Kerstin Decker Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

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Inhaltsangabe zu „Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow“ von Kerstin Decker

1887 sprengt eine junge Baroness alle Rollen, vor allem die der Frau und die ihres Standes. Sie folgt ihrem Traum von Afrika. Dort hat ein deutscher Privatdozent ein Riesenreich annektiert, sehr zum Verdruss Otto von Bismarcks. Der Amateureroberer Carl Peters und die Kolonie Deutsch-Ostafrika werden Frieda von Bülow zum Schicksal. Bin ich ein Sekundärtalent, eine zweitrangige Begabung? Die spätere Schöpferin des »deutschen Kolonialromans« Frieda von Bülow neigt dazu, diese Frage zu bejahen. Doch dann tritt ein Mann in ihr Leben, der ihr mit Nietzsche sagt: Werde, der du bist! »Meine Farm in Afrika« berichtet von einer Frau, die im fremden Land nicht als Eroberin auftritt, sondern gemeinsam mit den Einheimischen ein neues Leben beginnen will. Das Buch taucht tief ein in ein fast vergessenes, äußerst widersprüchliches Kapitel deutscher Geschichte. Es entsteht das Tableau einer Gesellschaft, getragen von Menschen Anfang dreißig, vornehmlich Adlige, die sich gleichsam auf exterritorialem Gebiet neu erfinden wollten: Wir sind zwar Deutsche, aber wir haben es satt, der Poet unter den Völkern zu sein! Aktion statt Traum! Kerstin Decker erzählt mit viel Gespür für die Charaktere und die skurrilen Züge einer Zeit, in der es möglich war, die höchste Erhebung Afrikas auf den Namen Kaiser-Wilhelm-Spitze zu taufen.

Eine unterhaltsame, philosophische wie humorige Darstellung der Ereignisse um die Ostafrika Kolonien und das Schicksal von Frieda von Bülow

— Zmei

Auch wenn es umfangreich u. relativ anspruchsvoll ist, so ist es doch wert gelesen zu werden. Nur selten ist Geschichte derart unterhaltsam.

— Sick

Beeindruckendes Buch über die Entstehung der deutschen Kolonien und das Leben der Frieda von Bühlow!

— mabuerele

ein gut recherchiertes Buch auf anspruchsvolle, intelligente & unterhaltsame Art und Weise geschrieben. Lesenswert.

— Gwenliest

Äußerst anspruchsvolles Werk über die Geschichte des deutschen Kolonialismus in Ostafrika

— Huschdegutzel

Deutsch-Ostafrika Ende des 19. Jahrhunderts

— efell

Ein tolles Buch über ein spannendes Kapitel deutscher Geschichte!

— Buchgespenst

Mehr als eine Biographie, mehr als ein Roman: nichts ist pfantastischer und unwahrscheinlicher als die Wirklichkeit.

— JulesBarrois

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  • Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Menschen, die die Welt nie angeschaut ha

