Kerstin Westerbeck Joanna im freien Fall

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Inhaltsangabe zu „Joanna im freien Fall“ von Kerstin Westerbeck

Joanna Hochmuth, Tochter des Stararchitekten August Hochmuth, steht auf der 36. Etage eines Luxus-Rohbaus ihres Vaters. Sie zählt die letzten Schritte ihres überperfekten Lebens - und springt. Nichts aber ist so schwer wie sterben. Joanna erwacht in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, ist plötzlich frisch verheiratet und überhaupt in einem fremden Leben, das sich nur wenige Kilometer östlich von Frankfurt abspielt. Joannas Todessprung geht durchs Netz. Blogger Leo Berger spürt die Meldung auf und wittert seine Story. Bei der Recherche stellen sich ihm ungeahnt hohe Herausforderungen; Leo muss unterscheiden zwischen Wahrheit und Lüge ...

Ein spannendes Spiel mit der Identität, alleine der Stil konnte mich nicht abholen

— Fritz_Nitzsch

spannende und interssante Geschichte

— Vampir989

Eine spannende Geschichte, die sich nur schwer in eine Schublade stecken lässt. Nur das Ende ist ein wenig unbefriedigend.

— Cylan

Eine ausgefallene, mal etwas andere Geschichte mit viel Tiefgang und Fantasie, die auch zum Nachdenken über die Leistungsgesellschaft anregt

— Tulpe29

Identitätssuche...

— dreamlady66

Eine spannende uind fantasievolle Geschichte. Ein experimentelles Spiel was sein kann und was nicht.

— rewareni

Vom Sprung in den Tod in eine andere Identität - spannend erzählt und ein unkitschiges Happy-End!

— kingofmusic

Spannende Geschichte

— Anni59

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Der Klappentext hat dann doch nicht so viel mit dem tatsächlichen Buchinhalt zu tun. Lasst Euch da nicht verwirren!

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  • Die Sache mit der Identität

    Joanna im freien Fall

    Fritz_Nitzsch

    10. August 2017 um 10:30

    Die Protagonistin Joanna ist eine junge Frau, Tochter eines Frankfurter Stararchitekten, hat eigentlich alles in ihrem Leben. Sie ist privilegiert durch ihre Herkunft und hochintelligent. Kurzum, sie bringt alle Voraussetzungen mit sich, ein erfolgreiches, geplantes Leben zu leben und mitten in der Gesellschaft anzukommen. Doch statt sich ihrem durchgestylten Schicksal anzunehmen, klettert sie auf eines der Hochhäuser ihres Vaters, um nicht im Schatten des Hauses und damit ihres Vaters zu stehen und ihr Leben zu beenden, Sie stürzt sich im freien Fall in den Tod. Doch statt in das große Nichts zu fallen, das sie sich vielleicht erwartet oder erhofft hatte, beginnt sie das Leben von Anna zu leben, einer jungen, alternativ angehauchten Frau, die durch Pilzkonsum im Krankenhaus landete. Eine Geschichte über den Wunsch, seine Identität gegen eine Alternative einzutauschen, den Wunsch, dem geplanten Leben zu entkommen, und selbst zu entscheiden, wie man sein Leben gestalten will. Dies wird durch die Metapher der „Anna“, eine Verwandtschaft im Namen zu Joanna ausgedrückt. Ein genialer Twist, der mich an David Lynch erinnert an (Lost Highway, oder auch Mulholland Drive), bei Kerstin Westerbeck geschieht dies allerdings nicht so überheblich, sondern auf einer normalen, sympathischen Ebene. Denn wer sieht sich nicht hin und wieder in der Rolle den gesellschaftlichen Ketten entkommen zu sein und seine Identität gegen einen Wunsch eingetauscht zu haben? Einziger Minuspunkt für mich: der Stil machte es mir bisweilen etwas schwer, dem Roman zu folgen, da er zwar etwas rauschhaftes an sich hatte, in seiner Komplexität allerdings nicht gänzlich zum „Fallenlassen“ einlud.

