aber sie war für mich trotzdem nicht so ganz greifbar. Dahingegen habe ich Eve, Marthas Betreuerin unglaublich gerne gemocht. Sie ist einfach eine unglaublich engagierte Frau und entwickelt sich im Laufe des Buches sehr stark und ich war die ganze Zeit über sehr stolz auf sie. Die Geschichte ist in 7 Teile eingeteilt, welche die 7 Zellen, die Martha durchlaufen muss verkörpern. Mir hat die Idee wirklich sehr gut gefallen, es war wirklich interessant und auch besonders. Das Buch regt auch definitiv zum Nachdenken an, da es durchaus ein Szenario beinhaltet, welches für die Zukunft nicht auszuschließen ist. Es war aber leider auch so, dass ich stellenweise etwas den Überblick verloren habe. Mir waren die ständigen Rückblenden auch etwas zu viel und somit war die Geschichte manchmal etwas langatmig. Das Ende des Buches bleibt auch offen, weshalb ich durchaus neugierig bin, wie es denn weitergeht. Insgesamt hat mir die Idee des Buches wahnsinnig gut gefallen, die Umsetzung hätte allerdings definitiv besser sein können. Nichtsdestotrotz ein interessantes und "anderes" Buch, das man sich durchaus anschauen kann!

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  • Was wäre wenn...?