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    Sick

    Juni, 1887: Eine junge Adlige aus Berlin trifft in Sansibar ein. Es ist Frieda von Bülow, 29 Jahre alt, ältestes von fünf Geschwistern eines preußischen Legationsrats. Ein Jahr zuvor hatte sie mit dreizehn weiteren Damen eine Berliner Gesellschaft gegründet, die sich "Deutschnationaler Frauenbund für Krankenpflege in den Kolonien" nennt. In ihrem Auftrag ist Frieda also nach Deutsch-Ostafrika gereist, um sich um die Kranken und Schwachen zu kümmern. Und von denen gibt es einige, denn die Europäer, vornehmlich Deutsche, die sich am Äquator niedergelassen haben, fangen sich einer nach dem anderen das Tropenfieber ein, das nicht selten auch tödlich endet. So ist es auch einigen Gefährten von Carl Peters ergangen, der drei Jahre zuvor eine erste Landnahme-Expedition durchgeführt hatte. Trotz katastrophaler Vorbereitung und ohne Rückendeckung von Kaiser Wilhelm I. und Reichskanzler Bismarck war es ihm gelungen, mit den ansässigen Stammesfürsten Verträge abzuschließen und so erstmals eine deutsche Kolonie zu gründen. Der erste deutsche Gouverneur war Carl Peters allerdings mitnichten. Schon sechs Jahre zuvor, im Jahr 1878, war ein Arzt aus Oberschlesien, genannt Emin Pascha, zum Gouverneur der ägyptischen Provinz Äquatoria geworden. Der beschäftigte sich allerdings lieber mit Vogelkunde und seinem Kräutergarten als mit Kolonialisierung und Politik im Allgemeinen. Auch wenn alle drei auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben - eines haben sie in jedem Fall geteilt: die Faszination des Kontinents Afrika und die Wertschätzung der Möglichkeiten, die er ihnen eröffnet hat. Denn Frieda von Bülow fühlte sich in der preußischen Gesellschaft nicht wohl, die sie hinter ihrem Rücken und doch ins Gesicht dafür verurteilte, dass sie mit fast dreißig immer noch nicht verheiratet war. In Afrika erhoffte sie sich eine Loslösung von diesen Zwängen, eine Würdigung für ihre Arbeit mit den Kranken und doch die Zuneigung des Mannes, den sie seit ihrer ersten Begegnung begehrte: Carl Peters. Der hatte allerdings ganz andere Dinge im Kopf, die so gar nichts mit romantischen Gefühlen zu tun hatten, denn stets hat er seine Ziele verfolgt. Waren das zunächst die Landnahmen zum Aufbau der Kolonie und die Akzeptanz von Kaiser und Kanzler für seine Visionen, hatte Carl Peters nach einer kurzen Stippvisite in Deutschland eine ungleich schwierigere Aufgabe zu lösen: er würde eine Emin-Pascha-Expedition anführen. Ja, es war nicht die erste, diese war zwei Jahre zuvor gescheitert und zwar achtkantig. Ein Engländer namens Henry Morton Stanley hatte seinerzeit versucht, den verschwundenen Gouverneur im Dschungel aufzuspüren, doch trotz zahlloser Träger und sogar einigen Schiffen war ihm das nicht gelungen.   Wie man sieht, was damals so einiges los in Deutsch-Ostafrika. Dies ist auch der Grund, warum ich relativ lange gebraucht habe, um das Buch fertig zu lesen. Denn viele Personen haben mitgemischt, über mehrere Jahre wurde die Kolonie aufgebaut, immer ehrgeizigere Ziele wurden verfolgt. All das und noch etwas mehr findet sich im Buch. Es ist zwar kein Sach- oder Fachbuch im eigentlichen Sinne, aber ein Roman ist es ebenfalls nicht. Am ehesten könnte man es vielleicht Nacherzählung nennen, die anhand und mithilfe von Tagebüchern und Veröffentlichungen der historischen Persönlichkeiten wiedergegeben wird. Letztere sind sehr gut in den Text integriert, sodass man trotz der kursiven Schrift manchmal vergisst, dass man ein echtes Zeitzeugnis liest. Auch der ironische und manchmal wertende Unterton der Autorin las sich sehr angenehm und hat die manchmal doch anstrengende (weil umfangreiche) Erzählung aufgelockert. Einige Sätze sind es durchaus wert überdacht zu werden und es kommt auch nicht von ungefähr, dass unter anderem Schopenhauer und Humboldt zitiert werden. Ich persönlich kann mit Philosophie nicht so viel anfangen, aber bis auf einen Schwerpunkt zu Beginn des Buches waren die Dosen durchaus angemessen. Die Personen waren zum Teil recht interessant, allen voran Emin Pascha bzw. Eduard Schnitzer, wie er eigentlich hieß. Er schaffte es, die verschuldeten Gebiete, die unter seiner Kontrolle standen, zu modernisieren, sodass sie schon nach kurzer Zeit Gewinn abwarfen. Außerdem reiste er bei seinen Forschungen über den halben Kontinent, sodass er schließlich von Äquatoria bis nach Deutsch-Ostafrika gelangte. Carl Peters fand ich als jungen Mann ebenfalls ziemlich interessant, schlug er doch das Angebot seines Onkels aus, als englischer Gentleman ein angenehmes Leben in London zu führen. Stattdessen verwirklichte er seine Vision von einer deutschen Kolonie und war nie müde, gegen alle Widerstände seine Ziele zu erreichen. Später dann sind mir seine Starrköpfigkeit und seine konservativen Ansichten doch etwas auf die Nerven gegangen. Leider konnte ich irgendwann nicht mehr nachvollziehen, was Frieda weiterhin an ihm fand. Diese war eine außergewöhnliche Frau zu dieser Zeit. Nicht nur, dass sie mit Ende zwanzig immer noch ledig und eine Heirat nicht in Sicht war, auch die Tatsache, dass sie als Frau alleine ans Ende der Welt reiste, war alles andere als normal und ebenso schlecht angesehen. Frieda litt unter den Vorurteilen der vornehmen Gesellschaft, aber sie konnte auch nicht aus ihrer Haut, also versuchte sie, das Beste daraus zu machen. Sie schrieb mehrere Afrikaromane und gilt seitdem als Begründerin des Kolonialromans. Leider habe ich nicht so viel über sie erfahren, wie ich zunächst angenommen habe, immerhin steht ja ihr Name auf dem Titel. Dafür wurden einfach zu viele Hintergründe und Parallelhandlungen mit hineingenommen. Trotzdem hat mir "Meine Farm in Afrika" alles in allem gut gefallen. Zusammenfassend gibt es im Anhang noch die Quellenverweise, ein Suaheli-Glossar, ein umfangreiches Personenregister und eine Zeittafel, in der die wichtigsten Ereignisse kurz und knapp zusammengetragen wurden. Dies hat mir im Nachhinein noch einige offenen Fragen beantwortet und geholfen, meine Verwirrung bezüglich mancher Schilderungen zu beseitigen. Außerdem wurden einige Fotos mit eingebracht, die mir geholfen haben, die Gesichter zu den Namen kennen zu lernen.   Auch wenn das Buch umfangreich und relativ anspruchsvoll ist, so ist es doch wert gelesen zu werden. Nur selten bekommt man diesen Teil deutscher Geschichte so derart unterhaltsam präsentiert, sodass ich es allen Interessierten empfehlen kann.

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  • Leserunde zu "Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow" von Kerstin Decker

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    Berlin_Verlag

    Das Leben der deutschen Tania Blixen Liebe Lesefreunde, heute wollen wir etwas Neues versuchen und euch zu einer Sachbuchrunde einladen – doch keine Angst, Kerstin Deckers Biographie über Frieda von Bülow, eine der widersprüchlichsten Frauen des 19. Jahrhunderts, entführt euch kenntnisreich in die bisweilen haarsträubende Welt des deutschen Kolonialismus: Bin ich ein Sekundärtalent, eine zweitrangige Begabung? Die spätere Schöpferin des »deutschen Kolonialromans« Frieda von Bülow neigt dazu, diese Frage zu bejahen. Doch dann tritt ein Mann in ihr Leben, der ihr mit Nietzsche sagt: Werde, der du bist! »Meine Farm in Afrika« berichtet von einer Frau, die im fremden Land nicht als Eroberin auftritt, sondern gemeinsam mit den Einheimischen ein neues Leben beginnen will. Das Buch taucht tief ein in ein fast vergessenes, äußerst widersprüchliches Kapitel deutscher Geschichte. Es entsteht das Tableau einer Gesellschaft, getragen von Menschen Anfang dreißig, vornehmlich Adligen, die sich gleichsam auf exterritorialem Gebiet neu erfinden wollten: Wir sind zwar Deutsche, aber wir haben es satt, der Poet unter den Völkern zu sein! Aktion statt Traum! Kerstin Decker erzählt mit viel Gespür für die Charaktere und die skurrilen Züge einer Zeit, in der es möglich war, die höchste Erhebung Afrikas auf den Namen Kaiser-Wilhelm-Spitze zu taufen. Wir freuen uns auf eure Bewerbung in Form einer kurzen Einschätzung der Leseprobe! Euer Berlin Verlag

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    • 282

    Sick

    11. July 2015 um 09:58
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    BuchNotizen schreibt (...) Mir kam es vor, als wären es drei Bücher in einem. Die Entstehung der Kolonie, das Leben von Peters und der kleinste Teil das Leben von Frieda. (...)

