Kerstin Hohlfeld Ein Weg zurück

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Inhaltsangabe zu „Ein Weg zurück“ von Kerstin Hohlfeld

Alles scheint perfekt im Leben von Irina von Lehnberg. Die prominente Berliner Radiomoderatorin hat ihren Traumjob, verkehrt in den besten Kreisen und ist glücklich liiert. Doch dann erreicht sie ein Brief, der alles verändert. Fünfundzwanzig Jahre, nachdem sie als Mädchen aus einfachen Verhältnissen überstürzt die DDR verlassen hat, reist sie zurück in ihre Vergangenheit. Sie begegnet den Menschen, die sie damals im Stich gelassen hat, und stellt sich ihren bedrückenden Erinnerungen. Schon bald begreift sie, dass nach dieser Reise nichts mehr wie vorher sein wird. Ein Roman über die Macht der Vergangenheit und die zwei Hälften eines Lebens, die nur zusammen ein Ganzes bilden.

Ein eindrucksvoller und berührender Roman über eine starke Frauengestalt, der in jeder Hinsicht überzeugt.

— Islandfan
Islandfan

Persönliches Schicksal gepaart mit Historie.

— Wuschelchen99
Wuschelchen99

Gefühlvolle Lebensgeschichte verknüpft mit Deutschlands Geschichte - lesenswert!

— MiniBonsai
MiniBonsai

tiefgründig und berührend!

— hoonili
hoonili

aufwühlende Reise in die Vergangenheit

— suggar
suggar

Authentische, berührende Geschichte, die auch den Spirit der DDR in der Vorwendezeit sehr gut wiedergibt ...

— VeraHoehne
VeraHoehne

Wunderschöner Roman.

— theaterfrau
theaterfrau

Ein großartiges Buch voller Emotionen.

— Monika58097
Monika58097
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  • Leserunde zu "Ein Weg zurück" von Kerstin Hohlfeld

    Ein Weg zurück
    bookshouse Verlag

    bookshouse Verlag

    Schatten, die auch nach Jahrzehnten immer noch bewegen, uns nicht dauerhaft zur Ruhe kommen lassen. Erinnerungen die einen überollen können, so unvermutet, das nur ein Geruch ausreichen würde...... oder ein Brief. Bewerbt euch jetzt zur Leserunde von "Ein Weg zurück" von Kerstin Hohlfeld Alles scheint perfekt im Leben von Irina von Lehnberg. Die prominente Berliner Radiomoderatorin hat ihren Traumjob, verkehrt in den besten Kreisen und ist glücklich liiert. Doch dann erreicht sie ein Brief, der alles verändert. Fünfundzwanzig Jahre, nachdem sie als Mädchen aus einfachen Verhältnissen überstürzt die DDR verlassen hat, reist sie zurück in ihre Vergangenheit. Sie begegnet den Menschen, die sie damals im Stich gelassen hat, und stellt sich ihren bedrückenden Erinnerungen. Schon bald begreift sie, dass nach dieser Reise nichts mehr wie vorher sein wird. Leseprobe TXT Leseprobe PDF Leseprobe SWF Zur Autorin Kerstin Hohlfeld wurde 1965 in Magdeburg geboren.Nach Abitur und Berufsausbildung studierte sie Theologie in Naumburg und Berlin. Seit 1991 lebt sie, zusammen mit ihrem Mann, zwei Töchtern, einem Sohn und zwei Katern, in Berlin.Nach einer bunten Mischung von Jobs und weiteren Ausbildungen widmet sie sich vorrangig dem Schreiben von Romanen. Ich über mich:Mein erstes Buch entstand, als ich elf Jahre alt war.Es heißt "Das Wunderland" und hat noch heute einen Ehrenplatz in meinem Bücherschrank. Seine Heldin, ein kleines Mädchen mit blonden Haaren, verschlägt es in ein schillerndes Land voller wunderlicher Wesen, Hexen und Zauberer, in dem es jede Menge Abenteuer bestehen muss.Wem das bekannt vorkommt: Na klar, mein erstes Werk ist beeinflusst von den wunderbaren Büchern des russischen Autors Alexander Wolkow. "Der Zauberer der Smaragdenstadt" war, neben den Lederstrumpferzählungen von James. F. Cooper, meine absolute Lieblingslektüre. Mein zweites, allerdings unvollendetes Buch, war ganz folgerichtig ein Indianerroman.Ich bin in der DDR aufgewachsen, relativ sorglos, auf dem Land, in der Nähe der Stadt Magdeburg. Äußerlich litt ich keinen Mangel, doch ich fühlte mich eingesperrt. Ich wusste, dass keine fünfzig Kilometer von meinem Heimatdorf entfernt die Welt für mich zu Ende war, ich niemals die andere Hälfte Deutschlands, geschweige denn Italien, Spanien und den Rest der Welt sehen würde.Also machte ich aus der Not eine Tugend und schickte meine Fantasie auf Reisen. Da kamen ein Wunderland und der Wilde Westen meinem Fernweh gerade recht. Die Gedanken sind schließlich frei.Als 1995 meine erste Tochter geboren wurde, habe ich meinen alten Traum vom Schreiben wiederbelebt. Der Weg zum ersten veröffentlichten Buch war lang und steinig und ich machte meinem Sternkreiszeichen Krebs alle Ehre - ein Schritt vor, zwei Schritte zurück. Jedes neue Manuskript ist eine Riesenherausforderung. Dennoch kann ich mir keinen schöneren Beruf vorstellen.Auch wenn die Welt sich unterdessen geändert hat und ich ferne Länder gelegentlich in der Realität genieße - meine Fantasie ist mir geblieben, angereichert um einige Lebenserfahrung.Schön zu wissen, dass manche Träume sich erfüllen. Geduld, Glück und ein bisschen Ehrgeiz gehören allerdings dazu. Kerstin Hohlfeld wird die Leserunde begleiten und freut sich darauf, euch Rede und Antwort zu stehen. Wir vergeben bei der Leserunde mindestens 7 E-Books* im Wunschformat. Bewerbungsfrage: Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr an die ehemalige DDR denkt? Wir steuern bei jeder bookshouse-Leserunde 7 Leseexemplare (.pdf, .mobi oder .epub) bei. Ab 30 Interessenten wird ab weiteren 5 Teilnehmern ein weiteres Freiexemplar verlost. Also bei 35 Anfragen 8 E-Books, bei 40 Interessierten 9 E-Books … * Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zur Teilahme in der Leserunde (posten in den Abschnitten) und das anschließende Rezensieren des Buches Da manche von euch leider keinen E-Book Reader haben, hier ein kleiner Tipp von uns. Amazon bietet auch die Kindle App für PC, Smartphone oder Tablet an an.So kann man das Buch auch auf dem Rechner im Mobi-Format lesen. Gern könnt ihr euch auch hier in unserer Gesamtübersicht umsehen. Oder besucht einfach unseren Blog: http://bookshouse-verlag.blogspot.de Auf Facebook findet ihr uns auch: Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und sind gespannt auf die Leserunde. Euer bookshouse - Team *** Wichtig *** *Der Erhalt des Rezensionsexemplares verpflichtet zur Teilnahme in der Leserunde (posten und den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches) Es werden nur Bewerber mit aussagekräftigen Rezensionen berücksichtigt (Inhalt des Buches ist keine Rezension) http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf

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  • bewegt und regt zum Nachdenken an

    Ein Weg zurück
    Manja82

    Manja82

    26. September 2014 um 16:55

    Kurzbeschreibung: Alles scheint perfekt im Leben von Irina von Lehnberg. Die prominente Berliner Radiomoderatorin hat ihren Traumjob, verkehrt in den besten Kreisen und ist glücklich liiert. Doch dann erreicht sie ein Brief, der alles verändert. Fünfundzwanzig Jahre, nachdem sie als Mädchen aus einfachen Verhältnissen überstürzt die DDR verlassen hat, reist sie zurück in ihre Vergangenheit. Sie begegnet den Menschen, die sie damals im Stich gelassen hat, und stellt sich ihren bedrückenden Erinnerungen. Schon bald begreift sie, dass nach dieser Reise nichts mehr wie vorher sein wird. Ein Roman über die Macht der Vergangenheit und die zwei Hälften eines Lebens, die nur zusammen ein Ganzes bilden. (Quelle: Bookshouse) Meine Meinung: Irina von Lehnberg ist eine erfolgsverwöhnte junge Frau, in deren Leben alles perfekt zu laufen scheint. Bis zu dem Tag an dem sie ein Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola erreicht. Dieser Brief verändert alles. Nach 25 langen Jahren, in denen Irina, die damals Kathrin hieß, ihre Vergangenheit komplett ausgeblendet hat, reist sie nun zurück nach Biebersleben und somit zurück in die Vergangenheit. Sehr schnell merkt Irina, dass sich die Vergangenheit doch nicht so einfach abschütteln lässt wie sie geglaubt hat und das sie durch diese geprägt wurde. Der Roman „Ein Weg zurück“ stammt von der Autorin Kerstin Hohlfeld. Es war mein erstes Buch der Autorin und ich war doch sehr gespannt darauf, denn der Klappentext klang vielversprechend. Die Protagonistin Irina von Lehnberg scheint in der Gegenwart sehr erfolgreich und zufrieden zu sein. Es geht ihr gut, sie ist glücklich und verkehrt in guten Kreisen. Doch nach und nach erfährt der Leser wie Irinas Leben früher war. Früher, in der ehemaligen DDR hieß sie noch Kathrin und diese Vergangenheit ist erdrückend und schwierig. Kathrin war nicht immer glücklich und zufrieden, es gab des Öfteren Probleme. Sie hatte Viola, ihre Freundin, „Hase“, der eigentlich Ben hieß und auch Philipp. Irina hat durch ein Ereignis die Vergangenheit ausgeblendet ihr Leben regelrecht hinter sich gelassen. Ich muss zugeben am Anfang hatte ich das Gefühl Irina wirkt ein wenig eingebildet aber je mehr man über ihre Vergangenheit erfährt desto besser kam ich mit ihr klar. Am Ende mochte ich sie sogar. Auch die Nebenfiguren, wie Viola, „Hase“, Philipp oder auch die „Gräfin“ sind Kerstin Hohlfeld ganz wunderbar gelungen. Sie sind vielseitig, einzigartig und runden das Buch schön ab. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar, lebendig und sehr bildhaft. Man kann sich die Orte sehr gut vorstellen und fühlt sich als ob man quasi dabei wäre. Geschildert wird das Geschehen im personalen Erzählstil in verschiedenen Perspektiven. Es gibt drei Zeitebenen in denen sich das Geschehen abspielt. Einmal die Kindheit von Kathrin, 1980 bis 1982, dann die Zeit um 1989 und die Gegenwart. Man kommt als Leser aber nie durcheinander, denn zu Beginn steht immer drüber in welcher Zeit man sich gerade befindet. Die Handlung stimmt nachdenklich. Es geht um Freundschaft und darum wie die eigene Vergangenheit einen Menschen prägt. Da Leben der ehemaligen DDR wird sehr anschaulich beschrieben. Da ich selber ein paar Jahre in der DDR gelebt habe kamen ein paar Erinnerungen wieder hoch. Man fühlt sich zurück versetzt. Das Ende ist schön und passend so wie es ist. Es bewegt und man fragt sich als Leser auch wie es wohl mit Irina und den anderen weitergehen könnte. Fazit: Kurz gesagt ist „Ein Weg zurück“ von Kerstin Hohlfeld eine schöner Roman, der zum Nachdenken anregt. Eine Protagonistin, die nicht ohne Fehler ist, der flüssig lesbare lebendige Stil und eine Handlung, die das Leben der DDR gut wiedergibt und die aufwühlt haben mir hier wunderbare Lesestunden beschert und mich überzeugt. Sehr empfehlenswert

