Kerstin Ruhkieck Without Worlds

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Inhaltsangabe zu „Without Worlds“ von Kerstin Ruhkieck

**Die Liebe stirbt zuletzt…** Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…​ //Dies ist ein Roman aus dem neuen Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//

Eine gute Idee, deren Potential aber leider verschenkt wurde...

— Buechergefluester

Without Plot - was für ein Reinfall. O.O

— Jack_Inflagranti

Tolle Ansätze & Ideen, aber leider versandet alles im Kopf der depressiven Protagonistin. Kein Spannungsbogen & unbefriedigendes Ende...

— Tini_S

Eine spannende und auch erschreckende Geschichte, die mich, aufgrund des beängstigenden Themas sehr beeindruckt hat.

— NickyMohini

Eine überraschende und verstörende Endzeitgeschichte

— SylviaRietschel

4,5- Erschreckende Dystopie mit ekligen Kreaturen außerhalb und innerhalb (='Menschen') der Sonnenuhr. Offenes Ende!

— NussCookie

Eine gute Geschichte, mit Spannung und einer dystopischen Welt, die aber noch ausbaufähig ist.

— Sanny

Bewegend, spannend, verstörend

— jaymixtape

Spannende Dystopie, für mich etwas zu düster und das Ende gefiel mir nicht, ansonsten sehr fesselnd und liest sich flüssig.

— booklover_sunsmiling

[1/5] Wenig Handlung, noch weniger Weltenaufbau, unglaubwürdige "Lovestory" und stattdessen eine nervig verstörte Protagonistin.

— Marysol14
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  • Leider zu viel verschenktes Potential..

    Without Worlds

    Buechergefluester

    23. August 2017 um 16:13

    Ich äußere mich eigentlich selten zu Covern, aber dieses hier finde ich absolut gelungen, denn es gibt auf den ersten Blick nicht all zu viel Preis. Sobald man aber einen Blick auf den Klappentext geworfen hat, lassen sich einige Zusammenhänge erkennen und ich finde es schön, wenn selbst auf solche "Kleinigkeiten" geachtet wird. Aber spätestens wenn ich was genaues es zu dem Buch sagen müsste, bin ich hin und her gerissen, denn es ist irgendwie alles aber gleichzeitig auch nichts von dem was ich mir von einer Dystopie erwarte. Und meine Erwartungen waren ohnehin gering, denn es war mein erstes Buch/ebook, von Kerstin Ruhkieck. Ich hatte mir also wirklich nur eine Dystopie erhofft, die mich einfach in eine mögliche Zukunftsversion entführt und dabei auch zum Nachdenken anregt.Dieser Punkt wurde auch erfüllt, denn die Grundidee, dass die letzten überlebenden Menschen zusammengepfercht, in einem einzigen Gebäude leben müssen und im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander angewiesen sind um auch weiterhin überleben zu können, entspricht genau dem, was ich mir von einer Dystopie erhoffe. So gut mir diese Idee auch gefällt, muss ich dennoch sagen, dass deren Umsetzung nicht ganz so gut gelungen ist. Denn es gibt einige logische Fehler, die so einfach nicht hinhauen können, wie zum Beispiel, dass innerhalb von nicht mal einem Jahrzehnt eine voll funktionsfähige "Regierungsform" entstanden ist. Aber auch einfache Dinge, wie Essen oder Strom, geben hier keinen Sinn bzw es wird, abgesehen davon, dass sie das Regenwasser auffangen nicht erklärt, wie sie eigentlich an diese Dinge rankommen. Außerdem stört es etwas, dass man die Handlung ausschließlich aus Clara's Sicht erlebt, was ich prinzipiell eigentlich nie schlecht finde, denn dadurch lassen sich für mich Emotionen meist besser transportieren. Allerdings hätte ich mir hier wirklich noch eine andere Sicht dazu gewünscht, denn Clara ist sehr lethargisch und interessiert nicht für viel mehr als sich selbst und dafür wie bemitleidenswert sie doch ist. *Seufz* Es gab von ihr kaum interessante Handlungen oder zumindest Gedankengänge und ich wartete einfach nur, dass irgendwas passiert. Und das tat es irgendwann...naja mehr oder weniger jedenfalls, denn das was mit dem auftauchen des Fremden geschah, war nun wirklich nicht so viel besser. Okay ehrlich gesagt konnte ich es anfangs noch verstehen, dass sie mehr über den neuen wissen will, da er ja doch so etwas wie Hoffnung symbolisiert. Irgendwann war ich aber nur noch genervt, denn Clara's stalkte ihn nur noch und redete sich, ohne je ein Wort mit ihm gewechselt zu haben, Dinge ein, die einfach nicht da waren. Und ich kann nicht mal verstehen, wieso sie so besessen von ihm ist, denn all zu viel kriegt man von ihm nicht mit, außer das er durchaus eine interessante Geschichte zu bieten hat (DIE WÜRDE ICH GERNE LESEN!) und sich ihr gegenüber nicht gerade wie ein Gentleman verhält. Das Ende der ganzen Geschichte war für mich kein Ende, denn es wurde endlich gut und das Lesen fing wirklich an Spaß zu machen....und dann war es auf einmal zu Ende...UND NUR SO ALS INFO ICH WEIGERE MICH DAS ZU AKZEPTIEREN! Denn egal wie viel mich hier gestört hat, zur Hölle nochmal ich will wissen, wie es weitergeht oder weitergehen könnte!Und auch unabhängig von all meiner Kritik muss ich der Autorin dennoch lassen, dass sie einen wirklich sehr angenehmen Schreibstil hat, der einem dann durchaus so etwas wie ein Lesevergnügen ermöglicht hat.Mein Fazit:Hinter dem Buch steckt eine gute Idee, deren Potential man mit einer anderen Protagonistin oder vielleicht schon einer zweiten Sicht hätte viel besser ausschöpfen können.