    Hast du gut ausgedrückt, so könnte man es tatsächlich sagen.

  • Ein grandioses Werk: Informativ, unterhaltsam, weise. Absolut lesenswert

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    Zmei

    03. July 2015 um 21:01

    Es ist kein  Roman im belletristischen Sinne, denn für die Geschehnisse zwischen 1882 und 1905 gibt es einen umfangreichen Quellennachweis am Ende des Buches. Und doch ist es kein Werk, das im Stil einer Dokufilmsendung rein informativ und trocken den Stoff vor den Augen der Leser ausbreitet. Ganz im Gegenteil. Es gibt genug Raum für Eigeninterpretationen, philosophischen Überlegungen, Ironie und Humor, der gekonnt wie gewitzt genutzt wird. Fakten bilden eine solide Basis dieses opulenten, im Sinne gehaltvoll an wertvollen Gedanken, Werkes. Eigene Nachempfindungen von der Autorin Kerstin Decker hauchen erst das Leben in jene historische Ereignisse und Figuren ein des XIX Jh., die ihr Buch uns bietet. Ein Vielfalt an Themen taucht in dem Buch: Freundschaft, Liebe, Familie, Suche nach persönlichem Gluck, der Mensch und sein Platz in dieser Welt, aber auch Eroberung der Deutschen von Ostafrika, politische Geschehnisse der damaligen Zeit, Attitüde der deutschen Regierung zu der Entstehung der Kolonien, Umgang der Afrikaner mit den Eroberern, die Lebensumstände der deutschen Eroberer in Ostafrika, uvm. Eines der Themen, das wie ein roter Faden durch Schicksale der Figuren durchzieht, ist das Thema der eigenen Identität/des eigentlichen Ich-Werdens. Es wird gezeigt und kommentiert, wie einige der Helden dieses Werkes das Problem für sich gelöst haben: Zu Anfang musste Carl Peters, der Pfarrersohn aus Neuhaus an der Elbe, aufhören, ein Deutscher zu sein, um in London weiterzukommen. „Leben ist Hochstapelei; man muss die Person behaupten, die man erst zu werden gedenkt.“ S. 103 Oder auf S. 152: „Er hat sich selbst erschaffen. Ein Unternehmer im Wortsinn, ein Selbsterfinder. Es ist also möglich. Da gründet einer sein Dasein auf nichts als sich selbst, und plötzlich wird eine Welt daraus. Er hatte keine Chance. Aber er hat sie genutzt. Ich bin ich!“ Emin Bay, ein Ornithologe aus Oberschlesien, musste sich einen neuen Namen wie andere Identität leihen: Er gab sich für einen Türken aus, um den Job des Gouverneurs in Äquatoria zu bekommen. Frieda von Bülow war das Thema ebenfalls nicht fremd: „Sie misstraut nun einmal Menschen, deren Ideal die Selbstverleugnung ist. Dabei müsste etwas ihr sagen, wie gefährlich gerade diese sind.“S. 310. Ebenso Deutschland als junger Staat unter Bismark und das deutsche Volk waren um die Zeit auf der Suche nach eigener Identität. Auch andere Fragestellungen und spannende philosophische Gedanken, wie poetische Beschreibungen erwarten die Leser in diesem Buch. „Jetzt strömen immer mehr Menschen auf den großen Platz, mit nur in Venedig möglicher Geräuschlosigkeit. Kurz versinkt die junge Frau im Anblick der hellen Sterne auf tiefblauem Grund am Portal der Markuskirche. Es könnte ein Bild der Verlorenheit sein, der Verlorenheit in der unendlichen Nacht des Raums, und ist doch, seltsam genug, eines der Geborgenheit. Als sei die Erde ein heimatlicher Stern. Als könne man auf ihm nicht verlorengehen.“ S.145 oder: „Es ruht ein Hauch süßer Poesie über der Landschaft und ladet den Geist zum träumerischen Sich-Versenken in sich selbst ein.“S. 358  Als Teil der westlich orientierten Mentalität haben einige Fragen auch heute an Aktualität nicht verloren. Schön, bereichernd, dass sie im Kontrast zur Weltanschauung der Afrikaner so deutlich uns vor Augen geführt wurden: „Der Stärkere nimmt dem Schwächeren nicht das Seine? Sollte das Zivilisation sein? Oder ist Zivilisation, wenn der Stärkere dem Schwächeren das Seine so nimmt, dass es sich nicht mehr nachweisen lässt?“S. 79 oder „Es kann nicht schön sein dort, sonst würden sie nicht alle fortlaufen. … doch hätte er das große Wasser kennenlernen sollen, wäre er gewiss an seinem Strand geboren.“ Und weiter S. 160-161: „Trotzdem sah ihn Mandara wohl mit einem Gefühl an, das er Rührung nennen müsste, wenn er dafür einen Namen wüsste. Denn er erinnerte ihn an das, woran alle älteren Leute am liebsten denken: an seine Jugend.“ Es gibt noch mehr gelungene Gegenüberstellungen der europäischen und der afrikanischen Mentalität in dem Werk. Auch höchstinteressante Details zur europäischen Gesichte, u. a. was Deutschland, Niederlande oder Belgien mit all ihren Kolonien angeht. Man erfährt auch, wie Belgien zu ihrem ersten König kam. Oder wie stark die Rivalität zw. Briten und Deutschen in Ostafrika z.T. auch ausfiel. Es wird schon oft zwischen den Orten, Zeiten, Figuren und Perspektiven geschaltet, um einen bestimmten Gedankengang, ein Bild fertig zu malen, eine Geschichte zu Ende zu erzählen, manchmal auch ohne einen sichtbaren Grund, aber es erweist sich stets als eine Ergänzung und letztendlich Bereicherung. Zum schnellen Weglesen ist es nichts. Ich musste öfters mal das Buch weglegen, um genug Raum dem ganzen Gedankenreichtum und der Vielfalt an Figuren, Situationen, etc. zu geben. So ein Buch braucht eben so viel Zeit und Ruhe. Auch dieser mal ernst philosophische, mal humorig-ironischer Erzählstil sagte mir sehr zu und machte das Fortkommen um einiges leichter. Fazit: Ein Buch in hoher Qualität, innerlich wie äußerlich, auf jeder Seite. Es ist zwar schon ein Werk, das Zeit und Aufmerksamkeit fordert, man wird aber auch dafür mit schönen wie erfüllten Stunden voller Witz und Weisheit belohnt. Zu lesen lohnt es sich auf jeden Fall. Daher 5 wohl verdiente Sterne und eine klare Leseempfehlung.  

