Kerstin Michelsen Sushi oder Labskaus

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Inhaltsangabe zu „Sushi oder Labskaus“ von Kerstin Michelsen

Wunderbare Sommerlektüre, etwas zum Schmunzeln. Eine Frau zwischen zwei Männern, altes Thema, aber gut umgesetzt!!!

— janaka
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  • Achterbahnfahrt der Gefühle

    Sushi oder Labskaus

    Malibu

    23. March 2013 um 07:57

    Wer will nicht schon alles gut haben? Job, Liebe, Freunde und das auch noch dort, wo man immer gerne wohnen wollte. Für Florence, der Protagonistin aus dem Roman "Sushi oder Labskaus" von Kerstin Michelsen, scheint dies in Erfüllung zu gehen. Doch klappt das alles echt so wunderbar, wie sie sich das vorgestellt hat?  Ein Traum geht für Florence, genannt Flo, in Erfüllung. Sie bewirbt sich auf ein Jobangebot und bekommt auch noch eine Zusage. So zieht sie bald aus ihrem kleinen Nest in die große Stadt Hamburg, in welcher auch ihre beiden Freundinnen Rina und Sanne bereits wohnen. Sie freut sich und kann ihr Glück kaum fassen. In der neuen Firma wird sie nicht nur auf beruflichen Ebene zu Herausforderungen gezwungen - auch ihr Liebesleben nimmt an Fahrt auf: Ihr Chef und auch Jan machen ihr Leben komplett. Doch kann das gut gehen? Jan geht ihr nicht mehr aus dem Kopf und ihr Chef ist ein so gutaussehender Mann, dass er doch an jedem Finger drei Frauen hat... Die Geschichte, die die Autorin beschreibt, ist zwar nicht neu, hält den Leser aber sofort gefangen. Man ist sofort in Flos Abläufe eingespannt und nimmt daran auch teil, man fiebert mit ihr mit, dass doch alles hoffentlich gut geht.  Flo ist eine etwas unsichere, aber sehr sympathische Person. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie immer mehr Selbstbewusstsein, was man merklich spürt. Es ist auch oft so, dass man sich selbst mit ihr vergleichen kann in bestimmten Situationen, geht es doch jedem einmal so. Sie macht sich oft Gedanken, wie das nur weitergehen soll - doch wie die Menschen so sind, wird das unausweichliche erst einmal verdrängt und sich mitten hinein gestürzt. Ihr geht es gut und das will sie auch halten, auch wenn sie weiß, dass es nur in einer Katastrophe enden kann, wenn das alles einmal herauskommt. Mit dem neuen Job kann Flo sich gut identifizieren, obwohl es ja eigentlich gar nichts mit ihrem vorherigen Job in dem Copycenter als Aushilfe gemein hat. Auf einmal sieht sie nur noch Knöpfe, entwickelt aber großes Interesse daran. Ihr Chef hat man gleich vor Augen - wie sie ihn beschreibt als Hugh Grant - welche Frau würde so einen Verschnitt nicht anlechzen? Na gut, Geschmäcker sind verschieden, aber laut Beschreibungen muss dieser einfach etwas anziehendes haben. Er wird zwar irgendwie nur oberflächlich beschrieben, das aber so gut, dass man sich von seinem Charakter doch selbst ein Bild machen kann.  Jan hingegen stellt man sich als wirkliches Leckerchen vor und man denkt des Öfteren, dass Flo doch alles lassen soll und ihm ihr Herz schenken sollte. Er ist eine liebenswürdige Person, die sich rührend um Flo kümmert und auch immer für sie da ist, ein bester Freund noch dazu.  Während dem Lesen weiß der Leser gleich einmal, wie das endet oder wie es einfach enden muss. Doch das tut dem Roman die Spannung nicht ab, man ist einfach so von den chaotischen Personen gefangen, dass man eigentlich gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Die Autorin hat die Personen gut beschrieben, so dass diese bildhaft im Kopf auftauchen. Man fühlt sich fast, als wäre man selbst dabei, hätte man eine Rolle in der Geschichte. Der Schreibstil macht es einem auch sehr leicht, von Zeile zu Zeile zu springen und mehr von der Geschichte aufzunehmen.  Das Ende kam leider etwas zu schnell und es kam ein kleines bisschen so herüber, als wollte die Autorin das schnell zu Ende bringen und musste sich auf die Schnelle etwas noch einfallen lassen. Nichts desto trotz hat es aber zur Geschichte gepasst und zaubert dem Leser ein kleines Lächeln ins Gesicht - traurig ist man nur, dass die Geschichte schon zu Ende ist, auch wenn man ja darauf hinaus ist, zu erfahren wie sich Flos Leben wendet. Dieser Roman ist eine nette Lektüre für Zwischendurch, bei welchem man nicht allzu viel nachzudenken hat und sich einfach nur in die Geschichte vertiefen kann und genießen. Für Träumer genau das Richtige!

