Kerstin Ruhkieck Ein Cowboy am Nord-Pol

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Inhaltsangabe zu „Ein Cowboy am Nord-Pol“ von Kerstin Ruhkieck

Vielleicht hätte sie ihn einfach springen lassen sollen ... Niemand liebt Jakob Pol. Auch Nora Nord nicht. Dennoch tischt sie ihm diese Lüge auf und gesteht ihm ihre Liebe, damit er sich nicht vom Schuldach stürzt! Und plötzlich ist sie mit ihm in einer "Beziehung", auch wenn er keinen Hehl daraus macht, dass er sie hässlich findet. Aber vielleicht kann ja die schöne Allia Nora den Freund ausspannen!? Den Beleidigungen und Gemeinheiten zum Trotz, beginnt Nora zu ahnen, dass der selbstgefällige Einzelgänger mit den Cowboystiefeln nur eine Maske trägt, um den wahren Jakob dahinter zu verbergen. Warum ist er, wie er ist, und ist er vielleicht doch ganz anders, als sie glaubt? Ein Anti-Märchen. Textprobe: Als Nora das flache Dach erreichte, lenkte sie die Verblüffung über die Vielzahl an Bällen, die sich dort angesammelt hatten, kurzzeitig von ihrer Höhenangst ab. Immerhin war das Gebäude vier Etagen hoch! Mindestens zehn Bälle, hauptsächlich Fußbälle, zwei Tennisbälle und sogar ein Medizinball, lagen auf dem Dach und schienen nur darauf zu warten, von einem Mädchen mit Akrophobie eingesammelt zu werden. Doch bereits nach den ersten unsicheren Schritten bemerkte Nora, dass sie nicht alleine dort oben war. Jemand saß mit dem Rücken zu ihr auf dem etwa 50 Zentimeter hohen Mauervorsprung, die das Dach vom Himmel abgrenzte. (...) Seine mit Cowboystiefeln beschuhten Füße baumelten unheilschwanger in die Tiefe. Dabei konnte Nora seine Schuhe nicht einmal sehen, sie wusste einfach, dass er Cowboystiefel trug. Denn der Typ auf dem Dach trug immer Cowboystiefel. Nora erkannte Jakob Pol sofort. Und wie er so da saß, war es ziemlich offensichtlich, dass er jeden Moment springen wollte. Ihr stockte der Atem. Vielleicht sollte sie einfach nach Hause gehen und ein Buch lesen, kam es ihr in den Sinn. Doch dann wurde ihr der Ernst der Situation bewusst. Wenn dieser seltsame Kerl tatsächlich springen wollte, dann sollte sie etwas dagegen unternehmen, ganz egal, wie gemein er zu ihr gewesen war. Das tat ein anständiger Mensch. (...) Also beschloss Nora, auf dem Dach zu bleiben und Jakob Pol vom Selbstmord abzuhalten. Aber wie sollte sie das tun? Damit hatte sie keinerlei Erfahrung. Zuerst erschien es ihr wichtig, ihn von ihrer Anwesenheit wissen zu lassen, ohne ihn dabei zu erschrecken. Wenn er sich erschrak und deshalb das Gleichgewicht verlor, hätte sie nicht nur seinen Selbstmord nicht verhindert, sie wäre es praktisch selbst gewesen, die ihn in den Abgrund gestoßen hätte. Aber das war nicht ihre Absicht. Zumindest nicht heute. Vorsichtig räusperte Nora sich. Jakob Pol reagierte nicht. Erneut räusperte sie sich, diesmal mit etwas mehr Nachdruck. Wieder nichts. Gerade wollte sie ein drittes Mal loslegen, als er sich bewegte. Nora zuckte erschrocken zusammen. »Ich hab kapiert, dass du hier bist.« Besuchen Sie die Autorin auf Facebook: https://www.facebook.com/kerstin.ruhkieck2
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  • Kerstin Ruhkieck hats einfach drauf :D