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  • Wie Deutschland zu seinen Kolonien kam

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    mabuerele

    19. June 2015 um 20:42

    „...Oder ist es Zivilisation, wenn der Stärkere dem Schwächeren das Seine so nimmt, dass es sich nicht mehr nachweisen lässt?..." Carl Peters, ein junger Philosoph, der gerade sein erstes Buch veröffentlicht hat, steht in London am Bett seines toten Onkels. Wenige Jahre später wird er Geschichte schreiben. Frieda von Bülow stammt aus einer verarmten Adelsfamilie. Zusammen mit ihren Schwestern lebt sie in Berlin. Es ist ungewöhnlich für eine junge Dame, dass sie mit Mitte 20 noch nicht verheiratet ist. In der südlichsten Provinz Ägyptens arbeitet ein Mann als Gouverneur, der sich Emin Bey nennt. Eigentlich aber stammt er aus Oberschlesien. Sein Interesse gilt nicht der Politik, sondern der Biologie und der Landwirtschaft. Auf dem Buch steht als Untertitel „Das Leben der Frieda von Bülow“. Das macht aber nur einen Teil der Handlung aus. Die Autorin hat einen fulminanten Roman über die Kolonialisierung Afrikas durch Carl Peters und seine Begleiter geschrieben. Carl Peters war es auch, der Frieda zu ihrer ersten Afrikareise inspiriert hat. Das Buch zeichnet sich durch exakt charakterisierte Protagonisten, philosophische Tiefe und detailgenaue Beschreibung der Eroberung des schwarzen Kontinents aus. Frieda von Bülow will selbstbestimmt leben, stößt aber immer wieder an Grenzen. Zum einen sind das die Grenzen ihres Standes und der daraus folgende Erziehung. Von diesen Denkstrukturen, die Menschen in Herren und Diener einteilt, kann sie sich kaum lösen. Zum zweiten muss sie stets erneut erkennen, dass eine allein lebende Frau oft nicht akzeptiert wird. Carl Peters ist von dem Wunsch besessen, für Deutschland Land in Afrika in Besitz zu nehmen. Die einheimische Bevölkerung wird geschickt ausgetrickst. Oft können sie die Verträge, die sie unterschreiben, nicht lesen. Deutlich wird, dass die Eroberer die Schwierigkeiten Afrikas unterschätzt haben. Krankheit und ungewohnte Temperaturen fordern ihre Opfer. Der gehobene Schriftstil des Buches lässt sich gut lesen, fordert aber Aufmerksamkeit, damit viele der kleinen Feinheiten nicht untergehen. Höhepunkte sind die Dialoge, wo auch philosophische und ethische Fragen angesprochen werden. Die Spannung des Buches ergibt sich aus den ungewöhnlichen Verhältnissen in Afrika. Es ist Neuland, dass sie meist unzureichend vorbereitet betreten. Auszüge aus Originaldokumenten sind geschickt in die Handlung integriert. Mehrmals werden dem tatsächlichen Erleben die entsprechenden Ausschnitte aus Friedas Büchern gegenüber gestellt. Während die Durchquerung von Afrika und die Verhältnisse, die die Reisenden bei verschiedenen Stämmen antreffen, sehr ausführlich und genau beschrieben werden, bleiben in Friedas Lebensbeschreibung Fragen offen. Nicht alle ihre Entscheidungen sind logisch nachvollziehbar. Das Buch wird ergänzt durch Karten in der ersten und letzten Umschlagseite, durch ein informativ dichtes Nachwort, ein ausführliches Quellenverzeichnis, ein Suaheli-Glossar und ein Personenverzeichnis. Eine Vielzahl von Originalfotografien veranschaulicht die Handlung. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mir einen ausführlichen Einblick in eine selten thematisierte historische Epoche ermöglicht. Geschichtlich Interessierte finden im Buch eine Fülle von Informationen über die ersten deutschen Kolonien. Allerdings sollte man nicht in erster Linie eine Lebensbeschreibung von Friedas von Bülow erwarten. Wie oben schon erwähnt, ist das Buch wesentlich mehr.