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  • Without Plot

    Without Worlds

    Jack_Inflagranti

    12. July 2017 um 09:13

    //Dies ist ein Roman aus dem neuen Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//So bewirbt der Verlag aus seinem Imprint Dark Diamonds seine Bücher. In dem Fall trifft es aber nicht zu, ich würde sogar so weit gehen und behaupten: Das ist glatt gelogen. Dieses Buch ist kein Juwel. Dieses Buch ist … Wenn es eine höfliche Bezeichnung für etwas gäbe, dass das genaue Gegenteil von „Juwel“ beschreibt, würde ich es hier ausschreiben. Gibt es aber nicht, deshalb erspare ich euch die vulgären Kraftausdrücke. Diese Rezension soll ja FSK 0 bleiben. Oder zumindest FSK 6 (Okay, es wird wohl auf FSK 16 hinauslaufen).Ich bin strikt gegen die Verbrennung von Büchern, weil, historisch bedingter negativer Beigeschmack und so. Aber gäbe es dieses Buch gedruckt, würde ich ein kleines Feuerchen machen und es unter Mondlicht in einem indianischen Reinigungsritual verbrennen, in der Hoffnung meine Erinnerungen davon wieder reinzuwaschen.Das klingt jetzt sehr hart, ich weiß. Warum diese harten Worte? Weil die Geschichte so toll begann. Weil sie so viel Potential hatte, zu etwas richtig epischem zu werden. Weil ich mich so aufgeregt habe, dass sie am Ende nicht die Awesomenss hatte, mit der ich so fest gerechnet hatte. Weil die Autorin mich 70% hinweg lang am langen Arm verhungern ließ. Weil ich mich irgendwann wie ein Esel gefühlt habe, der der unerreichbaren Karotte folgt, die der Reiter an einer Angel vor seiner Nase baumeln ließ.Weil ich – Esel der ich war – bis zuletzt hoffte. Vergeblich hoffte. Diese harten Worte … sie spiegeln lediglich meine Trauer und Verzweiflung wieder.An dieser Stelle möchte ich betonen, dass es sich hierbei um eine rein subjektive Meinung handelt und jeder eingeladen ist, sich ein eigenes Bild von dem Buch zu machen. Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall. (Dumme Redewendung btw – Eulen sind cool!) Aber ihr wisst sicher, was ich meine.Liebe Leserinnen und Leser, vorweg eine Entschuldigung: Das wird jetzt etwas länger. Holt euch einen Kaffee und Kekse, macht es euch bequem, plant etwas Zeit ein.Bei diesem Buch liegt so viel im Argen, dass ich ziemlich weit ausholen muss.Jetzt zur eigentlichen Rezension:Positiv:In Without Worlds bekommen wir eine postapokalyptische, düstere, dystopische Welt geboten. So weit, so vielversprechend. Am Anfang dachte ich, dass das ein richtig geiles Buch wird. Denn – und das macht mich umso trauriger – die Autorin kann schreiben.Es beginnt mit einer idyllischen Szene am Strand vor der Katastrophe, in der wir die Protagonistin Clara und ihre Familie ein wenig kennenlernen. Man konnte sich gleich in den – wenn auch etwas schrulligen – Charakter der Protagonistin Clara reinfühlen. Warum schrullig? Tja, sehr viel Identifikationspotential bot das Mädel nicht. Sie schwärmt für ihren Bruder, wobei die Schwärmerei über die normale Bruderliebe hinausgeht (das fand ich schon mal sehr befremdlich) und zeigt auch im weiteren Verlauf der Geschichte leicht psychopathische Verhaltensweisen, in dem sie von einem, ihr völlig fremden, Mann besessen ist. Ja, das ist BESESSENHEIT und nein, mit LIEBE hat das nichts zu tun! Aber all das konnte die Autorin sehr gekonnt und nachvollziehbar vermitteln. Das „Gefühl“ für die Figur hat gepasst. Und das ist nicht leicht. Hierfür ein Riesenkompliment und Pluspunkt.Auch die in anderen Rezensionen kritisierte Vergewaltigungsszene und derbe Sprache haben mich nicht gestört, da ich nie das Gefühl bekommen habe, dass die Autorin Effekthascherei oder sinnlosen Splatter rein des Schockierens Willen betreibt, sondern sie zum Kontext gepasst haben und man Claras innere Zerbrochen- und Hoffnungslosigkeit noch besser nachvollziehen konnte. Die Szenen mussten sein, sie wurden für die Geschichte gebraucht. Außerdem wurde genau dieser Aspekt in der Geschichte ständig infrage gestellt und kritisiert, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen. Das fand ich sehr gut!Kommen wir nun zu den negativen Aspekten und da gibt es leider so einige. Wo fange ich an?1. Fangen wir mit der „neuen“ Welt und der „neuen“ gesellschaftlichen Struktur an. Zwischen dem Ausbruch der Katastrophe und dem Jetzt liegen sieben Jahre. Sieben Jahre, in der die Welt, wie wir sie kennen, in Trümmern liegt und nahezu die gesamte Weltbevölkerung ausgestorben ist. Übrig geblieben sind – laut Clara – nur um die 300-400 Leute (wenn ich es richtig in Erinnerung habe), die in einem Hotel wohnen – dem einzigen Gebäude das noch steht.Da Clara das Gebäude nie verlässt, müssen wir ihr glauben. Allerdings wissen wir nicht, ob sich noch auf anderen Teilen der Welt solche Gruppierungen gebildet haben. Unrealistisch fand ich hier, dass niemand ein Interesse für solche Fragen zu entwickeln scheint. Selbst wenn es kein I-Net mehr gibt und Funkmaste zerstört sind, Menschen haben es doch schon früher geschafft, Kontakt zu anderen aufzubauen?! Aber das nur am Rande. Clara ist depressiv und interessiert sich nicht, daher lasse ich mir gerade noch gefallen, dass sie nicht der Typ ist, der Dinge hinterfragt.ABER! In diesem Hotel haben sich bereits unverrückbare gesellschaftliche Strukturen gebildet, als gäbe es sie seit einigen Jahrzehnten. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Leute nach einer solchen Katastrophe es einfach so hinnehmen würden, dass sich eine Obrigkeit aus ein paar alten Säcken bildet, die die Chefetage bewohnen, andere unterdrücken, zu sinnlosen Opferkämpfen überreden, Frauen degradieren und selbst die ganze Macht an sich reißen. Es würde zu Aufständen und Gewalt kommen.a. Kein kräftiger junger Mann, der sogar fürs Kämpfen ausgebildet wird, würde sich von ein paar alten Säcken in eine völlig sinnlose Selbstmordmission schicken lassen. Ein paar könnte man vielleicht überreden, aber dass alle das so sang- und klanglos annehmen??! Niemals! Junge Männer würden für ihre Rechte und Macht kämpfen. Survival of the fittest! Die Erklärung, dass diese Oeconomici (wie die „Chefs“ dieser Gruppe genannt werden) so gerissen und manipulativ sind, reicht nicht. So gerissen und manipulativ (wovon ich nebenbei bemerkt nichts gespürt habe), kann keiner sein!b. Auch würden es Frauen nicht einfach so hinnehmen, zu Gebärmaschinen degradiert zu werden, auch da würde es Aufstände geben, aber gewaltige! Außerdem würden sich Gruppen bilden, Gemeinschaften, Paare und dann wird wiederrum alles noch komplizierter. Ich würde jedenfalls nicht zulassen, dass ein Mädel, für das ich mich interessiere, von anderen Kerlen gevögelt wird oder ein Kumpel von mir hinaus in den Tod geschickt wird.c. Gerade wenn nur noch so wenige Leute übrig sind, ist jedes Leben wertvoll!2. Wo wir schon beim nächsten Problem wären: Es ist eine ziemlich simple Rechnung. Wenn regelmäßig junge starke Männer zum sich opfern lassen rausgeschickt werden, dann werden aus diesen 400 Leuten ganz schnell 300 … irgendwann 200 (theoretisch, wenn wir von einer Geschlechter Aufteilung von 50:50 ausgehen), wären nur noch Frauen übrig, aber das nur am Rande. Neue kommen ja nicht dazu und wenn seit der Katastrophe wirklich erst 7 Jahre vergangen sind und wenn Frauen zulassen würden, als Wurfmaschinen zu agieren (das sind schon ziemlich viele „wenns“), um den menschlichen Fortbestand zu sichern, wäre das älteste Kind erst 7 Jahre alt. Wo kriegen sie denn die ganzen Opferkämpfer her??3. Was machen die Leute dort eigentlich den lieben langen Tag? Wir kriegen mit, dass es die Kämpfer und die Roten Engel gibt (etwas bessere Huren, die den Kämpfern zugewiesen werden und sich von ihnen schwängern lassen sollen), dann ein paar Krankenschwestern und Ärzte und Kellner. Ja, und der Rest? Sitzen die den ganzen Tag nur auf den Zimmern und drehen Däumchen? Gibt es weitere Berufe? Elektrotechniker? Wissenschaftler? Köche? Hebammen? Handwerker? Künstler? Musiker? Sorgt irgendwer für Entertainment und Zerstreuung? Irgendwann, wenn der Schock rum ist, sehnen sich die Leute nach Normalität und Spaß. Dinge werden normalerweise angepackt, aufgebaut, verbessert. Geschichtenerzähler, Sänger, Schauspieler sorgen für Abwechslung. Leider scheint die Autorin nicht mal annähernd das Bedürfnis zu haben, das anzusprechen, sodass der Eindruck entsteht, dass dieses Hotel nur von Frauen, die Kinder werfen sollen, Kämpfern und ein paar alten „manipulativen“ Säcken bevölkert wird. Sehr unrealistisch! Eine Gesellschaft ist viel komplexer, als hier beschrieben.4. Gefühle! Alle werden als gefühlskalt und unempathisch dargestellt. Auch völlig unrealistisch meiner Meinung nach. Klar haben nach so einem Ereignis erst einmal viele eine posttraumatische Belastungsstörung, aber nach einigen Wochen oder Monaten sollten sich die Leute dann wieder zusammenraufen. Natürlich würden wieder menschliche Verbindungen entstehen. Menschen sehen sich nach nichts mehr, als Liebe und Geborgenheit. Vor allem, wenn man Menschen, die man geliebt hat, verloren hat. Bei so viel Versagen und Unfähigkeit sich in menschliche Denkweisen einzufühlen, kann ich nur den Kopf schütteln.5. Kommen wir zur nächsten Baustelle: Ab ca. 30% rechnete ich jeden Moment damit, dass etwas passiert. Ein Umbruch, ein Aufstand, ein Wachrütteln dieser Gesellschaft. Eine REVOLUTION! Aber NICHTS! Immer wenn ich dachte: Jetzt! Jetzt geht es los, jetzt passiert‘s! löst sich alles wieder in Wohlgefallen auf. Es gab so viele Stellen, an der die Autorin das Ruder hätte rumreißen und eine geile Geschichte hätte erzählen können. Aber JEDE. EINZELNE. VERFLUCHTE. Chance wurde verschenkt. So viel verschwendetes Potential, es ist zum Heulen! Btw, wo war der Lektor??! Im Bett? Im Knast? Im Urlaub? Wo auch immer er war, anwesend war er nicht. Ich rege mich auf!6. Die Kreaturen: Wer sind sie, woher kommen sie, wurde mal eine Leiche (die Kämpfer bringen ja genug um), ins Hotel geschleppt und erforscht, um sie zu studieren und herauszufinden, wie man sie besiegen könnte? Leben auch sie in einer Sozialstruktur, sind sie intelligent, hat man sie beobachtet? Nein? Wie schade. Ich hätte es gemacht. Die Dumpfbacken in WW offenbar nicht.7. Was zum Teufel hat eigentlich Violet Sugar mit all dem zu tun??8. Das ENDE. Normalerweise erwartet man, dass zumindest am Ende ein großer Knall erfolgt. Etwas, wofür sich die ganzen Qualen und Entbehrungen gelohnt haben. Aber nein! Stattdessen versagt die Protagonistin auf ganzer Linie, ist am Ende dort, wo sie angefangen hat (eigentlich in einer noch beschisseneren Situation ohne Hoffnung je rauszukommen), NICHTS hat sich für die Menschen verändert und ihr Macker, der ihr (wie sie glaubt) wieder einen Lebensfunken eingehaucht hat, ist auch weg. Sie ist ein Loser.Im Grunde habe ich den Alltag eines depressiven Losers gelesen. Na, vielen Dank auch! Erwähnte ich bereits, dass ich mich nur aufregen könnte? Ich habe mich in meinem Leben noch nie so verar*** gefühlt.Ich höre mal auf, auch wenn mir Weiteres einfallen würde. Die wichtigsten Punkte sind zusammengefasst. An dieser Stelle kann ich jedem nur Stephen Kings The Mist (Der Nebel) nahe legen. Der hat‘s drauf, die komplexen Strukturen, die sich bei Menschen, die in Extremsituationen auf kleinem Raum miteinander klarkommen müssen, einzufangen und realistisch zu zeigen.Entweder konnte sich die Autorin – aus welchen Gründen auch immer – nicht in Menschen, mit ihren vielen verschiedenen Facetten, reinversetzen, sodass es ihr nicht gelungen ist, eine realistische Gesellschaftsstruktur zu zeigen oder sie wollte nicht und wollte sich viel lieber nur auf Clara und ihre peinliche Besessenheit für ihren Macker konzentrieren. Was an sich in Ordnung wäre, nur dann hätte sie sich ein sehr viel weniger komplexes Setting aussuchen müssen.Aber dann würde es sich zumindest lohnen, einem anderen Buch der Autorin eine Chance zu geben. Im Moment bin ich noch etwas skeptisch, weil das mein erstes Buch der Autorin war und die vielen Logikfehler meinen Lese Spaß ziemlich geschmälert haben.Bewertung:Aufgrund der vielen negativen Punkte, vergebe ich dem Buch 2 Glitzerhäufchen. Einen, für die tolle Idee und das viele, viele Potential. Den zweiten, weil die Autorin den depressiven, schrulligen Charakter der Protagonistin realistisch und nachvollziehbar eingefangen hat. Zu mehr reicht es aber dieses Mal nicht.Euer John

