Kester Schlenz Mutti baut ab

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Inhaltsangabe zu „Mutti baut ab“ von Kester Schlenz

An Muttis 80. Geburtstag im „Waldesruher Hof“ war noch alles okay – und nun? „Wie geht es dir, Mutti?“ „Beschissen. Ich bin zuhause auf die Schnauze geflogen.“ Für Sohn Kester und seine Geschwister beginnt eine Odyssee durch Arztpraxen, Pflegekassen, Krankenhäuser und Altersheime. Traute Schlenz fühlt sich dort nicht wohl, „da wohnen ja nur alte Leute“. Aber sie kämpft tapfer in der ihr eigenen, raubeinigen Art – und nach dem Motto „Fack ju, Pflegeheim!“ kriegt sie mit ihrem Rollator tatsächlich noch einmal die Kurve! Das Mutmachbuch für alle Angehörigen, entwaffnend komisch und anrührend ehrlich!

Ein ernstes Thema wird humorvoll verpackt

— sriegler

Älter werden in Deutschland - Ein humorvoller Blick auf das deutsche Pflegesystem. Die Würde des alternden Menschen wird jederzeit gewahrt.

— Mary2

Ein ernstes Thema unterhaltsam behandelt

— sabsisonne

empfehlenswert zu lesen - denn wir alle kommen einmal in den Genuss des Altwerdens

— Engelmel

Witziges Buch über die Mühen des Älterwerdens

— Dion

Fack ju Pflegeheim! Ein ernstes Thema witzig rübergebracht.

— mysticcat

reale Geschichte um "Älterwerden" einer Mama

— KarinG71

Wenn Muttis alt werden und Unterstützung brauchen

— Minangel

Ein Mutmach-Buch für Angehörige von pflegebedürftigen Menschen

— camilla1303

Humorvoller und tröstender Ratgeber rund ums Altern

— Larissa_Schira

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  • Ein ernstes Thema wird humorvoll verpackt

    Mutti baut ab

    sriegler

    29. June 2017 um 15:13

    Der Autor hat das ernste Thema, wie es für Kinder ist, wenn Eltern älter werden auf humorvolle Weise erzählt. Aus der eigenen Familie haben wir Kinder und Enkelkinder in den letzten 2 Jahren erlebt, wie es meiner Oma immer schlechter ging und sie durch ihre Verwirrtheit uns immer wieder das Leben schwer gemacht hat. Viele Situationen konnten wir in diesem Buch wieder finden und so schlimm diese Situation, im ersten Moment auch für jeden einzelnen waren, so kann man über das eine oder andere später schon schmunzeln. Das Buch hat uns dabei geholfen, die eine oder andere Verhaltensweise von meiner Oma während ihrer langen Krankheit besser zu verstehen, aber auch für uns, dass wir das ganze aus einer humorvolleren Perspektive betrachten.   Es hat wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen, weil der Autor mit viel Gefühl und Witz dieses sensible Thema aufgearbeitet hat.

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  • so richtig klar

    Mutti baut ab

    abuelita

    10. June 2017 um 09:37

    So richtig ist mir nicht klar geworden, warum Kester Schlenz dieses Buch geschrieben hat. Seine 80-jährige Mutter Traute stürzt zuhause und daraufhin beginnt eine richtige Odyssee für „Mutti“ und ihre Angehörigen.„Wenn Eltern alt werden“ – das ist ein wichtiges und ernstes Thema, und klar – mit Humor geht alles besser. Dieser vergeht einem allerdings oft, wenn man mit Krankenkassen, Heimen, unfähigen Angestellten von Arztpraxen etc. zu tun hat. Noch schlimmer wird es, wenn wirklich kein Geld vorhanden ist – was ja hier in diesem Fall nicht der Fall ist. Und darum ist das für mich auch nicht ganz realistischHumorvoll erzählt der Autor von dieser Zeit, und ich musste oft auch lachen. Die kessen Sprüche der Mutter….da weiss man dann doch, woher der Autor das hat… *g*. Die kurzen Kapitel sind schnell durchgelesen; was allerdings der Rückblick sollte, hat sich mir nicht erschlossen. Als „Mutmach“ Buch kann ich eswirklich nicht empfinden. Ich habe selber meine Eltern bis zu ihrem Tod gepflegt und kenne fast alle der Spielarten, die Kester Schlenz hier beschreibt. Er konnte das immerhin besser verteilen u. musste nicht alles alleine tragen. Sehr bekannt kamen mir kurzen innerlichen Wutanfälle des Autors vor – trotz aller Liebe und allem Verständnis ist das sehr realistisch.Ja, aber warum nun Mutmach-Buch ? Was will der Autor uns mit diesem Buch sagen? Dass vieles auch einfach nur komisch ist? Dass man sich kaum im Dschungel all der Verordnungen und Paragraphen zurecht findet? Dass das alleine kaum zu schaffen ist? Das ist eher deprimierend für die Personen, die keine Angehörigen haben….Wie auch immer – es ist angenehm und schnell zu lesen und vielfach einfach auch nur komisch, trotz allem Leid.  

