Kerstin Hornung Ein Lied aus Tränen

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Inhaltsangabe zu „Ein Lied aus Tränen“ von Kerstin Hornung

Der Musikagent, Eric Hoffmann, ist zielsicher, herrisch und kompromisslos. Er hat nur eine Schwäche – Dorothea. Mit ihr ist er seit fünfzehn Jahren verheiratet und er liebt sie über alles. Sie ist seine Musik, und sie ist sein Leben. Als Dorothea nach etlichen Fehlgeburten ihren Kinderwunsch aufgibt, hofft Eric, dass sie sich nun intensiver dem Klavierspiel zuwenden wird. Doch Dorothea richtet ihren Blick in die Vergangenheit. Im Internet findet sie einige ihrer alten Freunde aus Kindertagen wieder. Eifersüchtig versucht Eric, diese Kontakte zu unterbinden, erst recht, als durch das Auftauchen von Dorotheas Sandkastenfreund, Helge, die Schatten seiner eigenen Vergangenheit zum Leben erwachen und übermächtig werden.

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— SophieSimon

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  • Wenn Liebe zuviel werden kann

    Ein Lied aus Tränen

    schafswolke

    Dorothea und Eric sind ein Traumpaar. Gefunden haben sie sich durch die klassische Musik, denn Eric war Dorotheas Klavierlehrer. Nur ihr gemeinsamer Kinderwunsch ist bisher unerfüllt geblieben und nach mehreren Fehlgeburten beschließt Dorothea auf Kinder zu verzichten. Obwohl Dorothea eine sehr begabte Klavierspielerin ist kann sie sich nicht mehr wie früher an der Musik erfreuen, sehr zum Kummer ihres Mannes. Als Dorothea dann auch wieder den Kontakt zu alten Freunden aus ihrer Heimat Rumänien aufnimmt, ist Eric davon gar nicht begeistert. Er merkt zwar das es Dorothea gut tut, aber er selbst erträgt es nicht, dass Dorothea auch ohne ihn glückich sein kann. Dabei soll doch Dorothea doch nur eins: nämlich nur mit Eric allein glücklich sein! Mich hat "Ein Lied aus Tränen" sehr an das "Phantom der Oper" erinnert und das war laut der Autorin auch kein Zufall. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Ich musste mich erstmal an die verschiedenen Erzählperspektiven gewöhnen, aber das ging dann doch schneller als zuerst gedacht. Die Figuren sind emotional gut ausgearbeitet und man kann sie sich gut vorstellen. Von mir gibt es 4 Sterne für eine spannende Geschichte um Liebe und Besessenheit.

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  • Leserunde zu "Ein Lied aus Tränen: Roman" von Kerstin Hornung

    Ein Lied aus Tränen

    Kerstin-H

    Ein Sommer, der Erics schlimmste Enttäuschung brachte. Ein Sommer, der Dorotheas Leben von Grund auf veränderte. Ein Sommer, der diese verdrängten Erinnerungen verhängnisvoll verknüpft. Wer hat Lust auf eine spannende Leserunde zu einem „feelings“ eBook der Verlagsgruppe Droemer Knaur, in dem es um Liebe, Musik und die Macht der Vergangenheit geht? Dorothea ist seit fünfzehn Jahren mit Eric, ihrem ehemaligen Klavierlehrer und Mentor, verheiratet. Als sie nach der siebten Fehlgeburt ihren Kinderwunsch aufgibt, ist Eric erleichtert, weil er hofft, dass sie sich nun wieder intensiver dem Klavierspiel zuwenden wird. Doch dann trifft Dorothea, mehr oder weniger zufällig, einige ihrer alten Freunde aus ihrer Heimatstadt Kronstadt wieder und stößt damit das Tor zu einer sorgfältig verdrängten Vergangenheit auf. All jene, die heitere Sommerlektüre erwarten, sind hier falsch. Doch wer eine tiefgehende, düster-romantische, manchmal traurige, vielschichtige Geschichte will, der ist herzlich willkommen bei: „Ein Lied aus Tränen“ Um die Sache lustiger zu machen und weil es ein zentrales Tema in dem Roman ist, will ich von allen Bewerbern wissen: Lebt ihr noch an dem Ort an dem ihr aufgewachsen seid? Und: Sehnt ihr euch manchmal dorthin zurück? Ich bin schon sehr gespannt auf euch. LG Kerstin