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  • Das Leben in Afrika ... zum Ende des 19. Jahrhunderts

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    Gwenliest

    04. June 2015 um 00:19

    „Dieses Buch versucht mit vielen Augen zu sehen, aus der Perspektive der Afrikaner ebenso wie aus der Frieda von Bülows und der Europäer, die mit ihr nach Afrika kamen. Sie kamen längst nicht alle als Eroberer.“ aus dem Nachwort von Meine Farm in Afrika, Das Leben der Frieda von Bülow, von Kerstin Decker. Die Autorin erzählt in ihrem Buch nicht „nur“ die Geschichte von Frieda von Bülow, der Erfinderin des Kolonialromans, sondern auch die von Carl Peters, dem Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika und Eduard Karl Oskar Theodor Schnitzer, auch bekannt als Emin Pascha, Afrikaforscher und Gouverneur der Provinz Äquatoria. Darüber hinaus kommen noch einige andere historische Persönlichkeiten zu Wort. All diese Menschen suchen das Abenteuer und wollen die Welt entdecken, aber nicht alle belassen es beim Entdecken oder darüber schreiben, einige sehen eine Chance für Macht und Ruhm egal mit welchen Mitteln. Die adelige Frieda möchte nach Afrika weil sie sich zum einen von dem Verlust ihrer geliebten Schwester ablenken möchte, zum anderen aber insbesondere der Gesellschaft entfliehen möchte, die sie als nicht vollwertig ansieht weil sie mit 30 immer noch weit davon entfernt ist zu heiraten. Diesem Frauenbild und den Zwängen ihrer Zeit möchte sie entfliehen, aber kann sie das auch vor den inneren Zwängen und ihrer eigenen Weltanschauung? Und so holt Kerstin Decker aus, um Frieda von Bülows Geschichte zu erzählen, aber auch um ein Gesamtbild einer der heutzutage wenig thematisierten, sehr widersprüchlichen Zeit der deutschen Außenpolitik aus der damaligen Sicht zu zeichnen. „Dies ist ein Roman und ist doch keiner. Denn im Zweifelsfall ist nichts phantastischer, nichts unwahrscheinlicher als die Wirklichkeit.“ So steigen wir in das Buch ein. Aufgrund des Titels, bzw. des Untertitels bin ich davon ausgegangen, dass mich eine Biographie von Frieda von Bülow erwartet. Deshalb war ich anfangs etwas irritiert, was sich jedoch sehr schnell gelegt hat, denn auch die anderen historischen Persönlichkeiten und das Gesamtbild, das der Leser hier präsentiert bekommt, machen die erste „Enttäuschung“ - wenn man es überhaupt so nennen kann - mehr als wett. Ich habe viel gelernt, über eine Zeit von der ich fast überhaupt nichts wusste. Fundierte Fakten, Anekdoten & skurrile Momente, Fotos und die vielen Zitate aus Friedas Büchern oder den Briefen dieser interessanten Persönlichkeiten machen das Lesen dieses Buches zu einem wahren Genuss, wenn man das bei einem solch ernsten Thema so nennen darf. Man sollte sich allerdings wirklich etwas Zeit nehmen, denn auch wenn es sich sehr flüssig liest, bekommt man hier doch sehr viel Wissen vermittelt, das man erst einmal verarbeiten muss. Der Schreibstil von Kerstin Decker gefällt mir unheimlich gut, er ist anspruchsvoll und durchzogen von einem feinen aber durchaus lakonischen Humor, der sich plötzlich aus dem Off meldet um mit dem Wissen, das wir heute haben damalige Situationen, Haltungen und Aussagen zu kritisieren. Solcherlei Wortmeldungen hätte ich mir noch sehr viel mehr gewünscht. Aber ich denke das Buch ist nicht ausgelegt als politikwissenschaftliche, kritische Abhandlung, sondern liest sich fast wie eine Sammlung von Autobiographien, bzw ein Roman der auf historischen Begebenheiten basiert, denn alle Namen, Fakten sind sehr gut recherchiert und belegt. „Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Menschen, die die Welt nie angeschaut haben.“ Das ist nicht von Kerstin Decker, sondern von Alexander von Humboldt, den sie in Ihrem Buch sehr treffend zitiert. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gern jedem, der ein gut recherchiertes, anspruchsvolles aber auch unterhaltsames Buch über Afrika zum Ende des 19. Jahrhundert lesen möchte.

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  • Die Kolonialisierung Ostafrikas durch Untertanen des deutschen Kaisers

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    TochterAlice

    und mitten darunter eine Frau - und zwar eine, die agiert und gehandelt hat, als es darum ging, sich einen Traum zu erfüllen, nämlich Frieda von Bülow, die deutsche Antwort auf Karen Blixen. Natürlich waren es nicht nur Deutsche, die in Ostafrika rund um den Kilimandscharo, auf Sansibar und noch da und dort siedelten - aber sie mischten an promintenter Stelle mit, damals im ausgehenden 19. Jahrhundert. Etwa um 1885 ging es so richtig zur Sache in dem, was zu den deutschen Kolonien werden sollte - wenn auch nur für kurze, kostbare (natürlich aus deutscher Sicht) Jahre. Die Deutsche Frieda von Bülow folgte ihrem Herzen, hatte sie sich doch in den erzkonservativen Kolonisator Carl Peters verliebt - eine zwar nicht einseitige, aber für Frieda letztendlich doch sehr unglückliche Liebesgeschichte. Aber es war mehr aus Friedas Sicht, sie folgte auch ihren Träumen von fernen Ländern, einem eigenständigen Leben - und ihrer Abenteuerlust! Es ist keine Biografie Frieda von Bülows, die die Autorin Kerstin Decker hier - im Übrigen sehr gekonnt, fast in angelsächsische Manier mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, jeder Menge profundem Wissen und mit haufenweise spannenden Details erzählt, nein, sie stellt Friedas zweifellos ungewöhnliches Leben in den Kontext der deutschen und europäischen Kolonialgeschichte und versorgt den Leser - der bestens unterhalten und amüsiert wird - mit jedrr Menge Informationen, die sie aufs Witzigste transportiert wie bspw. die Eroberungen des Kolonisators Stanley der seine Entdeckungen nach dem König Leopold o.ä., aber er hat sie nach sich selbst benannte, "schon weil er sich nicht sicher sein durfte, dass die Mit- oder Nachwelt umsichtig oder sensibel genug sein würde, dies für ihn zu tun" (S. 207) . Es gibt reihenweise dieser köstlich-gekonnten Formulierungen, auf die sich potentielle Leser freuen dürfen. Doch hätte dieses Buch, das im Untertitel "Das Leben der Frieda von Bülow" ankündigte, aus meiner Sicht gern wesentlich mehr Biographiecharakter haben dürfen. Die vielen Details, Anekdötchen und Histörchen ließen es - zumindest für mich - immer wieder mal etwas unübersichtlich werden, wesentliche Informationen zu Entwicklungen in Friedas Leben und zu diversen mit ihr zusammenhängenden Querverbindungen fehlten mir. Trotzdem ein Buch, dessen Lektüre sich zweifellos lohnt!

