Kerstin Groeper , Astrid Gavini Indianisch für Anfänger

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Inhaltsangabe zu „Indianisch für Anfänger“ von Kerstin Groeper

Kaja erfüllt sich nach dem Fachabitur einen Traum: sie geht für ein Jahr nach Amerika. Leider hat sie sich nicht wirklich informiert, wohin die Reise geht, denn sie landet „aus Versehen“ auf einer Indianerreservation. Kaja landet in einer Welt aus Armut und Not. Ihr Arbeitgeber ist zwar ein anerkannter Professor, doch die Frau des Hauses liegt im Koma. Kaja schwankt zwischen dem Drang, sofort wieder abzureisen, und ihrem Pflichtgefühl. Sie ist verantwortlich für einen ganzen Haushalt, Pferde und einen kleinen Jungen, der seine Mama vermisst. Zudem leidet Kaja unter der Einsamkeit. Das Haus des Professors liegt mitten im Nirgendwo und die einzigen Nachbarn scheinen Präriehunde und Klapperschlangen zu sein. Nicht einmal der versprochene Sprachunterricht in Englisch klappt. Stattdessen schreibt sie sich in einen Kurs für eine reichlich seltene Sprache ein. Lakota! Im College verliebt sie sich dann auch in den gutaussehenden Studenten „Sonny“, einen Hoffnungsträger des Stammes. Aber ist die Liebe echt? Immer wieder werden Touristinnen auf der Reservation Opfer von indianischen Männern, die sich als Urenkel von Crazy Horse ausgeben und weiße Frauen nur ausbeuten.
Eine exotische Liebesgeschichte vor atemberaubender Kulisse
Auserwählt für "Books meets film" beim Münchner Filmfest 2015

Ein Jugendbuch weit weg von der Realität. Schade, die Autorin hat schon Besseres geschrieben.

— JoJansen

Spannend und informativ

— Lavella

richtig gutes Jugendbuch

— Booky-72

Frech, jugendlich, witzig mit feinem ironischen Humor

— Gelinde

Ein gelungenes Buch mit seinen Ecken und Kanten, aber ganz viel Herz und Wissen um die Lakota und dessen Leben.

— Floh

Ein junges Mädchen landet als Au-Pair im Indianerreservat - abwechslungsreich, humorvoll, tiefgründig!

— mabuerele

Der American Dream of Life knallhart und ungeschönt. Sehr gut gemacht.

— Yoyomaus

Ein gut geschriebenes Buch, das zeigt, wie ein junges Mädchen aus Deutschland mit der fremdartigen Kultur der Indianer konfrontiert wird.

— SunshineSaar

Die Autorin trifft keine Schuld, sie kann gut schreiben, aber schlechtes Lektorat hat dieses Buch versaut und für mich unlesebar gemacht

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Unterhaltsames Lesevergnügen, das dem Leser auch immer wieder ein paar Überraschungsmomente spendiert

— Buchraettin

Stöbern in Romane

Lennart Malmkvist und der ganz und gar wunderliche Gast aus Trindemossen

sehr vergnügliches kurzweiliges Lesevergnügen

COW

Highway to heaven

Wenn eine Frau sich an ihre Jugendträume erinnert, reicht manchmal ein Schritt.....

Bibliomarie

Liebe zwischen den Zeilen

Leider sehr Oberflächlich, aber gut für Zwischendurch

bibliophilehermine

Die Stille zwischen Himmel und Meer

sehr empatische Geschichte

Gartenkobold

Die Seefahrerin

dieses Buch hat mich aufgrund der drastischen Schilderungen und des nicht eingängigen Schreibstils runtergezogen

Gudrun67

Alles wird unsichtbar

Beginnt stark, verliert aber im 2. Teil und holt den Verlust nicht mehr auf.

Simonai

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  • Themen
  • Mythen, Legenden und Märchen der nordamerikanischen Indianer...

    Indianermärchen

    parden

    MYTHEN, LEGENDEN UND MÄRCHEN DER NORDAMERIKANISCHEN INDIANER... Das Bild der Indianer wurde jahrhundertelang nach den Vorstellungen der Weißen gezeichnet. Dabei kam es zu einer verzerrten, häufig klischeehaften Darstellung der indianischen Kultur. Ein wirkliches Verständnis ist aber nur möglich, wenn die Indianer aus ihrer eigenen Welt, ihren Mythen, ihren Traditionen und ihrem eigenen Bewusstsein heraus begriffen werden. Dazu können die hier gesammelten Märchen wichtige Anhaltspunkte und Hilfen geben.  Allerdings sind die Märchen bei den indianischen Stämmen immer nur mündlich tradiert worden. Eine Schriftsprache besaßen die nordamerikanischen Indianer nicht. Nach den Jesuiten im Jahr 1633 waren es vor allem Handlungs- und Forschungsreisende, in deren Aufzeichnungen  über ihre Erlebnisse im Indianerland sich sporadisch auch Elemente von Indianermärchen und -legenden fanden. Als im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts eine breitere Sammlung indianischer Folklore aufkam, neigten die Schreiber leider oft dazu, die indianischen Märchen ihrem eigenen persönlichen Geschmack entsprechend einzufärben und umzuformulieren.  Durch den Eifer verschiedener amerikanischer Universitäten kam schließlich eine immense Forscher- und Sammlertätigkeit auf. Es gibt mittlerweile kaum einen primitiven Kulturbereich, dessen Mythen, Legenden und Märchen so erschöpfend und genau notiert worden sind, wie derjenige der nordamerikanischen Indianer.  Die hier vorliegende Auswahl bietet höchstens eine kleine Kostprobe aus der inzwischen umfangreichen Sammlung. Dabei wurde sich bemüht, die Verfälschungen der ursprünglichen Erzählungen durch die Schreiber wieder rückgängig zu machen, um sich dem Original wieder anzunähern. Es wurden vor allem solche Texte ausgewählt, die etwas über die Lebensumstände der einzelnen Stämme, die magischen Vorstellungen und das Selbstverständnis der Indianer aussagen. Die Indianer können so ohne Verfälschung durch das Selbstverständnis der Weißen aus ihrer eigenen Tradition und Weltsicht heraus kennengelernt werden.  Auch wenn heute nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass ursprüngliche Überlieferungen vollkommen unverfälscht an uns herangetragen werden können, war ich neugierig darauf, was mich hier erwartet. Und tatsächlich gewährte diese Sammlung einen interessanten Einblick in die Vielfältigkeit der indianischen Stämme einerseits und das Verbindende der indianischen Kultur andererseits. Die Naturverbundenheit, der Aufbau einer indianischen Gemeinschaft, die Lebensgewohnheiten und die Mythen der Ureinwohner Amerikas werden hier glaubhaft präsentiert. Auch wenn die einzelnen Texte oft recht schmucklos und z.T. fast nüchtern daher kommen, hat mir die Lektüre gut gefallen. Manche Indianerstämme kannte ich  zuvor noch nicht einmal vom Hörensagen. Von anderen habe ich inzwischen ein viel umfassenderes Bild erhalten. In jedem Fall kommt solchen Sammlungen eine immense Bedeutung zu: die Bewahrung von vergänglichen kulturellen Schätzen.  ©parden 

