Kevin Dutton Psychopathen

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Inhaltsangabe zu „Psychopathen“ von Kevin Dutton

Natürlich sind Sie kein Psychopath. Vielleicht sind Sie eine Führungskraft oder ein sehr spiritueller Mensch. Sie haben Charme, Sie sind unerschrocken und risikofreudig, können harte Entscheidungen treffen. Sie sind sehr aufmerksam und können sich gut auf ein Ziel konzentrieren. Sie werden feststellen, dass das Eigenschaften sind, die Sie mit Psychopathen teilen. Selbstredend sind diese Eigenschaften nützlich, wenn man ein Serienmörder werden will. Aber auch im Gerichtssaal, in der Wirtschaft oder im OP. Oder im Leben eines Heiligen. Jede Medaille hat zwei Seiten. »Eine meisterhafte, sehr lesbare und unterhaltsame Darstellung der Psychopathie und ihrer Manifestationen im Alltag. Manche seiner Ideen werden kontrovers diskutiert werden, aber es ist ein höchst anregendes Buch für alle, die die ›psychopathische‹ Welt, in der sie leben, besser verstehen wollen.« Prof. Dr. Robert Hare, Erfinder der Psychopathy Checklist

Ein interessantes Buch mit vielen Fakten, die man vorher nicht wusste. Nett zu lesen.

— claudeste
claudeste

für mich erfüllt es nicht meine Erwartungen an Ernsthaftigkeit und Respekt. Eher parodisch dargelegt. Schade!

— Floh
Floh

Da kriegt man echt Angst vor sich selbst... Aber sehr authentisch und man lernt viel über die Psyche. *like*

— tamarizan
tamarizan

lässt mich meine eigene Psyche in Frage stellen...

— Heidi898
Heidi898

was sie schon immer über sich selbst wissen wollten, aber nie zu fragen wagten ...

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

Pseudo-Fachbuch - alles schon mal gehört.

— Jeami
Jeami

Eine Mischung aus wissenschaftlicher Arbeit und Unterhaltung,, sofern man das bei diesem Thema sagen kann...

— Albert25
Albert25

Sehr interessant und aufschlussreich, auch zur Erforschung der eigenen Person. Irgendwie aber beängstigend, wo es überall Psychopathen gibt!

— World_of_tears91
World_of_tears91

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  • nicht ganz dass, was ich in diesem Buch finden wollte. Nett, aber leider nicht wirklich ernst!

