Kerstin Groeper , Giuseppe Bruno Der Palio des toten Politikers

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Inhaltsangabe zu „Der Palio des toten Politikers“ von Kerstin Groeper

Luca Marchetti ist mit Herz und Seele Seneser und zudem Mitglied von Aquila, so ist er überhaupt nicht begeistert, als ausgerechnet während der Zeit des Palios ein deutscher Politiker ermordet in der Mülltonne aufgefunden wird. Hin- und her gerissen zwischen den Vorbereitungen für das Palio und seinen Ermittlungen führt die Spur schnell in das Rotlichtmilieu von Siena. Doch im Zuge seiner Polizeiarbeit kommen ihm bald Zweifel, ob nicht auch andere Hintergründe in Frage kommen. Zu seinem Entsetzen wird ihm auch noch ein Kommissar aus Deutschland zur Seite gestellt, ein weiterer Störfaktor, den er im Moment am wenigsten brauchen kann. Doch Kommissar Wolfram Isedor ist unkonventionell und unkompliziert, passt sich den etwas seltsamen Strukturen der italienischen Fahndungsarbeit problemlos an. Nur der Begeisterung der Seneser und seines italienischen Kollegen für das Palio steht er staunend gegenüber. Akribisch verfolgen die beiden Ermittler jede noch so kleine Spur, dringen in die Abgründe des Rotlichtmilieus vor und beißen sich an der Abgebrühtheit einiger Politiker die Zähne aus. Nur langsam fügen sich die Puzzleteile zusammen, denn was haben italienische und deutsche Abgeordnete, eine Prostituierte und ein Sicherheitsdienst miteinander zu tun?

Spurensuche nach einem Mörder während des Palio

— Tanzmaus

Beeindruckendes Drumherum um einen Mord. So dass dieser fast verblasst.

— LitteraeArtesque

Toller Krimi, in dem ein Mord während der Vorbereitung und Durchführung eines Pferderenns fast untergeht...

— karatekadd

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  • Ein Mord und der Palio

    Der Palio des toten Politikers

    Tanzmaus

    28. April 2017 um 10:13

    Der Seneser Commissario Luca Marchetti steckt mitten in den Vorbereitungen zum Palio, als plötzlich ein toter deutscher Politiker in einer Mülltonne gefunden wird. Zerrissen zwischen seinem Pflichtbewusstsein, den Fall aufklären zu wollen und seiner Begeisterung für den Palio, versucht Luca Marchetti beiden Aufgaben gerecht zu werden. Als er dann allerdings der deutsche Kommissar Wolfram Isedor zur Seite gestellt wird, hält sich seine Begeisterung zunächst in Grenzen. Doch dann erweist sich der Kommissar als nützlich und gemeinsam kommen sie Lösung des Falls auf die Spur…   Ich muss gestehen, dass ich zunächst mit dem Begriff „Palio“ nicht wirklich was anzufangen musste. War ich von der Autorin doch eher Romane über Native Americans gewohnt, verschlug es mich mit diesem Roman nicht nur in eine andere Ecke der Welt, sondern auch in eine andere Zeit.   Aber was ist denn nun ein Palio? Ein Palio ist ein Wettkampf zwischen benachbarten Gebieten in Italien, der zu Pferde ausgetragen wird. Dabei handelt es sich bei der Palio di Siena um das härteste Pferderennen der Welt, bei dem es viel zu gewinnen, aber auch zu verlieren gibt. Zweimal im Jahr wird dieser seit dem Mittelalter ausgetragen.   Kerstin Groeper schreibt mit diesem Buch ihren ersten Krimi und beweist damit, dass ihr auch dieses Genre hervorragend liegt. Wie ich es nicht anders von ihren Büchern gewohnt bin, legt sie wieder sehr viel Herzblut in die Geschichte. Vor allem der Palio, den sie selbst seit Jahren immer wieder erlebt und liebt, wird besonders plastisch und mitreißend beschrieben. Man spürt beim Lesen ihre Begeisterung, atmet die Atmosphäre und vergisst dabei fast, dass es doch eigentlich einen Mord aufzuklären gilt.   Die Protagonisten, mit denen ich zunächst nicht wirklich warm wurde, entwickeln sich und gegen Ende waren sie mir sympathisch.   Fazit: Mit viel Begeisterung für den Palio begibt sich der Leser auf Spurensuche, wird regelrecht mitgerissen und darf zum einen ermitteln, zum anderen mitfiebern beim härtesten Pferderennen der Welt.

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  • Ein Mord während des Palios...

