Kerstin Decker Heinrich Heine

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Inhaltsangabe zu „Heinrich Heine“ von Kerstin Decker

Heinrich Heine wollte alles werden – bloß nicht Dichter. Denn noch nie hatte man von einem glücklichen Dichter gehört. Am Ende seines Lebens nannte er sich »Narr des Glücks« – ein »Narr der Frau« und »Narr des Vaterlands«  war er da bereits ...

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  • Rezension zu "Heinrich Heine" von Kerstin Decker

    Heinrich Heine
    Kaivai

    Kaivai

    31. March 2007 um 18:05

    "Ja,sie weiß,ihr Henri liebt sie.Sie liebt ihn doch auch - wie ihren Papagei,das Einkaufengehen und das Plaudern.Im Sommer soll sie wieder zu ihrer Mutter aufs Dorf zu den Kühen,aber das kann er diesmal vergessen,wer sagt ihr,daß er wiederkommt? Zweimal hat sie schon Glück gehabt,aber beim dritten Mal geht es bestimmt schief.Außerdem möchte sie auch einmal das Meer sehen und die Bretagne.Er hat keine Chance.Wenn es darauf ankommt,ist sie doch stärker.Sie kann schreien, heulen,tagelang,wenn es sein muß. Wer etwas will muß Opfer bringen.Als Frau weiß man das.Wie gut,daß sie keine Erziehung hat,sie wäre ihr bestimmt hinderlich.Frauen mit Erziehung sind viel unglücklicher als Frauen ohne Erziehung." Wenn Kerstin Decker Heinrich Heine aus den Augen seiner Frau Mathilde betrachtet,die er wenig romantisch gekauft hat,wird es erstens lustig und zweitens deutlich,wie sehr Nietzsches Satz vom Chaos,das einer in sich (und mit sich!) tragen muß,um einen tanzenden Stern zu gebären,auf diesen Dichter zutrifft. "Es gibt zwei Arten von Geistesmenschen.Die einen,Typus Hegelianer,Wissenschaftler überhaupt,die stolz sind auf die Gabe des Geistes.Und es gibt die anderen,die wissen,daß der Geist die Katastrophe schon einschließt.Heine gehört zu ihnen." Kerstin Decker breitet H.H.'s Leben mit soviel Feingefühl und Klarheit vor mir aus,daß selbst ich,der von Heine nichts kennt außer ein paar Gedichten,nach diesem Buch das Gefühl hab,ihm ganz nahe zu sein.Und das lohnt sich.Denn: in Heine steckt das eine ei aus dem die Moderne schlüpft. Er ist so modern,wie keiner in seiner Zeit.Nur sein Frauenbild ist noch altbacken.Zur Strafe kriegt er die wilde Mathilde und die zeigt ihm wo der Bartel den Most holt.Am Ende landet Heine schwerkrank in seiner Matratzengruft und verbringt dort die letzten acht Jahre seines Lebens.Am 17.2.1856 stirbt er 58jährig.In meinen Augen aber nicht,denn dies Buch macht ihn wieder quicklebendig.

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