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    • 2

    Gwenliest

    02. June 2015 um 21:19
  • Anders als erwartet

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    Buchina

    01. June 2015 um 14:53

    Der Titel der Biographie "Meine Farm in Afrika" impliziert eine gewisse Nähe zu dem Roman "Jenseits von Afrika" von Tania/Karen Blixen. Diese Nähe ist sicher gewollt, da Blixens Buch eine Bestseller und sogar verfilmt wurde. Die Bücher haben aber wenig gemein, außer das es sich um zwei starke Frauen geht, die ihr Glück in Afrika suchten. Für mich war es aber in erster Linie keine Biographie von Frieda von Bülow, sondern ein Roman-Sachbuch über den Beginn der deutschen Kolonialzeit in Ostafrika mit der Konzentration auf die bekannten Initiatoren. Dazu gehört zum einen ganz eindeutig Carl Peters, der viel Raum im Buch einnimmt, aber auch der bekannte Henry Morton Stanley oder Emin Pascha werden ausführlich behandelt. Man merkt der Autorin ist der Kontext wichtig, in dem Friedas Leben in Afrika steht. Sie will kein romantisch, verklärtes Bild zeigen, sondern anhand von Friedas Leben das wahre Leben in den Kolonien. Das gelingt ihr sehr gut. Zum einen durch den Einschub von Originalbriefen und Schreiben von Frieda und ihren Mitstreitern. Dabei gelingt ihr sehr gut auch die Gedanken der damaligen Kolonialisten aufzuzeigen, die von Rassismus und Überlegenheitsgefühlen geprägt sind. Dennoch werden Kolonisten und Afrikaner differenziert aufgezeigt, was für mich eines Highlights des Romans ist, denn dies gelingt nur sehr wenigen Autor*innen zu diesem Thema. Ein weiteres Highlight ist der unterschwellige Humor und Zynismus, der sich durch das gesamte Buch zieht. Einfach großartig zu lesen. Nur mit teils etwas ausführlichen philosophischen Abschweifungen machten es mir manchmal schwer nicht den roten Faden zu verlieren. So gesehen ist es kein einfaches Buch, es verlangt einem eine gewisse Konzentration ab. Aber wer sich für die deutsche Kolonialgeschichte interessiert sollte diese Biographie, die für mich keine wirkliche Biographie war, lesen. Ich bekam einen guten Rundumblick über die Absurdität der damaligen Politik und habe Lust bekommen, mehr über die einzelnen Akteure zu lesen, allen voran Emin Pascha.

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  • Äußerst anspruchsvolles Werk über die Geschichte des deutschen Kolonialismus in Ostafrika

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    Huschdegutzel

    31. May 2015 um 20:41

    1887 sprengt eine junge Baroness alle Rollen, vor allem die der Frau und die ihres Standes. Sie folgt ihrem Traum von Afrika. Dort hat ein deutscher Privatdozent ein Riesenreich annektiert, sehr zum Verdruss Otto von Bismarcks. Der Amateureroberer Carl Peters und die Kolonie Deutsch-Ostafrika werden Frieda von Bülow zum Schicksal. Bin ich ein Sekundärtalent, eine zweitrangige Begabung? Die spätere Schöpferin des »deutschen Kolonialromans« Frieda von Bülow neigt dazu, diese Frage zu bejahen. Doch dann tritt ein Mann in ihr Leben, der ihr mit Nietzsche sagt: Werde, der du bist! »Meine Farm in Afrika« berichtet von einer Frau, die im fremden Land nicht als Eroberin auftritt, sondern gemeinsam mit den Einheimischen ein neues Leben beginnen will. Das Buch taucht tief ein in ein fast vergessenes, äußerst widersprüchliches Kapitel deutscher Geschichte. So besagt es die Kurzbeschreibung. Wer jetzt eine reine Biographie über Frieda von Bülow erwartet, wird enttäuscht werden. Denn sie ist mitnichten die einzige Person, um die sich dieses Buch dreht. "Meine Farm in Afrika" ... auch wer dabei Gemeinsamkeiten mit Tania Blixens wohl bekanntestem Werk sucht, das bekanntlich mit den Worten "Ich hatte eine Farm in Afrika" beginnt, wird ebenfalls enttäuscht sein. Denn das Geschehen hier spielt zwar auch in Ostafrika, aber nicht in Kenia und auch die Zeit stimmt nicht überein - hier sind wir rund 40 Jahre früher. Autorin Kerstin Decker hat in "Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow" etwas völlig anderes geleistet, nämlich ein Stück Historie beleuchtet, dass bei vielen in Vergessenheit geraten, bzw zum großen Teil völlig unbekannt ist ( zumindest mir! ). Die Kolonialisierung Tansanias, Ruandas und Burundis ist ein wirklich lesenswert zu Papier gebrachtes Kapitel Deutscher Geschichte. Dass hinter diesem Werk jahrelange Recherche steht, steht dabei außer Frage. Die Fotographien, die dankenswerterweise enthalten sind, machen die beschriebenen Personen lebendig und lassen den Leser an ihrem Leben teilhaben. Dabei werden hier sowohl tragische als auch kuriose Auswüchse menschlichen Strebens deutlich - allein die vielen kleinen, im Grunde nebensächlichen Anekdoten machen dieses Buch schon außergewöhnlich und die enthaltenen Zitate führten bei mir dazu, mich noch nebenbei mit den im Anhang genannten Werken zu beschäftigen. Der Stil der Autorin ist bemerkenswert - mit feiner Ironie warf ich einen Blick auf die Weltanschauung am Ende des 19ten Jahrhunderts und verlor mich und meine Konzentration bei so manch wortgewaltigem Bild. Virtuos trifft die Schreibweise in meinen Augen am Besten. Dennoch war das Lesen kein reines Vergnügen für mich - die Schrift ist sehr klein und gerade die Abschweifungen vom "roten Faden" führten bei mir öfter dazu, genau jenen zu verlieren. Ich spreche gern eine Leseempfehlung aus - aber nicht, wenn man zwischen Arbeit und Kochtopf steckt. Man sollte sich hier wirklich eine Zeit zum Genießen nehmen, in der man diese auch hat ... im Urlaub zum Beispiel, denn dieses Buch hat nichts anderes verdient, als dass man sich voll darauf konzentriert.