    Marthas Widerstand

    Arbutus

    28. October 2017 um 18:54

    Martha hat Jackson Paige erschossen; so sieht es jedenfalls aus. Sie flüchtet nicht, lässt sich festnehmen, denn hier geht es ums Prinzip. Ein politisch motivierter Mord also? Auf jeden Fall stellt der Leser fest, dass sie einem erbarmungslosen Justizsystem ausgesetzt ist, in dem unparteiische Gerichte abgeschafft wurden und eine Show namens "Death is Justice" per manipuliertem Zuschauervoting über das Schicksal von Schuldigen und Unschuldigen entscheidet. Sieben Tage bleiben Martha bis zu ihrer voraussichtlichen Hinrichtung, von denen sie jeden in einer anderen von insgesamt sieben Todeszellen zubringen muss. Während die Sechzehnjährige in diesen Tagen der seelischen Folter versucht, ihr achterbahnfahrendes Kopfkino zu beherrschen, kämpfen draußen verzweifelt ein paar ihrer Freunde einen aussichtslosen Kampf um ihr Leben. Ein Wahnsinnsthema. Und seit dem Auftreten eines gewissen amerikanischen Präsidenten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, allen demokratischen, ethischen und freiheitlichen Errungenschaften der Neuzeit den Garaus zu machen, auch erschreckend aktuell. Mir gefallen allerdings Geschichten nicht, die Fronten betonieren anstatt sie in Frage zu stellen. Das ist zum Beispiel eine grandiose Stärke der "Panem"-Trilogie, dass sie dieser Falle entgeht. Frau Drewery hingegen scheint zwischenzeitlich voll reinzutappen. "Alles muss entweder schwarz oder weiß sein." Das Buch macht leider genau den Fehler, den es kritisiert. Wobei die Gefahr, dass so eine Verkehrung von Gerechtigkeit in unserer Welt passiert, tatsächlich zum Greifen nah ist. "Dadurch, dass sie gegen unsere Gesetze verstoßen haben, haben die Gefangenen das Recht auf ihre Privatsphäre eingebüßt." Das Frappierende daran ist, dass es eine ganze Menge Kleinzeitgeister gibt, die tatsächlich genauso denken und sich eine solche Justiz wünschen. Allerdings: Diktaturen hat es schon immer gegeben, denn um nichts anderes handelt es sich ja in dieser dystopischen Geschichte: um eine Diktatur, die sich wie schon so oft als Volkes Wille tarnt. Gleichgeschaltetes Fernsehen, korrupte Polizei, und eine unabhängige Justiz ist nicht mehr vorhanden. Das Neue und Erschreckende in unserer heutigen westlichen Gesellschaftsentwicklung ist ja, dass es gewisse kultur-und geschichtsvergessene rechte Ecken gibt, die sich eine solche abartige Gesellschaft herbeizusehnen scheinen, und die sich offensichtlich bedrohlich vergrößern. Einiges, was man da an unmenschlichen Äußerungen liest, kommt einem irgendwie aus den sozialen Netzwerken gruselig vertraut vor. Dennoch sind es bei uns bisher nur die "Ecken". Zwar gibt es eine Menge subtiler Manipulation in der heutigen Berichterstattung, und doch ist der Journalismus bei uns insgesamt noch sehr frei, ist die Justiz noch ziemlich unabhängig, gibt es eine Menge Korrektive, die verhindern, dass das System ins Extrem abdriftet. Und was ich überhaupt nicht mag, an Dystopien ebensowenig wie an geschichtsverfälschenden historischen Romanen - ganz unterschwellig schleicht sich beim Leser oft ein Bild im Kopf ein, genauso müsse es abgelaufen sein bzw. genauso würde es sich aktuell entwickeln. Aber interessant ist es ja schon und gibt zu denken, dass als Motto dieses sogenannten Rechtssystems, das unschuldige Menschen auf dem Gewissen hat, das sich für wirkliche Beweise nicht interessiert, keine Verteidigung erlaubt, ausgerechnet "Auge um Auge" ausgewählt wurde (Jesus von Nazareth erklärte dieses alte System von Sühne und Rache bereits vor zweitausend Jahren für überholt). Es ist ein gelungener Coup der Autorin, dass sie hier einen Finger in die Wunde eines gewissen urteilsfreudigen Zeitgeistes legt. Aber leider trägt sie dabei manchmal einfach viel zu dick auf. Angefangen bei: "Ein schlanker Mann Mitte dreißig, mit einer perfekt sitzenden Frisur und einem strahlenden Zahnpastalächeln." Ach ja, und dann natürlich noch die obligatorisch am Handgelenk blitzende unbezahlbare Uhr... Auf diese Weise in Gut und Böse einzuteilen (ich höre schon meine geistig umnebelte Mit-Twitterer-Gemeinde "Establishment!!!" brüllen...), finde ich genauso gefährlich wie die Sehnsucht gewisser politischer Kräfte nach genau so einem wie in dem Buch beschriebenen Auge-um-Auge-System. Die Reality-Show wird für meinen Geschmack zu ausführlich zelebriert. Jedes Logo, jeder Schriftzug, jedes Abendkleid der sadistischen Moderatorin wird genau beschrieben, und wenn man glaubt, es geht nicht menschenverachtender, wird noch eine Plattheit draufgesetzt. Und dann gibt es in dieser Geschichte einfach zu viele Koinzidenzen. Der skrupellose Paige hat nämlich nicht nur Marthas Mutter auf dem Gewissen, sondern auch noch Ollie, Marthas besten Kumpel aus der Vorstadt, der an Paiges Stelle vom System für den Mord abgeurteilt und hingerichtet wurde. Und dann ist da auch noch Isaac, der geheimnisvolle Mann in Marthas Leben; dieser ist nämlich ... oh, aber jetzt spoilere ich zu viel. Die Schilderungen der chaotischen Gedankengänge der zum Tode Verurteilten aus der Zelle sind bedrückend und glaubwürdig, aber die zahllosen Rückblenden, die etwas Licht in die Angelegenheit bringen sollen, sind manchmal ein bisschen langatmig, und das mit dem Philosophieren liegt der Autorin auch nicht immer so. Allerdings: wenn die beiden Verliebten dann am Lagerfeuer sitzen und den Sternenhimmel betrachten, das ist schon schön geschrieben, da gibt es nichts. Teilweise wirkt einiges arg konstruiert. Zwischendurch verliert man auch schon mal ein wenig den Überblick, wer eigentlich was vorhat und überhaupt. Dabei ist es aber immer wieder auch interessant, dass die Geschichte bestimmte kranke Ideen auf die Spitze treibt und zeigt, was aus diesen letztendlich, konsequent verfolgt, werden könnte. Ein spannendes und brutales Gedankenexperiment, wenn auch teilweise sehr abgedreht und surreal. Aber in Diktaturen ist eine Menge möglich. Und auch unser großer Führer Trump hat auch noch nicht alle seine Trümpe aus dem Ärmel gezogen - hoffen wir, dass ihn sein Volk noch rechtzeitig aus dem Amt entfernen kann.