    Ein Cowboy am Nord-Pol

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    Meinung: Hätte ich dieses ebook durch meine tägliche Amazonstalkerei gesehen, hätte ich mich weitergeklickt, weil mir ehrlich gesagt dieses Cover absolut nicht zusagte und ich eine völlig andere Story dahinter vermutete hätte. Hier werfe ich also gleich meinen ersten Stein zum Thema Oberflächlichkeit vom Dach. ^^ Es war wie ein Unfall: Schockierend aber ich konnte nicht aufhören „hinzuschauen“. Ernsthaft – die Autorin…nein. Stopp. Wo sind bloß meine Manieren? *räusper* Alles schön der Reihe nach Jack… Nora Nord und Jakob Pol hassen sich, sind aber ein Paar. That's it. That's the story. Der Klappentext kennzeichnet dies schon deutlich und doch gibt es noch mehr zu erleben, also als weiter im Text: Das Buch handelt von einer Beziehung, die eigentlich gar keine ist und sein sollte. Diese Beziehung kommt zustande durch ein Mädchen, das von ihren Schuldgefühlen gesteuert wird und lernen muss, sich mehr zu schätzen und vor allem sich selbst zu verzeihen. Und wird letzten Endes durch einen Jungen, der einfach nur ein Kotzbrocken ist und dieses Mädchen wie den letzten Dreck behandelt, dominiert. Und das Wichtigste bei dieser ganzen Sache: Es ist keine 0815 Liebesschnulze, generell würde ich das Buch in keine bestimmte Schublade stecken, da es einfach von allem etwas hat. Drama, schwarzen Humor, seltsamen Humor, seltsame Charaktere und noch seltsamere Umgangsformen und eventuell auch Liebe? Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie eine solche „Nicht-Beziehung“ als Beziehung gelesen. Nora behaupte, sie würde Jakob lieben (ok, eigentlich hatte sie keine andere Wahl und versucht nur, aus ihm schlau zu werden und ihm eine Freundin zu sein ^^ aber das ist IHRE Sichtweise, Jakob hat da seine ganz eigene ^^), damit dieser sich nicht doch noch mal versucht, umzubringen. Dabei hat Nora ganz andere Sorgen und ist mehr ein Einzelgänger, der kaum Beachtung von ihrer Umgebung empfängt. Das ganze änderte sich natürlich, als sie mit diesem komischen Jakob Pol zusammenkommt. Der Kerl scheint aus einen mir nicht bekannten Grund beliebt zu sein und so sind nun auch alle Blicke auf Nora, das vorherige Schlossgespenst, gerichtet. Die zwei hier, die zwei werden sicherlich noch eine Weile in meinem Kopf rumschwirren. Wieso? Lag es an der Art und Weise, WIE die Zwei ein Paar wurden? Denn abgesehen davon, dass Nora Jakob abgrundtief hasst und nur mit ihm zusammen ist, weil dieser vom Schuldach springen wollte und sie ihn mit der Rettungsleine „sie sei in ihn verliebt“ vom Dach zerren konnte, war der Rest doch normal, oder?! Ach, ich hab vergessen, zu erwähnen, dass Jakob Nora in jeder auftauchenden Situation dumm anmacht und beleidigt. So stark, dass die Nebenwirkung dieser Beleidigungen in Form von Gänsehaut auf meinen Arm auftauchten, und man dem Kerl fest in die Eier getreten hätte. SEIEN WIR MAL DIREKTER: ICH HÄTTE IHM GERNE IN DIE EIER GETRETEN UND IHN SEIN STINKENDES AUTO ZU SCHROTT GEFAHREN! LASST MICH MAL KURZ LAUTER WERDEN UND MICH ÜBER DIESEN KERL AUSLASSEN! Ich hab oft bescheuerte „Freunde“ lesen müssen, aber dieser hier war echt ein egoistisch, oberflächliches und herzloses ****! UFFFFFFFFFFF! Die Autorin hat hier den perfekten Arsch kreiert, der aber authentisch und interessant war und dem ich seine Art abkaufte. Denn es steckt doch auch mehr dahinter, als man auf den ersten Blick denken könnte. *Hier können sich einige andere Autoren mal ne dicke Scheibe abschneiden, wie man glaubhafte und echte Ärsche erschafft* Aber wenn man das alles Mal zur Seite schiebt, war der Rest doch normal, richtig?! Falsch gedacht! Kerstin Ruhkieck überraschte mich mit einen Erzählstil, der irgendwie märchenhaft (mir will einfach kein passender Vergleich einfallen) realistisch war. (Lest die Leseprobe, dann wisst ihr was ich meine ^^) Dieser Neugierde machende Erzählstil, der Nora Nord für mich menschlich und anders machte, hat mich als Leser sofort aufs Dach bekommen. So überschüttete die Autorin mich nicht mit Standardsätzen über