    Psychopathen
    Floh

    Floh

    Zu den Wurzeln der kranken Seelen, zur Definition des Psychopathen, ...und wie es diese zu erkennen gilt! Für mich als Krimi und Thrillerliebhaberin stellt sich natürlich unentwegt die Frage: Woher kommt all der erschreckende und perfide Stoff aus denen diese hochspannenden und beklemmenden Bücher sind? Wo kommen all die gestörten Killer, Soziopathen, Psychopathen, Geisteskranken und Besessenen her, die es nicht nur in den besten Thrillern und Krimis gibt, sondern auch leider im realen Leben? In "Psychoptahen" gibt Autor und Psychologe erschreckende in die Untiefen der menschlichen Seele. .. Sehr informativ, beängstigend, erschreckend und kenntnisreich. Ein Buch für eingefleischte Thrillerfans, die die Machenschaften der Literatur verstehen wollen, und auch für jeden Interessierten und Betroffenen. Erschienen im dtv-Verlag (http://www.dtv.de/). Inhalt / Beschreibung: "Natürlich sind Sie kein Psychopath. Vielleicht sind Sie eine Führungskraft oder ein sehr spiritueller Mensch. Sie haben Charme, Sie sind unerschrocken und risikofreudig, können harte Entscheidungen treffen. Sie sind sehr aufmerksam und können sich gut auf ein Ziel konzentrieren. Sie werden feststellen, dass das Eigenschaften sind, die Sie mit Psychopathen teilen. Selbstredend sind diese Eigenschaften nützlich, wenn man ein Serienmörder werden will. Aber auch im Gerichtssaal, in der Wirtschaft oder im OP. Oder im Leben eines Heiligen. Jede Medaille hat zwei Seiten.»Eine meisterhafte, sehr lesbare und unterhaltsame Darstellung der Psychopathie und ihrer Manifestationen im Alltag. Manche seiner Ideen werden kontrovers diskutiert werden, aber es ist ein höchst anregendes Buch für alle, die die ›psychopathische‹ Welt, in der sie leben, besser verstehen wollen.« Prof. Dr. Robert Hare, Erfinder der Psychopathy Checklist" Meinung: Dieses Buch zeigt uns Einblicke in die Arbeit und Erfahrung eines promovierten Psychologen. Sachlich, kenntnisreich, belehrend, erklärend und schonungslos gibt er Eindrücke und Puzzlestücke der menschlichen Seele und seiner Tätigkeit wieder. Aber ich finde, der Autor zieht zu schnell Schlüsse, seine Thesen werden nicht gestützt und wirken trotz aller Grafiken, Schaubilder und Studien etwas voreilig und unspezifisch. Das Buch liest sich eher wie eine Parodie oder Persiflage. Klar ist Ironie und Sarkasmus hilfreich, aber bei diesem ernsten und leider auch gefährlich traurigen Thema wirkte es für mich fehl am Platze. Dennoch: Autor Kevin Dutton schreibt sehr verständlich, nennt Beispiele und Anekdoten. Erklärt, präsentiert und informiert. Der Leser ist erschrocken, wie facettenreich, weiträumig und beeinflusst seine Arbeit ist. Einige reale Fälle werden hier veranschaulicht und lassen den Leser stark nachdenken. Auch der Blick in die Motivationen, die Einblicke in das kranke Hirn, die Einflüsse und Botenstoffe....sehr sehr spannend. Ein interessanter Ausblick und Einblick für alle Hobbypsychologen, Thrillerleser, Thrillerautoren und Interessierten. In Sachbuchart, aber ohne belehrend oder mit Fingerzeig zu erscheinen, aber leider auch ohne die wirkliche Tragik und Ernsthaftigkeit zu besitzen. Schnell lässt sich erkennen, dass hier mehrere Faktoren Einfluss auf das Seelenleben und die Nerven und Moral und Ethik haben. Was muss beachtet werden, um das Kranke und das Gestörte zu begutachten, zu Erkennen und zu Behandeln?  Was ist das Böse oder Psychopathie überhaupt? Wer ist Krank? Was ist noch normal? Was ist das Böse? Wo sind die Grenzen und Abgrenzungen? Erhellende und auch beklemmende Fallbeispiele werden hier verarbeitet. Offen, ehrlich und schonungslos erläutert der Autor Dutton hier die Fakten, die Beschaffenheit der Psyche und deren Anfälligkeit, den Ist-Zustand, die Moral und die Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, Versäumnisse und Tücken der Verallgemeinerung und Tabuisierung. Der Leser hat die Möglichkeit zu verstehen, und seinen Blickwinkel zu verstellen, wenn er die Flapsigkeit und Ironie einmal außen vor lässt. Dieses lappidare Verurteilen und Verteufeln, hat mir ehrlich gesagt den Lesegenuß geraubt. Einzig die Grafiken, Statistiken und Forschungen haben mich beindruckt und möchte ich loben. Aber kann man die Psychopathie wirklich verstehen? Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt, auf welchem innerlichen Widerstand der Autor wohl gestoßen sein mag, als er die Realität zu Papier brachte und scheinbar Psychopathen in seinem eigenen Umfeld klassifiziert hat? Und ob der Autor je Zweifel oder Ängste an seinen Erkenntnissen hatte? Denn laut seinem Tonus steckt in wirklich fast Jedem eine kranke und unnormale Gestalt. Das Cover: Das gewählte Cover gefällt mir nicht so. Es wirkt irr und wirr und bedrohlich. Die Frabwahl ist stechend und etwas drängend. Sehr hochwertige Verarbeitung, tolle Gliederung und harmonisches Schriftbild. Der Autor: "Kevin Dutton ist promovierter Psychologe und Professor am Calleva Research Centre for Evolution and Human Science der Universität Oxford. Er ist Mitglied der Royal Society of Medicine und der Society for the Scientific Study of Psychopathy. Zahlreiche Veröffentlichungen." Fazit: Kenntnisreich, informativ und sehr facettenreich dargestellt. Aber leider auch sehr veralbernd, weit her geholt und mit wenig Ernsthaftigkeit. Pluspunkt sind die vielen aufschlußreichen Grafiken und Statistiken und Tests. Wer etwas lockerer ist und sich auf Parodie und Persiflage einlassen kann bei diesem Thema, der wird weniger Enttäuscht als ich es leider bin. Ich kenne das Thema ernst und sachlich, so hätte ich es auch hier finden wollen!

