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Berlin_Verlag

vor 4 Monaten

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»Ich finde, daß ihr Leben eins von denen ist, die erzählt werden müssen.«
Rainer Maria Rilke


Herzlich laden wir Euch ein zu unserer Leserunde, in der es um eine der außergewöhnlichsten Frauen der deutschen Literatur geht: Franziska zu Reventlow, die vor genau 100 Jahren starb. Spannend und mit großer Sensibilität erzählt Kerstin Decker vom abenteuerlichen Leben der »gefallenen Gräfin« in nie endender Liebes- und Geldnot. Mehr über das Buch und dieses ungewöhnliche Leben, das uns heute so viel zu sagen hat, erzählen wir Euch unten, hier ein kurzer Hinweis, wie Ihr an der Verlosung der 20 Bücher, die wir zur Verfügung stellen, teilnehmen könnt:
Schreibt uns, was ihr am Leben Franziska zu Reventlow interessant findet und weshalb Ihr gerne mitmachen möchtet. Bewerben könnt Ihr Euch bis zum 6. Juli, damit Ihr das Buch zum 100. Todestag in Händen halten könnt.

Wir freuen uns sehr auf Eure Leseeindrücke und Meinungen und wünschen viel Glück!

Herzliche Grüße

Euer
Berlin Verlag

ZUM BUCH

Sie war der Stern der Münchner Boheme, Avantgardistin der Alleinerziehenden, Vorläuferin des modernen intellektuellen Prekariats, Virtuosin der freien Liebe. Sie starb vor genau 100 Jahren, aber vielleicht war sie die erste Frau von heute: Fanny Comtesse zu Reventlow aus Husum an der Nordsee, das schwarze Schaf ihrer Familie.

Am 25. Juli 1918 stürzt Franziska zu Reventlow in Locarno vom Fahrrad. Nach einer Notoperation stirbt sie am frühen Morgen des 26. Juli 1918 an Herzversagen - 47 Jahre alt. Zeile um Zeile hatte sie sich ihren spärlichen Lebensunterhalt erschrieben, im Akkord übersetzend, aber auch als Autorin meist autobiografischer Romane. Sie fand es verantwortungslos, an Männern, die ihr gefielen, vorüberzugehen. Sie streifte manchen intim, den man immer noch kennt, etwa Rainer Maria Rilke, Karl Wolfskehl oder Ludwig Klages. Zum ersten Mal wird die Biografie ihrer Lieben erzählt, denn auch Lieben sind Lebewesen: Sie werden geboren, reifen und sterben, aber nicht alle. In Kerstin Deckers ebenso tragischem wie komischen Bericht dieses Lebens bleibt vom Bild der robusten Männersammlerin fast nichts übrig, zugleich entsteht ein einzigartiges Mutter-Kind-Porträt.

Wer war diese gefallene Gräfin in nie endender Liebes- und Geldnot, die eine so weltüberlegen-hochironische Prosa schrieb, dass es den Männern schwerfiel, an eine Autorin zu glauben?

»… sie wusste, was Freiheit bedeutet.«

Erich Mühsam

ZUR AUTORIN

Kerstin Decker wurde geboren 1962 in Leipzig geboren und ist promovierte Philosophin und Autorin des »Tagesspiegel«. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter »Lou Andreas-Salomé. Der bittersüße Funke Ich« und »Nietzsche und Wagner. Geschichte einer Hassliebe«. Im Berlin Verlag erschien 2015 »Meine Farm in Afrika. Das Leben der Frieda von Bülow« und 2016 »Die Schwester. Das Leben der Elisabeth-Förster-Nietzsche«. Kerstin Decker lebt in Berlin.

Autor: Kerstin Decker
Buch: Franziska zu Reventlow
1 Foto

otegami

vor 4 Monaten

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'Sie fand es verantwortungslos, an Männern, die ihr gefielen, vorüberzugehen.' Köstlich!!!! Und das vor über 100 Jahren?! *staun* Und dann noch Autorin!
Na das reizt mich doch ungemein, mehr über sie zu lesen! (Und hoffe, auch weniger bekannte Seiten ihres Lebens kennenzulernen.)
Ich springe somit mit Begeisterung in den Lostopf und hoffe, dass mir die Glückgöttin hold ist!


