Kerstin Merkel INZANI - Die Macht des Bandes

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Inhaltsangabe zu „INZANI - Die Macht des Bandes“ von Kerstin Merkel

"SEHT EUCH ALS ÜBERLEBENDE!" Heermeister Kian Dogul ist ein Inzani – ein Geächteter. Dennoch hat ihn die Streitmacht seines Landes zum Anführer gewählt. Auf Befehl des Königs wird er in den schneebedeckten Norden entsandt, um die Heilerin Alia in die Hauptstadt zu eskortieren. Diese Reise ist der Beginn ihrer unmöglichen Liebe. Eine Verbindung, von deren Stärke beide lange nichts ahnen. Im Palast betraut der König Alia mit der Behandlung mysteriöser Kranker. Er verpflichtet sie zur Geheimhaltung, aber Alia erkennt sofort, dass es für diese Männer keine Heilung geben kann. Sie sind Opfer eines übermächtigen Feindes geworden, der grausam und unerbittlich näher rückt. Eine geheimnisvolle Suche nach Parallelen aus alter Vergangenheit beginnt und endet mit einer schrecklichen Gewissheit: Es gibt keine Waffe, die diese todbringende Macht aufhalten kann. Nur einer kann sich ihr stellen, ein Inzani … ... MIT DER MACHT DES BANDES.

Schönes Buch, dass zum Nachdenken anregt;)

— Nicolette88

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  • Bei den Monden...! Faszinierende, intelligente und komplexe High-Fantasy!

