Without Worlds

von Kerstin Ruhkieck 
3,9 Sterne bei39 Bewertungen
Without Worlds
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Positiv (28):
Solara300s avatar

Empfehlenswerte Geschichte die einen spannend mitnimmt in ein Endzeit Szenario! Ein Hoffnungsschimmer der ankommt, verändert alles.

Kritisch (5):
Jack_Inflagrantis avatar

Without Plot - was für ein Reinfall. O.O

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Inhaltsangabe zu "Without Worlds"

**Die Liebe stirbt zuletzt…** Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…​ //Dies ist ein Roman aus dem neuen Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783646300215
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:0 Seiten
Verlag:Dark Diamonds
Erscheinungsdatum:31.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Solara300s avatar
    Solara300vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Empfehlenswerte Geschichte die einen spannend mitnimmt in ein Endzeit Szenario! Ein Hoffnungsschimmer der ankommt, verändert alles.
    Eine Welt ohne Hoffnung …

    Kurzbeschreibung
    In der Welt wie sie Clara kannte ist nichts mehr so wie es war.
    Die Erde ging unter und zurück blieb ein verwaister karger und grausamer Planet zurück, der nichts mehr mit der einstigen blühenden Schönheit gemein hatte.

    Dabei fing alles mit strahlend blauem Himmel an und endete mit dem Chaos der Verwüstung. Die Erde riss und mit diesen Rissen verschluckte sie tausende von Menschen. Leider war auch die Sonne so heiß, das man förmlich schmorte, und die einzige Möglichkeit war eines Tages das Hochhaus eines Luxushotels, dass sie die Sonnenuhr nannten. Denn nicht nur das es draußen unwirtlich geworden war, kamen aus den Erdspalten grausame Monster die alles Leben auslöschten das Ihnen über den Weg lief. Die einzige Sicherheit war die Höhe ihrer selbsternannten Festung. In dieser Festung lebten mittlerweile 446 Seelen und warteten darauf, dass sie nicht verhungern oder verdursten würden.

    Eine dieser Seelen war die 21- Jährige Clara, die als roter Engel ihr Geld verdiente.

    In dieser Welt war ein Roter Engel einem Kandidaten zugeteilt, der für die gute Sache wie man ihnen einredete sich opferte, indem derjenige gegen die Monster draußen kämpfte. Bis es soweit war, ließ man jeden dieser Männer einen Roten Engel zuteil werden, der sie nicht nur umsorgte sondern die auch dazu verpflichtet waren sich schwängern zu lassen um Nachwunsch zu zeugen. Für Clara war dies alles eine Grausamkeit der Natur und sie hatte schon in ihren jungen Jahren keine Gefühle mehr übrig, bis eines Tages Kian auftauchte…

    Cover
     Das Cover gefällt mir sehr gut mit der jungen Frau drauf und im Hintergrund das Hochhaus. Sehr passend gewählt zum Inhalt.

     

     

    Schreibstil
    Die Autorin Kerstin Ruhkieck hat hier einen interessante düstere Geschichte verfasst, die uns mitnimmt in ein Horror Szenario mit dem Chaos wenn die Erde sich wehrt. Dies hat die Autorin so gut beschrieben, das ich gespannt war wie der Verlauf der Geschichte sich entwickeln würde und ich wurde nicht enttäuscht kann ich euch verraten. ;)

    Zum einen das Setting und die passende Atmosphäre, hinterlassen eine Gänsehaut und man ist gespannt was wohl als nächstes passieren wird und kann die Seiten nicht aus der Hand legen.
    Ich habe die Geschichte in einem Rutsch gelesen, was ja wohl für sich spricht. Alleine schon die Tatsache das man gefangen ohne Aussicht auf Rettung in einem Hochhaus lebt und dazu ein Leben führen muss das man niemals freiwillig gewählt hätte, ist grausam und für mich unvorstellbar.
    Hier wird mit den Szenarien gespielt wenn die Erde nicht mehr länger den Raubbau ihrer Ressourcen mitmachen würde, genauso wie die Menschen lernen müssen. Aber der Menschm oder in dem Fall vielem sind unbelehrbar wie man auch hier sieht am Rat der Oeconomicimm die hier ihre uralte Regeln vertreten und sich ansonsten in ihren oberen Stockwerken vor den Belangen anderer verbergen.

    Typisch und sowas von das letzte. Manche Entscheiden und andere sollen ihr Leben für das gebenm was die von einem wollen.

    Sehr gut umgesetzt und ihr merkt schon ich bin mitten im Thema.

     

    Meinung
    Eine Welt ohne Hoffnung …

    Genau in der lebt und arbeitet die 21 – jährige Clara die vor ein paar Jahren alles verlor.
    Ihre Familie und ihr Glauben, dass eines Tages wieder alles gut werden könnte. Seitdem funktioniert sie nur noch, ein Schatten dessen was sie mal war.
    Sie ist nur eine der vielen roten Engel, die für Nachwuchs zu sorgen haben mit dem Partner der Ihnen zugeteilt wird. Hört sich Irre an und ist es auch ohne Zweifel. Zum einen, da dieses Freiwillige Opfer damit endet, das die Monster, die draußen aus den Felsspalten kommen, die Männer bei lebendigen leibe verspeisen und zum anderen, das man hier Frauen dazu zwingt die Liebhaberin eines ihr fremden Mannes zu werden. Egal ob Sympathie besteht oder nicht und dessen Gebärmaschine zu spielen.

    Clara ist allein auf der Welt und kennt das Spiel, sie weiß was man von ihr erwartet, auch wenn sie bis jetzt noch nie schwanger war und ihrem Gefühl nach auch nie sein wird. Als ihr Lover in den Todeskampf zieht und hinaus aus dem sicheren Hafen des Hochhauses tritt und wie zu erwarten getötet wird, ist es nicht diese Aufregung die Clara packt, sondern die, das sie zwei Fremde sieht, die sich zu dem Hochhaus durchkämpfen.

    Es gab noch nie Fremde in den letzten Jahren die von draußen kamen und Clara schöpft Hoffnung für sich. Mit dem Auftreten von den beiden könnte sich etwas ändern.

