Kerstin Ekman Schwindlerinnen: Roman

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Inhaltsangabe zu „Schwindlerinnen: Roman“ von Kerstin Ekman

»Schwindlerinnen« erzählt die tragikomische Lebensgeschichte der gefeierten Schriftstellerin Lillemor Troj: Auf dem Gipfel ihres Ruhms droht ihre Freundin Babba damit, der Welt zu verraten, wer Lillemors Romane wirklich geschrieben hat … Hoch ironisch, klug und amüsant! Lillemor Troj, die gefeierte 80-jährige Schriftstellerin, sitzt bei ihrem verblüfften Verleger: Er will nicht glauben, dass sie einen Unterhaltungsromanvorgelegt hat. Lillemor selbst aber kennt das Manuskript noch gar nicht –denn wieder hat es ihre jahrzehntelange Freundin Babba geschrieben, wie alle anderen Bücher auch. Nur diesmal enthält es die ungeschminkte, boshafte Wahrheit über die große Autorin Lillemor Troj. Es ist die Geschichte der beiden Frauen, ihrer Schwächen und Verletzungen – und natürlich ist es die Chronik ihres großen Betrugs …Kerstin Ekman nimmt sich selbst und die vornehme Welt der Literatur aufs Korn, wenn sie von der großen Abrechnung der beiden Frauen erzählt, von Aufrichtigkeit und Lügen, Einsamkeit und Nähe, Einbildung und Wirklichkeit.

Gewoehnungsbeduerftiger Stil, aber originelle ironische Geschichte ueber den Literaturbetrieb!

— Jujulu

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  • Literaturbetrieb ironisch und in eigenem Stil verarbeitet

    Schwindlerinnen: Roman

    Jujulu

    07. October 2014 um 11:19

    Inhalt: Die gefeierte Krimi-Autorin Lillemor Troj bekommt bei einem Treffen mit ihrem Verleger Vorhaltungen, hat sie doch einen Roman (!) unter Pseudonym (!) bei einem anderen Verlag (!) eingereicht. Schweissgebadet beginnt sie das ihr unbekannte Manuskript zu lesen, in dem Babba Anderson ihre Geschichte erzaehlt: dass Lillemor als Gesicht fuer ihre Buecher fungiert, und wie ihrer beider Leben damit verlaeuft. Meinung: Kerstin Ekman hat ein originelles Werk in ganz eigenem Stil abgeliefert - man muss sich erstmal daran gewoehnen! Zu Anfang braucht es etwas, bis man weiss, wer spricht (Babba aus dem Manuskript oder Lillemor in der Reaktion), es ist kein lockerer Stil, aber dennoch gut zu lesen. Der Literaturbetrieb wird humorvoll blossgestellt (ohne fotogenes Gesicht kein Gewinn im Geschichtenwettbewerb und keine Karriere), und auch die zwei so unterschiedlichen Frauen ueber ihre Ansichren ueber die andere pointiert portraetiert. Lillemor ist einmal das huebsche Pueppchen, das nichts von Literatur versteht (zu konventionell fuer Babba) und einen Mann braucht, fuer den Aufstieg in der Gesellschaft (den die Mutter vorantreibt) und um sich wertgeschaetzt zu fuehlen, die konfuse Ansichten hat und nur mit ihren Hunden gluecklich ist. Andererseits kann sie mit Menschen umgehen, laecheln und Konversation betreiben, will Anerkennung und findet, sie hat "ihre" Buecher bedeutend gepraegt, und bewegt sich schliesslich gekonnt in der schwedischen Akademie. Babba ist fuer sich die geniale Schriftstellerin, fuer die es voellig klar ist, dass ihr Gesicht und ihre Figur nicht zu ihrem Talent passt, das Lillemor ueberhaupt nicht bewerten kann, welche nur ihre Marionnette ist. Lillemor sieht sie als abstossende, laute und plumpe Kreatur, der sie mehr als nur einen Gefallen tut und die sie bestimmt nicht verraten hat, schliesslich ging es nur um die Buecher und nicht um Freundschaft. Neben den gemeinsamen Buechern wird auch beider Leben erzaehlt. Lillemors tragische Ehen, ihre anstrengenden Eltern, Babbas Beziehungen. Die gemeinsame Schriftstellerei bleibt aber die Verknuepfung der beiden, und ist auch irgendwie tragisch. Mit dem Ende kam ich deshalb nicht so gut klar, da ist Lillemor zu sehr in der Opferrolle verharrt. Insgesamt ist es aber ein ulkiges, kurioses, kuenstlerisches Buch ueber den Literaturbetrieb und zwei unterschiedliche Frauen, die doch nicht voneinander loskommen.

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