Kevin Burns Henri Nouwen - Liebe macht den Unterschied

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Inhaltsangabe zu „Henri Nouwen - Liebe macht den Unterschied“ von Kevin Burns

Henri Nouwens Leben und seine Spiritualität faszinieren und inspirieren noch heute: Nach einer Begegnung mit Jean Vanier, dem Gründer der Arche-Bewegung, gab der erfolgreiche Yale- und Harvardprofessor seine Universitätskarriere auf.

Fortan widmete er sein Leben der Arche, einer Lebensgemeinschaft von Menschen mit und ohne Behinderung. Sein Leben war voller Gegensätze: intellektuelle Brillanz und gleichzeitig spirituelle Einfachheit, Ruhe und Rastlosigkeit, Trauer und Glück.

Kevin Burns hat für diese Biografie mit vielen Freunden von Henri Nouwen gesprochen. Daraus ist ein lebensnahes, sehr persönliches Bild des Priesters und Psychologen entstanden. Es wird deutlich, wie Henri Nouwen sich so radikal und konsequent einem Leben voller Liebe verschreiben konnte.

Nichts für komplette Nouwen-Neulinge, aber trotzdem eine geniale Biografie!

— cho-ice

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  • Nichts für komplette Nouwen-Neulinge, aber trotzdem eine geniale Biografie!

    Henri Nouwen - Liebe macht den Unterschied

    cho-ice

    20. May 2017 um 11:43

    Mit dieser Biografie über Henri Nouwen habe ich mich zunächst schwer getan. Mir fällt kein anderes Wort für das Problem ein als das etwas polemische „Fachidiot“. Der Autor Kevin Burns scheint sich so intensiv mit Henri Nouwen und seinem Werk auseinander gesetzt zu haben, dass es ihm schlicht nicht mehr möglich ist, einen Schritt zurückzutreten. Als Einstieg in das Leben und Werk des weltweit bekannten holländischen Priesters und Psychologen, ist seine Biografie daher nur bedingt geeignet. Wer dieses Buch ÜBER Henri lesen möchte, sollte meiner Meinung vorher erst ein Buch VON ihm lesen – und der Abstand dazwischen eher Monate statt Jahre betragen. Bei mir war (leider) Letzteres der Fall. „Du bist der geliebte Mensch“ war das erste Buch, das ich mit Anfang 20 von Henri Nouwen las, und es hinterließ damals einen tiefen Eindruck bei mir. Es folgten weitere, doch als ich diese Biografie zur Hand nahm, fühlte ich mich trotzdem, als würde ich in kaltes Wasser gestürzt. Burns setzt so viel Wissen über Henri voraus und auch über seine Weggefährten, dass ich 2,5 Kapitel brauchte, um langsam mit dem Buch warm zu werden und mich an das zu erinnern, was mich damals so berührt hatte. Das liegt vielleicht auch daran, dass Burns bewusst die ersten 36 Jahre von Nouwens Leben vernachlässigt und sie in einem einzigen Kapitel (!) abhandelt. Warum er das so tut, erklärt sich aus seinem Ziel: Es geht ihm im Kern um Henris Werk und dessen Bedeutung für die Nachwelt. Das Besondere an Henri Nouwen ist, dass er schlicht und doch kraftvoll über den Glauben an Gott und Gott selbst geschrieben hat, sodass sich über alle christlichen Strömungen hinweg Menschen darin wiederfanden und Trost und Kraft daraus schöpften. Die stärksten Stellen sind sicherlich die, in denen Burns Henri selbst zu Wort kommen lässt. Das Geniale und für eine Biografie auch Ungewöhnliche ist, dass ca. ein Drittel des Buches sich damit auseinandersetzt, was geschah, nachdem die Hauptperson bereits verstorben war. So  lautet die zentrale Frage: Hat Henri Nouwen uns auch heute noch etwas zu sagen, obwohl er bereits seit über 20 Jahre verstorben ist? Die Antwort von Burns ist ein klares JA und dem kann ich mich nur anschließen. Fazit: Burns Biografie ist genial, aber ich empfehle, erst ein Buch von Nouwen selbst zu lesen, bevor man dieses Werk über ihn liest.

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  • interessante und tiefsinnige Biografie

    Henri Nouwen - Liebe macht den Unterschied

    irismaria

    16. May 2017 um 18:32

    "Henri Nouwen - Liebe macht den Unterschied" von Kevin Burns ist eine interessante und tiefsinnige Biografie des Priesters, Psychologen und geistlichen Lehrers Henri Nouwen. Ausgehend von Überlegungen, was Biografien ausmacht und inwiefern sie der Person gerecht werden schildert der Autor das Leben und die Spiritualität des Menschen, der 1932 in Holland geboren wurde, schon als Kind Priester werden wollte, dies auch tat und zum Schriftsteller und Yale- und Harvardprofessor wurde. Die Frage nach dem Angenommensein und der Liebe durch Gott und die Mitmenschen bewegte ihn und er fand seine Antwort in einem Leben in Gemeinschaften in der ganzen Welt und in Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen, vom geistlichen Lehrer Thomas Merton über Jean Vanier und seine Arche-Bewegung, dem behinderten Adam, der Nouwens Freund wurde bis hin zu einer Artistengruppe deren Leben für ihn zum Gleichnis wurde. Henri Nouwens Leben ist geprägt von einer immerwährenden Suche nach Gott und einer lebendigen Spiritualität und diese Aspekte kommen auch in der Biografie zum Tragen, sodass das Lesen nicht nur Information, sondern auch geistlichen Gewinn bietet. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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  • eine sehr persönliche, unaufdringliche Biographie über eine beeinruckende Persönlichkeit

    Henri Nouwen - Liebe macht den Unterschied

    JDaizy

    25. April 2017 um 11:20

    "Ich stelle fest, dass Henri Nouwen sein Leben mit großer Authenzität geführt hat, mit großer Integrität, obwohl er genauso viele Probleme hatte wie der Rest von uns. Er war nicht frei von Ängsten und überwältigenden Anfällen von Entfremdung und Einsamkeit, und doch war er in der Lage, darüber zu schreiben und sein Leben dadurch als Zeugnis anzubieten."Kennt ihr das, wenn ihr aufs falsche Pferd setzt und am Ende trotzdem als Gewinner vom Platz geht? So ging es mir mit der Biographie von Henri Nouwen. Ich hatte vermutet, mehr über den Arche-Gründer und seine Ideen zu erfahren; zu entdecken, was ihn in seinem Leben bewegt und in seiner Arbeit angetrieben hat. Doch schnell war klar, dass "unsere" Arche in Berlin gar nicht die L`Arche von Henri ist. Und wisst ihr was? Es ist nicht schlimm. Denn so hatte ich die Möglichkeit Einblicke in das Leben eines wirklich beeindruckenden Mannes zu bekommen, der leider nicht mehr unter uns weilt; der aber mit seinen über 40 Büchern, die in 30 Sprachen übersetzt wurden, ein bleibendes Vermächtnis für die Nachwelt hinterlassen hat. Doch wie nimmt man einen Menschen wahr, den man nie selbst persönlich kennengelernt hat? Wird man nicht von dem Autor der Biographie in eine bestimmte Richtung geleitet und erschafft sich dadurch eine vielleicht idealisierte Person, dessen Bild nur ein kurzer Auszug aus seinem Leben sein kann? Auf 189 geduldigen Seiten Papier? Dem muss ich klar widersprechen. Denn Kevin Burns schafft es mit klarem Blick eine Person zu zeichnen, der sein Leben lang ungelösten Spannungen und ambivalenten Gefühlen ausgesetzt war, oft hin- und hergerissen in schwerwiegenden Krisen und dessen öffentliches Bild sich klar vom privaten unterschied. Ein Mann, dem nie die Fragen ausgingen, der selbst verwundet und "behindert" war, der Bestätigung brauchte, um sicher zu sein, dass er geliebt wurde, mit einem ruhelosen Herz und doch voller Ideen, Inspirationen, Mitgefühl und Fürsorge. Ich kann sehr gut nachempfinden, dass die Beschäftigung mit seinem Leben, seinen Fragen und Gedanken, das Leben seiner Leser von Grund auf verändern kann. So wie er auch das Leben des Autors seiner Biographie und seiner Archivarin nachhaltig beeinflusst hat. Und deshalb bin ich sehr dankbar, dass auch ich durch dieses Buch an seinem Leben und Wirken teilhaben darf. Es gibt sehr viele Dinge, die mich auch nach dem Lesen noch sehr beschäftigen und umtreiben. Da ist ein junger Mensch mit 6 Jahren, der schon damals wusste, dass er Priester werden wollt. Der schon in jungen Jahren durch Krieg und Besatzung Unsicherheiten und Entbehrungen erfahren hat. Der viel zu schnell lernen musste, was Liebe und Verlust bedeutet. Das Bild mit seiner Ziege Walter, werde ich so schnell nicht mehr los. Jemand, der trotzdem nicht nur Zuschauer sein wollte. Mittendrin war seine Herausforderung, bei der ich sofort an die Zirkusfamilie denken muss, an die Trapezkünstler, die zu einer wundervollen Metapher für sein spirituelles Leben wurde. Oder seine Beziehung zu dem Rembrandtbild "Der verlorene Sohn". Irgendwie spricht eine seiner Fragen auch immer eine Frage an, die man als Leser in seinem eigenen Leben hat."Es ist ganz persönlich und ich reihe mich einfach in die Schar derer ein, die durch das, was er geschrieben hat, verwandelt wurden." Auch seine frühen Erinnerungen daran, dass es neben Siegern auch immer Verlierer geben muss, hat mich nachhaltig berührt. Was wir von Henri also lernen können, ist, dass "die Unfertigkeit der Schwachen die Essenz dessen ist, menschlich zu werden".Das Buch wurde als kleines Hardcover im ADEO-Verlag veröffentlicht. Es ist hochwertig verarbeitet und trägt einen wunderschön gestalteten Schutzumschlag, auf dem eine Portrait-Fotographie von Henri Nouwen abgebildet ist. Seine gütigen Augen schauen dem Leser direkt ins Herz und transportieren für mich mit großer Intensität seine Grundbotschaft: das Geliebtsein. Denn genau diese "Liebe macht den Unterschied". Fazit: Eine sehr persönliche, unaufdringliche Biographie, die zum Nachdenken über sich selbst anregt und aufzeigt, dass jedes Leben wichtig ist und dabei die Einsicht transportiert, dass jedes Leben etwas ausmacht. Eine Botschaft, die auch nach seinem Tod nachwirkt und die zeigt, dass auf uns alle noch unerledigte Angelegenheiten des "Fliegens und Fangens" warten. Aber mit Liebe und einem offenen Herzen werden wir sie gemeinsam bewältigen können.   

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