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    • 10
  • Wer ist sturer - Bayern oder Lakota?

    Indianisch für Anfänger

    SiCollier

    02. June 2016 um 15:05

    Abends lag Kaja noch lange wach im Bett und dachte darüber nach. Für sie war Amerika immer das Land der unbegrenzten Möglichkeiten gewesen. Ein Land, in dem Milch und Honig flossen. Stattdessen wurde sie hier mit bitterer Armut konfrontiert. (Seite 119)Meine MeinungEs ist Verlag wie Autorin hoch anzurechnen, daß sie in Zeiten der um sich greifenden „Pseudonymeritis“ diesen Roman unter dem Namen der Autorin veröffentlicht haben, obwohl er so ganz anders ist als ihre bisherigen Bücher. Das fängt bei der Zeit (Gegenwart) an bis hin zur Zielgruppe, bei der anscheinend an ein etwas jüngeres Publikum, das weniger Vorkenntnisse hat, gedacht wurde. Gerade, weil heute vielfach fast schon für jeden Roman ein neues Pseudonym ge- bzw. erfunden wird, habe ich großen Respekt für die Entscheidung, dies hier nicht zu tun. Aus meiner Sicht hat es dem Buch gut getan, denn so habe ich die Kompetenz für die Themen, welche ich bisher bei der Autorin gefunden habe, auch auf dieses Buch übertragen, und mit mehr als nur Verwunderung gelesen, daß man in Amerika beispielsweise wegen sexuellem Mißbrauch in Schwierigkeiten kommen kann, wenn man ein Kind zum Trösten in den Arm nimmt (vgl. S. 20). Ich fürchte, das ist zutreffend.In den letzten Wochen habe ich Bücher dreier Autoren, die in verschiedenen Jahrhunderten bei Indianern spielen, gelesen. Direkt vor diesem las ich „Die Feder folgt dem Wind“ der selben Autorin, was einen interessanten Vergleich ergibt. Wobei ein direkter Vergleich natürlich nicht möglich ist, da die Zielgruppen verschieden sind. Dort wie hier ist der anschauliche und flüssig lesbare Stil der Autorin hervorzuheben, der es mir ermöglichte, auch bei nur wenig Zeit ein Kapitel zu lesen. Schon nach wenigen Worten war ich wieder in der Geschichte gefangen und konnte nahtlos ans letzte Lesen anknüpfen - das ist nicht bei allen Autoren der Fall. Dort wie hier war es kaum möglich, das Buch aus der Hand zu legen; einen solchen Sog entwickelte die Handlung, daß ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Eine weitere Parallele ist, daß in beiden Büchern - wenngleich auf sehr verschiedene Weise - eine weiße Frau eine Beziehung mit einem Lakota eingeht. Das für mich interessante war die Feststellung, daß manche Denk- und Verhaltensweisen anscheinend typisch für Indianer sind, nicht nur für Lakota. Don Coldsmith hat mehrere Stämme zum Vorbild für sein Volk der Spanish Bit Saga, die im 16. Jahrhundert spielt, genommen. Bei Michael Blake sind es (im Buch) Comanchen, bei Kerstin Groeper Lakota (Sioux). Auch wenn sich natürlich vieles mehr oder weniger zwangsweise geändert hat, waren doch bis in die heutige Zeit hinein viele Ähnlichkeiten vorhanden, die schon in der „Feder“ beim Verständnis der beiden Protagonisten untereinander zu Schwierigkeiten führten, und auch hier wieder auftauchen. Zumal weder Kaja noch Sonny immer den unterschiedlichen kulturellen Hintergrund gegenwärtig haben. So müssen beide immer wieder aufpassen bzw. lernen, daß viele Handlungen einfach daraus resultieren, aus welcher Gesellschaft man kommt. Was in der einen normal ist, ist in der anderen unbekannt oder vielleicht ganz anders.Etwas seltsam fand ich, daß Kaja sich so ganz ohne Vorkenntnisse in das Abenteuer Amerika gestürzt hat. Pine Ridge mag in der Tat vielen hier kein Begriff sein, aber wenn ich für ein Jahr ins Ausland gehe (und mir bis zu einem gewissen Grad die Gegend aussuchen kann), würde ich mich doch informieren, wohin ich da ungefähr komme. Andererseits ergibt sich natürlich aus eben jener Unkenntnis der Figur die Möglichkeit, die Leser, welche teilweise vermutlich genau so unkundig sind, mit den Verhältnissen bekannt zu machen. Hierbei ist es schwierig, die richtige Balance zwischen zu viel und zu wenig Information zu finden. Mir war vieles bereits bekannt, so daß ich nicht beurteilen kann, wie es auf einen Leser, der wirklich so wenig Ahnung von den Umständen wie Kaja hat, wirkt. Kaja schien mir zu Beginn auch eine recht oberflächliche, teilweise sogar arrogante, Person zu sein; durch die Geschehnisse des Jahres in den USA hätte sie sich für meine Begriffe mehr verändern müssen als es im Buch aufschien. Denn durch die Krankheit der Gastmutter wurde sie quasi ins kalte Wasser geworfen, die Kindheit war von heute auf morgen vorbei. Erst auf der letzten Seite gibt es eine Szene, in der in vollem Umfang deutlich wird, wie sehr sie sich entwickelt hat und erwachsen geworden ist.Mit der Thematisierung der kulturellen Unterschiede sowie den sich daraus oft ergebenden Mißverständnissen, dem auch in den USA (aber nicht nur dort) latent vorhandenen Rassismus und dem Plädoyer für ein friedliches und verständnisvolles Miteinander in der Zukunft werden im Verlauf des Buches auch durchaus ernste Themen angesprochen, ohne daß ein Zeigefinger oder gar der Holzhammer hervorgeholt werden.Nebenbei erfährt man einiges über geschichtliche Ereignisse, (heute wieder) gepflegte Bräuche sowie die Hauptprobleme in den Reservationen. Auf deren Ursache wird nicht weiter eingegangen, das hätte den Rahmen des Buches allerdings gesprengt. Für den Leser mitunter mit einem Schmunzeln zu verfolgen sind die Schlagabtäusche zwischen Kaja und Sonny - ein Gespann, das mich an manchen Stellen an die „Paarungen“ bei Elisabeth Büchle hat denken lassen (auch wenn deren Bücher ganz anders sind als die von Kerstin Groeper).Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Ich halte es für gut geeignet, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen überhaupt erst das Interesse für Indianer (wieder?) zu wecken. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, läßt am Ende jedoch genügend Raum für eine Fortsetzung, die, wie der Verlag an anderer Stelle schrieb, in Überlegung ist. Ich hoffe sehr, daß diese kommen wird. Denn ich möchte zu gerne wissen, wie es nach den Geschehnissen dieses Buches den Figuren weiter ergeht.Mein Fazit„Weiße Frau“ trifft „roten Mann“ oder das Aufeinandertreffen der Kulturen heute. Ein lesenswertes Buch über Vorurteile, Mißverständnisse und deren Überwindung.