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  • „Deutschland hat keine Kolonien!“ – Äh, bis auf ein kleines Dorf in Ostafrika…

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    Buchgespenst

    30. May 2015 um 20:26

    Frieda von Bülow entspricht weder dem Schönheitsideal ihrer Zeit noch kann sie als Angehörige des verarmten Adels standesgemäß leben. So bleibt ihr im Deutschland des 19. Jahrhunderts nichts anderes übrig als in Schande und Einsamkeit zu altern. Oder? Carl Peters, Privatdozent und Amateureroberer, macht Bismarcks Politik zunichte, indem er Ostafrika als deutsche Kolonie annektiert – im Namen seines unwissenden und unwilligen Vaterlandes. Als Witzfigur der Kolonialmächte taucht er in Afrika auf und überrascht sie alle! Der selbsternannte Eroberer und Afrika werden Friedas Schicksal. Eine hochinteressante Biographie, die nicht nur das Leben Frieda von Bülows portraitiert, sondern auch ein großes Stück Kolonialgeschichte. Wie waren die Franzosen und Engländer in Afrika vernetzt? Wie sah Bismarcks Politik aus und wer um alles in der Welt war Carl Peters? Wie war das wirklich mit den deutschen Kolonien? Das Leben Emir Paschas spielt eine genauso große Rolle wie Carl Peters‘. Kolonialgeschichte ist so wichtig wie Friedas persönliches Schicksal. Das Buch bietet sehr viel mehr als eine Biographie. Manche Szenen muten, da sie eine bestimmte Aussage tragen sollen und deswegen auf ausgesuchtem Quellmaterial beruhen, etwas naiv und verharmlosend an, doch da das Buch eine gekonnte Balance zwischen romanhafter Erzählkunst und geschichtlich-sachlicher Darstellung hält, stört das nicht weiter. Primärquellen werden zahlreich zitiert ohne den Leser zu ermüden oder zu überfordern; zusammen mit einer Vielzahl von Schwarzweißillustrationen – Fotos, Zeichnungen, Karten – führen sie dem Leser die Zeit plastisch vor Augen. Eine großartige Darstellung eines vergessenen und verdrängten Stücks Geschichte. Wer weiß schon, dass Deutsch-Ostafrika entstand, weil ein frustrierter, verkrachter Privatdozent ohne Zukunftsaussichten sich unbedingt einen Namen machen wollte? Ein Alptraum Bismarcks, ein schlechter Scherz für alle Kolonialmächte, von denen keiner diesen Unbekannten ernst nahm, und verhängnisvoll für Ostafrika. Auch wenn mir einige Stellen zu naiv und einseitig waren und der Titel eher eine ausführliche Biographie Frieda von Bülows verspricht statt eines geschichtlichen Abrisses, hat es mich sofort gepackt. Anspruchsvoll ohne sich in akademischer Schnörkelei zu verlieren und unterhaltsam ohne banal zu werden. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Biographien lieben und sich ein interessantes Stück deutscher Geschichte nicht entgehen lassen wollen.

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  • Lesereise nach Ostafrika

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    efell

    30. May 2015 um 07:37

    In diesem Buch habe sehr ich viel gelernt - kenne den Entdecker des Usumbaraveilchens, weiß nun was Schauri bedeutet, habe über die Praktiken der Eroberer gelesen. So viele Informationen, viele Zeitzitate, philosophische Betrachtungen über die Situationen der Protagonisten stecken in diesem Buch! Die Photos haben mir sehr gut gefallen. Leider ist die Karte am Buchinneneinband so klein gedruckt, dieser konnte ich fast nicht entnehmen. Viel Mühe gemacht, die nicht viel bringt, so wie einige Abschnitte im Buch, die zu komplziert zuerfassen zu waren. Schade! Ich habe eine große Ehrfurcht vor der Autorin, was sie alles für diesen Roman zusammengetragen hat - sie muss ja Unmengen von Originalwerken gelesen haben, um die passenden Ausschnitte in den Text einfügen zu können - sehr gut gelungen. Der Nachteil dadurch ist, dass man als Leser diese vielen Informationen kaum verarbeiten kann. Außerdem fand ich den Stil manchmal sehr schwierig, ich wusste häufig einige Zeilen gar nicht, worums ging. Die Lebensumstände der Menschen wurden gut beobachtet, aber es wurden nur wenige Gefühle beschreiben, sodass der Roman kein Abenteuerroman ist, auch keinen Biographie, weil zu viele andere Begebenheiten geschildert werden. Für mich ist dieser Roman ein historisches Dokument, was in Deutsch-Ostafrika Ende des 19. Jahrhunderts passiert ist. Danke dass, ich eine Lesereise dorthin machen durfte - ob ich einmal wirklich diese Gegend besuchen werde - eher nicht, höchtens nach Sansibar.