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    Kerstin-H

    12. August 2014 um 17:32
  • Liebe bis zur Selbstaufgabe

    Ein Lied aus Tränen

    Gela_HK

    Dorothea, eine begnadete Klavierspielerin, hat nach sieben Fehlgeburten, das Spielen aufgegeben. Doch auch die bisher verdrängte Vergangenheit lastet auf ihr. Dank dem Internet findet sie alte Freunde aus Kindertagen wieder. Je mehr Dorothea sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, desto mehr gerät ihr von ihrem Ehemann gelenktes bisheriges Leben aus den Fugen. Kerstin Hornung hat einen emotional bewegenden Roman geschaffen. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Besonders die Interpretation von Empfindungen, die durch das Klavierspiel fühlbar gemacht werden, ist gelungen. "Ihre Töne waren wie leise kitzelnde Finger, die sich mitten in der Nacht unter seine Bettdecke verirrten, ihn weckten und verführten. " Ein breiter Gefühlsbogen aus Abhängigkeiten, Liebe und Verlust wird vor dem Leser gespannt. Hauptprotagonisten sind Dorothea und Eric. Aus einem anfänglichen Klavierlehrer/Schülerinnen-Verhältnis entsteht eine Ehe zwischen dem deutlich älteren Eric und der zurückhaltenden Dorothea. Dorothea begleitet man seit ihrem 15. Lebensjahr bis hin zur Gegenwart. Anhand von Tagebucheinträgen kann man der Gefühlswelt des jungen Mädchens gut folgen. Die kurzen Gedankensprünge erinnern sehr an eigene Tagebuchaufzeichnungen, die man als Teenager geführt hat. Kursive Schrift erleichtert die Personenzuordnung. Eric legt seiner Liebe Fesseln an, die auf Dauer nicht halten können. Er ist besessen davon, seine Frau für sich allein zu haben. Am Ende nimmt dies dramatische Formen an. Jeder hat eine andere Vorstellung von Liebe und diese wandelt sich auch noch im Laufe der Zeit. Manchmal muss man rechtzeitig loslassen können, um sie zu retten. Mir hat dieser emotional bewegende Roman sehr gefallen.

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  • Ein Lied aus Tränen

    Ein Lied aus Tränen

    jackdeck

    02. August 2014 um 14:58

    Ein Lied aus Tränen…ein Buch ganz anders als ich es erwartet habe. Ich dachte das ist eine romantische Geschichte für zwischendurch, ganz nett für den Sommer. Doch es hallt nach, beeindruckende Charaktere die man so gar nicht in eine Schublade einordnen kann. Eine hinreißende , emotionale Handlung die mich sehr nachdenklich zurückließ. Die Handlung beginnt und ich lerne Dorothea kennen. Sie kommt gerade aus dem Krankenhaus, nach einer weiteren Fehlgeburt kommt sie mit ihrem Mann Eric daheim an. Doch wie lebt man weiterkommt in den Alltag wenn man ständig solche Schicksalsschläge erleidet. Ist der Wunsch nach einem Kind zu groß und soll es vielleicht einfach nicht sein. Eric möchte das Dorothea wieder mit dem Klavierspielen beginnt ist es doch das was beide einst zueinander führte und sie verschmolz. In einzelnen Abschnitten fanden sich immer wieder Tagebucheinträge aus Doros Kindheit und Jugend. Die sich nach und nach zu einem großen Ganzen vermischen und Gegenwart und Vergangenheit verknüpfen. Das Liebe so vielschichtig und bedingungslos sein kann das sie wehtut, man sie beenden muss sonst geht das kostbare Gut verloren. Ich freue mich auf diese Buch aufmerksam geworden zu sein, weil es eben anders ist, ich mochte die Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten, die Einblicke in die verschieden Gedanken- und Gefühlswelten. Ein Buch voller Tiefgang und Melancholie , einfach nur schön.