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    • 4
  • coole Idee, aber stilistisch etwas merkwürdig

    Marthas Widerstand

    Waldschrat

    12. October 2017 um 09:23

    Bei Marthas Widerstand handelt es sich um eine spannende Dystopie, denn es wird beleuchtet, wie sich das Recht weiterentwickeln könnte, dass sogar Strafe kommerzialisiert werden kann und dass die Medien für den Kommerz auf sämtliche Menschenrechte verzichten könnten – ohne, dass es die Bevölkerung zu stören scheint. Sehr fiese Entwicklungen, die mich oft zum Nachdenken gebracht haben. Martha sitzt zu Beginn in einer von sieben Zellen, weil sie zugegeben hat, dass sie den berühmten und beliebten Menschenfreund Jackson Paige erschossen hat. Die Menschheit hat ein Rechtssystem entwickelt, in dem die Täter sieben Tage lang immer die Zelle wechseln, während im Fernsehen Sendungen laufen, die die Tat, den Täter und das Opfer beleuchten. Im Laufe der Geschichte merkt man, dass das System lediglich behauptet, demokratisch zu sein, weil am Ende jeder abstimmen kann, ob der Täter schuldig ist oder nicht. Auf die Abstimmung für schuldig folgt dann der Tod. Allerdings hat das mit Demokratie wenig zu tun. Davon abgesehen, dass es keine Grauzonen gibt, keine mildernden Umstände für Notwehr usw., sind die Sendungen extrem parteiisch und berichten an keiner Stelle objektiv über Täter und Opfer. Außerdem kann man nicht nur ein Mal abstimmen, sondern oft und das kostet auch noch Geld. Das heißt, dass die Demokratie keineswegs gewahrt wird, denn es bestimmen nach wie vor die Reichen und Mächtigen über den Ausgang der Abstimmung. Martha selbst kommt aus der untersten Gesellschaftsschicht – aus den Kratzern (ehemalige Wolkenkratzer) und hat daher, wie so viele, keine Chance. Aber was ist, wenn sie sich freiwillig in das System begeben hat? Was, wenn sie etwas bestimmtes beweisen will? Und kann sie in dieser korrupten und kommerziellen Welt überhaupt etwas erreichen? Ich fand das Thema sehr spannend, weil es darum geht, wie sich das Recht und die Medien weiterentwickeln können. Auch der Aufbau hat mir sehr gut gefallen, denn man hat nicht nur Marthas Sicht, in der nach und nach ihre Beweggründe aufgedeckt werden, sondern auch die Sicht ihrer psychologischen Betreuerin und Ausschnitte aus der Sendung „Death is Justice“. Dadurch bekommt man einen sehr guten Rundumblick über die Gesellschaft. Warum ich trotzdem nur 3,5-4 Sterne gegeben habe, liegt daran, dass die Perspektive von Martha immer merkwürdiger wurde. Wenn sie einfach den Alltag in den Zellen, ihre Gedanken und Rückblicke geschildert hätte, wäre das für mich vollkommen in Ordnung gewesen. Aber sie hat begonnen, mit ihrem Freund zu reden. Ich kenne das auch, wenn man in Gedanken ein Gespräch durchgeht usw., aber dann denke ich mir auch beide Gesprächspartner. Ich kann mir ja schließlich auch selbst antworten. Aber Martha spricht in Gedanken irgendwie zu ihm und erzählt ihm die ganze Geschichte (wodurch der Leser darüber informiert wird). Nur stellt sich die Frage : „Warum?“ Denn die Person, der Martha in Gedanken alles erzählt, war live dabei und hat alles miterlebt – warum ihr also noch mal die ganze Geschichte erzählen? Diese Herangehensweise hat mir gar nicht gefallen und hatte mit der Zeit immer mehr Nervpotential, weil es so konstruiert erschien. Daher war das Buch mit all seinen spannenden Ideen insgesamt eher in Ordnung bis gut und leider nicht herausragend.

