Kerstin Lange Speyerer Geheimnisse

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Inhaltsangabe zu „Speyerer Geheimnisse“ von Kerstin Lange

Die geschichtsträchtige Reithalle im Speyerer Quartier Normand soll abgerissen werden, doch einige Bürger wehren sich entschlossen dagegen. Als einer von ihnen Opfer eines Unfalls mit Fahrerfl ucht wird, übernimmt Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber die Ermittlungen – und entdeckt einen Zusammenhang mit einem Suizid vor neunundzwanzig Jahren. Je tiefer Weber gräbt, desto näher kommt er selbst dem Tod . .

Ein verzwickter Fall für Kriminaloberrat a.D. Ferdinand Weber im geschichtsträchtigen Speyer

— Tanzmaus

Wieder ein genialer Speyer-Krimi von Kerstin Lange ♥

— Wildpony

Gelungene Fortsetzung

— ChattysBuecherblog

Einfach klasse

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Spannender Kriminalroman mit gut ausgewogenen Anteilen an Regionalkrimi.Geschichte und Familiengeheimnissen.

— Bibliomarie

Dunkle Geheimnisse längst vergessener Tage...

— romi89

spannend, interessant und sehr informativ

— Anneja

Abwechslungsreicher Krimi in Speyer!

— mabuerele

Detailreicher und spannender Regionalkrimi

— Ladybella911

Für Fans von regionalen Krimis ein MUSS

— Nicky_G

Stöbern in Krimi & Thriller

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  • Düstere Abgründe im geschichtsträchtigen Speyer

    Speyerer Geheimnisse

    Tanzmaus

    03. February 2017 um 10:27

    Ein Ereignis beschäftigt in diesen Tagen ganz Speyer: Die geschichtsträchtige Reithalle soll abgerissen werden. Viel Bürger wehren sich gegen diesen Beschluss und unterstützen dabei Ingeborg Schindler, die die Gunst der Stunde nutzt, um ihre politische Karriere etwas voranzutreiben.   Auch Ferdinand Weber, Kriminaloberrat a.D., nimmt an der Demonstration mit seiner Freundin, der Buchhändlerin, Jeannette teil. Auch der ehemalige französische Soldat Clément Aust ist zugegen. Doch plötzlich wird Aust vor ein Auto gestoßen und Weber kann ihn nur in letzter Sekunde noch retten. War es ein Unfall oder doch eher ein Mordversuch? Als Aust wenig später tot ist, zweifelt Weber nicht daran, dass Aust ermordet wurde. Doch ihm sind die Hände gebunden.   Zeitgleich regelt die alte Wirtin Mechthild Krause ihren Nachlass und wirft dabei viele Fragen bei den Schindlers auf. Was geschah wirklich vor 29 Jahren und was hat das alles mit dem damaligen Papstbesuch zu tun?   Bei dem zweiten Band mit Kriminaloberrat a.D. Ferdinand Weber bilden sich gleich zu Beginn viele verschiedene Handlungsstränge. Die Autorin greift viele reale Gegebenheiten und Ereignisse auf, die sich geschickt in die Handlung einbaut und sie damit unterfüttert. So erfährt man nebenbei noch etwas über Speyer und seine Geschichte. Die Handlung dagegen ist sehr durcheinander. Man ist als Leser immer ein wenig am Sortieren, versucht Zusammenhänge zu erkennen und möchte Ferdinand Weber bei seinen Ermittlungen unterstützen. Denn dieser hat es nicht gerade leicht. Zwar hat er einen Freund bei den aktiven Polizisten, doch wird dieser von seinem Vorgesetzten ausgebremst und sogar der Kontakt zu Weber untersagt.   Die Protagonisten sind der Autorin wieder sehr gut gelungen. Jeder hat seinen eigenen, ihm typischen Charakter, und auch ihre Sorgen, Probleme und Nöte werden gut gezeichnet, so dass man sich zum einen die Personen bildhaft vorstellen und zeitgleich ihnen auch nachfühlen kann.   Bei dem Krimi handelt es sich zwar nicht um einen Hochspannungskrimi, doch ist es schwierig, ihn zur Seite zu legen, da man das Geflecht, welches die Autorin gleich auf den ersten Seiten aufgebaut hat, gerne durchdringen und vor allem lösen möchte. Man erstellt seine eigenen Theorien während des Lesens, verwirft diese wieder, baut neue auf und ist so die ganze Zeit mit dem Buch und seiner Geschichte beschäftigt.   Fazit: Ein toller Regionalkrimi, der den Leser zum mitdenken auffordert, ihn bei einer Leseunterbrechung dennoch weiter beschäftigt und so nicht so schnell in Ruhe lassen wird, bis wirklich jede offene Frage geklärt ist. Ich hoffe sehr auf ein baldiges Wiedersehen mit Ferdinand Weber.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931