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  • Älter werden in Deutschland - Angehörige im Spagat zwischen Unterstützung und Bevormundung

    Mutti baut ab

    Mary2

    04. June 2017 um 08:03

    Kester Schlenz, als Buchautor und Stern-Redakteur bekannt, beschreibt seine Erlebnisse mit seiner älter werdenden Mutter im deutschen Krankenhaus- und Pflegewesen. Traude Schlenz kennt und befürwortet das Buchprojekt – macht ihrem Sohn sogar Themenvorschläge und gestattet persönliche Einblicke. Dabei fällt der humorvolle und kritische Blick des Autors immer wieder auf die problematischen Schnittstellen zwischen den Institutionen: Krankenkasse, Krankenhaus, Kurzzeitpflege, Fahrdienst, Arztpraxen, Hausnotruf, Essen auf Rädern,….. Und natürlich geht es hier nicht um das System, sondern um den Menschen im System.Traude Schlenz hat eine starke Persönlichkeit, die auch und gerade im Alter eine gewisse Herausforderung für die Mitmenschen darstellt. Sie lässt sich nicht ohne Widerspruch durch die Einrichtungen schieben und hat durchaus eine Meinung zu ihrem Wohnort, dem angebotenen Essen und zum Personal, das ihr begegnet. Verblüffend realistisch beschreibt Kester Schlenz die schwierigen Wege im deutschen Versorgungssystem. Der Leser darf davon ausgehen, dass der Autor aufgeklärt und gewillt ist – trotzdem tun sich Hindernisse vor ihm auf, die er nicht für möglich gehalten hätte. Ausgehend von den Herausforderungen mit einem alternden Elternteil entspinnt sich ganz nebenbei die Lebensgeschichte der Familie Schlenz: Wie ist Traude Schlenz, wie ist Kester Schlenz geworden wie sie nun mal sind? Am Ende geht (vorerst) alles gut aus für ihn und für seine Mutter. Wie aber kommen weniger hartnäckige Menschen im deutschen System zu ihrem Recht und an das Ziel? Eine Lektüre, die für alle lohnenswert ist, die einen betagten Elternteil haben. Ermutigend, wie sich der Autor durch den Dschungel der Institutionen kämpft und die Würde des alternden Menschen gewahrt bleibt. Die schwierige Balance zwischen Unterstützung und Bevormundung alter Menschen ist hier gut gelungen und sehr unterhaltsam ins Wort gebracht. Klare Leseempfehlung für das mutige Thema und die sprachlich überzeugende Umsetzung.

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  • Sollte Pflichtlektüre für medizinisches- und Pflegepersonal sein!

    Mutti baut ab

    sabsisonne

    27. April 2017 um 14:10

    Solange man nicht eigene Erfahrungen macht oder gemacht hat, ist dieses Hörbuch hauptsächlich lustig und unterhaltsam, sehr angenehm gelesen von Dietmar Bär. Wer aber schon einmal in den Strudel von Krankenhäusern, Ärzten, deren Mitarbeitern und Pflegeeinrichtungen aller Art geraten ist, findet hier Bekanntes wieder. Dazu sei gesagt, dass Familie Schlenz mit drei sich zuständig fühlenden Kindern und einem befreundeten Arzt nicht die große Katastrophe erlebt hat. Und da sich Mutti wieder rappelt, hat die Geschichte auch ein Happyend. Es sei ihnen gegönnt! Schön wäre, wenn jegliches Personal, das mit Plege und Medizin befasst ist, dieses Werk hören oder lesen müsste. Vielleicht hätte es dann mehr Verständnis für die Alten und ihre Angehörigen.

