Kevin D. Mitnick , William L. Simon Die Kunst der Täuschung.

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst der Täuschung.“ von Kevin D. Mitnick

In <i>Die Kunst der Täuschung</i> dreht sich alles um die Möglichkeit, jemandes Vertrauen mit Lügen zu erschleichen, um dieses Vertrauen dann zum eigenen Spaß und Vorteil zu missbrauchen. Hacker beschönigen dieses Vorgehen mit der Bezeichnung "soziales hacken" und der wohl bekannteste Hacker, Kevin Mitnick, analysiert in seinem Buch diese Technik mit zahlreichen Beispielszenarien.<p> Schon die ersten Dutzend Beispiele eignen sich, Sicherheitsbeauftragten von Unternehmen jede Lebenslust zu nehmen. Oft behauptet und mit diesem Buch erneut bestätigt: Menschliches Verhalten und die Sicherheitsvorkehrungen widersprechen sich grundsätzlich. Unternehmen sind dazu da, ein Produkt oder einen Service anzubieten und sind dabei auf freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter angewiesen, um die Produkte oder Services an Frau und Mann zu bringen. Menschen sind sozial orientierte Tiere und brauchen Zuneigung und Anerkennung. Die menschliche Seite der Unternehmenssicherheit kontrollieren zu wollen, bedeutet, jemandem etwas vorzuenthalten. Das ist gleichbedeutend mit der versuchten Quadratur des Kreises.<p> Angesichts Mitnicks Ruf als Hacker-Guru ist bei einem Angriff der kleinste gemeinsame Nenner für Hacker, die sich der Sozialmanipulation bedienen, der Computer. Die meisten Szenarien in <i>Die Kunst der Täuschung</i> funktionieren ebenso bei computerfreien Organisationen und waren wahrscheinlich schon den Phöniziern bekannt. Die heutige Technik macht es jedoch schlichtweg einfacher. Telefonieren ist schneller als Briefe schreiben und große Organisationen sind gleichbedeutend mit vielen organisationsfremden Kontakten.<p> Viele der von Mitnick vorgeschlagenen Sicherheitstipps hören sich erst sinnvoll an, bis man darüber nachdenkt, wie man sie denn praktisch umsetzen kann. Denn dann fällt auf, dass wirkungsvollere Sicherheitsvorkehrungen gleichzeitig die Effizienz einer Organisation reduziert. Eine Gleichung, die in der konkurrenzbasierten Wirtschaft nicht aufgeht. Ganz abgesehen davon, dass niemand in einer Organisation arbeiten will, in der das oberste Gesetz "Traue niemandem" heißt. Mitnick zeigt auf, wie leicht Sicherheitsvorkehrungen durch Vertrauen aufs Spiel gesetzt werden. Ohne Vertrauen können Menschen jedoch nicht zusammenleben und -arbeiten. In der Realität müssen sich effektiv arbeitende Organisationen damit abfinden, dass absolute Sicherheit ein Mythos ist und nur bessere Versicherungen einen Ausweg aus dem Dilemma darstellen. <i>--Steve Patient</i>
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