Kerstin und Andreas Fels

 4,5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor*in von Liebe auf Japanisch.

Lebenslauf

Nicht eine Vorliebe für Sushi ließ Andreas Fels Japanologie studieren, sondern eine Neugier auf Sprache und Kultur. Seine Frau Kerstin ließ sich gerne von dieser Begeisterung anstecken und war auf gemeinsamen Reisen nach Japan heilfroh, jemanden dabeizuhaben, der Japanisch spricht. Beide schreiben seit 1997 regelmäßig als Autoren für das Internetmagazin japanlink.de, haben Artikel für verschiedene Zeitschriften beigesteuert und bereits einige Buchprojekte gestemmt.

Alle Bücher von Kerstin und Andreas Fels

Cover des Buches Liebe auf Japanisch (ISBN: 9783958892002)

Liebe auf Japanisch

(6)
Erschienen am 10.04.2019

Neue Rezensionen zu Kerstin und Andreas Fels

Cover des Buches Liebe auf Japanisch (ISBN: 9783958892002)
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Rezension zu "Liebe auf Japanisch" von Kerstin und Andreas Fels

sabatayn76
‚Liebe auf Japanisch ist wie Liebe auf Deutsch. Nur anders. Zumindest manchmal.‘

‚Liebe auf Japanisch ist wie Liebe auf Deutsch. Nur anders. Zumindest manchmal.‘ (Seite 11)

Kerstin und Andreas Fels erzählen in ‚Liebe auf Japanisch‘ von vier Freunden und ein paar anderen Personen, wobei die Figuren fiktiv, die im Buch aufgeführten Geschichten so oder ähnlich jedoch tatsächlich passiert sind.

Die Autoren berichten von Cuddle Café und Katzen-Café, gemieteten Freunden und Singleverkupplungskochkurs, White Day und Hikikomori, Freeter und herbivoren Männern, Gruppen-Blinddates und Gatebox, Homosexualität und Samurais, Prostitution und Love Hotels, Sexpuppen und Robotern, sexueller Belästigung und Vergewaltigung, Hochzeit und Solo-Wedding, Gleichberechtigung und Rollenverständnis, Schwangerschaft und Blutgruppen, Scheidungsrate und Jobverlust, Idol und Jungfräulichkeit, Niedlichkeitstrend und Lolita-Style.

Ich habe mich aufgrund eines Blog-Monatsthemas zu Japan schon ausführlicher mit dem Land beschäftigt, aber in ‚Liebe auf Japanisch‘ bin ich auf unglaublich viele neue Informationen gestoßen, die ich bis dato noch nirgends entdeckt hatte.

Mir hat die Lektüre immens Spaß gemacht, und es gab kein einziges Kapitel, das uninteressant war. Dabei ist ‚Liebe auf Japanisch‘ nicht nur inhaltlich spannend und bisweilen sehr skurril, sondern das Buch ist auch sehr unterhaltsam geschrieben, so dass es sich schnell lesen lässt.

Bei der Lektüre merkt man schnell, dass man eine gänzlich unbekannte Welt betritt, in der es die kuriosesten Dinge gibt, die man z.B. für Geld kaufen kann. Bei manchen Dingen wollte ich fast nicht glauben, dass es das wirklich gibt, weil es mich eher traurig gemacht hat, wie einsam manche Menschen sind und was sie tun, um dieser Einsamkeit kurz zu entfliehen, z.B. bezahlte Kuschelmomente oder digitale Liebe via Gatebox.

Hier kann man staunen und sich fasziniert durch die Kapitel treiben lassen, und man lernt Japan von einer Seite kennen, die einem ansonsten verschlossen bleibt.