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    • 15
  • Pseydo-Fachbuch

    Psychopathen
    Jeami

    Jeami

    Sach-/Fachbuch über altbekannte Wahr- bzw. Unwahrheiten mit Statistiken u. menschlichen Versuchen, sowie diverser bekannter o. unbekannter Experten. Das muss man nicht unbedingt gelesen haben.

    • 2
  • lerne etwas über dich selbst ... wenn du es wagst ...

    Psychopathen
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    Können wir uns in das Gehirn eines Psychopathen hinein versetzen? Was ist das eigentlich, was steckt dahinter? Wer sagt uns eigentlich, wer einer ist und wer keiner, was ist die Definition und wer legt sie fest? Ist ein Psychopath immer auch ein Verbrecher? Kevin Dutton geht diesen Fragen nach, obwohl, am Ende bleiben doch noch welche offen. Dieses Buch ist ein Sachbuch! Wer glaubt, dass seine morbiden Wünsche erfüllt werden und detailliert grausige Morde erzählt werden, wird herb ent täuscht. Denn genau darin liegt einer der Künste eines Psychopathen: in der Täuschung. Wir werden in die Welt der Statistiker hineingeführt, in die Welt der Wissenschaftler, die Klassifikationen erstellen, um die Psyche einer Gruppe von Menschen bestimmen zu können. Das ist wahrlich nicht einfach. Wer voreingenommen an das Thema herangeht, wird feststellen müssen, dass es nicht DEN Psychopathen gibt, der in einem Hochsicherungsstrakt eines Gefängnisses oder der Forensik den Rest seines Lebens verbringt. Es gibt bestimmte Abstufungen, wie wir Mitgefühl, Charme, Grausamkeiten und andere Wesenszüge in uns gegenüber anderem Leben erfühlen. Schalter, die in bestimmten Situationen unseres Lebens umgelegt werden, um Handeln zu können. Und wenn diese Situation vorbei ist (zum Beispiel Menschen aus brennenden Häusern zu retten, als Chirurg schwierige Operationen durchführen, Entscheidungen im Management treffen oder auch Verbrechen begehen), fragen wir uns, wie konnten wir so ruhig bleiben in Anbetracht dieser Minuten. Was geht da in uns vor? Wie fokussiert sind wir in diesem Augenblick? Und wie ist das bei Psychopathen, bei denen dieses fokussieren, dieses ewige im hier und jetzt Leben und Handeln, ohne die Vergangenheit zu sehen, oder die Konsequenzen für die Zukunft zu überblicken? Prof. Dr. Kevin Dutton ist sich auch nicht zu schade, in einem Test diesen Fragen nachzugehen, in dem sein Gehirn so manipuliert wird, dass er wie ein Psychopath anfängt zu denken, es zu erfühlen. Und daran lässt er uns teilhaben. Wie viel psychopathie in uns allen steckten kann, kann jeder von uns anhand Tests im Internet nachspüren, wenn wir das denn wollen. Denn die härteste Konfrontation die es meines Erachtens gibt, ist die, über sich selbst im klaren werden zu wollen. Warum wir wie handeln und denken, das kann erschrecken. Und zum Schluss ist auch klar, dass immer ein Prozentsatz der Menschheit Psychopathen sind, die mal Verbrecher, aber auch, da die Regler im Gehirn entsprechend justiert sind, Helden, Anwälte, Manager. Was wir von ihnen lernen können oder wollen? Das muss jeder selbst entscheiden.