    Für mich sehr interessant wie in Zeiten der Hoffnungslosigkeit ein Fremder auftaucht und so viel verändern kann. Ich muss zugeben das ich das nachvollziehen kann, mit all den Fragen, die den Bewohnern auf den Lippen brennen. Sei es jetzt die Frage woher er kommt und ob man draußen überleben kann und ob es noch mehr gibt von der Menschheit als dieser klägliche Rest,

    Jaaa ….

    Interessant ich weiß und ich verrate euch nur so viel. Sehr spannend.

    Fazit
    Empfehlenswerte Geschichte die einen spannend mitnimmt in ein Endzeit Szenario!
    Ein Hoffnungsschimmer der ankommt, verändert alles.

     

    5 von 5 Sternen

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    xxxSunniyxxxs avatar
    xxxSunniyxxxvor 4 Monaten
    Genial!

    Ich fahre momentan voll auf Dystopien ab und deswegen habe ich mir auch endlich diese Geschichte vorgenommen. Zuallererst möchte ich sagen das der Schreibstil wirklich etwas ungewöhnlich ist und ich ne Zeit lang brauchte um mich daran zu gewöhnen. Auch muss ich sagen das es ein extrem schnelles Tempo an Tag gelegt wird, was ich große Klasse fand. Aber keine Sorge es gibt auch ein paar ruhigere Stellen im Buch. Was mir besonders gut gefallen hat war das düstere Setting was die Geschichte umgibt. Da ich selten etwas zum Cover schreibe, muss ich es diesmal tun. Warum? Ich finde dieses Cover echt gut gelungen, es ist für mich einfach stimmig und passt perfekt zur Geschichte zudem ist es ein echter Eye Catcher.

    Die Handlung selbst hat mir auch sehr gut gefallen, ist spannend und interessant gestaltet. Seien wir doch ehrlich niemand denkt doch dran was einmal sein könnte, ob die Welt wie wir sie mal kennen untergehen könnte oder? Was dann wäre und welche Aufgaben man in der neuen Welt haben könnte ist jetzt für uns abwegig aber in dieser Geschichte nicht. Ich finde es gut das in Dystopien solche Gedankengänge aufgenommen werden. Was wäre wenn? Wie würde die Welt dann aussehen? Was würden die Überlebenden tun? Ich persönlich fand das die Aufgabe von Clara da doch recht schwer und gruselig wirkte, fast unvorstellbar. Aber genau das machte es dennoch richtig realistisch, weil man einfach nicht weiß was wäre wenn. Auch wenn es vieles gab was ich ziemlich vorhersehbar fand, was mich eher weniger störte, gefiel mir die Geschichte richtig gut. Auch das Thema Sex kommt hier vor, wer sowas nicht gerne liest oder stört, sollte diese Geschichte nicht lesen.

    Die Protagonistin Clara konnte mich absolut begeistern. Sie war mir auf Anhieb sehr sympatisch und machte doch einen ganz netten Eindruck. Aber nicht nur das sie ist eine wirklich starke Person, die sich trotz ihrer Gegebenheiten nicht unter kriegen lässt. Sie versucht ihren Weg zu gehen, was mich ziemlich beeindruckt hat.
    Aber auch die Nebencharaktere empfand ich als sehr gelungen. Es gab hier viele interessante Charaktere, die auf mich wirklich glaubwürdig gewirkt haben.

    Das Setting in diesem Hotel fand ich interessant gewählt und hat man hat doch einen recht guten Überblick. Denn die Landschaft außerhalb wird als ziemlich karg beschrieben was ich mir bei der bildlichen Beschreibung sehr gut vorstellen konnte. Klar hätte ich mir die ein oder andere Beschreibung mehr gewünscht aber es hat auch so ganz gut gepasst und die Fantasie angekurbelt. Was ich schon sehr fies finde ist das Ende, denn dieses wirkte auf mich doch etwas offen. Vielleicht soll das so sein um selbst darüber nachzudenken oder da kommt eventuell noch ein Band. Wer weiß? Freuen würde ich mich darüber sehr.

    "Without Worlds"  ist eine tolle Geschichte mit einem wunderbaren und düsteren Setting. Auch wenn die Idee teilweise doch etwas speziell wirkte konnte sie mich absolut begeistern. Dennoch möchte ich persönlich nicht in so gern in dieser Version der Zukunft leben wollen. Trozdem sehr empfehlenswert!

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Recht unterhaltsam
    Hat mir gut gefallen

    In der Geschichte landen wir als Leser irgendwo in der Zukunft und das Leben gibt es nicht mehr so, wie wir es bisher gekannt haben. Es sind seltsame Kreaturen unterwegs und eine Gruppe Menschen hat sich in einem ehemaligen Hotel einquartiert. Darunter befindet sich auch Clara, die ein “roter Engel” ist und diese Mädchen haben die Aufgabe, die zugewiesenen Männer zu unterhalten.

    Die Handlung hat mir recht gut gefallen, denn ich fand diese relativ spannend und auch interessant. Ich meine niemand denkt, wie es mal sein könnte und welche Aufgaben man dann bekommt. Ich finde die Autorin hat sich hier mit dieser Thematik sehr gut beschäftigt und persönlich fand ich gerade die Aufgabe von Clara zwar irgendwie gruselig und nur schwer vorstellbar, aber es machte auf mich durchaus auch einen realistischen Eindruck.
    Generell fand ich die Geschichte zwar etwas vorhersehbar und ich konnte einiges schon erahnen, wenn auch dezent, allerdings hat es mich jetzt nicht sonderlich gestört. Viele Abschnitte gingen auch rein um Sex, wie bereits im Klappentext ersichtlich, daher sollte man das Buch nicht lesen, wenn jemand damit ein Problem hat.

    Das Setting in diesem Hotel fand ich interessant gewählt und man bekommt einen guten Überblick. Die Landschaft außerhalb wird recht karg beschrieben. Ich hätte mir ja hier mehr Eindrücke gewünscht, aber es war auch so ganz ordentlich.

    Das Ende würde ich jetzt als etwas fies bezeichnen, denn es war aus meiner Sicht sehr offen und jetzt weiß ich nicht, kommt hier noch eine Fortsetzung um all meine Fragen zu beantworten oder vielleicht doch nicht. Wünschenswert wäre es auf alle Fälle.