Cover des Buches Liebe auf Japanisch (ISBN: 9783958892002)
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Rezension zu "Liebe auf Japanisch" von Kerstin und Andreas Fels

NerdBlick
Liebe auf Japanisch - Charmant, witzig und sehr lehrreich

Bisher habe ich, aufgrund von Zeitmangel, das Buch in die Kategorie "Buch- zum-dekorativ-ins-Regal-stellen" gepackt, doch ich habe mir eine Flasche Wein geöffnet, mich in die Badewanne gelegt und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen! Die beiden Autoren Kerstin und Andreas Fels wissen wie sie witzige, charmante und auch informative Texte verfassen die einen amüsieren und genauso zum Nachdenken bringen können, wie auch schon bei Ihrem Buch: FETTNÄPFCHENFÜHRER JAPAN worüber ich auch einen ausgiebigen Beitrag verfasst habe. Am besten ich beginne wie immer mit der Geschichte:

In diesem Buch lernen wir verschiedene Charaktere kennen, die unterschiedlicher nicht sein können. Jeder hat eine andere Sicht auf die Liebe, sei es das Ehepaar, was sich nach all den Jahren nicht mehr soviel zu erzählen hat, der ewige Single, der genug von der Liebe und all den Ärger drum herum hat oder die frisch Verliebten deren Kennenlernen wir begleiten können. Nun lernen wir in jedem Kapitel einen anderen Charakter intensiver kennen, wodurch wir Schritt für Schritt das Verständnis für Liebe kennenlernen. Du möchtest ein Beispiel? Kein Problem, nehmen wir den ehemaligen Studenten Kenji aus Tokyo, der gerade durch das Vergnügungsviertel Akihabara zieht und sich von den ganzen Einflüssen versucht nicht ablenken zu lassen, denn er hat nur ein Ziel: die junge Japanerin Yume aus dem Cuddle Cafe am Ende der Straße. Dort kann er für 20 Minuten Zweisamkeit genießen, doch nicht auf die Art an die du jetzt denkst. Ein Cuddle Cafe bietet den Service an, dass sich junge Männer sich an eine Dame kuscheln können, sie umarmen können oder sich auf ihren Schoß legen können. Dabei ist direkter Hautkontakt nicht einmal erwünscht! Das ist nur eine der zahlreichen Geschichten und auch eher eine amüsante als eine ernste Geschichte (wenn du wissen möchtest, wie die Geschichte mit Kenji in dem Cafe ausgeht, dann lade dir direkt die Leseprobe herunter, dort findest du das komplette Kapitel).


Jedes der 22 Kapitel ist für sich alleine lesbar und es ist auch ohne Probleme möglich, dass ein oder andere Kapitel zu überspringen und später zu lesen. Öfter wirst du grau hinterlegte Kästchen finden die dir ein paar Hintergrundinformationen, Zahlen oder Fakten bieten, um die Situation vielleicht noch etwas verständlicher zu machen. Wobei man hier auch einen allgemeinen Eindruck der japanischen Kultur bekommt, sollte man sich weniger mit der Materie beschäftigen.

Der Schreibstil der beiden gefällt mir nach wie vor sehr gut. Man ist als Leser immer Teil der Situation, alles wird erklärt und doch bleibt Platz für Fantasie übrig. Man fühlt mit den Charakteren mit und ist gespannt auf ihr weiteres Vorankommen in der jeweiligen Situation. Manche Situationen haben mich zum Lachen gebracht und manche eher den Tränen nahe. Ich hoffe das die Menschen, denen diese Charaktere nachempfunden sind, heute ein glückliches und friedliches Miteinander erleben können. Vielleicht sollte jemand "Liebe auf Deutsch - Von Schluss machen per SMS, Schwiegermonstern und mangelnder Romantik" mal schreiben und es möglichst auf Japanisch übersetzen lassen. Wahrscheinlich amüsieren sich die Japaner dann ähnlich über unser Verständnis der Liebe.

Mein Fazit hatte ich bereits in der Badewanne gefunden: Als ich da so lag mit meiner halb vollen Weinflasche habe ich gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit verging, ich flog nur so durch die Kapitel und hatte wirklich Spaß beim Lesen. Ich selbst befasse mich seid der Planung meiner Reise intensiv mit der japanischen Kultur und doch habe ich einiges lernen können. Dennoch dieses Buch dürfte nicht nur für Fans von Japan interessant sein, denn es lässt jeden eine andere Sicht auf die Liebe kennenlernen. Etwas was für uns selbstverständlich ist, wie beispielsweise das Händchen halten, ist für japanische Verhältnisse ein großes Zugeständnis.

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