Kerstin Cantz Die Schmetterlingsjägerin

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Inhaltsangabe zu „Die Schmetterlingsjägerin“ von Kerstin Cantz

Nele, die junge Kaufmannstochter aus Bremen, segelt 1824 mit Mutter und Schwester einem großen Abenteuer entgegen: Brasilien, ein Land voller Zauber, in dem sie ihre Studien über Schmetterlinge fortsetzen kann. Noch ahnt Nele nicht, dass die Reise sie an den brasilianischen Hof führen wird, wo dunkle Machenschaften ihr Schicksal mit dem der unglücklichen Kaiserin verbinden …

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  • [ Rezension ] Die Schmetterlingsjägerin

    Die Schmetterlingsjägerin

    Nelly87

    09. January 2015 um 14:51

    Inhalt Nele ist die jüngste von drei Töchtern eines Kaufmannsfamilie in Bremen. Nachdem ihr Vater verstorben ist und ihre älteste Schwester spurlos mit einem Mann verschwunden ist, wagen sich die restlichen Frauen der Familie in ein Abenteuer. Um ihre Schwester Emilia mit einem Deutschen in Rio zu verheiraten, übersiedelt die Familie nach Brasilien. Aufgrund ihrer Kleinwüchsigkeit gibt man Nele als Kind aus. Doch Brasilien scheint nicht zu dem Glück zu führen, welches sich die Frauen erhofft hatten. Die Mutter, welche sich gesellschaftliches Ansehen in der Stadt erhofft hatte, sitzt auf der Plantage ihres Schwiergersohnes fest, fern ab von irgendwelchen Gesellschaften und Empfängen. Die Schwester Emilia verspürt zwar große Zuneigung zu ihrem Neu-Angetrauten, allerdings erlaubt sie sich keinerlei Glück, aus Schuldgefühlen wegen des Verschwindens ihrer ältesten Schwester. Einzig Nele scheint eine Chance zu bekommen. Denn die Kaiserin Leopoldine von Brasilien beruft sie an ihren Hof, um ihren Töchtern eine stilvolle Spielkameradin zukommen zu lassen. Doch die Kaiserin ist unglücklich, denn der Kaiser ist nicht nur brutal und gewalttätig, sondern bevorzugt auch seine Mätresse. Cover Jaaaa, also das Cover... es ist meiner Meinung nach ein klassisches Beispiel für einen historischen Roman. Ich persönlich finde diese Cover immer wenig ansprechend, aber irgendwie passen sie auch meistens zu den Romanen. Vorliegend dominiert ein paar Hände mit einem blauen Beutel das Cover. Im Buch erzählt die Protagonistin öfters mal von einem kleinen Beutel, in dem sie ihre Schmetterlinge aufbewahrt. Daher passt es auch hier zum Buch. Nichts Besonderes... Das hat mir gefallen Ich war und bin von der Idee dieses Buches immer noch absolut begeistert. Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, allerdings dominieren die Abschnitte, welche Nele selbst oder die Kaiserin von Brasilien erzählt. Und da hat sich Kerstin Cantz etwas absolut geniales einfallen lassen. In fast jedem Kapitel, welches aus Sicht von Kaiserin Leopoldine erzählt wird, sind Ausschnitte von Briefen abgedruckt, welche die Kaiserin an ihre Schwester Marie Louise geschrieben hatte. Und der Clou an der Sache: dabei handelt es sich komplett um Originaldokumente, die so tatsächlich im 19. Jahrhundert verfasst wurden. Cantz hat mit ihrem Buch eine Mischung aus Fiktion und Wahrheit geschaffen. Im Hinblick auf die Kaiserfamilie hat sich die Autorin komplett an die wahren Begebenheite gehalten. Ich habe mich im Internet über Leopoldine, ihren Mann Dom Pedro, ihre Kinder, die Mätresse erkundigt und war absolut geplättet, wie Cantz es geschafft hat, in diese wahre Geschichte die fiktive Geschichte um Nele, die Schmetterlingsjägerin einzubinden. Davor ziehe ich wirklich meinen Hut. Diese Art, eine Story zu erzählen, ist mir bisher noch nicht untergekommen und meiner Meinung nach ist dieser Versuch mehr als geglückt. Dabei findet sich auch bei diesem Buch wieder der anspruchsvolle Schreibstil der Autorin, welcher mir bereits aus ihrem ersten Buch "Die Hebamme" bekannt war. Vielleicht war die Art und Weise noch einen Tick anspruchsvoller, aber meiner Meinung nach auch flüssiger als bei ihrem Debüt. Trotz einer Vielzahl von Personen, wurden die "wichtigen" Personen mit einer ausreichenden Tiefe ausgestattet. Randfiguren fehlte diese Tiefe oft, was der Geschichte aber keinen Abbruch tat, da sie eben genau das sind: Randfiguren. Vor allem die Kaiserin konnte mich tief berühren. Ihre Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben, was auch dem Umstand zu verdanken ist, dass Cantz es schaffte, sie dem Leser näher zu bringen und ihr Schicksal in genau richtigem Maße ins Licht zu rücken. Das hat mir nicht gefallen Wer mich und meine Rezensionen kennt, weiß: seitenlange Ausführungen zu Natur und Umwelt öden mich gaaaanz schnell an. Das war auch der größte Minuspunkt dieses Buches. Irgendwie passten zwar die Beschreibungen vor allem der Schönheit Brasiliens, da es Neles größte Leidenschaft ist, Schmetterlinge zu fangen. Doch genau diese Ausführungen haben mir den Einstieg in das Buch wirklich schwer gemacht. Die ersten zwei Tage bin ich noch über 50 Seiten hinausgekommen. Erst ab ca. 100 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Doch auch dann noch gab es immer wieder (seitenlange) Passagen, die an Langeweile nicht zu überbieten waren. Außerdem ist mir wieder einmal aufgefallen, dass Personen eingeführt werden, deren Sinn und Zweck sich mir bis jetzt nicht erschließen will. Dieses Problem ist mir ja bereits beim ersten Buch "Die Hebamme" aufgefallen. Nachdem es in der Geschichte von Charakteren nur so wimmelt, hätte es nichts ausgemacht, auf den einen oder anderen zu verzichten. Und dann gab es da noch die Sache mit Philline, der ältesten Schwester der Familie. Diese verschwand vor Jahren, da ihre Mutter sich gegen eine Heirat mit einem Mann aussprach, der nach ihrer Ansicht nach nicht standesgemäß war. Die Geschichte hat sich noch in Bremen abgespielt. Die Familie reist also nach Brasilien aus und Nele hat nachts eine Eingebung und siehe da... auch Philinne findet sich nach Jahren wieder. Das fand ich etwas unrealisitisch. Dafür ist die Welt einfach zu groß... Entweder hätte die Familienzusammenführung anders ihren Weg nehmen müssen oder man hätte die Geschichte ganz weggelassen. Aber so nahm es dem ganzen irgendwie seinen Realitätsbezug, auf den Cantz aber scheinbar doch Wert gelegt hatte. Allgemein kam mir der Schluss der Geschichte etwas überstürzt vor. Da hätte ich mir etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Fazit Mit der Bewertung habe ich mir dieses Mal wirklich schwer getan. Einerseits bin ich immer noch total geflasht von der Verbindung zwischen Realität und Fiktion, andererseits hat mich das Buch teilweise wirklich gelangweilt und das Lesen hat sich unglaublich in die Länge gezogen. Daher habe ich mir für das gute Mittelmaß entschieden. Das Buch lässt mich irgendwie gespalten zurück. Daher sollte sich jeder Histo-Fan seine eigenen Meinung bilden. Super Idee, aber mangelhafte Ausführung.

