Kerstin Preiwuß

 4.2 Sterne bei 27 Bewertungen
Autorin von Nach Onkalo, Restwärme und weiteren Büchern.
Kerstin Preiwuß

Lebenslauf von Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß wurde 1980 in Lübz geboren. Sie ist eine deutsche Schriftstellerin, Kulturjournalistin und Lyrikerin, die in Plau am See und Rostock aufwuchs. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Psychologie zunächst in Aix-en-Provence, später in Leipzig am Deutschen Literaturinstitut. Sie ist seit 2010 Herausgeberin der Literaturzeitschrift Edit, veröffentlicht Lyrik, Prosa und Essays in der FAZ, der Neuen Rundschau und diversen weiteren Print-und Onlinemedien. Außerdem ist sie Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Sie lebt mit ihrer Familie als freie Autorin in Leipzig.

Alle Bücher von Kerstin Preiwuß

Nach Onkalo

Nach Onkalo

 (14)
Erschienen am 01.03.2017
Restwärme

Restwärme

 (11)
Erschienen am 14.07.2014
Nach Onkalo

Nach Onkalo

 (2)
Erschienen am 01.03.2017
Rede

Rede

 (0)
Erschienen am 12.03.2012
Gespür für Licht

Gespür für Licht

 (0)
Erschienen am 01.03.2016
Ortsnamen in Zeit, Raum und Kultur

Ortsnamen in Zeit, Raum und Kultur

 (0)
Erschienen am 22.12.2011

Neue Rezensionen zu Kerstin Preiwuß

Neu
Estrelass avatar

Rezension zu "Nach Onkalo" von Kerstin Preiwuß

Von Nachbarn, Freunden und Tauben
Estrelasvor 10 Monaten

Der 40-jährige Matuschek muss den Alltag meistern, nachdem seine Mutter stirbt. Dies geschieht mit Höhen und Tiefen, begleitet von Nachbarn, Freunden und Tauben. Der Protagonist war es gewohnt, dass sich seine Mutter um alles kümmerte, und es wirft ihn mehr als der Verlust aus der Bahn, dass er dies fortan selber tun muss. Die trostlose Stimmung wird noch verstärkt dadurch, dass auf dem Land im Mecklenburgischen nicht viel Aufregendes passiert. Und so scheinen sich die Tage unaufgeregt in die Länge zu ziehen, wenn da nicht die Typen von Mitmenschen wären, die aus der Reihe fallen. Sie machen den Unterschied, geben Matuschek Kontur und Impulse weiterzumachen, zu leben. Die Autorin hat den passenden Ton für ihre Figuren gefunden, dennoch wirkt deren Lebensweise etwas verstörend auf mich.

Kommentieren0
9
Teilen
Buchraettins avatar

Rezension zu "Nach Onkalo" von Kerstin Preiwuß

Intensiv-lebendig-individuelle lebendige Figuren
Buchraettinvor einem Jahr

Matuschek ist 40. Er lebt bei seiner Mutter, liebt und umsorgt seinen Tauben. Dann eines Morgens ist die Mutter verstorben und Matuschek muss sein Leben allein gestalten. Er pflegt nur wenig soziale Kontakte.
Das Buch hat eine klare Sprache und hat dennoch ein Schwere in der Erzählung. Durch diese wird der Figur eine Lebendigkeit eingehaucht, die mir sehr gefallen hat. Es sind kurze und knappe Dialoge im Buch enthalten. Die wörtliche Rede ist nicht extra gekennzeichnet. Im Lauf der Geschichte tauchen immer wieder Figuren auf, die mit Matuschek interagieren.
Es taucht auch mal eine Frau auf, die mir aber eher blass blieb. Distanziert und geheimnisvoll, so kam sie mir vor und so verhält sie sich auch gegenüber Matuschek und weckt dadurch aber auch die Neugier des Lesers.
Die Geschichte empfand ich als ruhig. Aber im Laufe der Geschichte nimmt eine Anspannung zu, die man zwischen den Zeilen spüren kann und die sich dann auch im Verhalten der Figur äußert.
Die Tauben nehmen einen recht großen Raum ein, das zeigt für mich, wie wichtig sie für die Figur sind. Es ist eine Art Liebe zu Tauben, die der Vater ihm damals vermittelt hat. Aber auch hier zeigt sich ein Wechsel im Laufe der Geschichte.
Ein paar Sätze im Buch fielen mir auf, weil das Lesen ein wenig innehielt und sie mir so auffielen. Versteckte kleine Sätze, zum Nachdenken, Innehalten, die ein wenig aus der Reihe fallen, weil sie nicht so zur Figur passen.
Durch die Lebendigkeit der Figuren, auch der Nebenfiguren und der Tauben bekommt die Geschichte eine Lebendigkeit. Sympathisch müssen sie mir als Leser nicht sein, aber dennoch lassen sie einen gefesselt ihre Geschichte lesen.
Die Geschichte entwickelt eine Art Spirale, die sich immer schneller windet und wo ich mich als Leser fragte, wo sie mich hinführen wird. Es war manchmal fast ein wenig skurril.
Intensiv-lebendig-individuelle lebendige Figuren-sehr stark dar gestellt , die hier ihre eigene literarische Welt bewohnen und mir ein wenig wie aus der Zeit gefallen vorkamen.
Ein Protagonist, der die Geschichte lebendig werden lässt mit einem ganz eigenen und besonderen Erzählton- anspruchsvoll, lebendig-fesselnd.