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    • 2
  • Rezension zu "Psychophaten"

    Psychopathen
    Tiana_Loreen

    Tiana_Loreen

    Taucht in die Welt der Psychophaten ein und macht euch ihre Fähigkeiten zu eigen - GENIAL! Inhalt: Wer ist ein Psychophat? Psychophaten gelten landläufig als schwer gestörte Menschen. Doch was, wenn ich euch sage, dass Psychophaten nicht nur in den Hochsicherheitstrakten zu finden sind, sondern in der "normalen" Gesellschaft ebenfalls ihre Lager aufgeschlagen haben. Die Psychophaten Checklist, kurz PCL, ist heute ein gängiges Instrument zur Einschätzung von solchen Persönlichkeiten. Wer mehr als 75 Prozent der Merkmale auf dieser Liste besitzt, gilt als Psychophat. Aber es verwundert nicht, dass "normale" Menschen auch psychophatisch sein könnten, denn zu den Eigenschaften gehören: Kaltblütigkeit, Durchsetzungsstärke, Konzentrationsfähigkeit, Furchtlosigkeit, rasche Auffassungsgabe, Engergie und Charisma. meine Meinung: Mir war von Anfgang an klar, dass ich kein Psychophat im Anfangsstadium werde, wenn ich dieses Buch gelesen habe, aber die Weise, wie Dutton Schritt für Schritt über das Phänomen Psychopath schreibt und einen normelen Menschen in die Welt der Serienmörder, Anwälte und Heilige mitnimmt, ist schon sehr interessant. In diesen Buch gibt es nicht nur fachspezifische Ausdrücke, es kommen auch Geschichten vor (z.B.: Straßenbahn-Dilemma,...) die dir zeigen, WIE und WARUM Psychophaten darüber denken. Es ist spannend so viel über diese Menschen herauszufinden und gleichzeitig zu wissen, dass der ein oder anderer Bekannte, eben diese Merkmale (oder wenigsens ein Teil davon) besitzt und dennoch nicht hinter Gittern sitzt. Dieses Buch zeigt auf, dass manchmal die Denkweisen eines Psychophate nützlich sind und nicht immer mit Mord und Todschlag endet. Fazit: Ein Psychologische Buch der Extraklasse! Gut Erklärt, intessante zur Schaustellung von Beispielen und mittendrin das "große Experiment"! Dieses Buch verdient die 5 Sterne und für jeden zu empfehlen, der gerne Wissenswerte Schmöcker liest!

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    • 3
  • „Sie sind überall“

    Psychopathen
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    12. May 2013 um 14:33