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  • Lakota für Anfänger

    Indianisch für Anfänger

    Petersilie

    Ein Buch, das einen gedanklich einmal um die halbe Welt reisen lässt und einen in eine vollkommen andere Kultur eintauchen lässt. Dieses Jugendbuch zeichnet sich vor allem durch die Protagonistin Kaja aus. Eine starke und selbstbewusste junge Frau, die mich mit ihrem kühlen Sarkasmus und ihrer scharfen Zunge ein ums andere Mal zum Lachen gebracht hat. Auch wenn man ihren eigentlichen Charakter erst nach einigen Kapiteln bemerkt, da man sie anfangs leicht für kindisch und überheblich halten kann. Die anderen Buchfiguren fügen sich ebenfalls realistisch in die Geschichte ein. Neben den Figuren lebt die Geschichte von den Einblicken, die die Autorin uns Lesern in eine andere Kultur gibt. Im Laufe der letzten Jahre gab es viele verschiedene Erwachsen- und Jugendlektüre zum Leben der amerikanischen Ureinwohner, „Indianisch für Anfänger“ jedoch schaffte es trotzdem mir neue Informationen zu vermitteln. Besonders wurde mein Interesse für die Sprache Lakota geweckt. Es gab viele Momente, wo ich Probleme mit der Wortwahl hatte. Die wirkte zum Teil etwas zu sehr an Jugendliche angepasst, was unteranderem zum falschen, ersten Eindruck über Kaja führte. Trotzdem konnte mich das Buch packen. Mein Hauptproblem bei diesem Buch war das Ende, ehrlich gesagt kann ich gar nicht sagen, wie es mir besser gefallen hätte (ich weiß, dann soll man auch keine Kritik ausüben), aber so bin ich jedenfalls nicht zufrieden. Trotzdem ist „Indianisch für Anfänger“ ein Buch, das ich allen empfehlen kann, die an der indianischen Kultur interessiert sind oder einfach an einem netten Jugendbuch für zwischendurch. Ich danke dem Traumfänger-Verlag für das Rezensionsexemplar.