    Clara konnte mich absolut begeistern. Sie war mir sehr sympathisch und ich fand sie machte auch einen recht netten Eindruck. Allerdings würde ich sie auch als tough bezeichnen, denn sie hat sich trotz dieser Gegebenheiten nicht unterkriegen lassen und hat, wie ich jetzt sagen würde, immer versucht ihr Ding zu machen.

    Auch die Nebencharaktere empfand ich als sehr gelungen. Es gab hier einige interessante Personen, die auf mich wirklich glaubwürdig gewirkt haben.

    Der Schreibstil der Autorin war sehr leicht und flüssig. Mir hat es gefallen, dass die Autorin, die Dinge beim Namen nennt und nicht lange rumschreibt. Die Handlung fand ich sehr gut verständlich und man konnte dieser gut folgen. Persönlich fand ich das Tempo der Geschichte gut, denn sie legt immer mehr zu und so wollte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen.

    Das Cover finde ich sehr ansprechend und schön gestaltet. Persönlich finde ich es auch richtig stimmig zur Geschichte entworfen. Ein richtiger Hingucker.

    Zur Autorin:

    Kerstin Ruhkieck, Jahrgang 1979, schreibt Geschichten, seit sie einen Stift halten kann. Nachdem das Leben einige Stolpersteine für sie bereitgehalten hatte, holte die Autorin ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach und studierte einige Zeit »Deutsche Sprache und Literatur« in Hamburg. Kerstin Ruhkieck ist verheiratet und hat zwei Söhne.

    Mehr Infos: Facebook

    Fazit:

    5 von 5 Sterne. Tolle Geschichte mit einer interessanten Atmosphäre. War stellenweise etwas speziell von der Idee her, konnte mich aber absolut begeistern. Kann ich euch weiterempfehlen.

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    Lissiannas avatar
    Lissiannavor 7 Monaten
    spannender Einzelband


    Eine tolles Buch mit einer interessanten und neuen Story, die ich so noch nicht kenne.
    Der Schreibstil ist toll und von der ersten Seite an war ich in der Story gefangen. Er gibt spannende Szenen, überraschende Wendungen und auch die Gefühle kommen hier nicht zu kurz.
    Eine wunderbare dystopische Story.

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    BookW0nderlands avatar
    BookW0nderlandvor 7 Monaten
    Eine absolut enttäuschende Dystopie

    In einer unbestimmten Zukunft ist die Erde aufgebrochen und Kreaturen haben die Welt überrannt. Die letzten Menschen leben in einem riesigen Hotel und niemand der das Hotel verlässt, kehrt lebendig zurück. Clara lebt seit einigen Jahren dort und ist ein 'Roter Engel' geworden. Als Engel soll sie mit einem ihr zugeteilten Opferkämpfer schlafen und dessen Kind empfangen. Sie lebt einfach nur vor sich hin und sieht keinen Sinn mehr in ihrem trostlosen Dasein. Doch ein Mann taucht in dem Hotel auf und hat es irgendwie geschafft die Kreatuten zu überleben und dieser Mann bringt Clara dazu ihr ganzes Leben zu überdenken.
    Clara war zu Beginn 12 Jahre alt, als die Welt unterging und schon da war sie mir nicht komplett sympathisch. Aber im Laufe der Geschichte fand ich sie einfach immer unsympathischer und das obwohl ich versucht habe sie zu verstehen. Es gab so viele Sachen, die mich an ihr gestört haben, dass es länger dauern würde diese aufzuzählen, als ihre positiven Eigenschaften. Davon hatte sie eigentlich kaum welche. Sie war launisch, egoistisch, voller Selbstmitleid und hatte teilweise was von einer Stalkerin. Sie hat sich nur für sich selbst interessiert und ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren. Ich mochte sie von Kapitel zu Kapitel weniger und mir war irgendwann sogar egal, was mit ihr passiert und wie das Buch enden würde. Ich wollte einfach nur noch, dass es endet.
    Auch von den Nebencharakteren fand ich keinen wirklich sympathisch, was auch daran lag, dass die meisten relativ blass blieben. Das Hauptaugenmerk lag einfach auf Clara und da sie sich nur für sich selbst interessiert hat (und später auch für Kian) blieben alle anderen halt etwas farblos und eindimensional.
    Die Welt in der Clara jetzt lebt und auch was genau zu ihrem Untergang geführt hat wurde nie wirklich erklärt. Es ist passiert, aber was der Grund war, dass die Erde aufbrach und auch wie es außerhalb des Hotels aussah, blieb ungeklärt.
    Eigentlich mag ich Dystopien sehr gerne, aber diese konnte mich einfach überhaupt nicht überzeugen. Der Schreibstil war nicht fließend, sondern teilweise vulgär und insgesamt kein Lesegenuss. Ich musste mich wirklich zwingen weiterzulesen, da es mich eigentlich nicht mehr wirklich interessiert hat, ob Kian und Clara zusammenfinden würden oder ob noch irgendwas spannendes passieren würde. Die letzten fünfzig Seiten habe ich eigentlich schon nur noch überflogen und da mich die ganze Geschichte enttäuscht hat, hat mich auch das Ende nicht wirklich enttäuscht.
    Ich habe bisher noch nie einen Stern gegeben, aber dieses Buch hatte einfach nichts positives, was mir gefallen hat, dass ich einfach nicht mehr geben kann....

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    J
    jessica_nguyvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine gute Idee, gute Umsetzung mit etwas Schwächen
    The Day after

    Inhalt:

    **Die Liebe stirbt zuletzt…**

    Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…​

    Meine Meinung:
    Der Schreibstil ist eine Gewöhnungssache, jedoch gewöhnt man sich daran je länger man die Geschichte liest. Der Anfang ging doch schnell vorbei und es legte ein Tempo an, sodass man gern den Hintergrund bekam. Aber es kam im Buch einige Stelle, wo einige offene Fragen beantwortet worden.

