Kerstin Gueffroy Die Hölle von Torgau - Wie ich die Heim-Erziehung der DDR überlebte

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Inhaltsangabe zu „Die Hölle von Torgau - Wie ich die Heim-Erziehung der DDR überlebte“ von Kerstin Gueffroy

Sie war jung und aufmüpfig – und das hatte seine Konsequenzen. Das Schicksal der Kerstin Gueffroy, deren Jugend von Dunkelzelle, Einzelhaft und Demütigung im geschlossenen Vollzug des Jugendwerkhofs Torgau geprägt wurde, ist kein völlig Unbekanntes. Ihre Geschichte diente bereits als historischer Hintergrund in sehr erfolgreichen Jugendromanen. Selbst in Schulbüchern hat ihr Leben mittlerweile Eingang gefunden. Nun erzählt Gueffroy erstmals ihre ganze Geschichte. Wie sie als eins von vier Kindern bei einer überforderten Mutter aufwuchs, die sie als Siebenjährige in eine psychiatrische Kinderklinik einweisen lässt, weil Kerstin immer noch einnässt. Und wie ihre Mutter sie schließlich mit 14 Jahren einfach dem staatlichen System der Heime und Jugendwerkhöfe überlässt. Gueffroys Autobiografie erzählt von der dunklen Seite der staatlichen Kinder- und Jugendheime der DDR, in denen auf perfide Weise kindliche und jugendliche Seelen beschädigt wurden, Erzieher und Erzieherinnen systematisch den Willen der ihnen anvertrauten Kinder zu brechen suchten und junge Menschen zu Kriminellen degradiert wurden. Es ist dies nicht nur die Geschichte einer eindrucksvollen Frau, der man die Kindheit nahm und die sich dennoch nicht brechen liess. Es ist darüber hinaus das beschämende Porträt des grausamen Erziehungs- und Disziplinierungssystems in den Spezialkinderheimen und Jugendwerkhöfen der DDR, das im Jugendwerkhof Torgau – der Margot Honecker direkt unterstellt war − seinen schlimmsten Ausdruck fand.

Die Autorin berichtet von ihrer Zeit in der DDR-Heimerziehung.

— kvel
kvel

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  • Die Autorin berichtet von ihrer Zeit in der DDR-Heimerziehung.

    Die Hölle von Torgau - Wie ich die Heim-Erziehung der DDR überlebte
    kvel

    kvel

    29. October 2015 um 22:21

    Inhalt: Die Autorin berichtet wie sie als Kind von ihrer Mutter in der DDR in einer Klinik für Kinderpsychiatrie „abgegeben“ wurde, weil sie angeblich ein „Wildfang“ und Bettnässerin gewesen sei. Daraufhin wurde sie noch durch mehrere Heim-Einrichtungen für schwer erziehbare Kinder „durchgereicht“. Meine Meinung: Ich finde es schwierig das Buch zu bewerten. Zum Einen bekommt man als Leser Einblicke in die Vorgehensweise von Erziehungsstätten in der DDR. Aber immer wieder weist die Autorin darauf hin, dass an allem immer die anderen schuld seien und ihr so viel Unrecht angetan wurde! Ja, klar, es ist eine Autobiographie und die Autorin berichtet hier aus ihrer ganz persönlichen Sicht. Und es ist vollkommen legitim, dass sie dies als eine Plattform für die Veröffentlichung ihrer Erlebnisse nutzt.

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