    „Sie sind überall“   Wenn einem beim Lesen eines Serienmörder-Thrillers Schauern über den Rücken laufen, wenn Hannibal Lecter sich mit der Zunge über die Lippen fährt, wenn Massenvergewaltiger verurteilt werden, Diktatoren in ihrer ganzen Brutalität vor den Augen der Weltöffentlichkeit stehen, dann ist dem normalen Menschen zumeist nahe und klar, dass es sich bei solchen (auch Kunst-) Figuren um einen Psychopathen handelt.   Kriminell, ohne Mitleid, nur auf sich bezogen, in wüstesten, zerstörerischen Handlungen befangen. Und über kurz oder lang muss ein solcher zur Strecke gebracht werden.   Weit gefehlt  aber wäre es, Psychopathen gleichzusetzen mit verurteilten oder gejagten Verbrechern. Anders als die anderen, ja. Oft ohne jede innere Rücksicht allein auf sich bezogen, ja. Aber das findet sich inmitten der Gesellschaft wieder. Psychopathen sind auch erfolgreiche Manager, Industriekapitäne, Broker, Sportler.   Das wird dem Leser zunächst bei der Lektüre des Buches klar, wenn Kevin Dutton, sauber und abgegrenzt, zunächst einmal definiert, was ein Psychopath ist. Schon bei der Lektüre dieses ersten Teils des Buches werden Assoziationen wach, wen man alles kennt, ob privat oder aus der Öffentlichkeit, der solche „Vorgaben“ in Teilen durchaus erfüllt. Zumindest bei einem genaueren Hinsehen.   Natürlich führt die ausgeprägte Psychopathie oft und oft in die besonders schwere Kriminalität, auch daran lässt Dutton keinen Zweifel. Dies liegt allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach eher an der Ausprägung der soziopathischen Komponenten. Wer seine Egomanie einigermaßen nach außen hin im Griff hat und nicht gleich jede kranke Phantasie ins Leben umsetzen muss, der hat auch und gerade als Psychopath durchaus Chancen, sehr erfolgreich im Rahmen der Gesellschaft seinen Weg zu machen. Wenn es gelingt, die eigentlich „absondernden“ Eigenschaften (natürlich alleine für sich) so zu nutzen, dass keine Morde oder andere schwerwiegende Verbrechen dabei herauskommen.   Ohne Angst, mit Ellbogen versehen, den eigenen Weg stringent vor Augen, voller Energie, mit wenig Rücksicht, dafür aber charismatisch, das sind Eigenschaften, die laut der Psychopathie Checkliste charakteristisch sind und bei weitem nicht nur ins Gefängnis führen.   Es gibt sie also auch, die konstruktiven Eigenschaften des Psychopathen, die vor allem dann zum Tragen kommen, wenn ein solcher (typisch Psychopath) zwar allein auf sich bezogen, aber doch den Weg „innerhalb“ des Systems nimmt. Erfolgreiche Sportler in Einzelsportarten, Musiker, vor allem erfolgreiche Filmschauspieler, durchaus aber auch solitäre Wirtschaftslenker, vielfach sind die Beispiele, die Dutton unterhaltsam erzählt, ohne dabei den Boden der Ernsthaftigkeit unter den Füßen zu verlieren.   So versteht es sich aus dem Zusammenhang heraus dann ganz gut, dass Duttons Aufforderung „Mach mich zum Psychopathen“ nur bedingt ironisch gemeint ist. Sondern er hier eher auf Nietsche rekurriert, der sagte, dass höchster Erfolg da winkt, wo „wir den Mut besitzen, unser Böses als unser Bestes umzutaufen“. Und ebenso wird logisch dargelegt, dass die gesamte Gesellschaft in den letzten 20, 30 Jahren psychopathischere (rein auf sch selbst bezogene) Züge annimmt. Mit Gefahren für das Allgemeinwohl, aber auch mit Chancen, konstruktive Möglichkeiten als eigenen Weg zu wählen.   Die „Weisheit des Psychopathen“ zumindest bricht im Buch eine Lanze auch für einen etwas anderen, sich wagenden, nicht immer so ängstlichen Weg. Wenn die Grenzen eingehalten werden können, versteht sich.   Keinesfalls aber verharmlost Dutton insgesamt das destruktive Potential auch einer „Generation Ich“. Sein Ansatz ist eher dahingehend zu verstehen, die Augen zu öffnen, wie sehr psychopathisches Verhalten mittlerweile normativ geworden ist und das hier durchaus Wachsamkeit, auch gegenüber sich selbst, gefordert ist. Was Dutton alles sehr eingängig, fundiert und verständlich vor Augen führt. Ein sehr interessantes Buch.  

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