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  • Rezension zu "Sushi oder Labskaus" von Kerstin Michelsen

    Sushi oder Labskaus

    beate_bedesign

    02. March 2013 um 09:43

    Inhalt: Florence, genannt Flo, ist eine junge Frau, die noch nicht so richtig weiß in welche Richtung ihr Leben führen soll. So verdient sie ihr Geld mit Aushilfsjobs und auch ihre Liebhaber hinterlassen meist keinen dauerhaften Eindruck bei ihr und werden dementsprechend locker ausgetauscht. Dann liest sie eine Stellenanzeige „Assistentin der Geschäftsführerin“ gesucht. Noch dazu in Hamburg, wo ihre beiden besten Freundinnen schon seit ein paar Jahren leben. Obwohl sie eigentlich keine entsprechende Ausbildung hat, bewirbt sie sich. Und sie wird tatsächlich genommen. Landleben ade, ab ins Großstadtleben und zum Traumjob! Doch nicht nur der Job ist eine echte Herausforderung, sondern auch der Juniorchef, Justus. Innerhalb von Minuten ist sie hoffnungslos verloren. Und damit das Leben auch wirklich kompliziert wird, tritt auch noch Jan in ihr Leben. Der ist allerdings das komplette Gegenteil von Justus. Der eine eben Sushi und der andere eher Labskaus. Meine Meinung: Das Buch beginnt mitten im letzten Kapitel. Und die Autorin begründet das mit _Zitat: „Manchmal ist das Ende eben auch ein Anfang. Oder so.“_ Erzählt ist die Geschichte aus der Sicht von Flo – also in der Ich-Form. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Im Grunde ist die Story nicht wirklich neu: eine Frau kann sich nicht zwischen zwei Männern entscheiden. Aber interessant finde ich, dass beide Männer voneinander wissen oder zumindest ahnen. Außerdem gefällt mir, dass die Autorin es geschafft hat, eigentlich völlig langweilige Knöpfe sehr interessant zu machen. Flo selbst hinterlässt mich ein wenig zwiegespalten. Auf der einen Seite kann ich es nicht nachvollziehen, dass sie so unentschieden ist und sich von Justus auch sehr einfach manipulieren lässt. Das heißt eigentlich kann ich auch gar nicht verstehen was sie an Justus findet. Auf der anderen Seite finde ich sie toll, wenn sie mit ihren Freundinnen zusammen ist. Und auch wie sich reinhängt, um Justus den Popo und der Firma den Auftrag zu retten, finde ich klasse. Jan dagegen mag ich sehr. Von der ersten Sekunde an war er mir sympathisch. Er ist das genaue Gegenteil von Justus. Der hat mich ein wenig gelangweilt – der war mir zu klischeehaft. Trotzdem hätte ich gerne etwas mehr über ihn erfahren, z.B. über seine Gefühle. Nicht falsch verstehen, das Buch erschien mir nicht langweilig – nur der Typ Justus an sich, der würde mich langweilen ;-) Am besten und sehr authentisch wirkte Frau Stütz auf mich. Ansonsten waren es dann doch ein paar kurze Röcke und High Heels zu viel in dieser Firma. Wobei ich mich immer amüsiert habe wenn ich die „Bürohühner“ gelesen habe und dachte „ja, ist ja auch Chick Lit“. Auf das Ende war ich die ganze Zeit schon gespannt, wusste ich ja schon von der ersten Seite an, dass Flo sich in einer etwas unangenehmen Situation befindet – aber nicht wieso und warum. Die Auflösung hat mich dann doch sehr überrascht. Aber so wirklich glaubwürdig fand ich den Schluss nicht. Mein Fazit: Ein schöner, leicht zu lesender Chick Lit-Roman, der ohne großen Tiefgang Spaß macht und nicht langweilig wird.

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  • Rezension zu "Sushi oder Labskaus" von Kerstin Michelsen

    Sushi oder Labskaus

    Bookilicious

    21. February 2013 um 14:18

    Inhalt Für Florence "Flo" Kirchner, die bereits zum dritten Mal ihren 29ten Geburtstag gefeiert hat, geht ein Traum in Erfüllung, als sie eine Zusage für einen tollen Job bekommt - mitten in Hamburg. Ruck zuck hat sie ihre Sachen gepackt und ist umgezogen. In der neuen Firma erwarten sie allerhand neue Herausforderungen, nicht zuletzt die, dass der Juniorchef wahnsinnig attraktiv ist! Doch das Problem: Er ist ein wahnsinniger Frauenheld. Und dann ist da auch noch Jan, der Flo ebenfalls nicht mehr aus dem Kopf gehen will! Zitate "Am nächsten Tag war mein erster Arbeitstag. Und das Unheil nahm seinen Lauf, und zwar erbarmungslos, wie Unheil das nun einmal so an sich hat." Erster Satz des Buches "Dieses Buch fängt mitten im letzten Kapitel an. Dies ist kein Mangel und kann bei Reklamationen nicht berücksichtigt werden. Manchmal ist das Ende eben auch ein Anfang. Oder so." Fazit "Sushi oder Labskaus" ist der zweite Roman der Autorin Kerstin Michelsen. Nachdem ich schon von ihrem Debütroman "Einfach so" (klick) begeistert war, freute ich mich natürlich, als die Autorin anfragte, ob ich auch ihren nächsten Roman rezensieren wolle. Natürlich stimmte ich zu und so hielt ich vor einiger Zeit dann das Exemplar in den Händen. Schon auf der ersten Seite musste ich schmunzeln, denn die Autorin rollte die Geschichte einfach mal so von hinten auf und begann mitten in Kapitel Nummer 13 - dem letzten des Buches und begründet es mit "Manchmal ist das Ende eben auch ein Anfang." Eine sehr schöne Idee, die ich bisher in diesem Maße noch nicht gesehen habe! Flo "Florence" Kirchner scheint eine etwas flatterhafte Frau Anfang 30 zu sein, die nach einer gescheiterten Beziehung erstmal wieder bei ihren Eltern eingezogen ist. Fieberhaft sucht sie nun nach einem neuen Job und einer neuen Wohnung, denn weder ihr Elternhaus, noch der Job im Copy Shop machen sie wirklich glücklich. Als sie in der Zeitung eine Anzeige findet, in der eine flexible, sprachgewandte Assistentin für die Geschäftsleitung einer Firma gesucht wird - und das auch noch in der Stadt ihrer Träume (denn da wohnen ihre besten Freundinnen) - bewirbt sie sich sofort und wird recht schnell zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Dort angekommen stellt sich heraus, dass es sich hierbei um eine Firma handelt, die Knöpfe herstellt - in alle Farben, Formen, Varianten, von der Spezialanfertigung bis zum Massenprodukt. Flo ist interessiert, aber nicht überwältigt und rechnet sich keine großen Chancen aus, diesen Job zu ergattern. Umso überraschter ist sie, als sie kurz darauf eine Zusage erhält! Auf nach Hamburg! Dort angekommen erwarten sie allerhand neue Aufgaben: Ein neuer Job, eine neue Wohnung, ihre beiden besten Freundinnen, ihr super attraktiver Chef und nicht