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  • Leserunde zu "Joanna im freien Fall" von Kerstin Westerbeck

    Joanna im freien Fall

    Kerstin_Westerbeck

    Sprung aus 132 Höhe – mit unerwarteten Folgen ... Ihr seid herzlich eingeladen: zu meiner LESERUNDE mit „Joanna im freien Fall“! Ein skurriles Spiel mit Identitäten. Ein spannungsgeladener Roman, der mit den Grenzen des „Ich“ experimentiert. Diese Story erwartet euch: Joanna Hochmuth, Architektin von internationalem Rang, hochbegabt, hochintelligent, mit überdurchschnittlichen Karriereaussichten, Tochter des Stararchitekten August Hochmuth aus Frankfurt am Main ... steht auf der 36. Etage eines Luxus-Rohbaus ihres Vaters. Sie hat ihr überperfektes Leben satt, entscheidet sich für den Freitod – und springt. Was aber passiert, wenn – völlig unerwartet – das Erhoffte ausbleibt und man plötzlich in einem fremden Haus, Bett und überhaupt in einem fremden Leben landet? Genaugenommen in Annas Leben. Anna Gerlach, östlich von Frankfurt beheimatet, frisch verheiratet. Sie führt ein nullachtfünfzehn Leben. Durchschnitt. Etwas völlig Neues für die an die Superlative gewohnte Architektin. Das aber ist noch nicht genug. Schnell spürt Joanna, dass auch in ihrem neuen Leben – Annas Leben – etwas nicht stimmt. Mit von der Partie außerdem: Leo. Blogger Leo Berger liest die Schlagzeile zu Joannas Todessprung und ergreift seine Chance. Ein Denkzettel für den arroganten Architekten? Ein Blogbeitrag über den Freitod seiner Tochter? Leo reibt sich die Hände und legt los. Die Recherchen aber verschlagen ihn in eine völlig andere Richtung als die erwartete ... Was findet Leo heraus? Wie geht es weiter? Neugierig? Eine Leseprobe findet ihr hier Mehr über mich als Autorin unter: www.kerstin-westerbeck.de Wenn ihr dabei sein wollt, interessiert mich – außer der Frage: Warum? – auch noch, wohin eure Reise mit Joanna diesen Sommer gehen würde? Lest ihr gemütlich im Garten, unterm Apfelbaum, im Straßencafé, im Standkorb an der Ostsee, im Ferienhaus in Italien, Südfrankreich oder oder oder … ? Bewerbt euch! 10 Exemplare stehen zur Verfügung. Die Bedingungen findet ihr hier Außerdem: Solltet ihr in Osthessen beheimatet sein, seid ihr herzlich zu meiner Lesung in Wächtersbach am 19. Juni eingeladen! Viel Glück bei der Verlosung :) Ich freue mich auf den Austausch mit euch!

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    • 177
  • spannende und interessante Geschichte

    Joanna im freien Fall

    Vampir989

    29. July 2017 um 20:00

    Klapptext:Klapptext:Joanna Hochmuth, Tochter des Stararchitekten August Hochmuth, steht auf der 36. Etage eines Luxus-Rohbaus ihres Vaters. Sie zählt die letzten Schritte ihres überperfekten Lebens - und springt.Nichts aber ist so schwer wie sterben. Joanna erwacht in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, ist plötzlich frisch verheiratet und überhaupt in einem fremden Leben, das sich nur wenige Kilometer östlich von Frankfurt abspielt.Joannas Todessprung geht durchs Netz. Blogger Leo Berger spürt die Meldung auf und wittert seine Story. Bei der Recherche stellen sich ihm ungeahnt hohe Herausforderungen; Leo muss unterscheiden zwischen Wahrheit und Lüge ..Das Buch hat mich von Beginn an in den Bann gezogen.Der Schreibstil ist leicht und flüssig.Man kommt mit dem Lesen sehr gut voran,Die Seiten fliegen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen möchte man gar nicht mehr aufhören.Johanna beginnt ein neuses Leben im Körper von der Ihr unbekannten Anna.Gemeinsam mit Johanna erleben wir nun viele interessante und bewegende Ereignisse.Johanna wird bewusst,was Ihr in Ihrem alten Leben gefehlt hat.Wärme ,Liebe ,Geborgenheit und Freunde waren Ihr fremd.Langsam gewöhnt Sie sich an Ihr neues Leben .Dann gibt es auch noch den Journalisten Leo der über Johanna berichtet und im Laufe der Geschichte werden auch so manche Geheimnisse gelüftet.Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte Sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere .Besonders sympatisch fand ich Johanna und Leo.Ich habe Sie gleich in mein Herz geschlossen.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.Ich habe mitgefühlt,mitgebangt und mitgefiebert.Durch die sehr interessante und spannende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Ich hatte Gefühl alles selbst mitzuerleben.Es gab immer wieder unvorhersehbare Wendungen und viele Überraschungen.Dadurch blieb es immer sehr interessant und es kam nie Langeweile auf.Aber die Autorin hat es auch verstanden etwas Humor in die Geschichte einzubauen.So habe ich mich bei einigen Situationen köstlich amüsiert.Als Leser wird man auch zum Nachdenken angeregt.Ist man mit sich selbst und seinem Leben zufrieden?Ich habe schon lange nicht mehr ein so interssantes und bewegendes Buch gelesen.Das Cover finde ich auch sehr gut gewählt.Es passt genau zum Buchtitel und der Geschichte.Für mich rundet es das brilliante Werk ab.Ich hatte viele schöne Lesemomente mit dieser Lektüre und kann Sie nur empfehlen.