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  • Ziemliche Enttäuschung!

    Without Worlds

    Vannii

    25. June 2017 um 17:06

    Klappentext: Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…​ Meinung:Auf diese Geschichte habe ich mich wirklich sehr gefreut, da ich mal wieder Lust auf eine Dystopie hatte und der Klappentext genau meinem Beuteschema entsprach. Der Weltenentwurf war leider etwas kläglich. Hier und da gab es immer mal wieder ein paar Infos, sodass man eine ungefähre Vorstellung von der untergegangenen Welt vor Augen hatte, allerdings haben mich diese nicht zufriedengestellt. Man hätte noch so viel mehr aus der genialen Grundidee herausholen und einen detailreicheren Weltenentwurf gestalten können. Man verfolgt die Story aus der Sichtweise der 21-jährigen Clara, welche die meiste Zeit unter sich bleibt und nur selten Kontakt mit den Menschen in ihrem Umfeld aufnimmt. Sie beschreibt sich selbst als wenig reizvoll, was auch von den anderen Charakteren so reflektiert wird. Insgesamt ist Clara also eine sehr interessante und eher untypische Protagonisten, was mal eine erfrischende Abwechslung war. Neben Clara gab es auch noch wenige andere Charaktere, die man kennen lernen konnte, wobei dies meistens an der Oberfläche blieb. Ein relativ bedeutender Charakter ist noch Leonidas, der Clara abgrundtief hasst und ihr das auch jederzeit nur zu deutlich zeigt. Der Überlebende, der im Klappentext erwähnt wird, ist Kian, wobei ich da nicht zuviel verraten möchte. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich Kian selbst nicht so gut einschätzen konnte. In meinen Augen ist er ein ziemlich undurchschaubarer Charakter, aber gerade das hat ihn so interessant gemacht. Während des Lesens gab es hin und wieder ein paar Rückblenden, in welchen man einiges über Claras früheres Leben und die Erschütterung, welche die Welt zu dem gemacht hat, was sie jetzt ist, herausgefunden hat. Zu Beginn verlief die Story relativ langsam und man konnte sich einen guten Eindruck von Claras jetzigem Leben machen. Als dann endlich Kian, der mysteriöse Überlebende, auftaucht, nimmt die Geschichte endlich ein bisschen Fahrt auf. Geheimnisse werden gelüftet und Intrigen aufgedeckt. Man sollte aber nicht erwarten, dass der Spannungsbogen nun eine drastischen Anstieg startet. Nein. Vom Prinzip her bleibt alles beim gleichen und die Spannung, die man in so vielen Punkten mit einbinden könnte, bleibt einfach aus. Ich habe nicht einmal auch nur den geringsten Nervenkitzel gespürt, obwohl es durchaus Situationen gab, bei welchem ich im echten Leben wahrscheinlich Ohnmächtig geworden wäre. ^^ Ich glaub an diesem Aspekt muss die Autorin noch ein bisschen arbeiten.Das Ende konnte mich leider auch überhaupt (!) nicht überzeugen. Um ehrlich zu sein hat es die Geschichte nochmal um einiges runtergezogen und meinen durchaus positive Eindruck in das genaue Gegenteil umgewandelt. Zum einen wurde das Ende im Gegensatz zum Anfang der Story viel zu schnell abgehandelt. Ich hatte teilweise den Eindruck, als ob die Autorin einfach nur noch schnell fertig werden und das Buch zu Ende bringen möchte. Nicht nur die drastische Tempoverschärfung war mir ein Dorn im Auge, sondern auch die Art, wie die Autorin die Geschichte enden lies. Es gibt noch so viele unbeantwortete Fragen! In meinen Augen ist das ein Ende, was absolut nicht zufriedenstellend ist. Man erwartet eigentlich, dass da noch viel mehr kommen müsste, aber NIX. Absolut gar nix. Fazit:Die Grundidee der Story war wirklich genial, aber die Umsetzung, gerade zum Ende hin, war einfach nicht gut. Die Spannung blieb leider komplett aus und viele unbeantwortete Fragen lassen des Leser sehr unzufrieden zurück. Da die Geschichte leider ein Einzelband ist, werden sich dieses Fragen wohl auch nicht mehr beantworten. Ich gebe dem Buch 2,5 von 5 Sternen.

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  • Tagebuch einer Depressiven

