Kerstin Michelsen Hermines Tür

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Inhaltsangabe zu „Hermines Tür“ von Kerstin Michelsen

Das Buch ist sehr emotional...

— Traenenherz
Traenenherz
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  • Emotionen die man spürt

    Hermines Tür
    bs1958

    bs1958

    14. March 2014 um 15:21

    Eigentlich ist es sehr düsteres Buch, das darin verarbeitete Thema lässt aber auch fast nichts anderes zu. Zunächst lernen wir Hermine als eine alte, gebrochene Frau kennen. Nach und nach erfahren wir durch Zeitsprünge das ganze Martyrium welches sie er- und durchlebt hat. Da die einzelnen Kapitel alle mit Zeitangaben versehen sind, gehen wir nicht in der verloren. Hermine ist trotz allem das sie erlebt das schüchterne, zaghafte Mädchen geblieben. Wilhelm ist ein Blender und hat nie jemanden hinter seine Fassade blicken lassen, er hatte mit Hermine leichtes Spiel. Keiner ahnte, was das Zusammenspiel von Erziehung und Krieg für einen Soziopathen aus ihm gemacht hat.  In ihrer übergroßen Liebe ignorierte sie die Warnungen ihrer Mutter. Nach der Hochzeit kamen die ersten schwachen Anzeichen zu Tage. Die schob Hermine jedoch beiseite und redete sie sich immer einfach schön, fand plausible Erklärungen und suchte gar bei sich selbst die Schuld.  Den seelischen Schmerz den Hermine fühlt, berührt den Leser zutiefst, wird spürbar. Wir bekommen auch einige Gedankengänge von Wilhelm zur Erklärung seines Wesen, eigentlich bedauert man ihn, doch es lässt zumindest bei mir immer noch absolut kein Verständnis für seine Taten aufkommen.  Kerstin Michelsen hat eine sehr überraschende Wende in ihre Geschichte eingebaut. Durch die nie da geweseneTür, die Hermine plötzlich auf wundersame weise in ihrem Keller sieht, verlassen wir zusammen mit ihr die "reale" Welt. Bin mir nicht ganz sicher, ob ich diesen Teil des Buches im Bereich Fantasy oder Mystik einordnen soll. Auf jeden Fall hat Hermine jetzt die Möglichkeit, verpasste Chancen wahrzunehmen. Und wieder ist sie immer noch das schüchterne Mädchen, dass sich nicht gegen ihren Mann auflehnen kann. Sie schafft es wieder nicht, sich gegen ihren Mann durchzusetzen. Wilhelm versteht es gekonnt, ihre Pläne über den Haufen zu schmeissen. Ist ein erneuter Gang durch diese Tür endlich ihre Rettung? Kauft das Buch, lest es und dann wisst ihr es. Mir gefällt das Ende, obwohl es doch außergewöhnlich ist. Man hat sehr viel Spielraum für eigene Interpretationen. Ich denke dies ist von der Autorin genau so gewollt. Auch dieses Buch hat mich wieder jede Emotion, zu der Menschen fähig sind, durchleben und spüren lassen. Die Autorin versteht es perfekt, den Leser mit ihrem Schreib- und Sprachstil tief im Innern zu berühren. Mehr möchte ich zu diesem Teil nicht verraten, denn schließlich sollt Ihr ja das Buch selbst lesen. Kerstin Michelsen hat sich bei mir nicht nur eine Leseempfehlung sondern auch 5 von 5 Sternen verdient.