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  • Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

    Die Schmetterlingsjägerin

    Dunkelblau

    02. May 2014 um 19:15

    Klappentext: "Nele, die junge Kaufmannstochter aus Bremen, segelt 1824 mit Mutter und Schwester einem großen Abenteuer entgegen: Brasilien, ein Land voller Zauber, in dem sie ihre Studien über Schmetterlinge fortsetzen kann. Noch ahnt Nele nicht, dass die Reise sie an den brasilianischen Hof führen wird, wo dunkle Machenschaften ihr Schicksal mit dem der unglücklichen Kaiserin verbinden …" Meine Meinung: Ich weiß nicht so richtig was ich von dieser Geschichte halten sollt und hatte mir mehr davon erwartet. Es ein bunter Themenmix, der aber für mich nicht weitgenug ausgeführt wurde. Nele, die wie Oskar aus „Die Blechtrommel“ nicht mehr wachsen will und daher mit ihren 22 Jahren als Kind wahrgenommen wird. Emilie, die sich selbst kein Glück gönnt und sich die Schuld am Verschwinden der ältesten Tochter Philine gibt. Dann ein bisschen Kritik an der Sklaverei mit einer Portion Voodoo und schließlich die unglückliche Kaiserin Leopoldine, die ihr Schicksal scheinbar treu ergeben hinnimmt und mich damit in den Wahnsinn treibt. Ich konnte mich für keine der Personen wirklich erwärmen und daher hat sich die Lektüre zwischenzeitlich arg in die Länge gezogen. Da sind mir die Auswanderer-Romane von Sarah Lark doch lieber.