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  • Eine berührende, emotionale und tiefgründige Geschichte

    Ein Lied aus Tränen

    pandora

    02. August 2014 um 10:45

    „Ein Lied aus Tränen „ ist das neuste Werk der Autorin Kerstin Hornung. Nach einem Ausflug in eine fantastische Welt, erzählt sie dieses Mal eine tief emotionale und melancholische Geschichte Mitten aus dem Leben. Kerstin Hornung erzählt eine ganz andere Liebesgeschichte. Eine Geschichte in der Liebe zur Qual wird, da die Eifersucht die Oberhand gewinnt und den Partner nur noch erdrückt und verletzt. Dorothea ist eine in sich verschlossene Frau. Seit sie mit 15, nach einem Schicksalsschlag, aus ihrer Heimat Rumänien nach Deutschland gekommen ist, gab es nur zwei wichtige Dinge in ihrem Leben. Zum einen war es die Musik und zum anderen ihr Ehemann, der zwanzig Jahre ältere Eric. Eric gab ihr Halt und Stütze, als sie verloren, allein und fremd war. Später wurde daraus Liebe, die sie erwiderte und in der sie sich verlor. Nach ihrer siebten Fehlgeburten merkt Doro, dass ihr eine Freundin fehlt, der sie sich anvertrauen kann und so beginnt sie aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen und sucht über das Internet ihre alten Freunde aus Rumänien. Ganz langsam wird sie eine eigenständige Person und trifft sich mit ihnen, was Eric missfällt. Immer mehr steigert er sich in seine Eifersucht und Verlustangst, dass er überhaupt nicht merkt, wie sehr er die Frau, die er über alles liebt von sich drängt und verletzt – bis es zu spät ist… Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Eric als auch von Dorothea erzählt, so dass man als Leser einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt der Beiden bekommt. Immer wieder wird die Erzählung durch Doros Tagebucheinträge von 1988 unterbrochen, in der man eine ganz andere Dorothea kennenlernen darf. Es zeigt eine lebenslustige junge Frau, die gerade die erste Liebe entdeckt. Trotz der Wechsel kommt die Geschichte nicht ins Stocken, denn die Handlungsstränge fügen sich in einander ein. Durch eine gewohnt sehr bild- und lebhafte Erzählweise fühlt man sich mitten im Geschehen und die Gefühle treffen einen selbst. Immer wieder musste ich den Kloß im Hals runter schlucken. Nur in den ersten Szenen wirkten die Erzählungen eher stichpunktartige abgearbeitet, doch ganz schnell rundete sich die Erzählweise ab, so dass man nur noch durch die Seiten flog – gefangen in einer unglaubigen Geschichte Die Charaktere sind sehr glaubhaft dargestellt. Eric ist ein regelrechtes Ekelpaket und von Seite zu Seite mag man ihn immer weniger. In einer gemeinsamen Leserunde mit der Autorin hat sie immer wieder Eric und seine Handlungen „verteidigt“. Und auch wenn ich seine Handlungen und seine Beweggründe nicht gut heißen kann, kann ich es bis zu einen gewissen Punkt verstehen, warum die Autorin von ihm so fasziniert ist. Leider gibt es, glaube ich, genug Erics in dieser Welt und wenn man sich in Doro wieder sieht, rüttelt es einen vielleicht wach. Was mich auch sehr berührt hat, ist die Liebe, die Dorothea Eric entgegenbringt, obwohl sie merkt, dass er sich verändert – dass er ihr Luft zum Atmen nimmt. Doch bis zu dem endgültigen Bruch, bei dem Eric mindestens zwei Schritte zu weit geht, hält sie zu ihm und ist von ihrer Liebe überzeugt. Zwei kleine Kritikpunkte an der ganzen Geschichte habe ich allerdings anzumerken: Zum einen finde ich die die Auflösung des Geheimnisses, welches Dorothea umgibt, etwas zu „klein“ war. Nach all den Andeutungen hatte ich mit etwas anderen gerechnet – wobei ich sehr gut nachvollziehen kann, dass Dorothea sehr gelitten hat… Zum zweiten, war das Happy End zu viel. Ich habe mich für Doro gefreut und gönne ihr ihr neues Glück, aber nach so einer Geschichte hätte, es auch etwas weniger Happy End sein können. Trotz allem gibt es von mir volle Punktzahl, da mich die Geschichte sehr berührt und ergriffen hat. Es ist mal eine andere Geschichte – sehr tiefgründig und sehr emotional. Jeder der mal eine etwas andere Liebesgeschichte lesen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. „Ein Lied aus Tränen“ regt dem Leser zum Nachdenken an und berührt ungemein. Vielen Dank an den Verlag, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde auf Loveleybooks.de lesen durfte, sowie an die Autorin und alle Mitleser(innen)

