Kerstin Cantz

 3,5 Sterne bei 167 Bewertungen
Autorin von Die Hebamme, Nachtschattenmädchen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kerstin Cantz

Kerstin Cantz wurde in Potsdam geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Sie studierte Publizistik, Germanistik und Ethnologie. Sie arbeitete als Redakteurin fürs Fernsehen und schreibt heute erfolgreich Drehbücher und Romane.

Alle Bücher von Kerstin Cantz

Cover des Buches Die Hebamme (ISBN: 9783453351547)

Die Hebamme

 (69)
Erschienen am 05.03.2007
Cover des Buches Nachtschattenmädchen (ISBN: 9783401509174)

Nachtschattenmädchen

 (65)
Erschienen am 01.06.2016
Cover des Buches Wiegenlied (ISBN: 9783453356672)

Wiegenlied

 (13)
Erschienen am 10.09.2012
Cover des Buches Die Schmetterlingsjägerin (ISBN: 9783453354135)

Die Schmetterlingsjägerin

 (9)
Erschienen am 04.01.2010
Cover des Buches Schöne Männer sterben schneller (ISBN: 9783453212008)

Schöne Männer sterben schneller

 (3)
Erschienen am 01.06.2002
Cover des Buches Fräulein Zeisig und der frühe Tod (ISBN: 9783426522615)

Fräulein Zeisig und der frühe Tod

 (2)
Erschienen am 01.03.2019
Cover des Buches Muss denn Liebe tödlich sein (ISBN: 9783453870185)

Muss denn Liebe tödlich sein

 (1)
Erschienen am 01.08.2003

Neue Rezensionen zu Kerstin Cantz

Cover des Buches Fräulein Zeisig und der amerikanische Freund (ISBN: 9783426526187)annlus avatar

Rezension zu "Fräulein Zeisig und der amerikanische Freund" von Kerstin Cantz

Ermittlungen in der amerikanischen Siedlung
annluvor 3 Monaten

*Sie wartete mit einer Sehnsucht, derer sie sich schämte, denn damit Hauptkommissar Manschreck sie anforderte, musste ein Mensch sterben.*


Ende 1963: Elke Zeisig gehört der Weiblichen Kriminalpolizei München an. Als sie in die amerikanische Siedlung gerufen wird, um den Verdacht auf Vernachlässigung eines deutschen Pflegekindes zu untersuchen, ahnt sie noch nicht, welche Kreise der Fall ziehen würde. Die Ermordung Kennedys scheint sich auch auf die amerikanischen Soldaten in Deutschland auszuwirken – schwarze GI´s werden angegriffen und Zeisig erhält wieder einmal die Möglichkeit mit ihren männlichen Kollegen der Mordkommission zu arbeiten. 



Die Geschichte entführt in eine Zeit, in der Gleichheit noch ein Fremdwort ist. Nicht nur die Schwarzen unter den Amerikanern (aus authentischen Gründen wird mitunter auch das N-Wort genutzt) werden als Menschen zweiter Klasse gesehen. Deutlich zeichnet sich auch die Einstellung der Besatzungsmacht ab. Ein großes Thema ist die Rolle der Frau. Zum einen sind da die Soldatenfrauen, die „gute“ Hausfrauen sein sollen und als solche den Status ihres Mannes repräsentieren müssen. Zum anderen kommen deutsche Mädchen zur Sprache, die als leichtsinnig gelten und ihre ungewollten Babys an intakte Familien abgeben. Und dann ist da noch die WKP – den Frauen bei der Kriminalpolizei wird nur das zugetraut, was als „frauentauglich“ gilt: die Befragung von Frauen, die Auseinandersetzung mit Mädchen, die von zu Hause weglaufen oder eben auch all das, was mit Kindern zu tun hat. Obwohl die Frauen gute Arbeit leisten, geht das Gerücht um, dass die Abteilung geschlossen werden soll. Die Aufnahme der Frauen in andere, von Männern dominierte Abteilungen, scheint schlicht undenkbar. 


Die Geschichte wird von mehreren Protagonisten erzählt: Elke Zeisig und ihre Mitbewohnerin, die Barfrau Theres, Hauptkommissar Manschreck, der Elke unter seine Fittiche nimmt und der Kriminalreporter Ludwig-Maria sind es, die die Hauptrollen einnehmen. Auch die Ermittlungen drehen sich um mehrere Fälle. Elke beschäftigt sich besonders mit dem vernachlässigten Säugling (hier eine Triggerwarnung: für das Baby geht es nicht gut aus). Manschreck ist zwar auch in diesen Fall verstrickt, muss sich zusätzlich aber auch noch um eine Messerstecherei und einen Mord kümmern. Ludwig-Maria wird vom Auftauchen eines alten Freundes abgelenkt, der in kriminelle Machenschaften verwickelt zu sein scheint. So spinnen sich die Handlungsfäden rund um mehrere Fälle und Personen, die immer wieder aufeinandertreffen und am Ende ein großes Ganzes ergeben. 