    INZANI - Die Macht des Bandes

    Floh

    Die deutsche Autorin Kerstin Merkel entführt die Leser in ihrem über 840 (!!!) Seiten starken High-Fantasy Werk "Inzani – Die Macht des Bandes" in eine mit Magie, Fantasy, Krieg, Liebe, Rausch und Macht gespickte Welt atemberaubender Ländereien, Gaben, Fähigkeiten, Naturgewalten und Königreiche. Sollte es hier weitere Bände diesers unglaublichen Epos geben, so würde ich behaupten, dass nach Band 1 trotz aller Ausführlichkeit und Intensität gerade einmal die Oberfläche dieser sagenhaften Fantasywelt angekratzt wurde und wir dennoch mehr erfahren haben, als es zu Anfang für Möglich erschien. Autorin Kerstin Merkel hat eine gelungene, authentische, spannende und intelligente Mischung aus Verrat, Macht, Krieg, Hass, Magie und Liebe erschaffen. Ein Fantasy-Werk das höchstes Suchtpotential besitzt. Ich bin absolut begeistert von dem Können der Autorin und von dieser sagenhaften Geschichte, die auch nach 840 Seiten keineswegs ermüdend ist.Wow, hier darf man durch schneebedeckte, düstere, harmonische, naturverbundene und später auch beißend heiße und gleißende Welten schreiten, Kämpfe ausstehen und besiegen, mit Magie und Macht spielen und eine Welt beherrschen, die aus mehreren Ebenen, Hierarchien und Ländereien besteht! Ein Epos, eine Saga, die mit allererster Sahne und mit all seinen glorreichen Facetten glänzt und als Einzelband, sowie wünschenswert als Auftakt einer Reihe absolut überzeugen kann!Erschienen im CW Niemeyer Verlag (http://www.niemeyer-buch.de/)Klapptext/Inhalt:"Heermeister Kian Dogul ist ein Inzani – ein Geächteter. Dennoch hat ihn die Streitmacht seines Landes zum Anführer gewählt. Auf Befehl des Königs wird er in den schneebedeckten Norden entsandt, um die Heilerin Alia in die Hauptstadt zu eskortieren. Diese Reise ist der Beginn ihrer unmöglichen Liebe. Eine Verbindung, von deren Stärke beide lange nichts ahnen.Im Palast betraut der König Alia mit der Behandlung mysteriöser Kranker. Er verpflichtet sie zur Geheimhaltung, aber Alia erkennt sofort, dass es für diese Männer keine Heilung geben kann. Sie sind Opfer eines übermächtigen Feindes geworden, der grausam und unerbittlich näher rückt. Eine geheimnisvolle Suche nach Parallelen aus alter Vergangenheit beginnt und endet mit einer schrecklichen Gewissheit: Es gibt keine Waffe, die diese todbringende Macht aufhalten kann. Nur einer kann sich ihr stellen, ein Inzani …... mit der Macht des Bandes."Handlung:Der erste Heermeister des Königs Abran, der verhasste und geächtete Inzani Kian Dogul, soll mit seinen treuen Soldaten und Gefährten Ana, Evan, Mino und Roan eine Heilerin aus dem hohen Norden in das Königreich Abrans bringen. Der König verheimlicht die Anwesenheit und den kritischen Zustand mehrerer Soldaten, die nach den Feldzügen gen Süden mit unerklärlichen Symptomen und Verhalten zurückgekehrt sind. Die hiesigen Heiler des Königs sind überfragt und der König macht aus den verwundeten Soldaten ein Geheimnis. Abrans einzige Hoffnung liegt im Können der Heilerin Alienne aus dem Norden. Alienne, Alia, eine Schwester der Jidari Enklave. Kian macht sich mit seinen treuen Begleitern auf den Weg in das schneebedeckte und kalte Reich im Norden um die Heilerin Alienne zu holen. Ein Ritt von mehr als 40 Mondläufen Dauer. Schon das erste Zusammentreffen von Kian und Alienne ist ein ganz einschneidendes Erlebnis für beide. So wissen sie doch gegenseitig von der Andersartigkeit ihrer Personen. Kian, der geächtete Inzani, Alia die Jidari mit dem unmenschlichen Fähigkeiten. Alienne dient ab sofort dem König und kümmert sich um die verletzten Soldaten. Schnell erkennt Alia, wie sie eigentlich heißt, dass sie hier mit ihren heilerischen und alchemistischen Fähigkeiten nicht weiter kommt. Diese verletzen Soldaten fielen einem weit über 200 Jahresläufen herrschendem Feind zum Opfer. Der gleißende Feind aus dem kargen Süden, der nur ein Ziel hat: Den Einen zu töten. Koste es was es wolle. Alia weiß um die Gefahr des Heermeisters Kian Dogul. Beide müssen