    kubine

    01. December 2016 um 17:57
  • Solider Krimi mit mehreren Wendungen

    Speyerer Geheimnisse

    hundeliebhaber

    22. November 2016 um 21:31

    Die Reithalle in Speyer soll abgerissen werden. Das befürworten jedoch nicht alle Einwohner. So auch Ingeborg Schindler, die eine Bürgerinitiative gegen den Abriss in's Leben gerufen hat. Der pensionierte Kriminaloberrat a.D. Ferdinand Weber nimmt an einer Versammlung der Bürgerinitiative teil, bei der er Herrn Aust kennenlernt. Dieser entgeht während der Demonstration nur knapp einem Autounfall. Als Aust wenige Tage später tödlich verunglückt, beginnt Ferdinand Weber zu ermitteln und stößt auf den Papstbesuch in Speyer 1987 und einen Suizid, der an jenem Tag verübt wurde.Kerstin Lange hat in "Speyerer Geheimnisse" einen schönen Handlungsrahmen gewählt. Der Papstbesuch 1987 scheint für die Speyerer ein bedeutsamer Tag gewesen zu sein, der noch immer in Erinnerung ist und bietet sich so ideal als markanten Tag, an dem sich Maria Selbach das Leben nahm. Dass dieses Ereignis, in das merhere Menschen verwickelt sind, mit einem Postkartenmotiv wieder in Erinnerung gerufen wird, lässt viel Spielraum für Ermittlungen in diverse Richtungen und vor allem Spekulationen beim Leser.Der Lokalkolorit wird sowohl in Straßennamen als auch Gebäudebeschreibungen sichtbar, was eine familiäre Atmosphäre schafft. Während des Lesens hatte ich das Gefühl, ebenfalls die Maximilianstraße entlang zu laufen, obwohl ich noch nie in Speyer war.Die Balance zwischen Ermittlungen und Privatleben Ferdinands ist recht gut getroffen. Positiv zeigt sich hier, dass seine Erinnerungen und Bekannten nützlich für die Ermittlungen sind, sodass hier das eine mit dem anderen verbunden wird. Kerstin Lange pflegt einen lockeren Schreibstil, der den Kriminalroman sehr angenehm lesen lässt.Obwohl die einzelnen Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften der einzelnen Personen in den beschriebenen Szenen deutlich wurden, hatte ich von keinem ein Bild vor Augen. Das hat dem Nachvollzug und der Spekulation allerdings keinen Abbruch getan.Raum für Spekulation gibt Kerstin Lange dem Leser allemal. Sie legt Spuren aus, denen man vertrauensvoll folgt, das Geschehen weiterspinnt, Thesen aufstellt, um dann festzustellen, dass es doch ganz anders war.Während die Handlung im überwiegenden Teil des Buches so vor sich hin lief und ein recht detailliertes Bild von Speyer gezeichnet wurde, nahm sie auf den letzten Seiten ordentlich Fahrt auf und bescherte so ein überraschendes und spannendes Finale, dessen Auflösung vollkommen schlüssig und in gewissen Dingen hervorsehbar ist. Die genauen Zusammenhänge allerdings kennt der Leser erst auf der letzten Seite.

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  • Leserunde zu "Speyerer Geheimnisse" von Kerstin Lange

    Speyerer Geheimnisse

    Kerstin-Lange

    Ich lade herzlich zur Leserunde ein! Der Emons Verlag stellt 15 "Speyerer Geheimnisse" zur Verfügung. Der zweite Fall für den ehemaligen Kriminaloberrat Ferdinand Weber führt ihn in die jüngste Vergangenheit Speyers.Die geschichtsträchtige Reithalle im Speyerer Quartier Normand soll abgerissen werden, doch einige Bürger wehren sich entschlossen dagegen. Als einer von ihnen Opfer eines Unfalls mit Fahrerflucht wird, übernimmt Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber die Ermittlungen – und entdeckt einen Zusammenhang mit einem Suizid vor neunundzwanzig Jahren. Je tiefer Weber gräbt, desto näher kommt er selbst dem Tod.

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    • 300

    zessi79

    18. November 2016 um 13:22
    ChattysBuecherblog schreibt Ich muss wohl den Papstbesuch 1987 komplett verdrängt haben. Okay, ist nun auch schon ein paar Winter her, aber irgendwie aber ich das so gar nicht mehr im Gedächtnis. Und da, obwohl wir doch gar ...

    So wie dir, geht es mir auch. Auch ich wohne ja nicht weit weg von Speyer, aber ich habe erst durch das Buch erfahren, dass der Papst in Speyer war. Ich war damals zwar auch noch nicht mal 10 ...