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  • lustige Lektüre für alle Interessierten und Betroffenen

    Mutti baut ab

    Engelmel

    12. April 2017 um 19:31

    Insgesamt ist das Buch gut, flüssig leicht zu lesen, das macht Spaß, da es nicht so 'schweratmig' ist. Aus Sicht der doch oft gestressten Angehörigen das Alter zu erleben, ist eine Erfahrung, die anderen Betroffenen in gleicher Situation unheimlich helfen kann - besser als jeder Pflegeratgeber.Ich kann es nur weiterempfehlen, an alle, die das Thema interessiert, vor allem aber an alle, die mit dem Thema konfrontiert sind!Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt! Vielen Dank an Autor/Verlag!

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  • Ernstes Thema, dennoch darf auch mal gelacht werden

    Mutti baut ab

    Somaya

    09. April 2017 um 18:54

    Das Buch "Mutti baut ab - Wenn Eltern alt werden" war für mich aus zwei Gründen von besonderem Interesse: Zum einen habe ich eine ähnliche Phase, wie in dem Buch beschrieben, vor ca. 1,5 Jahren mit meiner Oma erlebt. Zum anderen - und das war der ausschlaggebende Punkt - erhoffte ich mir durch das Buch Einblicke in die Gedankenwelt der Angehörigen in meinem Berufsalltag zu bekommen.Ich kann ehrlich sagen, dass ich nicht wirklich Erwartungen an das Buch hatte. Wobei das vielleicht falsch formuliert ist. Ich hatte ja schon die Hoffnung, dass es mir in meinem Berufsalltag helfen könnte, die Angehörigen anders wahrzunehmen und vor allem besser verstehen zu können. Dennoch war es eine andere Dimension von Erwartungen, als bei den üblichen Büchern, die ich so lese. Als Sachbuch bzw. "Tatsachenbericht" fällt es ja auch in ein ganz anderes Genre als mein übliches Beuteschema.Schnell wurde klar, dass das Buch in sehr kurzen Kapiteln bzw. Episoden aus Trautes Leben erzählt. Als Erzähler fungiert hier ihr Sohn Kester Schlenz selbst.Die kurzen Kapitel dienen auf jeden Fall dazu, dass man schnell liest und sich am Ende eines Kapitels sehr häufig denkt, dass man die "x" Seiten des nächsten ja auch noch eben schafft. Doch auch wenn ich hier von "schnell lesen" spreche, sollte man das Buch nicht unterschätzen. Denn mit wenigen Worten wird sehr viel erzählt und sicher muss man auch das ein oder andere Mal innehalten und über das gelesene oder das, was man zwischen den Zeilen entdecken kann, nachzudenken. Generell hält das Buch die ein oder andere wichtige Botschaft bereit. Man sollte sich also doch etwas Zeit nehmen, auch wenn es sich gut lesen lässt und auch nicht ganz so viele Seiten hat.Besonders gut hat mir bei diesem Buch gefallen, dass ich es in einer Leserunde entdecken durfte. Dort regte Trautes Geschichte nämlich zu wirklich spannenden Gesprächen und dem Austausch interessanter Geschichten an.Kester Schlenz schafft es, die Erlebnisse seiner Familie, allen voran seiner Mutter, sehr direkt zu erzählen. Dabei behandelt er sehr ernste Themen mit einer besonderen Art von trockenem Humor, nimmt aber auch kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, zuzugeben, was eher schlecht läuft. Ab und an, wenn die Geschichte droht zu dramatisch zu werden, entführt der Autor uns in eine vergangene Episode aus der Familiengeschichte, welche das ganze wieder auflockert.Insgesamt eine berührende, sehr ehrliche Geschichte, bei der aber auch ruhig mal gelacht werden darf. Eine Menge Anregungen zum Nachdenken hält das Buch auch noch bereit.Da die Situation mit alt werdenden Eltern kaum jemandem erspart bleiben wird, würde ich das Buch als empfehlenswerte Lektüre für jedermann bezeichnen und bin froh, dass ich Traute und ihre Familie kennenlernen durfte.