    Die Thematik, die sich die Autorin ausgesucht hat, ist nicht sehr leicht, den es befasst sich mit einen Thema, über den man ungerne schon Gedanken macht. Aber wenn man sich die Geschichte genauer anschaut und liest, regt die Geschichte irgendwie einen zum Nachdenken an. Denn man kann die damalige Situation sehr gut mit heute der Realität vergleichen. Das was Clara miterlebt, mit ihr viel man ungern das Leben tauschen, Denn es gibt viele schlimme Situationen, wo man mit ihr Mitleid hat. Spannung und Dramatik, davon will man nicht viel verraten, jedoch ist die da und zwar sehr viel, sodass die Gefühle und Romantik der Clara mehr in den Hintergrund treten, was an einigen Stelle in Ordnung war.

    Was mich am besten stört, ist das komische Idee. Es macht einen irgendwie den Eindruck, dass es noch eine Fortsetzung geben wird aber so richtig deuten kann man es irgendwie auch nicht. .

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    Buechergefluesters avatar
    Buechergefluestervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine gute Idee, deren Potential aber leider verschenkt wurde...
    Leider zu viel verschenktes Potential..

    Ich äußere mich eigentlich selten zu Covern, aber dieses hier finde ich absolut gelungen, denn es gibt auf den ersten Blick nicht all zu viel Preis. Sobald man aber einen Blick auf den Klappentext geworfen hat, lassen sich einige Zusammenhänge erkennen und ich finde es schön, wenn selbst auf solche "Kleinigkeiten" geachtet wird.

    Aber spätestens wenn ich was genaues es zu dem Buch sagen müsste, bin ich hin und her gerissen, denn es ist irgendwie alles aber gleichzeitig auch nichts von dem was ich mir von einer Dystopie erwarte.
    Und meine Erwartungen waren ohnehin gering, denn es war mein erstes Buch/ebook, von Kerstin Ruhkieck. Ich hatte mir also wirklich nur eine Dystopie erhofft, die mich einfach in eine mögliche Zukunftsversion entführt und dabei auch zum Nachdenken anregt.
    Dieser Punkt wurde auch erfüllt, denn die Grundidee, dass die letzten überlebenden Menschen zusammengepfercht, in einem einzigen Gebäude leben müssen und im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander angewiesen sind um auch weiterhin überleben zu können, entspricht genau dem, was ich mir von einer Dystopie erhoffe.
    So gut mir diese Idee auch gefällt, muss ich dennoch sagen, dass deren Umsetzung nicht ganz so gut gelungen ist. Denn es gibt einige logische Fehler, die so einfach nicht hinhauen können, wie zum Beispiel, dass innerhalb von nicht mal einem Jahrzehnt eine voll funktionsfähige "Regierungsform" entstanden ist. Aber auch einfache Dinge, wie Essen oder Strom, geben hier keinen Sinn bzw es wird, abgesehen davon, dass sie das Regenwasser auffangen nicht erklärt, wie sie eigentlich an diese Dinge rankommen. Außerdem stört es etwas, dass man die Handlung ausschließlich aus Clara's Sicht erlebt, was ich prinzipiell eigentlich nie schlecht finde, denn dadurch lassen sich für mich Emotionen meist besser transportieren. Allerdings hätte ich mir hier wirklich noch eine andere Sicht dazu gewünscht, denn Clara ist sehr lethargisch und interessiert nicht für viel mehr als sich selbst und dafür wie bemitleidenswert sie doch ist. *Seufz* Es gab von ihr kaum interessante Handlungen oder zumindest Gedankengänge und ich wartete einfach nur, dass irgendwas passiert.
    Und das tat es irgendwann...naja mehr oder weniger jedenfalls, denn das was mit dem auftauchen des Fremden geschah, war nun wirklich nicht so viel besser. Okay ehrlich gesagt konnte ich es anfangs noch verstehen, dass sie mehr über den neuen wissen will, da er ja doch so etwas wie Hoffnung symbolisiert. Irgendwann war ich aber nur noch genervt, denn Clara's stalkte ihn nur noch und redete sich, ohne je ein Wort mit ihm gewechselt zu haben, Dinge ein, die einfach nicht da waren. Und ich kann nicht mal verstehen, wieso sie so besessen von ihm ist, denn all zu viel kriegt man von ihm nicht mit, außer das er durchaus eine interessante Geschichte zu bieten hat (DIE WÜRDE ICH GERNE LESEN!) und sich ihr gegenüber nicht gerade wie ein Gentleman verhält.

    Das Ende der ganzen Geschichte war für mich kein Ende, denn es wurde endlich gut und das Lesen fing wirklich an Spaß zu machen....und dann war es auf einmal zu Ende...UND NUR SO ALS INFO ICH WEIGERE MICH DAS ZU AKZEPTIEREN! Denn egal wie viel mich hier gestört hat, zur Hölle nochmal ich will wissen, wie es weitergeht oder weitergehen könnte!

    Und auch unabhängig von all meiner Kritik muss ich der Autorin dennoch lassen, dass sie einen wirklich sehr angenehmen Schreibstil hat, der einem dann durchaus so etwas wie ein Lesevergnügen ermöglicht hat.

    Mein Fazit:
    Hinter dem Buch steckt eine gute Idee, deren Potential man mit einer anderen Protagonistin oder vielleicht schon einer zweiten Sicht hätte viel besser ausschöpfen können.

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    Jack_Inflagrantis avatar
    Jack_Inflagrantivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Without Plot - was für ein Reinfall. O.O
    Without Plot


    //Dies ist ein Roman aus dem neuen Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//

    So bewirbt der Verlag aus seinem Imprint Dark Diamonds seine Bücher. In dem Fall trifft es aber nicht zu, ich würde sogar so weit gehen und behaupten: Das ist glatt gelogen. Dieses Buch ist kein Juwel. Dieses Buch ist … Wenn es eine höfliche Bezeichnung für etwas gäbe, dass das genaue Gegenteil von „Juwel“ beschreibt, würde ich es hier ausschreiben. Gibt es aber nicht, deshalb erspare ich euch die vulgären Kraftausdrücke. Diese Rezension soll ja FSK 0 bleiben. Oder zumindest FSK 6 (Okay, es wird wohl auf FSK 16 hinauslaufen).
    Ich bin strikt gegen die Verbrennung von Büchern, weil, historisch bedingter negativer Beigeschmack und so. Aber gäbe es dieses Buch gedruckt, würde ich ein kleines Feuerchen machen und es unter Mondlicht in einem indianischen Reinigungsritual verbrennen, in der Hoffnung meine Erinnerungen davon wieder reinzuwaschen.