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  • Eine Überdosis von (Jo/H)Annas

    Joanna im freien Fall

    Cylan

    23. July 2017 um 09:19

    Ich habe mich in den letzten Wochen für viele Leserunden auf lovelybooks beworben, habe das ein oder andere Buch gewonnen, bin aber auch leer ausgegangen. Bei Joanna im freien Fall von Autorin Kerstin Westerbeck hatte ich eigentlich auch kein Glück, aber dann sah ich in meinem Postkasten eine freundliche Nachricht. Frau Westerbeck mochte meine bisherigen Rezensionen so sehr, dass sie mir ebenfalls ein Exemplar ihres Romanes zukommen lassen wollte. Und da sagt man als begeisterte Leseratte natürlich nicht nein – und das, obwohl Gesellschaftsdramen eigentlich gar nicht in meine sonstige Genreauswahl fallen. Aber eine solche Chance lässt man sich natürlich nicht entgehen und ich hoffe doch zutiefst, dass Frau Westerbeck nicht enttäuscht sein wird. Joanna Hochmuth ist der neue aufstrebende Stern in der deutschen Architekturbranche. Als Tochter des wohl berühmtesten Architekten Frankfurts, August Hochmuth, stehen ihr alle Türen offen. Sie ist erfolgreich, sie ist begehrt. Und trotzdem entscheidet sie sich vom neuen, noch nicht ganz fertiggestellten Gebäude ihres Vaters aus 132 Metern Höhe in den Tod zu springen. Blöd nur, dass sie plötzlich im Körper von Anna Gerlach aufwacht, einer Frau, die ihrem wahren ich nicht unterschiedlicher sein könnte. Anna wohnt in einem Dorf etwas abseits von Frankfurt, führt ein etwas spiesiges Leben, arbeitet in einem Bio-Laden, ist verheiratet – und Joanna sieht sich mit mächtigen Problemen konfrontiert, denn dieses normale Leben ist für sie alles andere als gewohnt. Während Joanna beginnt, sich langsam in das Leben der Anna zu fügen, stellt der freie Blogger Leo Nachforschungen über Joanna Hochmuths Selbstmord an. Als Anna dies mitbekommt, sieht sie in ihm eine Chance, den Umständen ihres neuen Lebens auf den Grund zu kommen. Mit diesem Buch habe ich mich in für mich völlig trübe Gewässer begeben. Ich kann mich nicht entsinnen, dass ich (freiwillig) mal einen Roman dieser Art gelesen hätte. Sicher, damals hatten wir ständig Gesellschaftsdramen als Pflichtlektüre, aber seien wir doch mal ehrlich: wer hat Schullektüre wirklich gerne gelesen? Bei der Geschichte um Joanna und Anna allerdings, habe ich sehr schnell einen Draht gefunden und konnte mich in einer unglaublichen Geschwindigkeit in die Szenerie hineinversetzen, wie ich es bislang erst selten erlebt habe. Vor allem der wirklich coole Auftakt, der in Joannas Selbstmord gipfelt, hat einen sehr interessanten, experimentellen, aber dadurch eben im Gedächtnis bleibenden Stil. Da hat es mich auch nicht gestört, dass man nach eben diesem Auftakt das Tempo erst einmal gedrosselt hat, um (Jo)Anna in ihrem neuen Leben willkommen zu heißen. Im Laufe der Geschichten lernt man die wichtigsten Menschen in Annas Leben kennen, wobei es Frau Westerbeck hier gelingt, den Charakteren allesamt in kurzer Zeit viel Leben einzuhauchen und es immer wieder schafft, neue Facetten in deren Eigenarten unterzubringen. Besonders interessant und lobenswert finde ich übrigens, dass jeder einzelne Charakter, der eine bedeutendere Rolle spielt, im Laufe der Geschichte eine spürbare Wandlung durchzieht. Charaktere, die anfänglich unsympathisch oder nervig erschienen sind, sind mir ans Herz gewachsen, andere, die am Anfang nett gewesen sind, haben bald schon tiefe Abgründe aufgezeigt. Letzten Endes aber hat es keinen Handlungsträger gegeben, dem ich abgeneigt gewesen bin. Alle haben sich irgendwie in mein Herz geschlichen. Vor allem Leo. Die Erzählweise des Buches hat mir sehr gefallen. Wir haben zwei Perspektiven, zum einen die direkte Erzählung Joannas als Ich-Erzähler, zum anderen Leos Beiwerk in der Form eines ihn begleitenden Erzählers. Normalerweise hasse ich es, wenn man zwischen Ich- und Er-Erzähler hin- und herspringt, aber in diesem Buch hat es gut gepasst. Ein zweiter Ich-Erzähler wäre hier zu viel und vielleicht sogar zu verwirrend gewesen. Wobei ich es gegen