Kerstin Gier

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Interview mit Kerstin Gier

Kerstin Gier im Interview mit LovelyBooks, August 2011

1. Seit wann schreibst du eigene Geschichten und wie kam es dazu, dass dein erstes Buch veröffentlicht wurde?

Geschichten schreibe ich, seit ich Buchstaben kenne. Und mein erstes Buch schrieb ich nebenbei (auf der Arbeit, da war einfach sehr wenig zu tun) und der Lübbe-Verlag lag praktisch nebenan, da lag es nahe, das Manuskript mal dort vorbeizubringen. Dass sie es sofort haben wollten, war natürlich erst recht praktisch.

2. Welche Figuren in “Rubinrot”, “Saphirblau” und “Smaragdgrün” magst du selbst am liebsten?

Oh, das ist eine gemeine Frage, weil die liebe ich ALLE. Aber ich glaube, James August Peregrin Pimplebottom mag ich von allen Figuren am liebsten, auch wenn der Leser nur wenig über ihn erfährt, weiß ich ALLES über ihn :-)

3. Wenn du für eine Woche in die Vergangenheit reisen könntest, in welche Zeit würdest du reisen und was würdest du dort tun wollen?

Ich denke, ich würde mir (aus lauter Angst vor anderen Zeiten) einen Ausflug in die Jugendzeiten meiner Eltern gönnen, in die Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Und mir genau anschauen, wie es damals zuging.

4. Wie fühlte es sich an, dein erstes Buch zum ersten Mal in den Händen zu halten?

Ziemlich gut, obwohl ich das Cover scheußlich fand ... Ehrlich gesagt wurde es mit jedem Buch ein bisschen besser, das tolle Gefühl ließ sich also noch unendlich steigern.

5. Schreibst du bereits an einem neuen Buch und verrätst du uns, worum es darin geht? Wird es noch weitere Jugendbücher von dir geben? Vielleicht eine neue Reihe oder einen Einzelroman?

Gerade arbeite ich an den letzten Kapiteln von "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner", eine Liebesgeschichte mit einem kleinen Gedankenexperiment a la "Was wäre wenn?" Und danach werde ich mich wieder einem Jugendbuchprojekt zuwenden. Aber darüber verrate ich noch nichts.

6. Was ist das Lustigste, das dir im Zusammenhang mit deiner Arbeit als Autorin bisher passiert ist?

Das lustigste ist, dass man alle doofen Sachen, die einem so passieren, in den Büchern irgendwie in einer komischen Szene verwursten kann - das hilft ungemein, dem Leben, auch wenn es gerade mal nicht so rosig ist, etwas Positives abzugewinnen.

7. Welche sind deine Lieblingsbücher und –autoren?

Zu viele, um sie alle aufzuzählen, Nick Hornby mag ich sehr und die herrlichen Kinderbücher von Astrid Lindgren kann man auch als Erwachsener immer wieder lesen. Außerdem mag ich die Bücher von Charlotte Thomas alias Eva Völler.

8. Was ist der größte Unterschied beim Schreiben von Büchern für Jugendliche und Erwachsene? Hast du als Jugendliche selbst viel gelesen?

Eigentlich gibt es da keinen Unterschied. Ich bemühe mich nur, sarkastische Untertöne in den Jugendbüchern wegzulassen. Und klar hab ich als Kind viel gelesen!!

9. Deine Bücher erscheinen zum Teil in verschiedenen Ländern. Hast du schon mal in die Übersetzungen reingelesen, sofern du die Sprache beherrschst? Wie gefallen sie dir? Gefällt dir bei „Rubinrot“ und den Übersetzungen hiervon ein Buchcover am besten?

Außer der wunderbaren englischen Übersetzung von Anthea Bell konnte ich mangels adäquater Sprachkenntnissse leider keine der Übersetzungen lesen, im Französischen und Italienischen verstehe ich immerhin ein paar Bruchstücke, Niederländisch sieht nur auf den ersten Blick vertraut aus, Spanisch ... okay, hier und da mal ein Wort - der Rest ... keine Chance. (Vor allem Polnisch ist mir ein absolutes Mysterium) Allerdings habe ich einen tollen Mailaustausch mit der französischen Übersetzerin, die sich sehr viele Gedanken während ihrer Arbeit gemacht und intensiv mit dem Stoff und den sprachlichen Feinheiten beschäftigt hat, und ich habe schon von mehreren Freunden gehört, dass die französische Übersetzung toll sein soll.

10. Wenn du die Wahl hättest, für dein nächstes Buch ein Vorwort von einem anderen Autor geschrieben zu bekommen. Für welchen Autor oder welche Autorin würdest du dich entscheiden?

Da wüsste ich viele ... vielleicht Steffi von Wolff, weil niemand witziger ist als sie.

11. Was ist am spannendsten, wenn ein neues Buch von dir erscheint? Worauf freust du dich schon am meisten, wenn der Erscheinungstermin von „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ im Oktober endlich gekommen ist?

Am spannendsten sind natürlich immer die ersten Reaktionen, man weiß ja nie, ob man auch dieses Mal wieder den Geschmack der Leser getroffen hat. Und am meisten freue ich mich im Oktober darauf, das Buch mit dem Esel drauf in den Händen zu halten - kann ich mir jetzt noch gar nicht vorstellen, denn es ist immer noch nicht fertig.