Kerstin Pflieger Die Alchemie der Unsterblichkeit

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Inhaltsangabe zu „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ von Kerstin Pflieger

Wenn Sie lebend ankommen wollen, tun Sie was ich sage. Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch diese finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine brutale Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist. Und ein Mord folgt auf den nächsten.

Sehr spannend und überraschenderweise so gar nicht kitschig. Zu empfehlen!

— Anke_Ackermann
Anke_Ackermann

Ein Fantasy Krimi mit Rätselraten bis kurz vor Schluß wer der Mörder ist und warum. Einfach klasse.

— KayvanTee
KayvanTee

Wundervoll düster, sagenhaft spannend und voller Action und Mysterien

— DeaScripta
DeaScripta

Wow, die ersten Seiten und ich bin total fasziniert! Düsterer Charme des 18. Jhd + ein Vampirjäger wider Willen -bin jetzt schon begeistert

— Aleshanee
Aleshanee

Ein geniales und einzigartiges Buch!

— missmistersland
missmistersland

Erinnert etwas an Sleepy Hollow, was aber keines Wegs schlecht ist. Humorvolle und gute Charaktären. Freu mich schon auf den 2ten Band

— Shiro_91
Shiro_91

Wer schrullige Charaktäre, unerwartete Begebenheiten und eine gehörige Menge Humor liebt wird hier bestens bedient ... weiter in Band 2 :D

— xlazarus
xlazarus

Icherios Ceihn, sleepy hollow lässt grüßen und dann ist der gute noch aus KA => haben will :)

— xoxoJade
xoxoJade

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    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    KayvanTee

    KayvanTee

    17. March 2016 um 23:12

    "Wenn Sie lebend ankommen wollen, tun Sie, was ich sage"Karlsruhe, 4. Septembris Anno Domini 1771. Der junge Gelehrte Icherios Ceihn bekommt einen Auftrag von einer Kanzlei die ihn in den tiefen Schwarzwald führt. Er soll die Morde in dem kleinen Dorf Dornfelde aufklären. Dort angekommen muss er fest stellen, dass er es nicht nur mit dem Mörder sondern auch Werwölfen, Vampiren, Irrlichtern und Worgen zu tun hat. Icherio muss schnell handeln den der Mörder mordet weiter und auch sein eigenes Leben ist bedroht.Ein wirklich toller Fantasy Krimi. Rätselraten um den Mörder bis kurz vor Schluss. Zumindest ging es mir so. Mir hat die Story richtig gut gefallen mit diesen Elementen, Fantasy und Krimi. Ich bin sofort in die Geschichte abgetaucht und mit dem flüssigen und bildlichen Schreibstil war sie auch sehr angenehm zu lesen. Jeder Charakter hat so seine Eigenheiten und keiner gleicht dem anderen, fand ich richtig gut. Auch die Atmosphäre die hier wirkt, ist sehr lebendig geworden. Und mit dem tollen Cover würde es mir schwerfallen an diesem Buch vorbeizugehen. Die Idee mit dem Scherenschnitt ist einfach klasse. Ich hab mir gleich mal Band zwei bestellt und freue mich schon darauf wie es mit Icherio Ceihn und einem neuen Fall weiter geht.Fazit:Ein toller Krimi im Reich der Fantasy, den man schön eingekuschelt in einer Decke mit Tee oder Wein genießen kann. 5 von 5 Sternen da ich mich während dem lesen so wohl gefühlt habe und die Geschichte für mich lebendig wurde und es einfach eine tolle Story ist.

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  • Düsterer Krimi

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    bieberbruda

    bieberbruda

    07. April 2015 um 11:35

    Ich habe den zweiten Band "Der Krähenturm" bereits verschlungen und mich sehr auf "Die Alchemie der Unsterblichkeit" gefreut. Auch dieses mal geht es düster zu, denn im tiefsten Schwarzwald geschehen grausame Morde. Die Story: Der junge Gelehrte Icherios Creihn soll im Auftrag der Kanzlei für unnatürliche Begebenheiten in den nach Dornfelde reisen. In diesem "dunklen Territorium" kam es zu blutigen Morden, die Icherios aufklären soll. Doch als er im Schwarzwald ankommt, muss er es nicht nur mit geheimnisvollen Menschen aufnehmen, sondern auch mit Vampiren, Werwölfen und anderen Kreaturen. Wem kann er trauen und wer begeht die Morde? Meine Meinung: Ein Kriminalroman in einen außergewöhnlichen Setting und mit düsteren Kreaturen. Das sind eigentlich gute Voraussetzungen für super Buch. Leider wird der Täter zu schnell enttarnt - das ist bei einem Krimi immer besonders Schade. Auch die Schreibweise ist im Debüt etwas gewöhnungsbedürftig, da teilweise sehr langatmig beschrieben wird. An anderen Stellen wirkt es allerdings etwas "abgehackt". Diese negativen Aspekte werden aber durch die tolle und düstere Atmosphäre wieder gut gemacht. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen - insbesondere Icherios, der eigentlich recht nüchtern und wissenschaftlich vorgeht. Im dunklen Territorium prallen tatsächlich zwei Welten aufeinander, was manchmal ganz schön komisch wird. Übrigens: Trotz des recht kindlich wirkenden Cover geht es in dem Buch ziemlich blutig und grausam zu. Fazit: Ein historischer Krimi, der mit schönen Ideen und einer düsteren Atmosphäre überzeugt. Ich vergebe 4 Sterne.

