Kerstin Groeper

 4.6 Sterne bei 124 Bewertungen
Autorin von Der scharlachrote Pfad, Indianisch für Anfänger und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Kerstin Groeper

Kerstin Groeper: ich wurde als Tochter des Schriftstellers Klaus Gröper in Berlin geboren, und lebte einige Zeit in Kanada. In Kontakt mit nordamerikanischen Indianern entdeckte ich meine Liebe zur indianischen Kultur. Durch viele Gespräche mit indianischen Freunden und Ratgebern versuche ich, ein authentisches Bild der verschiedenen Stämme zu vermitteln. Ich verstehe und radebreche Lakota, die Sprache der Teton-Sioux und gebe regelmäßig Vorträge und Seminare über Sprache, Kultur und Spiritualität der Lakota-Indianer. Ursprünglich studierte ich Sozialpädagogik, arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitschriften und schreibe heute Artikel zum Thema Indianer, u.a. für das renommierte Magazin für Amerikanistik. Ich lebet mit meinem Mann, meinem jüngsten Sohn, zwei Katzen und einem Hund in der Nähe von München. Meine älteren Kinder sind (endlich!) ausgezogen. Wie ich dazu kam… wie bei vielen Deutschen begann mein Interesse mit den Büchern von Karl May und Liselotte Welskopf-Henrich. Außerdem sah ich natürlich jeden „Western“, der irgendwo im Fernsehen lief. Je mehr ich mich mit der Kultur und Geschichte der Indianer befasste, umso mehr zweifelte ich jedoch an der damaligen amerikanischen Geschichtsschreibung über die Indianerkriege und an dem Stereotyp der „grausamen Wilden“. Heute bin ich davon überzeugt, dass der Krieg gegen die Indianer ein Völkermord und die Vernichtung einer großartigen, in vielen Bereichen überlegenen, Kultur war. Die große Liebe zur indianischen Kultur erwachte, als ich in Kanada lebte und indianische Freunde hatte. Ich war fasziniert von ihrer Geschichte, ihrer Spiritualität und der Vielschichtigkeit ihrer Kulturen. Damals kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dies alles in Romanen darzustellen. Ausschlaggebend war jedoch der Film „Der mit dem Wolf tanzt“, denn ich verliebte mich geradezu in die wunderschöne Sprache der Lakota und beschloss, sie zu lernen. Durch das Erlernen der Sprache öffneten sich mir bei den Lakota Türen, die mir ansonsten verschlossen geblieben wären und ich erhielt einen tieferen Zugang zu ihrer Kultur und Spiritualität. Vor ein paar Jahren entschloss ich mich, meine damalige berufliche Tätigkeit zu beenden und mich ausschließlich mit der Kultur und Geschichte der Plainsindianer zu befassen, vor allem aber das zu tun, was ich all die Jahre tun wollte, historische Indianerromane für Erwachsene zu schreiben. Ich schrieb die Romane zunächst für mich und Freunde ohne das Ziel, sie zu publizieren. Erst die Ermutigung durch Leonard Little Finger und Henry Red Cloud haben mich bewogen, den ersten meiner Romane zu veröffentlichen. Inzwischen sind sechs Romane veröffentlicht und zwei weitere in Arbeit. „Oyate Wica ´Ni Ktelo - Das Volk soll leben“

Neue Bücher

Im Schatten des Schamanan
Neu erschienen am 01.10.2018 als Taschenbuch bei TraumFänger Verlag GmbH & Co. Buchhandels KG.