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  • Ein Lied aus Tränen

    Ein Lied aus Tränen

    Minnie

    31. July 2014 um 11:37

    Dorothea ist 15 als sie nach einem familiären Schicksalsschlag nach Deutschland kommt, aufgewachsen ist sie in Rumänien. In ihrer neuen Heimat  nimmt sie Klavierunterricht bei Eric Hoffmann, damals ahnt sie noch nicht das aus ihrem Lehrer ihr zukünftiger Ehemann wird. Dorothea muss in letzter Zeit immer an Früher denken, sie beginnt sich wieder mit ihren damaligen Freunden zutreffen, da sie auch mittlerweile in Bayern leben, was ihrem Mann Eric überhaupt nicht passt, er versucht sie von ihrem früherem Leben in Rumänien zu lösen und sie durch neue Erinnerungen mit ihm zu ersetzen. Dorothea kommt sympathisch rüber im Gegensatz zu ihrem Mann, der nicht immer seine liebende Ehefrau in ihr sieht, sondern eine Musikerin die er in Besitz genommen hat und mit keinem teilen will. Ich finde Eifersucht gehört zu jeder guten Beziehung dazu, aber in einem gesundem Maß, aber sobald es zu einer krankhaften Eifersucht wird, ist es für Beide nicht mehr schön. Der Eine kontrolliert ständig, der Andere wird kontrolliert und muss ständig Angst haben etwas falsch zu machen, in den Augen des Anderen. Obwohl die Geschichte traurig ist, hat sie mir sehr gut gefallen. Ich finde es muss nicht immer alles gleich perfekt oder Friede, Freude, Eierkuchen sein, so etwas macht erst eine richtig gute Story aus. Der Titel “Ein Lied aus Tränen” passt wie die Faust aufs Auge, perfekt!

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  • Liebe oder Obsession?