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  • Skurriler Fantasy-Krimi im düsteren 18. Jhd

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Aleshanee

    Aleshanee

    Der erste Teil der Reihe Zum Inhalt 1771, Karlsruhe Der angehende Medizinstudent Icherios Ceihn muss sich in der von Hungersnöten gebeutelten Stadt irgendwie über Wasser halten. Als ihm sein Mentor Raban von Helmstatt eine scheinbar günstige Gelegenheit bietet, einen etwas heiklen Auftrag zu erfüllen, ergreift Icherios diese Chance. Er begibt sich in die Kanzelley zur Inspektion unnatürlicher Begebenheiten und wird dort von dem schrulligen, sonderbaren Anselm von Freyberg in Empfang genommen. Das ganze seltsame Gebaren des Rosenkreuzers wirkt einschüchternd auf den jungen Icherios Ceihn, doch er braucht dringend das Geld, um sich endlich von seinem tyrannischen Vater loszusagen. Er nimmt den Auftrag an, eine bestialische Mordserie außerhalb der Mauern von Karlsruhe aufzuklären, die ihn mitten in die beängstigende Abgeschiedenheit des Schwarzwalds führt. Niemals hätte er das Grauen in Erwägung gezogen, das ihn dort erwartet - diese Reise wird sein Leben für immer verändern ... Meine Meinung Das Cover, ein absoluter Hingucker. Das und der Titel hat mich vor längerer Zeit bewogen, das Buch zu ertauschen und viel zu lange hat es auf meinem SuB geschlummert. Schon als ich die ersten Seiten gelesen habe, dachte ich mir, wow, das wird ein richtig, richtig gutes Buch! Es erinnert tatsächlich ein bisschen an den Film Sleepy Hollow, gemischt mit Bram Stokers Dracula und noch einigen anderen phantastischen Elementen. Der Protagonist Icherios Ceihn ist ein Mann der Wissenschaft. Glaube und Aberglaube sind ihm suspekt. Er ist noch jung, unbedarft und ehrlich, denn das Lügen fällt ihm beharrlich schwer. Mitgefühl ist sein ständiger Begleiter, doch er ist stur und ein Verfechter der Grundlagen der Alchemie. Seit Jahren bewirbt er sich um ein Stipendium und hofft auf einen Studienplatz der Medizin, doch durch seine wohlhabende Familie bleibt ihm das verwehrt. Icherios will endlich seinem tyrannischen Vater entfliehen, der seinen Reichtum dadurch mehrt, dass er anderen Leuten das Geld aus der Tasche und sie über den Tisch zieht. Icherios Reise in den düsteren Schwarzwald ist endlich eine Möglichkeit, seiner Abhängigkeit zu entfliehen - sein einziger vertrauter Begleiter ist seine Ratte Maleficium. Was er in der abgeriegelten Stadt Dornfelde jedoch nach und nach aufdeckt, erschüttert das bisherige Weltbild des jungen Mannes und er macht eine gewaltige Entwicklung durch. Der wunderschön verschrobene und trotzdem flüssige Schreibstil von Kerstin Pflieger hat perfekt die mysteriöse und düstere Stimmung des Jahres 1771 eingefangen. Einerseits ausladend, aber auf den Punkt gebracht ist das Tempo von Anfang bis Ende gleich geblieben ohne überflüssige Schnörkel. Ich hatte ständig Bilder im Kopf und konnte wunderbar in diese grausame, faszinierende Welt eintauchen. Ich bin lange im Dunkeln getappt und habe gespannt die Aufklärungsversuche des jungen Inspektors verfolgt - es gab viele Hinweise, die aber noch ausreichend Raum für Spekulationen ließen. Erst auf den letzten Seiten wird die Identität des Mörders und seine Beweggründe enthüllt, die perfekt in das Bild gepasst haben. Die Wahl der Namen fand ich hier auch sehr gelungen - am Ende des Buches gibt es ein Glossar für einige Bezeichnungen, wie auch eine Liste der dramatis personae. Witzig fand ich auch den Namen des Kutschers "Renfin" (für alle, die sich nicht erinnern: Renfield war der Gehilfe bei Bram Stokers Dracula ;) ) Fazit Die düstere Atmosphäre dieses mystischen Fantasykrimis wird eindringlich und mit schonungsloser Offenheit erzählt. Gekonnt führt die Autorin von der Realität in eine absonderliche Welt, in der das Grauen und die Existenz Furcht erregender Wesen Wirklichkeit werden. Spannend und überraschend mit ausgefallenen Charakteren. Macht Lust auf mehr :) © Aleshanee Weltenwanderer Band 2: Der Krähenturm

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    • 4
  • Die Alchemie der Unsterblichkeit

