Bevor die Stadt erwacht

von Kerstin Hohlfeld 
4,5 Sterne bei33 Bewertungen
Bevor die Stadt erwacht
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Positiv (29):
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Tolles Weihnachtsfeeling

Kritisch (3):
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Wirkt sehr konstruiert und bemüht auf mich.

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Inhaltsangabe zu "Bevor die Stadt erwacht"

Der Wunsch eines kleinen Jungen kann Berge versetzen

Amelie Rothermund gehört zu den Menschen, die oft unsichtbar bleiben. Die alleinerziehende Mutter arbeitet, während alle anderen noch schlafen, damit sie tagsüber mehr Zeit für ihren Sohn Elias hat. Zu Weihnachten hat der kleine Elias daher einen ganz besonderen Wunsch: Er möchte, dass seine Mama nicht immer so müde ist. Dummerweise landet sein Wunschzettel in einer Lieferung mit Backwaren, die Amelie gepackt hat, und erreicht so den Komponisten Ephraim Sasse. Sasse ist vom Leben verbittert und lebt seit Jahren zurückgezogen in seiner Villa. Doch der Brief des kleinen Jungen weckt in ihm den plötzlich Wunsch zu helfen.

Eine stimmungsvolle und anrührende Geschichte zur schönsten Zeit des Jahres!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548288536
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:13.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles Weihnachtsfeeling
    Recht unterhaltsam....

    Ich muss ja leider gestehen, dass ich das Buch auf meinem eReader vergessen hatte. Allerdings habe ich es jetzt letztens zufällig gesehen und mich dazu entschlossen, es jetzt endlich zu lesen, obwohl Weihnachten schon wieder rum ist.

    Persönlich fand ich die Handlung hier wirklich reizend. Es ist der Autorin gelungen eine ernste und auch reale Thematik, sehr interessant und unterhaltsam zu verpacken. Wir lesen die Geschichte von Amelie, die alleine für ihren Sohn sorgen muss und jetzt steht auch noch Weihnachten vor der Türe. Amelie hat zwei Jobs und gibt wirklich alles für ihren Sohn. Leider landet sein Wunschzettel in einer Lieferung für den Komponisten. Dieser ist aber ein Einzelgänger und wirklich sehr griesgrämig.

    Die Geschichte hat mir wirklich gefallen, denn bei mir ist definitiv Weihnachtsstimmung aufgekommen und ich fand es irgendwie ganz nett, wie Amelie und Ephraim präsentiert werden. Schön fand ich von der Autorin, dass sie zeigt, dass man an Weihnachten nicht nur an sich denken sollte, sondern auch mal was für andere Menschen machen könnte. Dieser Aspekt wurde meines Erachtens wirklich gut ausgearbeitet.

    Besonders gefallen hat mir auch, welche eine Wandlung Ephraim durchmacht. Das wirkte auf mich wirklich realistisch und unterhaltsam. Das Ende fand ich übrigens bezaubernd.

    Amelie hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es bewundernswert, welche starke Persönlichkeit sich in ihr versteckt und wie sie trotz schwieriger Umstände versucht, alles für ihren Sohn zu geben. Wirklich eine tolle Charakterbeschreibung.

    Ephraim fand ich auch recht toll dargestellt. Er war mir zu Beginn nicht wirklich sympathisch, aber ich fand ihn wirklich interessant. Auch seine Neurosen wurden gut beschrieben.

    Der Schreibstil war sehr leicht und flüssig. Die Autorin hat wirklich einen tollen Roman geschrieben, der eine schöne Mischung beinhaltet. Die Handlung war sehr gut verständlich geschrieben.

    Das Cover finde ich ganz nett und es gefällt mir gut.

     

    Zur Autorin:

    Kerstin Hohlfeld, geboren 1965 in Magdeburg, studierte von 1985 bis 1991 Theologie in Naumburg und Berlin. Danach bekam sie erst einmal drei Kinder und sah lieber davon ab, für die Kirche zu arbeiten. Sie verlegte sich aufs Schreiben und veröffentlichte bereits mehrere Romane.

    Quelle:  Verlag

     

    Fazit:

    4 von 5 Sterne. Gefühlvoller, unterhaltsamer Roman, welchen ich definitiv weiterempfehlen kann.