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  • Einzigartig und erschütternd

    Marthas Widerstand

    JuliaAndMyself

    11. October 2017 um 12:05

    Schon beim Lesen des Klappentextes fällt die Einzigartigkeit der Geschichte auf. Sowohl die Gewaltätigkeit, als auch den Umgang damit in dieser dystopischen Welt, widerstrebt dem heutigen Gerechtigkeitsverständnis. Diese Ungerechtigkeit hat mich beim Lesen des Buches zwischen Erstaunen und Wut wechseln lassen. Ich hatte den Wunsch aufgrund meines Allwissens als Leser, der verschiedene Perspektiven einnimmt, in das Buch einzugreifen. Aufgrund dessen musste ich das Buch in einem Rutsch lesen und konnte es nicht weglegen. Der durch die Geschichte hervorgerufene Countdown steigert die Spannung zusätzlich ins Unerträgliche. Auch die integrierte kleine Romeo-und-Julia-Liebesgeschichte ist sehr gelungen und verleiht dem Buch ein zusätzliches Level, obwohl man sie doch zum Teil als klicheehaft bezeichnen könnte. Die Charaktere sind gut erdacht und tiefgängig. Das Ende ist leider nicht wie erhofft und hinterlässt Ungewissheit und Unverständnis gegenüber dem im Buch beschriebenen Gesellschaftssystem und den Menschen, die ein Teil dessen sind. Man zweifelt zudem am Intellekt und an der Empathie der im Buch agierenden Menschen. Insgesamt ist das Buch sehr zu empfehlen. Es regt den Leser an unser Justizsystem mit dem (nicht vorhandenen) im Buch zu vergleichen und damit über Gerechtigkeit nachzudenken. Auch führt es dem Leser vor Augen, dass man oft und ohne die ausreichenden Infomationen zu haben über Andere urteilt.

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  • Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt...

    Marthas Widerstand

    Leseratte2007

    01. October 2017 um 18:21

    Darum geht es (Klappentext):Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht -Meine Meinung:Dieses Buch hat mir außerordentlich gut gefallen, ganz besonders diese außergewöhnliche Thematik, die verarbeitet wurde. Wie stark werden wir von den Medien und der Berichtserstattung vorsätzlich beeinflusst? Und gibt es überhaupt eine gerechte Judikative?  Viele interessante Frage werden erörtert und manchmal hätte ich den Menschen im Buch gerne die Augen geöffnet und angeschrien, dass sie endlich ihre Augen öffnen sollen!Martha und Co. waren mir sehr sympathisch und auch ihre Logik fand ich sehr ausgeklügelt und weitblickend. Ich mag es, wenn ich Charaktere habe, die nicht nur egoistisch an sich selber denken, sondern auch an die Zukunft und Pläne schmieden, die einem erst mit und mit klar werden.Die Handlung fand ich sehr spannend und sehr gut geschrieben. Die Einteilung nach Zellen fand ich ebenfalls sehr gut gelöst und es hat mir Spaß gemacht, mehr über Martha zu erfahren und zu sehen, welche Problematik und Ungerechtigkeiten diese Form von Rechtsprechung aufwirft. Insgesamt habe ich nichts zu meckern und das Buch hat mir sehr gut gefallen. Nur das Ende war für meinen Geschmack in ein paar Details zu offen und ich hätte mir gewünscht, noch ein wenig mehr zu erfahren.

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  • Wenn Manipulation und Lügen wahre Gerechtigkeit verdrängen