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  • Leserunde zu "Mutti baut ab" von Kester Schlenz

    Mutti baut ab

    Mosaik_Verlag

    Fack ju, Pflegeheim! Kester Schlenz erzählt komisch und anrührend, was passiert, wenn Eltern alt werden Den meisten von uns wird es einmal passieren, oder vielleicht steckt der eine oder andere von euch schon in dieser Situation: Die eigenen Eltern werden alt und plötzlich sind die Rollen vertauscht. Sich als Kind plötzlich um Mutter oder Vater kümmern zu müssen, ist eine Herausforderung, die viel abverlangt. Unser Autor Kester Schlenz hat das selbst erlebt, als sein Mutter Traute Schlenz – heute 88 – gesundheitlich stark abbaute. In seinem Buch "Mutti baut ab" nimmt er sich dem Thema auf humorvolle und gleichzeitig sehr einfühlsame Weise an. Es ist ein Mutmachbuch mit dem er jedem betroffenen Angehörigen aus der Seele spricht.Über das Buch:Manchmal genügt ein Anruf, um das Leben zu verändern: „Wie geht es Dir, Mutti?“ – „Beschissen. Ich bin zu Hause auf die Schnauze geflogen.“ Traute Schlenz, an ihrem 80. Geburtstag noch wohlauf und bester Stimmung, ist ein Häuflein Elend. Immer wieder hatte sich die resolute Dame nach kurzen Schwächephase schnell erholt, doch nun ließ es sich nicht mehr leugnen: Sie baute ab, brauchte medizinische Versorgung und Hilfe, um den Alltag zu bewältigen. Für ihren Sohn Kester Schlenz und seine Geschwister beginnt eine Odyssee durch Arztpraxen, Krankenhäuser, Pflegekassen und Altersheime.In „Mutti baut ab“ beschreibt Kester Schlenz, was Kinder erleben, wenn Eltern alt werden. Während Kester Schlenz sich mit Pflegediensten auseinandersetzt, um einen Heimplatz für seine Mutter kämpft, medizinische Diagnosen zu begreifen versucht und seiner Mutter zum X-ten Mal den Gebrauch des Notfallknopfes erklärt, trotzt Mutti ihrer Hinfälligkeit mit Willensstärke, Eigensinn und unverblümten Kommentaren. „Die sehen alle aus, als ob sie gleich tot umfallen würden“, beschwert sie sich über ihre Herzsportgruppe.„Mutti baut ab“ widmet sich humorvoll und zugleich schonungslos direkt dem Altwerden und all seinen Begleiterscheinungen. In komischen Szenen und anrührenden Rückblicken zeichnet Bestsellerautor Kester Schlenz ein liebevolles Porträt seiner Mutter und hält dabei die ideale Balance zwischen Heiterkeit und nachdenklichem Tiefgang. Markus Lanz sagt: „Er beschreibt ganz unaufgeregt – und das macht‘s so gut – was uns blüht, wenn die eigenen Eltern alt werden. Großes Kompliment.“Über den Autor:Kester Schlenz, 58, ist Bestsellerautor und hat bereits zahlreiche Bücher verfasst, allen voran „Mensch, Papa! Vater werden - das letzte Abenteuer“ und „Alter Sack, was nun?“. Er studierte Sprachwissenschaften und Psychologie und arbeitet in der Redaktion des Magazins stern als Autor. Schlenz ist verheiratet, hat zwei erwachsene Söhne und will später nicht ins Altersheim. Außer, wenn alle mitkommen.Wenn ihr bei der Leserunde dabei sein wollt, schreibt uns einfach warum das Buch für euch so interessant ist. Wir sind gespannt auf eure Antworten und freuen uns auf eure Leseeindrücke!Bitte beachtet vor eurer Bewerbung die Richtlinien für Leserunden

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    • 242
  • Wenn das Alter an die Tür klopft...

    Mutti baut ab

    Dion

    08. April 2017 um 18:28

    Traute Schlenz ist achzig Jahre alt und bei bester Gesundheit. Bis sie kurze Zeit später zu Hause stürzt. Ein Desaster für die bis dahin rüstige Dame. Ein gesundheitliches Fiasko reiht sich an das nächste und schließlich übersiedelt sie in ein Pflegeheim.Kester Schlenz beschreibt sehr glaubhaft und auch humorvoll, wie seine Mutti körperlich und geistig abbaut. Er erzählt über die Hürden, die er und seine Geschwister nehmen müssen, um in einem sogenannten Sozialstaat zu ihrem Recht zu kommen.Unterteilt in kleine Kapitel ist das Buch sehr zügig zu lesen, der humorvolle Schreibstil des Autors macht es leicht, sich in die gesamte Familie einzufühlen. Besonders, wenn man selbst Angehöriger eines alten, kranken Menschen ist, lassen sich sämtliche Überlegungen und Erzählungen sehr gut nachvollziehen.Gern gelesen, daher fünf Sterne!