sich nun den Kampf gegen das Inzani-Gesetz stellen, gegen alle Befehle und Regeln des erbosten Königs, gegen die bisherigen Ansichten, gegen alle Widerstände und gegen die unbekannte und totbringende Gefahr im Süden, die immer näher ins Landesinnere rückt. Alia und Kian kämpfen nicht nur gegen den Feind, sie kämpfen für ihre Soldaten, ihre Armee, ihre Menschlichkeit und ganz besonders um ihre unmögliche Liebe…Ein Kampf voll bepackt mit Emotionen, Magie, Zärtlichkeit, Unerbitterlichkeit, Fähigkeiten, Missgunst, Gefahren, Tod, Abschied, Wiedersehen, Zuversicht, Zusammenhalt, Verbundenheit und innige Intensität. WOW…„Er sah, wie sie zwischen den Gebäuden verschwand, und nichts blieb von ihr zurück als das Echo ihrer Anwesenheit in seinen Armen.“ (Seite 16)Meinung:Dieses Fantasyerlebnis lässt sich mit großen Größen der Literatur- und Filmgeschichte vergleichen. Hier entsteht ein sagenhaftes Kopfkino beim Lesen, grandiose Kulissen, enormes Schauspiel, wilde Machenschaften, tödliche Gefahr aus Magie und übersinnlichen Kräften. Dieses Werk erfüllt den Fantasyliebhaber sogleich mit großer Begeisterung. Bei über 840 Seiten Geschichte, darf man sich auf Ausführlichkeit, Details, Intensität, Komplexität und Facette verlassen. Zwar gibt es auch einige sehr zähe Längen und Durststrecken, sowie sich wiederholende Emotionen und Gedanken um die innige Liebe und Verbundenheit der sich Liebenden zu unterstreichen, oder den Hass des Königs und einiger Fürsten zu unterstreichen, oder auch die Gefahr und das verheerende Ausmaß des Gleißens im Süden zu untermalen, aber im Grunde genommen möchte man keine einzige dieser intensiven und sehr detailreichen Beschreibungen und Ausführungen missen wollen. Jedes gelesene Wort, jedes Zitat, jede Emotion ist von großer Wichtigkeit und Bedeutung für das ausgeprägte und unheimlich intensive Lesegefühl. Man liebt, leidet und kämpft mit Kian und Alia. Die Autorin scheint unerschöpfliche Ideen, Impulse, Inspirationen und Facetten in ihrer Geschichte zum Besten zu geben. Eine gewachsene und sprudelnde Fantasyidee, die Kerstin Merkel nun mit ihrem Debüt "INZANI – Die Macht des Bandes" endlich an die Leser bringt, diese intensiv erreicht, begeistert und dicke Früchte und Lorbeeren erntet. Gelungen ist der Autorin die gekonnte Aufnahme und Umsetzung der Kulissen, sie bringt den Leser direkt an Ort und Stelle und lässt das Geschehen hautnah miterleben. „Die Macht des Bandes“ ist als Einzelband, oder vielleicht sogar als Auftakt einer noch weitgehenderen Welt, ein köstliche Aperitif zu einem runden, kompletten und in allen Gängen fein komponierten und aufeinander abgestimmtem Menü. Ein Menü in Literaturform der ganz besonderen Sorte. Für jeden Fantasy- und Genreliebhaber wird sich hier eine Welt offenbaren, die alle Klischees, Facetten und Möglichkeiten bietet, um sich mit dem Held der Geschichte Kian, aber auch der grandiosen Heldin und Heilerin Alia im Kampf um das Gleißen und dem Feind im Süden und im Kampf gegen den König Abran und seinen Gesetzen zu stellen. Den unsagbaren Mächten, den Kriegern, den schwarzen Pfeilen, dem Gleißen und Machenschaften auf den Weg durch mehrere Schlachten, Reisen und Prüfungen zu begeben um für sein gegebenes Wort und sein Versprechen dem Land und seinen Soldaten und seiner Armee als erster Heermeister gegenüber einzustehen und zu kämpfen. Diese vielseitige Fantsywelt besteht aus vielen Kulissen, sagenhaften Schauplätzen, aus Hell und Dunkel, aus Sieg und Niederlage, aus Wendung und Überraschung, aus Stärke und Schwäche und aus Hauptcharakteren, die auf dieser Reise ganz neue Seiten an sich und ihrer beschatteten Welt entdecken und erleben. Man merkt der sympathischen Autorin die ausgiebige Recherche und Verbundenheit zu diesem Meisterwerk an. Ein so komplexes Werk, mit so vielen ausgereiften Charakteren, Ereignissen, Fakten und Hintergründen so geschickt in seine Zusammenhänge zu präsentieren vermag großes Talent und Herzblut. Dieses ist der Autorin K. Merkel zweifellos gelungen und sie kann sich mit namhaften Größen messen lassen. Für mich ein wirklich filmreifes Leseevent! Ein Rollenspiel in Buchform. Grandios, innovativ und einzigartig komplex.