Ende schon ein wenig merkwürdig fand, als (Jo)Anna und Leo in Kontakt getreten sind. Die Entwicklung des Romans ist wohl eine der größten Stärken der Geschichte. Nach Joannas Selbstmord wird man mit ihr zusammen in eine völlig neue und unbekannte Umgebung geworfen. Sie weiß genauso viel über ihre neue Familie, wie wir als Leser und so lernen wir Annas Leben auf dieselbe Weise kennen, wie Joanna selbst. Wir lernen ihre Schwiegereltern und ihren Ehemann kennen, ihre Arbeitskollegin, ihren Arbeitsplatz. Nach und nach wirft Frau Westerbeck dem Leser ein paar Brotkrumen zu, die Licht ins Dunkel bringen und nach und nach die Umstände von Joannas Tod erläutern. Dabei gelingt es ihr, immer wieder Spannung aufzubauen, ohne dabei zu viel zu verraten (auch wenn ich zugeben muss, dass ich fast alle Höhepunkte der Geschichte bereits etliche Kapitel zuvor richtig vorausgesagt habe, aber das habe ich sogar als befriedigend, nicht als störend empfunden). Lustig finde ich es übrigens, dass wir in Leos Kapiteln mehr über Joanna erfahren, als in ihren eigenen Kapiteln. Aber das nur als kleine Anmerkung. Als ich die letzte Seite umgeschlagen habe, habe ich mich leider ein wenig im Regen stehengelassen gefühlt. Nicht falsch verstehen, das Ende ist gar nicht mal verkehrt, die meisten Fragen wurden geklärt und die, die offen stehengeblieben sind, dienen der eigenen Interpretation. Dennoch habe ich das Gefühl gehabt, dass das Ende einfach unvollständig gewesen ist, fast so, als wollte Frau Westerbeck zeigen, dass das Leben eben keine perfekten Geschichten schreibt. Die Zusammenhänge zwischen Annas und Joannas Leben habe ich leider als etwas sehr an den Haaren herbeigezogen empfunden. Vielleicht liegt es daran, dass auf den Umstand nur wenig eingegangen worden ist, ich für meinen Teil habe es leider als etwas hahnebüchen und unspektakulär abgelegt. Nach all der Spannung, die das Buch aufgebaut hat, ist mir die Auflösung einfach viel zu banal und uninspiriert vorgekommen, dass es mir leider die letzten – na ja, circa – 50 Seiten irgendwie verdorben hat. Joanna im freien Fall lässt sich genretechnisch schwer in eine Schublade packen. Es ist ein Drama mit jeder Menge Gesellschaftskritik, es ist Slice of Life, es ist ein klein wenig Entwicklungsroman, hat Anflüge eines Ermittlungsthrillers und auch einen kleinen Hauch von Fantasy. Und trotzdem besitzt das Buch zu Teilen einen so lockeren und heiteren Ton, dass es einen zum Schmunzeln oder Lachen bringen kann. Es bietet viel Raum für Interpretationen, vor allem, was das neue Leben und vor allem den Wandel von Joanna in Annas Körper anbelangt. Wie viel Joanna steckt in Annas Kopf, wie viel Anna schwingt in Joannas Herzen. Wie das Buch auf dem Klappentext schon andeutet, experimentiert das Buch mit den Grenzen des Ich – eine durchaus gerechtfertigte Phrase. Letzten Endes gibt es für mich eigentlich nur noch eine Frage, die es sich zu stellen lohnt: Wieso hat sich die Autorin entschieden, das Buch im Selfpublish zu veröffentlichen? Dieses Buch hat definitiv Verlagsqualität. Der Schreibstil ist locker und hochwertig, Fehler sind mir keine aufgefallen, die Geschichte ist außergewöhnlich und vielschichtig, wird nicht langweilig. Ich vermute, dass es in einer Buchhandlung sicher besser aufgehoben wäre, als bei Books-on-Demand. Aber vielleicht hat sich die Autorin etwas dabei gedacht. Wie dem auch sei, ich habe die Geschichte trotz einiger Kritikpunkte am Ende sehr genossen und möchte ihr verdiente 4 von 5 Sternen geben! Für mich eine klare Leseweiterempfehlung für all jene, die gerne Gesellschaftsdramen lesen, die trotzdem eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlen, für diejenigen, die sich gerne in das Leben eines anderen hineinversetzen und es entdecken möchten, die es lieben zu rätseln und zu spekulieren und vor allem für all jene, die sich selbst die Frage stellen, ob das, was sie im Leben haben, sie wirklich glücklich macht. P.S.: Wer sich in Frankfurt auskennt, wird hier weniger Orientierungsschwierigkeiten haben, als ich kleiner Ossi :P

