Kerstin Beck Verschleierte Flucht

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Inhaltsangabe zu „Verschleierte Flucht“ von Kerstin Beck

Kabul, 1984: Scheinbar spurlos verschwindet die ostdeutsche Austauschstudentin Kerstin Beck aus der afghanischen Hauptstadt. Während der DDR-Botschafter mit Hilfe des Geheimdienstes die Stadt nach ihr absuchen läßt, ist die junge Frau längst unterwegs in die Freiheit: Ihr Ziel ist das benachbarte Pakistan – von dort kann sie in den Westen ausreisen und fliehen. Doch die abenteuerliche Flucht birgt viele Gefahren. Zu Fuß und auf Eseln muß Beck die zerklüfteten Berge des Hindukusch bezwingen, muß durch Regen, Schnee und zerstörte Dörfer, vorbei an Blindgängern und sowjetischen Militärposten …

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  • Rezension zu "Verschleierte Flucht" von Kerstin Beck

    Verschleierte Flucht
    Buecherwurm2punkt0

    Buecherwurm2punkt0

    08. October 2011 um 10:44

    Inhalte: Im Jahre 1984 verschwindet in Kabul eine ostdeutsche Studentin scheinbar spurlos. Die DDR-Botschaft sucht mithilfe des Geheimdienstes die afghanische Hauptstadt nach ihr ab, während sie schon auf dem Weg in die Freiheit ist. Ihr Plan sieht vor nach Pakistan zu fliehen um von dort nach Westdeutschland auszureisen. Doch birgt dieser Plan viele Gefahren: sie muss zu Fuß, egal bei welchem Wetter durch Afghanistan reisen, den Hindukusch bezwingen und sich an sowjetischen Militärposten vorbeischleichen. Meine Meinung zum Inhalt: Auf dieses Buch bin ich ehr durch Zufall gestoßen. Ich habe nämlich die Autorin im Hamburger Hauptbahnhof in der S-Bahn getroffen. Da mir die Frau unheimlich tough und sympathisch rüber kam, habe ich mich entschieden ihr Buch zu lesen. Leider ist dieses Buch nicht so einfach zu lesen. Es ist sehr zähflüssig und nach meinem Geschmack mit zu vielen Erklärungen, z.b. zum Fladenbrot und afghanischen Wörtern gespickt. Mein Lesefluss wurde dadurch schon sehr gebremst. Ansonsten fand ich die Geschichte unheimlich interessant. Vor allem die Vorstellung, dass Kerstin Beck diese Flucht jahrelang im geheimen geplant hat und noch nicht mal ihre Eltern davon wussten. Für mich ist vieles davon unvorstellbar, einfach weil ich die Mauer nicht miterlebt habe. Für mich zeigt dieses Buch aber auch, wie verzweifelt die Leute damals waren. Schließlich hat die Autorin einen Studiengang belegt, nur um nach Jahren ein Auslandssemester in Afghanistan zu machen, um dann von dort zu fliehen! Besonders beeindruckend finde ich, dass sie den weiten Weg bis nach Pakistan zu Fuß hinter sich gebracht hat. Leider fehlten aber im Buch oft die Empfindungen und Gefühle zum Geschehen. So habe ich mich gefragt, was sie innerlich gefühlt hat, als sie alleine mit unbekannten Männern unterwegs war. Schließlich hat eine Frau in Afghanistan oft nicht das höchste ansehen. Fazit: Alles in allem ist dies eine unheimlich spannende Erzählung, die einen kleinen Abschnitt der deutschen Geschichte wiederspiegelt. Die Umsetzung in ein Buch ist leider nicht so gut gelungen. Deswegen bekommt diese an sich beeindruckende Geschichte nur so wenig Sterne von mir.

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