„… aber das Schönste, Roan, sind die Blüten selber. Gelb, rosa, orange und rot, manchmal sogar alle Farben auf einmal in einer Blüte. Sie hat ganz feine Blätter, fast wie Schmetterlingsflügel, so zerbrechlich. So fein, man hört den Wind durch sie durchstreichen, weil sie schwingen, wie die Saiten einer Violine…“ (Seite 52)Kritikpunkte:Ich habe trotz meiner ausnahmslosen Begeisterung einige Punkte, die ich als Kritik anbringen möchte. Manchmal erscheint es mir, als wolle die Autorin durch Wiederholungen oder Nachdruck gewisse Momente oder Gefühlslagen und Situationen besonders hervorheben. Das wäre gar nicht nötig, denn der Leser fühlt hier einfach sofort, was erforderlich ist, um das Geschehen so zu begreifen, wie es begriffen werden soll. So entwickeln sich leider passagenweise Endlosschleifen und störende Längen. Zudem gibt es auch wirklich wenig Tempo, da die vielen Details und Ausführungen sehr viel Muße und Raum benötigen. Man saugt diese auch gern Wort für Wort auf, jedoch zeigte sich bei mir manches Mal Ungeduld beim Lesen. Im späteren Verlauf wiederholen sich dann Ausführungen, wie tränenreiche Momente. Hier und da wurden immer wieder Tränen verborgen weggewischt, versteckt, weggeküsst, herausgelassen, vergossen oder beschwört. Grenzwertig von der Häufigkeit… Das waren aber auch schon die Dinge, die mich gestört haben, der rest war und ist fantastisch!„Er hatte nie eine Frau geliebt, hatte nie einen Gedanken daran verschwendet, denn es erschien ihm stets ohne Sinn. Das, was er für die Heilerin empfand, blitzte in manchen Momenten ungefragt auf, wie das Sonnenlicht, das durch die Wolken eines trüben Himmels bricht.“ (Seite 164)Besondere Pluspunkte:Diese innige und einzigartige Liebe zwischen Kian und Alia berührt einfach das Herz und ist so nah, intensiv, rücksichtsvoll und dezent. Herrlich, ein Traum. Zudem mag ich Alias Blick auf die Schönheit der Natur, ihre Menschlichkeit, ihre Moral und ihr Wissen ob der Alchemie. Aber auch Kian, ist ein Mensch durch und durch. Moralisch, freundschaftlich und mit ausgeprägtem Gewissen und Mitgefühl! Dieses Buch ist die reinste Gefühlswelt aus Kampf, Krieg und Liebe! „…denn er glaubte fest daran, dass ihm genau dieses Band fehlte. Er war ebenso ein Gefangener wie sie. Gefangen in dem Bewusstsein der eigenen Fremdheit.“ (Seite 180)Schreibstil:Die Autorin Kerstin Merkel hat es unglaublich beeindruckend geschafft auf über 840 Seiten geballter Fantasy niemals den Faden zu verlieren. Sie kennt sich in ihrer Welt aus und bietet ein rundes und unglaublich tiefes und komplexes Fantasywerk, was sich trotz allem Anspruchs wunderbar leicht und flüssig lesen lässt. Kerstin Merkel besitzt eine gehobene und dennoch zeitgemäße Sprachmelodie. Ihre Geschichte liest sich wie ein Lied. Es harmoniert und erzeugt Töne und Bilder. Ein grandioses Spiel mit dem Wort und der Atmosphäre. Dieses Epos nimmt den Leser mit und macht es ihm unheimlich zugänglich und leicht sich in der Gemeinschaft von Heermeister Dogul einzufühlen und die Reise mit seinen Gefährten gen Norden zur Heilerin zu beginnen und diese später mit allen Hürden und Hindernissen im Kampf im Süden zu bestehen und in die Hauptstadt zurückzukehren zu einem neuen Leben als anderer Mensch. Dieses Epos wird aus der dritten Person berichtend geschildert. Wir begleiten Kian Dogul, den ersten Heermeister und seine Soldaten, wir wohnen in seinen Gedanken, teilen seine Schwächen und hadern hautnah, wie er. Später kommt die Heilerin Alienne, eine Jidari, ins Geschehen und in wechselnden Abschnitten erleben wir genauso intensiv und eindringlich aus ihrer Stellung berichtet, was in den Köpfen und Körpern der Charaktere vorgeht. Manchmal verliert sich die Autorin sehr in Wiederholungen und Gefühlen. Mit Nachdruck versucht sie bestimmte Emotionen durch nochmaliger Erwähnung zu unterstreichen, was eigentlich gar nicht mehr nötig wäre. Ein kleines