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    ErinaSchnabu

    ErinaSchnabu

    30. April 2014 um 15:47

    Zum Inhalt: Anno Domini 1771: Icherios Ceihn ist ein junger Gelehrter aus Karlsruhe und wird von einem Geheimbund in den Schwarzwald geschickt, um dort eine Mordserie aufzuklären. In dem Dorf, in dem diese Morde passieren, trifft er auf alle möglichen Wesen, die er mit seiner wissenschaftlichen Einstellung nicht erklären kann: Irrlichter, Worge, Vampire, Wehrwölfe... Icherios beginnt, die grausamen Morde aufzudecken und stellt fest, dass der Mörder irgendwo unter ihnen sein muss... Meine Meinung: "Die Alchemie der Unsterblichkeit" ist ein spannender Genre-Mix für zwischendurch. Historischer Roman, Fantasy, Horror und Krimi werden hier vereint. Die Theorien sind interessant und nachvollziehbar, die Mischung aus Tatsachen und fantastischen Elementen wirkt glaubhaft und die Erklärungen für diverse Wesen, die Icherios aus Karlsruhe so nicht kannte, sind nachvollziehbar. Wie in einem Krimi, werden viele Fragen aufgeworfen und nach und nach aufgeklärt. Pflieger versteht es, Spannung aufzubauen, sodass man gerne weiter liest. Offen bleiben allerdings einige Fragen zu Icherios und seiner Vergangenheit, doch ich bin mir sicher, dass diese in der Fortsetzung "Der Krähenturm" beantwortet werden. Das einzige, was ich bei dieser Ausgabe (1. Auflage) zu bemäkeln habe, sind die Komma- und Tippfehler. Ganz oft fehlten Kommata und ab und zu habe ich auch mal Tippfehler gesehen, was ich bei einem großen Verlag, dessen Romane doch durch zig Hände gehen, nicht wirklich nachvollziehen kann. Geschweige denn, warum Menschen, die keine perfekte Rechtschreibung beherrschen, im Lektorat oder Korrektorat arbeiten. Bezeichnet mich als kleinlich, aber bei sowas bin ich wirklich empfindlich. :/ Fazit: Nichtsdestotrotz hat mir das Lesen sehr viel Spaß bereitet und ich freue mich schon auf die Fortsetzung "Der Krähenturm". :) 4 Sterne! 

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  • Tim Burton als Buch!

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    missmistersland

    missmistersland

    31. January 2014 um 13:04

    Durch Zufall bin ich auf das Buch "Die Alchemie der Unsterblichkeit" gestossen - anfangs war ich mir nicht sicher. Sleepy Hollow ist einer meiner Lieblingsfilme und ich war skeptisch in wie weit ein Buch gut sein kann das an Sleepy Hollow angelehnt ist. Letztendlich hat mich das wirklich schöne Cover überzeugt (nicht sehr sinnig, aber so war es, vor allem weil ich es als ebook habe). Im Nachhinein muss ich sagen: zum Glück. Auch wenn der Held sehr an Tim Burtons Ichabod Crane erinnert, ist die Geschichte eine völlig andere. Gut finde ich auch das die Autorin offen sagt sich an Sleepy Hollow origentiert zu haben, da ist ja absoulut nichts schlimmes darn. Ich habe dieses Buch in einem Aufwasch gelesen und wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist schön, düster und unglaublich bildlich geschrieben. Ein großes Kompliment an die Autorin - Sie haben mich zu 100% gefesselt. Bereits nach der Hälfte des Buches habe ich mir den zweiten Teil gekauft (auch super!!) um ja keine Sekunde zwischen den Büchern zu verschwenden. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, es ist jeden Cent wert. Eine Frage habe ich aber noch: Ist Katrina van Tassel hier Loretta. Genau so habe ich sie mir von Anfang an vorgestellt :)

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  • Rezension zu "Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    11. September 2013 um 11:03

    "Dunst und Nebelschwaden, die in langen Bändern vom Wald herüberwehten, versuchten das Schloss zu umhüllen. Hin und wieder lichtete sich der Nebel, und man sah eine schwache Sonne gegen das Zwielicht ankämpfen." Lange, lange Zeit befand sich "Alchemie der Unterblichkeit" auf meinem Wunschzettel, weshalb ich wahnsinnig froh war, als ich es endlich in meinen Händen hielt. Allerdings stellte sich schon bald heraus, dass die Vorfreude vergebens war, denn hinter dem schönen Cover befand sich ein miserables Buch. Alles begann mit dem Schreibstil, der zwar nicht schlecht war, aber dafür extrem agehackt wirkte. Kurze für kurze Sätze reihten sich aneinander und nicht selten wurden wichtige Ereignisse in einem kleinen Abschnitt abgehandelt. Auch die Erklärungen verliefen ähnlich kurz - wenn die Autorin sich überhaupt die Mühe machte.  Durch diesen Stil blieb alles auf der Strecke: Die Hauptpersonen blieben flach und undetailliert und handelten mehr als einmal nicht nachvollziehbar. Die Handlung plätschert nur so vor sich hin, um im entscheidenden Moment auch in einem kleinen Abschnitt abgehandelt zu werden. Der Plot hinter "Alchemie der Unsterblichkeit" war eher schwach und lag nach der Hälfte des Buches bereits deutlich vor meinen Augen. Dabei hatte dieses Buch so großes Potenzial! Denn die Geschichte verzaubert seine Leser mit seinem Einfallsreichtum - nur um sogleich glorreich unterzugehen, da die Umsetzung in keinster Weise mithalten konnte. Schade. Fazit: Das Potenzial war da, doch leider mangelte es gewaltig an der Umsetzung. Einen Stern gibt es von mir. 