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    • 2
  • Leserunde zu "Indianisch für Anfänger" von Kerstin Groeper

    Indianisch für Anfänger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    NEU: Der Traumfänger-Verlag stellt für diese Leserunde 5 Taschenbücher zur Verfügung und begleitet sie auch!!! Daher verlängere ich die Bewerbungsfrist bis zum 31.12. Jeder ist willkommen, mit eigenem Buch mitzulesen. Wir starten (Gewinner aus der Buchverlosung) trotzdem sofort. Späterer Einstieg ist möglich! Kaja erfüllt sich nach dem Fachabitur einen Traum: sie geht für ein Jahr nach Amerika. Leider hat sie sich nicht wirklich informiert, wohin die Reise geht, denn sie landet „aus Versehen“ auf einer Indianerreservation. Kaja landet in einer Welt aus Armut und Not. Ihr Arbeitgeber ist zwar ein anerkannter Professor, doch die Frau des Hauses liegt im Koma. Kaja schwankt zwischen dem Drang, sofort wieder abzureisen, und ihrem Pflichtgefühl. Sie ist verantwortlich für einen ganzen Haushalt, Pferde und einen kleinen Jungen, der seine Mama vermisst. Zudem leidet Kaja unter der Einsamkeit. Das Haus des Professors liegt mitten im Nirgendwo und die einzigen Nachbarn scheinen Präriehunde und Klapperschlangen zu sein. Nicht einmal der versprochene Sprachunterricht in Englisch klappt. Stattdessen schreibt sie sich in einen Kurs für eine reichlich seltene Sprache ein. Lakota! Im College verliebt sie sich dann auch in den gutaussehenden Studenten „Sonny“, einen Hoffnungsträger des Stammes. Aber ist die Liebe echt? Immer wieder werden Touristinnen auf der Reservation Opfer von indianischen Männern, die sich als Urenkel von Crazy Horse ausgeben und weiße Frauen nur ausbeuten. Eine exotische Liebesgeschichte vor atemberaubender Kulisse

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    • 206
  • Germanys next Supergirl

    Indianisch für Anfänger

    JoJansen

    Dieses Buch bekam ich zeitgleich mit "Im fahlen Licht des Mondes" von der selben Autorin. Ich las zuerst das andere Buch, den historischen Roman, und war begeistert. Danach hatte ich hohe Erwartungen an "Indianisch für Anfänger", die leider nicht erfüllt wurden. Die Schauplätze beider Bücher liegen örtlich dicht beieinander, die Ranch am See taucht sogar in beiden Storys auf. 150 Jahre nach Moekaé ist nun Kaja die Heldin der Geschichte. Beide Frauen sind im selben Alter und doch sehr unterschiedlich. Kaja ist für mich einfach nicht glaubwürdig. Sie ist 21, hat in München ihr Fachabitur gemacht und fliegt für ein Jahr in die USA, ohne vorher den Ort und die Gegend, wo sie als Au-Pair hinkommt wenigstens mal zu googeln? Huch, ein Indianerreservat, eine einsame Farm, kein Kaufhaus oder Kino in der Nähe. Google Maps hat ihr wohl noch nie jemand gezeigt? Dafür hat Kaja sofort alles bestens im Griff. Sie vertritt die im Koma liegende Gastmutter mit Bravour. Der Dreijährige, den Kaja betreut, ist immer brav, sie wuppt den Haushalt ganz allein, lernt spielend leicht Lakota, reitet und hat immer noch Langeweile. Ich möchte nicht zuviel von der Handlung erwarten, aber auch zum Ende hin ging mir das Alles viel zu glatt. Die Probleme, die auftauchen, bewältigt Kaja mit links und bleibt das gewohnte Supergirl. Was will die Autorin mit diesem "Märchen" erreichen? Einziger, aber sehr nerviger Fehler der Helden-Kaja: Sie findet sich selbst unheimlich toll und lässt das immer wieder raushängen. Gibt zickige Antworten, mokiert sich über die ärmlichen Behausungen und Autos der Indianer und zieht über alle her, die nicht so schlank und schön sind wie sie. Die Sprache passt zum Genre Jugendbuch - hier bewundere ich ehrlich die Wandlungsfähigkeit von Kerstin Groeper. Wobei man meiner Meinung nach trotzdem korrekte Begriffe verwenden sollte, Kaja war nicht Au-Pair in Amerika, sondern in den USA. Der Lektor ist derselbe, der beim anderen Buch angeblich ganz neu war und daher schuld an den vielen Fehlern. Da hat er wohl beide Bücher zeitgleich lektoriert? Viel zu viele Sätze beginnen mit "Dann ..." so dass stellenweise der Eindruck entsteht, einen Schulaufsatz zu lesen. Natürlich kann das beim Schreiben passieren, aber hinterher müsste es doch jemand merken! (Siehe bspw. S. 164) An anderen Stellen fehlen Worte oder die Sätze sind so verdreht, dass vermutlich aus zweien einer gemacht wurde, ohne noch einmal drüberzulesen. Von Jaden, dem Dreijährigen, wird im Verlauf der Geschichte plötzlich immer häufiger als "das Kind" gesprochen, was total unpersönlich und ablehnend klingt. Kaja müsste doch im Gegenteil zu ihm mit der Zeit eine emotionale Beziehung aufgebaut haben? Wobei Emotionen sowieso nicht Kajas Stärke sind. Außer bei dem Gespräch im Supermarkt, als sie nicht einmal richtig hinhört. Das, was sie zu hören glaubt, hat die Cousine nämlich gar nicht gesagt! Sie sprach von ihren Brüdern. Die Geschichte hat aus meiner Sicht viel verschenktes Potential. Sicher erfahren wir einiges über das Leben der Indianer in der Gegenwart und ihr Bemühen, Sprache und Bräuche zu erhalten bzw. wiederzubeleben. Die Hintergründe aber bleiben offen. Warum z.B. die Indianer immer noch in Reservationen leben, dort eigene Regeln (Alkoholverbot) gelten, es kaum Jobs gibt usw. Das Buch sollte unbedingt als Jugendbuch gekennzeichnet werden, damit der Fan historischer Romane von Kerstin Groeper nicht enttäuscht ist. Diese Geschichte klingt eher wie der Reisebericht eines Au-Pairs, ist mir selbst für einen Jugendroman einfach nicht emotional und tief genug. Ich werde gern weitere Bücher von Kerstin Groeper lesen, allerdings aus der historischen Ecke. Fazit: 2**

