Mühlweiler im Saarland. Mitten in den Sankt-Martins-Feierlichkeiten kippt ein Dorfbewohner, der den Bettler spielen sollte, tot um. Zur Aufklärung der Umstände wird der Polizist Christoph nach Mühlweiler geschickt. Christoph ist im Dorf aufgewachsen, weshalb er auch den Auftrag erhalten hat, die Ermittlungen zu leiten. Sein Vorgesetzter hoffe wohl, dass die Einheimischen mit "einem von ihnen" eher reden würden, aber er hat eins nicht bedacht: Christoph ist weggezogen, hat das Dorf sozusagen "verraten". Nicht die besten Voraussetzungen, um das Vertrauen der Bevölkerung zu gewinnen.
Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit erzählt, grösstenteils aus der Sicht von Alexandra, der Tochter des Opfers, und Christoph, dem Ermittler. Viele Facetten zeigen die Figuren nicht. Alexandra ist zu Beginn einfach nur frech, vorlaut und unverschämt, später wie aus dem Nichts angepasst und brav. Christoph bleibt von Anfang bis Ende blass bis fad.
Viel Spannung bringt "Sankt Martin" leider nicht. Die Handlung plätschert gemütlich vor sich hin, bis die Ermittler (und mit ihnen der Leser) mehr oder weniger über die Auflösung stolpert. Die ist ganz interessant gehalten, was meine Bewertung etwas angehoben hat. Bei Regiokrimis ist selten die grosse Spannung zu finden, aber oft leben sie von skurrilen Figuren, die mir hier aber auch gefehlt haben.
Ein Saarland-Krimi, so wird "Sankt Martin" beworben. Ich war noch nie im Saarland und kann daher nicht wirklich beurteilen, wie gut das Bundesland beschrieben wird. Allerdings hatte ich als Nicht-Kennerin nicht den Eindruck, hier etwas sehr regionsspezifisches vor mir zu haben. Im Grunde hätte der Krimi überall stattfinden können, ohne mehr als die Ortsnamen zu verändern.
Mein Fazit
Die Spannung fehlt.
Die Spannung fehlt









