Kerry Howley Geworfen

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Inhaltsangabe zu „Geworfen“ von Kerry Howley

"Das bizarrste und faszinierendste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe. Die Genauigkeit ihrer Prosa erinnert an Joan Didion oder David Foster Wallace." Time Auf den ersten Blick gibt es zwischen der Philosophin Kit und den Käfigkämpfern der Mixed Martial Arts keinerlei Verbindung. Doch dann verirrt sich Kit am Rande eines sterbenslangweiligen Phänomenologie-Kongresses zufällig in eine Arena. Die Beobachtung des Kampfes versetzt sie in einen Zustand geistiger Ekstase – Erkenntnis unter Umgehung des Denkapparats –, wie sie ihn bis dahin nur aus den Texten antiker Mystiker kannte. Sie ist fasziniert und beschließt, alles über diesen merkwürdigen, misstrauisch beäugten Sport zu erfahren. Sie taucht tief in die Szene ein und begleitet über drei Jahre lang die Kämpfer Sean Huffman und Erik „New Breed“ Koch – der eine auf der Suche nach seinem letzten großen Kampf, der andere hungrig auf den Durchbruch. Entstanden ist das vielschichtige Bild einer sonderbaren Welt und ein Text von großem Scharfsinn, umwerfender Komik und existenzieller Tiefe. Ein Buch, wuchtig wie ein Handkantenschlag. "Geworfen ist unwiderstehlich lesbar, informativ, urkomisch." The New York Times Book Review "Eine große amerikanische Geschichte über verkannte Helden, das Wesen der Gewalt, Hoffnung, Liebe und nahezu alles andere von Bedeutung." Hanna Rosin, Das Ende der Männer "Howleys brillante Prosa ist so geschmeidig und kraftvoll wie die Kämpfer, denen sie nachspürt, während sie sich zwischen Philosophie, Parodie und schweißgetränkter Poesie bewegt." Publishers Weekly "Woran Geworfen mich schließlich erinnert hat, waren weniger die gonzo-haften Artikel aus Amerikas besten Mainstream-Magazinen, sondern einige der kühnsten Stimmen der Literatur des 20. Jahrhunderts." Salon

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  • Buchverlosung zu "Fat City" von Leonard Gardner

    Fat City
    aufbauverlag

    aufbauverlag

    Es gibt immer jemanden, der kämpfen will Leonard Gardner hat mit seinem ersten und einzigen Roman gleich einen Klassiker der amerikanischen Literatur geschrieben. FAT CITY ist keine Heldengeschichte, sondern eine Verbeugung vor dem letzten Willen, der erst erwacht, wenn alle Hoffnung unter den Tisch getrunken ist. Eine Liebeserklärung an eine Zeit, in der man von der Hand in den Mund lebte. Gregor Hens gelingt es mit seiner Neuübersetzung meisterhaft, dem Californian-Working-Class-Sound, dem trotzigen Humor und der feinen Melancholie eine deutsche Stimme zu geben.Zur LeseprobeÜber Leonard GardnerLeonard Gardner ist in Stockton, Kalifornien geboren. Seine Erzählungen erschienen u. a. in The Paris Review, Esquire, Southwest Review. Nach seinem Durchbruch mit FAT CITY 1969 war er langjähriger Drehbuchschreiber in Hollywood. 1972 wurde der Roman mit Jeff Bridges in der Hauptrolle von John Huston verfilmt. Gardner lebt heute in Nordkalifornien. Vor kurzem eröffnete er das Lido-Box-Gym in Stockton.Jetzt bewerben!Bewerbt euch bitte mit Klick auf den "Bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben

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  • Wenn abstrakte Theorie auf massive Praxis trifft

    Geworfen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    24. May 2016 um 15:42

