Keto von Waberer Schwester

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Inhaltsangabe zu „Schwester“ von Keto von Waberer

Die Schwester ist kränklich und beansprucht die ständige Aufmerksamkeit der Mutter. Sie ist die erste und engste Spielkameradin, Miterfinderin wunderbarer Fantasiewelten. Sie ist eine hasserfüllte Gegnerin und begehrtes Objekt schwesterlicher Liebe. Die Krankheit treibt sie schließlich in eine immer größere Verletzbarkeit und Schwäche, die der Schwester gegenüber in Kälte und Grausamkeit umschlägt. Als sie stirbt, hinterlässt sie die Erzählerin in einem Zustand der Lähmung. Selten ist mit solch anrührender Offenheit und solch stilistischer Souveränität zugleich geschrieben worden. Ein literarisches Meisterwerk, das von großer Unerschrockenheit und Menschlichkeit zeugt.

spannend, anstrengend, mühsam Ein spannendes Psychogramm, doch der Schreibstil hat mir das lesen echt vermiest.

— Bücherwahnsinn
Bücherwahnsinn

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  • Schwester - Geschichte einer Co-Abhägigkeit

    Schwester
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    26. January 2015 um 08:49

    Das Büchlein hab ich vor 2 oder 3 Jahren mal auf einem Flohmarktstand gekauft, einfach weil mir die Beschreibung auf dem Buchrücken doch sehr zugesagt hat, ich mag Geschichten über schwierige Familienverhältnisse, vielleicht weil meine eigene keine einfache war und ist. Warum aber das Buch von mir jetzt nur 2 Punkte bekam verrate ich euch natürlich gerne. Zuerst wie immer zum Cover und dem Titel. Beides passt wirklich gut, schliesslich geht es um eine Schwesternbeziehung, also in erster Linie. Das Bild ist ein Ausschnitt aus m Gemälde von Constantinn Hansens "Die Schwestern des Künstlers". Was aber nun den Schreibstil von Keto von Waberer angeht, uff... Sorry, aber der ist mehr als anstrengend, er ist sogar ermüdend und manchmal auch ziemlich nervend. Ich habe in diesem Buch mehr mals das Wort "und" gelesen als in so manchem dicken Schunken. Oft dachte ich, wenn ich so einen Aufsatz abgegeben hätte, damals in der Schule, wäre der ziemlich rot wieder zurück gekommen. "Und" scheint, auf alle Fälle in diesem Buch von ihr, ihr Lieblingswort zu sein.  Dazu kommt das sie meist sehr kurze Sätze schreibt, so kam mir alles eher wie eine Aufzählung als eine Erzählung vor. Ein fliessendes lesen kam da kaum zu Stande. Und was auch noch sehr mühsam ist, war, die ständige hin und her springerei in der Zeit. Es ist keine fortlaufende Erzählung sondern sie springt hin und her, und es ist überhaupt nicht gekennzeichnet. Manchmal echt verwirrend zu mal man manchmal das Gefühl hatte das schon mal gelesen zu haben. Ob der Schreibstil bei all ihren Büchern so ist, kann ich natürlich nicht sagen, denn ich kenne nur dieses und ehrlich, mich macht es auch gar nicht mehr an ein weiteres zu lesen. Da nutzen auch die vielen positiven Aussagen auf dem Buch nichts die von "Die Welt" oder "NZZ" oder der "Brigitte" kommen.  Die Geschichte wäre wirklich eine Gute. Denn es geht um 2 Mädels, Schwestern, die eine kränklich, von der Mutter betüttelt, die andere abgelehnt und doch lieb. Es ist eine verhängnisvolle Beziehung die die beiden Schwestern entwickeln, die gesunde, jüngere, klammert sich an ihre Schwester, fühlt sich nur geliebt wenn diese sie beachtet und mit ihr spielt. Dies wird nicht nur in Kindertagen ausgenutzt.  Aber die ganze Familiendynamik ist dramatisch, denn wirklich Liebe existiert hier nicht, die Mutter wollte nur die ältere, die schon früh anfing zu kränkeln. Behütet und betüddelt diese bis zum geht nicht mehr, was aber eher aus egoistischen Gründen denn aus Liebe erbracht wird. Der Vater findet sich damit ab, das seine Frau kaum mehr für ihn da ist, also sucht er sich die Liebe wo anders, dennoch bleibt er. Nach aussen wird der Schein gewahrt, auch als das 2 Kind kommt, das aber von der Mutter gar nicht gewollt wurde und nur als Last angesehen wird. Der Vater sieht in ihr den Jungen den er immer wollte. Und so konnte das jüngere Mädchen natürlich keinem was recht machen.  Die Ältere entwickelt sich zu einer wirklich fiesen, berechnenden und kalten Mädchen, quält ihre Haustiere bis zum tod. Manipuliert die Mutter und die Schwester, und doch kann keiner vom anderen lassen. Diese Co-Abhängigkeit entwickelt sich sehr früh und kann auch später, als die Mädchen erwachsen werden und ihre eigene Familie haben nicht durchbrochen werden. Auch als die Mutter starb, leben die beiden Schwestern die Muster weiter die sie aus Kindertagen erworben haben. Die kränkelnde ist immer noch diejenige die jammert, und alle anderen springen, Kinder, Ehemann und eben nicht zuletzt die Schwester, auch wennsieeigentlich keine Kraft mehr hat, und wenn sie mal nicht springt, macht sie sich ein schlechtes gewissen. Selbst als die Schwester starb wird die jüngere keine Erleichterung spüren, sie macht sich Gedanken, Vorwürfe und lebt ihr trauriges Leben, da nun wohl kaum mehr eins ist, alleine weiter...

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