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  • „Da und dort ein junges Deutschland gründen“ (Richard Wagner, 1848)

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    cyrana

    21. May 2015 um 16:02

    Der Titel des Buches lässt daran denken, dass es sich hier um eine Biografie über Frieda Bülow handelt, doch dieses Buch ist weit mehr als das. Frieda Bülow ist nur eine der Personen, deren Zeit in Afrika beschrieben wird. Neben ihr werden vor allem die Geschichten von Carl Peters und Emin Bey erzählt, wobei Letzterer für mich eindeutig der Sympathieträger war. Frieda Bülow galt für die damalige Zeit wohl schon als „alte Jungfer“, als sie sich das erste Mal auf den Weg nach Afrika macht, um über den Tod der geliebten Schwester Margarethe hinweg zu kommen. Nach einem kurzen Schnellkurs wird sie Krankenschwester und kann auch nur so nach Afrika reisen, auch wenn dieser Fakt trotzdem als anstößig angesehen wird. Die Autorin hat einen ganz tollen Schreibstil und ist eine phantastische Wortvirtuosin. Es gefällt mir sehr, dass auch viele Originalzitate (alle schön kenntlich gemacht und kursiv abgehoben sowie im Anhang belegt) eingebunden werden. Dies ist mir unter Anderem bei der Geschichte der Bezwingung des Kilimandscharo aufgefallen. Es dauert einige Jahre, bis Meyer es schafft und dann stolz auf der „Kaiser-Wilhelm-Spitze“ die Fahne des Deutschen Reiches hisst. Das Buch hat mir viele neue Facetten der deutschen Kolonialgeschichte am Ende des 19. Jahrhunderts näher gebracht, aber auch der Bogen zur heutigen Zeit wird am Ende gut von der Autorin gespannt. Für ein Sachbuch fesselnd geschrieben, und weit mehr als eine Biografie Frieda von Bülows.

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  • Werde, der du bist!

    Meine Farm in Afrika - Das Leben der Frieda von Bülow

    JulesBarrois

    31. March 2015 um 08:37

    Meine Farm in Afrika - Kerstin Decker, 480 Seiten, Berlin Verlag, 9.03.2015, 22,99 €, ISBN 978-3-8270-1237-1  Das Leben der Frieda Bülow:  Ihr Vater war preußischer Konsul in Smyrna. Frieda von Bülow ist die ältere Schwester von Margarethe von Bülow. Sie gilt in der Literaturgeschichte als "Begründerin des deutschen Kolonialromans". Bis 1893 leitete sie eine Familienplantage in Ostafrika. Als freie Schriftstellerin wirkte sie bis an ihr Lebensende. Sie war eine Frau voller Gegensätze: Als Feministin setzte sie sich für die Selbstbestimmung ihrer Geschlechtsgenossinnen ein, als Geliebte des umstrittenen Kolonialpolitikers Carl Peters träumte sie von einem unbeschwerten Leben an dessen Seite. Als Schriftstellerin wurde sie von Rainer Maria Rilke verehrt, als Rassistin war sie von der Überlegenheit der „weißen Herrenmenschen“ überzeugt. Unverheiratet, selbstständig und hochbegabt entsprach die Tochter aus uraltem Adelsgeschlecht so gar nicht dem Bild der Frau im 19. Jahrhundert, als noch galt „Aus einem Mädchen muss nichts werden.“ (Seite 26) Kerstin Decker berichtet von dieser Frau, die sich nicht als Eroberin sieht, sondern gemeinsam mit den Einheimischen ein neues Leben beginnen will. Sie zeichnet das Bild einer Gesellschaft von Menschen Anfang dreißig, vornehmlich Adligen, die sich gleichsam auf exterritorialem Gebiet neu erfinden wollten. Es geht aber nicht nur um Frieda von Bülow, sondern genauso um Carl Peters, ein deutscher Politiker, Publizist, Kolonialist und Afrikaforscher mit stark ausgeprägter rassistischer Einstellung. Er gilt als Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika. Unter Afrikanern war einer seiner Spitznamen mkono wa damu („blutige Hand“). Die kolonialkritische Presse Deutschlands verlieh ihm den Beinamen „Hänge-Peters“. Die wahren Eigenschaften des Menschen liegen meist im Verborgenen. Obwohl als Hintergrund des Bewusstseins allgegenwärtig, braucht es einen Anlass, um offensichtlich zu werden. Je zwingender dieser Anlass, je extremer die Umstände sind, in der Liebe, im Krieg desto deutlicher und eindrucksvoller zeigen sich die Eigenarten des Menschen. Kerstin Decker erzählt mit viel Gespür für die Charaktere und die skurrilen Züge einer Zeit, in der es möglich war, die höchste Erhebung Afrikas auf den Namen Kaiser-Wilhelm-Spitze zu taufen. Und sie schafft mehr als eine Biographie, mehr als einen geschichtlichen Abriss, mehr als einen Roman oder wie sie selber im Vorspann sagt: „Dies ist ein Roman und doch keiner. Denn im Zweifelsfall ist nichts phantastischer, nichts unwahrscheinlicher als die Wirklichkeit.“ Lassen sie sich von diesem opulenten Werk faszinieren.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Berlinverlages: http://www.berlinverlag.de/buecher/meine-farm-in-afrika-isbn-978-3-8270-1237-1# Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de  

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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