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  • menschliche Kollisionen

    Hermines Tür
    Ariela

    Ariela

    24. August 2013 um 11:46

    Das ist eine der Geschichten, die so schrecklich sind, dass sie Pflichtlektüre sein sollten. Ein Mann, eine Frau treffen in einer zufälligen Kollision aufeinander und dann gibt es kein Entrinnen mehr. Wilhelm entpuppt sich in der Ehe als gefährlicher Soziopath, Hermine bleibt die schüchterne Schöne, die sie zu Beginn der Beziehung war. Die Punkte, an denen das Schicksal hätte geändert werden können, waren nur ganz feine Stimmen, die ignoriert wurden. Eine der bisherigen Rezensionen zum Roman formuliert das Unverständnis über die Wehrlosigkeit der Protagonistin. “Man möchte Hermine schütteln”, heißt es da und das ist erzähltechnisch schon gut gemacht. Michelsen führt den Leser an die schmale, feine Grenze heran, die zwischen Empathie und Antipathie verläuft. Man erwischt sich dabei, trotz allen Verständnisses, wütend auf diese naiv hilflose Frau zu sein, die sich und ihre Kinder in Gefahr bringt, weil sie nicht ein einziges Mal aufsteht und ihrem Ehemann die Stirn bietet. Hermine selbst reflektiert immer wieder über diese Möglichkeit, so dass der Text dem Leser in seiner Ungeduld Recht gibt, selbst wenn er im Auge behält, dass er aus einer Perspektive von 50 Jahren Emanzipationsbemühung urteilt. Der Text führt aber auch gnadenlos vor, wie wenig realistisch der geforderte Befeiungsschlag ist. Jeder Ausbruchversuch wird vereitelt. Hermine macht sich keine Illusionen darüber, dass Wilhelm sie töten würde, einfach, weil er es kann. Aber dann gibt es die Tür. Die Tür ist Zäsur und Metapher zugleich, eine zweite Chance. Hermine erkennt in der scheinbaren Wiederholung der Ereignisse, dass sie Macht hat, dass ihr eigenes verändertes Verhalten Veränderungen im Gesamtablauf herbeiführt. Auch wenn die Autorin sich dieses phantastischen Elements bedient, lässt sie sich nicht dazu hinreißen, die Geschichte rosa-rot zu Ende zu führen. Hermine muss kämpfen und sie kämpft. Zu diesem Zeitpunkt weiß man bereits alles über die Figuren, hat sie in Zeitsprüngen kennengelernt, ihr Denken, ihre Geschichte und man ist so sehr bei der Protagonistin, dass man ihre Anspannung im eigenen Magen spürt. Das Buch ist eine erzählerische Leistung, die Aufmerksamkeit verdient. Und bis zum Ende durchzuhalten wird belohnt. Diskussion dieser Rezension auf der Seite Autorenfreiheit

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  • Leserunde zu "Hermines Tür" von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    KerstinMichelsen

    KerstinMichelsen

    Liebe Leserinnen und Leser, dies ist meine erste Leserunde und ich bitte gleich anfangs um Nachsicht, wenn ich noch nicht alles bedenke sollte, was vielleicht gut und nützlich wäre. Insofern nehme ich Tipps der erfahrenen Leserundenteilnehmer sehr gern entgegen! Ich bin die Autorin von Hermines Tür. Für diese Leserunde möchte ich 10 Gratisexemplare des eBook zur Verfügung stellen. Für den Kindle kann ich entweder eine PDF (die auf den neueren Geräten direkt umgewandelt werden kann) oder einen Amazongutschein anbieten, für andere Lesegeräte eine epub-Datei. Zum Inhalt: Zu Beginn der Geschichte begegnet ihr Hermine, als sie alt und einsam in ihrer großen Villa haust. In perspektivisch wechselnden Rückblenden erschließt sich dann ihr  langes, von schmerzlichen Verlusten geprägtes Leben. Einen Blick in das Buch gibt es hier: http://www.amazon.de/Hermines-T%C3%BCr-ebook/dp/B00BD2RBWO/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1360448321&sr=1-4

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  • "Hermines Tür” von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    Traenenherz