    Der Palio des toten Politikers

    Federchen

    31. January 2017 um 17:37

    Commisario Luca Marchetti ist ein dienstbeflissener Mensch, der dennoch weiß, wie man als Italiener sein Leben genießen sollte. Ein Mord an einem deutschen Politiker während des Palios in Siena gehört eindeutig nicht dazu. Wenn man dann noch einen deutschen Kommissar zur Seite gestellt bekommt, ist das turbulente Polizeibeamtenleben erst so richtig nervig und anstrengend. Doch alles Klagen hilft nichts, Luca Marchetti hat trotz allem den nötigen Ehrgeiz, sich neben ein paar guten Stunden, knallhart mit dem Fall zu beschäftigen. Dabei stellt sich der deutsche Kommissar Wolfram Isedor viel mehr als Bereicherung des Teams dar, als Luca anfänglich geglaubt hätte. Gemeinsam sind sie der Auflösung des Mordes auf der Spur... "Der Palio des toten Politikers" ist der erste Kriminalroman aus der Feder von Kerstin Groeper, erschienen im TraumFänger Verlag. Die durch ihre Literatur über Native Americans bekannte Autorin hat ebenfalls eine Leidenschaft für das Palio und ist im Sommer sehr oft in Siena zu finden. Wiedereinmal merkt man, dass sich Kerstin Groeper mit den Dingen sehr gut auskennt, die sie in ihrem Roman beschreibt. Dies gilt im Besonderen für die historischen Gebäude von Siena und für die Menschen, die sich Seneser nennen. Als Mitglied der Nobile Contrada dell' Aquila konnte sie so die Atmosphäre des Palios hervorragend in Worte fassen. Der Kriminalroman an sich besteht aus einem gut durchdachten Plot, so dass die Lösung des Falles nicht zu schnell ersichtlich wird. Vielmehr fängt der Leser nach einer Weile des Lesens an, zu fiebern, wann die zwei Kommissare denn endlich der Lösung auf der Spur sind. Das mag langatmig klingen, ist es aber ganz und gar nicht. Immer wieder bindet Kerstin Groeper das Leben des italienischen Kommissars mit ein. Er erscheint dadurch menschlich, zu Beginn sogar ein wenig arrogant, zum Ende hin aber sehr sympathisch. Auch die anderen Figuren der Handlung sind authentisch gezeichnet. Auffällig ist vor allem, dass der deutsche Kommissar sehr sympathisch wirkt und das von Beginn seines Erscheinens an. Stellt mancher sich doch einen deutschen Kommissar eher etwas unangenehmer vor. Sprachlich bewegt sich die Autorin auf bewährtem Stil. Einfache, aber klar definierte Sätze und viel an direkter Rede halten den Lesefluss in einem sehr guten Tempo. Auch wenn man den Kriminalroman nicht unbedingt als Pageturner bezeichnen mag, so beinhaltet er Spannung und kleinere Cliffhanger um einen sehr guten Roman auszumachen. Denn sollte man ihn einmal aus der Hand legen, wird es nicht lange dauern, bis die Neugier über den Ausgang des Romanes siegt. Abschließend kann man sagen, dass "Der Palio des toten Politikers" ein gut ausgearbeiteter und authentischer Kriminalroman ist und bei beinah jedem Krimifan gut ankommen dürfte. Nebenbei weckt er außerdem auf ganz einfache Weise die Sehnsucht, einmal im Leben nach Siena zu reisen. (c) buchgefieder.blogspot.com

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  • Was hat ein toter Politiker mit einem Pferderennen zu tun?

