Kerstin Preiwuß

 4.2 Sterne bei 30 Bewertungen
Autorin von Nach Onkalo, Restwärme und weiteren Büchern.
Autorenbild von Kerstin Preiwuß (©Jorinde Gersina)

Lebenslauf von Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß wurde 1980 in Lübz geboren. Sie ist eine deutsche Schriftstellerin, Kulturjournalistin und Lyrikerin, die in Plau am See und Rostock aufwuchs. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Psychologie zunächst in Aix-en-Provence, später in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut. Sie ist seit 2010 Herausgeberin der Literaturzeitschrift Edit, veröffentlicht Lyrik, Prosa und Essays in der FAZ, der Neuen Rundschau und diversen weiteren Print-und Onlinemedien. Außerdem ist sie Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Sie lebt mit ihrer Familie als freie Autorin in Leipzig.

Neue Bücher

Taupunkt

Erscheint am 16.03.2020 als Hardcover bei Berlin Verlag.

Alle Bücher von Kerstin Preiwuß

Cover des Buches Nach Onkalo (ISBN:9783827013149)

Nach Onkalo

 (18)
Erschienen am 01.03.2017
Cover des Buches Restwärme (ISBN:9783827012319)

Restwärme

 (11)
Erschienen am 14.07.2014
Cover des Buches Das Komma und das Und (ISBN:9783411748426)

Das Komma und das Und

 (1)
Erschienen am 14.10.2019
Cover des Buches Gespür für Licht (ISBN:9783827013019)

Gespür für Licht

 (0)
Erschienen am 01.03.2016
Cover des Buches Taupunkt (ISBN:9783827014108)

Taupunkt

 (0)
Erscheint am 16.03.2020
Cover des Buches Rede (ISBN:9783518126486)

Rede

 (0)
Erschienen am 12.03.2012
Cover des Buches Ortsnamen in Zeit, Raum und Kultur (ISBN:9783865963680)

Ortsnamen in Zeit, Raum und Kultur

 (0)
Erschienen am 22.12.2011

Neue Rezensionen zu Kerstin Preiwuß

Neu

Rezension zu "Das Komma und das Und" von Kerstin Preiwuß

Ein Hoch auf die Beiwörter
seschatvor 3 Monaten

Schreibratgeber und Wissenschaftler verteufeln Füllwörter bzw. Beiwörter und brandmarken Texte mit Füllsel als stilistisch schlecht. 

Doch was wäre unsere deutsche Sprache ohne sie? Diese kleinen Wörter und Satzzeichen beleben das Deutsche. Sie sind, wie die Autorin Preiwuß richtig anmerkt, der "Klebstoff" unserer Sprache. Vieles klänge hölzern und ungelenk ohne Wörter, wie z. B. ab, man, eigentlich oder genau. Ebenso verhält es ich mit Satzzeichen, wie Punkt, Semikolon oder Asterisk. 

Die vorliegende Wort- und Zeichensammlung ist wahrlich ein Kleinod für jeden Sprachpuristen. Ich fand die kurzweiligen Kapitel allesamt interessant und lehrreich. Einzig die angeführten Lyrikzitate hemmten den Lesefluss etwas.

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Rezension zu "Nach Onkalo" von Kerstin Preiwuß

Perle
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Matuschek ist allein. Die ungewohnte Stille macht ihm zu schaffen. "Es gibt keine Geräusche mehr außer seinen." Eigentlich hätte sie längst mit dem Besenstiel an die Decke klopfen müssen. Verschlafen hat er deshalb, und das Frühstück ist auch noch nicht fertig. Die Heizung ist kalt und ein Anflug von Panik macht sich breit.

Die gewohnte Ordnung der Dinge ist erheblich gestört. Vierzig Jahre alt ist er und wohnt immer noch bei seiner Mutter. Seine Sachen für die Arbeit sind nicht gepackt und die Tauben auch noch nicht gefüttert. Stattdessen liegt sie im Bett, "macht aber immer noch keine Anstalten aufzustehen...".

Matuschek versteht das nicht. Deshalb geht er rüber zum Russen, obwohl er nicht weiß, was er ihm sagen soll. Igor versteht ihn trotzdem und kommt mit in sein Haus. Matuscheks Mutter ist tot. Einfach so gestorben. Ohne Warnung und Vorzeichen.