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  • Unterhaltsamer Vampir- und Werwolf-Krimi

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Rennhenn

    Rennhenn

    18. April 2013 um 12:36

    Wir befinden uns im Jahre des Herrn 1711. Der junge Karlsruher Inspektor Icherios Creihn wird überraschend zur Aufklärung einer brutalen Mordserie in das Städtchen Dornfelde im Schwarzwald abberufen. Die Anweisungen seiner Auftraggeber sind knapp und nicht allzu aufschlussreich und am Ziel angekommen stellt Creihn mit Schrecken fest, von Vampiren und Werwölfen umgeben zu sein, die hier Seite an Seite mit Menschen leben. Die Ermittlungen erweisen sich nicht nur wegen der ungewöhnlichen Gegebenheiten als sehr schwierig, auch das aufkeimende Misstrauen zwischen Menschen und Dunkelwesen sowie das kaltblütige Vorgehen des Mörders, setzen Creihn enorm unter Druck. Eigentlich bin ich keine große Leserin von klassischen Fantasy-Geschichten. Diese hier hat mich jedoch gleich gefesselt, vielleicht weil es sich im Grunde genommen um einen Krimi handelt. Außerdem steh ich auf Vampire und Werwölfe Die Geschichte nimmt schnell an Fahrt auf und dank des schnörkellosen Schreibstils der Autorin kommt man gut voran. Die Charakterbeschreibungen sind meiner Meinung nach gelungen: die Unsympathischen kann man nicht leiden, die Netten schließt man schnell ins Herz und die Rätselhaften sind schwer zu durchschauen. Apropos Durchschauen. Ich hatte schon sehr bald eine konkrete Ahnung, wer der Täter ist und sollte mit meinem Tip auch Recht behalten. Meiner Meinung nach hat die Autorin ein paar zu offensichtliche Randbemerkungen ins Geschehen einfließen lassen. Dies hat meinem Lesevergnügen dennoch keinen Abbruch getan, denn es war spannend mitzuverfolgen wie der Mörder den Ermittlern bis zum Schluß immer einen Schritt voraus ist und wie sich Creihn nach und nach die Lösung des Falls erschließt. Die Geschichte selbst hat mich gefesselt. Allerdings sind mir gleich zu Beginn diverse Parallelen zu Tim Burton’s Film “Sleepy Hollow” aufgefallen. Die Hauptfigur Icherios Creihn ähnelt nicht nur namentlich der von Johnny Depp gespielten Filmfigur Ichabod Crane. Beide teilen streng wissenschaftliche Ansichten und haben Schwierigkeiten, das Übersinnliche zu akzeptieren. Beide verlieben sich in die zarte Tochter ihres Gastgebers und beide haben rätselhafte Narben, die auf ein dunkles Geheimnis schließen lassen. Man mag das als Hommage sehen, ich war allerdings ein wenig enttäuscht, hatte ich mir von dem Roman doch etwas mehr erwartet, als einen Aufguss einer mir altbekannten Geschichte. Glücklicherweise verlor sich dieser Eindruck beim Weiterlesen, denn die Geschichte rückt dann doch wieder von “Sleepy Hollow” ab. Sehr schade finde ich, dass das Lektorat offensichtlich nicht so funktioniert hat wie es hätte sollen: Im Text verstecken sich zahlreiche Tipp- und Zeichenfehler. Natürlich gibt es immer mal ein oder zwei Fehlerchen in Büchern, bei so langen Texten ist das einfach nicht komplett auszuschließen, zumal ja auch nur ganz normale Menschen am Werk sind. Hier tritt dieses Phänomen allerdings gehäuft und auffallend oft auf, was mich persönlich wirklich stört. Ich hoffe, dass vor einer eventuellen Neuauflage nochmals korrigiert bzw. in den Fortsetzungen der Reihe von Vorneherein mehr Sorgfalt beim Lektorat aufgewendet wird. Trotz der erwähnten Mängel habe ich mich beim Lesen von Kerstin Pfliegers Erstlingswerk ausgesprochen gut unterhalten gefühlt und werde mir daher gerne den Nachfolger “Der Krähenturm” zu Gemüte führen. Ich bin gespannt, wie sich der junge Inspektor weiterentwickelt und bin natürlich neugierig zu erfahren, was es mit seinen Narben auf sich hat.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Abraxandria