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    Katzenpersonal_Kleeblatts avatar
    Katzenpersonal_Kleeblattvor 7 Monaten
    Einfach nur bezaubernd

    Elias ist das einzige Kind seiner allein erziehenden Mutter Amelie. Um die beiden über die Runden zu bekommen, arbeitet Amelie auf 2 Arbeitsstellen. Um Zeit für Elias zu haben, arbeitet sie in der Nacht als Putzkraft und nach der Nachtschicht in einem Feinkostladen.
    Elias ist ein feinfühliges liebes Kind, das spürt, wie schwer es seine Mutter hat. Es geht auf Weihnachten zu und er schreibt an den Weihnachtsmann einen Zettel mit dem Wunsch, dass seine Mutter es leichter hätte und nicht immer so müde wäre. Den Brief gibt er seiner Mutter, die ihn abschicken soll. 
    Doch bei der Zustellung des Briefes geht etwas schief, denn er landet nicht wie gewünscht im Briefkasten, sondern bei dem griesgrämigen  Komponisten Ephraim Sasse.
    Dieser lebt allein und zurückgezogen und versucht, eine Weihnachtsphantasie zu komponieren. Aber sein Kopf ist wie leer, hinzu kommt noch der Lärm und Stress, den der vor seiner Tür aufgestellte Weihnachtsmarkt mit sich bringt. Er ist mit sich und der Welt böse und behauptet, das würde man mit Absicht machen.

    Als der Wunschzettel von Elias mitsamt gelieferten Backwaren bei ihm landet, hält er es für einen Trick, sich Almosen zu ergaunern. Er hadert mit sich und der Welt und lässt seinen Frust an allen anderen aus.
    Doch der Brief bewirkt etwas in ihm und er springt über seinen Schatten und versucht, anderen zu helfen...

    In der bezaubernden Geschichte von Kerstin Hohlfeld, die um die Weihnachtszeit spielt, geht es um die allein erziehende Amelie und ihren Sohn Elias, für den sie alles tun würde. Ohne zu murren hat sie 2 Jobs, damit sie ihre kleine Familie über Wasser halten kann. Aber durch die Missgunst anderer scheint nun einer der beiden Jobs wegzufallen und sie sieht sich in der Zwangslage.

    Der Komponist Ephraim Sasse ist ein in sich zurückgezogener Kauz, der nur für seine Musik lebt, die ihm aber momentan abhanden gekommen scheint. 
    Alles in seinem Leben geht seinen geregelten Gang, mit Abweichungen kann er schlecht umgehen. Er ist kein Menschenfreund und tut sich schwer mit ihnen, vor allem, wenn fremde Menschen seine Kreise berühren.
    Als sich seine Haushälterin, die er wie ein Möbelstück behandelt, das Bein bricht und für eine ganze Weile ausfällt, sieht es schlecht aus mit seinem geregelten Tagesablauf. Der Ersatz für diese lässt sich nichts sagen und macht ihm das Leben schwer.

    Amelies und Ephraims Wege kreuzen sich des öfteren und so bleibt es nicht aus, dass Ephraim von Amelies Nöten erfährt. Sie berührt etwas in ihm und so beginnt er den Versuch, ihr zu helfen.

    Amelie ist die Mutter, die sich ein kleiner Junge nur wünschen kann. Sie ist immer für ihn da und versucht, seine Wünsche zu erfüllen. Sie ist fleißig und strebsam und hat ein Händchen für schöne Auslagen im Feinkostgeschäft. Aber sie hat ein Handicap, das ihr nun zum Verhängnis wird.
    Ephraim ist ein Einzelgänger, immer mürrisch, unzufrieden und auf sich selbst bezogen. Ein Mann, den man nicht mögen muss und der alles andere als Sympathie in einem weckt. Und doch ist genau er es, der die größte Wandlung in der Geschichte durchmacht.

    Es ist eine ans Herz gehende Geschichte, die nicht nur zur Weihnachtszeit gelesen werden sollte.
    Sie berührt den Leser, macht ihn empfänglich für die Sorgen und Nöte anderer.
    Das Buch spricht Dinge an wie existenziellen Arbeitsplatzverlust, finanzielle Nöte, Einsamkeit, aber auch den Wünschen auf ein besseres, leichteres Leben.

    Neben den beiden Hauptsträngen von Amelie und Elias wie auch Ephraim gibt es viele kleinere Geschichten um Menschen mit ihren Sorgen und Nöten, die das Buch zu einem Ganzen machen.

    Es ist ein wunderbares Buch, das mich angesprochen hat, das mich mitfühlen ließ und das man nicht aus der Hand legen mag.
    Ich empfehle es sehr gern weiter und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

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    anke3006s avatar
    anke3006vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Weihnachtszauber pur
    Weihnachtswunsch

    Amelie Rothermund gehört zu den Menschen, die oft unsichtbar bleiben. Die alleinerziehende Mutter arbeitet, während alle anderen noch schlafen, damit sie tagsüber mehr Zeit für ihren Sohn Elias hat. Zu Weihnachten hat der kleine Elias daher einen ganz besonderen Wunsch: Er möchte, dass seine Mama nicht immer so müde ist. Dummerweise landet sein Wunschzettel in einer Lieferung mit Backwaren, die Amelie gepackt hat, und erreicht so den Komponisten Ephraim Sasse. Sasse ist vom Leben verbittert und lebt seit Jahren zurückgezogen in seiner Villa. Doch der Brief des kleinen Jungen weckt in ihm den plötzlich Wunsch zu helfen ... Ich mag den Schreibstil von Kerstin Hohlfeld. Und genau aus diesem Grund habe ich dieses Buch ausgewählt und ich wurde nicht enttäuscht. Kerstin Hohlfeld lässt in ihrer Geschichte den Zauber der Weihnacht erscheinen. Ich habe mich beim Lesen sehr gerne verzaubern lassen und kann es jedem nur empfehlen, der ein kleinwenig Weihnachtszauber in dieser hektischen Zeit sucht.

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 8 Monaten
    Eine herzerwärmende und bewegende Geschichte.

    Es beginnt mit dem Verschwinden eines Weihnachtsbriefes, den der kleine Elias an den Weihnachtsmann geschrieben hatte. Seine Mutter Amelie arbeitete in "Walthers Feinkost" und zeigt diesen stolz den Kolleginnen. Sie wollte ihn nach Dienstschluss gleich zur Post bringen. Doch da ist der Brief unauffindbar.
    "Alle Jahre wieder", Ephraim Sasse kann dieses Lied nicht mehr hören. Direkt vor seiner Villa fand der jährliche Weihnachtsmarkt statt. Wie sollte er da in Ruhe komponieren? Musik war sein Leben. Alles hatte bei ihm einen genauen Ablauf. Zeit bestimmte sein Leben.

    "Bevor die Stadt erwacht" - eine märchenhaft vorweihnachtliche Geschichte von der Autorin Kerstin Hohlfeld. Es sind nicht nur die vorgenannten Protagonisten, die in diesem Roman eine gewichtige Rolle spielen. Da ist u.a. Agnes, der Zeitungsausträger Karl, die Kioskfrau um die Ecke, die Kolleginnen von Amelie. Jede von ihnen hat ein Päckchen zu tragen. Und dennoch ist es interessant zu lesen, was so ein verloren gegangener Brief ausrichten kann.
    Diese vorweihnachtliche Geschichte birgt viele Überraschungen. Doch ganz wichtig ist die Wärme, die von diesem Roman ausgeht.

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    Günter-ChristianMöllers avatar
    Günter-ChristianMöllervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Wenn Wünsche wahr werden
    Wenn Wünsche wahr werden

    Wenn Wünsche anfangen zu träumen

    Amelie Rothermund ist alleinerziehende Mutter. Sie hat zwei Jobs, um sich und ihren kleinen Sohn Elias durchzubringen. Nachts und frühmorgens reinigt sie in Büros und Schulen und danach arbeitet sie bei ‚Walthers, einem großen Feinkostbetrieb. Der kleine Elias hat Weihnachten einen ganz besonderen Wunsch: Er möchte, dass seine Mama morgens nicht immer so müde ist. Und so schreibt er einen Brief:

    ‚An den Wainachsmann in 16798 Himmelpfort…‘

     

    Es gibt viele Menschen mit Wünschen in dem Buch. Elias Mutter wünscht sich eine Lehrstelle als Konditorin, doch dazu müsste sie lesen und schreiben können. Die alte Agnes Werner  wünscht sich eine preiswertere Wohnung, doch dazu müsste sie Geld für einen Umzug haben. Und der alte Komponist und Pianist Epharaim Sasse wünscht sich, dass ihn alle endlich in Ruhe lassen, denn er befindet sich in einer künstlerischen Krise und da wird dann auch noch Marga, seine Haushälterin krank. Wie soll er nun bloß alleine zurecht kommen. Es ist ein Buch nicht nur von Wünschen, sondern auch von Fehlern, die begangen werden und vom Verzeihen dieser Fehler. Von Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit. Von der Suche nach Frieden, eben von Weihnachten. Ich habe das Buch sehr gern gelesen, auch wenn dieser Berliner Dialekt mir nicht so ganz geläufig ist. Ein wundervolles Weihnachtsmärchen.

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    Pharo72s avatar
    Pharo72vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Zauberhaftes Weihnachtsmärchen, absolut empfehlenswert!
    Weihnachtsfeeling pur - einfach nur wunderschön

    Der Komponist Ephraim Sasse lebt zurückgezogen in seiner Villa und ist seit Neuestem dem Weihnachtsterror ausgesetzt, da ein Weihnachtsmarkt direkt vor seiner Tür einen neuen Standort gefunden hat. Dabei soll er doch wie jedes Jahr die Weihnachtsphantasie komponieren, die im Berliner Dom aufgeführt wird. Alles scheint sich gegen ihn verschworen zu haben, als sich auch noch seine Haushälterin verletzt und er mit der lebensfrohen Agnes als Ersatz auskommen muss. Diese erdreistet sich, ihm Suppe vorzusetzen und spielt auch sonst eher nach eigenen Regeln. Durch einen Zufall erreicht ihn ein Brief an den Weihnachtsmann vom kleinen Elias. Dessen Mutter Amelie arbeitet auch nachts, um sich und den Jungen durchzubringen und ist daher oft müde. Genau dies abzustellen, ist Elias‘ größter Wunsch. Sasse beginnt, vor allem durch Agnes‘ Einfluss, seine Umwelt mit anderen Augen zu sehen und öffnet Stück für Stück sein Herz …

    Meine Meinung:

    Ich habe lange keinen Weihnachtsroman mehr gelesen. Diesmal hat es genau gepasst und das Buch von Kerstin Hohlfeld war eine wunderbare Möglichkeit, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Beim Lesen fiel aller Stress dieser hektischen Zeit von mir ab und ich konnte mich voll in die Geschichte fallen lassen. Die unglaubliche Geschwindigkeit, mit der ich das Buch im Gegensatz zu anderen in der letzten Zeit weggelesen habe, ist für mich auch ein Zeichen, dass es mich absolut gefesselt hat. Es ging fast ein bisschen zu schnell, denn eigentlich hätte ich gern noch viel länger in dieser Parallelwelt verweilt.

    Der Roman hat einfach alles, was man sich von einer Weihnachtsgeschichte nur wünschen kann. Liebenswerte Figuren mit einem Herz aus Gold, die wieder an das Gute im Menschen glauben lassen. Den anfangs hartherzigen, aber dennoch sehr wandlungsfähigen Komponisten, der sich vom Weihnachtshasser in das Gegenteil verwandelt und dabei sogar noch ein neues Glück erfährt. Die Figuren sind authentisch und werfen einen Blick auf die vielen dienbaren Geister, die bereits fleißig sind, bevor die Stadt erwacht und die meisten von uns noch im Bettchen liegen. Es geht um die einfachen Menschen, mit all ihren Sorgen und Problemen. Auch die Flüchtlingsthematik findet ihren Platz, ohne allzu plakativ zu wirken. Nicht zu vergessen Berlin selbst, das ebenfalls einen hohen Anteil am Zauber dieser Geschichte hat.