Kerstin Preiwuß schildert mit einfachen Worten ein ebenso einfaches Leben, erzielt damit aber eine große Wirkung und Nachhaltigkeit. "Nach Onkalo" ist wie ein Film mit langen Einstellungen und kommt ohne jede Spezialeffekte aus. Die braucht es auch nicht, denn mit ihren simplen Sprachkonstruktionen weiß sie zu berühren und das Leben an wesentlichen Punkten zu treffen.

Matuschek ist kein großer, starker Held. Er sehnt sich wie jeder Mensch nach Glück, doch in wesentlich kleinerem Rahmen. Bescheidenheit ist für ihn eine ganz normale Sache. Zum Leben braucht es nicht viel. Mit Irina, der Cousine von Igors Frau, viel Sonne und den frisch aufgebackenen Brötchen vom Vortag scheint sein Glück ganz aktuell besiegelt zu sein.

Die Autorin zelebriert kein großes Theater. Im kleinen Rahmen sieht sie keinen Platz für verschachtelte Weisheiten und komplizierte, existenzielle Suchspiele. Wenn Matuschek einmal tot ist, will er "ins Wasser zu den Fischen", nicht auf den Friedhof. "Teuer ist das und für nichts."

"Die ersten Wochen nach Mutter" gestalten sich schwierig. Unlösbar scheint das zunächst alles zu sein. Doch manchmal ist die Lösung einfacher als man denkt. Igor meint, dass man Dinge aussprechen muss, "damit sie vor einem stehen und man ihnen in die Augen sehen kann". Ob das vielleicht ein Weg ist?

So ein Buch ist ein Glücksfall. Die Geschichte von Matuschek und einer handverlesenen Auswahl von Nebenfiguren, wie er selbst eine ist, erzählt vom Leben am Rand der Welt. Man müsste einmal den Inhalt von Bücherregalen prüfen. Vielleicht sollten die ganzen halben Sachen raus und Perlen wie "Nach Onkalo" hinein.

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Rezension zu "Nach Onkalo" von Kerstin Preiwuß

Von Nachbarn, Freunden und Tauben
Estrelasvor 2 Jahren

Der 40-jährige Matuschek muss den Alltag meistern, nachdem seine Mutter stirbt. Dies geschieht mit Höhen und Tiefen, begleitet von Nachbarn, Freunden und Tauben. Der Protagonist war es gewohnt, dass sich seine Mutter um alles kümmerte, und es wirft ihn mehr als der Verlust aus der Bahn, dass er dies fortan selber tun muss. Die trostlose Stimmung wird noch verstärkt dadurch, dass auf dem Land im Mecklenburgischen nicht viel Aufregendes passiert. Und so scheinen sich die Tage unaufgeregt in die Länge zu ziehen, wenn da nicht die Typen von Mitmenschen wären, die aus der Reihe fallen. Sie machen den Unterschied, geben Matuschek Kontur und Impulse weiterzumachen, zu leben. Die Autorin hat den passenden Ton für ihre Figuren gefunden, dennoch wirkt deren Lebensweise etwas verstörend auf mich.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Restwärme (ISBN:undefined)
Ihr Lieben,

Auch heute gibt es über unseren "Adventskalender" #24BerlinerBuchhandlungen ein Buch zu gewinnen, Kerstin Preiwuß' Debütroman RESTWÄRME:

http://bit.ly/adventskalender-02

Mariannes Vater ist gestorben. Aus ihrer eigenen, erwachsenen Existenz kehrt die junge Geologin dahin zurück, wo Mutter und Bruder noch leben, in ein altes Haus am See, tief in der mecklenburgischen Provinz. Nur ein paar Tage will sie bleiben, bis nach der Beerdigung. Doch was sie glaubte, lange hinter sich gelassen zu haben, holt sie wieder ein. Eine Familiengeschichte voller stummer Tragödien. Ihr Vater war ein gebrochener Tyrann, ihre Mutter duldete und schwieg. Schicht um Schicht trägt Marianne ab. Zum Vorschein kommt, wie Verletzungen durch Krieg und Unfreiheit persönliche Schicksale prägen. Kerstin Preiwuß lässt dabei nicht der Bitterkeit das letzte Wort. Mit großem Verständnis für das menschliche Drama erzählt sie von Verletzungen, die Generationen überdauern. Ein Debüt wie lange nicht – sprachmächtig, klug und mit nachhallenden Bildern.

Ein zweites Exemplar verlosen wir unter allen LovelyBookern, die obigen Link in einem ihrer sozialen Netzwerke teilen und dies hier belegen. (Screenshot, Link)
20 BeiträgeVerlosung beendet
L
Letzter Beitrag von  LimaKatzevor 5 Jahren
Ganz herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch! LG :-)

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