    Ein Lied aus Tränen

    SignorinaVespucci

    28. July 2014 um 11:55

    Nein, leichte Kost erwartet die Leserinnen hier ganz sicher nicht, das machen das melancholische Cover, der Titel „Ein Lied aus Tränen“ und nicht zuletzt der Klappentext schon vor dem Lesen deutlich. Hier erwartet uns die Geschichte eines ungleichen Paares, Dorothea und Eric, deren Beziehung im Prolog bereits zerbrochen ist. Auf mehreren Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt Kerstin Hornung die Geschichte der beiden, und auch wenn Dorothea vom reinen Textanteil deutlich mehr Raum einnimmt, ist doch Eric die eigentliche Hauptfigur. Eine Figur, die der Autorin mit seinem schwierigen Charakter sehr am Herzen liegt, wie sie in einer Leserunde verriet. Eric war für Dorothea, als diese nach einem tragischen Unglück vor dem Nichts stand, nicht nur Klavierlehrer und Mentor, sondern auch väterlicher Freund. Jahre später, als sie längst miteinander verheiratet sind, ist er immer noch bevormundend, darüber hinaus besitzergreifend und eifersüchtig - nahezu obsessiv. Denn auch Eric hat mit den Wunden der Vergangenheit zu kämpfen und fürchtet, er könne Dorothea ebenso verlieren wie einst seine erste große Liebe. Die Einsicht, dass man die Person, die man liebt, auch freilassen muss, kommt spät, doch zunächst versucht er, Dorothea in einen goldenen Käfig zu sperren und an sich zu binden. Erst als er ihren Lebenswillen völlig zerstört hat, erkennt er, dass es besser wäre, sie gehen zu lassen. In der Leserunde herrschte Uneinigkeit, ob dies nun als selbstloses Opfer zu verstehen wäre, oder ob Eric letztlich doch wieder nur egoistisch gehandelt hat – aber am Besten macht sich jeder selbst ein Bild. Sehr gut gefallen mir die Rückblenden in Form von Dorotheas Tagebucheinträgen aus dem Jahr 1988, die sehr schön die (Gefühls-)Welt einer Fünfzehnjährigen wiedergeben. Die schlimmsten Probleme scheinen für sie zu sein, dass sie auch in den Schulferien zum Klavierunterricht gehen soll, und wer von ihren Freundinnen angeblich was zu wem gesagt hat… Der Kontrast zur konfliktreichen Gegenwartsebene könnte also nicht größer sein. Gegenwart und Rückblende sind durch einen hübschen Kunstgriff miteinander verbunden: Die Daten aus den Jahren 2011 und 1988 entsprechen einander bis hin zum Wochentag - ein Detail, das zeigt, mit wie viel Liebe die Geschichte durchkomponiert wurde. Das Happy End im Epilog ist mir persönlich dagegen ein bisschen zu viel des Guten – hier hätte es ruhig etwas weniger puderzuckrig sein können.   Alles in allem ist „Ein Lied aus Tränen“ ein lohnenswertes Buch – definitiv keine leichte Kost, aber wer Lust hat, sich mit nicht immer sympathischen, schwierigen, aber vielschichtigen Charakteren auseinanderzusetzen, dem sei dieses Buch hiermit ans Herz gelegt. Ich empfehle außerdem, einen Blick in die Leserunde zu werfen, in der sich die Autorin ausführlich zur Entstehung des Charakters Eric äußert – was auch dazu beigetragen hat, die Figur in einem anderen Licht zu sehen.

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  • Ganz andere Gefühle

    Ein Lied aus Tränen

    Ann-KathrinSpeckmann

    Auch ich habe bei der Leserunde mitlesen dürfen und möchte mich zunächst dafür bedanken. Ich sage das auch hier in der Rezension nochmal, da ich ehrlich zugebe, dass ich mir dieses Buch wahrscheinlich nicht aus dem Bücherregal gegriffen hätte. Aber bei der Leserunde zusammen mit anderen hat mich das Thema auf einmal interessiert (eigentlich bin ich wegen dem wunderschönen Cover darauf aufmerksam geworden) und ich habe mich beworben. Das Problem, das ich zunächst mit diesem Buch hatte, ist die Tatsache, dass ich mich mit keinem der beiden Protagonisten, aus dessen Sicht dieser Roman geschrieben worden ist, identifizieren kann. Egal wie meisterhaft die Autorin deren Gefühlswelt aufgeschrieben hat, ich komme nicht in sie rein. Das ist selbstverständlich in Ordnung, aber es ist ungewohnt für ein Buch, das ich privat lese. Aber gerade deshalb finde ich es bewundernswert, wie die Autorin die Einstellungen etc. bis zum Ende glaubwürdig durchgezogen hat. Meinen Respekt dafür. Dabei ist auch der Schreibstil genial. Er hat mich nicht ein einziges Mal rausgerissen. Einzig zu bemängeln habe ich dabei fehlende Absätze an äußerst verwirrenden Stellen. (Das kann natürlich auch etwas mit dem Reader zu tun haben.) Die Geschichte an sich ist auch glaubwürdig. Sie baut sich nach und nach auf. Der Leser beginnt zu verstehen wie alles zusammenhängt und kann mit Dorotheas Logik auch ihren Suizid-Versuch nachvollziehen. Dabei finde ich das einweben der Tagebücher besonders beeindruckend. Das einzige Unlogische ist für mich das Ende. Zum einen empfinde ich Erics plötzliches Verstehen und Verschwinden als Bruch in seinem Verhalten und zum anderen geht mir Dorotheas Happy End viel zu schnell und unglaubwürdig. Die Idee mit der Schwangerschaft finde ich zwar sehr gut und wichtig, aber dann hätten da vielleicht lieber drei oder vier Jahre zwischen liegen sollen. Ansonsten ist das Buch für mich ein Meisterwerk, dass es sich zu lesen gelohnt hat, obwohl das normalerweise überhaupt nicht mein Genre ist.