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  • Rezension zu "Die Schmetterlingsjägerin" von Kerstin Cantz

    Die Schmetterlingsjägerin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. January 2010 um 20:34

    Nachdem ihr Vater gestorben war und die älteste Schwester die Familie verlassen hatte, segelte Nele mit ihrer Mutter und ihrer noch verbliebenen Schwester nach Brasilien, auf Grund dessen, dass Emilia, die Schwester, dort verheiratet werden sollte. Zunächst müssen erstmal die Turbulenzen der Überfahrt überstanden werden, doch damit soll es nicht genug sein, immer wieder stoßen sie alle auf Hindernisse, die einem normalen Leben im Wege sind. Doch Nele beißt sich durch, denn dadurch, dass sie noch wie ein Kind aussieht, obschon sie bereits über zwanzig ist, bekommt sie einiges mehr mit als andere. Gleichzeitig kann sie sich noch um ihre Leidenschaft, das Jagen und Studieren von Schmetterlingen, kümmern. Zuvor hatte ich noch keinen historischen Roman gelesen und war sehr gespannt was nun dort auf mich zukommen würde. Auffällig ist in jedem Falle die Sprache. Da der Roman 1824/1825 spielt, bedient die Autorin sich auch der Sprache, welche in dieser Zeit benutzt wird. Somit ist es nicht ganz so leicht dem Geschehen schnell zu folgen, da man sich gut konzentrieren muss und evtl. Passagen auch nochmals lesen muss, um wirklich zu erfassen was dort gesagt wird. Ich finde die Sprache aber sehr gut, da der Roman dadurch natürlich sehr viel authentischer wird und man sich besser in die frühere Zeit hineinversetzen kann. Die Charaktere sind gut gewählt und sehr schön und tiefgründig gezeichnet. Man erfährt viel über Hintergründe und Herkünfte, so dass sehr schnell ein klares Bild vor dem geistigen Auge entsteht wie die Personen aussehen würden. Gleichzeitig schafft die Autorin durch diese Tiefe eine gewisse Nähe zwischen Leser und Charakteren, da man sich ihnen verbundener fühlen kann, auf Grund dessen, dass man viel von ihnen erfährt. Obgleich es relativ viele detaillierte Schilderungen gibt, wird es nicht langweilig, da diese sehr lebhaft und anschaulich daherkommen. Auch die Geschichte selber hat mich sehr angesprochen, da sie eine Reise und ein Leben in der früheren Zeit zeigt, wie man es sich heutzutage gar nicht mehr vorstellen kann. Kommuniziert wird über weite Distanzen ausschließlich per Post und von A nach B kommt man sowieso meist nur zu Pferd. Es wird eindeutig, dass der Freiheitsbegriff noch nicht allzu sehr geprägt wurde in dieser Zeit, was man schon allein daran sieht, dass die Schwester Neles verheiratet wird und es sich im Grunde nicht aussuchen kann, ob dies wirklich geschieht. Allerdings deutet sich auch ein kleiner Aufbruch an, da zum Einen Nele ihren eigenen Kopf hat und auch unbedingt immer das durchsetzt wie sie es möchte. Zum Anderen ist dort aber auch die Kaiserin, Leopoldine, die, obwohl in Unterdrückung lebend, versucht sich gegen diese Zeit zu stellen, sei es was die eigene Meinung angeht oder die Ständegesellschaft, welche sie eindeutig nicht gutheißt. Sehr schön finde ich es, im Zusammenhang mit Leopoldine, dass zwischendurch immer wieder wortgetreue Zitate aus ihren Briefen verwendet werden, durch die man ihre Gefühle nochmal mehr verstehen kann. Die einzelnen Kapitel, in die das Buch unterteilt ist, sind jeweils aus einer anderen Sicht geschrieben, so dass man manche Situationen aus verschiedenen Ecken betrachten kann. Vor allem aber bekommt man so viel bessere Eindrücke von den Gedanken der verschiedenen Personen, da eben nicht alles aus einer Sicht geschrieben ist, was diese Geschichte mit Sicherheit auch zu monoton machen würde. Diese Lösung aber passt sehr gut und ist auch schön zu verfolgen.

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