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    • 21
  • Eine starke Frau

    Im fahlen Licht des Mondes

    JoJansen

    Nach vielen Jahren habe ich wieder einmal ein Indianerbuch gelesen. Anders als bei Coopers Lederstrumpf oder den Büchern von Liselotte Welskopf-Henrich, steht hier eine junge Frau im Mittelpunkt des Geschehens. Moekaé ist Cheyenne und erlebt mit ihrer Familie die Vertreibung durch die Weißen Mitte / Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge Frau ist zu Beginn der Geschichte gerade mal 17 oder 18 Jahre alt, verheiratet mit Heskovetse, einem Krieger. die Idylle aus Tipis, wärmenden Fellen und genug Vorräten für den Winter wird jäh zerstört durch einen brutalen Überfall weißer Soldaten, die auf alles schießen, was sich bewegt. Es beginnt eine verzweifelte Flucht der Überlebenden durch den beginnenden Winter, frierende, hungernd, immer wieder Tote zurücklassend. Es ist so traurig, zu lesen, wie hier ein ganzes Volk vernichtet werden sollte, wie Lebenseinstellungen aufeinander prallen. Die Cheyenne ehrten die Natur, fanden dort alles, was sie zum Leben brauchten, bevor die Weißen kamen und ihre Lebensgrundlage zerstörten. Wie krank das klingt: Die Büffelherden wurden abgeschlachtet, um Platz für Weideland für die gescheckten Kühe zu haben, die das raue Klima gar nicht vertrugen ... Die Indianer selbst wurden von den Soldaten wie Vieh behandelt, in Lagern zusammengepfercht, mit Essenentzug bestraft. Mir fielen immer wieder Parallelen zur heutigen Zeit auf, zu den Lagern im Zweiten Weltkrieg und zu den Flüchtlingen, die heute nach Europa kommen. Man kann das Buch nicht einfach lesen und denken 'schlimm, aber zum Glück lange her und vorbei'. Es ist leider nicht vorbei, weil es immer noch Menschen gibt, die andere als minderwertig betrachten. Damals wie heute werden Ängste geschürt, Unwahrheiten verbreitet ... Zurück zum Buch. Moekaé ist eine kluge Frau. Sie wählt für sich und ihre Kinder einen Weg, der ihnen das Überleben garantiert. Interessant fand ich das Zusammenwachsen und das Lernen der Familien voneinander. Gern hätte ich Moekaés Weg noch weiter verfolgt, die Entwicklung zum Ende des Buches ging ja rasant voran. Alles in allem umfasst die Geschichte aber nur einen Zeitraum von etwa drei bis vier Jahren. Ich denke, das wurde historisch etwas gerafft, oder passierte das Umdenken bei den Weißen wirklich so schnell? Alles in Allem haben mich das Buch und vor allem die Figur Moekaé sehr beeindruckt. Darum bin ich der Meinung, so ein Buch hätte ein besseres Lektorat verdient. Ich bin über recht viele Rechtschreib- und Grammatikfehler gestolpert. Das Cover gefällt mir einerseits sehr gut, weil die Frau schön und stolz und kraftvoll wirkt. Andererseits habe ich von Moekaé ein etwas anderes Bild. Sie ist sehr jung in der Geschichte (17/18 bis 21/22 Jahre) Das Cover zeigt eine reifere Frau, die wohl ungefähr doppelt so alt ist. Vermisst habe ich eine Übersichtskarte. Die Cheyenne legten große Wegstrecken zurück. Es wäre schön, diese nachvollziehen zu können. Ebenso fehlte mir die genaue zeitliche Einordnung. Wenn ich einen historischen Roman lese, möchte ich nicht noch googeln müssen, wann die Ereignisse stattgefunden haben. Dieser kritische Absatz richtet sich eher an den Verlag als an die Autorin und schlägt sich nicht in meiner Sterne-Bewertung nieder. Fazit: Ein Buch, das man gelesen haben sollte. Als historischen Roman, als Geschichte einer beeindruckend starken Frau, als Erinnerung daran, dass wir Menschen nur in Frieden miteinander leben und glücklich sein können. 5*****

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    • 7
  • Sehr lesenswert

    Indianisch für Anfänger

    Lavella

    20. February 2016 um 19:43

    Ich beginne meine Rezi mit einem „Danke“. Danke für die Geschichte um Kaja, die als Au Pair ein Jahr nach Amerika geht .Danke für den Einblick in die Welt der Indianer, ihrer Kultur, ihrer Probleme und ihr Leben im Reservat. Hier prallen einfach zwei Welten aufeinander, die moderne  neue Zeit und die alten Traditionen, die seid Jahrhunderten überliefert werden und ein Stück weit auch Identität geben. Der Autorin ist es gelungen eine spannende, abwechslungsreiche Geschichte zu diesen Themen zu schreiben.  Verpackt in die Erlebnisse von Kaja, die dort  einfach ziemlich viel erlebet in diesem Jahr.Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise , die von Liebe Leidenschaft und Dramatik erzählt. Am Anfang habe ich mich ein bisschen schwer getan und über Kaja gewundert, auf der einen Seite ist sie taff und steht mitten im Leben, dann wieder ist sie voller Klischee und hat Vorurteile. Aber nach einem interessanten Gespräch mit der Autorin, habe ich ein bisschen mehr verstehen können, was sie damit aussagen wollte. Kaja bekommt so Raum zur Entwicklung innerhalb der Geschichte. Es liest sich sehr gut und es passiert sehr viel und dadurch wird es nicht langweilig. Es war sehr interessant mehr über die Bräuche der Lakaota Indiander zu lesen und da merkt man einfach die Liebe der Autorin zu diesem Thema. Das Cover ist ganz wunderbar, es passt sehr gut zur Geschichte.                                                                        