    Traenenherz

    05. April 2013 um 08:58

    Klappentext: Roman über das von Verlusten geprägte Schicksal einer Frau, deren Leben zuletzt eine unerwartete Wendung nimmt. Nach dem tragischen Unfalltod ihrer kleinen Tochter zerbricht Hermines Familie, ihr Mann Wilhelm verschwindet mit dem Sohn Georg und Hermine bleibt allein zurück. Jahrzehnte später schöpft sie neue Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Georg, als sie vom Tod Wilhelms erfährt. Auf der Suche nach Spuren aus ihrem früheren Leben, die sie zu ihrem Sohn führen könnten, stößt Hermine im Keller ihres Hauses auf eine geheimnisvolle Tür … Leseprobe: Hier. Covergestaltung: Der Hintergrund ist weiß, und im Vordergrund sieht man Silhouetten zweier Kinder, vermutlich die der Protagonisten. Meine Meinung: Das Buch ist in Kapitel untergliedert, und man erfährt immer über eine bestimmte Person, oder Personen etwas vom allwissenden Erzähler. Es gibt sehr viele Zeitsprünge, allerdings nicht in den Kapiteln, sondern die Kapitel umfassen immer eine bestimmte Zeit, mit der sie auch umschrieben sind. Das Buch lässt sich recht flüssig lesen, allerdings hatte ich hin und wieder meine Probleme, weshalb ich ein paar Sätze verständnishalber noch einmal lesen musste. Auch die vielen Zeitsprünge trugen dazu bei, dass ich so meine Probleme hatte. Im nach hinein habe ich zwar gewusst wo wir sind, aber zuerst musste ich da ein wenig rätseln. Die Art wie das Buch geschrieben ist gefällt mir, und die Idee mit den unterschiedlichen Zeiten, und den rückwärts Aufbau des Romans ist für mich neu, aber interessant. Leider hatte ich an manchen Stellen Fragezeichen auf dem Kopf, und die Fantasieelemente kamen bei mir nicht so gut an, ich hab damit allerdings eh so meine Probleme. Die Autorin half mir in der Leserunde aber netter Weise mit ihren Gedanken dazu auf die Sprünge, weshalb ich jetzt für mich ein gutes Ergebnis hab. Was ich noch erwähnen möchte, ist das das Buch sehr emotional ist, und wenn man eine Mutter ist, die ein Kind verloren hat, sollte man sehr vorsichtig mit dieser Geschichte umgehen, bzw. für sich den entsprechenden Abstand halten. Es werden sehr viele soziale Probleme angesprochen, die zum Nachdenken anregen, was in vielen Menschen mit Sicherheit schon Traumas ausgelöst hat, und ich warne deshalb vor, der Roman ist nicht ohne. Die Stimmung ist zudem auch durchgehend düster. Was mir nicht so gut gefallen hat, der ganze Roman zog sich eigentlich nur mit negativen Gedanken durch. Grad ich als total negativer Mensch nehme das sogar auch wahr, und ich weiss, dass diese Themen unbedingt auch angesprochen gehören, aber mir fehlte während des Lesens die wirklich guten Seiten der Protagonisten. Irgendwie kamen da wirklich alle zu kurz bei weg. Das fand ich nicht ganz so gut gelöst. Interessant bleibt es aber von Anfang bis Ende, und das gefällt mir wieder sehr gut. Mein Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter, allerdings sollte man stabil sein, und eine gewisse Distanz zum Inhalt wahren. Meine Bewertung: Zur Autorin: Kerstin Michelsen, Jahrgang 1963, wuchs in Hamburg und in der Lüneburger Heide auf. Sie lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in einem kleinen Dorf südlich von Hamburg. Zu kaufen gibt es dieses Buch: bei Amazon. Altersangabe: Hier handelt es sich um Erwachsenenliteratur. Ein ganz liebes Danke geht an dieser Stelle an Kerstin Michelsen für die Begleitung der Leserunde, der Beantwortung meiner Fragen, und für das Buch, dass sie mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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  • Rezension zu "Hermines Tür" von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    Bookilicious

