Bunker Diary

von Kevin Brooks 
3,9 Sterne bei201 Bewertungen
Bunker Diary
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Positiv (140):
_mystery-007-ly_s avatar

Ich liebe es! Der Schreibstil ist hervorragend!

Kritisch (21):
J

total enttäuschendes ende.

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Inhaltsangabe zu "Bunker Diary"

Erstmals im Taschenbuch

Sechs Personen in einem Bunker, festgehalten von einem namenlosen Entführer, dessen Identität ebenso unklar ist wie sein Motiv. Der sechzehnjährige Linus ist der Erste. Die neunjährige Jenny sowie vier Erwachsene folgen. Der Willkür des unbekannten Täters ausgesetzt, suchen Linus und seine Mitgefangenen nach einem Weg, in dieser gnadenlosen Situation das zwangsweise Miteinander erträglich zu machen. Doch als der Entführer beginnt, sie aufeinander loszuhetzen, eskaliert die Situation.

Einer der meistdiskutierten Romane der letzten Jahre, ausgezeichnet mit der Carnegie Medal 2014.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423716734
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:18.03.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    L
    Leseemausvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch hat noch lange nachgewirkt.
    Jahreshighlight

    Sechs Personen in einem Bunker, festgehalten von einem namenlosen Entführer, dessen Identität ebenso unklar ist wie sein Motiv. Der sechzehnjährige Linus ist der Erste. Die neunjährige Jenny sowie vier Erwachsene folgen. Der Willkür des unbekannten Täters ausgesetzt, suchen Linus und seine Mitgefangenen nach einem Weg, in dieser gnadenlosen Situation das zwangsweise miteinander erträglich zu machen. Doch als der Entführer beginnt, sie aufeinanderzuhetzen und anbietet, einen von ihnen um einen hohen Preis freizulassen, beginnt die Situaton zu eskalieren... Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Da man die Einträge aus Linus Notizbuch liest, daher Bunker Diary, ist man sehr nah an dem Geschehen dran. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und hat mich begeistert. Das Buch wurde nie langweilig, weil ich immer wider überrascht wurde. Gerade die Philosophischen Teile in dieser Geschichte haben das Buch bereichert und vielschichtiger gemacht. Die Charaktere sind sehr Facettenreich gestaltet worden, sodass man sie mit der Zeit ins Herz schließt. Das führte dazu, das man immer wider Pläne entwirft, sie wider verwirft und mit den Personen leidet. Der Mix aus Hoffnung und Verzweiflung beschleunigt den Herzschlag Nonstop. Das Ende ACHTUNG KEIN SPOILER! hat mich überrascht und zum nachdenken angeregt. Nachdem ich das Buch beendete ist mir die Geschichte noch lange durch den Kopf geschwirrt. Fazit: Das Buch ist aufregend und regt zum Nachdenken an. Empfehlenswertwerd ist es für alle jene ohne schwache Nerven.

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    Eslins avatar
    Eslinvor einem Jahr
    Bunker Diary

    Normalerweise liebe ich die Bücher von Kevin Brooks. Nur dieses hier konnte mich leider wirklich nicht überzeugen.

    Der sechzehnjährige Linus wacht alleine in einem Bunker auf. Ohne Verbindung zur Außenwelt, ohne irgendeine Chance, um Hilfe zu rufen.
    Bald darauf ist er nicht mehr allein. Er und fünf weitere Personen, darunter ein kleines Mädchen, sind vollkommen der Gewalt ihres Entführers ausgeliefert. Und der spielt sehr gerne seine Spielchen mit ihnen. Kaum dass die sechs sich einigermaßen auf Kooperation einigen konnten, schlägt er einen Deal vor: Wer auch immer einen der anderen Entführten tötet, kommt frei...

    Ich hatte wirklich hochgestochene Hoffnungen an dieses Buch. Und es ging auch gut los. Linus ist ein sehr sympathischer Hauptcharakter, der sein Bestes tut, um die Gruppe zusammen zu halten und es nicht zur Eskalation kommen zu lassen. Er hat nur leider nicht sonderlich viel Glück dabei...

    Was ich an diesem Buch wirklich sehr interessant finde ist der Stil, in dem es geschrieben wurde. Linus findet in dem Bunker ein Notizbuch, das er als Tagebuch benutzt, und aus genau diesen Tagebucheinträgen besteht „Bunker Diary“. Dadurch entsteht besonders am Ende ein äußerst eindrucksvoller Effekt.
    Allerdings ist die Handlung relativ vorhersehbar und ab einem gewissen Punkt einfach nur noch deprimierend. Leider ohne besonderen Tiefgang.
    Die gleiche Geschichte mit dem gleichen Effekt hätte man auch in wesentlich weniger Seiten rüberbringen können. Letztendlich macht einen das Buch einfach nur traurig, und das nicht auf eine gute Art und Weise.

    Das ist zwar auch der Punkt des Buches, aber leider gefällt es mir dadurch noch trotzdem nicht.

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    vanessareadss avatar
    vanessareadsvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Auf den ersten Seiten hat es mich total gepackt. Das Ende fand ich leider enttäuschend!
    Bunker Diary von Kevin Brooks

    Bunker Diary von Kevin Brooks ist 2014 im dtv Verlag erschienen und hat 300 Seiten.

    Klappentext:
    Sechs Personen in einem Bunker, festgehalten von einem namenlosen Entführer, dessen Identität ebenso unklar ist wie sein Motiv. Der sechzehnjährige Linus ist der Erste. Die neunjährige Jenny sowie vier Erwachsene folgen. Der Willkür des unbekannten Täters ausgesetzt, suchen Linus und seine Mitgefangenen nach einem Weg, in dieser gnadenlosen Situation das zwangsweise Miteinander erträglich zu machen. Doch als der Entführer beginnt, sie aufeinanderzuhetzen und anbietet, einen von ihnen um den Preis des Lebens eines der anderen freizulassen, eskaliert die Situation . .

    Mein Fazit:
    Die Geschichte wird, wie der Name des Buches schon vermuten lässt, in Form von Tagebucheinträgen erzählt. Linus erzählt auf seine etwas spezielle Art und Weise wie er die Entführung und das Leben im Bunker erlebt. Der Entführer denkt sich verschiedenste Grausamkeiten aus und versucht die einzelnen Personen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, gegeneinander auszuspielen. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie waren toll ausgearbeitet und man hat doch mit dem ein oder anderen sofort mehr oder weniger sympathisiert. Gerade am Anfang hat mich das Buch unheimlich gefesselt und ich habe es innerhalb weniger Stunden verschlungen. Leider finde ich aber, dass gerade dieses gegeneinander Aufhetzen und die darauffolgende Eskalation deutlicher hätte dargestellt werden können und auch das Ende hat mich leider nicht überzeugt.
    Es ist aber auf jeden Fall eine lesenswerte und spannende Geschichte und bekommt daher von mir 3 von 5 Sternen.


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    Jewegos avatar
    Jewegovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erfrischend gut geschrieben. Potential hätte in Form eines Psychothrillers besser ausgeschöpft werden können, trotzdem ein tolles Buch!
    Ein interessant geschriebenes Werk, das ich gern gelesen habe!


    Wir lesen die Geschichte aus der Sicht des sechszehnjährigen Linus in Form von Tagebucheinträgen. Er findet sich nach einer verdächtigen Begegnung zunächst allein in einem Bunker wieder, aus dem es, wie er feststellen muss, scheinbar keinen Ausgang gibt, bis auf den ominösen Aufzug. Sechs Zimmer lassen darauf schließen, dass schon bald andere hinzukommen werden, doch genauer möchte ich an dieser Stelle gar nicht auf den Inhalt eingehen. Eben diese Ungewissheit, was als nächstes geschieht, wie sich die Dinge entwickeln, wer der nächste ist, der zu ihm stößt und wer überhaupt "ER" ist, der das alles zu verantworten hat.


    Dieses Werk hat mich durch seinen knackigen Schreibstil, der geschickt gestalteten Handlung, die weder zu irgendeinem Zeitpunkt langatmig noch zu rasant war, und den unterschiedlichen Charakteren, die in die Geschichte mit eingebracht wurden, überzeugt.
    Bis auf wenige Kleinigkeiten habe ich keine Fehler im Lektorat gefunden. Ansonsten war es wirklich angenehm zu lesen.


    Ein wenig aus dem Lesefluss gebracht hat mich das immer in Großbuchstaben stehende "ER". Aber das geht hier als Stilmittel durch.


    Innerhalb weniger Stunden hatte ich den Roman beendet. Man macht sich, wenn man so Seite um Seite umschlägt, ja auch Gedanken, wie der Roman enden könnte (keine Sorge, es folgen keine Spoiler), hier fand ich die Lösung etwas langweilig. Ich hätte daraus lieber einen Psychothriller gemacht, wofür es einige Vorlagen gab, die aber nicht ausgeführt wurden. So wie der Roman endet ist es schon in Ordnung, allerdings hätte ich mehr erwartet, zumal einige in den Rezensionen schrieben, sie müssten das erst mal auf sich wirken lassen und es handle sich um ein Werk, dass einem noch Tagelang nachhängt. Das empfand ich nicht so, aber das ist auch nicht schlimm.


    Insgesamt würde ich das Werk absolut weiterempfehlen, es lohnt sich. Der Schreibstil ist angenehm, de Geschichte interessant aufgebaut und die Charaktere individuell gestaltet. 5 wohlverdiente Sterne!

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    M
    Manuela_Mirowvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein packendes Buch, dass mich nach dem Ende noch lange nachdenklich gelassen hat.
    Packendes Buch

    Ich habe mit Bunker Diary zum ersten Mal ein Buch gelesen, dass mich nach Beendigung noch lange gefesselt hat in meinen Gedanken und Fragen. Der Autor schafft mit diesem Buch sehr eindrucksvoll ein Erzählen "zwischen den Zeilen". Ein Buch was ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann.

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    JohannaBuecherwanderers avatar
    JohannaBuecherwanderervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das beste Buch das ich je gelesen habe
    Um fair geht es nicht.

    Buchrezension „Bunker Dairy“

    Der Roman „Bunker Diary“ von Kevin Brooks ist erstmals 2014 im Deutschem Taschenbuch Verlag erschienen.

    Stell dir vor du wirst in einen Bunker eingeschlossen und kannst nichts mehr kontrollieren was mit dir zu tun hat, was du bist und was du tust.
    Du bist eine Maschine, die von jemandem gesteigert wirst, von dem du kein Gesicht hast und auch sonst nicht kennst.
    Genau das wird zu Realität von Linus und 5 weiteren Menschen.

    Linus lebt auf der Straße hat aber kein allzu schlimmes Leben, doch eines Tages wird er seinem Schicksal zu Verhängnis. Er hilft einem Blinden und wird darauf betäubt und in einen Bunker eingeschlossen in dem er kontrolliert wird und sowas wie Privatsphäre nicht gibt.
    Nach und nach werden 5 weiter Menschen durch einen Aufzug in den Bunker gebracht. Alles was ihnen erlaubt ist zu Leben; sie dürfen essen, trinken, sich waschen und schlafen. Doch das was sie essen wird kontrolliert, welche Temperatur es ist und wann für sie der Tag endet und die Nacht beginnt wird kontrolliert.

    Linus und die anderen versuchen immer wieder aus dem Bunker zu fliehen, doch es gelingt ihnen nicht und werden wegen ihrer Tat bestraft. Anfangs mit Lärm oder Betäubungsgas, doch nach und nach wird es immer schlimmer.
    Man denkt es könnte nicht noch schlimmer werden als dann alle gegeneinander aufgehetzt werden.
    Für den Mann, der sie in seiner Gewalt hat, sind das jedoch alles anscheinend nur Spielchen.

    Linus ist natürlich total verwirrt und versucht es seinen Mitmenschen mehr oder weniger so bequem wie möglich zu machen. Er ist extrem schlau und weise, doch auch stur. Er nicht Dinge hin so wie sie sind, auch wenn er sich öfters mal darüber aufregt.

    Er ist ein Denker und das zeigt sich auch sehr stark in diesem Buch. Die Art wie das Buch geschrieben ist, in Tagebuchform, ist sehr schlau gewählt um alle Gedankenspiele eines Jugendlichen darzustellen. Linus denkt viel über seine Familie, besonders über seinen Vater. Wie es war als er noch daheim lebte oder Geschichte aus seiner Kindheit. Er versucht auf irgendeine Weise so viel wie möglich über sich zu schreiben und seine Geschichte, doch driftet oft in das philosophische ab. Dinge wie was ist Zeit und was Hoffnung und Wille mit einem in schlimmen Situationen macht. Die Situation in die er sich befindet, gibt ihm so viel Zeit um über Dinge zu denken, mit denen man sich normalerweise nicht befasst, dass es kurz und knapp einfach nicht nötig ist in unserer Gesellschaft.
    Wir wollen Dinge kontrollieren, unsere Meinung haben und unser Leben selbst bestimmen, doch wenn all das verbietet wird oder auch wenn mein seine eignen Meinung zu etwas hat man kann auch nicht ändern, was den menschlichen Verstand total verzweifeln lässt.

    Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, was die Realität der Geschichte gut wiederspiegelt. Man kommt sich oft so vor als ob die Taschenbucheinträge genau in diesem Moment passieren. Man möchte irgendwas für diese Menschen tun. Es gibt viele Sätze, die sehr ausgeschmückt sind und andere sind oft nur ein Wort oder zwei lang. Dies stellt auch wieder die gedankenspiele in den Vordergrund.
    Man kann auch an der Länge des Eintrages erkennen, ob es Linus gerade gut geht, genervt, fröhlich, verzweifelt ist oder leidet.


    Fazit:

    Meiner Meinung nach, ist es das beste Buch das ich je gelesen, doch auch zu selben Zeit eins der Verstörensden. Ich habe es jetzt schon zum zweiten Mal gelesen und es sehr interessant zu sehen, dass ich jetzt immer noch neue Dinge sehe und über Dinge nachdenke über die ich sonst nie nachdenken würde.
    Das erste Mal als ich es gelesen habe, was ich etwa 14 und es war schon sehr krass als ich es fertiggelesen hatte. Ich wollte weinen, doch es ging nicht. Sogar meine Mitmenschen meinten, dass ich mich für ein paar Tage verschlossen habe. Ich musste mich mit dieser Reaktion und diesem ende befassen und es verstehen.
    Dieses Buch, diese Geschichte hat mich wirklich dazu gebracht nachzudenken. Über Dinge die grausam sind. Dinge die menschlich sein sollten. Dinge für die wir dankbar sein müssten.

    Ich habe mit Leuten über dieses Buch diskutiert und einmal meinte jemand, dass alles der Eingesperrten kontrolliert werden konnte außer dem Denken. Doch ich denke, dass genau mit dem wurden die Spielchen gespielt. Es wurde über das Leben und den Tod gespielt.
    Die Gedanken wurden genau da hingelenkt wo ER, der Mann, der sie eingesperrt hat, sie haben will.

    Ich empfehle jeden dieses Buch mindestens einmal in seinem Leben gelesen zu haben. Es verändert den Charakter des Lesers, es bringt ihn über Dinge nachzudenken, die wirklich wichtig sind und behandelt werden müssen. Heutzutage lernt man in der Schule allen möglichen Quatsch, den man höchstwahrscheinlich nie gebrauchen wird und dabei wird vergessen die Menschlichkeit zu lehren. In der heutigen Industrie und Wirtschaft geht es immer nur um schneller und besser an sein Ziel zu kommen und nicht mehr darum, Mensch zu sein und sich Dingen bewusst zu machen, wie viel Glück man hat und zufrieden sein sollte mit dem was man hat, so lange man glücklich ist.

    Hin oder her, ich bitte euch...

    LEST DAS BUCH!!!!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Warum nur so unentdeckt?!

    Das Buch zählt inzwischen zu einem meiner Lieblingsbücher, doch gleichzeitig hasse ich es. Das versteht nur jemand der es gelesen hat.  ;) Denn das Buch ist so spannend, traurig und unklar, dass es einem weh tut, wenn es endet. Eine Empfehlung für alle, die auch mit ein wenig Gewalt zurecht kommen. 
    Allerdings *Vorsicht Spoiler* ist das Buch bzw. Das Ende des Buches sooö fies. Es ostw tweder ein genialer Scahchzug des Autors oder er war zu faul. Denn ich war soo verheilt und ratlos am Ende. Ich wünsche, ich wüsste warum dies alles passierte und wer vor allem alles geplant hatte und zu welchem Zweck. Doch dazu äußert sie der Autor nicht :(

    Trotzdem eine absolute Empfehlung!!!

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    Chimikos avatar
    Chimikovor 3 Jahren
    Bunker Diary

    Puh... mitreißend, spannend, bewegend, beklemmend - das sind nur ein paar Worte, die das Buch zumindest teilweise umschreiben können. Bunker Diary hat mich atemlos zurückgelassen und ich hatte ein richtig bedrückendes Gefühl, nachdem ich die Lektüre beendet hatte.

    Das Buch beschreibt das Leben der sechs Gefangenen, es beschreibt ihren Umgang mit der Situation, während man die Hintergründe dieser Entführung nicht kennen lernt, genauso wenig wie den Täter. Das ist das wirklich Besondere an dem Buch und ich muss sagen, dass ich mich eigentlich kaum nach dem Tätermotiv oder dem Entführer an sich gefragt habe, weil mich Linus' Tagebucheinträge so fasziniert haben. Ich habe diesen Hintergrund eigentlich gar nicht gebraucht, weil mich das Leben dieser sechs Personen in dem Bunker so gebannt hat. Alles in allem sind für mich auch fesselnd, bannend, faszinierend einfach die passendsten Ausdrücke, um zu beschreiben, was Bunker Diary mit mir angestellt hat. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, weil mich diese psychologische Studie, so würde ich es zumindest nennen, so mitgerissen hat, dass ich einfach wissen musste, wie es nun weiter geht.
    Das Ende hat mich etwas fassungslos zurückgelassen, einfach weil es das Ende war. Das Buch ist zu Ende und man, in dem Fall ich, möchte eigentlich weiterlesen, weil man so im Bann dieser Geschichte ist, dass man nicht glauben kann, dass diese nun eben doch zu Ende ist. Ihr versteht, was ich mit diesem verwirrenden Satz ausdrücken will? Doch zugleich, auch wenn man eigentlich mehr will, muss man das alles erstmal sacken lassen. Immerhin habe ich mir auch oft die Frage gestellt, wie ich in so einer Situation reagieren würde und ich muss gestehen, dass die Antwort darauf wohl nicht immer die Positivste wäre.

    Linus ist, wie erwähnt, der Erzähler, aus seinem Tagebuch erfahren wir von der Situation. Dadurch lernt man auch die anderen Figuren durch ihn kennen - das ist auch der Grund, warum z.B. Anja und Bird recht farblos bleiben, was aber nun mal gut zu der allgemeinen Situation dort passt. Dafür sind einem die anderen Charaktere näher, auch wenn man vielleicht nicht allzu viel von ihrem Hintergrund erfährt, das Wesen an sich erfasst Linus immer ganz gut. Und wer würde schon fröhlich über seine Vergangenheit plaudern, wenn er um seine Zukunft kämpfen muss?

    Ein interessantes Detail für mich ist die Zeitgebung: Linus schreibt immer ein Datum über seine Einträge, doch man erfährt im Laufe der Geschichte, dass diese wohl nicht korrekt ist - warum? Das verrate ich natürlich nicht! Dadurch wird man als Leser aber in gewisser Weise genauso hilflos wie Linus und seine Mitgefangenen, denn man weiß einfach nicht, über welchen Zeitraum sich das abspielt, welches Datum wirklich ist usw. Das war etwas, das mich noch mehr fasziniert hat!

    Fazit

    Bunker Diary ist ein faszinierendes fesselndes Buch, ein Thriller, der hier mal vollkommen auf die andere Seite eingeht und weder Ermittlungen noch Tätermotiv preisgibt. Mich hat dieses Buch einfach nur atemlos zurückgelassen, denn es ist auch eine Geschichte, über die man einfach noch lange nachdenken kann, weil sie einen einfach so mitnimmt.

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    SallysAngels avatar
    SallysAngelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender Psychothriller, der nichts für schwache Nerven ist.
    Abgründe einer menschlichen Seele


    Ein Bunker, sechs Zimmer, sechs Menschen.
    Linus, 16 Jahre ist der erste, die neun-jährige Jenny folgt und noch 4 weitere Menschen werden gefangen genommen und eingesperrt.
    Sie versuchen zu fliehen aber ER verhindert es.
    Und dann bietet er einem die Chance hinaus zu kommen. Für den Tod einer
    seiner Mitgefangenen.

    Meine Meinung:
    Ein sehr spannend geschriebener Psychothriller in Form eines Tagebuchs.
    Der Autor versteht es den Leser mitfühlen zu lassen, nur manchmal reiht er einfach wahllos Wörter aneinander, was anstrengend wird.
    Linus ist ein sehr interessanter Charakter.
    Ein obdachloser Junge, der aber seine Prinzipien hat und diese auch im Bunker nicht fallen lässt. Er probiert immer Hoffnung aufrecht zu erhalten, auch in scheinbar auswegslosen Situationen.
    Das Ende passt zum Buch, auch wenn ich mir ein Happy-End gewünscht habe.

    Fazit:
    Ein brillianter Psychothriller über die Abgründe der menschlichen Seele, sowohl der Menschen im Bunker als auch die von IHM.
    Nichts für schwache Nerven!

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    Babschas avatar
    Babschavor 3 Jahren
    Endzeit für sechs


    Sechs Räume, eine Küche, ein Bad. Und ein Aufzug nach oben, der einzige Weg, dieses Ensemble zu verlassen. Alles hermetisch abgeriegelt, irgendwo in England und irgendwo unter der Erde. Nach und nach werden hierhin sechs Personen verschleppt, vier Männer und zwei Frauen, von einem männlichen namenlosen Typen mittleren Alters, dessen Identität bis zum Ende nicht gelüftet werden wird. Versorgt mit dem Nötigsten, richtet sich die Truppe verschiedenster Charaktere notgedrungen dort ein, permanent überwacht, aber ohne jeden Kontakt mit ihrem Entführer, der sich widerliche Spielchen mit seinen Gefangenen ausdenkt und anfängliche dilettantische Ausbruchsversuche mit Lärmterror und Gaseinleitung sofort ahndet. Seine eigentlichen Motive bleiben im Dunkeln. Die Tage und Wochen vergehen. Alles spitzt sich dramatisch zu, als eines Tages die Information eingeht, dass der, der einen anderen Mitbewohner umbringt, frei gelassen würde.

    Brooks steigt direkt voll ein und lässt die beklemmenden Geschehnisse von einem der Opfer, dem sechzehnjährigen Linus, in Form eines Tagebuches berichten. Die sich in allen Facetten entwickelnde Dynamik einer Handvoll Menschen, die sich unter extremsten Bedingungen sowohl miteinander wie mit einem unberechenbaren Psychopathen arrangieren müssen, ist hier bestens und extrem spannend eingefangen.  Und natürlich kann das Ganze sich bei diesen Rahmenbedingungen auch nur zum Schlechten entwickeln. Was genau passiert, das sollte man tatsächlich trotz des von Seite zu Seite mehr an die Nieren gehenden Fortgangs der Dinge am besten selbst lesen.

    Ein überzeugendes, düsteres, sofort packendes Buch über eine gar nicht mal so unvorstellbare Ausnahmesituation, in die Menschen geraten könnten. Als Jugendbuch deklariert, aber im Grunde auch für alle nachfolgenden Altersklassen unbedingt zu empfehlen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Zusammen mit dem Deutschen Taschenbuch Verlag möchten wir euch zu einer Leserunde zu einem ganz besonderen Buch einladen. "Bunker Diary" heißt der neue Roman von Kevin Brooks, in dem er uns wieder einmal mit einem spannenden Thema fesselt und nachdenklich macht!

    Mehr zum Inhalt:
    Auf offener Straße wird der sechzehnjährige Linus eines Morgens von einem Fremden überwältigt und in einen Bunker gesperrt. Fünf weitere Personen folgen. Der Willkür des unbekannten Täters ausgesetzt, suchen Linus und seine Mitgefangenen nach einem Weg, in dieser gnadenlosen Situation das zwangsweise Miteinander erträglich zu machen. Doch als der Entführer beginnt, sie gegeneinander aufzuhetzen, eskaliert die Lage …
    --> Leseprobe

    Aus Sicht eines 16-Jährigen nimmt uns der Autor in diesem Buch mit in eine düstere und angsteinflößende Vision. Ihr habt starke Nerven, ihr lest gerne zwischen den Zeilen und setzt euch mit existenziellen Fragen auseinander? Dann könnt ihr euch ab sofort als Testleser bewerben.* Wir vergeben 25 Leseexemplare von "Bunker Diary" unter allen, die uns bis zum 26. Februar 2014 die folgende Frage beantworten:

    Was wäre für euch an der Vorstellung, ohne zeitliche Begrenzung in einem Bunker gefangen zu sein, wohl am schlimmsten?

    ###YOUTUBE-ID=oG3mIOSazaA###

    * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension.
    fabalias avatar
    Letzter Beitrag von  fabaliavor 4 Jahren
    Danke an den Verlag und an Lovelybooks, dass ich mitlesen durfte!! :) Hier findet ihr meine Rezension: http://www.lovelybooks.de/autor/Kevin-Brooks/Bunker-Diary-1078795017-w/rezension/1089166757/ Ich möchte mich außerdem entschuldigen, dass ich so lange zum Kommentieren und Lesen gebraucht habe. Werde das nächste Mal darauf achten zeitnah mitzumachen. LG, fabalia
    Zur Leserunde

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