    Wer dem Geist der Weihnacht nicht abgeneigt ist und nicht verlernt hat, an Wunder zu glauben, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen. Die stimmungsvolle Geschichte passt perfekt in die schönste Zeit des Jahres und sollte auf dem Wunschzettel nicht fehlen.

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    Patnos avatar
    Patnovor 9 Monaten
    Weihnachten in Berlin

    Was wäre Weihnachten ohne eine herzerwärmende Weihnachtsgeschichte! In diesem Jahr ist meine Wahl auf Kerstin Hohlfelds Roman „Bevor die Stadt erwacht“ gefallen. Ich habe die Autorin anlässlich einer Buchlesung in Berlin kennengelernt und ein paar Tage später fand ich ihr Buch in meinem Briefkasten. Wenn morgens in Berlin die Ladentür der Walthers Feinkost geöffnet wird, hat Amelie Rothermund Feierabend und bringt ihren Sohn Elias zum Schulbus. Die alleinerziehende Mutter arbeitet nachts, um tagsüber mehr Zeit für Elias zu haben. Um 22 Uhr reinigt sie zunächst Büroräume und danach bereitet sie den Feinkostladen für den Verkaufstag vor. Dabei passiert ihr ein Missgeschick, welches nicht ohne Folgen bleibt. Schließlich verliert sie auch noch den Brief ihres Sohnes an den Weihnachtsmann. Dieser landet zufällig bei dem verbitterten Komponisten Ephraim Sasse, der zurückgezogen in einer großen Villa lebt. Er kann eigentlich so gar nichts mit dem weihnachtlichen Firlefanz anfangen. Schließlich muss er sein Konzert vorbereiten. Doch dann kommen seine Kindheitserinnerungen zurück und er merkt, dass das Leben durchaus auch andere Reize als nur die Musik für ihn bereithält. Eigentlich hatte ich einen typisch klischeehaften Roman erwartet, wurde jedoch von einer sehr feinsinnigen Handlung überrascht. Kerstin Hohlfelds Charaktere sind liebenswert gezeichnet. Mir hat besonders die Inszenierung des Ephraim Sasse gefallen. Aber auch Amelie, Agnes und der keine Elias haben mein Herz schnell erobert. „Bevor die Stadt erwacht“ ist kein kitschiger Roman, er ist tiefsinnig ausgearbeitet und lebendig erzählt. Der Autorin ist es aus meiner Sicht sehr gut gelungen, kennzeichnende Elemente eines Weihnachtsromans mit aktuellen Themen zu vereinen. So vermittelt sie dem Leser kleine Botschaften zum Nachdenken. Mit dieser Weihnachtsgeschichte kommt Festtagsstimmung auf! Gefühlvoller, unterhaltsamer Lesestoff auf 250 Seiten, den ich an einem Abend durchgeschmökert habe. Wer noch ein Last Minute Geschenk für die beste Freundin sucht...

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 9 Monaten
    wunderschöne Weihnachtsgeschichte

    Ich bin ja eher der nüchtern-sachliche Mensch und bei mir dominiert eher der Kopf…..bis eben auf die Vorweihnachtszeit; hier kann sich doch öfters mal der Bauch durchsetzen und in diesen dunklen und ruhigen Tagen erlaube auch ich mir, an „Wunder“ zu glauben.

    Da kam dieses Buch gerade recht …. und diese Rezension schreibe ich, indem ich den Verstand (ist doch gar nicht möglich, so ein Quatsch etc.etc. ) komplett ausschalte… *g*

    Amelie Rothermund ist ein eher unsichtbarer Mensch; sehr zurückhaltend, nur für sich und ihren Sohn lebend. Darum arbeitet sie auch nachts und in den ganz frühen Morgenstunden, damit sie Zeit für ihren Elias hat. Dieser hat nun zu Weihnachten den speziellen Wunsch „meine Mama soll nicht immer so müde sein“. Durch einen Zufall landet dieser Wunschzettel beim Komponisten Ephraim Sasse. Dieser hat sich komplett vom Leben zurückgezogen, lebt alleine und verbittert und misstrauisch allen Menschen gegenüber in seiner Villa. Doch dieser Brief des kleinen Jungen rührt etwas in ihm an…. 

    Die Protagonisten muss man einfach mögen und selbst Ekel Ephraim hat seine guten Seiten. Auch das Thema Asylanten und Integration hat Kerstin Hohlfeld in diesem Weihnachts-Wunder-Buch verarbeitet. Ihr Schreibstil ist wie immer flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin.

    Freundschaft, Liebe, Mitgefühl, Hoffnung – und das trotz all der vielfach vorhandenen Sorgen der einzelnen Personen hier. Mir hat das Buch, wie schon gesagt, sehr gut gefallen und ich kann es denen empfehlen, die trotz der heutigen Zeit noch an die Werte glauben, die wir uns alle verstärkt eben zu dieser Zeit wünschen….und hoffentlich auch selber leben.

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    Fanti2412s avatar
    Fanti2412vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine wundervolle weihnachtliche Geschichte, die berührt und gut unterhält!
    Bevor die Stadt erwacht

    Zum Inhalt:
    Der Wunsch eines kleinen Jungen kann Berge versetzen

    Amelie Rothermund gehört zu den Menschen, die oft unsichtbar bleiben. Die alleinerziehende Mutter arbeitet, während alle anderen noch schlafen, damit sie tagsüber mehr Zeit für ihren Sohn Elias hat. Zu Weihnachten hat der kleine Elias daher einen ganz besonderen Wunsch: Er möchte, dass seine Mama nicht immer so müde ist. Dummerweise landet sein Wunschzettel in einer Lieferung mit Backwaren, die Amelie gepackt hat, und erreicht so den Komponisten Ephraim Sasse. Sasse ist vom Leben verbittert und lebt seit Jahren zurückgezogen in seiner Villa. Doch der Brief des kleinen Jungen weckt in ihm den plötzlich Wunsch zu helfen  ...

    Eine stimmungsvolle und anrührende Geschichte zur schönsten Zeit des Jahres!
    (Kurzbeschreibung gem. Ullstein Verlag)

    Leseprobe


    Die Autorin:
    Kerstin Hohlfeld, geboren 1965 in Magdeburg, studierte von 1985 bis 1991 Theologie in Naumburg und Berlin. Danach bekam sie erst einmal drei Kinder und sah lieber davon ab, für die Kirche zu arbeiten. Sie verlegte sich aufs Schreiben und veröffentlichte bereits mehrere Romane.  
    (Quelle: Ullstein Verlag)


    Meine Meinung:
    Die junge Mutter Amelie Rothermund sorgt ganz alleine für sich und ihren kleinen Sohn Elias. Nachts geht sie putzen und in den frühen Morgenstunden arbeitet sie noch in einem Feinkostladen, damit sie tagsüber möglichst viel Freizeit für Elias hat. Und so kommt es, dass der kleine Elias nur einen einzigen Wunsch in seinen Brief an den Weihnachtsmann schreibt. Er wünscht sich, dass seine Mama nicht immer so müde ist. Doch sein Brief erreicht das Weihnachtsmannbüro nicht, da Amelie ihn versehentlich im Feinkostladen mit in eine Lieferung packt. Und so landet er bei dem Komponisten Ephraim Sasse. Dieser lebt schon lange einsam und zurückgezogen in seiner Villa und versucht gerade Musikstücke für seine Aufführung „Weihnachtsphantasie“ zu komponieren. Erheblich gestört fühlt er sich dabei durch die ständige Geräuschkulisse eines Weihnachtsmarkts direkt vor seinem Haus. Mit Weihnachten hat er eigentlich nicht viel am Hut, so dass ihn diese Störung besonders ärgert. Als dann seine Haushaltshilfe Marga durch einen Unfall ausfällt, ist seine Stimmung auf dem Tiefpunkt. Doch der Wunschzettel-Brief des kleinen Elias und die Vertretung seiner Haushaltshilfe lösen etwas in ihm aus …