    Bookilicious

    05. March 2013 um 19:41

    Inhalt Nachdem Hermines kleine Tochter Emma durch einen tragischen Unfall ums Leben kam, zerbrach Hermines Welt völlig. Ihr Mann, der ihr auch noch die Schuld an dem Unglück gibt, verschwindet anschließen völlig aus ihrem Leben - mitsamt dem gemeinsamen Sohn Georg. Auf Hermine wartet eine Zeit der Sehnsucht und der Einsamkeit, aus der sie nicht so einfach entfliehen kann. Als sie Jahrzehnte später erfährt, dass ihr Ex-Mann gestorben ist, schöpft sie neue Hoffnung und sucht im Keller nach Spuren, die sie zu ihrem Sohn führen könnten - und entdeckt dabei eine geheimnisvolle Tür... Zitate "Hermine wollte und konnte nicht mehr. Es war genug oder besser gesagt, es war mehr als genug. Sie war alt, und sie war müde. Sie schloss die Augen, und der letzte Gedanke, bevor sie an Ort und Stelle einschlief, war, dass sie am liebsten nie wieder aufstehen würde." Erster Satz des Buches "Das Erwachen war mühsam." Fazit "Hermines Tür" ist ein Roman der Autorin Kerstin Michelsen. Nachdem ich schon alle anderen Bücher der Autorin gelesen hatte, wollte ich natürlich auch an der Lovelybooks-Leserunde zu diesem Roman teilnehmen, bei dem sich 10 Leser für ein Rezensionsexemplar bewerben konnten. Anfangs tat ich mir mit diesem Roman zugegebenermaßen etwas schwer und das hineinfinden in die Geschichte brauchte seine Zeit. Das lag vorallem daran, dass sie Stimmung des gesamten Romanes eher düster und depressiv gehalten ist, was jedoch absolut zur Thematik passt und was eine Menge Gefühle beinhaltet, ohne die der Roman nur halb so berührend wäre. Hermine begegnet uns zu Beginn der Geschichte als gebrochene alte Frau, die mit ihrem Leben weitgehend abgeschlossen zu haben scheint. Sie geht nicht mehr vor die Haustür, außer um ihren Garten zu pflegen, und lässt sich von einem Boten ihre Einkäufe nach Hause bringen. Das Obergeschoss ihres Hauses betritt sie nicht mehr -zu viele schmerzhafte Erinnerungen sind damit verbunden- und ihr Haus, sowie ihr Erscheinungsbild pflegt sie eher dürftig. Nach und nach erfahren wir die Hintergründe ihres zurückgezogenen Daseins und tauchen ein, in eine grausame Welt voller Gewalt, Angst, Missbrauch und Unterdrückung, die mich als Leser mehr als nur ein bisschen berührte. Stück für Stück erhalten wir Einblicke in Hermines Vergangenheit, als Kind, im Krieg, mit ihrem Mann Wilhelm und fangen an zu Begreifen, weswegen diese Frau ein solches Dasein fristet, wie sie es heute tut. Die Einblicke in ihre Vergangenheit erfolgt in Episoden, immer wieder durchwachsen von Erlebnissen der Gegenwart. Wir erfahren nicht nur eine Menge Einzelheiten über Hermine und ihr Leben, sondern erhalten ebenfalls einen Einblick ins Leben des Wilhelm Offen - wer er war und was ihn zu dem machte, der uns in der Geschichte immer wieder so einprägsam begegnet. Hermines Leben berührt, fesselt, deprimiert, macht wütend und lässt mich als Leser stellenweise in einer Hilflosigkeit zurück, in der ich mich ganz und gar nicht wohlfühlen konnte. So oft wollte ich etwas unternehmen, Hermine helfen, sie schütteln, ihr zeigen, dass es auch anders ausgehen kann - doch diese Möglichkeit besteht natürlich nicht. Genauso möchte ich Hermines Mann Wilhelm schütteln, verdreschen oder einfach nur mal mit ihm sprechen, herausfinden was in seinem Kopf vorgeht! Auch wenn Kerstin Michelsen oft sehr eindrucksvoll schildert, was wohl im Kopf des Ex-Soldaten vorgeht oder vorgehen könnte, so konnte ich seine Taten natürlich nicht nachvollziehen und verzweifelte oft an seinem Wesen. Als Hermine schließlich die geheimnisvolle Tür findet, ändert sich einiges und seltsame Dinge geschehen - die zu meiner Freude für den Leser am Ende sehr frei interpretierbar und mit mehreren Möglichkeiten erklärbar blieben. Je nach Art des Romanes finde ich solch ein Ende manchmal fragwürdig, in diesem Falle hätte die Autorin meiner Ansicht nach jedoch keinen besseren Weg finden können, um dem Leser die freie Wahl bei seinen Gedanken zu lassen. Mir persönlich ging dieser Roman schon während des Lesens oftmals nach und ich bin sicher, dass ich auch jetzt - nach dem Beenden - noch so einige Male darüber nachdenken werde, wie sich das Leben in den letzten Jahrzehnten verändert hat - oder eben auch nicht. "Hermines Tür" ist sicherlich keine einfach, locker flockige Lektüre, die man (oder ich) so einfach innerhalb weniger Stunden lesen und verarbeiten kann...ich musste zwischendurch immer wieder Pausen machen und das ganze etwas sacken lassen, denn auf Grund der Tatsache, dass ich mir die Gefühle der Protagonistin Hermine sehr genau vorstellen und sie stellenweise sogar spüren konnte, ging mir das ganze doch sehr nahe. Oft war ich nach dem Lesen regelrecht aufgewühlt und musste mich etwas ablenken, um später nochmal intensiver über die Vorgänge nachdenken zu können. Ich für meinen Teil kann diesen Roman uneingeschränkt empfehlen und freue mich, dass ich an dieser Leserunde teilnehmen durfte. Wertung: 5 von 5 Sterne! Ein herzliches Dankeschön an die Autorin und Lovelybooks!