  • Mein Leseeindruck

    Speyerer Geheimnisse

    ChattysBuecherblog

    17. November 2016 um 07:38

    Da mir der erste Band leider nur mittelmäßig gefallen hat, wollte ich dem Nachfolgeband bzw. dem Ermittler auf jeden Fall noch eine Chance geben.  Auch dieses Mal muss sich der pensionierte Kriminaloberrat Ferdinand Weber wieder beweisen. Aber zuvor hatte ich das Gefühl, mich beweisen zu müssen. Scheinbar unendlich viele Aufzählungen von Straßennamen, säumen den Krimi, beinahe wie eine Stadtkarte oder die Tour mit einem Fremdenführer. Schwerdstrasse, Hildgardstrasse, Kreuztorstrasse, Friedensstrasse, Diakonissenstrasse, Am Feuerbachpark, Rulandstrasse, Franz-Schöberl-Straße, Paul-Egell-Strasse. All diese Straßennamen waren in einem Satz (Seite 17) Das finde ich doch ganz schön viel, zumal es sich bei dem Buch um einen Krimi und nicht keiner Touristenkarte handelt. Aber es geht noch weiter, in dem auch noch einige Lokalitäten aufgezählt werden. Hier spare ich mir jedoch die Aufzählung. (zu finden Seite 31) Nach all diesen Namen hatte ich den Faden zur kriminalistische Handlung verloren. Nochmal anfangen? Nein, denn dann würde ja das Gleiche nochmal passieren. Also einfach weiterlesen, wird schon passen. Die bereits erwähnten Unliebsamkeiten außer Acht gelassen, erwartete mich ein spannender und unterhaltsamer Krimi mit rasanten Wendungen. Die Autor versteht es geschickt, immer wieder neue Details einzubauen, die den Leser dennoch auf die falsche Fährte lockt. Kaum war ich mir sicher, den Täter entlarvt zu haben, kam eine Wendung, die all meine Gedanken wieder zunichte machte. Sehr interessant fand ich, wie der Papstbesuch die komplette Stadt durcheinander brachte. Alles konzentrierte sich nur noch auf dieses Ereignis. Leider kann ich mich so gar nicht mehr daran erinnern, obwohl Speyer gar nicht so weit entfernt ist. Schön, dass die Autorin gerade dieses Ereignis als Zeitzeuge gewählt hat. Da mir der Protagonist, Ferdinand Weber, bereits aus dem ersten Band bekannt ist, konnte ich keine weitere Entwicklung der Rolle feststellen. Er scheint seinem Stil treu zu bleiben, was ihn auch ein stückweit sympathisch macht.  Ich bin froh, ihm noch eine Chance gegeben zu haben. Fazit: Ein wenig anspruchsvoller Krimi, der auf ca. 256 Seiten eine Menge Lokalkolorit bietet. Der Preis von 10,90 € liegt meines Erachtens schon etwas über der Erwartung, jedoch wird der ortskundige Leser diesen Krimi lieben.  

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  • Speyerer Geheimnisse

    Speyerer Geheimnisse

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. November 2016 um 09:10

    Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber nimmt an einer Demonstration zum Erhalt der Reithalle im Speyerer Quartier Normand teil. Geführt wird diese Demonstration von Ingeborg Schindler, eine angesehene Unternehmerin mit politischen Ambitionen. Schnell wird dem Leser deutlich, dass Frau Schindler nicht aus Nächstenliebe handelt, sondern für den Erhalt der Reithalle aus ganz persönlichen Gründen kämpft. Ferdinand Weber lernt auf der Demonstration Clement Aust kennen, einen ehemaligen französischen Soldaten, der auf dem Rückweg der Demonstration fast überfahren wird, hätte Weber ihn nicht durch seinen spontanen Griff davor bewahrt, vor ein Auto zu fallen. Aust ist davon überzeugt, dass ihn jemand gestoßen hat. Er macht eine Aussage bei der Polizei, die ihn aber nicht ernst nimmt. Denn kurz vor diesem Ereignis, bekam Aust eine Postkarte mit dem Konterfei des Papstes, der darauf im Jahre 1987 Speyer besucht hatte. Am gleichen Tag hatte sich eine junge Frau vor einen Zug geworfen, was damals schnell als Selbstmord behandelt wurde. Als er Tage später tatsächlich überfahren wird, will Weber der Sache nachgehen. Denn auch er hat eine Postkarte mit dem Besuch des Papstes 1987 in Speyer bekommen. Der Leiter der Krimalpolizei, Harald Maulbeer, ist nicht davon begeistert, dass Ferdinand Weber auf eigene Faust ermittelt. Er verbietet seinen Mitarbeitern sogar, mit Weber zu sprechen oder ihm Informationen diesen Fall betreffend herauszugeben. Weber bringt sich durch seine Ermittlungen schnell selber in große Gefahr. Kerstin Lange gelingt es, durch einen ausgesprochen tollen Sprachstil, den Leser zu fesseln. Der Krimi wechselt von ruhigen Phasen schnell in spannende Leseabschnitte. Ferdinand Weber ist einem sofort sympathisch, während man bei Ingeborg Schindler sowie auch Harald Maulbeer wegen negativer Charaktere gleich eine große Antipathie aufbaut. Mechthild Krause, eine krebskranke Frau, die sich selbst um die Auflösung ihrer Wohnung und einen Platz in einem Hospiz kümmert, ist mir auch sehr ans Herz gewachsen. Wie sie mit allem umgeht, was zum einen ihre Krankheit, aber auch die Vergangenheit betraf, war sehr beeindruckend. Auch Julius Schindler, der Sohn von Ingeborg, fand ich sehr gut dargestellt. Geschickt und informativ wurden Speyerer Sehenswürdigkeiten mit in den Krimi eingebaut, was ich auch äußerst positiv fand. Ein Krimi, wie man ihn sich als Krimifan wünscht. Viele Informationen sowie auch private Details wurden erwähnt, was ich immer wichtig und hilfreich finde. Die Spannung zog sich nicht permanent durch den Krimi, aber durch den wunderbaren und einnehmenden Schreibstil war man trotzdem die ganze Zeit völlig gefesselt und wurde dann durch das überaus spannende und überraschende Ende nochmals belohnt. Viele falsche Fährten und Wendungen haben mich stets in die falsche Richtung meiner eigenen Ermittlungen gelotst und mich deshalb völlig überrascht und begeistert am Ende zurückgelassen.  