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  • Gefühle der besonderen Art

    Ein Lied aus Tränen

    Merely

    Dieses Buch durfte ich im Rahmen einer Leserunde lesen und dafür möchte ich mich zuallererst einmal bei der Autorin, beim Verlag und bei allen Mitlesern bedanken. Aber nun zur eigentlichen Rezension: Das Cover passt optisch perfekt zum Inhalt. Diese schlichte Eleganz gepaart mit den zarten Tönen und der einfachen Schrift; all das ist definitiv auf die Geschichte angepasst. Mir persönlich gefällt es sehr sehr sehr gut und ich kann mir gut vorstellen, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine da stehe. Die Charaktere empfand ich als sehr eingehend, detailliert und tiefgründig dargestellt, jeder besaß jede Menge Gefühle und man konnte sich die Figuren gut vorstellen. Dorothea, die Protagonistin eine absolut gebrechliche Seele, deren Seele scheinbar längst zerstört war. Nach sieben Fehlgeburten kann man das allerdings auch wirklich gut nachvollziehen. Trotzdem hätte ich mir trotz allem ein wenig Lebenswillen und Kampfgeist gewünscht. Identifizieren konnte ich mich mit ihr natürlich nicht, aber als Betrachter von oben fühlte ich mich dafür umso wohler. Eric. Puh. Eric. Ich weiß garnicht, wo ich da anfangen soll. Eric ist ein absolutes Ekelpaket, das nur eines will: Doro und voll und ganz zu besitzen und zu unterdrücken. Auf jeder einzelnen Seite war er von Zorn erfüllt, wütend oder traurig. An keiner einzigen Stelle hat man ihn mal lächelnd erlebt und meine Antipathie für ihn wuchs in Sekundentakt. Letztlich war ich soweit, dass ich das Buch kurzzeitig zur Seite legen musste, um nicht die Fassung zu verlieren. Sein Zorn steckte an, und bei richtete er sich gegen ihn selbst. Letztlich muss ich sagen, dass ich noch nie in all den Jahres meines Bücherwahnsinns einen derart besitzergreifenden Mann kennen gelernt habe, der mir so auf die Nerven ging wie Eric es tat. Die anderen anwesenden Figuren waren allesamt ebenfalls schön beschrieben und dargestellt worden - mir hat vor allem Helge mit seiner unglaublich lockeren Art sehr gefallen. Nun zum wirklich besten Teil des Buches: Der Stil & die Perspektiven! Ich war so gefangen von dem Stil der Autorin. Sie schreibt so unfassbar ergreifend und ausführlich, so detailliert und emotional. Außerdem empfand ich die Perspektiven in diesem Buch nahezu perfekt gewählt. Alle begann mit Tagebuch-Einträgen von Doro aus dem Jahren 1988, als sie 15 Jahre alt war. Anschließend wechselt alles und man ist in der heutigen Zeit angekommen. Doch zusätzlich wird auch noch auf Doro's eigene Sicht eingegangen, dies aber wie auch die jetzige Zeit in der dritten Person. Lediglich die Tagebuch-Einträge liest der Leser in der Ich-Form. Diese drei Sichten wechseln sich etwa alle regelmäßig ab und so bleibt keine Figur auf der Strecke und man erfährt zusätzlich noch, was es mit der ominösen Vergangenheit Doro's auf sich hat. So las sich das Buch sehr schnell weg und war reich gefüllt an Spannung. Die eigentliche Idee gefiel mir ebenfalls, allerdings hätte ich im Endeffekt auf ein "größeres" Geheimnis gehofft, was die Vergangenheit der Protagonistin anging. Da wurde ich ein wenig enttäuscht. Dafür wurde ich mit Emotionen regelrecht überflutet - meist waren sie zwar negativer Natur, doch sie waren hautnah spürbar. Ich war regelrecht erschlagen von den ganzen Wirkungen und hab sowas bislang noch nie erlebt. Wenn man hier also auf eine lockere Sommerlektüre hofft, hat man sich ordentlich getäuscht; denn die Thematik ist bleischwer und regelrecht erdrückend. Mir persönlich hat dieses Werk ganz neuen Seiten der Literatur gezeigt, und ich war sehr überrascht, dass es einem Menschen gelingt, die Leser durch eine bloße Geschichte so zu fesseln und so reale Gefühle erleben zu lassen. Mein Fazit für "Ein Lied aus Tränen" ist also folgendes: ich kann leider nicht über die Verhaltensweisen der Charaktere hinwegsehen. Trotz der emotionalen Geschichte war ich nicht 100% überzeugt und verstand letztlich auch die wirkliche Botschaft der Geschichte nicht. Trotzdem spreche ich, trotz der 3 Sterne, eine Lese-Empfehlung aus, denn sowas sollte man sich als Leser nicht entgehen lassen und vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch ein wenig jung bin und die Figuren derart anders und neu für mich waren; doch letztlich schaffe ich es einfach nicht, mehr Sterne zu vergeben.