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  • Rezension zu "Hermines Tür" von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    Amy-Maus87

    Amy-Maus87

    05. March 2013 um 12:54

    Hermines Tür ist ein emotional stark und berührendes Buch und spiegelt thematisch das Thema „häusliche Gewalt“ innerhalb der eigenen Familie wieder. Meine Meinung Hermine spielt eine große Rolle in diesem Buch und all ihre Emotionen und Gefühle werden sehr lebensecht herüber gebracht. All die Angst, der Kummer und die Sorge um ihre alles geliebten Kinder. Denn Hermine und ihre Kinder haben es nicht leicht. Sie leben mit ihrem gewalttätigen Mann und Vater , der durch den Krieg gezeichnet wurde, zusammen. Die Geschichte ist in Zeitsprüngen aufgebaut, sodass wir als Leser Hermine in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit kennenlernen. Von der jungen Frau, aus reichem gutem Hause, die sie einst war, zu einem Mann der sie ganz klein werden ließ. Auch ihr Mann erzählt in diesem Buch und schildert sein Leben und als Leser erhält man ein Gefühl davon, was aus diesem Mann über die Jahre geworden ist. Wie ein Mensch zu solchen Täten fähig werden kann...Wobei es dadurch keinesfalls verzeihlicher wird. Neben den Schilderungen der Vergangenheit und der Gegenwart die Hermine erlebt, zeichnet sich ein „Hoffnungsschimmer“ ab und Hermine entdeckt in ihrem Keller eine geheimnisvolle Tür. Eine Tür, die ihr eine ungeahnte Möglichkeit bietet und die Geschichte ins mystische gleiten lässt. Das rückt die Erzählung somit in eine ganz andere Richtung, die mich regelrecht dazu gedrängt hat, die Seiten schnell auszulesen. Das Buch hat mich stellenweise wirklich sehr berührt und ich musste es daraufhin erst einmal zur Seite legen. Hermine und all ihr Schmerz, der durch ihren Mann oder durch das Verschwinden ihres kleinen Mädchens ausgelöst worden, ist in meinen Augen sehr realistisch dargestellt. Ich habe so oft in diesem Buch mit ihr und den Kindern mitgelitten, das es mir selbst beinah schon weh tat. Wie ich oben schon kurz angedeutet habe, erfährt Hermine hinter der Tür ihres Kellers noch etwas ganz anderes und die Geschichte erreicht eine andere emotionale Stimmungslage als vorher. Wo vorher nur Kummer und Schmerz war, ist plötzlich das Gefühl der Hoffnung gewichen und der Frage, was real sein kann und was nicht. Hermines Tür ist ein sehr berührender Roman, der viele realistische und ausdrucksstarke Momente aufweist aber auch die Frage am Schluss aufkommen lässt, was wirklich wahr ist und was nicht. Denn auch Träume können so „lebensecht“ sein... Ein Roman, welchem ich gerne vier Sterne vergebe und eine klare Leseempfehlung :-)