    Without Worlds

    Tini_S

    01. June 2017 um 23:51

    Meine Meinung: Bisher habe ich (fast) alle Bücher von Kerstin Ruhkieck geliebt. Ich finde, dass sie genial schreiben kann, und mag es, dass sie sich vorwiegend den düsteren Seiten des Lebens widmet. Es ist nichts rosarot, geschönt oder einfach – auch nicht ihre Protagonisten. Außerdem klang der Klappentext genial und genau nach meinem Geschmack. Ich nahm den Reader also erwartungsvoll in die Hand und fing an, zu lesen … „Without Worlds“ blieb aber leider, leider hinter meinen Erwartungen zurück. :( Dabei klang alles soooooo vielversprechend: das Hochhaus, die Monster, die Spalten im Boden, die ungewöhnliche Geschwisterliebe (immer her mit den schwierigen Themen!), die Kalorienpillen, die Opferkämpfer, die Aufgabe der „roten Engel“ … Echt gute Ideen und eigentlich genau meins. Eigentlich. Doch das Potenzial wurde leider nicht ausgeschöpft. I am frustriert! Aber erst mal das Positive: Zu Anfang konnte ich mich gut in die Protagonistin Clara hineinfühlen. Ich hatte Mitleid mit ihr, weil sie wirklich schlimme Dinge erlebt hat, die kein Mensch ganz ohne Spuren verkraftet. Ihre distanzierte und eigenbrötlerische Art, ihre Hoffnungslosigkeit und totale Einsamkeit sind nur allzu gut zu verstehen und wurden von der Autorin passend rübergebracht. Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig und es gab einige Zitate zum Markieren. Ich habe aber auch gemerkt, dass er mich nicht so umgehauen hat wie sonst. In ihren anderen Büchern gab es den gewissen „Wow-Faktor“, die Sätze waren auf den Punkt und perfekt ausgearbeitet. Doch hier plätscherte alles eher vor sich hin. Auch mag ich es lieber, wenn die Dinge lediglich zwischen den Zeilen angedeutet oder nur einmal genannt werden. Hier gab es aber viele inhaltliche Wiederholungen: Claras schweres Schicksal, ihr Job als „roter Engel“, ihre seltsame „Liebe“ für Kian, ihre Malerei, ihre Unfähigkeit, aus dem Bett aufzustehen … Es wird einfach immer wieder auf den selben Fakten rumgeritten und das war einfach too much. Kommen wir zum größten Kritikpunkt und dem Grund, warum mich die Story nicht so berühren konnte wie erwartet: Clara, unsere ungewöhnliche Protagonistin. Ungewöhnlich, aber leider auch sehr schwierig und als Erzählerin wahnsinnig anstrengend. Es gibt keine fesselnden Gedankengänge von ihr, stattdessen badet sie ausgiebig in Selbstmitleid, stößt andere Menschen von sich, ist komplett unsozial und schlicht ein langweiliger Charakter. Meine anfängliche Empathie wendete sich, als ich am Ende nur noch gedacht habe: „Geschieht dir absolut recht!“ Bis kurz vor Schluss tut sie nie aktiv irgendetwas, um die Geschichte voranzubringen. Deshalb schleppt sich die Story von Kapitel zu Kapitel dahin. Auf eine Wendung, die dem Ganzen eine neue Richtung gibt, wartete ich leider vergebens. Auf die Lovestory hatte ich mich schon gefreut, denn ich bin ein Fan von ungewöhnlichen und kontroversen Liebesgeschichten. Mit Liebe hatte das hier aber nicht viel zu tun. Ich habe wirklich versucht, offen zu sein, aber wenn man ehrlich ist, ist alles, was Clara tut: Stalken (was sie sogar selbst zugibt). Kian und sie haben nicht viel gemeinsam und reden bis zur Hälfte des Buches nicht einmal miteinander. Kian fand ich irgendwie interessant, doch leider lernt man ihn dank Claras eingeschränkter Perspektive kaum kennen. Aus seiner Sicht zu lesen, was er draußen so getrieben hat in seinem Kampf ums Überleben, wäre sicher spannender gewesen als Claras eintöniger Alltag. Aber dann wäre nun mal eine ganz andere Geschichte daraus geworden … Und ich finde es an sich gut, dass „Without Worlds“ eine etwas andere Dystopie werden sollte. Kein Aufstand, kein Umschwung des Systems, sondern die knallharte Realität mitsamt aller menschlichen Abgründe. Das Feeling kam teilweise auch rüber und ich habe verstanden, was die Autorin damit über die wahre Natur des Menschen aussagen wollte. Das hätte mich auch faszinieren können, nur ist es leider an der Umsetzung gescheitert. Weil schlichtweg die Story fehlte. Ich dachte die ganze Zeit: „Komm schon, komm schon, komm schon!“ und wartete auf DIE Wendung, DEN Knall, DIE Überraschung, einfach IRGENDETWAS, das der Story eine neue Richtung gibt, aber es kam einfach nichts … :( Es gibt wenig Handlung und die Geschichte wirkte nicht komplett durchdacht. Es werden Millionen Dinge angesprochen und angedeutet, die dann einfach unter den Tisch fallen, viele Charaktere eingeführt, die überhaupt keine weitere Funktion haben. Das war so frustrierend! *seufz* Aber das Ende hat mich dann vollends enttäuscht und ich habe ungläubig die letzte Seite „umgeklickt“. Es fühlte sich nicht an, als wäre man vorangekommen, sondern als hätte man einen Schritt zurück gemacht. Die Geschichte hört einfach mittendrin auf und endet quasi an einem Punkt, an dem sie erst richtig hätte losgehen können. So war es leider nur ein ereignisloser Lebensabschnitt einer anstrengenden Protagonistin und es bleibt nichts zurück, das mich weiter beschäftigt hätte … Fazit: Es waren tolle Ansätze und wirklich gute Ideen vorhanden, aber leider versandete alles im Kopf der depressiven Protagonistin. Dabei hatte ich bis zu einem gewissen Grad noch Mitleid und Verständnis für sie, aber sie suhlt sich einfach zu ausgiebig in ihrer Opferrolle. Das war nur noch anstrengend und krampfig zu lesen. Eine weitere Sichtweise wäre hilfreich gewesen, um einen Einblick in die Strukturen der Gesellschaft und „hinter die Kulissen“ zu bekommen. Auch die Story hat mich nicht mitgerissen, denn es gab keinen richtigen Spannungsbogen und stattdessen nur lose Fäden und ein unbefriedigendes Ende. Alles in allem wird mir „Without Worlds“ wohl nur als „Tagebuch einer Depressiven“ im Gedächtnis bleiben …

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  • 4,5 Sterne für eine einzigartige Dystopie