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  • Es gibt immer einen Weg zurück

    Ein Weg zurück
    Wuschelchen99

    Wuschelchen99

    14. September 2014 um 18:03

    Irina von Lehnberg, die immer muntere und bekannte Radiomoderatorin aus Berlin, die in gehoben Kreisen verkehrt und für die alles nur vom besten sein muss, wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Der Brief einer alten Schulfreundin erinnert sie an ihre schwierige Kindheit in der ehemaligen DDR, die sie vor vielen Jahren verbittert bei Nacht und Nebel verlassen hat. In Biebersleben, einem kleinen Dorf in der Nähe von Magdeburg, liegt nun die Gräfin im Sterben, der Irina viel zu verdanken hat und deren Namen sie sich auch „ausgeliehen“ hat. Hin und her gerissen von der verdrängten und selbst vor nahen Freunden geheim gehaltenen Herkunft reist Irina letztlich doch nach Biebersleben. Der Roman erzählt in Rückblenden die bedrückende Vergangenheit Irinas, die eigentlich Kathrin heißt, und die damit verbundenen Konflikte Irinas in der Gegenwart. Alte Wunden werden aufgerissen, aber auch Missverständnisse beseitigt. Immer mehr zeigt sich dem Leser die wahre Identität von Irina/Kathrin, die sie zu einer ganzen Persönlichkeit formt. Das ganze wird sehr gut vermischt mit den Tatsachen des Lebens in der ehemaligen DDR in den 80ern und kurz vor dem Mauerfall. Nichts wird beschönt, nichts übertrieben. All das zeigt, was Irina/Kathrin hat in der Vergangenheit so verbittert werden lassen. Aber auch wird dem Leser das Wesen von wahrer Freundschaft gezeigt und dass diese über Jahre ohne näheren Kontakt überstehen kann. Ein trauriges, aber auch schönes Ende ziert diesen Roman.  Kerstin Hohlfeld hat mit „Ein Weg zurück“ eine spannende und aufrührende Geschichte geschrieben, die eine sehr gute Mischung von persönlichem Schicksal und Historik verbindet. Eine klare Leseempfehlung für diesen schönen Roman.  

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  • Ein Weg zurück - eröffnet den Blick

    Ein Weg zurück
    MiniBonsai

    MiniBonsai

    12. September 2014 um 19:35

    Irina, eine gestandene glückliche Frau, berufich erfolgreich... aber mit einer Vergangenheit, die nur sie selber kennt und eigentlich gar nicht kennen möchte. Doch dann reist sie nicht nur gedanklich sondern real zurück zu den Menschen, die sie prägten und findet letztlich sich selber in den Ereignissen der Vergangenheit wieder und wird dadurch im jetzigen Leben "komplett". Klingt kompliziert? ... ist es aber nicht! Der Mensch ist was er ist durch seine Begegnungen und Erfahrungen. Wenn man diese verdrängt, so wie Irina, dann fehlt ein Stück der eigenen Identität. Irina hat die Chance, dieses Stück eigener Identität neu zu entdecken und sich dadurch selber besser kennen zu lernen und dadurch sich selbst zu verändern. Das Buch erzählt in Rückblenden von einer Kindheit in der DDR, vom Leben in einer Kleinstadt bis kurz vor der Wende. Es erzählt von einem Mädchen, das unglücklich aufwächst und viele Momente des Glücks erst in den Rückblenden erkennt. Die Verbitterung weicht der Erkenntnis, doch geliebt worden zu sein und viele Fehler aus der Verbitterung heraus gemacht zu haben. Irina nutzt die Chance und fügt die Erfahrungen ihrer Kindheit als Katharina mit der Lebenswelt von Irina zusammen und wird dadurch ein anderer Mensch. Das Buch liest sich sehr angenehm, hat einen guten Sprachstil. Der Szenenwechsel zwischen heute und früher, dabei im Damals mit weiteren Zeitsprüngen, lässt ein Persönlichkeitsbild von Irina/Katharina entstehen, das den Leser abwechselnd zwischen Bedauern und Unverständnis, teilweise Wut, teilweise Mitfühlen schwanken lässt. Die Menschen, die sie in ihrer Kindheit und Jugend begleitet haben und dann neu wieder begleiten im Heute, werden gut beschrieben und man bekommt eine gute Vorstellung von allen Personen. Dabei wird auch der Beginn der Wende mit in den Blick genommen und als Schritt zur Veränderung eingebaut. Für mich als "Wessi" mit zahlreichen DDR-Besuchen war vieles nachvollziehbar, manches aber auch neu. Mein Eindruck ist, dass die DDR nicht verklärt sondern ziemlich realisitsisch dargestellt wird. Danke für diese wunderbare Literatur!