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  • Rezension zu "Hermines Tür" von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. March 2013 um 16:35

    Hermine eine alte, zurückgezogene Frau bekommt einen Brief der sie aus ihrer Untätigkeit herausholt. Erinnerungen kommen zurück, Gedanken an den gewalttätigen Ehemann, an den Krieg, das tote Kind und das Kind zu dem sie keinen Kontakt mehr hat. Was in ihrem Leben passiert ist, und warum es so gekommen ist erfährt der Leser nach und nach. Das Buch ist sehr spannend und ohne erhobenen Zeigefinger erzählt worden. Mir gefielen die Rückblicke in die Vergangenheit. Besonders hervorzuheben ist die Kunst von Kerstin Michelsen das Gefühl zu beschreiben das Hermine hat wenn sie der Gewalt des Ehemannes ausgesetzt ist, Chapeau.

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  • Rezension zu "Hermines Tür" von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    janaka

    janaka

    03. March 2013 um 10:04

    Hermine lebt ganz allein in einer großen Villa, sie ist alt und krank. Das Leben hat es nicht gut mit ihr gemeint, Wilhelm, ihr Mann war ein sehr herrischer und brutaler Mann. Nach dem Tod ihrer Tochter Emma ist die gesamte Familie auseinandergebrochen. Wilhelm gab Hermine die Schuld an diesen Unglücksfall und verschwindet einfach mit deren gemeinsamen Sohn Georg. Hermine hat ihren Sohn bis diesem Tage nie wiedergesehen. Nach Wilhelms Tod schöpft Hermine erneut Hoffnung Georg zu finden, und begibt sich nach Jahren wieder in den Keller, um nach den zurückgelassenen Unterlagen Wilhelms zu suchen. Sie entdeckt eine Geheimtür... Diese Geschichte ist mit sehr viel Gefühl und einer Detailgenauigkeit, die mich an einigen Stellen sehr erschreckt hat, geschrieben worden. Beim Lesen bin ich sofort in die Geschichte hineingekommen. und habe meine Emotionen ausgelebt, ich habe geschmunzelt, geweint und bin auch oft wütend geworden. Der Wechsel der Zeiten fand ich sehr abwechslungsreich, sie waren auch für etliche Handlungen eine zusätzliche Erklärung. Die Autorin beschreibt die Villa von früher beeindruckend und herrschaftlich und von heute zugemüllt und heruntergekommen. Ich habe beide Bilder gut vor Augen. Die Charaktere der Protagonisten sind gut beschrieben worden, sie entwickeln sich so langsam. Wilhelm von sich überzeugt, wird immer brutaler und auch überheblicher und dann Hermine, die liebe Tochter, die immer unterwürfiger wird und sich immer alles von ihrem Mann gefallen lässt, die Schläge und die anderen Misshandlungen.