    Abraxandria

    12. March 2013 um 19:38

    Der etwas scheue Inspektor Icherios Ceihn wird im Jahre 1771 von Karlsruhe aus in das düstere Dornfelde, einem mystischen Ort mitten im tiefen Schwarzwald, geschickt. Dort soll er eine brutale Mordserie aufklären. Keiner glaubt jedoch daran, dass der Inspektor die Fähigkeit besitzt. etwas gegen den Mörder zu unternehmen. Auch der Inspektor möchte am liebsten ganz schnell wieder weg. Eine schaurige Reise beginnt für ihn und er lernt Wesen kennen, von denen er nicht zu träumen gewagt hätte... * Meine Meinung: "Die Alchemie der Unsterblichkeit" ist der erste Roman der Autorin. "Der Krähenturm", die Fortsetzung, ist bereits erschienen. Im April 2013 wird mit "Sternenseelen, wenn die Nacht beginnt" ihr drittes Werk veröffentlicht. Der Schreibstil der Autorin reißt den Leser einfach mit. Man mag gar nicht glauben, dass dies ihr erstes Werk ist. Spannend und gruselig fegt die Handlung ohne Atempause über die Seiten. Einzigst den Anfang fand ich etwas schwerfällig, zumindest fiel mir der Einstieg nicht so leicht. Das Elend und die Hungersnot, die in Karlsruhe zu der Zeit herrschten, schreckten mich zunächst ab. Doch als es dann zur Fahrt durch den Schwarzwald und ins Dunkle Territorium übergeht, ist mein Interesse geweckt und ich verschlinge das Buch. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss gehalten. Lange habe ich falsch gerätselt, wer wohl als Mörder in Frage kommt. Erst ganz zum Schluss kam mir ein Verdacht. Die Morde sind nichts für schwache Nerven und werden detailliert geschildert. Mir hätte es auch gereicht, wenn nur die Opferfunde erwähnt worden wären. Ich brauche keine Beschreibung der Vergehensweise des Täters. Das war mir etwas zu genau und zu schockierend. In Dornfelde begegnen dem Inspektor eine Vielzahl dunkler Wesen. Da gibt es Vampire, Werwölfe, Worge, Geister, Ghoule, Irrlichter und so manches mehr. Icherios macht in diesem düsteren Ort eine Wandlung durch und ist nicht mehr der selbe, als er nach Mordaufklärung den Ort wieder verläßt. Er entdeckt ungeahnte Stärken in sich und nimmt eine Menge Wissen mit nach Hause. In dem dunklen Ort trifft man auf jede Menge sympathische wie auch abschreckende und rätselhafte Gestalten. Von den Nebencharakteren mochte ich besonders Renfin (den Kutscher), Kolchin (den Flurhüter), Calan (den Vampirfürsten) und Rabensang (den Anführer der Werwölfe). Eine kleine Liebesgeschichte gibt es auch, sogar gleich zwei. Zuerst weckt die Tochter des Bürgermeisters Icherios Begehren, dann die Vampirschwester des Fürsten. Der Roman hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es eine Spur zu düster für mich war. Darum vergebe ich einen Punkt Abzug. * Fazit: Ein packender Mystery-Thriller, der nach mehr als nur einer Fortsetzung schreit.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    15. February 2013 um 14:48

    Gelungenes Roman-Debut. Eine Hommage an den Film "Sleepy Hollow", das gibt die Autorin auch offen zu.
    Was der Spannung aber auch keinen Abbruch tut. Das Buch bringt frischen Wind ins Genre.

  • Rezension zu "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Mikage

    Mikage

    23. November 2012 um 00:50

    Zu Beginn des Buches wird man in die Verhältnisse im 18. Jahrhundert eingeführt. Im gesamten Land herrscht Lebensmittelknappheit und man findet Armut und Tod in den Straßen von Karlsruhe. Von dort aus verschlägt es den Leser in das Dunkle Territorium im Schwarzwald und nach Dornfelde wo von der Armut des restlichen Landes nichts zu spüren ist. Dennoch stellt man schnell fest, dass Dornfelde nicht das Paradies ist. Kerstin Pflieger schafft es wirklich die Atmosphäre passend einzufangen und dem Leser zu vermitteln. Ein wenig schwach kamen mir die Charaktere vor, ich habe zu keinem geschafft ein Gefühl der Verbundenheit aufzubauen. Nicht mal zu Ceihn, dem eindeutigen Hauptcharakter, den man am nächsten kennenlernt. Sohon, Rabensang und die Familie von Arken bleiben farblos und nur Kolchin lernt man etwas näher kennen. Das aber auch nur weil Ceihn in mag und sich sehr an ihn hält. Negativ sind mir die, wie soll ich es nennen, romantischen Zusammenkünfte der verschiedenen Charaktere aufgefallen. Sie passten einfach nicht in das Gesamtbild des Buches. Teilweise fand ich sie plump beschrieben. Sexszenen sind sehr heikel und wenn sie nicht im richtigen Augenblick eingebracht werden und gut beschrieben sind, wirken sie nicht authentisch und machen meiner Meinung nach mehr kaputt als dass sie das Buch schmackhafter machen. Besonders übel stieß es mit auf als Ceihn von einer nackten Loretta träumte. 'Tschuldigung, aber so wie es beschrieben wurde fand ich es nur abstoßend. Im großen und ganzen hatte das Buch viele Höhen und Tiefen. Manche Szenen waren wirklich toll beschrieben, wie zum Beispiel die Flucht vor dem Bären und anderen mangelte es wiederum an Tiefe. Für einen Debutroman halte ich ihn aber wirklich gut gelungen. Die Geschichte war interessant. Ein Krimi, der in einer faszinierenden altertümlichen Welt angesiedelt ist.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    FallenAngel11

    FallenAngel11

    04. September 2012 um 08:35

    Wenn Sie lebend ankommen wollen, tun Sie was ich sage Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch diese finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine brutale Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist. Und ein Mord folgt auf den nächsten ... Dieses Buch ist spannend bis zur letzten Seite. Icherios ist mir ans Herz gewachsen. Da denkt man ein schüchterner Kerl aber dann zeigt er auch andere Seiten die den Leser überraschen. Es geht aber nicht nur um die herkömmlichen Werwölfe und Vampire. Es tauchen auch andere Gestalten auf. Faszinierend wie jeder Autor eine andere Art findet seine Vampire und Werwölfe zu beschreiben. Es tauchen auch neue Kreaturen auf ZB: "Worge" "Ghoule" und was ist ein "Strigoi"? Das müsst ihr selber herraus finden. die Autorin hat sich da wirklich ins Zeug gelegt was ihre Figuren angeht.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Arith

