Ketil Bjørnstad Die Frau im Tal

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Inhaltsangabe zu „Die Frau im Tal“ von Ketil Bjørnstad

Nach dem Tod seiner Frau fällt Aksel Vinding in eine tiefe Depression. Der junge, sensible Pianist sagt eine geplante Konzerttournee ab und flüchtet sich in die Abgeschiedenheit des hohen Nordens zu Sigrun, der Schwester seiner Frau. Er hofft, bei ihr, inmitten der rauhen Polarlandschaft, neue Kraft zu schöpfen. Seine Trauer versucht er, mit Alkohol und seiner Musik zu bewältigen. Bald gibt er wieder Konzerte in den kleinen Orten an der Eismeerküste – und er stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre mit seiner Schwägerin. Bis ein dramatischer Vorfall seiner Zeit im Norden ein jähes Ende setzt und Aksel zwingt, nach Oslo zurückzukehren …

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  • Immer auf der Suche nach der großen Liebe

    Die Frau im Tal
    luelue

    luelue

    27. October 2015 um 13:33

    Aksel ist ein getriebener junger Mann, der immer die Liebe sucht. Diese Geschichte ist keine übliche Liebesgeschichte. Sie ist in einem ganz eigenen Stil geschrieben. Ich weiß nicht, ob man es teilweise als witzig bezeichnen kann. Ein wenig Mitleid für Aksel habe ich auf alle Fälle.

  • Zusatzaufgabe und Buchverlosung zum Lesesommer 2015 - Woche 6

    Das Mädchen, das nach den Sternen greift
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Der LovelyBooks Lesesommer geht in die sechste Runde und auch diese Woche heißt es wieder: Buchtipps bekommen, Aufgabe lösen, Zusatzpunkte sammeln und Buchpakete gewinnen! In der 6. Woche hat der Insel Verlag auf unserer Übersichtsseite fünf brandaktuelle Buchtipps für euch - lasst euch diese Chance auf Zusatzpunkte und phänomenalen Lesestoff nicht entgehen!  Zusammen mit dem Insel Verlag verlosen wir diese Woche 3 Buchpakete bestehend aus: "Das Mädchen, das nach den Sternen greift" von Pep Bras "Ein englischer Sommer" von Gabriele Diechler (hier läuft gerade eine Leserunde) "Dieser eine Sommer" von CJ Hauser (auch hier gibt es eine Leserunde) "In jenen hellen Nächten" von Roy Jacobsen (zur Leserunde) "Cottage mit Kater" von Hermien Stellmacher (Facebook-Seite zum Buch) Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!  Wenn ihr euer Glück versuchen möchtet, beantwortet uns einfach folgende Frage:  Bei so vielen neuen Insel Büchern, die es diese Woche zu entdecken gibt, interessiert uns natürlich, welches Buch aus dem Insel Verlag euch in letzter Zeit so richtig begeistert hat. Nennt uns doch Titel und Autor und warum ihr das Buch so toll findet. Wer möchte, postet ein Foto von diesem Buch bei Instagram, Twitter oder bei Facebook mit dem Hashtag #LBLesesommer und verlinkt den Insel Verlag. Für diese Aufgabe gibt es beim LovelyBooks Lesesommer 100 Punkte, wer zusätzlich ein Foto bei Instagram/Twitter/Facebook postet und hier im Thema den Post verlinkt, erhält insgesamt 300 Punkte!  Wenn ihr nicht am Lesesommer teilnehmt, könnt ihr natürlich trotzdem gerne hier bei der Verlosung mitmachen!  Bitte gebt in eurer Antwort an, ob ihr auch Punkte für den LovelyBooks Lesesommer sammeln oder nur an der Verlosung der Buchpakete teilnehmen möchtet. Und wenn ihr nur die Punkte für den Lesesommer sammeln, aber nicht an der Verlosung teilnehmen möchtet, schreibt das ebenfalls dazu.