    Without Worlds

    NussCookie

    21. May 2017 um 10:43

    Informationen: Dies ist ein Einzelband, welcher am 31.03.2017 beim Dark Diamonds Verlag erschienen ist und von der Autorin Kerstin Ruhkieck geschrieben wurde. Das Buch ist bislang nur als E-Book erschienen und umfasst 350 Seiten bei einem Preis von 4,99€.Klappentext: **Die Liebe stirbt zuletzt…**Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…Erster Satz:„Noch nie in ihrem Leben war Clara so glücklich gewesen wie an diesem Tag.“ (Position 35)Erwartungen:Von der Autorin habe ich zwar schon viel gehört, besonders durch ihre „Forbidden Touch“-Trilogie, aber selbst etwas von ihr gelesen habe ich bislang noch nichts. Dies ändert sich aber nun mit dieser düsteren Dystopie. Ich habe sehr große Erwartungen an diesen Einzelband, der laut Autorin keine Fortsetzung bekommen wird. Anscheinend ist das Ende sehr aufwühlend, da die Rufe nach einer solchen schon laut waren. Das spornt die Erwartungen natürlich weiter an. Den Klappentext finde ich schon vollkommen faszinierend. Ich bin gespannt wie Clara mit dieser Aufgabe als ‚roter Engel‘ umgeht, ob und wie viele Nachkommen sie schon ausgetragen hat, was das für genannte Kreaturen sind und ob sie es schafft ihrem düsteren Schicksal mit der Hilfe dieses Überlebenden zu entkommen.Covereindrücke:Im Vordergrund befindet sich eine junge Frau, mit langen hellblonden Haaren und einem langen, roten, wehenden Kleid, welches ich als perfekte Umsetzung zum Klappentext sehe. Die Frau hat uns den Rücken zugewandt, sodass ihr Aussehen größtenteils der Fantasie der Leser überlassen bleibt. Im Hintergrund ist ein hohes Gebäude mit vielen Fenstern zu sehen, welches wohl das Hotel darstellen soll. Es liegt ein wenig im grau-schwarzen Nebel, der Hintergrund ist ebenfalls grau und farblos. Das Cover wird umrandet von einer dunkleren Linie. Der Titel ist im unteren Drittel platziert, darunter das Logo. Die Umsetzung zum Klappentext gefällt mir wahnsinnig gut. Alleine durch das Cover kommt die düstere Stimmung super rüber. Ich bin also ein riesen Fan davon!Meinung:Die Geschichte spielt in einer dystopischen Zukunft, deren Außenwelt komplett zerstört wurde, als die Sonne alles und jeden mit ihren Strahlen verbrannte während die Erde aufbrach und sich die Kreaturen ihren Weg an die Oberfläche erkämpften. Die Kreaturen haben keinen bestimmten Namen, heißen nur ‚Kreaturen‘, und bevölkern die Erdoberfläche. Clara, unsere Protagonistin, konnte sich retten und führt nun ein Leben als ‚Roter Engel‘ in dem einzig intakten und hohen Gebäude der Umgebung, der Sonnenuhr. Das heißt im Klartext sie ist eine Prostituierte, welche Kinder für die Opferkämpfer austragen soll, welche sich den Kreaturen stellen um so viele wie möglich niederzumetzeln. Eigentlich wurde sie jedoch als Krankenschwester ausgebildet, allerdings hat noch nie ein ‚Roter Engel‘ je eine Wunde versorgt. Clara lebt also in einer trostlosen Welt, gefangen in einem Hotel mit einer unmenschlichen Hierarchie. Das erste Kapitel hat mich ins kalte Wasser geworfen, weil es sehr ‚krass‘ zu lesen war. Wer das Buch ebenfalls gelesen hat, der weiß vielleicht wovon ich spreche. An alle anderen: Wenn man schon nach den ersten Seiten eines Buches mit den Tränen kämpfen muss, dann weiß man, dass es eine emotionale Achterbahn werden wird. Der Schreibstil war hervorragend, mitreißend und klar, brutal ehrlich und emotional.Clara konnte mich als Protagonistin zuerst nicht so recht überzeugen. Sie war innerlich leer und wenn sie etwas fühlte, dann war es Wut. Doch je mehr ich mit ihr Zusammen durchstand, desto mehr habe ich sie in mein Herz geschlossen. Sie hatte schon vor der Katastrophe mit ihren Gefühlen zu kämpfen und die Schatten der Vergangenheit verfolgten sie immer noch. Sie ist so stark auf ihre eigene Art und Weise. Ein kleines Manko, was zum Abzug eines halben Cookies geführt hat, war aus dem einfachen Grund, dass sich anfangs mit Clara nicht so klar kam und sie manchmal so furchtbar egoistisch handelte. Natürlich habe ich selbst keine Ahnung wie ich mich entwickelt hätte, wäre ich in dieser Welt und der Gesellschaft der Sonnenuhr aufgewachsen, aber sie hat für andere kaum Empathievermögen, bemängelt dies aber bei anderen und suhlt sich dann in ihrem Leid. Doch dann ändert sich alles für sie, als sie außerhalb der Sonnenuhr Männer entdeckt. Als Kian in ihr Leben tritt, gibt sie alles um ihm näher zu kommen. Er weckt Gefühle in ihr, die sie fast schon verloren geglaubt zu haben. Ob sie ihm allerdings näher kommt, das müsst ihr dann selbst lesen, allerdings fand ich die Darstellung der Autorin als sehr realistisch. Es läuft nämlich meist nicht so ab wie man es sich erträumt. Die Dystopie ist jedenfalls nichts für schwache Nerven! Die Sex-Szenen waren zum Teil schon sehr grenzwertig und detailliert, weswegen ich die Empfehlung vom Verlag für 16 Jahre nur unterstützen kann. Die Dystopie ist für mich wirklich einzigartig. Die Autorin beschreibt überraschend direkt wie schrecklich sich die Welt zum Schlechtesten entwickeln kann und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, lässt keinen menschlichen Abgrund aus und beinhaltet einen Schockmoment nach dem Anderen. Das E-Book beschreibt umfassend was passiert, wenn die falschen Menschen an die Macht kommen und ihre Machtposition schamlos ausnutzen, wie wenig Menschlichkeit den meisten erhalten bleibt in Zeiten der größten Not und wie gigantisch tief menschliche Abgründe sein können. Es gibt keine Verschönerungen, keine Umschreibungen, sondern nur die nackte, kalte Wahrheit. So eine Dystopie habe ich noch nie gelesen und werde es wahrscheinlich auch nicht mehr lesen. Das ist für mich durchaus positiv, da ich vorherige Dystopien nun mit ganz anderen Augen sehe. Da lief vieles runder, was eigentlich hätte von mir kritischer betrachtet werden müssen. Ich werde die nächsten Dystopien nun kritischer lesen.Das Ende empfand ich als mehr als gelungen. Zwar hatte ich mir für Clara ein glücklicheres Ende gewünscht, aber so wie es endet ist es absolut stimmig. Ein anderes Ende hätte nicht zur Geschichte gepasst und so düster es auch sein mag, ich bin froh dass die Autorin diesen mutigen Schritt gegangen ist. Viele Leser wünschen sich für die Figuren ein Happy End, auch wenn es gar nicht zur Geschichte passt, einfach weil sie das gerne lesen. Ich mag auch Happy Ends, aber ich sehe auch wo die angebracht sind und wo nicht. Von daher hat die Autorin alles richtig gemacht und zwar absolut alles. Ich war am Ende schockiert, betroffen und melancholisch. Ich habe mit Clara gelitten und den Epilog mit Tränen in den Augen beendet. In meinem Kopf spinne ich die Geschichte noch etwas weiter, denn Claras Leben ist ja nicht mit dem Ende des Buches vorbei.Fazit: Ich kann das E-Book absolut empfehlen, allerdings ist es nichts für Leser mit schwachen Nerven. Clara lebt in einer düsteren, trostlosen Welt, die sich vollkommen von unserer heutigen Welt unterscheidet. Die Autorin beschreibt eine Welt mit menschlichen Abgründen und ohne Happy End, was absolut passend zur Geschichte ist. Wer gerne mal etwas ‚anderes‘ lesen möchte, eine Liebesgeschichte die keine ist, dem kann ich das Buch absolut empfehlen. Ich vergebe 4,5 Cookies für die einzigartige Dystopie, die mich noch lange beschäftigen wird. Ich möchte mich ganz herzlich beim Dark Diamonds Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

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  • Zu viel verschenktes Potenzial

    Without Worlds

    Books-have-a-soul

    03. May 2017 um 20:30

    Ich hatte schon andere Bücher dieser Autorin gelesen, die richtig genial waren, sodass ich mich auf ihre neue Dystopie sehr gefreut habe. Der Klappentext klang mehr als vielversprechend und auch das Cover finde ich ist sehr gelungen.Wie zu erwarten, hat mich der einnehmende lockere Schreibstil schnell überzeugt und in eine düstere beängstigende Zukunftsversion entführt. Diese komplette Welt hat mich total fasziniert und die Idee dahinter ist hervorragend.Hier kommt nun das Aber:Die Hauptprotagonistin Clara konnte ich von Anfang an nicht ausstehen. Sie ist sehr eigen und ich konnte mich wirklich kaum in ihre Handlungen hineinfühlen. Das hat mich allerdings noch nicht gestört, denn wenn ich im Genre Horror lese, fühle ich mich den Charakteren auch nicht unbedingt verbunden.Was mich jedoch gestört hat, ist für mich die Tatsache, dass sich die gesamte Geschichte hauptsächlich in diesem Hotel der Überlebenden abspielt und ich die ganze Zeit über das Gefühl hatte, die Story würde nicht so richtig in die Gänge kommen!Die Autorin hat eine faszinierende Welt mit sämtlichen Gefahren, vor allem durch diese angsteinflößenden Kreaturen erschaffen und nutzt sie nicht!Für mich habe ich zu wenig über die ganzen Hintergründe erfahren, das System der Überlebenden, die Machtspielchen usw.! Im Mittelpunkt stand die ganze Zeit Clara und ihre Besessenheit eines Mannes, der plötzlich dort aufgetaucht ist, obwohl es doch draußen keine Überlebenden geben sollte!Mit Kian dachte ich, kommt nun etwas Fahrt in das Ganze, aber nein weit gefehlt! Auch von ihm erfährt man nur sehr wenig, wo er herkommt und was in der Welt der Kreaturen sonst noch los ist.Erst ganz am Ende dachte ich, es geht nun los, die Flucht hat begonnen, hier beginnt also das Abenteuer! Doch wieder weit gefehlt, es war kein Abenteuer, sondern mehr ein kurzer Ausflug, wieder mit kaum Informationen!Ich lese wirklich sehr gerne Bücher, die keine Happy Ends haben, ich wage zu behaupten, dass ich sogar ein Fan davon, bin, weil es gerade diese Geschichten sind, die uns nachhaltig in Erinnerung bleiben! Aber hier bin ich wirklich sehr enttäuscht! Nicht wegen dem Ende, denn für mich ist das kein Ende, das ganze Buch wirkt auf mich unausgereift und ich habe jetzt im Nachhinein das Gefühl, dass ich aufgrund von viel zu wenigen Informationen nicht voran gekommen bin! Es fühlt sich nicht an, als hätte ich eine Dystopie gelesen, sondern die Geschichte einer gebrochenen Frau, die in einer dystopischen Welt lebt, sehr schade bei diesem Potential!Fazit: Without Worlds hatte für mich wahnsinniges Potential, das aber leider komplett verschenkt wurde. Mir ist bewusst, dass viele andere von dieser Geschichte begeistert sind, aber für mich persönlich hat es sich nun mal nicht wie eine Dystopie angefühlt. Es hat mir an Spannung gefehlt, Action, Gefühl, leider irgendwie an allem. Ich brauche auch kein super tolles Ende und ich liebe Freiraum für eigene Gedanken, aber hier ist mir das ganz klar zu viel! Deswegen kann ich hier auch leider keine Lese-Empfehlung aussprechen.