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  • Irinas Vergangenheit

    Ein Weg zurück
    hoonili

    hoonili

    30. August 2014 um 21:55

    Irinas Vergangenheit erwacht durch einen alten Brief zum Leben.  Sie ist mit der Gegenwart eigentlich zufrieden, doch dieser Brief reißt sie zurück in die Vergangenheit. Der Leser erfährt diese im Wechsel mit der Gegenwart. Dadurch bleibt eine große Spannung erhalten und man kann gar nicht aufhören zu lesen. Irinas Leben war nicht immer einfach und man kann sich in das Erlebte sehr gut hineinversetzen. Das Leben in der DDR war sehr prägend und ich habe mit Irina mitgefühlt. Da ich selbst ein DDR Kind bin konnte ich sehr viele Dinge gut nachvollziehen. Was Irina durchmachen musste hat sie geprägt und auch wenn sie dachte, dass sie mit all dem abgeschlossen hat kann sie es nicht vergessen. Nur die Zeit kann ihre Wunden heilen. Doch hat sie wirklich mit dem "damals" abgeschlossen? Ein Roman, über den man noch lange nachdenken kann. Die Geschichte ist sehr tiefgründig und authentisch geschrieben. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so gerne habe ich es gelesen.

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  • Ein Weg zurück

    Ein Weg zurück
    enila

    enila

    26. August 2014 um 18:02

    Ein Brief einer alten Freundin bringt Irinas Leben ins Wanken. Längst verdrängte Erinnerungen werden wach. Erinnerungen an ein Leben, das sie versuchte zu vergessen. Noch einmal erlebt sie verschiedene Episoden ihrer Kindheit und Jugend. Ereignisse vor denen sie geflüchtet war und sogar ihre Heimat verlassen hatte, die sie jedoch wieder in ihre Heimat zurückkehren lassen. Meine Meinung Die Handlung wird in zwei Zeitsträngen von einem personalen Erzähler wiedergegeben. Zum einen wird die Gegenwart Irinas und ihr „Heimreise“ dargestellt und zum anderen werden einzelne Schlüsselmomente aus ihrer Kindheit und Jugend zwischendurch eingefügt, sodass ein ständiger Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart erfolgt. Die Protagonistin erlebt einen regelrechen Wandel in den beiden Erzählsträngen. So findet die erwachsene Irina inneren Frieden und zu sich selbst, während die junge Irina immer unbedachter, egoistischer wird und auch ihren Mitmenschen zum Teil unfreundlicher gegenübertritt. Die Rückblicke helfen dem Leser zu verstehen, warum Irina damals ihre Heimat verließ und ihre Vergangenheit aus ihrem Leben strich. Doch auch die Protagonistin erkennt vieles auf dieser „Reise durch die Zeit“ selbst und erkennt, dass sie einiges falsch gesehen hatte. Irinas Beweggründe sind für den Leser nicht von Beginn an ersichtlich und werden erst im Laufe des Buches ersichtlich. Es werden immer wieder Andeutungen gemacht, durch welche man zum Mitdenken angeregt wird, um das Lösen der Rätsel um Irina. Das schöne, aber auch traurige Ende rundet die ganze Geschichte wundervoll ab. Fazit Spannend und detailliert beschreibt Kerstin Hohlfeld die aufrührende Geschichte rund um die Protagonistin. Sie zeigt mit „Ein Weg zurück“, dass die Zeit viele Wunden heilen kann und vor allem die Menschen die einen wirklich lieben auch bereit sind zu verzeihen.

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  • Wenn die Vergangenheit ruft

    Ein Weg zurück
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    16. August 2014 um 11:52