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  • spannend

    Speyerer Geheimnisse

    borgi

    06. November 2016 um 21:43

    Ausnahmsweise möchte ich mal ein paar Worte zum Erscheinungsbild äußern: Dieses Buch gefällt mir ausgesprochen gut! Die Regionalkrimis vom Emons Verlag finde ich optisch schon immer ansprechend, aber bei diesem hier ist alles gelungen. Die Farbkombination Weiß, Orange, Schwarz und Gold sieht top aus und die hervorgehobenen Buchstaben des Titels wirken wertig. Das abgebildete Motiv der Sonnenuhr am Altpörtel, einem Wahrzeichen von Speyer, ist absolut stimmig. Als Leser lernt man recht schnell die verschiedenen Personen kennen, die für den Verlauf wichtig sind. Für mich blieb es sehr lange unklar, wer der Täter ist und welche Zusammenhänge zu den jetzigen Ereignissen geführt hat. Da hat die Autorin einen guten Spannungsbogen gehalten und mehr als einmal gerät man als Leser in Sorge um die Hauptpersonen. Kerstin Lange baut in ihrem zweiten Krimi in Speyer auf die Vorgeschichte auf, und obwohl ich diese nicht kenne, waren Ferdinand Weber, seine Bekannte Jeannette, der Polizist Christian Hamacher und ihre Beziehungen zueinander gut nachzuvollziehen. Raffiniert fand ich, diesen Fall an einem historischen Tag für Speyer festzumachen. Diesen Papstbesuch 1987 gab es tatsächlich und die Autorin sucht sich passende Zusammenhänge, um darauf ihren Kriminalfall im Hier und Jetzt zu gestalten. Passend zu einem Regionalkrimi nutzt Kerstin Lange Speyer als Kulisse, in der sich ihre Protagonisten durch Straßen und Örtlichkeiten bewegen. Auch das Umfeld von Speyer bis hin zur Nähe zum Elsass wird thematisiert. Insgesamt hat mir dieser Regionalkrimi sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig, die Personen gut beschrieben und die Spannung hält bis zum Schluss.

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  • Abgründe in Speyer

    Speyerer Geheimnisse

    Bibliomarie

    31. October 2016 um 22:24

    Der pensionierte Kriminalrat Ferdinand Weber nimmt an einer Demonstration zum Erhalt der historischen Reithalle im Quartier Normand teil. Federführend ist Ingeborg Schindler, eine Industriellengattin mit vielen Verbindungen und Ambitionen, die sich die Bewahrung des historischen Baus auf die Fahnen geschrieben hat. Bei der Demo lernt Weber Clèment Aust kennen, einen ehemaligen französischen Soldaten, der in Speyer geblieben ist und am Ende der Demonstration nur durch einen beherzten Griff von Weber vor einem Sturz vor ein Auto bewahrt wurde. Aust ist sich aber sicher, dass er gestoßen wurde.Als Aust einige Tage später tatsächlich überfahren wird und stirbt, ist Weber skeptisch und hält einen vorsätzlichen Anschlag für möglich, ganz im Gegensatz zu aktiven Polizei, die ihn abwimmelt. Ein pensionierter Beamter, der halt nicht loslassen kann und sich langweilt, so stellt Polizeichef Maulbeer fest und verbietet seinen Mitarbeitern mit Weber Kontakt zu halten. Was Weber aber nicht abhält, weiter in der Sache zu ermitteln.Die Konstellation – pensionierter Kriminalist gegen aktive Dienststelle – hat mir gut gefallen. Die Verwicklungen und Verdächtigungen, die sie dadurch ergeben, geben dem Buch einen eigenen Reiz. So auch der Loyalitätskonflikt der ehemaligen Kollegen, die sehr menschlich geschildert sind. Aber ganz besonders gut fand ich den historischen Hintergrund des Kriminalromans. Der Kampf um die historischen Bauten und die Aufklärung des Todesfalls – auch die Polizei muss allmählich erkennen, dass Weber richtig lag – haben eine Schnittstelle und das fand ich sehr spannend inszeniert. Wie ein roter Faden zieht sich der Papstbesuch 1987 in Speyer durch die Handlung. Der pensionierte Weber, der jede menschliche Schwäche kennt und sich nicht beirren lässt, ist eine durch und durch gelungene Figur. Mir gefielen auch die Dialoge, sie lassen die Figuren sehr lebensecht werden und passen zu den einzelnen Charakteren.Ein vielschichtiger und spannender Krimi mit einem sympathischen Ermittler. Ich hoffe Ferdinand Weber findet noch viele Rätsel, die er lösen kann.    