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  • Wenn die Eltern älter werden

    Mutti baut ab

    Cupcakes2

    07. April 2017 um 14:51

    Für ihren achtzigsten Geburtstag zu feiern, suchte sich Traute Schlenz den Waldesruher Hof aus. Ihr war es immer sehr wichtig, was die Leute über sie denken. Ein Jahr später stürzt Traute. Auf einmal ist es Traute völlig egal, was andere über sie denken. Im Krankenhaus flucht sie wie ein Bierkutscher. Für ihre Kinder beginnen lang dauernde Abklärungen mit Arztpraxen, Pflegekassen, Krankenhäuser und Altenheime. Mit dem Buch " Mutti baut ab " erzählt der Autor Kester Schlenz, was alles auf die Kinder zukommt, wenn die Eltern alt werden. Dafür schrieb er all die Probleme seiner Mutter auf. Seine Schilderungen sind ernst, einfühlsam, aber auch sehr tröstend. Man erfährt über die vielen Abklärungen mit den verschiedenen Stellen. Über Krankentransporte welche organisiert werden müssen. Oft braucht es viel Geduld und Zeit. Es kommt immer wieder vor, dass trotz vorheriger guter Organisation einiges nicht klappt. Die Kinder probieren der Mutter ihre Unruhe nicht zu zeigen. Da die Kinder von Traute alle berufstätig sind, muss immer alles vorher abgesprochen und organisiert sein. Das ganze wird durch die Erzählungen der Kindheit und den Zivildienstzeiten des Autors aufgelockert. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, denn die Mutti lässt sich den Mund nicht verbieten. Sie brachte mich immer wieder zum Lachen. Durch das Buch erhalten Kinder einen Einblick, über das Älter werden der Eltern und all die kommenden Probleme.

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  • Fack ju Pflegeheim!

    Mutti baut ab

    mysticcat

    06. April 2017 um 20:21

    Mit dem Satz "Fack ju Pflegeheim" hat mich das autobiographische Buch von Kester Schlenz auf sich aufmerksam gemacht. Die Protagonistin ist die mittlerweile über 83 jährige Mutter des Protagonisten - und Mutti stürzt in regelmäßigen Abständen, oder "Fällt auf die Fresse" wie sie es selbst nennt.Traute Schlenz war immer rüstig und wortgewaltig - bis ihr Mann stirbt und sie selbst abzubauen beginnt.Meine Meinung:Die autobiografische Darstellung hat mir in dem Buch gut gefallen - ebenso passen die große Schrift und das kurz gehaltene (und dadurch leichte) Buch auch für bereits etwas betagtere Leser. Ich finde des super, dass für das Cover der "Hackenferrari" gewählt wurde statt eines noch treffenderen Rollators.Die witzigen Aussagen der Mutter (und vor allem die Verwechslung des Arztes und des Pfarrers) haben mich beim Lesen aus dem Grübeln gerissen und zum Lachen gebracht. Wenn ich älter bin, werde ich wahrscheinlich genauso wie die Protagonistin sein (außer, dass ich nur eines statt drei Kindern habe) - und ich hoffe, dass ich mal ebenso gut versorgt werde. Kester Schlenz hat seinen Alltag als pflegender Angehöriger gut beschrieben, vor allem die Bürokratie ist ein Wahnsinn und Entscheidungen dauern viel zu lange. Als Nicht- Deutsche ist der gesetzliche Kontext für mich jetzt nicht so wichtig, da für mich andere Bestimmungen gelten. Was mich jedoch nachdenklich stimmt, ist die ungute Art einer RK - Mitarbeiterin (weil jemand, der ein Notfallarmband hat und dieses auch tatsächlich im Notfall verwendet, sowie der fehlende Transport ins Krankenhaus, wenn es sich offensichtich um immer wieder auftretende Schwächeanfälle handelt) sowie die exorbitant hohe Zuzahlung, die Menschen leisten müssen, um einen Plfegeplatz zu erhalten, wobei beim Pflegepersonal auch wieder gespart wird. Gesellschaftliche Missstände (Berufstätigkeit beider Geschlechter VERLANGT nach einer besseren Organisation ehemals gratis verrichteter Frauenarbeit, egal ob in Kinderbetreuung oder Altenpflege). Die Kosten soll aber nicht die Allgemeinheit tragen, sondern jene, die keine Kinder (für die Gesellschaft) erzogen haben, werden auch noch belohnt (da sie ihr ganzes Geld verprassen dürfen und nur ihr noch vorhandenes Erspartes zur Pflege herangezogen wird. Wenn das aus ist, springt der Staat ein. Wer Kinder finanziert hat, statt sein Geld zu verprassen, dessen Kindern werden auch noch mal kräftig extra zur Kasse gebeten). Das war kein Thema des Buches, sondern meine Gedanken, die ich ziemlich heftig finde, wenn ich mir überlege, was das für die nächste Generation bedeuten wird.Den Sternabzug gibt es von mir, da ich die Relevanz des Zivildienstes des Autors nicht erkennen kann. Es war ja eine andere Zeit damals und die Erfahrungen helfen jetzt für mich auch nicht offensichtlich weiter.Fazit: Eine gut beschriebene persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema - ich wünsche "Mutti" Schlenz alles Gute!