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  • "Sprung in ein neues Leben"

    Joanna im freien Fall

    Martinchen

    20. July 2017 um 18:58

    "Joanna Hochmuth, Tochter des Stararchitekten August Hochmuth, steht auf der 36. Etage eines Luxus-Rohbaus ihres Vaters. Sie zählt die letzten Schritte ihres überperfekten Lebens - und springt. Nichts aber ist so schwer wie sterben. Joanna erwacht in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, ist plötzlich frisch verheiratet und überhaupt in einem fremden Leben, das sich nur wenige Kilometer östlich von Frankfurt abspielt. Joannas Todessprung geht durchs Netz. Blogger Leo Berger spürt die Meldung auf und wittert seine Story. Bei der Recherche stellen sich ihm ungeahnt hohe Herausforderungen; Leo muss unterscheiden zwischen Wahrheit und Lüge ..." - soweit der Klappentext. Kerstin Westerbeck hat Romanistik, Ethnologie, Soziologie und Kulturmanagement studiert und lebt mit ihrer Familie im Main-Kinzig-Kreis. Das in einem blaugrün Ton gehaltene Cover zeigt in hervorragender Weise den Inhalt des Buches an: Die Welt steht Kopf, was für Joanna/Anna durchaus zutrifft. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar. Die Charaktere werden lebendig und glaubhaft beschrieben. Auch das Unglaubliche in der Geschichte, das Aufwachen in einem anderen Leben, mit allen Zweifeln und Fragezeichen ist durchdacht geschrieben. Einige kleine Schwächen gibt es durchaus, die das Lesevergnügen jedoch nicht beeinträchtigen. Durch den Versuch Joannas, sich in Annas Leben zurecht zu finden und ihr eigenes zu überdenken, werden auch andere Personen dazu veranlasst, sich mit sich und ihrem Leben auseinanderzusetzen und es zu verändern, was nicht ohne Loslassen und Trauer abgeht. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen, die teilweise von Joanna/Anna selbst in Gang gesetzt werden. Ich habe mir beim Lesen ständig die Frage gestellt, wie Kerstin Westerbeck die Geschichte auflöst. Um es kurz zu machen: mit Bravour. Es gibt ein nachvollziehbares und gutes Ende. Ich würde gern 4,5 Sterne vergeben, da das nicht möglich ist, habe ich mich für 4 Sterne entschieden. Fazit: ein tiefgründiger Sommerroman, dem ich viele Leser wünsche.  

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  • Joanna im freien Fall

    Joanna im freien Fall

    AnjaKoenig

    18. July 2017 um 14:18

    das cover und der titel hat mich gleich neugierig gemacht und ich fand das buch sehr gut. schön zu lesen und interessant, spannend und zum nachdenken anregend. was passiert nach dem Tod und kann es sein, dass man noch nicht fertig ist mit dem leben und somit erst noch in einem anderen Körper offenes beenden muss oder kann? wie Anna langsam ihr leben klärt und erfährt was da so alles Sache ist und wie sie damit umgehen kann ist total interessant. auch die Ermittlung von Leo und dessen Deutungen zu joanna, sowie die Sichtweise und Anschauung aus allen perspektiven. Ella, Anna und ihre Eltern, joanna und Familie, Leo - einige Personen die verbunden sind in dieser geschichte, aber auch jeder seines mit einbringt. empfehle das buch gerne weiter.

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  • Wer bin ich?