    Marthas Widerstand

    HibiscusFlower

    29. September 2017 um 08:31

    Klappentext des Verlages:Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert?Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht …"Unser System ist das demokratischste Rechtssystem der Welt, in dem Sie, liebe Zuschauer, über das Schicksal der Beschuldigten entscheiden." (S.13)Effektiv und einträglich soll dieses Stimmen-für-alle-System sein. Doch sehr schnell stellt man sich die Frage, wo zwischen all der Manipulation und den Lügen wahre Gerechtigkeit stattfinden soll ?Mit der Suche nach einer Antwort darauf beschäftigt sich auch die sechzehnjährige Martha Honeydews, die zwei - für sie wichtige - Menschen in ihrem Leben verloren hat. Beide sind tot und nun soll sie es sein, die einem Menschen, der in der Stadt für seine wohltätige Arbeit verehrt wird, das Leben genommen hat. Martha bekennt sich schuldig, Bilder vom Tatort lassen keinen Zweifel daran zu und die Reality-TV-Show Death is Justice wird nicht müde dabei, sie als kaltblütige Mörderin darzustellen.Durchaus interessante Fragen wirft die von der Autorin geschaffene Welt auf. Eher erschreckend empfand ich, was den Menschen als Gerechtigkeit verkauft und wie dies angenommen wird. Die Idee zu dem Buch hat mir gut gefallen, was jedoch auf die Darstellung der Figuren und die unterschiedlich gewählten Erzählformen nicht so ganz zutrifft.Marthas Part kann man aus der Ich-Perspektive verfolgen, sodass sich Ängste und Zweifel - die mit dem Verlauf kommen - sehr gut nachvollziehen lassen. Dennoch wirkt sie stellenweise naiv in ihren Gedanken oder unüberlegt in ihrem Handeln.Im Gegenzug hat es mir Eva Stanton, die psychologische Betreuerin von Martha, angetan. Die Entwicklung, die ihr zugeschrieben wird, macht sie für mich zu einer/der Sympathieträgerin in der Geschichte. Wenig symphatisch wirkt dagegen die dritte Perspektive, bei der die Reality-TV-Show Death is Justice buchstäblich ins Rampenlicht gezogen wird und deren `Auftritte´ mit so einigen Wiederholungen einhergehen, sodass ich zum Überspringen verleitet wurde.Die Manipulation und der Einfluss der Medien; die Befürworter des Systems, die in die Offensive gehen; die Gegner des Systems, die alles daran setzen, die Lügen aufzudecken sowie der Cliffhanger am Ende sorgen dafür, dass es mich trotz einiger Kritikpunkte dennoch interessiert, wie die Geschichte weitergeführt wird.

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    • 2
  • 'Auge um Auge Productions' präsentiert...

    Marthas Widerstand

    Sopherl1998

    11. September 2017 um 15:52

    Inhalt: Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert? Idee: Was wäre, wenn wir unser jetziges Rechtssystem infrage stellen und völlig umstrukturieren würden? Was würde passieren, wenn wir alle „demokratisch“ per Onlinevoting über Schuld oder Nicht-Schuld, Tod oder Leben eines Angeklagten abstimmen könnten? Kerry Drewery’s Zukunftsszenario fand ich sehr interessant und erschreckend zugleich. Martha’s Geschichte hat mich zum Nachdenken angeregt, da es in der heutigen Zeit, in der unser Leben immer mehr vom Online-Sein bestimmt wird, nicht gerade abwegig ist. Cover: Das Cover hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Das Mädchen sieht dem Betrachter direkt in die Augen. Der Blick ist entschlossen, was also genau zu Marthas Einstellung passt. Schreibstil: ‚Marthas Widerstand‘ ist in verschiedenen Erzählweisen geschrieben. Martha, die Protagonistin, erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Der Leser ist so hautnah dabei, wie sich Martha in den einzelnen Zellen fühlt und was sie beschäftigt. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mich trotz dieser Erzählperspektive anfangs überhaupt nicht in ihre Situation versetzen konnte. Ihre Handlungen waren mir oftmals zu unüberlegt und naiv, weshalb ich nicht so recht mit ihr warm werden konnte. Erst, als es auf das Ende des Buches zu ging und Martha auch ihre Zweifel und ihre Ängste offenbarte, konnte ich mit ihr mitfiebern und mitleiden. Eve Stanton, Marthas Psychologin während der sieben Tage, ist meiner Meinung nach der Sympathieträger der Geschichte. Sie setzt sich für Martha ein und handelt entschlossen, aber dennoch überlegt.  Die dritte Erzählperspektive, die in einer Art Drehbuchform geschrieben ist, ist die der Sendung „Death is Justice“, in der die Zuschauer jeden Abend die neusten Informationen über die Gefangenen in den Todeszellen erfahren können. Es wird alles genauestens geschildert; angefangen bei den sich zusammensetzenden Symbolen der Show oder dem ewig langen Monolog des Moderatoren, welche Nummer man für wie viel Geld wählen muss. Das war mir alles etwas zu ausführlich, weshalb ich manche Stellen teilweise nur überflogen habe. Fazit: Die Grundidee von ‚Marthas Widerstand‘ passte für mich, trotzdem hätte hier das Potential viel mehr ausgeschöpft werden können, weshalb ich etwas enttäuscht war.  Den Charakteren fehlte es an Tiefe und die vielen verschiedenen Erzählweisen störten den Lesefluss. Außerdem war für mich die Liebesgeschichte völlig fehl am Platz. Alles in allem ein Buch, das man lesen kann, aber man auch nichts verpasst, wenn man es nicht tut.