    Das klingt jetzt sehr hart, ich weiß. Warum diese harten Worte? Weil die Geschichte so toll begann. Weil sie so viel Potential hatte, zu etwas richtig epischem zu werden. Weil ich mich so aufgeregt habe, dass sie am Ende nicht die Awesomenss hatte, mit der ich so fest gerechnet hatte. Weil die Autorin mich 70% hinweg lang am langen Arm verhungern ließ. Weil ich mich irgendwann wie ein Esel gefühlt habe, der der unerreichbaren Karotte folgt, die der Reiter an einer Angel vor seiner Nase baumeln ließ.
    Weil ich – Esel der ich war – bis zuletzt hoffte. Vergeblich hoffte. Diese harten Worte … sie spiegeln lediglich meine Trauer und Verzweiflung wieder.
    An dieser Stelle möchte ich betonen, dass es sich hierbei um eine rein subjektive Meinung handelt und jeder eingeladen ist, sich ein eigenes Bild von dem Buch zu machen. Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall. (Dumme Redewendung btw – Eulen sind cool!) Aber ihr wisst sicher, was ich meine.

    Liebe Leserinnen und Leser, vorweg eine Entschuldigung: Das wird jetzt etwas länger. Holt euch einen Kaffee und Kekse, macht es euch bequem, plant etwas Zeit ein.
    Bei diesem Buch liegt so viel im Argen, dass ich ziemlich weit ausholen muss.
    Jetzt zur eigentlichen Rezension:
    Positiv:
    In Without Worlds bekommen wir eine postapokalyptische, düstere, dystopische Welt geboten. So weit, so vielversprechend. Am Anfang dachte ich, dass das ein richtig geiles Buch wird. Denn – und das macht mich umso trauriger – die Autorin kann schreiben.
    Es beginnt mit einer idyllischen Szene am Strand vor der Katastrophe, in der wir die Protagonistin Clara und ihre Familie ein wenig kennenlernen. Man konnte sich gleich in den – wenn auch etwas schrulligen – Charakter der Protagonistin Clara reinfühlen. Warum schrullig? Tja, sehr viel Identifikationspotential bot das Mädel nicht. Sie schwärmt für ihren Bruder, wobei die Schwärmerei über die normale Bruderliebe hinausgeht (das fand ich schon mal sehr befremdlich) und zeigt auch im weiteren Verlauf der Geschichte leicht psychopathische Verhaltensweisen, in dem sie von einem, ihr völlig fremden, Mann besessen ist. Ja, das ist BESESSENHEIT und nein, mit LIEBE hat das nichts zu tun! Aber all das konnte die Autorin sehr gekonnt und nachvollziehbar vermitteln. Das „Gefühl“ für die Figur hat gepasst. Und das ist nicht leicht. Hierfür ein Riesenkompliment und Pluspunkt.
    Auch die in anderen Rezensionen kritisierte Vergewaltigungsszene und derbe Sprache haben mich nicht gestört, da ich nie das Gefühl bekommen habe, dass die Autorin Effekthascherei oder sinnlosen Splatter rein des Schockierens Willen betreibt, sondern sie zum Kontext gepasst haben und man Claras innere Zerbrochen- und Hoffnungslosigkeit noch besser nachvollziehen konnte. Die Szenen mussten sein, sie wurden für die Geschichte gebraucht. Außerdem wurde genau dieser Aspekt in der Geschichte ständig infrage gestellt und kritisiert, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen. Das fand ich sehr gut!
    Kommen wir nun zu den negativen Aspekten und da gibt es leider so einige. Wo fange ich an?
    1. Fangen wir mit der „neuen“ Welt und der „neuen“ gesellschaftlichen Struktur an. Zwischen dem Ausbruch der Katastrophe und dem Jetzt liegen sieben Jahre. Sieben Jahre, in der die Welt, wie wir sie kennen, in Trümmern liegt und nahezu die gesamte Weltbevölkerung ausgestorben ist. Übrig geblieben sind – laut Clara – nur um die 300-400 Leute (wenn ich es richtig in Erinnerung habe), die in einem Hotel wohnen – dem einzigen Gebäude das noch steht.
    Da Clara das Gebäude nie verlässt, müssen wir ihr glauben. Allerdings wissen wir nicht, ob sich noch auf anderen Teilen der Welt solche Gruppierungen gebildet haben. Unrealistisch fand ich hier, dass niemand ein Interesse für solche Fragen zu entwickeln scheint. Selbst wenn es kein I-Net mehr gibt und Funkmaste zerstört sind, Menschen haben es doch schon früher geschafft, Kontakt zu anderen aufzubauen?! Aber das nur am Rande. Clara ist depressiv und interessiert sich nicht, daher lasse ich mir gerade noch gefallen, dass sie nicht der Typ ist, der Dinge hinterfragt.
    ABER! In diesem Hotel haben sich bereits unverrückbare gesellschaftliche Strukturen gebildet, als gäbe es sie seit einigen Jahrzehnten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Leute nach einer solchen Katastrophe es einfach so hinnehmen würden, dass sich eine Obrigkeit aus ein paar alten Säcken bildet, die die Chefetage bewohnen, andere unterdrücken, zu sinnlosen Opferkämpfen überreden, Frauen degradieren und selbst die ganze Macht an sich reißen. Es würde zu Aufständen und Gewalt kommen.

    a. Kein kräftiger junger Mann, der sogar fürs Kämpfen ausgebildet wird, würde sich von ein paar alten Säcken in eine völlig sinnlose Selbstmordmission schicken lassen. Ein paar könnte man vielleicht überreden, aber dass alle das so sang- und klanglos annehmen??! Niemals! Junge Männer würden für ihre Rechte und Macht kämpfen. Survival of the fittest! Die Erklärung, dass diese Oeconomici (wie die „Chefs“ dieser Gruppe genannt werden) so gerissen und manipulativ sind, reicht nicht. So gerissen und manipulativ (wovon ich nebenbei bemerkt nichts gespürt habe), kann keiner sein!
    b. Auch würden es Frauen nicht einfach so hinnehmen, zu Gebärmaschinen degradiert zu werden, auch da würde es Aufstände geben, aber gewaltige! Außerdem würden sich Gruppen bilden, Gemeinschaften, Paare und dann wird wiederrum alles noch komplizierter. Ich würde jedenfalls nicht zulassen, dass ein Mädel, für das ich mich interessiere, von anderen Kerlen gevögelt wird oder ein Kumpel von mir hinaus in den Tod geschickt wird.
    c. Gerade wenn nur noch so wenige Leute übrig sind, ist jedes Leben wertvoll!