    Wenn abstrakte Theorie auf massive Praxis trifft„Manchmal sieht man leibhaftige, lebende Legenden der MMA-Überlieferung und manchmal halbbetrunkene, hinterwäldlerische Schlägertypen….aber immer gibt es einen Weg, den nur die Kämpfer benutzen“.Und es könnte sein, dass dieser „eine Weg“ in Fragen von Sieg und Niederlage hauptsächlich abhängt von der „Chemie“, die ein „Nummerngirl“ in Gang gesetzt wird.Man weiß es eben nicht so genau, das über Sieg und Niederlage entscheidet, was überhaupt dieses MMA Spektakel zum Spektakel macht. Eine „Sportart“, die ja in weiten Kreisen (immer noch) mehr als verpönt ist, die aber ihre ganz eigenen, auch intellektuellen Reize in sich trägt.Folgt man zumindest Kit, Studentin der Philosophie, im Alltag und bisherigen Leben eher mit abstrakten Fragen und geistigen Sinn-Möglichkeiten beschäftigt als mit diesem Aufeinanderprallen roher Kräfte, weitgehend gar noch ohne Regeln.Die als „Platzfüller“ ihren Platz um das Octagon, um den Käfig herum gefunden hat (eher aus Zufall). Wobei Platzfüller nicht einfach nur „Zuschauermasse“ meint, sondern eine Form der Begleitung darstellt, die sich auch außerhalb des Käfigs vollzieht. „Platzfüller“ sind Menschen, die „nicht zum Kampf, sondern zum Kämpfer“ gehören, die sich persönlich anschließen und persönlich auch von Seiten des konkreten Kämpfers akzeptiert werden, eine Art „Entourage“, aber nicht im engeren Sinne des Begriffs.Sean Hoffmann und Erik Koch, zwei jener „Kampfmaschinen“ sind es, die Kit im Lauf der Zeit näher begleitet, denen sie nahekommt und, das ist der Clou des Buches und zunächst überaus befremdlich, die sie mit den analytischen Mitteln des Diskurses und dem „Handwerkszeug“ der Philosophie wie eine Zwiebel Schicht für Schicht für sich entblättert. In ihrem Antrieb, ihrer Besessenheit, dem Siegeswillen, dem Lebensgefühl, auch in dem Sport, den die beiden betreiben.Und das sehr real, denn die Protagonisten im Buch (außer Kit), die vielfach besprochenen Kämpfe, all das hat in den letzten Jahren real so stattgefunden und wird nun in ein Geflecht von Theorien des Seins mit eingewoben.„…und wenn du ihm nichts auf die Fresse gehauen hättest, dann hätte er auch nicht gewonnen“.Auch das gehört dann dazu, umgehend sich einzubringen, beim Kämpfer zu sein, nur den Kampf vor Augen zu haben und noch einmal vor Augen zu führen, auch wenn gerade der Notarzt die Sehfähigkeit des schwer geschlagenen Kolosses prüft.Vieles von dem, was jene Kit im Buch aus nächster Nähe lapidar und durchweg flüssig an Erlebnissen, Haltungen, Abläufen schildert, „Tja, mein Gesicht wird wohl einiges abbekommen“, ist dem nicht MMA geschulten Leser eher fremd und abstoßend.„Solche Aussagen werden diejenigen schockieren, die das Wort „Gesundheitsbewusstsein“ überbeanspruchen“.Dabei ist das Buch in keiner Form eine einfache Art der Verherrlichung oder Ausdruck eines Fans, sondern folgt in vielen Verästelungen letztlich dem Archaischen im Menschen, der rüden Gewalt, die dennoch Regeln, auch Rücksichtnahme und Empathie kennt, nur eben nicht im Käfig selbst.Vor allem aber und immer wieder geht Kit im Buch der Faszination dieses MMA nach. Ergründet die eigene Faszination von diesem Ereignis und den beteiligten Kämpfer, legt die Besessenheit offen, mit der vor allem die Kämpfer, aber auch viele der Zuschauer sich völlig in das Geschehen hineinbegeben und verweist so in teils erhellender Klarheit auf etwas urtümlich Menschliches. Eines sich Messens wollen, gar Müssen.Eine ganz andere, ungewohnte Form der Lektüre, die dennoch sehr flüssig und sehr interessant zu lesen ist.

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