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  • Erschreckende Zukunftsvision, die zum Nachdenken anregt

    Marthas Widerstand

    traumbuchfaenger

    10. September 2017 um 22:30

    Könnt ihr euch eine Welt vorstellen, in der es keine Gerichte gibt, keine gerechten Prozesse? In der euer Leben in den Händen von euren Mitbürgen liegt, die euch mit einem einzigen Anruf für schuldig oder unschuldig erklären können? Und das nur auf der Grundlage von Informationen, die sie aus einer Reality-TV-Show ohne jegliche Beweise beziehen? Für Martha ist genau dies Realität. Nachdem sie den prominenten Wohltäter Jackson Paige erschossen hat, ist ihr Schicksal schon besiegelt. Denn wer würde schon eine sechzehnjährige Kriminelle aus dem Armutsviertel laufen lassen, welche die beliebteste Persönlichkeit des Landes auf dem Gewissen hat? Sieben Tage in sieben verschiedenen Zellen bleiben Martha nun noch bis zum Tag ihrer möglichen Hinrichtung. Sieben Tage, in denen einiges passieren kann.Marthas Widerstand hat mich vor allem wegen der gesellschaftskritischen Idee geködert. Auch heute wird unsere Wahrnehmung viel von den Medien beeinflusst, so dass diese Zukunftsvision gar nicht mal so abwegig erscheint. Dies ist einerseits erschreckend, andererseits aber auch wahnsinnig spannend, da mich die Geschichte wirklich zum Nachdenken anregen konnte.Das Buch greift somit wichtige Themen wie Gerechtigkeit und die Beeinflussung der Menschen durch die Medien auf. In der Welt, in der Martha lebt, gibt es keine Gerichte mehr. Keine Richter, die nach einem anständigen Prozess mit genug Beweismaterial ein gerechtes Urteil sprechen. Hier wird nach dem "Auge um Auge"-Prinzip verurteilt. Es gibt keine Gefängnisstrafen, keine Grauzonen. Nur schuldig oder unschuldig, Tod oder Leben. Marthas Welt ist bestimmt von Korruption und einem Machtungleichgewicht. Die Reichen haben die Zügel in der Hand, während die Armen kaum eine Chance bleibt. Martha selbst gehört zur letzteren Gruppe, doch sie hat sich dafür entschlossen, nicht länger die Augen vor dieser Ungerechtigkeit zu verschließen. Sie mag zwar nur ein "unbedeutendes armes Mädchen aus den Kratzern" sein, doch sie hat einen Plan. Als Leser ahnt man immer wieder, dass Martha noch einiges in der Hinterhand hat. Doch nur nach und nach findet man mehr über Marthas Geheimnisse und damit auch über ihr Leben heraus. Anfangs hat sich die Geschichte noch sehr gezogen. Bis auf Marthas Verhaftung passiert erstmal nicht viel. Erst später erfährt man mehr über ihren Plan. Ein paar Geheimnisse, die aufgedeckt werden, habe ich zwar bereits geahnt, trotzdem sind einige Überraschungen dabei.Der eher schleppende Anfang hat jedoch auch einen Vorteil, denn so blieb mir genug Zeit, die Charaktere richtig kennen zulernen. Martha wirkt am Anfang sehr taff und furchtlos, doch schnell merkt man, dass auch sie Angst vor ihrer möglichen Hinrichtung hat. Sie kann ihre starken Gefühle nur schwer in Zaum halten und reagiert oft impulsiv, dennoch habe ich sie für ihren Mut und ihren Einsatz bewundert. Martha hatte es nie leicht, doch genau deswegen sieht sie auch die Fehler im Rechtssystem und findet den Willen, etwas ändern zu wollen. Hauptsächlich wird die Geschichte aus der Sicht von Martha geschrieben, es gibt aber auch weitere Kapitel aus der Sicht von Eve - Marthas psychologischen Betreuerin -, Isaac - Jackson Paiges Sohn - und Cicero - einem ehemaligen Richter. Dazu kommen noch weitere Kapitel, die den Ablauf der Show "Death is Justice" wiedergeben, in der Marthas Fall behandelt wird. Diese Kapitel sind ähnlich wie ein Script aufgebaut, werden also neutral und objektiv erzählt, so dass sich der Leser hier ein eigenes Bild machen konnte. Doch gerade diese Kapitel haben die meisten Gefühle bei mir ausgelöst, denn hier wurde das ganze Maß der Ungerechtigkeit und Verblendung durch die Medien klar sichtbar. Ich habe die Moderatorin - Kristina - regelrecht verabscheut, denn sie hat alles getan, um den Zuschauern ein Spektakel zu bieten und ist auch nicht davor zurückgeschreckt, Lügen zu verbreiten oder den Leuten das Wort im Mund umzudrehen.Andere Charaktere konnten mich dagegen wirklich noch positiv überraschen, da ich sie zuvor komplett falsch eingeschätzt hatte. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, aber dennoch betonen, dass ich die Charakerzeichnung und -entwicklung wirklich gelungen finde. Jeder Protagonist ist individuell, sogar in ihrer Ausdrucksweise unterscheiden sie sich. Am Ende passiert dann alles Schlag auf Schlag und es folgen noch so einige Überraschungen. Auch wenn der Anfang noch recht langatmig war, wird es am Ende nochmal richtig spannend. Ich bin gespannt, wie die Autorin die Geschichte vorsetzt, das relativ offene Ende lässt ihr jedenfalls viel Handlungsspielraum. 