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  • Indianisch für Anfänger

    Indianisch für Anfänger

    Booky-72

    03. February 2016 um 10:41

    Kaja aus Deutschland geht für ein Jahr als Au-Pair in die USA. Dabei ist es schon etwas schade, dass sie sich nicht so recht über ihre neue Wohnregion informiert hat und ein bisschen ins „Kalte Wasser“ geschmissen wurde. Die Mutter ihrer Gastfamilie liegt für eine Zeit im Krankenhaus und Kaja hat gleich gut zu tun. Nicht nur die Kinderbetreuung sondern auch der Haushalt bleiben an ihr hängen. Noch ahnt sie nicht, wie ihr Aufenthalt bei den Indianern ihr eigenes Leben von Grund auf verändern wird. Anfangs wird sie als Weiße von allen schief angesehen und versteht es natürlich nicht, doch sie lernt fleißig und fügt sich gut ein. Und dabei kommt die Liebe nicht zu kurz, was mit Nachhilfestunden begann, vertieft sich dann doch. Doch welche Zukunft kann die Liebe zu Sunny haben, schließlich ist die Zeit in Amerika begrenzt und die Vorstellung von ihrem weiteren Lebensweg ist doch eine sehr unterschiedliche. Ein sehr schöner Schreibstil lässt den Leser, egal ob jugendlich oder in höherem Alter, tief in die Geschichte eintauchen und beeindruckt. Gleichzeitig erfährt man sehr viel über die Kultur der Indianer, was die Geschichte super interessant macht. Ich gebe 4 Sterne und würde mich über eine Fortsetzung  freuen, Potenzial dafür gibt es  genug.

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  • Unrealistische Geschichte, die zum Träumen einlädt

    Indianisch für Anfänger

    MiraBerlin

    Endlich ist es für Kaja soweit: nach ihrem Fachabi geht es für sie als Au pair nach Amerika. Dummerweise informiert sie sich vorher nicht so über die Gegend, in der sie ein Jahr lang verbringen wird, wodurch es bei der Ankunft zu einem Kulturschock kommt: sie landet nicht in irgendeiner Metropole, sondern in einem Indianer-Reservat. Zum ersten Mal wird Kaja selbst mit Vorurteilen konfrontiert, denn hier gehört sie zu der Minderheit, den Weißen. Mich selbst reizen andere Kulturen sehr, auch wenn ich wusste, dass diese Thematik hier wahrscheinlich nur oberflächlich behandelt werden würde. Ich erhoffte mir einfach eine seichte Unterhaltung, die einem vielleicht noch die eine oder andere Sache vermitteln würde. Der Schreibstil war lebendig und dementsprechend auch fesselnd. Gerade die Beschreibung des Alltags von Kaja hat mich sehr interessiert, auch wenn ich es hin und wieder zu unrealistisch fand, wie "gechillt" ihr Leben als Nanny war. Mir wurde Kaja manchmal zu perfekt dargestellt. Ihre Gastmutter landet im Krankenhaus und sie kümmert sich um Kind, Haushalt und die Pferde. Natürlich ohne Probleme. Ja, ne, wer's glaubt, wird selig. Das steigert sich noch darin, dass sie dann einem Ureinwohner Nachhilfe in seiner Muttersprache gibt, die er sein Leben lang spricht und sie erst seit zwei Wochen lernt. Genau. Das hat mich wirklich ziemlich genervt. Auch hier spielt die Liebe und Freundschaft natürlich eine Rolle. Es ist toll zu sehen, wie sich mit der Zeit Kajas Horizont erweitert. Auch die Indianer und ihre Werte boten einen interessanten Einblick. Wirklich nachgedacht habe ich das Buch allerdings nie. Für mich fehlte es einfach an Tiefe, was aber nicht schlimm ist, da ich es nicht erwartet hatte. Insgesamt ist das Buch ein netter Zeitvertreib für zwischendurch, wenn man mal Lust auf eine unterhaltsame Geschichte hat. Leider hat das Ende für mich viel kaputt gemacht, da es in meinen Augen einfach unrealistisch war. Allgemein gab es in dem Buch leider ein paar Schönheitsfehler. Da mir die Geschichte aber dennoch eine schöne Zeit beschert hat, würde ich dieses Buch dennoch weiterempfehlen.

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    • 3
  • Buchverlosung zu "Indianisch für Anfänger" von Kerstin Groeper

    Indianisch für Anfänger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Der TraumFänger Verlag verlost vor Weihnachten noch zehn Exemplare von "Indianisch für Anfänger", eine lustige Liebesgeschichte um ein Au-pair-Mädchen, das sich ausgerechnet in einen Indianer verliebt. Rezensionen sind herzlich willkommen, aber kein "Muss" ... Das Buch ist All-Age und anders zu den historischen Romanen der Autorin zum Träumen und Entspannen geeignet ...