Fazit: Der Krimi ist nicht immer leicht zu lesen. Besonders das Schicksal des Säuglings hat mich berührt. Die Fälle wurden nicht hochspannend aber solide erzählt. Der Ausflug in eine Zeit, in der ganz andere Wertvorstellungen herrschen als heute – in der sich aber bereits eine Auflehnung dagegen abzeichnet – hat mir sehr gut gefallen. 

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Cover des Buches Fräulein Zeisig und der amerikanische Freund (ISBN: 9783426526187)SanneLs avatar

Rezension zu "Fräulein Zeisig und der amerikanische Freund" von Kerstin Cantz

Jazz, Liebe und Drogen in den 60-ern
SanneLvor 3 Monaten

Eine Welt in Sepia-Farben: 60-er Jahre in Deutschland, München. Amerikanische Truppen sind hier stationiert, Rassismus ist ein Problem, die Gleichberechtigung der Frauen ist im Entstehen. Langsam. Sehr langsam. 

Kommissarin Elke Zeisig wird in die Siedlung der amerikanischen Soldaten gerufen, ein Baby soll unablässig weinen. Frau Zeisig ist bei der WKP, der weiblichen Kriminalpolizei. Sie ermittelt, wenn  Jugendliche, Frauen und Kinder verhört werden und ihr Geschick in Befragungen erforderlich ist. 

Kennedy wird erschossen. Im Schock darüber wird die Untersuchung des Babys vertagt. Ein schwerer Fehler.

Interessant ist auch Reporter Ludwig Maria. Sein plötzlich wieder aufgetauchter Freund hat Geheimnisse. Dann wird ein Toter gefunden. 

Kerstin Cantz hat ein vielfältiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet. Politisches und Persönliches ist anschaulich und vorstellbar beschrieben, der Zeitgeist  ist gut eingefangen. Ihre Hauptfigur, die erste Münchener Mordermittlerin,  ist nahbar und sympathisch. 

Gut zu lesender Krimi mit Lokalkolorit von Droemer-Knaur.

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Cover des Buches Fräulein Zeisig und der amerikanische Freund (ISBN: 9783426526187)_julibuechertraums avatar

Rezension zu "Fräulein Zeisig und der amerikanische Freund" von Kerstin Cantz

Ein solider Kriminalroman
_julibuechertraumvor 3 Monaten

Meine Rezension: Vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung. In meiner Rezension drücke ich lediglich mein persönliches Empfinden aus, dies sagt nichts darüber aus ob ein Buch gut oder schlecht ist. Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich auf den Klappentext.

 „Inspiriert von einem wahren Fall“. 

Durch einen sehr angenehmen, flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil gelang mir der Einstieg in die Geschichte schnell. Sehr gefallen hat mir die Zeit, denn das Buch spielt im Jahre 1963/64, der historische Hintergrund und das mir die Autorin näher bringen konnte etwas mehr zum Thema „weibliche Kriminalpolizei“ zu recherchieren. Hier ist es mal wieder erschreckend zu sehen, wie lange Frauen in solchen Positionen kämpfen musste um Anerkennung zu erhalten. Die Erzählperspektiven wechseln zwischen den Protagonisten, so konnte die Spannung weiter aufgebaut werden. Auch hatte ich so die Möglichkeit dem Verlauf bündig zu folgen ohne das Fragen offen blieben. Das Setting von München beschreibt die Autorin bildlich und detailliert ohne dabei zu ausschweifend zu werden. Elke Zeisig konnte mich mit ihrer ruhigen und beständigen Art für sich gewinnen, da ich ihren ersten Fall noch nicht kenne, möchte ich nach diesem Buch auch diesen unbedingt lesen. Nebencharaktere wurden authentisch und fließend mit eingebracht. Die ganze Thematik rund um die US-Offiziere interessierte mich sehr. Lediglich das Ende bzw. die Auflösung des Falls lies mich ein wenig, ja „enttäuscht“ zurück, denn bei allen eingebrachten Verstrickungen und Wendungen war mir dies etwas zu schlicht, oder auch einfach.  Das Cover gefällt mir, da es mal etwas anderes ist. Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander. 

Mein Fazit: Ein guter Kriminalroman mit einer interessanten Protagonistin.

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