    Irina von Lehnberg ist eine angesagte Berliner Radiomoderatorin, die ihr Leben im Griff hat. Sie hat Jens, ihren Freund, und eine Arbeit, die ihr Spaß macht. Da erreicht sie ein Brief aus ihrer Vergangenheit, die sie 25 Jahre versucht hat zu vergessen. Ein Brief aus einer Zeit, wo sie noch Kathrin Neumann hieß und ein Mädchen, dessen Eltern Alkoholiker waren. Ihre ehemalige Freundin Viola schrieb ihr, dass die Gräfin von Lehnberg im Sterben liegt. Diese war es, die ihr das Leben damals erträglich machte. Soll sie es wagen und sich ihrer Vergangenheit stellen? ... Eine Reise in die Vergangenheit, die nicht nur Kathrin macht, sondern den Leser gleich mitnimmt. Sie führt zurück in die 80er Jahre nach Biebersleben, einem Dorf in der Nähe von Magdeburg. Dort verbrachte Kathrin ihre Kinder- und Jugendzeit. Als Kind von Alkoholikern wurde sie von allen gemieden. Sie trug alte abgenutzte Kleidung, da ihren Eltern Alkohol und Zigaretten mehr bedeuteten, als ihr Kind ordentlich einzukleiden. Auch regelmäßiges Essen war eher eine Seltenheit. Ihre Schulkameraden mieden sie, weil sie stank und zerrissene Kleidung hatte. Und doch fand sie Freunde. Viola, Nicole und Jana wurden Freundinnen und spielten zusammen, gemeinsam durften sie auch die Gräfin von Lehnberg besuchen und dort spielen.  Sie verband eine enge Freundschaft, die sie Jahre lang verband. So herzlich die Freundschaft auch war, wird diese von Kathrin verraten. Daraufhin verlässt sie von einem Tag auf den anderen Biebersleben, nennt sich fortan Irina von Lehnberg und schaut 25 Jahre lang nicht zurück. Kerstin Hohlfeld gelingt es, den Leser in eine Zeit zu geleiten, die vielen der ehemaligen DDR-Bürger Erinnerungen bescheren, die vielleicht schon vergessen oder verschüttet waren. Mir ging es so, einiges war nicht mehr so präsent, anderes hatte ich genauso in Erinnerung. Kathrin, die der Leser als Irina kennenlernt, ist in der Gegenwart scheinbar eine glückliche und zufriedene Frau. Aber sie ist auch eine Frau, die sich erst seit 1989 so profiliert hat. Ihre Vergangenheit hat in ihrem gegenwärtigen Leben keine Bedeutung und auch keinen Bestand. Das ändert sich alles mit einem Brief und einem folgenden Besuch in ihrer Heimatstadt Biebersleben. Sie trifft frontal auf ihre Vergangenheit, obwohl sich dort auch vieles geändert hat. Sie begegnet alten Freunden und Bekannten und stellt sich ihrer Schuld, die sie vor 25 Jahren auf sich genommen hat. Es wird eine Begegnung mit sich selbst.  Kerstin Hohlfeld gelingt es mühelos, den Leser am Leben von Kathrin teilhaben zu lassen. Ich habe mit der kleinen Kathrin Mitleid gehabt, einem kleinen Mädchen, das anfangs nichts hat außer der Freundschaft zu dem Jungen Ben, genannt Hase, der wegen seiner Hasenscharte genauso im Dorf von Kindern und Jugendlichen geächtet war wie sie. Ich habe mich für sie gefreut, als sie Freundinnen gefunden hatte und eine rettende Hand, die von der Gräfin kam. Als sie durch den Verrat an ihrer Freundschaft zu Viola alles zunichte gemacht hatte, hätte ich sie schütteln können. Es ist eine Geschichte, die zeigt, dass man alles schaffen kann, auch wenn Widrigkeiten den Weg pflastern. Es ist aber auch eine Geschichte, die mich viele Emotionen hat ausleben lassen. Von fassungslos bis zu Tränen gerührt war alles bei. Ich bin wirklich nah am Wasser gebaut, so dass ich mehr als einmal Tränen in den Augen hatte. Was habe ich mit Kathrin gebangt und gehofft. Es ist ein Buch, das unter die Haut geht. Als Leser durfte ich miterleben, wie aus der zerrissenen Kathrin / Irina wieder ein Mensch wurde, der mit sich eins ist. Erinnerungen wurden wieder aufgefrischt oder geben für Unwissende einen kleinen Einblick in das Leben der ehemaligen DDR. Im Nachhinein empfinde ich jedoch die Gestaltung des Covers als unglücklich, da es zum Inhalt des Buches so gar keinen Bezug hat. Schade, denn im Normalfall gefallen mir die Cover des Verlages. Wer die Bücher von Kerstin Hohlfeld um die Protagonistin Rosa Redlich mochte, für den ist dieses Buch einfach ein Muss.  Wer sie noch nicht kennt, sollte das ändern, denn sie auch für dieses Buch vergebe ich eine klare Kaufempfehlung.

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  • Berührende Geschichte über die zwei Leben einer Person ...

