Kerstin Ostmann Es lohnt sich um jeden Tag

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Inhaltsangabe zu „Es lohnt sich um jeden Tag“ von Kerstin Ostmann

Ein Plädoyer für die Würde der Patienten Kerstin Ostmann, Mutter von zwei Söhnen, erfolgreiche Trampolinspringerin, kämpft zwölf Jahre gegen den Krebs. Im Leistungssport hat sie gelernt: Wer aufgibt, hat schon verloren. Kerstin ringt um Selbstbestimmung und um ein individuelles Behandlungskonzept in einem Medizinbetrieb, der Patienten oft zum Objekt degradiert. Aus ihrem Leiden immer wieder neue Kräfte schöpfend, leistet sie ihrer wuchernden Krankheit bis zuletzt energischen Widerstand. Trotz zunehmender Lebenseinschnürung nimmt sie ihre Familie, ihre Freunde und sich selbst intensiver wahr als früher. Auch im Wissen um den nahen Tod ist sie fähig zu genießen und sich zu freuen. Als sie zu schwach ist, setzt der Journalist Richard Rickelmann, ihr Adoptivvater, die Arbeit am Buch allein fort. Die häufig schwierige, mit Emotionen, Erwartungen und Enttäuschungen belastete Arzt-Patienten-Beziehung wird rückhaltlos beschrieben: Gravierende Versäumnisse bei ihrer Therapie veranlassen Kerstin schließlich zu einer Klage gegen ihren Operateur und die sie behandelnde Klinik. Der Prozess endet nach ihrem Tod mit einem Vergleich.

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  • Rezension zu "Es lohnt sich um jeden Tag" von Kerstin Ostmann

    Es lohnt sich um jeden Tag
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. January 2012 um 12:59

    Klappentext: Ein Plädoyer für die Würde der Patienten. Kerstin Ostmann, Spitzensportlerin, stellt sich ihrer Krebserkrankung mit bewundernswerter innerer Kraft. Körperliche Eingriffe und schwere Krisen nach schlimmen Diagnosen steht sie durch und schiebt damit den Zeitpunkt des Sterbens deutlich hinaus. Ihre Lebensgeschichte macht Mut. Richard Rickelmann, selbst kinderlos, ist von Kerstins Persönlichkeit beeindruckt und adoptiert sie. Als Mitbegründer der Alexandra-Lang-Stiftung für Patientenrechte hilft er ihr bei der Suche nach geeigneten Therapien und unterstützt sie und ihre Familie gegen im Prozess gegen einen ihrer Ärzte. Meine Meinung: Dieses Buch erzählt die Geschichte einer jungen Frau, einer Mutter zweier Kinder, eine Ehefrau, die ihre Familie und das Leben liebt. Sie könnte sein wie Du und ich, wäre da nicht ihr knallharter Kampf gegen den Krebs. Kerstin versucht sich diesem Kampf zu stellen und wer weiß, vielleicht hätte sie ihn schaffen können, wäre da nicht der Starrsinn und die Ignoranz mancher Ärzte gewesen, die zu spät erkannten, dass sie ganz anders hätte behandelt werden müssen. Doch Kerstin Ostmann gibt nicht auf, sie kämpft weiterhin gegen ihre Krankheit und gegen den Prozess eines bestimmten Arztes, bis zu ihrem letzten Tag. Dass Kerstin den Kampf nicht überlebt, steht sehr schnell auch anhand des Klappentextes fest. Ich erwähne es auch bewusst, denn dieses Buch macht zwar zum einen Mut, dennoch ist es ein sehr sensibles Thema, mit dem nicht jeder umgehen kann. Zunächst einmal liest der Leser aus Sicht von Kerstin. Sie berichtet in einer Art Tagebucheinträgen von ihrer Diagnose, dem Leben mit dem Krebs, ihre Behandlungen, Erfahrungen mit der Familie und den Mitmenschen. Dabei erfährt sie leider nicht immer nur Mitgefühl, sondern auch Unverständnis und Verachtung. Später dann berichtet Richard Rickelmann, ihr Adoptivvater weiter. Er steht ihr in all der Zeit als Freund zur Seite, unterstützt sie, wo er nur kann und adoptiert sie zum Schluss. So oft kamen mir ihre Berichte erschreckend und knallhart, nicht geschönt aber verdammt ehrlich vor. Vieles lies mich fassungslos zurück und ich brauchte einige Atempausen, um das gelesene zu verkraften. Der Leser lernt die Personen in ihrer Umgebung dank der ausführlichen Beschreibung kennen und hat das Gefühl mittendrin zu sein. Auch Kerstin Ostmann selbst, erscheint einem sehr nahe, mit all ihren Ängsten, ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit. Der Schreibstil ist sehr einfach und hatte einige Stolpersteine für mich parat. So bezeichnete Kerstin z. B. Ihren Adoptivvater „Daddy“ und dann wieder Richard. Dies kam mir leider etwas unpassend, nicht stimmig vor und hinderte mich im Lesefluss. Auch kamen einige Wiederholungen vor, gerade was ihre Erfahrungen und Behandlungen anging. Andererseits muss ich sagen, dass obwohl sie so zahlreiche Diagnosen, Therapien und Medikamente erhielt und über diese berichtete, fanden sich dennoch keine großartigen Fremdwörter darin, sodass ich ein Lexikon hätte haben müssen. Im Gegenteil, sie erklärte diese Dinge in einem leicht verständlichen Ton, sodass auch Laien sehr gut zurechtkommen können. Interessant war es auch, dass später im letzten Drittel ungefähr, Fotos von Kerstin und ihrer Familie abgebildet sind. So machte es diese Geschichte etwas persönlicher, vielleicht aber auch dramatischer, weil der Leser erst recht das Gefühl bekommt, Kerstin zu kennen. Mit 382 Seiten hatte die Geschichte eine ganz gute Länge, obwohl sie zwischendurch etwas langatmig erschien. Fazit: Eins sollte der zukünftige Leser wissen: In diesem Roman gibt es kein Happy End, keine mitleidserregende Geschichte und auch keine allgemeine Abrechnung mit den Ärzten. Dieses Buch erzählt einfach nur die dramatische Geschichte von Kerstin Ostmann, die sich gegen ihre Krankheit stellte, den falschen Ärzten oder auch dem falschen Arzt, vertraute und dennoch nicht bereit war aufzugeben. Trotz des dramatischen und traurigen Ausgangs macht dieses Buch Mut zu kämpfen! Es lässt mich nachdenklich zurück, mit dem Wissen wie dankbar ich für jeden Tag bin, an dem meine Lieben und ich gesund sind. Kerstin Ostmann, verstarb 2008 im Alter von 44 Jahren. Richard Rickelmann, geb. 1939, Journalist, Spiegel, seit 1999 Stern, heute freier Autor, auch für Frontal 21, Mona Lisa, Schwerpunkt Medizin. Mitautor von »Exporteure des Todes. Deutscher Rüstungsskandal in Nahost« (1990), »Mafia im Staat. Deutschland fällt unter die Räuber« (1992) »Ware Patient. Woran unsere medizinische Versorgung wirklich krankt« (2010).(Quelle: Aufbau Verlag) © Michaela Gutowsky

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