zuletzt der liebenswerte Gabelstaplerfahrer Jan, der ihr zusätzlich den Kopf verdreht... Auch wenn die Bewertungen bei nahmenhaften Versandhäusern eher durchschnittlich sind, muss ich doch sagen, dass ich definitiv mehr Begeisterung für diesen Roman aufbringen konnte! Flo fand ich als Protagonistin sehr sympathisch und konnte mich auf die ein oder andere Weise sehr gut mit ihr identifizieren, wenn ich auch verschiedene Dinge anders handhaben würde als sie. Trotzdem ist mir ihr Verhalten und auch ihre Handlungen durchaus schlüssig und ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Wer von uns kennt das nicht? Da gibt es diesen absolut tollen Mann, von dem wir wissen das er uns nicht gut tun würde - aber irgendwie lässt uns der Gedanke an ihn einfach nicht los! Und dann gibt es diesen Menschen mit dem wir uns wunderbar verstehen, der lieb ist, nett, süß und hilfsbereit - und doch sehen wir ihn nicht mit den Augen, wie ihn andere sehen würden. Und ganz schnell befinden wir uns in einer Misere, die der von Flo vielleicht gar nicht so unähnlich ist. Sie befindet sich in einer Zwickmühle, aus der sie sich nicht recht zu befreien weiß und irgendwann denkt sie sich wohl: Wozu wählen, wenn man doch vielleicht beides haben kann? Ihre beiden "Männer" Justus Thiemann (ihr Chef) und Jan Jäger (der Gabelstaplerfahrer) fand ich beide überaus sympathisch, wenn ich auch eine starke Tendenz zu Jan hatte, der mir als Mensch einfach viel besser gefiel und für den ich mich auf jedenfall entschieden hätte. Jan ist ein lebenslustiger, sympathischer, freundlicher Mann, den man einfach gern haben muss. Justus hingegen ist zwar charmant, aber man merkt, dass er vielumschwärmt ist und dies auch genießt. Seinen Ruf als Frauenheld hat er von Anfang an weg und vielleicht war es auch das, was mich dann doch etwas abgeschreckt hat. Doch für wen der beiden wird sich unsere Flo entscheiden? Toll fand ich auch die Sekretärin, die sinngemäß wohl schon zum Mobiliar dazuzuzählen ist: Frau Stütz, von allen liebevoll "Stützi" genannt, allezeit hilfsbereit, immer ein offenes Ohr und von allem eine Ahnung! Flos beste Freundinnen Rina und Sanne fand ich ebenfalls klasse - so Freundinnen kann man sich wirklich nurn wünschen. Die Idee mit der Knopffabrik fand ich herzallerliebst und auch wenn Flo dort "nur" die Assistentin des Juniorchefs mimt: Sie bekommt ihre große Chance etwas zu leisten und hängt sich mit ihrem ganzen Elan und ihrem ganzen Willen dort hinein - wahnsinn! Von diesem Kämpferwillen und Durchsetzungsvermögen müsste man sich wahrlich eine Scheibe abschneiden... wenn sie doch nur in anderen Bereichen ebenfalls so durchgreifen würde ;-) Abschließend kann ich nur sagen, dass ich an diesem Roman absolut nichts auszusetzen habe: Wundervolle Literatur für kalte Wintertage, lustige Szenen, schöne Charaktere und eine (oder zwei?) tragische Liebesgeschichten mit Schmerz, Kummer, Liebe, Glückstaumel und ziemlich besten Freundinnen!