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  • Wenn Liebe zur Fessel wird

    Ein Lied aus Tränen

    mabuerele

    21. July 2014 um 20:19

    „…Sie war die Musik seines Lebens…“ Der Roman beginnt damit, dass eine Frau ihre Wohnung verlässt. Das einzige, was sie mitnimmt, ist das Klavier. Die folgenden Zeiten berichten darüber, wie es dazu kam. Jedes Kapitel beginnt mit Tagebucheinträgen aus dem Jahre 1988. Sie zeigen ein junges Mädchen in Rumänien, das sich in nichts von Gleichaltrigen unterscheidet. Allerdings legen ihre Eltern wert darauf, dass sie regelmäßig Klavier übt. Danach wechselt die Geschichte ins Jahr 2011 in Deutschland. Dorothea hat gerade ihre siebte Fehlgeburt hinter sich. In ihr ist nur Leere. Eric, ihr Mann, möchte, dass sie Klavier spielt. Sie aber kann sich nur zu wenigen Tönen aufraffen. Als Dorothea im Internet recherchiert, findet sie Freunde aus ihrer Kindheit. Plötzlich steht ihre Ehe auf der Kippe, denn Eric bekommt seine Eifersucht nicht in den Griff. Die Autorin hat die Protagonisten gut charakterisiert. Dorothea kennt seit Jahren nur zwei Dinge in ihrem Leben: die Musik und ihren Mann. Eric ist wesentlich älter als Dorothea. Er war ihr Musiklehrer. Er vergöttert Dorothea, nimmt ihr aber auch die Luft zum Atmen. Bisher hat sie Letzteres höchstens unterschwellig registriert. Mit Hilfe der Tagebucheinträge und kursiv gehaltenen Gedanken der Protagonisten wird nach und nach die Vergangenheit deutlich. Über ihr lag ein Schleier. Jetzt wird der weggerissen. Verlustangst und Eifersucht steuern das Geschehen auf eine Katastrophe zu. Aus Geborgenheit wird Angst. Der Roman lässt sich gut lesen. Der Wechsel der Perspektive sorgt für eine lebendige Erzählweise. Der Schriftstil ist dem Thema angemessen. Die Autorin spielt mit der Macht der Musik. Häufig dient sie als Metapher zur Beschreibung von Emotionen. Den Roman durchzieht in weiten Teilen eine bildhafte Sprache. Ein besonders gelungenes Stilelement war für mich Erics Traum in Form einer Fabel. Er fasst nicht nur die Kernaussage des Buches zusammen, sondern zeigt einen positiven Lösungsansatz. Als Leser ist man versucht, Eric nur mit seinen negativen Charaktereigenschaften zu sehen. Das Buch lässt ihn aber auch mit Dorotheas Augen sehen. Der Mann von heute ist nicht der Mann, den sie vor 23 Jahren kennen und lieben gelernt hat. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf eindringliche Weise und anhand einer interessanten und berührenden Lebensgeschichte hat die Autorin erzählt, was passiert kann, wenn Liebe zur Fessel wird.