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  • trotz düsterer Welt angenehm zu lesen

    Without Worlds

    hexe2408

    03. May 2017 um 10:52

    Clara könnte glücklich sein, denn sie ist eine von wenigen, die das schreckliche Ereignis überlebt haben. Doch die Geister der Vergangenheit verfolgen sie. Clara ist gefangen in ihrem Schmerz und das System, in das sie gezwängt wird, langsam leid. Ihre Aufgabe besteht darin, den Kämpfern ein wenig Befriedigung zu verschaffen und ihre Wunden zu versorgen, doch richtig erwärmen kann sie sich dafür nicht. Eine besonders große Wahl hat sie allerdings auch nicht, Flucht ist keine wirkliche Möglichkeit, denn die Außenwelt ist tödlich. Ein kleiner Funken neuer Hoffnung bietet sich ihr erst, als das Unmögliche passiert und jemand in ihre Gemeinschaft kommt, den es gar nicht geben dürfte.   Die Welt, in die man eintaucht, ist wirklich erschreckend. Seit einem Horrorszenario hat sich alles verändert. Viele haben ihre Familien verloren, nur wenige haben überlebt und leben nun eingepfercht in ein ehemaliges Luxushotel und versuchen, ihren Fortbestand durch klare Regeln zu erhalten. Während wir uns langsam freuen, dass die Sonne wieder rauskommt und es Frühling wird, fiebern die Buchfiguren jedem Regen entgegen, denn nur er sichert ihre Versorgung. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, sind auch die Regeln, die geschaffen wurden, nicht für alle gut zu ertragen. Durch den sehr begrenzten Raum und die fehlenden Möglichkeiten, sich wieder frei zu entfalten, wird schnell klar, dass es gewisse Grenzen und Gesetze geben muss, um das Leben zu regeln. Umso mehr man erfährt, umso mehr kann man jedoch verstehen, wie unzufrieden Clara mit der Gesamtsituation ist. Die Einblicke in das Leben der 21-Jährigen sind durch die Ich-Perspektive sehr intensiv. Man bekommt einen Eindruck davon, wie sie jetzt lebt, wie alles so kommen konnte und wie sie sich bemüht, nicht noch negativer aufzufallen, als in der Vergangenheit. Zwischendurch gibt es kleine Rückblicke in die Zeit vor dem Tag, der alles zum Einsturz brachte. Dadurch wird deutlich, wie viel sich wirklich verändert hat, welche Entbehrungen und welcher Schmerz auf der jungen Frau lasten.   Die Beziehungen zwischen den Menschen im Hotel sind größtenteils unterkühlt. Emotionen gibt es nur wenige, jeder soll funktionieren und seine Aufgaben erledigen. Intrigen, Geheimnisse und grausame Pläne bestimmen das Zusammenleben und machen es schwer, sich kommentarlos den Regeln unterzuordnen. Erst als der Fremde auftaucht und alles ein wenig auf den Kopf stellt, passiert etwas mit Clara, woran sie schon nicht mehr geglaubt hatte.   Der Schreibstil ist angenehm und durch detaillierte Beschreibungen kann man ich sich die Handlung gut vorstellen. Besonders die Personenbeschreibungen sind anschaulich und lassen ein genaues Bild von den Figuren vor dem inneren Auge entstehen. Da der Lebensraum so begrenzt ist, tut es gut, dass so ein wenig mehr Farbe in die teilweise sehr triste und traurige Welt kommt. Im Verlauf der Geschichte spürt man deutlich, wie sich die Stimmung bei der Protagonistin ändert. Es rücken andere Dinge in ihren Mittelpunkt, sie taut ein wenig auf und kann Emotionen zulassen, die sie bisher tief vergraben hat.   Trotz des schrecklichen Szenarios habe ich mich wohl dabei gefühlt, Clara zu begleiten. Die Mischung aus Trostlosigkeit, Schmerz und dem neu geweckten Verlangen hat mir gut gefallen. Obwohl sich die Handlung auf ein einziges Gebäude konzentriert, gibt es mehr zu entdecken, als man zunächst vermutet.   Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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  • spannend, erschreckend und sehr beeindruckend

    Without Worlds

    NickyMohini

    01. May 2017 um 11:50

    Die Welt, die Clara kannte, ist untergegangen. Sie ist eine der wenigen, die überlebt hat und wohnt mit anderen Überlebenden in einem ehemaligen Luxushotel. Dieses Gebäude ist das Letzte, welches nach der großen Erderschütterung noch intakt ist. In der Umgebung leben tödliche Kreaturen, weshalb nur ausgewählte Männer nach draußen gehen, um ihre Mission zu erfüllen.Clara ist ein "roter Engel". Es ist ihre Aufgabe, regelmäßig mit einem Mann ins Bett zu gehen, der ihr zugeteilt wurde, um dessen Nachkommen zu bekommen und das Überleben der Menschheit zu sichern. Als eines Tages ein neuer Überlebender auftaucht, ändert sich das Leben von Clara erneut ... Das Cover wirkt geheimnisvoll und mystisch. Der Hintergrund ist in Grautönen gehalten und zeigt ein hohes Gebäude, welches vernebelt wirkt. Im Vordergrund ist eine junge, blonde Frau in einem tiefroten Kleid abgebildet. Es ist die Hauptprotagonistin Clara, die dieses Kleid als "roter Engel" tragen muss. Clara hat alles verloren, seit die Welt untergegangen ist: ihre Familie, ihr Leben, ihre Eigenständigkeit und sich selbst. Das aktuelle Leben als "roter Engel" zermürbt sie. Sie wird benutzt und hat nichts zu sagen. Clara will so nicht mehr leben und etwas ändern, sieht aber keine Perspektive. Sie ist stark und der Wunsch, aus ihrer aktuellen Situation auszubrechen, gibt ihr Kraft und ihre Persönlichkeit zurück. Eine spannende und auch erschreckende Geschichte, die mich, aufgrund des beängstigenden Themas sehr beeindruckt hat.

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  • Rezension zu „Without Worlds“ von Kerstin Ruhkieck

    Without Worlds

    Yvi33

    27. April 2017 um 22:47

    Meine Meinung:Ehrlich gesagt war ich selten so hin- und hergerissen, bei einem Buch, wie bei diesem. Auch bei der Bewertung habe ich mich richtig schwer getan. Zuallererst muss ich sagen, dass ich ein großer Fan von Dystopien bin. Deshalb konnte ich es auch kaum erwarten „Without Worlds“ zu lesen. Die Stimmung, die in der Geschichte vermittelt wird ist kalt und düster. Das liegt zum Teil daran, dass in diesem Hochhaus, die letzten Überlebenden nach einer Naturkatastrophe wohnen und es keine Aussicht auf Besserung gibt. Doch auch Clara selbst, die fast lethargisch vor sich hin lebt. Sie hat keine Freunde und ist alles andere als beliebt. Es scheint dort generell zwischenmenschlich eiskalt zuzugehen. Der ganze Umgang miteinander der dort herrscht, lässt einen richtig erschauern.Eines Tages passiert etwas, was schier unmöglich erscheint: Kian taucht als Überlebender im Hochhaus auf. Sein Erscheinen verändert Klara und sie scheint erstmals Hoffnung und Lebensmut zu empfinden. Doch an Kian ist kein wirkliches Herankommen, da er mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat. Er bemerkt Clara überhaupt nicht.An Clara finde ich besonders, dass sie eben ganz anders ist. Man kann ihre Gefühle und auch ihre Gleichgültigkeit teilweise gut nachempfinden. Deswegen habe ich auch von Anfang an mit ihr gelitten. Was ich sehr schade fand ist, dass sie dem dort vorherrschenden System völlig blind gegenüber erscheint und nie etwas hinterfragt. Das hat mir etwas gefehlt. Mit der Zeit verhält sie sich Kian gegenüber wie eine Stalkerin. Ich kann ihre Faszination teilweise nachvollziehen, aber mit der Zeit wurde es etwas zuviel. Das Buch wurde aus der Ich-Perspektive von Clara geschrieben. So können wir ihre Gefühlswelt sehr gut nachvollziehen. Allerdings erfährt man aufgrund von Claras Desinteresse wenig vom System und von den Hintergründen.Der Schreibstil der Autorin ist absolut fesselnd und emotional. Man bekommt eine richtige Gänsehaut beim Lesen. Das Ende hat bei mir jedoch zu viele Fragen offen gelassen. Wäre es nur der erste Band einer Reihe, hätte ich kein Problem damit. So wie es scheint, handelt es sich aber um einen Einzelband. Deshalb hat mir, das für mich offene Ende, etwas Magenschmerzen bereitet.Wer einmal eine etwas andere Dystopie lesen möchte, die sehr bewegend ist, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen. Aber ihr solltet Euch dann nicht an der gleichbleibenden hoffnungslosen Stimmung und einem Ende mit vielen Fragen stören.Cover:Das Cover sticht absolut ins Auge. Das rote Kleid zieht sofort alle Augen auf sich und macht neugierig auf die Geschichte. Fazit:Eine Dystopie, die unter die Haut geht, aber viele Fragen offen lässt. 