    Ein Weg zurück
    VeraHoehne

    VeraHoehne

    24. July 2014 um 17:16

    Autorin: Kerstin Hohlfeld wurde 1965 in Magdeburg geboren und absolvierte nach dem Abitur sowie einer Berufsausbildung erfolgreich ein Theologie-Studium in Naumburg und Berlin. Nach unterschiedlichen Jobs und weiteren Berufsausbildungen widmet sie sich heute ausschließlich der Leidenschaft, der sie bereits als Kind nachging und mit der sie sich – nur 50 km von der ehem. Zonen-Grenze entfernt lebend – in fremde Welten träumen konnte: Dem Schreiben. Sie lebt heute mit ihrem Mann, zwei Töchtern, einem Sohn und zwei Katern in Berlin und veranstaltet dort regelmäßig ihre schon legendären Literatur-Salons, auf denen sie anderen Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Genres die Gelegenheit gibt, ihre Bücher in harmonischer, kultivierter Atmosphäre vorzustellen und persönliche Kontakt zu ihren Lesern herzustellen. Nach “Glückskekssommer”, “Herbsttagebuch” und “Winterwünsche” ist das nun der 1. Roman außerhalb der so beliebten “Rosa Redlich”-Reihe. 2014 werden noch zwei weitere Romane von ihr veröffentlicht: Am 03.11.2014 “Ich heirate einen Arsch” bei Knaur, den sie gemeinsam mit dem Co-Autor Leif Lasse Andersson geschrieben hat, und am 05.12.2014 bei Ullstein “Wenn das Glück anklopft” – im Frühjahr 2015 soll außerdem auch der (leider letzte) “Rosa Redlich”-Band erscheinen. Handlung: Die erfolgreiche und beliebte Berliner Radio-Moderatorin einer Morning-Show, Irina von Lehnberg, führt das Leben, das sie sich immer erträumt hat: Sie ist prominent, hat Traumjob, Traummann und Traumwohnung gefunden und ihre verhasste Vergangenheit als vernachlässigtes und gemobbtes Alkoholiker-Kind in dem grauen DDR-Kaff Biebersleben bei Magdeburg ebenso abgelegt wie ihren realen und wenig glamourösen Namen Kathrin Neumann, als sie im Sommer 1989 für immer aus ihrer Heimat geflüchtet ist. Doch eine kleine Nachricht mit der Information, dass ihre Ziehmutter, die sehr betagte Gräfin Lehnberg, nun dort im Sterben liegt, lotst Irina zurück nach Biebersleben, wo sie sich mit ihrer Vergangenheit, ihren Fehlern von damals und den Menschen, die sie enttäuscht zurückgelassen hat, auseinandersetzen muss. Aber auch dort ist das Leben weitergegangen – und für manche ihrer Freunde nicht zum Schlechtesten. Wird man Irina verzeihen und kann Irina ihren Frieden mit ihrer Vergangenheit schließen …? Fazit: Was das Cover-Foto angeht, so trifft hier – meiner Meinung nach – die Redewendung “Don’t judge a book by the cover” perfekt zu, denn ich finde hier leider die Auswahl nicht so gelungen in Kombination mit dem Titel und der gewählten Schrift des Titels. Zum Glück gehöre ich nicht zu den Lesern, die sich beim Buch-Kauf vom Cover steuern lassen. Das Erscheinungsbild von Allem zusammen lässt unter dieser Kombination irgendwie einen Schnulzen-Roman vermuten und wird somit der tollen Story hinter diesen Buchdeckeln überhaupt nicht gerecht, was sehr schade ist, weil das hier absolut kein Schnulzen-Roman ist sondern eine tiefgründige Story mit historischem Background neueren Datums und noch so viel mehr … Die Story ist in Kapitel sehr angenehmer Länge unterteilt, wobei sich Gegenwart und der Rückblick in die Vergangenheit immer abwechseln. Auch das Druckbild ist sehr angenehm. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es hier aber an den Verlag für den Preis des Buches: Die meisten Taschenbücher kosten 8,99 oder 9,99€. bookshouse hat hier allerdings den Preis mit 12,99€ festgesetzt, was ich für ein ganz normales Taschenbuch - ohne besonderen Umschlag – doch ein wenig überteuert finde und der Meinung bin, dass bookshouse vielleicht die Preisgestaltung seiner Publikationen nochmal überdenken sollte. Irina selbst wirkt zunächst erstaunlich kühl und ein wenig arrogant. Je tiefer man sich jedoch in die Story hinein liest und Irina’s Vergangenheit kennenlernt, umso mehr Verständnis hat man für ihre Persönlichkeitsentwicklung. Durch ihre Kindheit in ihrem ärmlichen und schmuddeligen Elternhaus mit Eltern, die mehr Interesse für den Alkohol als für ihre kleine Tochter aufbringen konnten, entwickelte sie eine große Sehnsucht oder schon mehr eine Sucht nach Anerkennung und Liebe. Auf ihrer Suche nach Zuwendung stößt sie gerade in ihrer Jugend viele Menschen vor den Kopf und macht viele Fehler, weil sie die Anerkennung, die sie längst hatte, nicht wahrnimmt und Freundschaften auf’s Spiel setzt und Menschen, denen sie etwas bedeutet, sehr enttäuscht, so wohl auch ihre Ziehmutter, die Gräfin Lehnberg, die aber Irina’s Freiheitsdrang immer verstehen konnte und ihre Entwicklung gefördert hat. Neben einer sehr plastischen Beschreibung der einzelnen Charaktere ist es Kerstin Hohlfeld auch exzellent gelungen, das Bild einer DDR-Kleinstadt  in den 80er Jahren zu vermitteln, eben so wie den Spirit der Vorwendezeit. Man merkt, dass hier auch einige persönliche, autobiografische Aspekte über das Leben in der DDR, Berufe, Örtlichkeiten usw. mit in die Geschichte eingeflossen sind. Für mich war die Lektüre dieses Buches wie eine Zeitreise in die DDR 1989: Ich habe im Sommer 1989 fast 2 Wochen bei meiner Brieffreundin im Heimatort meines Vaters in der DDR, einer Kleinstadt in der Uckermark, verbracht und auch einige Dinge, die ich dort erlebt habe, in dem Buch in gewisser Weise nochmal erlebt Die Stadt war ebenso grau in grau mit heruntergekommenen Häusern wie im Buch Biebersleben beschrieben ist – wer mal in der DDR der 80er Jahre war, weiß genau wovon die Rede ist. Meine Brieffreundin hatte zu der Zeit gerade ihren Schulabschluss (und ich durfte als West-Besuch nicht mit an den Feierlichkeiten teilnehmen) und sie und ihre Freundinnen hatten ähnliche Sorgen und Nöte, wie Irina und ihre Freundinnen: Schulabschluss, Ausbildungsbeginn (teilweise in anderen Orten und in Berufen, die man eigentlich nicht erlernen wollte, aber vom Staat hineingedrängt wurde), erste Liebe, Dorf-Disco, Styling, letzte gemeinsame Ferien (bei meiner Freundin war es Zelten) und natürlich waren auch die vielen Ausreisewilligen, die dann über die “grüne Grenze” in Ungarn und der damaligen Tschechoslowakei ausgereist sind, ein Thema. Auch dort konnte sich damals noch niemand vorstellen, dass sich dadurch die Haltung der DDR-Regierung einmal derart dreht und sich die Welt so verändern würde :-) . Ich war ebenso angenehm überrascht und konnte mich dort kaum noch orientieren, als ich vor ein paar Monaten nochmal den Heimatort meines Vaters besucht habe, wo sich unglaublich viel zum Positiven verändert hatte und ganz viel neu gebaut wurde. Ich war dem Buch gegenüber zunächst sehr skeptisch, weil es das 1. Buch nach Rosa Redlich von Kerstin Hohlfeld war, aber ich wurde eines Besseren belehrt: Ich habe hier eine wirklich wunderbare, sehr (be)rührende Geschichte gelesen mit authentischen Charakteren und einer so eingehenden Beschreibung von Personen und Orten, wie man es sich nicht besser vorstellen kann und habe mit der Protagonistin Irina, aber auch ihren Freunden mit gelitten. Die Geschichte nimmt einen wirklich gefangen. Lediglich zwei kleine Details haben bei mir Fragen aufgeworfen: Wie hat Viola die Privat-Adresse von Irina ausfindig gemacht? Was ist mit Irina’s Kater passiert, der zuletzt gar nicht mehr erwähnt wurde? Klar, über sowas kann sich auch nur eine gluckende Katzen-Mama Gedanken machen ;-) … Von mir gibt es für diese wunderbar erzählte, sehr nahe gehende Geschichte eine 5 Sterne-Leseempfehlung! Ich war begeistert von diesem Buch – liebe Kerstin, vielen Dank dafür <3