Alle Bücher von Kerstin Groeper

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Kerstin GroeperDer scharlachrote Pfad
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Der scharlachrote Pfad
Der scharlachrote Pfad
 (27)
Erschienen am 07.11.2017
Kerstin GroeperIm fahlen Licht des Mondes
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Im fahlen Licht des Mondes
Im fahlen Licht des Mondes
 (19)
Erschienen am 31.01.2018
Kerstin GroeperIndianisch für Anfänger
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Indianisch für Anfänger
Indianisch für Anfänger
 (22)
Erschienen am 15.01.2018
Kerstin GroeperTaschunka-gleschka-win, Geflecktes-Pferdemädchen
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Taschunka-gleschka-win, Geflecktes-Pferdemädchen
Kerstin GroeperKranichfrau
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Kranichfrau
Kranichfrau
 (11)
Erschienen am 15.01.2012
Kerstin GroeperDie Feder folgt dem Wind
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Die Feder folgt dem Wind
Die Feder folgt dem Wind
 (9)
Erschienen am 07.11.2017
Kerstin GroeperWie ein Funke im Feuer
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Wie ein Funke im Feuer
Wie ein Funke im Feuer
 (6)
Erschienen am 15.02.2018
Kerstin GroeperBlitz im Winter - Die Abenteuer eines Lakota-Jungen
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Blitz im Winter - Die Abenteuer eines Lakota-Jungen

Neue Rezensionen zu Kerstin Groeper

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Tanzmauss avatar

Rezension zu "Abenteuer an der Lübecker Bucht - Lilly, Nikolas und die Ostseedindianer" von Kerstin Groeper

Menominee - Indianer und die Wächter der Nacht
Tanzmausvor 4 Monaten

Lilly und ihr Bruder Nikolas machen zusammen mit ihren Eltern in Scharbeutz an der Ostsee Urlaub. Schon am ersten Tag lernen die beiden in einem Kinderclub andere Kinder kennen und da das Motto „Indianer“ lautet, sind schnell die Ostsee-Indianer gegründet.

 

Lediglich der Sohn ihrer Vermieterin verhält sich etwas seltsam. Mal spielt er mit ihnen und ist ausgelassen, doch dann ist er wieder in sich gekehrt und abweisend. Hat er etwas zu verbergen? Oder hat er einfach nur Heimweh? Immerhin ist er erst vor kurzen von Amerika nach Deutschland gezogen.

 

Lilly und Nikolas genießen ihren Urlaub, doch dann geraten sie in eine wichtige Mission. Ein Investor will eine alte Fischerkate am Strand abreißen, um dort ein Hotel zu errichten. Doch in der Kate leben Fledermäuse, die es zu schützen gilt. Können die Kinder die Fledermäuse retten, ehe der Abrissbagger kommt?

 

Die Autorin Kerstin Groeper ist mir schon recht lange bekannt. Ihre Bücher zu Indianern wurden für mich zu einer wichtigen Quelle, um das Leben von den Ureinwohnern näher kennenlernen und besser verstehen zu können.

 

Zusammen mit der Kinderbuchautorin Steffi Bieber-Geske  begleitet Kerstin Groeper die Geschwister Lilly und Nikolas bei ihrem Urlaub an der Ostsee und lässt sie den Jungen Raven kennen lernen, einen Halb-indianer vom Stamme der Menominee.

 

Die Geschichte dreht sich dabei nicht nur um einen Urlaub an der Ostsee, bei der viele Ausflugsziele genannt und indirekt empfohlen werden, sondern auch um Fledermäuse und ihre Rettung vor einem skrupellosen Investor. Sind die ganzen Ausflüge der Kinder mit ihren Eltern in die nähere Umgebung von Scharbeutz sehr interessant, so kommt erst recht Spannung auf, als Lilly und Nikolas bemerken, dass ihre Hilfe zur Rettung von Fledermäusen und ihren Babys gefragt ist.

 

Nun wurde das Buch von zwei verschiedenen Autorinnen geschrieben. Da mir der Schreibstil von Kerstin Groeper schon bekannt ist, konnte ich nicht zuletzt daran feststellen, welche Teile sie geschrieben hat. Auch sind die Teile von Steffi Bieber-Geske etwas einfacher in der Sprache und vom Satzbau.  Diese Unterschiede hat meine Tochter nun nicht wahrgenommen.