    2. Wo wir schon beim nächsten Problem wären: Es ist eine ziemlich simple Rechnung. Wenn regelmäßig junge starke Männer zum sich opfern lassen rausgeschickt werden, dann werden aus diesen 400 Leuten ganz schnell 300 … irgendwann 200 (theoretisch, wenn wir von einer Geschlechter Aufteilung von 50:50 ausgehen), wären nur noch Frauen übrig, aber das nur am Rande. Neue kommen ja nicht dazu und wenn seit der Katastrophe wirklich erst 7 Jahre vergangen sind und wenn Frauen zulassen würden, als Wurfmaschinen zu agieren (das sind schon ziemlich viele „wenns“), um den menschlichen Fortbestand zu sichern, wäre das älteste Kind erst 7 Jahre alt. Wo kriegen sie denn die ganzen Opferkämpfer her??

    3. Was machen die Leute dort eigentlich den lieben langen Tag? Wir kriegen mit, dass es die Kämpfer und die Roten Engel gibt (etwas bessere Huren, die den Kämpfern zugewiesen werden und sich von ihnen schwängern lassen sollen), dann ein paar Krankenschwestern und Ärzte und Kellner. Ja, und der Rest? Sitzen die den ganzen Tag nur auf den Zimmern und drehen Däumchen? Gibt es weitere Berufe? Elektrotechniker? Wissenschaftler? Köche? Hebammen? Handwerker? Künstler? Musiker? Sorgt irgendwer für Entertainment und Zerstreuung? Irgendwann, wenn der Schock rum ist, sehnen sich die Leute nach Normalität und Spaß. Dinge werden normalerweise angepackt, aufgebaut, verbessert. Geschichtenerzähler, Sänger, Schauspieler sorgen für Abwechslung. Leider scheint die Autorin nicht mal annähernd das Bedürfnis zu haben, das anzusprechen, sodass der Eindruck entsteht, dass dieses Hotel nur von Frauen, die Kinder werfen sollen, Kämpfern und ein paar alten „manipulativen“ Säcken bevölkert wird. Sehr unrealistisch! Eine Gesellschaft ist viel komplexer, als hier beschrieben.

    4. Gefühle! Alle werden als gefühlskalt und unempathisch dargestellt. Auch völlig unrealistisch meiner Meinung nach. Klar haben nach so einem Ereignis erst einmal viele eine posttraumatische Belastungsstörung, aber nach einigen Wochen oder Monaten sollten sich die Leute dann wieder zusammenraufen. Natürlich würden wieder menschliche Verbindungen entstehen. Menschen sehen sich nach nichts mehr, als Liebe und Geborgenheit. Vor allem, wenn man Menschen, die man geliebt hat, verloren hat. Bei so viel Versagen und Unfähigkeit sich in menschliche Denkweisen einzufühlen, kann ich nur den Kopf schütteln.

    5. Kommen wir zur nächsten Baustelle: Ab ca. 30% rechnete ich jeden Moment damit, dass etwas passiert. Ein Umbruch, ein Aufstand, ein Wachrütteln dieser Gesellschaft. Eine REVOLUTION! Aber NICHTS! Immer wenn ich dachte: Jetzt! Jetzt geht es los, jetzt passiert‘s! löst sich alles wieder in Wohlgefallen auf. Es gab so viele Stellen, an der die Autorin das Ruder hätte rumreißen und eine geile Geschichte hätte erzählen können. Aber JEDE. EINZELNE. VERFLUCHTE. Chance wurde verschenkt. So viel verschwendetes Potential, es ist zum Heulen! Btw, wo war der Lektor??! Im Bett? Im Knast? Im Urlaub? Wo auch immer er war, anwesend war er nicht. Ich rege mich auf!

    6. Die Kreaturen: Wer sind sie, woher kommen sie, wurde mal eine Leiche (die Kämpfer bringen ja genug um), ins Hotel geschleppt und erforscht, um sie zu studieren und herauszufinden, wie man sie besiegen könnte? Leben auch sie in einer Sozialstruktur, sind sie intelligent, hat man sie beobachtet? Nein? Wie schade. Ich hätte es gemacht. Die Dumpfbacken in WW offenbar nicht.

    7. Was zum Teufel hat eigentlich Violet Sugar mit all dem zu tun??

    8. Das ENDE. Normalerweise erwartet man, dass zumindest am Ende ein großer Knall erfolgt. Etwas, wofür sich die ganzen Qualen und Entbehrungen gelohnt haben. Aber nein! Stattdessen versagt die Protagonistin auf ganzer Linie, ist am Ende dort, wo sie angefangen hat (eigentlich in einer noch beschisseneren Situation ohne Hoffnung je rauszukommen), NICHTS hat sich für die Menschen verändert und ihr Macker, der ihr (wie sie glaubt) wieder einen Lebensfunken eingehaucht hat, ist auch weg. Sie ist ein Loser.
    Im Grunde habe ich den Alltag eines depressiven Losers gelesen. Na, vielen Dank auch! Erwähnte ich bereits, dass ich mich nur aufregen könnte? Ich habe mich in meinem Leben noch nie so verar*** gefühlt.