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  • Hat mich tief berührt...

    Ein Weg zurück
    Booksmypassion

    Booksmypassion

    01. July 2014 um 08:33

    Ein alter Brief bringt das Leben der Berliner Radiomoderatorin Irina von Lehnberg völlig durcheinander. Nach über 25 Jahren, reist sie zurück in ihre Vergangenheit. Hatte sie doch damals Hals über Kopf die DDR hinter sich gelasssen. Plötzlich muss sie sich mit den Menschen und den bedrückenden Erinnerungen auseinander setzen. Wird sie endlich ihren Frieden finden?  Was für eine wundervolle Geschichte. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich am Anfang etwas skeptisch war. Ich bin ein absoluter Cover-Käufer. Mir persönlich hat dieses Cover nicht so zugesagt. Und trotzdem wollte ich wissen, was hinter der Geschichte von Irina steckt. Enttäuscht wurde ich überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich liebe die Geschichte, die Charaktere, die Entwicklung von Irina. Man einen Einblick in die Zeit, als Deutschland noch zweigeteilt war. Irinas Lebensweg hat mich tief berührt.  Natürlich möchte ich euch nicht zu viel verraten. Nur so viel.....es wird euer Herz zum Schmelzen bringen Für mich gehört Kerstin Hohlfeld mittlerweile schon mit zu den besten Romanautorinnen in Deutschland. Sie schafft es, ihre Geschichten perfekt miteinander zu verknüpfen, immer wieder für Spannung zu sorgen und auch die Liebe nicht auf der Strecke zu lassen. Eine perfekte Mischung mit einem wundervollem Schreibstil.

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  • Zwei Hälften eines Lebens, die nur zusammen ein Ganzes ergeben

    Ein Weg zurück
    Pharo72

    Pharo72

    18. June 2014 um 15:06

    Erfolgsverwöhnt, beliebt und begehrt ist die Berliner Radiomoderatorin Irina von Lehnberg. Sie hat es aus eigener Kraft geschafft und würde ihre Vergangenheit am liebsten für immer begraben. Doch ein Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola katapultiert sie unwiderruflich dahin zurück – und nach Biebersleben, einen kleinen Ort in der DDR, den sie verabscheut. Alte Wunden reißen auf und Irina muss feststellen, dass erst ihre Kindheit und Jugend als Kathrin Neumann sie zu dem Menschen gemacht haben, der sie heute ist. Meine Meinung: Mit „Ein Weg zurück“ hat Kerstin Hohlfeld ein sehr persönliches Buch geschrieben und dabei ihre eigenen Erfahrungen, wie es war, in der DDR aufzuwachsen, einbringen können. Das verleiht dem Roman große Authentizität. Für mich selbst war es ebenso wie für die Protagonistin eine Zeitreise in die Vergangenheit, die manches Schmunzeln, aber auch wehmütige Momente beinhaltete. Leser aus der ehemaligen DDR werden sich sehr gut erinnern können, aber auch, wer bisher wenig bis nichts von den damaligen Gegebenheiten erfahren hat, wird sich durch die lebendige Schreibweise sehr gut in das Geschehen hineindenken können. Auch wenn es ein paar sehr romantische Momente gibt, ist das Buch kein reiner Liebesroman, sondern eher die Selbstfindung einer sehr mutigen Frau. Manch einem wird Kathrin vielleicht teilweise egoistisch und kalt erscheinen, wenn sich aber nach und nach die Geschichte des kleinen Mädchens entfaltet, das aufgrund ihrer ärmlichen Lebensverhältnisse stets eine Außenseiterstellung innehatte, dann fliegen ihr die Sympathien zu. Sie ist nicht ohne Fehler, aber hat das Herz auf dem rechten Fleck und findet schließlich ihren Frieden mit sich selbst. Auch alle Nebencharaktere, allen voran die „Gräfin“ sind sehr interessant, vielschichtig und tragen dazu bei, ein rundum gelungenes Lesevergnügen zu bescheren. Der Roman wird getragen von großen Gefühlen, bemisst den Wert wahrer Freundschaft, das alles aber in leisen Tönen, die zum Nachdenken anregen. Eine Geschichte, die ich daher jedem Leser etwas ernsterer Literatur unbedingt ans Herz legen möchte.

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  • Großartig!