    In diesem Weihnachtsroman erleben wir zwei Handlungsstränge, den von Amelie und Elias und den von Ephraim Sasse. Durch den Brief von Elias verknüpfen sich die beiden Stränge anfangs nur wenig und dann immer mehr.
    Amelie und ihren kleinen Elias hatte ich schnell ins Herz geschlossen. Amelie ist bescheiden, fleißig und tut alles für ihren Sohn. Elias ist für sein Alter schon recht selbständig und ein genügsames Kind. Die beiden verbindet viel Liebe und Harmonie und sie können sich auch an kleinen, schönen Dingen des Lebens erfreuen.
    Der Komponist Sasse dagegen stellt sich anfangs als verbitterter Mensch dar, der sich zwar für sein Geld alles kaufen kann aber dennoch offenbar recht einsam ist.
    Es war schön zu erleben, wie sich die Wege von Amelia, Elias und Sasse durch verschiedene Umstände immer öfter kreuzen und Sasse dabei langsam beginnt, sich zu verändern. Er entdeckt so manches an sich selbst, das ihn erstaunt aber auch glücklich macht.

    Diese warmherzige Geschichte berührt etliche Themen aus dem Alltag, wie Integration von Flüchtlingen, Einsamkeit und Geldsorgen. Dazu gibt es viel Berliner Lokalkolorit und eine schöne weihnachtliche Stimmung.
    Mit ihrem anschaulichen Schreibstil lässt die Autorin die Figuren lebendig und authentisch wirken und schafft es auch sehr gut, die jeweilige Stimmung spürbar zu machen.

    Zitat:
    „Nein, Wunder geschahen nicht einfach so, sie fielen nicht vom Himmel, nicht mal an Weihnachten. Es waren die Menschen, die für kleine Wudner sorgen mussten. Und manchmal taten sie das auch.“ (eBook, Seite 184)

    Bei diesem stimmungsvollen Weihnachtsroman passt alles zusammen.
    Gut gezeichnete Protagonisten und eine herzerwärmende Handlung machen das Buch zu einer Art modernem Weihnachtsmärchen, das mich sehr gut unterhalten und auch ein bisschen verzaubert hat!


    Fazit: 5 von 5 Sternen


    © Fanti2412

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    spozal89s avatar
    spozal89vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: eine tolles Buch, das einem das Herz erwärmt und eine Menge Weihnachtszauber versprüht
    Wunder geschehen

    "Wurde nicht wahr, woran man zutiefst und mit reinem Herzen glaubte? War das der Geist der Weihnacht, der die Menschen seit 2000 Jahren miteinander Verband?"

    Klappentext:
    Amelie Rothermund gehört zu den Menschen, die oft unsichtbar bleiben. Die alleinerziehende Mutter arbeitet, während alle anderen noch schlafen, damit sie tagsüber mehr Zeit für ihren Sohn Elias hat. Zu Weihnachten hat der kleine Elias daher einen ganz besonderen Wunsch: Er möchte, dass seine Mama nicht immer so müde ist. Dummerweise landet sein Wunschzettel in einer Lieferung mit Backwaren, die Amelie gepackt hat, und erreicht so den Komponisten Ephraim Sasse. Sasse ist vom Leben verbittert und lebt seit Jahren zurückgezogen in seiner Villa. Doch der Brief des kleinen Jungen weckt in ihm den plötzlich Wunsch zu helfen

    "Bevor die Stadt erwacht" hat mich positiv überrascht. Ich habe mit einem der typischen Weihnachtsromane gerechnet, der einen auf die Weihnachtszeit einstimmen soll, aber dieses Buch hier geht viel tiefer als man denkt. Beim Lesen musste ich mir die ein oder andere Träne unterdrücken, weil ich so berührt war.

    Der Schreibstil ist klasse und zu Beginn wundert man sich etwas über den eher ungewöhlichen Protagonisten Herrn Sasse. Der eigenbrötlerische und dauernd nörgelnde ältere Herr hat mich teilweise ein wenig an Ebenezer Scrooge erinnert und ich musste oftmals schon meinen Kopf über ihn schütteln. Wie er durch Zufall aber an den Brief des kleinen Elias kommt und nach langem hin und her aber beschließt ihm seinen allergroßten Wunsch zu erfüllen fand ich ging ins Herz.

    Für mich war dieses Buch eines der besten Bücher zur Weihnachtszeit die ich je gelesen habe.

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