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  • Älterwerden mit Hindernissen

    Mutti baut ab

    KarinG71

    04. April 2017 um 10:36

    bis zum 80. Geburtstag läuft bei Traute alles gut. Mit einem Sturz beginnt ihre Odyssee durch Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeheime. Hilfe erfährt sie durch ihre Kinder, Hindernisse durch die Bürokratie. Ich bin durch die humoristische Einführung auf dieses Buch aufmerksam geworden. Da ich selber schon erleben musste, wie meine Mutti abgebaut hat, tat dieses Buch sehr gut. Weil es nicht nur negativ ist, sondern einen auf humorvolle Art das Problem des "Älterwerdens" aufzeigt. Auch wenn ich denke, das Herr Schlenz daß in den jeweiligen Augenblicken auch nicht so amüsant fand, ist es doch in der Erinnerung (klar - es wurde ja immer eine Lösung gefunden) eine wertvolle Erfahrung. Die Geschichte um Traute lohnt sich auf jeden Fall - und besonders freut mich, daß ich mit Kester Schlenz wieder einen Autor gefunden habe, der mir ein paar schöne Lesestunden verspricht. Klare Kaufempfehlung!

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  • Alt werden ist kein Ponyhof!

    Mutti baut ab

    Queenelyza

    03. April 2017 um 20:21

    Traute Schlenz feiert ihren 80. Geburtstag bei bester Gesundheit, doch schon wenig später ist alles anders. Die rüstige alte Dame stürzt zuhause, und damit setzt sich eine Odysee durchs deutsche Gesundheitssystem in Gang, die sich gewaschen hat. Ins Krankenhaus, zum Arzt, dann kommen noch weitere gesundheitliche Schwierigkeiten dazu, die keiner ahnen konnte, Pflegeheim - fast die ganze Palette an Unterbringungs- und Versorgungsformen erlebt der Leser mit der alten Dame mit. Und damit auch die Schwierigkeiten bei diversen Antragstellungen, die schiere Unmöglichkeit, bei der ersten Gelegenheit eine Pflegestufe für eine Pflegebedürftige zu erreichen, die Zeit und die Nerven, die Trautes Kinder mit auf dem Weg lassen...Kester Schlenz erzählt die wahre Geschichte seiner Mutter mit sehr viel Humor und einem Augenzwinkern, über das man sich manchmal wundern muss angesichts der Dinge, die er schildert. Ein wertschätzender Umgang und eine gute Portion Menschlichkeit sind Aspekte, die im deutschen Gesundheitswesen leider nur allzu oft hintenrunter fallen. Wie man trotzdem damit umgehen kann und dass auch eine schwierige gesundheitliche Situation im Alter nicht unbedingt Endstation Pflegeheim bedeuten muss, das schildert der Autor eindrücklich und liebevoll. Besonders bewundert habe ich dabei auch Traute, wie sie mit allem umgeht, sich nichts gefallen lässt und auch selbst kräftig daran mitwirkt, eben nicht aufs Abstellgleis zu müssen.Das Buch macht sehr viel Mut und zeigt, was alles möglich sein kann, auch wenn der Weg dahin unendlich mühevoll scheint. Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen, habe oft den Kopf geschüttelt, oft zustimmend genickt und das eine oder andere Mal tatsächlich auch richtig lachen müssen. Trotz des schwierigen Themas "Alter" ein Wohlfühlbuch, das zeigt, wie viel Familie in schweren Zeiten wert ist, wie wichtig es ist, über den Tellerrand hinauszuschauen und alles nicht einfach nur hinzunehmen. Sollte in der Geriatrie zur Pflichtlektüre gehören!