    Joanna im freien Fall

    Tulpe29

    16. July 2017 um 17:58

    Mir haben die fesselnde Geschichte, der flüssige Schreibstil und das brisante Thema allgemein sehr gut gefallen. Nicht jeder ist dem enormen Leistungsdruck und den hohen Erwartungen dieser  Altvorderen, die der High Society angehören, gewachsen. Joanna springt vom Dach eines Hochhauses und ist wider Erwarten nicht tot, sondern wacht in einem fremden Körper auf. Sie bekommt eine zweite Chance, eine neue Familie und ein völlig anders Leben.Ob sie das alle zu nutzen weiß?

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  • Aus 132 Metern Höhe in ein neues Leben...

    Joanna im freien Fall

    Queenelyza

    12. July 2017 um 20:28

    Joanna hat die Nase voll. Von ihrem Luxusleben als Tochter eines Architektur-Giganten, vom schönen Schein, von einem vorgezeichneten Weg und damit verbundenem Ruhm und Kälte. Aus 132 Metern Höhe stürzt sie sich vom Dach einer der Neubauten ihres Vaters - doch was als Ende gedacht war, ist keines. Joanna springt mitten in ein neues Leben und wacht am nächsten Tag in einem fremden Bett und einem fremden Leben auf. Und plötzlich gibt es Blümchenbettwäsche, Marmelade statt Champagner- und einen Ehemann samt sympathischer Schwiegermama!Ja, so kann es gehen, Joanna sitzt auf einmal im Leben von Anna, und lebt einen Lebensentwurf, der von ihrem eigenen Leben unglaublich weit entfernt scheint. Und hat dort doch auf einmal die DInge, die sie in ihrem alten Leben schmerzlich vermisst hat - was ihr jetzt allerdings erst so richtig bewusst wird. Eine Familie, Freunde, Wärme und Geborgenheit...und dann ist da noch der Journalist Leo Berger, der über Joannas Todessturm in seinem Blog schreibt - und auf einmal seltsame Emails erhält...Das Buch ist weit weg von den Bodyswitch-Komödien, die man aus den USA kennt - erwachsen, warmherzig und humorvoll. Joanna mischt Annas Leben gehörig auf und merkt dabei erneut, wie leer und kalt ihr Leben bis jetzt war. Jetzt liegt es an ihr, etwas daraus zu machen. Wie sie behutsam umdenkt und ihr bewusst wird, dass es auch noch andere Dinge gibt als Geld und Ruhm, das schildert die Autorin sensibel und unaufgeregt. Die Geschichte rund um den Blogger und die Dinge, die er aufdeckt, sorgen für das notwendige Quentchen Spannung, und auch die Romantik kommt hier nicht zu kurz. Ein mitreißendes Buch mit viel Fantasie und Gefühl und somit für mich ein schöner, etwas anderer Sommerroman.

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  • Identitätssuche...

    Joanna im freien Fall

    dreamlady66

    10. July 2017 um 20:10

    Joanna im freien Fall von Kerstin WesterbeckEin Roman mit 304 Seiten und verschiedenen Abschnitten sowie ein ausgefallenes CoverZum Inhalt:Joanna Hochmuth, die Tochter des Star-Architekten Hochmuth ist mit ihrem Leben unzufrieden, denn ihr Vater erwartet die perfekte Tochter, die später mal sein Lebenswerk übernehmen soll.Diesen Druck hält sie nicht mehr aus und springt vom Luxus-Rohbau ab in die Tiefe...Doch, siehe da, sie ist nicht tot, sondern erwacht im Krankenhaus als Anna Gerlach in einem anderen Leben mit einem Ehemann und völlig fremden Menschen. Ihr sogenannter Filmriss wirkt sich auf die Umgebung aus. Sie beginnt ihr neues Leben zu hinterfragen...Für den Blogger Leo Berger wird diese seltsame Geschichte interessant. Er verbreitet diese Story und Anna wird auf seine Artikel aufmerksam. Gemeinsam mit ihm kommen immer mehr Wahrheiten zu Tage...Fazit:Die Autorin hat mit diesem Roman eine spannende und interessante Geschichte geschrieben. Die Charaktere wirken glaubhaft. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar.Wirklich, ein toller Roman, der in die heutige  Zeit passt, da Kampf um Macht und Ansehen immer mehr in den Vordergrund treten!