 

Meine große Tochter ist gerade 7 Jahre alt geworden und geht in die 1. Klasse. Natürlich konnte sie das Buch noch nicht komplett alleine lesen. Doch es interessierte sie, so dass wir es letztlich zusammen gelesen haben. Abwechselnd. Sie ein Stück, dann ich wieder, wobei ich wohl den Löwenanteil übernommen habe.

 

Die Geschichte fand sie sehr interessant, vor allem, da sie selbst derzeit einige Berührungspunkte mit Fledermäusen hat (in der Schule, aber auch im Sportverein). In dem Buch wird einiges zu Fledermäusen erzählt und man lernt auch viel Neues. Die Ausflugsziele fand sie nicht so spannend, wohl weil sie diese noch nicht gesehen hat. Hier habe ich mir eher einige Notizen gemacht, sollten wir mal wieder in diese Region fahren und Urlaub machen.

 

Was meiner Tochter noch gut gefallen hat, war der Indianerjunge Raven. Seine Herkunft, wie auch seine Geschichte zu den Fledermäusen und den Wächtern der Nacht haben sie sehr interessiert.

 

Das Buch bietet im vorderen Bereich eine farbige Karte mit den wichtigsten Ausflugszielen, die Lillys und Nikolas´ Familie in ihren Urlaub ansteuern. Der Text selbst ist kindgerecht gehalten, schwierige oder unbekannte Begriffe wurden gleich im Text noch erklärt. Was uns beiden sehr gut gefallen hat, sind die vielen Illustrationen. Mal ist nur der Buchrand farbig gestaltet, dann ist ein kleines Bild im Text eingebaut und lockert so die Geschichte etwas auf bzw. visualisiert sie. Manchmal ist sogar eine ganze Seite illustriert.

 

Fazit:

Uns beiden hat das Buch sehr gut gefallen. Die Reihe um Lilly und Nikolas kannten wir bisher noch nicht, aber ich denke, wir werden bestimmt noch das eine oder andere Buch aus dieser reihe uns zulegen. Immerhin erhält man hier eine spannende Geschichte, in die sich ein kleiner Reiseführer mit vielen interessanten Tipps eingeschlichen hat.

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SiColliers avatar

Rezension zu "Donnergrollen im Land der grünen Wasser" von Kerstin Groeper

„Noch leben wir und solange wir atmen, gibt es auch Hoffnung.“
SiColliervor 5 Monaten

Ganze Völker waren verschwunden und niemand mehr da, der ihre Lieder singen oder ihre Gebete sprechen konnte. Sie hatte es gesehen und konnte doch nicht das ganze Ausmaß begreifen. Es war einfach zu schrecklich. (Seite 576)

Meine Meinung

Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gelesen, die meist im 19. Jahrhundert angesiedelt waren. So war ich gespannt, wie ein Roman, dessen Handlung einige Jahrhunderte früher spielt, sein würde. Um es gleich vorwegzunehmen - wie auch ihre anderen: hervorragend.

Etwas getrübt wurde der Lesegenuß allerdings durch die zu geringe Opazität des Papiers, wodurch der Druck der jeweiligen Rückseite durchschimmerte. Ansonsten ist das Buch sehr ordentlich verarbeitet, auch nach dem Lesen (obwohl ich nicht sonderlich aufgepaßt habe) keinerlei Falten oder Knicke im Rücken und der Buchblock nach wie vor gerade - so sollte es sein.

Wie in ihren anderen Büchern verwendet die Autorin für die meisten der Figuren deren indianische Namen (z. B. Awässeh-neskas, Kämenaw Nuki oder Nanih Waiya), hier empfand ich diese jedoch als dermaßen fremd, daß das durch das ganze Buch hindurch für eine gewisse Distanz sorgte und nicht, wie die Autorin vermutlich im Sinne hatte, mir die Figuren oder deren Völker näher brachte. Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn hier durchgehend deutsche Namen Verwendung gefunden hätten (wenn die Indianer im Buch sprechen, steht das ja auch auf Deutsch da und nicht in deren Sprache mit Übersetzung).