    Ich höre mal auf, auch wenn mir Weiteres einfallen würde. Die wichtigsten Punkte sind zusammengefasst. An dieser Stelle kann ich jedem nur Stephen Kings The Mist (Der Nebel) nahe legen. Der hat‘s drauf, die komplexen Strukturen, die sich bei Menschen, die in Extremsituationen auf kleinem Raum miteinander klarkommen müssen, einzufangen und realistisch zu zeigen.
    Entweder konnte sich die Autorin – aus welchen Gründen auch immer – nicht in Menschen, mit ihren vielen verschiedenen Facetten, reinversetzen, sodass es ihr nicht gelungen ist, eine realistische Gesellschaftsstruktur zu zeigen oder sie wollte nicht und wollte sich viel lieber nur auf Clara und ihre peinliche Besessenheit für ihren Macker konzentrieren. Was an sich in Ordnung wäre, nur dann hätte sie sich ein sehr viel weniger komplexes Setting aussuchen müssen.
    Aber dann würde es sich zumindest lohnen, einem anderen Buch der Autorin eine Chance zu geben. Im Moment bin ich noch etwas skeptisch, weil das mein erstes Buch der Autorin war und die vielen Logikfehler meinen Lese Spaß ziemlich geschmälert haben.

    Bewertung:
    Aufgrund der vielen negativen Punkte, vergebe ich dem Buch 2 Glitzerhäufchen. Einen, für die tolle Idee und das viele, viele Potential. Den zweiten, weil die Autorin den depressiven, schrulligen Charakter der Protagonistin realistisch und nachvollziehbar eingefangen hat. Zu mehr reicht es aber dieses Mal nicht.
    Euer John

    Kommentare: 1
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    Vanniis avatar
    Vanniivor einem Jahr
    Ziemliche Enttäuschung!

    Klappentext: Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…​

    Meinung:

    Auf diese Geschichte habe ich mich wirklich sehr gefreut, da ich mal wieder Lust auf eine Dystopie hatte und der Klappentext genau meinem Beuteschema entsprach. Der Weltenentwurf war leider etwas kläglich. Hier und da gab es immer mal wieder ein paar Infos, sodass man eine ungefähre Vorstellung von der untergegangenen Welt vor Augen hatte, allerdings haben mich diese nicht zufriedengestellt. Man hätte noch so viel mehr aus der genialen Grundidee herausholen und einen detailreicheren Weltenentwurf gestalten können.

    Man verfolgt die Story aus der Sichtweise der 21-jährigen Clara, welche die meiste Zeit unter sich bleibt und nur selten Kontakt mit den Menschen in ihrem Umfeld aufnimmt. Sie beschreibt sich selbst als wenig reizvoll, was auch von den anderen Charakteren so reflektiert wird. Insgesamt ist Clara also eine sehr interessante und eher untypische Protagonisten, was mal eine erfrischende Abwechslung war. Neben Clara gab es auch noch wenige andere Charaktere, die man kennen lernen konnte, wobei dies meistens an der Oberfläche blieb. Ein relativ bedeutender Charakter ist noch Leonidas, der Clara abgrundtief hasst und ihr das auch jederzeit nur zu deutlich zeigt. Der Überlebende, der im Klappentext erwähnt wird, ist Kian, wobei ich da nicht zuviel verraten möchte. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich Kian selbst nicht so gut einschätzen konnte. In meinen Augen ist er ein ziemlich undurchschaubarer Charakter, aber gerade das hat ihn so interessant gemacht.

    Während des Lesens gab es hin und wieder ein paar Rückblenden, in welchen man einiges über Claras früheres Leben und die Erschütterung, welche die Welt zu dem gemacht hat, was sie jetzt ist, herausgefunden hat. Zu Beginn verlief die Story relativ langsam und man konnte sich einen guten Eindruck von Claras jetzigem Leben machen. Als dann endlich Kian, der mysteriöse Überlebende, auftaucht, nimmt die Geschichte endlich ein bisschen Fahrt auf. Geheimnisse werden gelüftet und Intrigen aufgedeckt. Man sollte aber nicht erwarten, dass der Spannungsbogen nun eine drastischen Anstieg startet. Nein. Vom Prinzip her bleibt alles beim gleichen und die Spannung, die man in so vielen Punkten mit einbinden könnte, bleibt einfach aus. Ich habe nicht einmal auch nur den geringsten Nervenkitzel gespürt, obwohl es durchaus Situationen gab, bei welchem ich im echten Leben wahrscheinlich Ohnmächtig geworden wäre. ^^ Ich glaub an diesem Aspekt muss die Autorin noch ein bisschen arbeiten.

    Das Ende konnte mich leider auch überhaupt (!) nicht überzeugen. Um ehrlich zu sein hat es die Geschichte nochmal um einiges runtergezogen und meinen durchaus positive Eindruck in das genaue Gegenteil umgewandelt. Zum einen wurde das Ende im Gegensatz zum Anfang der Story viel zu schnell abgehandelt. Ich hatte teilweise den Eindruck, als ob die Autorin einfach nur noch schnell fertig werden und das Buch zu Ende bringen möchte. Nicht nur die drastische Tempoverschärfung war mir ein Dorn im Auge, sondern auch die Art, wie die Autorin die Geschichte enden lies. Es gibt noch so viele unbeantwortete Fragen! In meinen Augen ist das ein Ende, was absolut nicht zufriedenstellend ist. Man erwartet eigentlich, dass da noch viel mehr kommen müsste, aber NIX. Absolut gar nix.

    Fazit:
    Die Grundidee der Story war wirklich genial, aber die Umsetzung, gerade zum Ende hin, war einfach nicht gut. Die Spannung blieb leider komplett aus und viele unbeantwortete Fragen lassen des Leser sehr unzufrieden zurück. Da die Geschichte leider ein Einzelband ist, werden sich dieses Fragen wohl auch nicht mehr beantworten.

    Ich gebe dem Buch 2,5 von 5 Sternen.

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    Tini_Ss avatar
    Tini_Svor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolle Ansätze & Ideen, aber leider versandet alles im Kopf der depressiven Protagonistin. Kein Spannungsbogen & unbefriedigendes Ende...
    Tagebuch einer Depressiven

    Meine Meinung: Bisher habe ich (fast) alle Bücher von Kerstin Ruhkieck geliebt. Ich finde, dass sie genial schreiben kann, und mag es, dass sie sich vorwiegend den düsteren Seiten des Lebens widmet. Es ist nichts rosarot, geschönt oder einfach – auch nicht ihre Protagonisten. Außerdem klang der Klappentext genial und genau nach meinem Geschmack. Ich nahm den Reader also erwartungsvoll in die Hand und fing an, zu lesen …

    „Without Worlds“ blieb aber leider, leider hinter meinen Erwartungen zurück. :( Dabei klang alles soooooo vielversprechend: das Hochhaus, die Monster, die Spalten im Boden, die ungewöhnliche Geschwisterliebe (immer her mit den schwierigen Themen!), die Kalorienpillen, die Opferkämpfer, die Aufgabe der „roten Engel“ … Echt gute Ideen und eigentlich genau meins. Eigentlich. Doch das Potenzial wurde leider nicht ausgeschöpft. I am frustriert!