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  • Wenn Muttis alt werden und Unterstützung brauchen

    Mutti baut ab

    Minangel

    03. April 2017 um 13:41

    Inhalt: Traute Schlenz ist eine rüstige alte Dame. Aber auf einmal beginnt sie abzubauen und eine Odyssee durch Arztpraxen, Pflegekassen, Fahrtendiensten, Krankenhäuser und Pflegeheimen beginnt. Auf ihre Kinder kann sie zählen und so schaffen sie es hoffentlich gemeinsam, Mutti wieder fit für ihre eigenen 4 Wände zu bekommen.  Meine Meinung: Bei dem vorliegendem Werk handelt es sich um die wahre Geschichte von Traute Schlenz, der Mutter des Autors. Alt werden und Kranksein ist eigentlich ein ernstes, oftmals trauriges Thema, welches uns alle mal betrifft, sei es als Angehöriger oder als älter werdender Mensch. Kester Schlenz versucht, mit seiner ehrlichen Erzählung anderen Angehörigen Mut zu machen. Dabei ist es ihm gelungen, einen guten humoristischen Ton zu treffen und dem Leser oftmals durch skurrile Erlebnisse ein Lachen zu entlocken. Sehr ehrlich sachlich beschreibt er, wie seine Odyssee von Arzt zu Arzt begann und Mutti oftmals auch nicht mitspielen wollte. Alles beginnt mit einem Krankenhausaufenthalt nach einem Sturz, während dem Mutti sichtlich abbaut. Als auch noch später eine Krebserkrankung hinzukommt, stehen die Angehörigen vor der großen Aufgabe, alles zu managen, für Mutti dazu sein und sie in Würde genesen und altern zu lassen. Dabei ist es ein Wahnsinn, was es alles zu stemmen gibt an Bürokratie, Pflegestufen, Terminen und Zahlungen! Entsetzt musste ich feststellen, dass, wenn du ohne Angehörige bist, du es noch schwerer hast beim Altwerden. Traute Schlenz ist eine Frau, welche sich nie ein Blatt vor dem Mund nimmt, gerne über ihre Verdauung spricht und ehrlich ihre Meinung kundtut. Schimpftriaden stehen bei ihr genauso auf dem Plan, wie ein divenhaftes Auftreten beim Arzt. Überhaupt finde ich die ganze Familie sympathisch und fand es toll, wie gut sie organisiert sind und zusammenhalten. Der Autor gewährt uns auch Einblicke in seine Kindheit, seinen Zivildienst und in die Erkrankung seines Vaters. Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten im flüssigem Schreibstil und Trautes Geschichte wird durch die vorher genannten Komponente immer wieder unterbrochen.  Fazit: Für mich war es ein gutes Buch, welches mir unter anderem aufgezeigt hat, dass Humor in schwierigen Situationen sehr hilfreich sein kann. Weiteres regt es an, sich Gedanken über das Älter werden zu machen und eventuelle Vorkehrungen zu treffen. Ein wenig mehr Einblick in die Gefühlswelt des Autors hätte ich mir gewünscht, andere Erzählungen hätte ich in dieser Geschichte nicht gebraucht und somit gibt es von mir 4 lesenswerte Sterne!

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  • Wenn Eltern alt werden...