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  • Von Todessprüngen und neuen Identitäten

    Joanna im freien Fall

    kingofmusic

    06. July 2017 um 09:54

    „Sterben ist einfach.“ So oder ähnlich hat sich das Joanna Hochmuth, Vorzeigetochter von Stararchitekt August Hochmuth gedacht und ist gesprungen – vom Rohbau des neuesten Prestige-Objekts ihres Vaters – 132 Meter tief… Stoff genug für eine Kurzgeschichte – möglicherweise. Jedoch präsentiert uns Kerstin Westerbeck mit ihrem neuesten Roman „Joanna im freien Fall“ den oben genannten Plot lieber in flüssig zu lesenden 304 Seiten. Sie hat mit Joanna nämlich noch was vor – und das zeigt, dass sterben doch nicht so leicht ist :-).Sie lässt ihre Protagonistin nämlich in den Körper von Anna Gerlach „fahren“, um ihr zu zeigen, wie sich das Leben in einer kleinen „spießigen“ Familie mit Haus und Garten anfühlt. Sie lässt sie spüren, wie es ist, wenn man durch die Arbeit in einem Bioladen die Natur, die man vorher durch protzige Prestigebauten aus Beton und Stahl kaputt gemacht hat, wieder zu schätzen lernen weiß. Dass Joanna bei ihrem „Aufenthalt“ bei Familie Gerlach über so einige sprichwörtliche Kellerleichen stolpert, die es zu „beseitigen“ gilt, versteht sich fast von selbst und reicht von – ach lest es einfach selbst *g*. Hier zeigt sich, dass keine Familie „frei“ von Schuld ist – möge sie noch so glücklich und zufrieden nach außen wirken...  Das soll allerdings nicht heißen, dass die Handlung vorhersehbar ist. Nein, Kerstin Westerbeck versteht es meisterhaft, durch immer neue Verstrickungen, Enthüllungen und Blick in die Vergangenheit der Protagonisten die Story die ganze Zeit über spannend zu halten. Das Ende ist ein Happy-End. Nein, nicht ein billiges Kitsch-Happy-End aus „Alpenglühen“-Groschenheften, sondern eins, was berührt, was nachdenklich macht. Ich habe es als Parabel für den gefallenen Engel gesehen, der erst in Frieden ruhen darf, wenn er eine Aufgabe erfolgreich ausgeführt hat. Kurz gesagt: Kerstin Westerbeck hat mich wieder einmal von ihrer Kunst überzeugt, ein tiefgründiges Thema in einen locker-leichten Roman zu packen.

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    • 4
  • Wer bin ich?

    Joanna im freien Fall

    rewareni

    05. July 2017 um 14:09

    Obwohl Joanna Hochmuth als Architektin ein scheinbar perfektes leben lebt, springt sie von einem Luxus Rohbau ihres berühmten Architekten Vaters August Hochmuth in die Tiefe. Doch anstatt tot zu sein, erwacht sie plötzlich als Anna Gerlach in einem fremden Leben, mit einem Ehemann und Menschen, die ihr völlig fremd sind. Sie steckt zwar in einem fremden Körper, aber ihre Gedanken sind die von Joanna. Ihr offensichtliches Black Out wirkt sich auch auf ihre Umgebung aus. War die alte Anna angepasst und auch ein wenig spießig, ist die neue plötzlich aufgeschlossen für neues und beginnt vieles zu hinterfragen. Als Joanna musste sie sich immer gegen ihren Vater behaupten, dem auch ihr Privatleben nicht sonderlich interessiert hatte. Sie führte ein oberflächliches Leben und war nie wirklich glücklich. Alles sollte perfekt im Leben sein, was es natürlich nicht war. Der Blogger Leo Berger wird auf eine seltsame Geschichte aufmerksam- Joanna Hochmuth soll noch leben. Er wittert eine tolle Story und auch Anna wird auf seine Artikel aufmerksam, die sie von nun an interessiert mit verfolgt. Gemeinsam mit Leo setzen sich immer mehr Puzzleteile zusammen. Immer öfter passieren Dinge, die Anna neugierig machen, sie verwirren und sie hofft, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Was hat es mit der Villa auf sich in der sie damals mehr tot als lebendig ins Krankenhaus gebracht wurde? Gemeinsam mit ihrer Teilhaberin Ella bricht sie in diese Villa wieder ein und sie entdecken einiges, das sie beunruhigt. Immer mehr werden Erinnerungen wach und dringen in ihre Gedanken ein und Joanna weiß bald nicht mehr wer sie wirklich ist. Familiengeheimnisse, die jahrelang im Verborgenen gelegen sind kommen nun ans Tageslicht. Erst als alle unausgesprochenen Dinge bereinigt sind, kann eine Frauenseele Frieden schließen. Die Autorin Kerstin Westerbeck hat mit ihrem Roman ,, Joanna im freien Fall´´ eine spannende, fantasievolle und interessante Story geschrieben, wo nichts so ist, wie es scheint. Der Schreibstil spielt angenehm mit den Worten, man ist gleich mitten im Geschehen drinnen und wird hineingezogen in einen Strudel, aus dem man nicht mehr so schnell herauskommt. Kerstin Westerbeck nimmt den Leser mit auf eine experimentelle Gedankenreise ganz nach dem Motto ,, Was wäre wenn?´´. Bis zum Schluss kann man eigentlich nie wirklich sagen, dass man weiß, wie sich die Charaktere Joanna und Anna miteinander vermischt haben. Es bleibt dem Leser die Möglichkeit selbst zu entscheiden, was ist Wahrheit, was ist Fantasie. Es ist eine spannende Geschichte, die auch sehr emotional ist, man spürt Trauer, Hoffnungslosigkeit und auch den Wunsch einfach geliebt zu werden, so wie man ist. Ein toller Roman der erfrischend anders ist.