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  • Bewegend und rührend

    Ein Lied aus Tränen

    Sherrylynn5811

    18. July 2014 um 23:08

     Auch dieses Ebook konnte ich dank der Autorin und lovlybooks lesen. Das Cover hat mich gleich magisch angezogen, schlicht und doch sehr aussagekräftig.Der Schreibstil war etwas anders, aber dennoch oder vielleicht auch deswegen sehr interessant. Ich konnte flüssig das Buch in einem Rutsch lesen. Es ist unterteilt in verschieden Handlungssträngen. Man liest aus der heutigen Sicht, zwischendurch fließen alte Tagebucheinträge von Doro aus ihrer Kindheit ein, dann wieder bekommt man Eric`s Sichtweise zu lesen. Alles greift fließend ineinander und lässt den Leser aus mehreren Blickwinkel die Protagonisten verstehen.Auch die Beschreibung von Kronstadt war sehr bildhaft. Man konnte wirklich alles gut bildlich vorstellen. Auch die Beschreibung wenn Doro Klavier spielte, man hörte förmlich die Musik und ihre Verbundenheit dazu.Das ich Eric mehr als Widerling empfunden habe, war wohl auch so gewollt und hat der Geschichte auch eine besondere Intensität gegeben. Mein Fazit , ein sehr bewegendes Buch , das mich ab und zu zum Taschentuch greifen ließ.

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  • Eine gefühlvoll ergreifende Geschichte...

    Ein Lied aus Tränen

    Nalany

    18. July 2014 um 09:42

    Ein Lied aus Tränen“ erzählt die Geschichte von Dorothea. Sie ist seit 15. Jahren mit Eric ihrem Klavierlehrer verheiratet. Eigentlich ist sie glücklich in ihrer Beziehung, wäre da nicht ihr unerfüllter Kinderwunsch. Nach der mittlerweile siebten Fehlgeburt, gibt sie diesen Wunsch endgültig auf. Eric hofft, dass Doro sich jetzt wieder mehr dem Klavier spielen widmet. Als Doro dann auch noch Freunde aus der Vergangenheit wieder trifft, beginnt für sie ein neuer alter Abschnitt in ihrem Leben. Ich stand diesem ebook zunächst skeptisch gegenüber. Einerseits hatte mich das Cover überzeugt, andererseits wusste ich nicht ob die Geschichte mich voll anspricht. Das Cover ist toll gestaltet. Warme Farben im Hintergrund und eine schwarz gekleidete Frau an einem schwarzen Flügel im Vordergrund. Ein bisschen träumerisch, ein bisschen Melancholie, das gefällt mir. Die Kapitel werden aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Dorothea berichtet genau wie Eric, was geschieht und wie sie sich dabei fühlen. Man bekommt auch einen Einblick in Doros Vergangenheit, indem sie uns an ihren Tagebüchern aus ihrer Jugendzeit teilhaben lässt. Die Geschichte hat mich mit jeder Seite mehr mitgenommen. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel gehen schön ineinander über. Ich habe bis zum Schluss mit Doro gefühlt und gelitten. Das Ende hat mich jedoch versöhnlich gestimmt. Ein anspruchsvolles Buch, was sich nicht unnötig aufhält und sich in vollkommener Melancholie verliert, sondern genau das richtige Maß an Gefühl bereithält. Auf jeden Fall empfehlenswert.

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  • Kindle-Buffet: Kostenlose E-Books bei Amazon

    Kindle Buffet

    sursulapitschi

    Nein, dies ist keine Leserunde, sondern der Thread für:   Kostenlose e-books   Viele fleißige Menschen posten für uns täglich jede Menge Links für kostenlose e-books. Da es sehr viel bequemer wäre, wenn die einzelnen Links nach Genres sortiert aufrufbar wären (und Lovelybooks uns da technische Grenzen setzt), ist dies hier der Versuch, das Thema praktischer zu gestalten. Hier könnt ihr Links einstellen, wenn ihr kostenlose e-books entdeckt habt, oder einfach stöbern. Viel Spaß!  

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    • 12095
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