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  • Rezension zu "Die Frau im Tal" von Ketil Bjørnstad

    Die Frau im Tal
    Gruenente

    Gruenente

    09. June 2011 um 20:40

    Aksel Vindings leben und lieben geht weiter. Diesmal verliebt er sich in die Schwester seiner verstorbenen Frau und folgt Ihr in den hohen Norden. Dafür sagt er sogar wichtige Konzerte ab, was alle möglichen Menschen gegen ihn aufbringt. Er muss den Tod von Anja und Marianne verarbeiten. Trennt sich von mescnhen und lernt neue kennen. Geschrieben wieder toll. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Wie ein fliessendes Musikstück. Der Inhalt und Ablauf für mich aber nicht wirklich nachvollziehbar. Aber igendwie kommt es darauf gar nicht an. Nur auf den Stil und die Musik die darin ist. Diesmal habe ich mir auch alle Musikstücke von denen die Rede ist aufgeschrieben und will sie anhören um zu verstehen wovon die Rede ist. Da mir der Stil so gut gefällt, werde ich mehr von ihm lesen...

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  • Rezension zu "Die Frau im Tal" von Ketil Bjørnstad

    Die Frau im Tal
    HeikeG

    HeikeG

    30. October 2010 um 17:59

    Durch Tränen lächeln . „Ich weiß, dass ich am Scheideweg stehe. Egal, welchen Weg ich einschlage, es wird komplizierter werden.“ Große Worte in Ketil Bjørnstads neuem Roman, die auch gern wirksam medial eingesetzt werden, um „schon immer prophezeite“ Veränderungen heraufbeschwören. Da geht es um den Klimawandel, auf anderer Ebene um innen-, aber auch außenpolitische Entscheidungen. Allerdings spricht sie hier der 19-jährige Protagonist und außerordentlich begabte und hoffnungsvolle Pianisteneleve Aksel Vinding aus. „Vielleicht muss man Umwege gehen, um die einfachsten Dinge zu verstehen.“ Auch diese Worte stammen von Aksel, der, obwohl noch jung an Jahren, schon einige persönliche Tiefschläge einstecken musste: Die alkoholkranke Mutter ertrank beim Baden, Anja, seine Freundin, gleichfalls eine äußerst talentierte Klavierschülerin, hielt dem Erfolgsdruck nicht stand und starb an Magersucht. Die anschließende Liaison mit deren Mutter, der 17 Jahre älteren Marianne Skoog, deren Ehemann er wurde, endete ebenfalls abrupt, als diese sich - obwohl schwanger von ihm - im Keller des gemeinsamen Hauses erhängte. . Mit „Die Frau im Tal“ vollendet der norwegische Schriftsteller seine Trilogie, die 2006 mit "Vindings Spiel" und 2009 mit „Der Fluss“ das Leben des jungen Klaviervirtuosen nachzeichnet. Offensichtlich enthält sie viel Autobiografisches und dessen Hauptfigur trägt unverkennbar die Züge des Autors. Ketil Bjørnstad, der neben seiner erfolgreichen literarischen Karriere gleichfalls Pianist und Komponist ist, hat lange Jahre gescheut, seine Erfahrungen als Musiker in seine Bücher zu integrieren und zum Thema zu machen. "Ich wollte Musik und Literatur auseinanderhalten, damit es nach außen nicht wirkt, als verzettelte ich mich!", erläutert er in einem Interview. Doch inzwischen, mit über fünfzig, sehe er das entspannter. . Der Roman knüpft nahtlos da an, wo "Der Fluss" endet. Sommer 1971: Aksel hat nach dem Tos seiner Frau keinen Lebenswillen mehr und stürzt sich in den Fluss. Ein Angler zieht den bereits bewusstlos im Wasser treibenden Körper an Land und rettet dem jungen Mann das Leben. Obwohl bereits für eine große Tournee durch Europa vorgesehen, auf der er als frisch gebackener Debütant mit Brahms‘ B-Dur Konzert als jüngster Interpret brillieren soll, lehnt er ab und zieht sich in den hohen Norden zurück. Er will „dieses