    • 93
  • Indianisch für Anfänger

    Indianisch für Anfänger

    Gelinde

    28. January 2016 um 19:19

    Indianisch für Anfänger, von Kerstin Groeper Ein Au-pair-Mädchen auf Pine Ridge Cover: Wirklich schön, so stellt man sich en junges weißes Mädchen mit Indianerkopfschmuck vor. Inhalt: Die 21 jährige Kaja freut sich auf ihr Jahr als Au-Pair in den USA. Gänzlich unvorbereitet landet sie bei einer Professorenfamilie in einem Indianerreservat. Nachdem sie ihren ersten Impuls einfach wieder nach Hause zu fliegen unterdrückt, taucht sie ein in eine völlig fremde Welt. Sie wächst über sich hinaus, lernt alles zu organisieren und gewinnt sogar Freunde bei den Indianern. Trotz aller Vorbehalte bahnt sich sogar eine Liebesgeschichte an. Hat diese eine reale Chance? Meine Meinung: Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, kenne ich doch andere Bücher von Kerstin Groeper, allen voran „Der scharlachrote Pfad“ das ein ganz außergewöhnlich tolles Buch ist. Doch dieses „Jugendbuch“ ist ganz anders. Der Schreibstil ist wie bekannt flüssig, aber es ist andere Sprachmelodie. Frech, jugendlich, witzig mit feinem ironischen Humor (das gefällt mir). Doch der Inhalt ist mir zu oberflächlich. Vieles wird einfach sehr schnell „abgehandelt“, die Tage und Wochen verfliegen nur einfach so, aber mir wird das irgendwie nur „beschrieben“ und nicht gelebt, gedacht, gehandelt, mir fehlen die Dialoge, die Emotionen, die Gefühle. Wir erfahren, dass die Indianer in völliger Armut leben und es ein großes Problem mit Alkohol und Kriminalität gibt, aber außer den Wohnverhältnissen und ein paar wenige Sätze zu den Problemen erfahren wir nichts über die Lebensweise und Situation, wie ist es dazu gekommen, wie geht es der jüngeren Generation damit, was wird dagegen unternommen? Außerdem ist Kaja, die Hauptprotagonistin, für mich nicht zu fassen. Sie ist für mich viele Personen in einer, sie ist so wechselhaft, widersprüchlich. Mal hilfsbereit und nett, dann überheblich und arrogant, mal stark und taff dann naiv und blauäugig; dann kann sie irgendwie alles oder es fliegt ihr zu, sei es die Tänze der Indianer, Reiten, Sprachen, Haushalt, Kindererziehung und –ernährung. Irgendwie klappt alles, es gibt keine Probleme oder Durchhänger. Bei der Liebesgeschichte wir mir auch zu viel erklärt und geplant, aber nichts gefühlt, so erstes kribbeln, heiße Ohren etc. Der Einstig war sehr gut, dann wurde es für mich immer flacher, das Ende fand ich dann sehr unrealistisch und erzwungen. Dies ist aber alles nur mein persönliches Empfinden beim Lesen. Ich hoffe mal, dass viele Leser einige Begriffe googeln; vor allem Pine Ridge, dann können sie tiefer eintauchen und bekommen viel Information. Autorin: Kerstin Groeper lebte einige Zeit in Kanada. In Kontakt mit nordamerikanischen Indianern entdeckte sie ihre Liebe zu dieser Kultur. Sie sprich Lakota und führt regelmäßig Vorträge und Seminare über die Kultur und Spiritualität der Indianer durch. Mein Fazit: Ein schönes Buch für zwischendurch. Man erfährt einiges über das Leben eines Au-Pairs, aber da gibt es so viele Unterschiede, dass man es nicht als Ratgeber hernehmen kann, und einiges über die Indianer in Pine Ridge. Aber um sich ein Bild zu machen, finde ich es zu wenig. Der Hauptfokus liegt bei Kaja, deren Geschichte (erfunden) einfach ein gutes Jahr lang beschrieben wird. Von mir gute 3 Sterne.

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  • Indianisch für Anfänger

    Indianisch für Anfänger

    zyrima

    Kaja ist auf dem Weg nach Amerika, sie wird dort ein Jahr als Aupair verbringen,bei einem netten Ehepaar und dem 3 jährigen Jaden. Bei einem Zwischenstop in New York wird sie zusammen mit anderen Aupairs auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet. Sie weiss das ihre Gastfamilie Pferde besitzt und sie dort ihrem Hobby dem Reiten nachgehen kann, und ist voller Vorfreude. Worüber sie nichts weiss ist ,das das Haus mitten in einem Indianerreservat steht und überhaupt alles anders kommt als Kaja sich das erwartet hätte. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und die Geschichte lässt sich sehr gut lesen. Besonders interresant fand ich in dem Roman mehr über das Leben der Indianer zu erfahren, das hat so gar nichts mehr mit der Winnetouromantik zu tun die wir ja alle kennen.Mit der Protagonistin Kaja konnte ich mich nie wirklich gut anfreunden, ich mag es nicht wenn Menschen auf ihr Gewicht reduziert werden und diese Ansicht von Kaja zieht sich durch das ganze Buch.Ansonsten fand ich die Geschichte sehr schön freue mich schon auf den nächsten Teil der schon angekündigt wurde. Fazit: Ein schöner Roman der Lust auf mehr macht.