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  • Überraschend gut*

    Without Worlds

    Fansteffi

    25. April 2017 um 22:05

    Inhalt   **Die Liebe stirbt zuletzt…** Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt…​ //Dies ist ein Roman aus dem neuen Carlsen-Imprint Dark Diamonds. Jeder Roman ein Juwel.//   Cover   Dieses Cover so passend für diese überraschende Story. Die Farben sind sehr harmonisch und alles gibt ein tolles Gesamtbild.   Meinung   Erstmal ist dieses Buch sehr spannend und aufregend am Anfang kam ich leider nicht gleich rein dafür hat es 2 Ansätze gebraucht. Aber einmal drin ist es eine sehr anspruchsvolle Geschichte die dahinter eine interessante Story hat.    Das System dahinter zu verstehen war bisschen zukunftsängstigend. Erst die Ozon Schicht dann Monster usw. Nach einer Weile nimmt einen das richtig mit und fragt sich ob so unsere Zukunft aussieht (Ozonschicht)!   Die Protagonistin War mir zwar sehr sympathisch aber auch sehr deprimierend was mich am Anfang ein bisschen genervt hat, aber es legt sich irgendwann und dann kann man sich in Clara reinversetzen.     So langsam kommt alles ans Licht es steigert sich zum Ende hin zusehends.   Tolles Buch mit viel Spannung aber richtige Romantik habe ich nicht empfunden. Von mir gibt es 4/5 Sterne!   

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  • Speziell, anders, besonders... ein Buch das Seinesgleichen sucht

    Without Worlds

    KristiesBookcreed

    24. April 2017 um 13:14

    Dieses Buch ist... dieses Buch war... verdammt, mir fehlen die Worte, auch jetzt noch und es ist schon etwas her, dass ich es gelesen habe.Ehrlich, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Das Buch ist einfach... besonders.Das Setting ist so düster und bedrückend, dass mir manchmal direkt mulmig zumute war, dennoch konnte ich einfach nicht aufhören, denn es war gleichzeitig auch einfach zu faszinierend.Ich weiß nicht genau, wie sie das macht, aber Kerstin schafft es auch solche Themen so zu verpacken, dass man wirklich trotz allem einfach weiterlesen MUSS, weil es so interessant und faszinierend ist.Die Charaktere sind... einzigartig. Seltenst habe ich solche Charaktere erlebt und ich bin sehr froh, sie kennengelernt zu haben. Auf ihre ganz spezielle Art und Weise sind sie besonders, einmalig und unfassbar toll.Dieses Buch ist...Ich weiß es immer noch nicht, was es am besten beschreiben würde. Ich sage einfach mal, es war ein ganz besonderes Erlebnis, dass mich zum Nachdenken angeregt hat und auch jetzt noch nicht völlig loslässt. Am besten lest es einfach mal selbst. Traut euch, ihr werdet eine Achterbahn erleben, die ihr nie wieder missen wollt. Zum Abschluss bleibt mir nur noch eins übrig und zwar diesem Buch seine verdienten 5 Sterne zu geben. Sie sind mehr als verdient!

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  • ღRezension zu >Without Worlds< von Kerstin Ruhkieckღ

    Without Worlds

    SylviaRietschel

    23. April 2017 um 16:53

    Ich habe das Buch gestern Abend beendet und muss zugeben, dass mir die Rezension nicht gerade leicht fällt, denn diese Geschichte ist einfach verstörend. Das ist nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil, aber sie hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, was einem vor dem Lesen vielleicht bewusst sein sollte.Der Einstieg fiel mir leicht, was vor allem an Kerstins Schreibstil liegt, der einen sehr schnell einnimmt. Die Seiten flogen dahin und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Dennoch war ich gleichzeitig auch froh, wenn mir die Augen zufielen oder ich auf Arbeit musste, denn hin und wieder muss man das Geschehene doch sacken lassen. Diese Story ist nichts für schwache Nerven. Wenn ihr in den Rezensionen lest, dass sie düster ist, dann IST das auch so. Düster ist dafür eigentlich kaum der richtige Begriff. Die Story um Clara ist zerstörerisch, apokalyptisch, sie ist traurig und vernichtend, an vielen Stellen ist sie hoffnungslos und regt immer wieder zum Nachdenken an, ohne dass die Autorin einen wirklich mit der Nase darauf stößt. Und auch die Protagonistin ist der Autorin gut gelungen. Ich konnte ihre Verzweiflung spüren, war von der Liebe zu ihrem Bruder etwas verstört und auch die ein oder andere Handlung hat mich ziemlich getroffen, aber gleichzeitig schafft Kerstin es auch immer wieder, dass man Clara verstehen kann. Die widersprüchlichen Gefühle, die das in mir ausgelöst hat, verwirren mich auch jetzt noch zutiefst. An der Stelle kann ich nur sagen, dass es eine Meisterleistung der Autorin ist. Denn ich bin selten so berührt von einer so dunklen Geschichte. Eigentlich spoilere ich nicht gern (und wer nicht gespoilert werden will, der liest ab hier bitte nicht weiter), aber an dieser Stelle muss es vielleicht sein. Wenn ihr (wie ich) auf ein Happy End nicht verzichten könnt oder wollt, dann überlegt es euch gut, ob ihr dieses Buch wirklich lesen wollt. Denn es wird euch zerstören! In der ersten Sekunde war ich enttäuscht, was das Ende angeht, aber mittlerweile ergibt es für mich Sinn.Kritisieren kann ich eigentlich nur, dass ich hin und wieder gern ein paar Informationen mehr gehabt hätte. Ein paar Worte zur Vergangenheit zum Beispiel, warum die Welt eben so ist, wie sie in dieser Geschichte dargestellt wird. Ansonsten wüsste ich nicht, was ich beanstanden sollte. Wenn man den Klappentext zu diesem Buch liest, ist einem eigentlich schon klar, auf was man sich einlässt.Fazit:„Without Worlds“ ist ein heftiges Buch, das durch tiefgreifende Gefühle und eine gut durchdachte apokalyptische Welt überzeugen kann. Die Handlung regt zum Nachdenken an und bleibt auch nach dem Lesen im Gedächtnis hängen. Ich vergebe 5/ 5 Leseeulen und eine Leseempfehlung für alle, die auf richtig düstere Endzeitgeschichten stehen.

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  • Für mich (leider) eine totale Enttäuschung