Buecherfreundinimnorden

vor 4 Monaten

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Ich bewundere den Mut dieser Frau. Es ist bestimmt nicht selbstverständlich, sich gegen eine Gesellschaft zu stellen, die die Rolle der Frau nur darin sah, in Küche und Haus zu wirken. Franziska Reventlow erinnert mich in ihrer Kreativität und Entschlossenheit an Else Lasker-Schüler, die ich auch bewundere. Ich würde ihre Biografie gerne lesen und hüpfe in den Lostopf...

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Aischa

vor 2 Monaten

Fazit/Rezensionen
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Suszi schreibt:
Es handelt sich um ein sehr tiefgründiges Buch mit sehr guter Hintergrundrecherche. Wer – wie ich - eine „reine Biografie“ erwartet, wird enttäuscht sein. Denn die eingearbeiteten Gedanken Franziskas sind sehr philosophischer Natur und ihre Überlegungen/Pläne – für mich – nicht immer nachzuvollziehen und zu verstehen.

So ging es mir leider auch. Ich finde ohne umfangreiche Kenntnisse der Philosophie muss man bei dieser Biografie entweder ständig Sachen nachschlagen oder großzügig über Abschnitte hinweglesen, die man einfach nicht versteht. Beides ist nicht meins.

TochterAlice

vor 2 Monaten

Dritter Teil (S. 193-302)
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Ich bin mit diesem Teil noch nicht durch, aber ich bin sehr befremdet, dass Franziska ihrem Verleger so fordernd entgegentritt in Bezug auf die finanziellen Belange. Denn noch hat sie ja nichts geliefert und die Story mit dem Koffer kam mir auch reichlich durchsichtig vor.

Ich vermisse mehr und mehr ein Personenverzeichnis mit ganz knappen Erläuterung über die Rolle des einzelnen (manchmal nur ein Wort), wie es in vielen Biographien enthalten ist. Ich komme durcheinander mit Klages, dem Paläontologen, Stefan George, den Zahlungen aus dem Ausland und was weiß ich noch alles. Anstatt dass ich mich auf die inhaltliche Weiterentwicklung einlassen könnte, schwirrt mir der Kopf vor lauter Männern. Mit den wenigen Frauen komme ich ganz gut klar, ist aber auch kein Wunder!

Martinchen

vor 2 Monaten

Fazit/Rezensionen

Ich habe gerade festgestellt, dass ich meine Rezension noch gar nicht eingestellt hatte. Das habe ich jetzt schnell nachgeholt. Sie wird auch bei amazon, thalia und weltbild eingestellt.

https://www.lovelybooks.de/autor/Kerstin-Decker/Franziska-zu-Reventlow-1500759193-w/rezension/1658643447/

Herzlichen Dank für dieses Buch. Ich werde weitere Bücher der Autorin lesen.

TochterAlice

vor 2 Monaten

Vierter Teil (S. 303-360)
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Mir gefällt eigentlich ganz gut, dass sie fast nichts ernst nimmt, auch nicht sich selbst, aber mit der Art, wie sie das tut, steht sie sich selbst ganz schön im Weg. Gerade auch beim Schreiben.

Dieser letzte Teil, in dem wir sie dann auch - leider viel zu jung - verlieren, hat mich am meisten bewegt, dennoch - so richtig mit dem Buch anfreunden konnte ich mich leider bis zuletzt nicht.

TochterAlice

vor 2 Monaten

Vierter Teil (S. 303-360)
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tardy schreibt:
Dass sie frei sein wollte und so leben wollte, kann ich gut verstehen. Aber sie war es ja gar nicht, in meinen Augen war sie war immer abhängig und wie Du schreibst. Sie hat teuer dafür bezahlt.

Das sehe ich auch so - ihre Gedanken waren frei oder sie wollte sich als freier Mensch sehen, aber in all ihrer "Freiheit" ist sie ohne die - vor allem materielle - Unterstützung anderer nie ausgekommen.

TochterAlice

vor 2 Monaten

Fazit/Rezensionen

Hier nun auch meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Kerstin-Decker/Franziska-zu-Reventlow-1500759193-w/rezension/1665589123/
Herzlichen Dank fürs Mitlesendürfen!

Annette126

vor 1 Monat

Fazit/Rezensionen
@TochterAlice

Schön, das Du mitgemacht hast und es Dich gibt.😊

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