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    • 2
  • Indianisch für Anfänger

    Indianisch für Anfänger

    KleinerVampir

    25. January 2016 um 18:01

    Buchinhalt: Kaja geht als Au-Pair ein Jahr nach Amerika und landet bei einer Professorenfamilie, die auf der Reservation Pine Ridge lebt. Gleich zu Beginn wird das Mädchen mehr oder minder ins kalte Wasser geworfen: ihre Gastmutter hatte einen Unfall und liegt seitdem im Koma. Kaja muß sich alleine um den Haushalt und den 3jährigen Sohn ihrer Gastfamilie kümmern, während der Professor die meiste Zeit in der Klinik ist. Mit der Zeit lernt Kaja immer mehr über die Kultur der Lakota, freundet sich mit einigen Indianermädchen an und geht mit ihnen auf traditionelle Feste. Dort trifft sie auf Sonny, in den sie sich alsbald verliebt. Doch sie sieht sich als Weiße auch mit Ablehnung konfrontiert. Meint Sonny es wirklich ehrlich?   Persönlicher Eindruck: In eingängiger Sprache und mit bildhaftem Setting nimmt dieser Jugendroman den Leser mit auf den Weg, den ein Au-Pair-Mädchen in die USA nimmt, wo sie plötzlich in einer Indianerreservation landet und mit einer komplett anderen Kultur konfrontiert wird. Ich habe das Lesen sehr genossen und wollte fast nicht aufhören, denn die Erzählweise nimmt einen richtig gefangen und man will immer mehr. Humor, eine ziemlich unbedarfte Hauptfigur und reichlich Exotik fehlen ebenso wenig, wie Passagen zum Nachdenken. Kaja als Protagonistin ist eine ziemlich schwer einzuschätzende Figur, die es dem Leser nicht immer leicht macht. Ihren Charakter konnte ich ganz schwer einschätzen, denn sie vereint Unbedarftheit und Naivität mit Verantwortungsbewusstsein und starkem Willen. Daneben vermittelt sie aber auch immer wieder ein loses Mundwerk und eine gehörige Portion Arroganz, was nicht immer sympathisch wirkt. Gut gefallen haben mir die Einblicke in die Lebensweise der heutigen Indianer, ihre Denkweisen und ihre Art – was mich aber stutzig gemacht hat und sich von anderen Romanen dieser Art unterscheidet, war die Ablehnung der Weißen gegenüber. Bislang ging ich (ich lese viele Bücher in dieser Art) immer davon aus, wie gastfreundlich und offen die Natives sind. Hier allerdings muß ich lesen, dass Kaja mehr als einmal geschnitten wird und man sie an vielen Stellen gerne wieder los hätte. Als Kaja Sonny trifft, beginnt sich eine Liebesbeziehung zu entspinnen. Allerdings wandelt sich Kaja dann immer mehr ins Naivchen, denn Sonny ist ein Macho erster Güte und Kaja tut, was er will: pfeift er, springt sie. Der Schluß hält eine spannende Wendung bereit und lässt Raum für eine Fortsetzung, einige Fäden bleiben offen. Alles in allem habe ich mich prima unterhalten gefühlt und kann den Roman daher voll und ganz weiter empfehlen!

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  • Sachbuch in Romanform

    Indianisch für Anfänger

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Kaja aus Bayern, Anfang 20, geht für ein Jahr als Au pair in die USA. Sie möchte danach soziale Arbeit studieren und träumt von einem Mann, der ihr ein Auto vor die Tür stellt und auch sonst viel Geld verdient. Darüber, wo sie hingeht, informiert sie sich nicht, so ist sie schwer erstaunt, dass sie nun in einer Indianerreservation lebt. Sonny, ein junger Lakota, sozusagen ein Prinz des Stammes, stellt ihr nach. Sonny blieb mir als Macho unsympathisch, Kaja ist mehr der Typ Zicke, was die beiden zueinander zog, wurde mir nicht klar. Beim Lesen  bekam ich immer mehr das Gefühl, dass hier nicht eine Liebes- oder coming-of-age-Geschichte erzählt wird, sondern einen Schulaufsatz geschrieben wurde mit dem Titel: „Zeichnen Sie ein Bild der amerikanischen Ureinwohner im 21. Jahrhundert. Achten Sie dabei auf politische Korrektheit“.  Irgendwann habe ich es dann aufgegeben, einen Roman lesen zu wollen und habe es als Jugend-Sachbuch „Indianische Kultur für Anfänger“ genommen. Anschaulich und vollständig werden alle Bereiche von Ernährung zu Kleidung über das Geschlechterverhältnis bis zu Zukunftsperspektiven der Lakota von heute abgehandelt. Minuspunkt für mich sind Seitenhiebe auf die weiße US-Gesellschaft und die Heroisierung der indigenen Kultur. Auch wenn laut Klappentext mit Klisches zu Indianern gebrochen werden soll, blieb für mich die rosarote Brille erhalten. Dass es auch anders geht, dass man spannende Storys mit authentischen Charakteren indianischer Herkunft schreiben kann, die gleichzeitig und völlig selbstverständlich Teil der US-Gesellschaft sind, zeigen etwa die Krimis von Tony Hillerman.

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  • Leserunde zu "Im fahlen Licht des Mondes" von Kerstin Groeper

    Im fahlen Licht des Mondes

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein packender Roman über den Leidensweg einer Cheyenne-Frau und die Besiedelung des Wilden Westens: Die Zeiten sind schwer für das Volk der Cheyenne. Sie werden umgesiedelt und siechen dahin. Als ihnen kein Ausweg mehr bleibt, beschließen sie, in ihre alte Heimat zurückzukehren. Unter ihnen auch eine junge Frau. Ihr Schicksal mischt sich mit der Geschichte einer Siedlerfamilie, die lernen muss, ihre Vorbehalte gegen die "Rothäute" zu ändern. Wir laden ein zu einer interessanten Leserunde ...

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    • 505

    Floh

    17. January 2016 um 13:13
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    calimero8169 schreibt Jaaaaaha :) Habe ich schon mehrfach gehört und hier auch eine Empfehlung bekommen. Ich besorge es mir so schnell wie möglich

    Habe gerade auch erst einen Jugendroman der Autorin gelesen. Aber dieser war nur halb so intensiv wie diese beiden Titel. Ich mag ihre nahe und hintergründige Art. Das kommt in Indianisch für ...

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