    Mutti baut ab

    BeeLu

    02. April 2017 um 17:29

    Traute Schlenz ist mit ihren 80 Jahren eine rüstige alte Dame, die trotz ihres Alters noch fit ist. Bis sie in ihrem Zuhause stürzt und ins Krankenhaus muss. Dort baut sie, wie leider so häufig bei älteren Menschen, rapide ab, es wird zusätzlich noch Krebs diagnostiziert und Traute und ihre Kinder müssen sich plötzlich einer neuen Situation stellen. Auf einmal geht es um das Organisieren von Krankentransporten, Betreuung, Arztbesuchen, Pflegestufen und diversen Kleinkriegen mit Ämtern und Krankenkassen.Wer hier jetzt einen trockenen Tatsachenbericht erwartet irrt, denn Kester Schlenz versteht es, dieses harte Thema, wenn Eltern plötzlich alt werden, mit dem richtigen Augenzwinkern zu betrachten, ohne es albern oder todtraurig wirken zu lassen.Traute Schlenz bewahrt sich trotz der ernsten Situation eine gute Portion Humor und will sich nicht unterkriegen lassen, ihr stets lockeres Mundwerk hilft ihr dabei. Die Dame nimmt kein Blatt vor den Mund und das ein oder andere "Opfer" muss so einige Schimpftiraden über sich ergehen lassen.Nichtsdestotrotz werden auch die Momente klar beschrieben, als sie nicht mehr allein kann, auch die Angehörigen an die Grenzen ihrer Kräfte gelangen und alle Beteiligten akzeptieren müssen, was es heißt, eine pflegebedürftige Mutter zu haben.Es muss sich mit Patientenverfügungen auseinandergesetzt werden und es ist nie leicht, einsehen zu müssen, dass man im Heim besser aufgehoben ist und eine Rundumbetreuung braucht.Dieses schmale Büchlein steckt voller komischer, trauriger, erschreckender Momente, denn es ist manchmal wirklich unglaublich, wie zäh die Mühlen der Bürokratie mahlen und wie wenig wert "ein Menschenschicksal" scheint. Wer da im Alter keine Angehörigen hat, die sich kümmern können, fällt schnell durchs Raster. Traurig aber wahr. Hier lohnt es sich definitiv sich frühzeitig, wenn das Thema "Krankheit und Sterben" noch in weiter Ferne scheint, Gedanken über die eigenen Wünsche zum Lebensabend zu machen und dies zu regeln!Der Humor kommt aber auch nicht zu kurz und die oftmals unfreiwillig komischen Momente zwischen Arztbesuchen und Heimanekdoten lockern auf. Rückblicke in die Vergangenheit erzählen vom Leben der Familie Schlenz und runden den Bericht ab und geben einem das Gefühl, die Familienbande besser verstehen zu können.Die Kapitel sind kurz gehalten, der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Mir persönlich haben die Ausflüge in die Zivildienstzeiten des Autors nicht gefallen und die sich irgendwann wiederholenden Flüche der Frau Mama waren in Summe vielleicht auch etwas viel.Ein schönes Büchlein, welches einem zeigt, dass man in dieser unwirklich scheinenden Situation, wenn Eltern alt werden, nicht allein ist, es Leidensgenossen gibt und mit Durchhaltevermögen (fast) immer irgendwie eine Lösung finden lässt. Es bleibt einem ja auch nichts anderes übrig.

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  • Ein Mutmach-Buch für Angehörige von pflegebedürftigen Menschen

    Mutti baut ab

    camilla1303

    01. April 2017 um 14:35

    Das Buch „Mutti baut ab“ von Kerster Schlenz ist 2017 im Mosaik Verlag erschienen und befasst sich mit dem Altwerden der eigenen Eltern. Die 80-jährige Traute stürzt zuhause und daraufhin beginnt eine richtige Odyssee für „Mutti“ und ihre Angehörigen. Kerster Schlenz erzählt auf humorvolle Weise den Irrweg durch Arztpraxen, Pflegekassen, Krankenhäuser und Altenheime. Neben der Geschichte rund um Trautes Sturz und ihren Leidensweg gibt es an vielen Stellen des Buches Rückblicke in die Familiengeschichte des Autors, denn die Protagonistin Traute ist seine eigene Mutter und heißt im Nachnamen Schlenz. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und die kurzen Kapiteln sind mit viel Wortwitz versehen, so dass der Leser auch bei einem eher ernsten Thema den Lesefluss nie verliert. Ganz nebenbei verpackt Kerster Schlenz auch noch Informationen in das Buch, so dass der Leser viel über Vollmachten und Pflegestufen erfährt. „Mutti baut ab“ ist ein Mutmach-Buch für Angehörige von pflegebedürftigen Menschen. Da ich selbst in der Pflege arbeite, war mir vieles schon bekannt. Es öffnet aber immer wieder die Augen die Welt aus der anderen Perspektive zu betrachten. Im Berufsalltag vergisst man oft, dass die Vorgänge für Angehörige, die nichts mit der Thematik zu tun haben, oft sehr komplex sind. Dank der Lektüre habe ich wieder vor Augen, die Angehörigen meiner Patienten wieder mehr einzubeziehen und ihnen Dinge, die für mich ganz banal sind, wie Pflegegeld und Patientenverfügung, besser zu erklären.

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