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  • Tiefgründig und bewegend

    Joanna im freien Fall

    SiWel

    04. July 2017 um 09:56

    Das Buch der Autorin Kerstin Westerbeck " Joanna im freien Fall " ist mal etwas ausgefallenes. Alleine schon das Cover ist aussagekräftig und macht neugierig.Hier sieht man die Häuserreihe auf dem Kopf stehen und hat das Gefühl die drohen jeden Moment herunterzufallen. Joanna wünscht sich ebenfalls herunterzufallen.Der Schreibstil ist leicht lesbar und es geht anfangs auch schon direkt interessant los. Ich hatte mich schnell eingelesen.Die Autorin schafft es hier für mich tiefgründig und bewegend zu schreiben.Die Charaktere sind glaubhaft und lebendig beschrieben. Ich hatte bereits nach kurzer Zeit meine Sympathieträger gefunden.Joanna ist eine der Protagonisten in der Geschichte, Tochter eines angesehenen reichen Stararchitekten.Hoch intelligent, reich und gewohnt ihr Ziel immer zu erreichen. Dann kommt der Punkt an dem sie merkt das es so nicht mehr weitergehen kann. Kurzentschlossen klettert sie in die 36.Etage eines Rohbaus ihres Vaters und lässt sich in die Tiefe fallen um ihr Leben zu beenden. Als sie aus dem dunklen Tunnel des Falls erwacht lebt sie in der Person von Anna weiter. Joannas Kampf mit sich und ihrer neuen für sie mehr als spießigen Identität zieht sich vom Anfang bis zum Ende spannend lesbar durch. Es gibt viel tiefgründiges zum Mitdenken und lässt manche Mitmenschen in einem anderen Licht erstrahlen. Das Thema finde ich in unserer heutigen Zeit, wo Leistung, Macht und Reichtum immer mehr gefragt sind, sehr wichtig. Am Ende finde ich es ganz egal ob die Person Anna oder Joanna ist. Für mich sind beide zu einer Person verschmolzen.

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  • Wenn du im anderen Körper aufwachst..

    Joanna im freien Fall

    Anni59

    29. June 2017 um 22:49

    Joanna Hochmuth ist extrem unzufrieden mit ihrem derzeitigem Leben. Sie muss immer perfekt sein, vor der Öffentlichkeit eine Rolle spielen und muss ihrem Vater, dem berühmten Stararchitekten August Hochmuth, immer die perfekte Tochter spielen. Das hält sie irgendwann alles nicht mehr aus und nimmt sich das Leben.Doch so einfach endet es nicht.. sie wacht im Körper von Anna Gerlach auf, die Pilze gegessen hat und im Krankenhaus wiederbelebt werden musste. Sie führt ein vollkommen anderes Leben, hat einen Ehemann, der sich aber ziemlich distanziert verhält, arbeitet in einem Naturkostladen und hat eine total nette Schwiegermutter. Doch wie konnte es kommen, dass sie im fremden Körper aufwacht?Ich fand die Geschichte sehr spannend und habe von Anfang an mitgefiebert. Anfangs fiel es mir etwas schwer, Bezug zu den Charaktern zu fassen aber das gab sich im Laufe des Buches. Es ist eine sehr tolle Story, auch wenn ich das Ende leider etwas enttäuschend fand, weil es ziemlich offen endet.

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