    Arith

    14. August 2012 um 09:41

    Inhalt: Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch diese finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist. Und ein Mord folgt auf den nächsten … „Wenn Sie lebend ankommen wollen, tun Sie was ich sage.“ – Der zunächst ruhige Anfang, wird durch diesen Satz über den Haufen geworfen. Fragte man sich doch als Leser, was diese seltsame Kanzelley ist und wohin es den armen Icherios verschlägt, so änderte sich die Stimmung des Buches ab diesen Punkt. Das von Hungersnöten gepeinigte Karlsruhe, der unheimliche Schwarzwald, die Stimmung verdichtete und verdüsterte sich, bis Icherios Dornfelde erreicht. Danach nahm diese jedoch leider wieder ab, und wurde durch den Konflikt ersetzt, ob es Werwölfe und dergleichen wirklich gibt. Figuren: Die Figuren waren schön gezeichnet und charakterisiert. Besonders den Werwolf Rabensang konnte ich mir in seiner Persönlichkeit sehr gut vorstellen, manchmal sogar besser als Icherios. Der Inspektor selbst bestach mit seinen zwei Persönlichkeiten. Einmal der kühle, rationale Wissenschaftler, der Leichen seziert, ohne mit der Wimper zu zucken. Andererseits der Nervöse, der Änsgtliche, der mit seinem Verstand gar nicht diese paranormale Welt erfassen kann oder will. Dies war auch zugleich einer von Icherios‘ Anfangskonflikten – der Zwist zwischen Wissenschaft und Aberglaube. Leider wurde dieser zu schnell fallen gelassen und durch Wiederholungen ausgetauscht, dass er vor einiger Zeit er noch nicht an all diese Werwölfe, Vampire, … geglaubt hatte. Greifen konnte ich jedoch nicht die Vampire, weder Calan noch Carissima von Sohon. Diese wirkten sehr blass beim Lesen. Vielleicht weil die Autorin nicht zu viel verraten wollte, um ihre möglichen Mordmotive im Dunklen zu lassen. Die ständigen Gedankenspiele von Icherios, ob Sohon nicht doch unter Verdacht stehen könnte, traten jedoch so häufig auf, irgendwann hoffte ich nur noch, dass es eine absichtlich falsch gelegte Spur war. Dafür war Maleficium, sowohl als Figur als auch kleines Maskottchen, putzig. Ich liebe solche kleine Begleiter und am liebsten würde ich der Ratte ein Stück Käse für ihren tollen Auftritt geben. ;) Lob und Kritik: Lob verdient definitiv die Idee, diese Geschichte in einem deutschen Dorf spielen zu lassen, hinter einem historischen Hintergrund, und deren Umsetzung. Die Kulisse wird detailreich aufgebaut, man kann sich Schauplätze gut vor Augen rufen. Die Fülle an Figuren wirkte jedoch zu Beginn verwirrend, und im Laufe des Buches wünscht man sich dann mehr Hintergrund zu diesen Charakteren. Sicherlich kann man auf Grund der begrenzten Seiten nicht auf alle eingehen. Aber ich hätte mir gewünscht, mehr über Rabensang und Sohon herauszufinden, vielleicht ein wenig mehr über die Opfer. Ja, selbst bei Icherios tappe ich noch bei einigen Punkten seines Wesens im Dunkeln, auch wenn dies wahrscheinlich absichtlich für einen weiteren Band zurückgehalten wurde. Im Nachhinein fällt einem erst auf, dass alle Hinweise, die echten als auch die falschen, in ein Netz aus Details eingewoben sind, was ich hier definitiv als positiv herausstellen möchte. Dadurch, dass Icherios sich jedoch durch einen absolut undurchsichtigen Nebel aus Lügen, Intrigen und geheimen Machenschaften kämpfen muss, um überhaupt die wirklichen Beziehungen der Dorfbewohner klarzustellen, dämpft dies das Handlungstempo. Auch die Szenen, in denen der Mörder umgeht, sind ruhig geschrieben (durch die präzise Art des Tötens) und so kamen mir die spannenden Momente, die ich erwartet hätte, etwas zu kurz. Außerdem, wenn ich schon eine Sexszene andeute, um im Genre zu bleiben, dann bitte doch flüssig. Lustigerweise waren diese Zeilen, die holprigsten im Roman. Gleichzeitig hat der Wendepunkt, an dem die verschmähte Frau Rache nimmt, überrascht – damit hatte ich nicht mehr gerechnet. Der Täter oder die Suche nach dem Täter selbst hatte sich nach zwei Dritteln des Romans getan, ab da hatte ich ihn – und mein Verdacht bestätigte sich. Ich bin kein passionierter Krimileser, eher brauche ich diese Bücher der Abwechslung willen, daher ist es umso erstaunlicher, dass ich den Mörder / die Mörderin doch so schnell aufdeckte. Im letzten Drittel wurden auch die Hinweise so überdeutlich, ich las das Buch nur noch zu Ende, um die übergreifenden Zusammenhänge zu erfahren und verstehen. Und der dickste Kritikpunkt: die fehlerhafte Innengestaltung. Rechtschreibfehler, Wörter die durch Überarbeitungen stehen geblieben sind – das kann ich alles verzeihen. Aber nicht, wenn die Anführungszeichen ständig falsch gesetzt sind. Manchmal sogar mitten innerhalb der wörtlichen Rede, dafür dann keins mehr am Ende dieser. Das sind Stellen, bei denen man beim Lesen innehält und denkt: Moment mal, da spricht doch noch die Figur?! Oder nicht? Zusammenfassend: Zwischenzeitlich las sich das Buch wirklich gut und flüssig, dann aber gab es immer wieder Stellen, die sich zäh wanden und ich auch gar nicht das Verlangen spürte, unbedingt weiterzulesen. Bei einem Krimi fieber ich eigentlich dem Punkt entgegen, wenn der Mörder enttarnt wird, bei diesem Roman fehlte jedoch dieses Kribbeln, das einem magisch zum Buch zieht. Daher kann ich das Buch durch so seine sowohl guten als auch schlechten Punkte nur durschnittlich bewerten und vergebe drei von fünf Sternen für „Die Alchemie der Unsterblichkeit“.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Ahotep