    Ein Weg zurück
    Monika58097

    Monika58097

    10. May 2014 um 17:40

    Ein großartiges Buch! Die Berliner lieben sie. Irina von Lehnberg, die erfolgreiche Radiomoderatorin. Mit ihrer Morgenshow kann der Tag beginnen. Sie hat alles, was sie sich jemals erträumt hat. Sie hat einen tollen Job, der sie erfüllt. Sie kann sich leisten, was sie möchte und an ihrer Seite hat sie Jens, den ebenso erfolgreichen Personalchef eines Energieversorgers. Irina scheint glücklich zu sein. Doch dann erhält sie einen Brief, einen Brief, der ihr bisher so sorglos erscheinendes Leben verändert. Viola, ihre einst beste Freundin aus Kinder- und Jugendtagen, hat ihr geschrieben. Die Gräfin liegt im Sterben. Die Gräfin, diese wunderbare Frau, der sie doch so viel, ja alles in ihrer trostlosen Kindheit zu verdanken hat und deren Namen sie als Pseudonym angenommen hat. Irina wird ganz plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, einer Vergangenheit, die sie für immer vergessen wollte. Ihre Kindheit war ein einziger Albtraum. Aufgewachsen in Biebersleben, einem Örtchen in der Nähe von Magdeburg. Aufgewachsen als Kathrin, denn so heißt Irina wirklich. Den Namen hat sie abgestreift wie all die schlimmen Erlebnisse von damals. Das kleine Mädchen Kathrin, die sich immer so viel Mühe gab, die Achtung und Freundschaft der anderen zu erlangen und die doch nur verächtlich behandelt wurde, weil sie alte, dreckige Sachen tragen musste, weil ihre Eltern arm waren, weil ihren Eltern der Alkohol wichtiger war, als ihre Tochter. Doch da gab es eben auch Viola, ein Mädchen in ihrer Klasse, sie sich ihrer annahm und ihre beste Freundin wurde. Die Mädchen waren unzertrennlich. Sie gingen durch dick und dünn und doch hat Irina eines Tages einen Verrat an Viola begangen. "Ein Weg zurück" - Es ist die Geschichte eines Mädchens, das von der Gesellschaft geächtet wurde, nur, weil es arm war. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die ihren Weg geht und es die Geschichte einer Freundschaft, die eine junge Frau aufs Spiel setzt und verliert. Was habe ich mit der kleinen Kathrin gelitten, die so eisern für ein paar Lutscher spart, die dann noch niemand haben möchte, weil sie als dreckig gilt. Ihre Sehnsucht nach Anerkennung, nach lediglich ein paar netten Worten, nach Zugehörigkeit, all das war beim Lesen deutlich spürbür. Auch ihre Zerrissenheit als Irina, als sie den Brief bekommt, als sie nach Biebersleben fährt und doch am liebsten wieder umkehren möchte. Kerstin Hohlfeld schafft es hervorragend, den Leser an Irinas Gefühlswelt teilhaben zu lassen. Es ist eine Geschichte der ganz großen Emotionen. "Ein Weg zurück" ist aber auch ein Teil deutsch-deutscher Geschichte. Kerstin Hohlfeld schildert das Leben in der DDR, das Gefühl des Eingesperrtseins, Entbehrungen, Wünsche und Träume der Menschen jenseits der Mauer. Ich war gespannt, abgelenkt und tief in Gedanken. "Ein Weg zurück" - ein großartiges Buch!

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  • Eindrucksvolle Lebensgeschichte

    Ein Weg zurück
    Buchdaisy

    Buchdaisy

    07. May 2014 um 19:30

    Irina von Lehnberg ist eine bekannte und beliebte Radiomoderatorin. Sie hat alles erreicht, von dem sie einst geträumt hat. Sie ist schön und erfolgreich und hat ein ausgefülltes Leben, in dem die Vergangenheit keinen Platz hat. Das ändert sich, als ein Brief ihrer ehemaligen Freundin Viola sie aus ihrer Ruhe reißt. Es sind nur wenige Worte, doch damit drängt sich die Vergangenheit zurück in ihr Leben. Die Erinnerung an ihre Kindheit in einem kleinen Dorf bei Magdeburg lässt ihr keine Ruhe mehr. Da ist dieser Satz: Die Gräfin liegt im Sterben. Die Frau, deren Namen sie als Pseudonym verwendet und der sie so viel verdankt. Und obwohl sie es erst nicht will, begibt sie sich auf eine Reise in die Vergangenheit, eine gedankliche und eine reale. Es wird ein schwerer Weg zurück. Der Roman von Kerstin Hohlfeld hat mich sofort angesprochen und sehr berührt. Eindrücklich wird das Leben in der ehemaligen DDR in den 80er Jahren beschrieben. Man hat wirklich Eindrücke, von denen man glaubt, man wäre dabei gewesen. Es ist ein erschreckend realistisches Bild der DDR, kurz vor deren Ende, noch verstärkt dadurch, dass Irina, die eigentlich Kathrin heißt, in sehr schwierigen Verhältnissen aufgewachsen ist. Aber es ist auch die Geschichte über Freundschaft und Vertrauen und sie hat mir eine Menge Optimismus vermittelt. Ich habe den Roman sehr schnell gelesen, es aber nun bis zum Bewerten noch etwas in mir nachklingen lassen. „Ein Weg zurück“ ist eine Lebensgeschichte, eine von vielen direkt neben uns. Sie ist spannend, aber kein Krimi, sie ist emotional, aber keine Schnulze. Ich habe das Buch sehr genossen und kann es nur jedem empfehlen, denen, die die DDR kennen und denen, die etwas darüber erfahren wollen. 5 Sterne! 

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