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    • 2
  • ...lebt von den umfassend gestalteten Charakteren

    Speyerer Geheimnisse

    romi89

    31. October 2016 um 12:05

    Der sympathische Kriminaloberrat Ferdinand Weber ermittelt wieder!"Die geschichtsträchtige Reithalle im Speyerer Quartier Normand soll abgerissen werden, doch einige Bürger wehren sich entschlossen dagegen. Als einer von ihnen Opfer eines Unfalls mit Fahrerfl ucht wird, übernimmt Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber die Ermittlungen – und entdeckt einen Zusammenhang mit einem Suizid vor neunundzwanzig Jahren. Je tiefer Weber gräbt, desto näher kommt er selbst dem Tod..." - so heißt es im Klappentext. Die Diskussion um den Abriss der Speyerer Reithalle aufgreifend hat Kerstin Lange einen hochspannenden Krimi verfasst, den man nicht mehr aus der Hand legen kann...Die Charaktere werden dem Leser sofort sympatisch oder auch sofort unsympathisch, da sie und ihre Handlungen mit viel Geschick beschrieben werden. Man merkt sofort, wer dunkle Geheimnisse verbirgt - aber kann diese bis zum Schluss nicht greifen! Das macht diesen Kriminalroman so einzigartig!Auch durch die Kürze der Kapitel nimmt die Story immer mehr Fahrt auf.Speyer-Kennern gelingt es zudem sehr gut die Geschehnisse auch im Stadtbild genau zu verorten, was für diese nochmals mehr persönlichen Bezug und ein Plus an Spannung schafft, da die Handlungsorte genau gekennzeichnet sind.Leser, die Speyer nicht kennen, werden geschickt ganz nebenbei neugierig auf die Stadt gemacht!Ein gelungener Krimi,bravo!

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    • 3
  • Die Vergangenheit ruht nie

    Speyerer Geheimnisse

    Anneja

    30. October 2016 um 16:23

    Vorab möchte ich mich bei Kerstin lange und beim Emons Verlag für das Leseexemplar bedanken.Geheimnisse, die Vergangenheit und ein aktueller Todesfall, ein guter Mix für eine spannende Geschichte. Es sei jedoch geraten, vorab den ersten Teil gelesen zu haben, da viele Andeutungen zu jenen gemacht werden.Wir erleben die Geschichte aus der Sicht mehrerer Personen, genau genommen aus der von Ferdinand Weber, welcher mittlerweile in Rente ist, seiner Freundin Jeannette, der Familie Schindler , Christian Hamacher und aus der von Mechthild Krause, welche ehemals eine Kneipe hatte.Das Spiel aller lässt sich leicht verfolgen und auch die Wechsel sind sehr gut gelungen. Die Hauptgeschichte dreht sich um eigentlich viele Sachen die im Laufe der Geschichte immer mehr Verbindungen zu einander bekommen. Denn gerade eine alte, geschlossene Kneipe und eine Reithalle, die abgerissen werden soll sind die Hauptthemen um die sich die Geschichte dreht. Wer den Vorgänger kennt, kennt auch in etwa das Aussehen der Hauptcharaktere. Allerdings hätte ich mir doch gewünscht, das man die spezifischen Merkmale der Personen öfter benennt. Denn gerade wenn das lesen des letzten Buches etwas her ist, ist dies doch sehr hilfreich um wieder hinein zu kommen. Es gab nur wenige Charaktere die mich nicht überzeugen konnten, dazu gehört zum einen Jean-Luc der 30 Jahre vorher in Speyer, als Soldat, stationiert war. Ich empfand einfach kein Mitleid für ihn, was mir hoffentlich niemand böse nimmt. Interessanter war dann doch das Leben von Mechthild Krause , die mit ihrer Offenheit und Wärme punkten konnte. Die Geschichte von Maria, die bei Frau Krause arbeitete und deren Selbstmord bis in die Gegenwart Fragen offen lässt verlieh der Geschichte tatsächlich etwas geheimnisvolles.Ich fand es zudem sehr interessant wie es auf einem Revier abläuft und wie die Polizisten ihre Arbeit betrachten. Dies wird zwar nicht sonderlich positiv dargestellt, allerdings kann ich mir dies bei dem Druck der auf jedem Polizisten liegt, gut vorstellen. Beeindruckend war auch die Sicht von Lokführern die einen Selbstmord erlebt haben. Denn wenn wir dieses Thema hören, denken wir zuerst an den Selbstmörder, jedoch nicht an den Fahrer des Zuges. Schuldgefühle, Ängste und Depressionen , lassen jene meist monatelang oder sogar für immer arbeitsunfähig bleiben. Gerade ein Satz schockte mich sehr.Auf jeden Zugführer kommen 3 Selbstmorde. Einen auszuhalten ist schon ein Kraftakt, aber 3 mal zu erleben wie sich ein Mensch unter die Räder seines Zug wirft, ist nicht mehr vereinbar mit der Seele. Mich ließ es nachdenken.Allgemein gefiel mir das Buch sehr gut. Das Ende überraschte mich sehr, da ich den wahren Täter nicht kommen sah. Gerade dies schätze ich sehr an Kriminalromanen. Das Thema Freundschaft spielt gerade in diesem Teil eine große Rolle, da wir erleben können wie schwer es sein kann zwischen 2 Seiten die Richtige zu wählen. Ich werde mir zu gegebener Zeit auch die restlichen Romane der Autorin zulegen, da mir der Schreibstil und die Schreibweise sehr gut gefiel. Die Kapitel hatten eine gute Länge und waren spannend umschrieben. Es wäre nur schöner wenn die Charaktere mehr durch ihre Merkmale erkennbar wären.Ansonsten sehr zu empfehlen.