Inwieweit man bei diesem Inhalt natürlich von „Lesegenuß“ sprechen kann, ist eine ganz andere Angelegenheit. Interessant war es für mich, da ich diese Zeit - um 1540 - bereits aus den ersten Bänden der „Spanish Bit Saga“ von Don Coldsmith kenne, die ebenfalls mit der Ankunft der Spanier in Nordamerika beginnt, allerdings die Eroberer rasch verläßt und nur noch unter dem „Volk“ spielt, von wenigen Ausnahmen abgesehen, da die Spanier nochmals auftauchen. Das ist hier anders.

Über einen großen Teil der Erzählung verläuft der eine Handlungsstrang bei den spanischen Eroberern. Auch wenn die Autorin vieles recht zurückhaltend beschreibt, ist das dennoch nichts für schwache Nerven. Denn die Conquistadores gingen mit einer Brutalität vor, die in der Geschichte kaum ihresgleichen hat. Was und wer sich ihnen in den Weg stellte, wurde gnadenlos ermordet, gefoltert oder - so noch am Leben - versklavt. Ganze Siedlungen und Völker wurden ausgelöscht. Man vermag sich nur schwer vorzustellen, was dabei auch an kulturellen Werten für alle Zeiten verloren gegangen ist. Wer dem direkten „Zugriff“ der Spanier entkam - oder Gegenden, in welche diese nicht hingelangten - war dennoch seines Lebens nicht mehr sicher. Denn den von den Europäern eingeschleppten Seuchen hatten die indigenen Völker nichts an Abwehrkräften entgegenzusetzen. Man nimmt heute an, daß seinerzeit rund 90 Prozent (!) der Bevölkerung ausgelöscht wurden (vgl. Nachwort S. 662).

Dies ist der Rahmen, innerhalb dessen sich die Figuren dieses Romans bewegen müssen. Während Maisblüte recht bald auf die Spanier trifft, erhält Machwao (vom Stamm der Menominee), je weiter er nach Süden kommt, immer mehr Warnungen. Aber wer vermag sich etwas so Furchtbares, wie ihm zu Ohren kommt, schon vorzustellen oder zu glauben? Es sind übrigens die Menominee, deren Stamm und Gebräuche auf einheimischer Seite im Mittelpunkt stehen und deren Lebensweise beschrieben wird.

Der Einbruch der europäischen „Zivilisation“ wurde aus Sicht der Indios (wie sie von den Spaniern genannt wurden) geschildert. Ich bin nicht sicher, ob die Autorin die Bücher von Don Coldsmith kennt, jedoch werden dort wie hier die Pferde, welche den Indianern bis dato völlig unbekannt waren, als „große Hunde“ beschrieben. Die völlige Überraschung und Fassungslosigkeit durch etwas nie zuvor Gesehenes wird für uns heutige nachvollziehbar und verständlich. Unverständlich ist mir allerdings, wie ich leider zugeben muß, die Sicht- und Handlungsweise der ach so christlichen Spanier geblieben. Die „Wilden“, als welche man die Indios ansah, wurden noch schlechter als Tiere behandelt, denn es waren ja keine Menschen, und Gefühle hatten die schon gar keine. Es steht zu befürchten, daß die Autorin nur wenig bis gar keine Phantasie bzw. Ausschmückung für diese Szenen brauchte.

Wie gesagt, es ist harter Lesestoff, der über weite Strecken gewißlich nicht als „Lesegenuß“ bezeichnet werden kann, aber eine Zeit lebendig werden läßt, die heute kaum noch im Gedächtnis oder gar Fokus des Interesses ist. Wie das Leben vor Ankunft der Spanier (vermutlich) war, wird im Handlungsstrang um Machwao deutlich, und damit um so klarer, was durch die Eroberung des Kontinents im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen ist. Ganz zu schweigen davon, daß so manche der indigenen Völker den Eindringlingen moralisch und - je nach Sichtweise - auch kulturell überlegen waren. Nur daß die Spanier grausamer waren und die wirkungsvolleren Waffen besaßen.