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  • Rezension zu "Sushi oder Labskaus" von Kerstin Michelsen

    Sushi oder Labskaus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. January 2013 um 13:27

    Inhalt Florence, die bis dato in einem Copyshop arbeitete, bekommt einen Job in Hamburg.Sie ist wahnsinnig glücklich endlich nach Hamburg zu ihren besten Freundinnen ziehen zu können und zudem einen tollen, neuen Job antreten zu können. Doch vor Ort warten so einige Herausforderungen auf sie. Denn nicht ihr Aufgabenfeld ist anders als erwartet, auch ihr Chef sind wahnsinnig gut aus... Meinung Als ich das gute Stück das erste mal sah wurde ich sofort stutzig "Was haben die Knöpfe mit Sushi zu tun?", doch schnell wurde der Zweifel beseitigt, denn sie sind nicht umsonst auf dem Cover abgebildet. Als ich anfing zu lesen, ist mir sofort der leichte,flotte und humorvolle Schreibstil aufgefallen. Wer gerne anspruchsvolle Lektüre liest, sollte sich das Buch vielleicht lieber nicht zulegen. Doch für Fans von Frauenromanen und Chick-Lit, könnte dieses Buch vielleicht das Richtige sein. Die Schriftart ist größer als man es gewohnt ist, auch der Aufbau ist etwas anders. Denn das Buch beginnt mit dem Ende bzw. einer Situation die relativ weit am Ende auftritt und macht so den Leser sofort wahnsinnig neugierig. Denn ganz Ohne ist diese besagte Situation auch nicht. Nach einigen Seiten war mir klar, das mir Florence, genannt Flo, sehr sympathisch ist und ich mit Sicherheit viel Spass mit ihr haben werde. Dem war auch so. Auch die anderen Charaktere wie zum Beispiel, Jan, Flos Juniorchef oder ihre zwei besten Freundinnen waren angenehme Zeitgenossen. Die Geschichte rund um Flo und ihren Start in ein neues Leben , in einer neuen Stadt , beginnt relativ schnell und lässt einen als Leser völlig abtauchen. Denn schnell gerät Flo in so einige Turbulenzen, ihr Juniorchef sieht viel zu gut aus und wird von wirklich jeder Frau umgarnt, Jan, ein Mitarbeiter hat es ihr widerrum auch angetan. Und ehe sie es sich versieht hat sie nicht nur einen, sondern gleich zwei Kerle an der Backe. Wie geht es aus? Genau das fragte ich mich auch und so kam es, das ich dieses Buch erst nach der Auflösung bzw. nach der letzten Seite, aus der Hand legen konnte. Fazit Dieses Buch ist ein leichter,flotter Roman für Zwischendurch um einfach ein mal abzuschalten und seine Seele baumeln zu lassen. Ich hatte sehr viel Spass beim Lesen und musste das ein oder andere mal köstlich lachen. Auch die Charaktere waren mir sehr sympathisch und die Idee der Geschichte gefiel mir gut. Ich sag nur - Knöpfe-. Trotz dem Lob meinerseits vergebe ich nur 3 Blümchen, denn der Schreibstil war teilweise zu flach und zu einfach gehalten. Auch gab es hier und da mal ein paar Kleinigkeiten die mich gestört haben. Und trotzdem habe ich es gerne gelesen. Danke Kerstin für das Buch!

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  • Rezension zu "Sushi oder Labskaus" von Kerstin Michelsen