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    • 2
  • Fesselnder Regionalkrimi

    Speyerer Geheimnisse

    esposa1969

    29. October 2016 um 16:05

    Klappentext:Die geschichtsträchtige Reithalle im Speyerer Quartier Normand soll abgerissen werden, doch einige Bürger wehren sich entschlossen dagegen. Als einer von ihnen Opfer eines Unfalls mit Fahrerflucht wird, übernimmt Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber die Ermittlungen – und entdeckt einen Zusammenhang mit einem Suizid vor neunundzwanzig Jahren. Je tiefer Weber gräbt, desto näher kommt er selbst dem Tod . .Leseeindruck:Mit "Speyerer Geheimnisse" liegt uns ein fesselnder Regionalkrimi der Autorin Kerstin Lange vor.Wir lernen zu Beginn der Handlung den ehemaligen Kriminaloberat Ferdinand Weber kennen, den der Verlust seiner Frau Louise sehr schmerzt und er sie ebenso schmerzlich vermisst. Dann liest er in der Tageszeitung bom Abriss der Reithalle und er ist sogleich ein Gegner davon, möchte an der Demonstration dagegen teilnehmen. Dann ein weiterer Handlungsstrang in der wir Clément Aust kennenlernen, der auf den Postboten wartet. Auch er trauert um seine Frau, aber anders, denn Katharina ist nicht tot, sondern hat ihn verlassen, da er zu lieb ist und dann einen obskuren Brief erhält. Die Nachricht ist sehr geheimnisvoll. Bald darauf entgeht Aust nur knapp einen Anschlag und nochmals bald darauf erwischt es ihn dann tatsächlich und er stirbt. Wer hatte ihn im Visir? Und warum? Und was hat es mit den ominösen Nachrichten aufsich? Ein spannender Krimi mit ausgeprägtem Lokalkolorit, der mir besonders gefiel, da ich nur wenige Minuten von Speyer entfernt wohne und dort oft auch einkaufen bin. Die Handlung selbst ist logisch aufgebaut, sehr packend und eine Nebenhandlung, die der sterbenskranken Mechthild Krause, hat mich tief berührt.Die 41 angenehm kurzen und kurzweiligen Kapitel verteilen sich auf 252 Seiten und lasen sich im Fluge.Das Cover finde insgesamt stimmig. Passend zum Regionalkrimi: Die Turmuhr des Altpörtel. Das Altpörtel war das westliche Stadttor der Stadt Speyer. Mich interessierte mehr der Titel, da ich eben unweit von Speyer wohne und dort oft weile.@ esposa1969

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    • 3
  • Geheimnisse der Vergangenheit

    Speyerer Geheimnisse

    mabuerele

    24. October 2016 um 20:51

    „...Es fühlt sich an, als wäre ich Teilnehmer eines Spiels, bei dem ich weder die Mitspieler noch die Regeln kenne...“ Der Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber liest in der Zeitung, dass die Reithalle in Speyer abgerissen werden soll. Er nimmt an der von Frau Ingeborg Schindler organisierten Demonstration zur Erhaltung der Reithalle teil. Dort lernt er Clèment Aust kennen. Der ehemalige französische Soldat ist nach Abzug der Armee in Speyer geblieben. Nach Ende der Demo wird Aust beinahe von einem Auto überfahren. Die Polizei nimmt seine Aussage nicht für voll. Wenige Zage später stirbt er bei einem Autounfall mit Fahrerflucht. Die Autorin hat einen abwechslungsreichen Krimi geschrieben, der sich flott lesen lässt. Die Geschichte schlägt einen Bogen ins Jahr 1987. In diesem Jahr hat Papst Johannes II. Speyer besucht. Ferdinand Weber war für die Absicherung zuständig. Während des Papstbesuches hat sich eine junge Frau vor den Zug geworfen. Nun erhalten sowohl Aust als auch Weber eine Karte mit dem Konterfei des Papstes und einem mysteriösen Spruch. Der Schriftstil des Buches ist variabel gestaltet. Neben ruhigen Phasen gibt es spannende Szenen. Orte und Personen werden ausreichend beschrieben. Gut ausgearbeitete Dialoge bringen die Handlung voran. Obiges Zitat äußert Aust, als er sich mit Ferdinand über die Karten unterhält. Unangenehm fällt Harald Maulbeer, Leiter der Kriminalpolizei, auf. Er verbietet sich jegliche Einmischung von außen, nimmt die Anzeichen einer Bedrohung nicht ernst und setzt seine Mitarbeiter unter Druck. Christian Hamacher ist mit Ferdinand befreundet. Was er kann und ist, hat er diesem zu verdanken. Seine schwierige Lage wird anschaulich dargestellt. Einerseits achtet er auf die kleinsten Hinweise von Maulbeer, denn der entscheidet über seine Karriere, andererseits möchte er die Freundschaft mit Ferdinand nicht aufs Spiel setzen. Die Autorin versteht es, mich in die psychischen Tiefen ihrer Protagonisten blicken zu lassen. Ferdinand ist innerlich traurig darüber, als er Christians Lancieren mitbekommt. Andererseits möchte er wissen, was die Karten bedeuten und wer Aust ermordet hat. Gleichzeitig sind aus dem Jahre 1987 eine Reihe von Fragen offen, die Ferdinand ebenfalls keine Ruhe lassen. Also aktiviert er alte Kontakte und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Zu den sprachlichen und emotionalen Höhepunkten gehört das Gespräch mit dem ehemaligen Zugführer Martin Mommsen und seinen Sohn. Der tödliche Unfall hat das Leben des Zugführers für immer verändert. Das Cover mit der besonderen Uhr von Speyer passt. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie ist vielschichtig aufgebaut und logisch konsequent zu Ende geführt.

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    • 6
  • Noch fünf Sterne für Webers zweiten Fall im schönen Speyer

    Speyerer Geheimnisse

    Antek

    24. October 2016 um 18:15

    Dies ist bereits der zweite Fall für den ehemaligen Kriminaloberrat Ferdinand Weber, der mir mit seiner warmherzigen Art äußerst sympathisch ist, und ich habe mich deshalb sehr auf "Speyerer Geheimnisse" gefreut. Wie im realen Leben der Speyrer auch, soll auch hier im Krimi die geschichtsträchtige Reithalle im Speyerer Quartier Normand abgerissen werden. Ganz besonders vehement gegen diese Pläne setzt sich die Unternehmerin Ingeborg Schindler ein. Die von ihr gegründete Bürgerinitiative findet, trotzdem sie eine eiskalte Geschäftsfrau ist, zahlreiche Anhänger, so auch Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber. Dieser schließt sich der ersten friedlichen Demonstration an und lernt dort Herrn Aust kennen. Dieser kann von Glück sagen,  denn nur wenig später entgeht er dank Webers beherztem Eingreifen einem schweren Verkehrsunfall. Aber nicht nur das gemeinsame Engagement für den Erhalt der Reithalle verbindet die beiden Männer, sondern auch die Tatsache, dass beide ominöse Postkarten erhalten haben, die an ein längst vergangenes Ereignis erinnern. Als Aust wenig später tatsächlich Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls wird, ist Webers Interesse mehr als geweckt. Er beginnt mit seinen Nachforschungen und gerät damit schneller in Gefahr als ihm lieb sein kann. "Speyerer Geheimnisse"  ist ein spannender Ermittlerkrimi, der einen zwar nicht vor Hochspannung bibbern lässt, aber dennoch ans Buch fesselt. Man ist bei Webers Erkundungstouren mit dabei und erfährt auch das, was er von seinem ehemaligen Kollegen Hamacher erfährt, der aber dieses Mal nicht alles verrät und daher einige Entdeckungen auch etwas überraschend kommen. Man kann als Leser rätseln und viele Vermutungen anstellen, da geschickt mögliche Tatverdächtige präsentiert werden und falsche Spuren gelegt werden. Richtig überraschen konnte mich die Autorin mit der finalen Auflösung. Der Schreibstil von Kerstin Lange liest sich locker, leicht und angenehm. Die relativ kurzen Kapitel finde ich gut, verschaffen sie doch zusätzlich Fahrt. Besonders gefällt mir auch der Umgangston, der bei Webers Dialogen herrscht und von Respekt und Achtung des Gegenübers geprägt ist. Die Charaktere sind wirklich toll dargestellt. Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber ist mir ja im ersten Teil schon ans Herz gewachsen, weil er so wacker gegen das Alleinsein kämpft und er mich mit seinen Gedanken an seine verstorbene Frau Louise des Öfteren richtig gerührt hat. Gut hat mir auch wieder die Freundschaft zu der jungen Buchhändlerin gefallen. Deren Verhältnis ist von gegenseitigem Respekt, aber auch von Vertrauen geprägt und ich glaube es tut nicht nur Weber, sondern auch der zurückhaltenden, aber cleveren Jeannette richtig gut. Sein ehemaliger Kollege und eigentlich auch Freund Hamacher steckt dieses Mal in einem gehörigen Gewissenskonflikt. Beförderung oder Informationen mit Weber teilen und sich dadurch den Aufstieg vielleicht vermasseln? Richtig gelungen gezeichnet ist Mechthild Krause, die schwer krebskrank tapfer ihrem Tod entgegen geht, und super sympathisch fand ich Julius Schindler, den Entrümpler ihrer Wohnung, der sich selbst treu bleibt, auch wenn er bestimmt nicht viel zu lachen hatte in seinem Leben. Antipathien zogen die prestigesüchtige und geldregierte Unternehmerin Ingeborg Schindler und auch Hamachers Chef Maulbeer auf sich. Aber auch alle anderen kleinen Nebenrollen sind toll besetzt. Weber ist ein Genießer und so geht er im Moment seiner Leidenschaft für guten Sherry nach. Damit kann er mich nicht so locken, dafür mit leckerem Zwiebelkuchen oder Käseplatten, zusammengestellt direkt aus dem benachbarten Frankreich. Da hatte ich nicht nur einmal einen wässrigen Mund. Speyrer werden sich in diesem Krimi regelrecht wiederfinden und wenn ich die Stadt jetzt dann unbedingt einmal besuchen muss, kenne ich mich auch schon ein wenig aus. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten werden geschickt in die Geschehnisse eingebunden und teilweise kurz beschrieben. So weiß ich jetzt z.B. sogar wie ich die berühmte Uhr am Altpörtel zu lesen habe. Der Papstbesuch im Jahr 1987, an den sich bestimmt noch viele Bewohner erinnern, ist ebenfalls ein Thema wie der Reithallenabriss, der die Bürger aktuell auch im realen Leben beschäftigt. Alles in allem ein gelungener Regionalkrimi, der mit einem äußerst sympathischen Ermittler spannend unterhält und deshalb noch fünf Sterne bekommt.

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  • Geheimnisse werden gelüftet

    Speyerer Geheimnisse

    Ladybella911

    20. October 2016 um 15:42

    Zum Inhalt:Die geschichtsträchtige Reithalle im Speyerer Quartier Normand soll abgerissen werden, doch einige Bürger wehren sich entschlossen dagegen. Als einer von ihnen Opfer eines Unfalls mit Fahrerfl ucht wird, übernimmt Kriminaloberrat a. D. Ferdinand Weber die Ermittlungen – und entdeckt einen Zusammenhang mit einem Suizid vor neunundzwanzig Jahren. Je tiefer Weber gräbt, desto näher kommt er selbst dem Tod........ Ein interessanter Krimi rund um die schöne Domstadt Speyer, der immer wieder sehr informative Details über die Stadt selbst liefert. Ferdinand Weber ist ein sympathischer ehemaliger Ermittler der wider Willen in einen neuen Fall hineingezogen wird. Auslöser sind mysteriöse Postkarten, die sowohl er als auch andere Speyerer Bürger erhalten. Postkarten mit dem Bild des Papstbesuches von Johannes Paul II im Jahre 1987. Was es damit wohl auf sich hat ? Als auf einen der Beteiligten ein Anschlag verübt wird, ja er sogar ermordet wird und als man dann noch die Postkartenschreiberin tot auffindet eskaliert das Ganze, und es werden offizielle Ermittlungen eingeleitet, in die auch eine angesehene Familie, die des Bauunternehmers Schindler, hineingezogen wird. Was hat diese denn mit den Ereignissen zu tun und welches Geheimnis umgibt sie? Spannende Geheimnisse werden gelüftet und am Ende ist doch jemand ganz anderer als von mir vermutet, der Täter. Die Autorin hat einen Schreibstil der mir sehr gut gefallen hat, locker und leicht begleitet sie uns durch die Geschichte. Ferdinand ist ein sehr sympathischer Charakter, den dieser Fall aus einer Melancholie, in die er wegen des Todes seiner geliebten Frau gefallen ist, wieder herausholt. Auch die anderen Charaktere der Handlung haben mich überzeugt.  Ein Regionalkrimi, der mir auch wegen seines Bezuges zur Domstadt Speyer und die dazugehörigen Detailbeschreibungen gefallen hat. Für mich eine lesenswerte Geschichte.

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  • Speyerer Geheimnisse – Komplex und vielschichtig

    Speyerer Geheimnisse

    Nicky_G

    20. October 2016 um 14:46

    Ein Speyerer Wahrzeichen, die Reithalle, soll abgerissen werden. Einige Bürger sind dagegen und demonstrieren. Dabei wird ein Teilnehmer fast von einem Auto erfasst. Er behauptet, er wäre gestoßen worden, was Ferdinand Webe, der gerade noch eingreifen konnte, stutzig macht. Als dieser Teilnehmer tatsächlich bei einem Autounfall mit Fahrerflucht ums Leben kommt, ist sein kriminalistischer Spürsinn gefragt, der nicht nur ihn in Gefahr bringen wird. Das Lokalkolorit ist sehr ausgeprägt. Nicht nur spielt ein Datum der Vergangenheit ein große Rolle, sondern auch berühmte Sehenswürdigkeiten werden geschickt in die Geschehnisse eingebunden und teilweise kurz beschrieben, so dass man auch als Speyerer Nichtkenner einen schönen Überblick über die Stadt erhält. Die Hintergrundhandlung des Reithallenabrisses ist ein sehr aktuelles Thema, das die Bürger Speyers bewegt. Die Charaktere sind ausgefeilt beschrieben, auch wenn manche ein wenig zu sehr in eine Ecke gedrängt werden wie zum Beispiel die toughe Geschäftsfrau Ingeborg, die nun in die Lokalpolitik verdrängen möchte. Dennoch entsteht eine umfangreiche Sammlung möglicher Täter mit verschiedenen Motiven, die einen als Leser auf Trab halten. Auch werden nicht unmittelbar alle Fragen beantwortet, so dass man während des gesamten Buches aufpassen muss und kombinieren kann, denn nur langsam fügen sich die Puzzlesteine zusammen. Über kleine Logiklücken kann man dabei hinwegsehen. Auf den letzten Seiten wird es richtig spannend, die Ereignisse überschlagen sich förmlich. Die letzten Fragen werden geklärt, auch wenn ich mich manchmal in meinen eigenen Gedankensprüngen verwirrt habe, weil es mir zuweilen vorkam, als hätte ein Zwischenschritt oder eine Erklärung gefehlt. Aber alles in allem ein komplexer und vielschichtiger Krimi, der spannend und kurzweilig erzählt ist mit viel Leidenschaft für Speyer.

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