    Ahotep

    23. July 2012 um 14:32

    Meinung Kerstin Pflieger erschuf mit dem Roman "Alchemie der Unsterblichkeit" eine mysteriöse Geschichte im Stile des Films "Sleepy Hollow", der sie zu diesem Buch inspirierte. Die Atmosphäre erinnerte mich an besagten Film oder an den Klassiker "Dracula" von Bram Stoker. Es war von Beginn an düster, erdrückend und bedrohlich, was bei mir eine stetige Grundspannung aufbaute, die allerdings recht angenehm und nicht nervenzehrend war. Das meiste der Geschichte ist nicht neu, jedoch durchsetzt mit vielen kleinen interessanten Ideen, die das Ganze in einem anderen Licht zeigen. So gefiel mir die Vampirtheorie, bei der die Vampire kein Tageslicht scheuen, sondern nur einige der niederen Arten von ihnen. Auch das Dorf, vollgepackt mit übernatürlichen Wesen, von denen der Rest der Welt nichts weiß oder vorgibt nichts zu wissen. Weiterhin möchte ich hervorheben, dass die Autorin nicht davor zurückschreckt, ihren Helden mit großen charakterlichen Fehlern auszustatten und ihn zudem des öfteren unter großen Verlusten scheitern zu lassen. Die Charaktergestaltung selbst ist allerdings ein wenig inkonsistent. Icherios wird schließlich als ein wissenschaftlich denkender Mensch eingeführt, dessen Glaubensgerüst in Dornfelde ins Wanken gerät, als er plötzlich übernatürlichen Geschöpfen begegnet. Es folgt ein seltsames Hin und Her, bei dem Icherios sich nicht entscheiden kann, ob er an das Übernatürliche glauben soll oder nicht. So nimmt er es das eine Mal ganz gelassen hin, wie einen belegbaren Fakt, und beim nächsten Mal glaubt er nicht einmal daran, wenn er es vor Augen hat. Zwischendurch sind wenige Kapitel aus Sicht des Mörders eingestreut, die mir zeigten, was dieser für eine Person ist, und die mir sehr gefallen haben. Leider waren die dabei gegebenen Hinweise auf die Identität dieser Person zu offensichtlich, so dass ich recht schnell dahinterkam. Mit den Beschreibungen wurde zwar sehr gespart, allerdings bekommt man trotzdem ein gutes Gefühl beispielsweise für die herrschende Hungersnot in Karlsruhe, wo sich der Protagonist zu Beginn der Geschichte aufhält. Ab dem zweiten Drittel des Buches nimmt dies jedoch ab, so dass der Mangel an Details immer schwerwiegender wird. Es gibt ein paar überflüssige Szenen, die ich eher störend und unglaubwürdig fand. So taucht kurz vor dem eigentlichen Ende ein "Lückenfüller-Bösewicht" auf, der gar nichts mit der Geschichte zu tun hat und sich zudem die darin verwickelten Personen alles andere als nachvollziehbar verhalten. Außerdem hat gefühlsmäßig nahezu jeder in diesem Dorf eine heimliche Liebschaft, was mir eindeutig zu viel war. Das Ende war dann unspektakulär und kurz. Irgendwie enttäuschend, nachdem die ganze Zeit die Gerissenheit des Mörders hervorgehoben wurde. Des Weiteren wirkte es teils ungeschickt und dadurch auch konstruiert, da die Absicht der Autorin mir klar und deutlich erschien. Für den 2.Band bleibt einiges offen, aber der aktuelle Fall wurde nur halbherzig abgeschlossen. Auf ein paar Fakten wird überhaupt nicht mehr eingegangen. Ein Beispiel: Eine Zeugin verheimlicht während der Befragung offensichtlich etwas, was Icherios sogar bemerkt, aber das wird nie wieder erwähnt oder näher beleuchtet. Bei der Aufklärung selbst war mir nicht klar, woher der Ermittler oder gar der Mörder gewisse Dinge wussten. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch gekürzt wurde, da einige wichtige Erklärungen fehlten und manche sprunghafte Entscheidungen getroffen wurden. Fazit Dieser historische Krimi mit Fantasy-Elementen hat zwar ein paar erzählerische Höhepunkte und glänzt mit einem starken Anfang und einer schönen Atmosphäre, konnte mich aber letztendlich nicht überzeugen, da die Spannung und auch die Beschreibungen nachlassen und das Buch eher unfertig oder schlecht durchdacht wirkt.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Oliver_Hohlstein