Als der Roman nach über sechshundertfünfzig Seiten begann auszuklingen, hatte ich das Gefühl, eine weite Reise über eine lange Zeitspanne hinweg getan zu haben. Vor meinem inneren Auge war eine längst entschwundene Zeit erstanden, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Trotz des ruhigen und versöhnlichen Ausklangs bleibt eine Melancholie ob des für immer Verlorenen zurück. Und eine gewisse Traurigkeit darüber, daß die Menschen noch immer nicht imstande sind, friedlich miteinander auszukommen. Machwao, dem der Frieden so viel bedeutete, stünde heute vor ähnlich großen Problemen und Herausforderungen wie damals. Das ist das eigentlich Bedrückende.


Mein Fazit

Ein wahres „Donnergrollen“ zog mit den Spaniern über das Land und nichts war mehr, wie vorher. Mit großem Verständnis, viel Wissen und vor allem Einfühlungsvermögen schildert die Autorin die Katastrophe, die über die „Indios“ mit Ankunft der Conquistadores hereinbrach. Wer sich für die Geschichte Nordamerikas und speziell der Indianer interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.


Anm.: Überschrift vgl. S. 560

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Horst_Bergers avatar

Rezension zu "Kranichfrau" von Kerstin Groeper

Wer fragt nach den Frauen?
Horst_Bergervor 6 Monaten


Kerstin Groeper nennt ihr Buch „Kranichfrau“, einen historischen Roman.
Die Kranichfrau, die eigentlich als Kriegerin des Blackfeet-Stammes leben will, wird bei einem Rachefeldzug schwer verletzt und von dem Lakotakrieger Nata-He-Yukan gefunden und als seine Gefangene betrachtet.

Nata-He-Yukan, selbst von seinem Stamm, aufgrund einer Intrige verbannt, lässt sie am Leben und hofft, sie würde ihm, wenn sie sich eventuell erholt hat, eine Hilfe sein oder wenigstens seine Einsamkeit erträglicher machen.

Ja, es kommen viele unerwartete und überraschende Ereignisse — auch im Zusammenhang mit dieser eigenwilligen und schwierigen Gefangenen —, auf Nata-He-Yukan zu, was sein Leben immer wieder in Gefahr bringt.

Kerstin Groeper versteht es, zu erzählen, und deshalb mach ich erst gar nicht den Versuch, ihr ins Wort zu fallen. Damit würde ich nur wichtige Teile des Geschehens vorwegnehmen. Das überlasse ich lieber dem Fortschreiten des Romans. Dort ist es mit großer Meisterschaft, enormem Wissen und ebensolchem Können niedergeschrieben.

Die Handlung des Romans bewegt sich, soweit ich es mit meinem bescheidenen Wissen einordnen kann, im frühen 19. Jahrhundert, in der Zeit also, als Trapper und Pelzjäger, meist auf sich allein gestellt, den gefährlichen Kontakt zu den dort ansässigen Stämmen auf sich nahmen. Allerdings zeigen sich im letzten Teil auch die Gefahren, die aus Europa und anderen Teilen der Welt auf die nichts ahnenden Menschen, die seit Urzeiten hier zu Hause sind, eindringen.

