Preisgekrönter als dieses Buch kann ein Buch aus Schweden kaum sein. Ausgezeichnet in Schweden nicht nur als bester schwedischer Roman des Jahres 1993 (Augustpriset), sondern auch noch als bester Kriminalroman (Deckarepriset), schließlich auch noch geehrt als bester Roman Skandinaviens (Preis des Nordischen Rates). Und dennoch habe ich mich schwer getan mit diesem Roman, trotz seiner poetischen Sprache und durchweg überzeugender Charakterzeichnungen. Der Grund sind wohl die schwarzen Wasser, in denen Kerstin Ekman fischt, um den Mord am See Svartvatten (Schwarzwasser!) zu klären. Überall gebrochene Lebensgeschichten und zerbrochene Charaktere, egal ob die Personen Sami, Schweden aus Norrland (wo die Handlung spielt) oder aus einer südschwedischen Provinz sind. Ich kann verstehen, dass dieses Werk ein moderner Klassiker geworden ist, aber für mich persönlich sind die Geschichten einfach zu dunkel.
Kerstin Ekman
Lebenslauf
Alle Bücher von Kerstin Ekman
Hundeherz
Geschehnisse am Wasser
Tagebuch eines Mörders
Skord von Skuleskogen
Winter der Lügen
Wolfslichter
Der Wald
Neue Rezensionen zu Kerstin Ekman
Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, weil ich die Verfilmung "Blackwater" gesehen hatte und nicht sicher war, alles richtig verstanden zu haben. Die Lektüre des Buches hat mehr Zeit in Anspruch genommen als ich eingeplant hatte, denn es las sich für mein Empfinden recht sperrig.
Die Autorin hat zweifellos zahlreiche Literaturpreise verdient gewonnen. Sie nutzt eine außergewöhnlich präzise und manchmal sehr drastische Sprache. Ein Grashalm wird mit der gleichen Sorgfalt beschrieben wie ein Geschlechtsteil, was ihre Liebe zum Detail zeigt, die allerdings gewöhnungsbedürftig sein kann..
Der Erzählbogen spannt sich über fast zwei Jahrzehnte, wobei die Autorin auch allgemeine Aspekte der schwedischen Identität streift, wie etwa das Zusammenleben der Schweden und der Sami.
Von den Protagonisten dient so richtig niemand als Sympathieträger, jedenfalls mir ging es so.
Es geht um ein Verbrechen, was nach knapp zwei Jahrzehnten ein weiteres Verbrechen nach sich zieht, um Schuld und Liebe, um das Leben an sich, vielleicht sogar.
Ich tat mich mit diesem "Wälzer" recht schwer, aber abbrechen wollte ich die Lektüre doch nicht.
Es war kein Buch was ich mochte, was ich noch einmal lesen möchte und erst recht kein Buch, was ich weiterempfehle.
Aber ein Buch, welches ich irgendwie "respektiere" - denn es ist schon etwas Besonderes.
Wer Muße hat, Schweden mag und eine ungewöhnliche Schreibweise und den ungewöhnlichen Aufbau eines Geschehens und dessen Folgen zu würdigen weiß, dem mag es vielleicht sogar ein Highlight sein.
Da ich es vermessen finde als Nicht-Schwedin über ein solches Buch zu urteilen vergebe ich 4 Anerkennungssterne.
Ich bin nun auf Seite 90 und die Geschichte hat mich bis hier ausnahmslos deprimiert. Und so möchte ich mich beim Lesen nicht fühlen.
Kein Kapitel hatte mal einen Lichtblick oder etwas positives an sich. Und bis hier hatte ich auch keine einzige Romanfigur, mit der ich durch die Seiten wandern wollte.
Für mich ein Flop, egal wie hochtrabend und begeistert sich andere Leser darüber auslassen.
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Zusätzliche Informationen
Kerstin Ekman wurde am 27. August 1933 in Risinge (Schweden) geboren.
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