    Der Palio des toten Politikers

    karatekadd

    22. December 2016 um 14:34

    Was macht ein indianischer Traumfänger auf dem Deckel eines Buches, auf dem (vermutlich) ein Italiener und ansonsten ein paar mittelalterlich gekleidete Trommler und sbandieratori „Fahnenschwinger – eher Tänzer) zu sehen sind? Ist er noch geheim, wenn der Mitautor am Ende des Krimis aus der Toskana-Stadt Siena al „geheimer Informant der Nobile Contrada dell´ Aquila“ bezeichent wird? Und wie kommt eine deutsche Autorin, die doch eher mit Romanen über die indianischen Völker Nordamerikas bekannt geworden ist, dazu, ebenfalls zu den Nobili, den Edelleuten des Stadtteiles Aquila in Siena, zu zählen? Und überhaupt, warum habe ich einen Roman gelesen, den ich nie im Leben selber aus einem Buchregal gezogen hätte? Fragen… * * * Fangen wir einmal an, diese zu beantworten. DER PALIO DES TOTEN POLITIKERS – Der Titel wird sich als ein gewisser Irrtum herausstellen, denn der PALIO, zweimal jährlich in Siena ausgetragen, hat mit dem toten Angehörigen einer deutschen Delegation nur gemein, dass der Mord während des Volkfestes ausgetragen wird. Ansonsten ist Commissario Luca Marchetti absolut nicht einverstanden, dass ihm dieser (sein erster) Fall während der Vorbereitung auf wohl eines der verrücktesten Pferderennens der Welt aufgedrückt wird. Immerhin hat er in der Contrada dell´ Aquila eine nicht unwesentliche Rolle übernommen. Überhaupt: COMMISSARIO MARCHETTIS ERSTER FALL lautet der Untertitel und der Blogger liest ganz sicherlich keine BRUNETTI – Kopien.[1] Und sein erster Fall ist es sowieso nicht. Allerdings ist es der erste seiner Fälle, der in einem Roman präsentiert wird. Von einer Münchnerin – von Kerstin GROEPER. Zurück zur Handlung: MARCHETTI rennt also immer hin[2] und her zwischen den CONTRADIOLOS und der QUESTURA (Polizeipräsidium), dem Tatort und überhaupt durch eine Stadt im Ausnahmezustand. Und nun kommt auch noch dieser TEDESCO dazu, der ihn unterstützen soll. Ein riesiger Hauptkommissar aus München. Das hat ihm noch gefehlt. Zum Glück wird sich der als kompetenter und liebenswürdiger Zeitgenosse erweisen, welcher stellvertretend für die adlige Kerstin GROEPER die Stirn runzeln darf, zum Beispiel die Sicherheitsvorkehrungen eines Pferderennens durch die Innenstadt betreffend. Kerstin Groeper darf ja nicht meckern, sie muss (samt ihrer Familie) die CONTRADA mit dem Doppeladler als Symbol unterstützen. Gemeinsam fangen sie an zu ermitteln und kommen einem ziemlich großem „bilateralem“ Korruptionsskandal auf die Spur, die zuerst allerdings ins Rotlichtmilieu führt, denn der Tote mag es, im zugeführte Damen schwer zu verprügeln. Aber warum findet man die dazu verwendete Reitgerte mit offensichtlichen Spuren? Und warum hat man den Toten so in einer Mülltonne abgeladen, dass er auf jeden Fall gefunden werden muss?[3] Und im Ende hat der Roman doch eine gewisse Ähnlichkeit mit einigen der BRUNETTI – Geschichten, aber das liegt nicht an Kerstin Groeper, das liegt an Italien und so wie sie schreibt, kennt sie sich damit aus. Die Szene, in der sich Marchetti mit einem Carabinieri anlegt, weil die ihn einer Kontrolle unterziehen wollen und das Ganze beim Rotwein endet, ist bezeichnend. A propos Rotwein: Vor allem kennt sich die Autorin mit der Seneser Küche aus. Da läuft einem beim Lesen das Wasser genauso im Mund zusammen, wie es einem in der beschriebenen Sommerhitze vom Scheitel rinnt. Genug verraten.   * * * Wie kam ich nun zu diesem Buch? Kerstin Groeper drückte es mit während der Dresdner Schriftgut in die Hand. Ich verbarg meine bereits erwähnte Skepsis ob des Titels nicht. Aber nun bin ich wirklich begeistert, denn ein Roman zwischen Mord und Volksfest dieser Art kam mir noch nicht unter die Finger. Aber wenn man wie sie dort im Sommer seit 20 Jahren förmlich beheimatet ist und der Sohn sogar ein sbandieratore, dann hat man das Flair schon verinnerlicht. Man muss nur noch schreiben können. So wie Kerstin Groeper zum Beispiel. Übrigens: Die gefährlichsten Szenen entstehen durch das Pferderennen (Bilder) polizeilich ist da nicht „viel los“. Mit einem Schmunzeln liest man vom Umgang italienischer Polizisten untereinander. Die Spannung fällt nach dem Palio etwas ab. Persönlich kommt mir der Roman so dicht und abgeschlossen vor, dass ich mir einen zweiten Fall gar nicht so richtig vorstellen kann. Wir werden also sehen.   © KaratekaDD       [1] In Anspielung auf die nunmehr fünfundzwanzigbändige Reihe der in Venedig lebenden Amerikanerin Donna Leon, die im Untertitel heißt: COMMISSARIO Brunettis 25. FALL [2] Er ist Chef der squadra mobili – einer mobilen Kriminalpolizeienheit und Commissario, vermutlich eher Commissario Capo – also Erster Polizeihauptkommissar [3] Einen Zusammenhang mit dem Palio gibt es aber eher nicht, dazu hätte die „Täterschaft“ wissen müssen, dass der ermittelnde Commissario Seneser durch und durch ist

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