das Aussehen oder Charakterzüge der Protagonisten sondern benutzte ihren Erzählstil, um sie mir einzigartig näher und mich an die Dachkante zu bringen. Demzufolge wurde ich an keiner Stelle mit öden Wiederholungen und Beschreibungen gelangweilt und das war wohl einer der größten Gründe, wieso ich das Buch in einen Rutsch lesen konnte. :D Das Buch hatte so viele, tolle Facetten, da weiß ich gar nicht, wo ich am besten mit meinem Lob anfangen sollte. Sei es nur, weil mich die Streitigkeiten zwischen den Beiden und Noras Hass auf Jakob so unterhielten oder ich einfach MIT Nora versuchte, schlau aus Mistkerl-Jakob zu werden. Jakob ist kein Charakter, den Leser lieben wird. Viel mehr übernahm er für mich die Rolle des „Rätsels“, dass ich lüften wollte und dass die Hauptprotagonistin weiterbrachte. Auf welcher Weise auch immer: Ich als Leser konnte mir meinen Teil denken und hab mein Bild über Jakob „geknipst“. Was mir besonders gut gefiel war die Entwicklung von Nora und einfach Nora selbst. Mit ihren Handlungen könnte man sie eigentlich oftmals vom Dach schmeißen, aber gerade WEIL die Autorin sie so verständlich rübergebracht hatte, war man nie böse auf sie sondern IMMER auf ihrer Seite. Hab ich auch selten in einem Buch erlebt, aber da schien die Autorin ein gutes Händchen für gehabt zu haben. Auch wenn man anfangs denkt, dass das Ganze gar nicht so tief geht, und man einfach mitläuft um zu schauen, wie Nora sich aus der Sache wieder rausrettet, weil sie einen mit ihren Gräul und Verwirrungen zwecks Jakob unterhält, so ist es noch lustiger, wenn man am Ende merkt, wie tief „andere“ Dinge hier eigentlich gingen. Ich rede von Selbstachtung und Schuldgefühle, auch wie Menschen sich davon beeinflussen und manipulieren lassen. Die Autorin hat dies alles sowas von clever durch Handlungen und Taten abspielen lassen, dass es mir auf den ersten Blick gar nicht auffiel. Ich war viel zu sehr mit der Tatsache beschäftigt, warum zum Henker Jakob Pol so ein Mistkerl war und wieso Nora sich das alles gefallen ließ. Und dann, am Ende, als sich die Dinge zum Abschluss bewegten, fiel mir das Geschehen im Hintergrund auf und ich war wirklich beeindruckt, was mir durch den Hintergrund alles über Nora aufgezeigt wurde. Das gab der Charakterentwicklung eine ganz neue Ebene, die ich wirklich bemerkenswert fand. NATÜRLICH hab ich was zu bemeckern: Das Ende. Das ging mir zu rasch, ich kam mir noch nicht so ganz „auf den Boden aufgeklatscht“ vor. Vielleicht lag es aber auch einfach nur daran, dass ich gerne weitergelesen hätte, dummerweise aber nichts mehr kam. ^^ Ob Nora Nord am Ende Jakob Pol als miestesten Boyfriend losgeworden ist oder die beiden sich doch ineinander verliebten?! Findet es selbst heraus, aber bitte nicht kurz vorm Bett gehen…glaubt mir, es ist sicherer für euch und euren Schlaf. ^^ Fazit: Eigentlich wollte ich hier jetzt nicht mitten in der Nacht rumsitzen und eine Rezension zu diesem Buch schreiben sondern nur „so“ lesen und mich unterhalten lassen…Eigentlich wollte ich auch nicht mit dem Lesen Anfangen um dann non stop bis zum Ende durchlesen…Eigentlich wollte ich mich dann einfach nur in meiner Rezension „kurz“ fassen. Seht ihr mal wie stark, das „Eigentlich“ von diesem Buch fertig gemacht wurde. ^^ Kerstin Ruhkieck hat mit ihrer Hauptprotagonistin Nora Nord ein wirklich empfindlich, starkes und mit sich selbst ringendes Mädchen erschaffen, dass ich mir wirklich gerne als Freund gewünscht hätte. Einfach, um ihr zu zeigen, dass sie nicht alleine ist und doch geliebt werden kann. Nora wuchs mir einfach ans Herz und ich hab gegen Ende ernsthaft ein Tränchen verdrücken müssen….Wo auch immer du nun bist: Ich hoffe, du wirst geliebt und nicht alleine gelassen! *Ja, das Buch macht mich etwas…komischer als sonst – aber ich kann nix für ^^* NATÜRLICH darf ich den schwarzen, eigenen und treffsicheren Humor sowie seinen besten Freund Sarkasmus nicht vergessen: Ihr wart GROßARTIG! *Eine Rose nach euch werfe* Bewertung: *5 glitzrige Marken vom Dach werf*

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