Manko, denn dass, was die Autorin verdeutlichen möchte, wird auch direkt begriffen und bedarf keiner mehrfachen Unterstreichung durch Nachdruck oder Wiederholung. Das Buch nimmt zu Anfang sehr schnell Fahrt auf und das Thema ist direkt präsent. Der weitere Verlauf des Geschehens baut sich jedoch nur sehr langsam, manchmal vielleicht sogar mühsam, weiter aus. So kommt es zu einigen Längen und Durststrecken, ehe man wieder an einigen gewissen Ereignissen sehr gepackt und voller Spannung mitgerissen wird. In dieser komplexen High-Fantasy wird man von Beginn an gefesselt und kann sich nicht mehr aus den Seiten lösen. Fantasy, wie ich sie mag, aber nur leider selten so stimmig und grandios vorfinde. Ein Leseerlebnis mit Suchtfaktor! In diesem Band ist gerade mal die Oberfläche angekratzt und die Liebe zwischen Kian und Alia könnte noch weitere Bücher füllen. Zwar ist das Ende abgeschlossen und rund, jedoch sagt die Autorin über sich selbst, dass sie noch so vor Ideen sprudle. Ob es eine Fortsetzung geben wird? Ich wünsche es mir, denn es wird glücklicherweise noch nicht ganz mit offenen Karten gespielt, die Autorin hat dieses Buch scheinbar mit den entstehenden Gedanken, Mutmaßungen und Ideen geschrieben, an „Die Macht des Bandes“ jederzeit anknüpfen zu können. Fantasy, zum Miterleben und Nachspüren, denn dieses Buch lässt den Leser agieren, Mutmaßungen anstellen, seiner Fantasie horchen und darf wenig später erkennen, dass die Autorin Kerstin Merkel den Leser dennoch geschickt dahin gelenkt hat, wo sie ihre Leser wieder aufgreifen und für die Story abholen wird. Dieses Buch ist einfach lebendig und interaktiv! Dennoch ist es trotz der vielen noch schleierhaften und düsteren Geschehnisse und Vorfälle und der Jahresläufe alten Fakten, die sich erst nach und nach entblättern in meinen Augen aufgrund der nebulösen Gefahren und Angriffe, den vielen Größen und Mächten, den fremden Welten und Kreaturen kein sehr anspruchsvolles Werk, was mit Muße und Herzblut gelesen werden kann und keine große Anstrengung erfordert um in diese sagenumwobene Welt voll und ganz eintauchen zu können. Es liest sich leicht und flüssig und man ist als Leser sofort Feuer und Flamme. Wie es sich für eine gute Fantasy gehört, muss man auch hier erst viele Persönlichkeiten, Begebenheiten und Schauplätze zuordnen und kennen lernen. Hat man diese Erfahrung gemacht, geht es los in ein unvergessliches von allerlei Emotionen gespicktes Leseerlebnis wird sich zeigen. Wortgewandt und geschickt führt die Autorin Kerstin Merkel den Leser in die Welt von Kian, Alia, Ana, Evan, Mino und Roan samt Kians königliche Blutlinie, Familie und Gefährten und vieles mehr ein, und bieten höchsten Lesegenuss.„Wie konnte sie gleichzeitig so tief verletzt sein, und doch in einer Art und Weise so stark wie kein zweiter Mensch, den Kian kannte? Sie war rätselhaft, er kannte sie nich immer nicht gut, aber er hatte im Grunde nur einen Wunsch. Er wollte mit allem, was ihm im Leben wichtig war, zu ihr gehören.“ (Seite 397)„Er hatte sich den Kopf über ihre Sicherheit zerbrochen und sich in Gedanken an ihre Seite gewünscht, aber nun, da er sie vor sich sah, fragte er sich, wie ihm nur so entfallen konnte, dass sie keine Feder war, die der Wind wegwehen würde, wie es ihm gefiel.“ (Seite 538)Charaktere:Hier erleben wir Helden und Anti-Helden, Krieger und Opfer, Herrscher und Untertanen, Gelehrte und Meister, König und Königin, Inzani, Geächtete, Heiler und Heilerinnen, Fürsten und die einfachen Bediensteten. Kämpfer und Krieger. Soldaten und Armeen...Hier ist die Autorin eifrig am Werk gewesen, um für ihrem Debütroman aus den Vollen zu schöpfen und um die einzelnen Protagonisten ihres Fantasy Epos sagenhafte Facetten, Psychogramme, Wendungen und Entwicklungen darzustellen und zu durchleben. Der Leser fühlt sich stets versucht, in die Absichten und Hintergründe, vor allem in die von Kian und Alia, aber auch die des Königs, der Armee und die des Feindes etc...vorzudringen und mit ihnen zu leiden, zu kämpfen und zu verstehen.Hat