gewaltige Land erfassen, dessen Atem (...) spüren“ und gleichzeitig Sergej Rachmaninows 2. Klavierkonzert einstudieren. Genau dieses bedeutete im Kompositionsprozess des russischen Künstlers einen Höhepunkt und nahm eine besondere Stellung in seiner Biografie ein. Es beendete eine dreijährige Schaffenskrise und markierte gleichzeitig den Durchbruch vom genialen Talent zum Komponisten von Weltgeltung. Er widmete es dem bekannten russischen Psychiater Dr. Nikolai Dahl, der dem Alkoholkranken und schwer depressiven Rachmaninow seine Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit zurückgab, seinen übermäßigen Alkoholkonsum beendete und ihm insgesamt neue Lust aufs Komponieren verschaffte. . In Ketil Bjørnstads Roman erhält dieses Klavierkonzert, mit seinem ständigen Wechsel von zwei grundsätzlichen Gestaltungsebenen - stark rhythmisierte, oft düstere Klänge sowie fließende, liedhafte Melodien - eine tragende Rolle. Der Duktus des Buches weist diese Züge gleichfalls auf. Die Bandbreite musikalischer Emotionen beim Genuss der kompositorischen Meisterleistung - von zart bis schwärmerisch-hymnisch - darf mit ruhigem Gewissen auch auf das literarische Werk übertragen werden. Die emotionalen Blitzlichter setzt Bjørnstad erneut in Gestalt einer Frau, in die sich Aksel verliebt. Keine Geringere als die vier Jahre jüngere Schwester von Marianne Skoog übernimmt diesen Part. Der junge Mann beginnt ein spannungsgeladenes Verhältnis mit der verheirateten Sigrun, vereint in ihrem jeweils ungeklärten Verhältnis zur alles andere als problemfreien Vergangenheit. . Die Erzählung zieht den Leser in einen magischen Sog, dem er sich, einmal begonnen, nicht mehr entziehen kann. Fragen werden aufgeworfen: Wie kann man mit Trauer und Verzweiflung umgehen? Wie definiert man Glück? „In der Welt der Musik ist es meistens das Leiden, das Glück hervorruft“, stellt Aksel fest. Kann Glück Kunst hervorbringen? Sehnen wir uns nach einem Sinn? Muss man von Zeit zu Zeit Grenzen überschreiten, Regeln übertreten und unerwartete Situationen riskieren? Lauert irgendwo im Grunde eines jeden Lebens vielleicht gar das Grauen? Und immer wieder der verrückte und störende Drang nach Liebe, der letztendlich in einem dramatischen Finale kumuliert. „Um eine schreckliche Geschichte zu erzählen, ohne die Schönheit zu vergessen. Besteht darin nicht die Hauptaufgabe der Kunst?“, sinniert der Aksel Vinding. Mit kurzen klaren Sätzen erzeugt der Autor, ähnlich einem virtuos eingespielten Musikstück, eine "undefinierbare Innigkeit im Ausdruck", Schönheit und ein unvergleichlich hohes Reflexionsniveau, ja, farbige Töne im Kopf. Lothar Schneider, der Übersetzer aus dem Norwegischen, hat diese „literarische Musik“ dem deutschsprachigen Leser ohne Verluste zugänglich gemacht. . Fazit: Ketil Bjørnstad ist mit "Die Frau im Tal" ein dichter und intensiver, ein faszinierender, die Sinne berauschender und fesselnder Roman gelungen. Auf der einen Seite enthält er spannungsgeladene Momente voller Tragik, auf der anderen tiefsinnige Passagen, in denen Aksel Vinding über sich und das Leben sinniert. Ein ständiger Wechsel zwischen Trauer und hoffnungsvoller Sehnsucht, der das zerrissene Seelenleben des 19-jährigen Klaviervirtuosen großartig wiedergibt und die Macht der Musik einfängt. Auch wenn es allein gelesen werden kann, so erschließt sich die wirkliche Tiefe der Handlung allerdings erst in Einheit aller drei Bücher (1. Teil: Vindings Spiel, 2. Teil: Der Fluss, 3. Teil: Die Frau im Tal)

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