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  • Rezension - Marthas Widestand von Kerry Drewery

    Marthas Widerstand

    Sandra_Lessig

    10. September 2017 um 18:11

    Informationen zum Buch: - Titel: Marthas Widerstand - Autor: Kerry Drewery - Seiten: 426 - Verlag: Bastei Lübbe (one) - Reihe: Cell 7 - Ersterscheinung: 2017 (in Deutschland) - ISBN: 9783846600436 - Format: Hardcover - Preis: 16,00 € - Originaltitel: Cell 7 - Sprache: auf Deutsch gelesen - Genre: Jugendbuch - Altersfreigabe: ab 14 Jahren Die Autorin: Kerry Drewery ist Autorin für Kinder- und Jugendbücher. Zelle 7 ist der erste ihrer Titel, der auf Deutsch übersetzt wird. Die Geschichte über ein Justizsystem, das ad absurdum geführt wurde und eine Gesellschaft, in der eine Fernsehshow über die Urteile für Straftäter entscheidet, wird in einem zweiten Band (Seven Days) fortgesetzt, der voraussichtlich 2018 ebenfalls im ONE-Programm erscheint. Quelle: Bastei Lübbe Die Buchrückseite: Schuldig - oder nicht schuldig? Todesstrafe oder Freiheit? Gerechtigkeit oder Willkür? Was passiert, wenn das Volk zum Richter wird? Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert? Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht ... Inhalt: Martha Honeydew ist wegen Mordes an den berühmten Reality-TV-Show-Star, Jackson Paige, angeklagt und muss nun sieben Tage lang, bis zu ihrer möglichen Hinrichtung - jeden Tag in einer anderen Zelle - ausharren. Dabei entscheidet kein Richter, ob die Hinrichtung stattfindet oder nicht, denn die Gerichte wurden vor vielen Jahren abgesetzt. Nun entscheidet das Volk mittels Televoting über das Schicksal der Menschen, die wohlmöglich ihre letzten sieben Tage im Todestrakt verbringen müssen - so auch nun über das Schicksal von Martha. Doch das Rechtssystem ist alles andere als fair. Wählen kann nur der, der Geld hat. Dennoch bekommt Martha so wie alle anderen vor ihr eine psychologische Betreuung, der sie sich nach und nach immer mehr anvertraut. Doch was alle nicht ahnen: Martha hat ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das vielleicht alles verändert. Meine Meinung: Ich bin total begeistert von dem Buch. Es passt alles: Der Schreibstil, die Charaktere, die Handlung, einfach alles. Bin schon gespannt auf den zweiten Teil der Reihe und freue mich wenn dieser nächstes Jahr endlich draußen ist. Kann es kaum noch abwarten. Fazit: Weil es einfach nichts an dem Buch auszusetzen gibt, hat das Buch sich seine 5 Sterne verdient. Das Buch zählt zwar in das Genre "Jugendbuch", aber ich finde das können eigentlich alle Generationen lesen.

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