Was bei diesem Roman — und vermutlich bei vielen Erzählungen von Kerstin Groeper auffällt, ist ihre Sichtweise aus dem Blickwinkel der indianischen Frauen, die in der Regel von Treue zu ihrem Lebenspartner geprägt ist.
Eine Sichtweise, die meiner Ansicht nach sehr glaubhaft ist und auch den Indianer als Mann, Krieger und Beschützer mit seinen Weltanschauungen, seiner Tapferkeit und ebenso seinen Schwächen (Eitelkeit, Überlegenheitsgefühl, Alkohol und Bewunderung für das Unbekannte) ins rechte Licht rückt.
Kerstin Groepers Leistung ist auch deshalb zu bewundern, weil sie sich nicht scheute, die Verhältnisse vor Ort kennenzulernen.
Ich glaube nicht, dass irgendjemand, der ein wenig an der nordamerikanischen Vergangenheit interessiert ist, diesen Roman ohne einen gewissen Nachhall in seinem Gedächtnis zur Seite legen wird.
Ich wünsche Kerstin Gröpers Romane die nötige Aufmerksamkeit und die entsprechende Anzahl an Leserinnen und Lesern, die sie verdienen. Gleichzeitig spreche ich meine unbedingte Leseempfehlung aus.

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Gespräche aus der Community

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NEU: Der Traumfänger-Verlag stellt für diese Leserunde 5 Taschenbücher zur Verfügung und begleitet sie auch!!! Daher verlängere ich die Bewerbungsfrist bis zum 31.12. Jeder ist willkommen, mit eigenem Buch mitzulesen. Wir starten (Gewinner aus der Buchverlosung) trotzdem sofort. Späterer Einstieg ist möglich!

Kaja erfüllt sich nach dem Fachabitur einen Traum: sie geht für ein Jahr nach Amerika. Leider hat sie sich nicht wirklich informiert, wohin die Reise geht, denn sie landet „aus Versehen“ auf einer Indianerreservation. Kaja landet in einer Welt aus Armut und Not. Ihr Arbeitgeber ist zwar ein anerkannter Professor, doch die Frau des Hauses liegt im Koma. Kaja schwankt zwischen dem Drang, sofort wieder abzureisen, und ihrem Pflichtgefühl. Sie ist verantwortlich für einen ganzen Haushalt, Pferde und einen kleinen Jungen, der seine Mama vermisst. Zudem leidet Kaja unter der Einsamkeit. Das Haus des Professors liegt mitten im Nirgendwo und die einzigen Nachbarn scheinen Präriehunde und Klapperschlangen zu sein. Nicht einmal der versprochene Sprachunterricht in Englisch klappt. Stattdessen schreibt sie sich in einen Kurs für eine reichlich seltene Sprache ein. Lakota! Im College verliebt sie sich dann auch in den gutaussehenden Studenten „Sonny“, einen Hoffnungsträger des Stammes. Aber ist die Liebe echt? Immer wieder werden Touristinnen auf der Reservation Opfer von indianischen Männern, die sich als Urenkel von Crazy Horse ausgeben und weiße Frauen nur ausbeuten. Eine exotische Liebesgeschichte vor atemberaubender Kulisse
Zur Leserunde
Ein packender Roman über den Leidensweg einer Cheyenne-Frau und die Besiedelung des Wilden Westens: Die Zeiten sind schwer für das Volk der Cheyenne. Sie werden umgesiedelt und siechen dahin. Als ihnen kein Ausweg mehr bleibt, beschließen sie, in ihre alte Heimat zurückzukehren. Unter ihnen auch eine junge Frau. Ihr Schicksal mischt sich mit der Geschichte einer Siedlerfamilie, die lernen muss, ihre Vorbehalte gegen die "Rothäute" zu ändern. Wir laden ein zu einer interessanten Leserunde ...
widder1987s avatar
Letzter Beitrag von  widder1987vor 3 Jahren
Zur Leserunde
Der TraumFänger Verlag verlost vor Weihnachten noch zehn Exemplare von "Indianisch für Anfänger", eine lustige Liebesgeschichte um ein Au-pair-Mädchen, das sich ausgerechnet in einen Indianer verliebt. Rezensionen sind herzlich willkommen, aber kein "Muss" ... Das Buch ist All-Age und anders zu den historischen Romanen der Autorin zum Träumen und Entspannen geeignet ...
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Zusätzliche Informationen

Kerstin Groeper wurde am 28. November 1961 in Berlin (Deutschland) geboren.

Kerstin Groeper im Netz:

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