Kommentare: 1
88
Teilen
buecher-beas avatar

Rezension zu "Nach Onkalo" von Kerstin Preiwuß

von einem, der kämpft
buecher-beavor einem Jahr

Der 40-jährige Hans Matuschek wohnt in Mecklenburg-Vorpommern bei seiner Mutter. Er lebt ein unaufgeregtes Leben, gibt Wetterdaten an einen kleinen Flughafen, züchtet Tauben mit Hilfe des alten Witt und fährt mit dem Nachbarn Igor angeln.
Aber eines Morgens liegt seine Mutter tot in ihrem Bett. Damit beginnt eine Phase seines Lebens, in der sich alles verändert.
Er verwahrlost und wird nur durch Igor in der Bahn gehalten. Ihm verdankt seine einzige Beziehung zu einer realen Frau, der ihm die Cousine seiner Frau vorstellt. Doch bald ändert sich auch dieser Zustand, an den sich Matuschek gerade angepasst und gewöhnt hat ...

Es scheint, als würde dem sehr einfach gestrickten Matuschek nichts gelingen. Beim Lesen ist man gespannt, ob er vielleicht irgendwann ausrastet oder sich radikalisiert. Die vielen Veränderungen und Schicksalsschläge, an die er sich hilflos anzupassen versucht, lassen das Leben in der ostdeutschen Provinz nicht gerade angenehm erscheinen. 

Die moderne Geschichte eines Woyzek wird in der Sprache eines sehr einfachen Mannes erzählt, dem die Triebe manchmal über den Kopf wachsen und der scheinbar Treibgut ist ohne seine Mutter. Trotz der derben Sprache und der kauzigen Figuren spürt man die Faszination und Liebe der Autorin für diese Landschaft und deren Bewohner.
Auf den Titel gehe ich nicht ein, da dieser erst im letzten Kapitel eine Rolle spielt und man den Plot verraten würde.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Berlin_Verlags avatar
Ihr Lieben,

Auch heute gibt es über unseren "Adventskalender" #24BerlinerBuchhandlungen ein Buch zu gewinnen, Kerstin Preiwuß' Debütroman RESTWÄRME:

http://bit.ly/adventskalender-02

Mariannes Vater ist gestorben. Aus ihrer eigenen, erwachsenen Existenz kehrt die junge Geologin dahin zurück, wo Mutter und Bruder noch leben, in ein altes Haus am See, tief in der mecklenburgischen Provinz. Nur ein paar Tage will sie bleiben, bis nach der Beerdigung. Doch was sie glaubte, lange hinter sich gelassen zu haben, holt sie wieder ein. Eine Familiengeschichte voller stummer Tragödien. Ihr Vater war ein gebrochener Tyrann, ihre Mutter duldete und schwieg. Schicht um Schicht trägt Marianne ab. Zum Vorschein kommt, wie Verletzungen durch Krieg und Unfreiheit persönliche Schicksale prägen. Kerstin Preiwuß lässt dabei nicht der Bitterkeit das letzte Wort. Mit großem Verständnis für das menschliche Drama erzählt sie von Verletzungen, die Generationen überdauern. Ein Debüt wie lange nicht – sprachmächtig, klug und mit nachhallenden Bildern.

Ein zweites Exemplar verlosen wir unter allen LovelyBookern, die obigen Link in einem ihrer sozialen Netzwerke teilen und dies hier belegen. (Screenshot, Link)
LimaKatzes avatar
Letzter Beitrag von  LimaKatzevor 4 Jahren
Ganz herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Buch! LG :-)
Zur Buchverlosung

Community-Statistik

in 42 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks