Kerstin Fischer Juris Kristalle. Novelle über eine Schizophrenie

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Inhaltsangabe zu „Juris Kristalle. Novelle über eine Schizophrenie“ von Kerstin Fischer

Der feinsinnige Juri, Sohn einer Russin, liest bereits in seiner Jugend sehr viel, so etwa auch „Schuld und Sühne“ von Dostojewski. Immer wieder zieht er sich in seine inneren Welten zurück. Oder er schlüpft aus sich selbst heraus und beobachtet sich von außen. Als er ein Literaturstudium aufnimmt und ihm die Hauptfigur dieses Romans, Rodion Raskolnikow, leibhaftig auf dem Campus begegnet, bekommt er zum ersten Mal eine schwache Ahnung davon, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Nach dem Studium volontiert Juri bei einer Hamburger Zeitung. Hier muss er kämpfen, wie der Hund Buck aus Jack Londons „Der Ruf der Wildnis“, kämpfen bis aufs Blut. Gleichnishaft werden dazu Zitate aus jenem Stoff herangezogen, die Juri in seinem Tagebuch notiert hat. Juri und Buck haben aber noch eine weitere Gemeinsamkeit. Wo der Hund durch den Ruf der Wölfe in seiner eigentlichen Natur erweckt wird, ertönt in Juri etwas, was einerseits den Ruf in die Schriftstellerei meint, andererseits aber auch den Ruf, den die herauf brechende Psychose aussendet, der aus Tiefen hervorbricht, die seine mysteriösen Anlagen verantworten. Dass die Übergänge bei besonders phantasiebegabten Menschen hier fließend sind, ist eine der Grundideen dieser Novelle. Jenes diese Kunstform prägende „alles wendende, unerhörte Ereignis“, bei dem sich nach dem Ende seiner großen Liebe zu der Dame Amanda die roten Kristalle aus Juris Innenreich in Geschichten verwandeln, er zur Feder greift und jenen beginnt die Führung in seinem Leben zu übergeben, bedeutet auch den Einstieg in eine Wildnis, die vorerst in der Psychiatrie endet.

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