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  • Rezension zu "Hermines Tür" von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    silberfischchen68

    silberfischchen68

    24. February 2013 um 12:30

    "Hermines Tür" ist alles andere als leicht verdauliche Lesekost. Es ist eine Geschichte von häuslicher Gewalt und die vorherrschende Stimmung ist depressiv, hilflos und düster. Die Handlungsunfähigkeit der Haupt-Protagonistin ist allgegenwärtig und so manches Mal wünscht man sich als Leser, dass diese Frau nun endlich mal aufsteht und handelt statt in ihrer Resignation zu verharren und auszuhalten. Als Hermine wie durch ein Wunder eine zweite Chance bekommt, steckt sie tief in langjährigen Verhaltsmustern und macht zu Anfang immer wieder die gleichen Fehler wie früher. Nur mit viel Mühe und in sehr kleinen Schritten gelingt es ihr, etwas zu ändern und neue Wege zu gehen. Aber auch in dieser Phase wird leise keimende Hoffnung nicht wirklich zu einem Silberstreif am Horizont, die Angst ist weiter gegenwärtig. Am Schluss lässt die Autorin dem Leser Interpretationsfreiheit und ihn mit einer Botschaft zurück: In jedem Moment deines Lebens hast du die Möglichkeit dich zu entscheiden, kannst du dein Schicksal beeinflussen oder alles so lassen wie es ist...so ...oder so.... Vom Schreibtil her gefällt mir das Buch großartig, die Stimmung ist in jedem Augenblick spürbar und dem roten Faden lässt sich trotz der häufigen Zeitsprünge problemlos folgen.

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  • Rezension zu "Hermines Tür" von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    MATOLE

    MATOLE

    24. February 2013 um 00:21

    Das Buch beginnt mit der Beschreibung der Protagonistin Hermine wie sie als alte Frau zurückgezogen in ihrer Villa lebt. Durch die Rückblenden wird hier ihre Lebensgeschichte erzählt die durch häusliche Gewalt durch ihren Ehemann und den Verlust ihrer Tochter geprägt ist. Man kann sich dehr gut in die Geschichte hineinversetzen und leidet teilweise mit . Durch Zufall entdeckt sie in ihrem Keller eine Tür. Als sie sich überwunden hat hindurchzugehen bekommt sie die Chance den Verlauf Ihres Lebens zu verändern. Daduch kann sie ihre Tochter retten und dem gewalttätigen Ehemann entkommen. Das Buch ist sehr emotional und aufwühlend. Durch die guten Beschreibungen wirkt alles sehr realistisch. Es hat mir sehr gut gefallen.

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  • Rezension zu "Hermines Tür" von Kerstin Michelsen

    Hermines Tür
    lesemaus

    lesemaus

    22. February 2013 um 13:27

    Eine alte Frau, die alles verloren hat, was ihr lieb ist, und allein in einer riesigen Villa lebt. Eines Morgens flattert ein Brief ein, mit der Nachricht, dass ihr Gatte gestorben ist. Hoffnung keimt in ihr auf, dass sie doch noch ihren Sohn vor ihrem Tod sehen kann. Denn der Vater hat jeglichen Kontakt untersagt. Sie macht sich auf die Suche nach alten Informationen, um ihren Sohn zu finden, denn sie weiß nicht, wo er lebt. Und dort findet sie eine Tür. Eine Tür, die ihr die Möglichkeit gibt, nochmal den Tod von ihrer Tochter zu verhindern. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die Sprünge zwischen den Zeiten und Personen war leicht nachzuverfolgen und man verlor nicht den roten Faden. Sehr leicht geschrieben. Warum das Buch aber nur vier Sterne bekommt, liegt darin, dass wenige Stelllen zu mitleidig waren. Hermine macht sich für alles schuldig und hat keinen Mut sich gegen ihren Mann zu stellen.

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