man die Charaktere erst einmal kennengelernt, freut man sich, diese so ausführlich und sehr intensiv beschrieben zu bekommen. man hat ein Bild und eine Vorstellung jedes einzelnen. Der Leser wird dazu angeregt, sich mit den Protagonisten zu identifizieren und Stellung zu beziehen. Die Auswahl der Einzelnen Darsteller ist so abwechslungsreich, dass es große Kurzweil bietet, diese kennenzulernen. Grandios sind die ungeahnten Wendungen, manche der Hauptfiguren wird man gegen Ende des ersten Bandes in einem ganz anderen Licht sehen, manche Nebendarsteller entpuppen sich als Schlüsselfigur und manche sind im großen Finale gar nicht mehr am Leben. Kian ist mir ganz besonders intensiv ans Herz gewachsen, all seine Entschlossenheit, seine unabdingbare Liebe zu Alia, seine Sucht nach ihr und seine spätere Wendung seiner Selbst und das Inzani-Gesetz. Aber auch Alia, die ihren schwarzhaarigen und gebräunten Krieger mit den tiefblauen Augen, den Heermeister Kian Dogul so nahe steht und ihn so liebt, wie er ist, hat mich sehr beeindruckt. Kian und Alia und ihre Gefährten erleben nicht nur eine Reise zu großen Kampfarenen, sie durchleben auch eine Reise zu sich selbst uns zueinander. Sie lernen ihre Fähigkeiten und Gaben als Waffe, aber auch als Kommunikation zu nutzen. Eine Seelenverwandtschaft, ein Seelenband. Nicht nur Kian ist geheimnisvoll, auch, oder gerade Alia ist es. Denn man wird sich fragen, wer oder was sie eigentlich ist… „Und als sie ihre Berührungen unter dem Stoff ihrer Kleidung ausweiteten, hatte sie plötzlich wieder seine Hand vor Augen, die mit dem Licht der Mondkerze gespielt hatte. Ebenso mussten sie beide jetzt zusammen aussehen. Wie zwei Körper, auf deren Haut das Licht des einzelnen Mondes tanzen durfte für diese Nacht, zwischen tausend geflüsterten Fragen und Antworten.“ (Seite 443)Die Autorin:"Kerstin Merkel, 1970 in Frankfurt am Main geboren, studierte nach dem Abitur Germanistik und Kunstpädagogik. Nach ihrem Abschluss zog es sie in den Buchhandel und seit über zehn Jahren arbeitet sie in der Frankfurter Innenstadtfiliale der Buchhandlung Hugendubel. Gerne möchte sie jeden einladen, sie einmal dort zu besuchen, denn der Buchhandel hat sich sehr verändert und ist spannender denn je. Kerstin Merkel lebt mit ihrem Sohn in einem kleinen Ort in der Nähe von Frankfurt. Sie sieht sich regelmäßig auf der ganzen Welt unter Wasser um. Egal, bei welchen Temperaturen. Und egal, ob in Seen, Flüssen oder Meeren.„INZANI – Die Macht des Bandes“ ist ihr erster Roman (aber ihr geistern durchaus noch weitere Geschichten im Kopf herum …)."„Es vergingen Nächte, in denen sie geflüsterte Worte tauschten, die wie ein Strom aus ihnen hervorbrachen. Aber in ebenso vielen Nächten lagen sie in Schweigen beieinander, strichen über ihre Körper, wie Suchende, die versuchten, sich erneut zu finden.“ (Seite 749)Cover:Das Cover ist einfach wunderschön. Etwas verspielt, gar nicht aufdringlich, eher schlicht und dennoch sehr anziehend. Der Schriftzug des Titels besticht und dieses Buch will man einfach zur Hand nehmen und den Klapptext lesen um mehr über INZANI zu erfahren. Dass mehr als 840 Seiten starke Buch sieht auch nach tagelangem Lesen noch ansehnlich und vorzeigbar aus. Trotz der Dicke und Seitenzahl liegt es angenehm in der Hand und lässt sich prima lesen. Hochwertige Verarbeitung, angenehme Kapiteleinteilung und ansprechendes Schriftbild.„Drei Worte nur: Wir sind frei!“ (Seite 842)Fazit:Diese Art und Umsetzung der Fantasy hat mich trotz kleinerer Schwächen oder Mankos sehr überzeugt und erhält begeisterte und überraschte 4,5 Sterne für dieses High-Fantasyerlebnis mit all den mitgebrachten Gefühlen und Eindrücken. WOW, hier hat großes Talent, Ideenvielfalt und Können die Feder geschwungen. Liebe Autorin Kerstin Merkel, bitte schreibe noch viele weitere so atemberaubende Geschichten für die Leserschaft!

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    • 16

    KruemelGizmo

    29. April 2016 um 21:55
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