    Aber erst mal das Positive: Zu Anfang konnte ich mich gut in die Protagonistin Clara hineinfühlen. Ich hatte Mitleid mit ihr, weil sie wirklich schlimme Dinge erlebt hat, die kein Mensch ganz ohne Spuren verkraftet. Ihre distanzierte und eigenbrötlerische Art, ihre Hoffnungslosigkeit und totale Einsamkeit sind nur allzu gut zu verstehen und wurden von der Autorin passend rübergebracht.

    Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig und es gab einige Zitate zum Markieren. Ich habe aber auch gemerkt, dass er mich nicht so umgehauen hat wie sonst. In ihren anderen Büchern gab es den gewissen „Wow-Faktor“, die Sätze waren auf den Punkt und perfekt ausgearbeitet. Doch hier plätscherte alles eher vor sich hin.

    Auch mag ich es lieber, wenn die Dinge lediglich zwischen den Zeilen angedeutet oder nur einmal genannt werden. Hier gab es aber viele inhaltliche Wiederholungen: Claras schweres Schicksal, ihr Job als „roter Engel“, ihre seltsame „Liebe“ für Kian, ihre Malerei, ihre Unfähigkeit, aus dem Bett aufzustehen … Es wird einfach immer wieder auf den selben Fakten rumgeritten und das war einfach too much.

    Kommen wir zum größten Kritikpunkt und dem Grund, warum mich die Story nicht so berühren konnte wie erwartet: Clara, unsere ungewöhnliche Protagonistin. Ungewöhnlich, aber leider auch sehr schwierig und als Erzählerin wahnsinnig anstrengend. Es gibt keine fesselnden Gedankengänge von ihr, stattdessen badet sie ausgiebig in Selbstmitleid, stößt andere Menschen von sich, ist komplett unsozial und schlicht ein langweiliger Charakter. Meine anfängliche Empathie wendete sich, als ich am Ende nur noch gedacht habe: „Geschieht dir absolut recht!“ Bis kurz vor Schluss tut sie nie aktiv irgendetwas, um die Geschichte voranzubringen. Deshalb schleppt sich die Story von Kapitel zu Kapitel dahin. Auf eine Wendung, die dem Ganzen eine neue Richtung gibt, wartete ich leider vergebens.

    Auf die Lovestory hatte ich mich schon gefreut, denn ich bin ein Fan von ungewöhnlichen und kontroversen Liebesgeschichten. Mit Liebe hatte das hier aber nicht viel zu tun. Ich habe wirklich versucht, offen zu sein, aber wenn man ehrlich ist, ist alles, was Clara tut: Stalken (was sie sogar selbst zugibt). Kian und sie haben nicht viel gemeinsam und reden bis zur Hälfte des Buches nicht einmal miteinander.

    Kian fand ich irgendwie interessant, doch leider lernt man ihn dank Claras eingeschränkter Perspektive kaum kennen. Aus seiner Sicht zu lesen, was er draußen so getrieben hat in seinem Kampf ums Überleben, wäre sicher spannender gewesen als Claras eintöniger Alltag. Aber dann wäre nun mal eine ganz andere Geschichte daraus geworden …

    Und ich finde es an sich gut, dass „Without Worlds“ eine etwas andere Dystopie werden sollte. Kein Aufstand, kein Umschwung des Systems, sondern die knallharte Realität mitsamt aller menschlichen Abgründe. Das Feeling kam teilweise auch rüber und ich habe verstanden, was die Autorin damit über die wahre Natur des Menschen aussagen wollte. Das hätte mich auch faszinieren können, nur ist es leider an der Umsetzung gescheitert. Weil schlichtweg die Story fehlte.

    Ich dachte die ganze Zeit: „Komm schon, komm schon, komm schon!“ und wartete auf DIE Wendung, DEN Knall, DIE Überraschung, einfach IRGENDETWAS, das der Story eine neue Richtung gibt, aber es kam einfach nichts … :( Es gibt wenig Handlung und die Geschichte wirkte nicht komplett durchdacht. Es werden Millionen Dinge angesprochen und angedeutet, die dann einfach unter den Tisch fallen, viele Charaktere eingeführt, die überhaupt keine weitere Funktion haben. Das war so frustrierend! *seufz*

    Aber das Ende hat mich dann vollends enttäuscht und ich habe ungläubig die letzte Seite „umgeklickt“. Es fühlte sich nicht an, als wäre man vorangekommen, sondern als hätte man einen Schritt zurück gemacht. Die Geschichte hört einfach mittendrin auf und endet quasi an einem Punkt, an dem sie erst richtig hätte losgehen können. So war es leider nur ein ereignisloser Lebensabschnitt einer anstrengenden Protagonistin und es bleibt nichts zurück, das mich weiter beschäftigt hätte …

    Fazit: Es waren tolle Ansätze und wirklich gute Ideen vorhanden, aber leider versandete alles im Kopf der depressiven Protagonistin. Dabei hatte ich bis zu einem gewissen Grad noch Mitleid und Verständnis für sie, aber sie suhlt sich einfach zu ausgiebig in ihrer Opferrolle. Das war nur noch anstrengend und krampfig zu lesen. Eine weitere Sichtweise wäre hilfreich gewesen, um einen Einblick in die Strukturen der Gesellschaft und „hinter die Kulissen“ zu bekommen.

    Auch die Story hat mich nicht mitgerissen, denn es gab keinen richtigen Spannungsbogen und stattdessen nur lose Fäden und ein unbefriedigendes Ende. Alles in allem wird mir „Without Worlds“ wohl nur als „Tagebuch einer Depressiven“ im Gedächtnis bleiben …

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