    Sushi oder Labskaus

    Sunnyle

    17. January 2013 um 21:10

    "Sushi oder Labskaus" ist die zweite Veröffentlichung der Autorin Kerstin Michelsen. Befasst sich ihre Erstveröffentlichung "Einfach so" mit einem doch sehr traurigen Thema, zieht es die Autorin mit "Sushi oder Labskaus" in das Genre "Chick Lit". Flo ist eine sympathische Protagonistin, welche mehr oder weniger in ihren neuen Job "stolpert". Aufgrund einer Annonce in der Zeitung nutzt sie ihre Chance und bewirbt sich auf gut Glück bei einer Firma, bei welcher sie ziemlich unvorbereitet zum Vorstellungsgespräch auftaucht. Dennoch gelingt es ihr den Job an Land zu ziehen und so muss sie bald feststellen, dass der Juniorchef Justus, welcher bei ihrem Vorstellungsgespräch nicht anwesend war, durchaus sehr attraktiv ist. Dass Justus nicht nur Flo gefällt muss diese schnell feststellen, denn nicht nur dessen Schubladeninhalt sagt mehr über ihn aus, als ihr lieb ist, sondern auch die Arbeitskleidung ihrer Kolleginnen besteht überwiegend aus seeehr kurzen Röcken, ziemlich hohen Schuhen und die Mittagspause wird durch ein Thema dominiert. Doch Flo hat Glück, und kommt ihrem Chef näher als sie jemals gedacht hätte. Und auch wenn sie weiß, dass sie bei diesem nie die erste Geige spielen wird, lässt sie sich auf ihn ein. Wäre das nicht schon schlimm genug, gibt es da auch noch Jan! Der nette Lagerarbeiter, von welchem Flo ebenfalls sehr angetan ist... Zu Beginn des Buches wird man mitten in die Handlung geworfen. Von Anfang an weiß man daher als Leser, dass Flo sich in einer ziemlich fragwürdigen Situation wiederfinden wird. Die Antworten auf die Fragen wieso, weshalb, warum jedoch, die muss, man sich schon selbst erlesen ;). Die Umsetzung gelingt der Autorin sehr gekonnt. Langeweile kam während des Lesens nicht auf, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Der rote Faden, welcher sich konsequent durch das Buch zieht, ist gut ausgearbeitet und lässt nach und nach die Situation entstehen, in welche man zu Beginn bereits hineinschnuppern durfte. Die Geschichte besticht durch Witz in den Dialogen und eine authentisch dargestellte Frauenfreundschaft zwischen Flo und deren besten Freundinnen. Was ich als etwas widersprüchlich empfunden habe, war die leichte Doppelmoral, welcher sich Flo hingibt. Sie bemängelt in gewisser Weise, dass sich ihr Chef mit anderen Frauen einlässt, handelt aber selbst nicht wirklich anders. Ich empfand dieses Szenario nicht als abwegig, aber hier habe ich im Nachhinein doch etwas mit der Logik hinter Flo´s Gedanken gehadert. Ebenso kam auch das Ende ziemlich abrupt und mit einem (für meinen Geschmack) etwas unglaubwürdigem Ende. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich schön lesen, weshalb ich dieses Buch ziemlich schnell verschlungen hatte. Die Charaktere sind durchweg facettenreich ausgearbeitet. Sei es Flo, aus deren "Ich"-Perspektive erzählt wird, was deren Gefühlswirrwar für mich als Leserin sehr greifbar gemacht hat oder die Möglichkeit, welche sich ihr während der Handlung eröffnet und ihr die Gelegenheit gibt, zu zeigen, was wirklich in ihr steckt. Die männlichen Nebencharaktere könnten unterschiedlicher nicht ausgearbeitet sein. Auf der einen Seite ist da der gut aussehende "Hugh Grant - Klon", welcher keine Möglichkeit auslässt, kurzen Röcken nachzugaffen und sich stets rarmacht. Manchmal kam in mir das Gefühl auf, dass die Firma gar nicht durch den Junior- oder Seniorchef, sondern durch deren Sekretärin Stützi geführt wird. Beide glänzen nämlich ziemlich oft durch Abwesenheit in der Firma. Und auf der anderen Seite ist da der ebenfalls nicht zu verachtende Jan. Lagerarbeiter, fleißig und eine Seele, auf die man (Frau) sich verlassen kann. Dass hier die Gefühle der Protagonistin nicht so recht wissen, in welche Richtung es sie zieht, ist deshalb nur verständlich. Doch für wen wird Flo sich entscheiden? Fazit: "Sushi oder Labskaus" besticht durch einen leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil. Sehr schön fand ich, dass der Anfang neugierig auf den Handlungsverlauf macht und dieser nie ins Stocken geraten ist. Im Großen und Ganzen ist das Buch unterhaltend und durchaus empfehlenswert. Manche Ungereimtheiten, wie beispielsweise die Doppelmoral von Flo oder das für mich sehr überraschende Ende haben die Lesefreude zwar nicht unbedingt getrübt, mich jedoch mit einem Stirnrunzeln zurückgelassen. Wer eine leichte Lektüre für zwischendurch sucht, wird mit diesem Buch gewiss nichts falsch machen.