    Oliver_Hohlstein

    02. July 2012 um 20:29

    Icherios ist ein Gelehrter, der von seinem Mentor in den Schwarzwald geschickt wird, um eine Reihe von Morden aufzuklären. Die Gegend, in die er geschickt wird, wird von den meisten durchreisenden gemieden. Und als Icherios den Ort erreicht, ahnt er auch bald wieso: Werwölfe, Vampire, Irrlichter und andere Wesen treiben dort ihr Unwesen und Icherios muss zu allem Überfluss auch feststellen, dass er auch bei den Menschen alles andere als Willkommen ist. Ein Buch dass mich zunächst nicht nur wegen des Namens der Hauptfigur an den Film "Sleepy Hollow" erinnerte, nach und nach aber an Eigenständigkeit gewinnt. Letztlich ist ein für einen Debütroman sehr empfehlenswertes Werk herausgekommen (das auch gute Chancen für den Phantastikpreis in diesem Jahr haben könnte). Ein Manko bleiben leider für mich die Vampire (ich habe einfach eine Abneigung gegen diese Wesen, egal wo und in welcher Form sie auftauchen), aber wer sich daran (und an einem hohen "Bodycount") nicht stört, den erwartet ein aufregendes Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger

    Die Alchemie der Unsterblichkeit
    Johannisbeerchen

    Johannisbeerchen

    08. June 2012 um 17:59

    Cover: Gefällt mir. Es passt zum Inhalt, Icherios`Bild ist gut gewählt und die Kombi aus Geld und Blau finde ich klasse. Außerdem spiegelt es die Atmosphäre im Buch wider. Inhalt: Icherios Ceihn glaubt an das, was er sehen und anfassen kann. Als er für seinen ersten Auftrag als Inspektor in das Dunkle Territorium geschickt wird zweifelt er zuerst an seinen Sinnen. In Dornfelde erwarten in Irrlichter, Vampire, Werwölfe, Menschen und ein Mörder, den es zu fassen gilt. Icherios weiß, wenn er den Mörder nicht stellt wird er selbst getötet. Jedoch sind nicht alle Bewohner des Dorfs erfreut über seine Ankunft und trauen ihm nicht. Meinung: Mit Icherios Ceihn hat Kerstin Pflieger einen Protagonist erschaffen der keineswegs perfekt ist. Er hat seine Macken und Fehler, Zweifel an sich selbst und der Welt. Icherios war mir sehr symphatisch, besonders wegen seiner Fehler. Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten die restlichen Personen auseinander zu halten, aber nach den ersten 100 Seiten konnte ich die meisten der Figuren nennen. Viel Bedeutung haben sie nicht für weitere Bänden, höchstens Loretta oder Carrissima könnten weiterhin eine Rolle spielen. Maleficium, Icherios`zahme Ratten, habe ich besonders ins Herz geschlossen. Auch die Atmosphäre und Umgebung ist grandios. Karlsruhe im Jahre 1771 ist von Hungersnöten geplagt und von Leichen und Bettlern übersät. Hier wird nichts beschönigt und der Leser bleibt von Details nicht verschont. Die Landschaftsbeschreibungen waren sehr realistisch und ich konnte mir ein genaues Bild der Orte im Buch machen. Die Handlung selbst war weder schlecht noch gut. Icherios ist ganz mit der Aufklärung des Falls beschäftigt, dazwischen geschehen weitere unerklärliche Dinge, die es zu klären gibt. Einen schwerwiegenden Minuspunkt muss ich jedoch geben. Gegen Ende wird noch schnell eine böse Bestie erweckt und innerhalb weniger Stunden wieder vernichtet. Was das sollte weiß ich nicht. Es war, als wäre die gewünschte Seitenzahl nicht erfüllt worden und die Autorin quetscht noch schnell ein Monster hinen. Das Monster hat dann auch rein gar nichts mit der eigentlichen Handlung zu tun. Zwischendurch kommen Szenen, die überhaupt nicht in ein Kinder-/Jugendbuch passen. Es werden von Leichen, Morden erzählt, die wahrlich nicht für Kinderaugen bestimmt sind. Aber meistens plätschert die Handlung vor sich her, was für Erwachsene oder ältere Leser nicht gerade sehr spannend ist. Ganz sinnvoll war es auch nicht. Icherios weiß plötzlich von Dingen, die nie erwähnt wurden, die man aber auch nicht vermuten könnte und als Gegenteil weiß er Dinge nicht mehr, die ein Kapitel vorher erwähnt wurden. Den Mörder konnte ich schon nach wenigen Stunden im Dorf erraten und habe mich damit nicht getäuscht. Fazit: Kerstin Pflieger überzeugt mit dem Protagonist und der Atmosphäre in ihrem Roman. Die Handlung konnte nicht ganz überzeugen und wirkt zwiegespalten. Ich denke, 3,5 von 5 Punkten sind hier angemessen.

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