    Without Worlds

    Marysol14

    23. April 2017 um 12:45

    Wenig Handlung, noch weniger Weltenaufbau, unglaubwürdige "Lovestory" und stattdessen eine nervig verstörte Protagonistin und ein streckenweise unangenehm roher Schreibstil.   Zur vollständigen Rezension: http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/04/without-worlds.html Obwohl bekennender Dystopienfan, scheine ich wohl die Einzige zu sein, die von diesem Buch nicht angetan ist - mich konnte einfach kein Aspekt überzeugen oder gar begeistern... Angefangen beim Weltenbau - das war mir leider alles so lasch. Warum bitte hat sich die Erde vor einigen Jahren aufgetan, was hat Violet Sugar damit zu tun, wie sieht´s auf anderen Kontinenten aus, wie leben die Menschen außerhalb des Hochhauses, warum haben die alle so komische Namen, müsste sie nicht auf Grund von Inszest bald alle defekte Gene haben... und, und, und. Ich konnte mich nicht mit der Tatsache abfinden, dass die Erde einfach von Spalten übersehen ist, da irgendwelche ekligen Kreaturen rausgekrochen sind, es super heiß ist und (bis auf ein paar weitere Menschen außerhalb) es nur noch die 300 Einwohner der Sonnenuhr geben sollte. Passagenweise gefiel mir der Schreibstil, zumeist war er jedoch durch eine höchst derbe und vulgäre Ausdrucksweise geprägt, die mich gestört hat. Gerade wenn es um Sex (oder eher Vergewaltigung) ging, fand ich die Formulierung schrecklich. Mir ging dadurch einiges an Lesespaß verloren ^^ Wohl am meisten genervt hat mich aber wohl die Protagonistin Clara. Natürlich ist es nachvollziehbar, wie gebrochen und verletzt sie ist, hat sie doch alle verloren, die sie liebte, wird misshandelt und gedemütigt... dennoch hatte ich mir von ihr mehr Charakterstärke gewünscht, anstelle von sinnlosem Schwärmen für Kian. Ich meine?! Sie hat den Typen EINMAL gesehen und wird danach zur obszessiven Stalkerin ohne andere Hobbies und Interessen? Ne, und das soll Liebe sein?! Auch die anderen Charaktere konnten mich nicht von ihnen überzeugen und letztendlich wurde auch nur Clara eine Hintergrundgeschichte gegeben, die über ein bis zwei Sätze hinausreicht. Seien es nun die schöne Sahar, der böse-böse Leonidas oder sein widerlicher Vater. Aber auch Kian mochte ich wenig. Er gab sich zwar stellenweise Mühe, Clara mit Respekt und Achtung zu begegnen, beschäftigte sich jedoch die meiste Zeit mit sich selbst und ist eher ihr Objekt des Wahns, denn ein aufregender Love interest. Letztendlich habe ich mich beim Lesen aber auch zutiefst gelangweilt, da mich weder interessierte, ob und wie Clara mit ihrem fanatisch verehrten Kian zusammenkommen würde noch ausgesprochen viel passierte. Im Gegenteil! Clara verbringt ihre Zeit mit Selbstmitleid, Albträumen, Zeichnen und Kian anschmachten. Weitergelesen hatte ich, um eventuell mehr über die dystopische Welt zu erfahren, oder das "grooooße Geheimnis" der Sonnenuhr zu lüften.Ersteres passierte leider nicht und das Geheimnis wurde, nach Enthüllung gegen Ende, recht schnell gelöst. #alleswiegehabt Zutiefst unbefriedigend war dann für mich auch das Ende. Nichts gegen traurige oder offene, aber da mich die "Liebesgeschichte" zuvor bereits nicht überzeugen konnte, kam auch keine Enttäuschung zustande sonder lediglich ein Unverständnis darüber, was ich da gerade gelesen habe. Und warum.

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    • 2
  • Düster und spannend!

    Without Worlds

    himmelsschloss

    23. April 2017 um 11:50

    Das Cover konnte mich direkt in den Bann ziehen, denn es sieht schon sehr geheimnisvoll und vielversprechend aus. Der Klappentext hat direkt meine Neugier geweckt und ich wusste: Ich muss es unbedingt lesen! Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und sprachgewaltig und konnte mich direkt fesseln. Erzählt wird aus Clara's Perspektive. Man leidet mit ihr, denn die Autorin hat auch die Gefühlslage perfekt rübergebracht und aufs Papier gezaubert. Die Kapitel haben eine angenehme Länge.Clara ist am Anfang sehr abgestumpft und emotionslos, das alles ändert sich aber alles, als der geheimnisvolle Überlebende erscheint. (Den Namen verrate ich extra noch nicht). Ab dann fängt die Story auch erst richtig an und man erfährt einige Geheimnisse und Verzwickungen die man so nicht geahnt hätte. Ich empfand die Atmosphäre allgemein im Buch sehr mysteriös und ansprechend, schön düster und anders. Ich mag sowas ja ab und an ganz gern. Allgemein fand ich die Charaktere klasse, jeder hatte seine Merkmale erhalten und war auf seine Art interessant, klar gab es auch mal wieder welche die ich absolut nicht mochte, aber das ist ja bei fast jedem Buch der Fall und hier soll man manche Charaktere auch einfach "verabscheuen". Die Spannung war bei mir immer vorhanden und zog sich durch das komplette Buch, man war einfach aufgregt wie es weitergeht und wie sich alles dreht und wendet. Das Ende ist für mich eine absolute Katastrophe, denn ich dachte wirklich, hier erscheint ein weiterer Teil, aber so ist es nicht. Ich bin geschockt darüber, denn für mich ist die Geschichte überhaupt nicht beendet und ich bin mit gefühlten 1000 Fragen zurückgelassen worden. Das Ende gefällt mir überhaupt nicht und ich bin schon etwas frustriert dadurch. Ich habe lang überlegt ob ich dafür einen Stern abziehen soll, aber da ich wirklich total enttäuscht bin und mir das auch etwas das Buch "zerstört" hat, muss ich einfach einen abziehen... dies ist aber meine ganz persönliche Meinung, denn ich bin bei solchen Enden halt sehr sensibel. Es gibt bestimmt einige, die das Ende nicht schlimm fanden, also bitte bildet euch eure eigene Meinung darüber. Mein Fazit:Eine packende, düsterere und geheimnisvolle Geschichte, die mich direkt in den Bann gezogen hat. Ich war wie "besessen" von der Story, weil ich unbedingt wissen musste wie es endet. 

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  • Without Worlds

    Without Worlds

    laraundluca

    20. April 2017 um 18:17

    Inhalt: **Die Liebe stirbt zuletzt…** Die 21-jährige Clara ist eine der wenigen Überlebenden einer untergegangenen Welt. Zusammen mit dem letzten Rest der Bevölkerung lebt sie im einzigen Gebäude, das nach der großen Erderschütterung stehen blieb: ein ehemaliges Luxushotel, das einsam in den Himmel hinaufragt und von todbringenden Kreaturen umzingelt ist. Als »roter Engel« ist es ihre trostlose Aufgabe, regelmäßig das Bett mit einem ihr zugewiesenen Mann zu teilen und dessen Nachkommen auszutragen. Bis eines Tages ein neuer Überlebender zum Teil der Gemeinschaft wird und ihr Leben eine Kehrtwendung nimmt. Meine Meinung: Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut und war aufgrund des spannenden Klapptextes sehr auf die Umsetzung gespannt. Umso schwerer fällt es mir, eine Beurteilung abzugeben. Ich bin hin- und hergerissen. Das Setting finde ich sehr interessant gewählt. Es bietet Raum, Hintergrund und Fantasy für eine spannende und außergewöhnliche Geschichte. Diese dystopische Welt hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich gerne noch etwas tiefer eingetaucht wäre. Vor allem von diesen Kreaturen, die immer wieder leider nur mit dem eine gleichlautenden Satz beschrieben wurden, hätte ich gerne mehr erfahren. Die Geschichte wird aus Claras Sicht erzählt, so dass ich sehr gut in ihre Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen konnte. Auch einige interessante Rückblicke in die Vergangenheit und zur Zeit der Katastrophe werden gezeigt. Dies hat mir sehr gut gefallen, da die Einblenden in einem angenehmen Verhältnis zur aktuellen Handlung standen. Doch leider kam die Handlung nicht über die Gedankenwelt von Clara hinaus. Im ersten Drittel war ich noch ganz begeistert von Clara und ihrem Leben im Wolkenkratzer. Die Story ist jedoch leider sehr spärlich, es passiert kaum etwas. Es dreht sich immer wieder um ihren gleichbleibenden Tagesablauf ihr Leben und als Roter Engel, das sie verabscheut. Ihre Besessenheit von Dem Neuankömmling, die ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen konnte, nimmt viel Raum ein. Nur hin und wieder geschehen interessante Dinge, die allerdings nicht durchgehend und endgültig vorangetrieben und weiterverfolgt werden. Dabei steckt soviel Potential in den Andeutungen und der Story. Zum Schluss ist noch einiges ungeklärt, für mich hat die Geschichte keinen Abschluss, sie hört einfach auf. Ohne Erklärung, ohne Hoffnung. Das finde ich sehr schade. Dennoch hat mich die Geschichte mit ihren eingeworfenen interessanten Verwicklungen irgendwie gepackt. Die Charaktere sind sehr interessant gezeichnet. Sie verbreiten diese düstere und kalte Stimmung, diese Gefühlskälte und Emotionslosigkeit sehr gut. Die Geschichte hat mich gut unterhalten, hat sich teilweise aber etwas gezogen und ist noch ausbaufähig. 3,5 Sterne Fazit: Eine interessante Geschichte, die mich gespalten zurücklässt und noch Potential nach oben hat. Dennoch kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.  

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