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  • Rezension zu "Sushi oder Labskaus" von Kerstin Michelsen

    Sushi oder Labskaus

    Tintenelfe

    26. December 2012 um 22:55

    Florence, Flo genannt, ist Anfang dreißig und hat sich bisher von einem Job zum nächsten gehangelt, ebenso wie sie es mit ihren Liebhabern zu tun pflegt. Als sie sich in Hamburg auf eine Stelle als Assistentin der Geschäftsleitung bewirbt, beginnt für das "Mädchen vom Lande" ein neuer Lebensabschnitt. Justus Thiemann, ihr neuer Chef, sieht aus wie Hugh Grant und wickelt das gesamte weibliche Personal der Knopffirma um den kleinen Finger. Kein Wunder, dass auch Flo dem smarten Juniorchef nicht widerstehen kann, obwohl sie ahnt, dass er niemals ihr allein gehören wird. Aber auch Flo ist kein Kind von Traurigkeit und beginnt zeitgleich eine Beziehung zu Jan, einem bodenständigen Künstler, der im Lager der Firma beschäftigt ist. Bald schon wächst ihr diese Ménage-à-trois jedoch über den Kopf und sie muss sich entscheiden... Okay, die Geschichte ist jetzt nicht neu und man ahnt auch schon, wie es ausgehen wird, jedoch ist der Roman leicht und flüssig geschrieben und unterhält auf charmante Weise. Flo ist eine sehr impulsive Person, die sich ohne Zögern sofort in eine Beziehung wirft. Dabei lässt sie sich ausschließlich vom Augenblick leiten und erinnert dabei ein wenig an ein Kind, das beim Anblick von Schokolade im Supermarkt alles vergisst und einfach zugreift. Manchmal klingt leise durch, dass sie eigentlich anders sein will, auch wenig Wert auf Äußerlichkeiten, Geld und Luxus legt. Letztendlich kann sie sich jedoch dem Reiz von tollen Restaurants, Designerkleidung und vor allem eines heiß umschwärmten Mannes nicht entziehen. Wirklich verstehen konnte ich sie dadurch nie, aber auch nicht die Männer, die sehr wohl voneinander wissen. In der Hälfte des Buches nimmt die Handlung an Fahrt auf, nicht zuletzt, weil Flo sich ausnahmsweise nicht auf ihr Liebesleben, sondern auf ihren Job konzentriert und hier zeigt, was in ihr steckt. So habe ich den Roman auch in gut zwei Stunden durchgelesen. Das Ende kam mir jedoch etwas zu abrupt und nicht wirklich nachvollziehbar - auf beiden Seiten. Den Inhalt des Zettels, den Flo am Anfang und am Ende des Buches in der Hand hält, fand ich schlicht übersteigert und er kam zu sehr aus heiterem Himmel. Aber das ist vielleicht Geschmackssache. "Sushi oder Labskaus" ist ein wenig anspruchsvoller, aber unterhaltsamer Roman für eine kleine Auszeit vom Alltag. Da die Figuren einfach nicht aus meiner Welt stammen und ich ihre Verhaltensweisen auch nur selten nachvollziehen konnte, hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, wirkliche Sympathien für sie zu entwickeln, daher gibt es trotz des Lesespaßes, den ich hatte, nur vier Tintenfässchen. © Tintenelfe www.tintenhain.de

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