Kevin Maher Nichts für Anfänger

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Inhaltsangabe zu „Nichts für Anfänger“ von Kevin Maher

Unschuldig und unbarmherzig zugleich: die tragische, komische, verrückte Geschichte von einem, der sich nicht unterkriegen lässt Der halbwüchsige Jim Finnegan aus Dublin unterscheidet sich kaum von den anderen Jungs in seinem Alter: Er schielt den Mädchen hinterher, liefert sich mit seinen Freunden halsbrecherische Fahrradrennen und trinkt nachts im Park heimlich Dosenbier. Bis er bei einer Party der Nachbarn mit seiner Singstimme nicht nur Saidhbh, für die er schon lange schwärmt, beeindruckt, sondern auch den zwielichtigen Pfarrer Luke O’Culigeen. Saidhbh wird Jims Freundin, und O’Culigeen nimmt ihn unter seine Fittiche – und von da an gerät Jims Leben völlig außer Kontrolle.

Ein Buch, welches eine Chance verdient hat, obwohl ich zu Beginn große Probleme hatte mich hinein zu finden. Dennoch empfehlenswert.

— ExLibrisFrauAntje

Leider klang die Inhaltsangabe vielversprechender als die Geschichte letztendlich war. Für mich leider zu wenig Tiefe für solch ein Thema.

— evolutia

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  • Nichts für Anfänger

    Nichts für Anfänger

    tootsy3000

    06. June 2015 um 22:38

    “Nichts für Anfänger” wird aus der Sicht der Hauptfigur Jim Finnegan erzählt. Die Geschichte beginnt mit seinen Kindheitserinnerungen in denen sich lustige und skurrile Ereignisse abspielten. Er erzählt  wie es ist, als jüngster und einziger Sohn neben fünf Schwestern in einer katholischen irischen Familie aufzuwachsen. Er verliebt sich in die Freundin eines Freundes und lebt das typische Leben eines Jugendlichen. Bis zu jenem Tag als er Ministrant bei Vater O’Culigeen wird und das unbeschwerte Jugendleben für Jim Finnegan vorüber ist. Kevin Maher hat seinen Debütroman in einer Zeit angesiedelt in der Kindererziehung noch mit Schlägen verbunden war und die katholische Kirche in Irland noch über allem stand. Man ging noch regelmäßig in die Kirche und zur Beichte und der Pfarrer kam ins Haus, wenn es private Probleme gab. Man spürt die Lebensfreude der Heranwachsenden mit all seinen Fassetten. Die Sprache  ist recht einfach, sehr jugendlich und derb gehalten, manchmal auch gossenhaft. Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt. Als Leser begleitet man Jim beim Heranwachsen. Begleitet ihn durch seine Höhen und Tiefen in der Jugend und erlebt seinen schlimmsten Albtraum in all seiner Perversion.  Es wird nichts verschönt! Schockierend empfand ich anschließend den kaltschnäuzigen Übergang von Jim zur Tagesordnung. So ist zumindest der Eindruck. Erst allmählich vertraut er sich wage jemanden an. Die Handlungen daraufhin sind mitunter abartig und mit viel schwarzem Humor gespickt, dass man als Leser nicht genau sagen kann, wie Ernst die Geschichte zu nehmen ist. Der Autor schickte seine Hauptfigur nicht nur durch einen Missbrauch, auch packte er noch Abtreibung und Krebs als Negativerfahrung und zu meisternde Herausforderung in das junge Leben von Jim. Den letzten Teil empfand ich persönlich mehr als  Absurdum, denn als Vergnügen, mit dem hinzugekommenen Esoterikzeug konnte ich mich partout nicht anfreunden. Doch dann kam ich zum letzten Absatz und alles klärte sich und mir als Leser ging ein Licht auf: “Nichts für Anfänger”  - der Titel ist Programm, und ich hab es mal wieder bis zur letzten Seite nicht geschnallt! Mein Fazit: Der Roman verursacht jetzt keine Begeisterungsstürme in mir. Zeigt aber den Mut ein Thema anzusprechen und zu behandeln, welches lange tabuisiert wurde: den sexuellen Missbrauch durch katholische Geistliche. Die Geschichte wird auf ein ganz eigene Art erzählt. Mit der teils vulgären, obszönen Sprache konnte ich mich aber nicht wirklich anfreunden.

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  • Kevin Maher - Nichts für Anfänger

    Nichts für Anfänger

    ExLibrisFrauAntje

    28. March 2015 um 15:36

    Zuerst wird die Familienkatze überfahren, dann kriegt Helen McDowell einen Hockeyball ins Gesicht und June Shilaweh wird von einem Laster überrollt – das Mütternetzwerk aus der Nachbarschaft hat noch mehr solcher Geschichten auf Lager, doch sie sind nur böse Omen für das, was Jim Finnegan auf der Schwelle zum Erwachsenwerden noch erwarten soll: Die große Liebe wird zu einem einzigen Worst-Case-Szenario, seine Familie droht zu zerbrechen und ein zwielichtiger Pfarrer macht ihm das Leben zur Hölle. Nicht für Anfänger, jedenfalls. Seitenzahl:480 Verlag: Heyne Verlag ISBN: 978-3-453-41806-6 Der Roman handelt von einem anfänglich 13 jährigen Jungen – Jim Finnegan, der als jüngstes Kind neben fünf älteren Schwestern, in einer streng katholischen Familie aufwächst. Die Geschichte spielt in den 80er Jahren in Dublin – Irland. Jim ist der Ich-Erzähler in diesem Roman, er stellt sein Leben mit allen Höhen und Tiefen, in einer sehr direkten und auf eine sehr verklärte Art und Weise dar. Den regelmäßig stattfindenden Müttertreffen lauschen die Jungen der Gemeinde heimlich aber sehr gespannt. Die Mütter unterhalten sich über die dramatischen und sehr drastischen Geschehnisse der letzten Wochen und Tage. Diese werden detailgetreu nachempfunden und aufgrund der schwere des Vorfalls wird ein Wettbewerb des Grauens veranstaltet – „Umso blutiger, umso besser.“. Jim ist zu Beginn ein ganz normaler Junge, mit ganz normalen Jungenproblemen. In der Schule wird er geärgert, gibt dies aber ebenso zurück. Er verliebt sich zum ersten Mal und macht die Erfahrung, wie es ist ein Mädchen nicht haben zu können, da sie mit einem anderen liiert ist. Der zwiespältige Gemeindepfarrer O´Culigeen vergreift sich mehrfach an Jim, ohne dass er sich jemanden mitteilen kann, da der Herr Pfarrer ein hoch angesehenes Gemeindemitglied ist und von Mutter und Freundin verehrt wird. Er macht seine ersten sexuellen Erfahrungen mit einem Mädchen und bekommt prompt die nächsten Problem. Außerdem erkrankt sein Vater schwer, was zu Zerwürfnissen innerhalb der Familie führt. Die Handlung wird aus einer einzigen Perspektive geschildert und ohne Dialoge, Punkt und Komma erzählt. Es ist spürbar, wie Jim Finnegan im Verlauf des Romans erwachsener wird und durch die Erlebnisse seine Art des Erzählens verändert. Zum Ende des Romans könnte man fast meinen, dass er schon sehr reif und fast zynisch auf Konfrontationen reagiert, was eher untypisch für einen Jungen seines Alters ist, aber durchaus seinen Erfahrungen angemessen erscheint. Der Leser wird innerhalb der ersten Seiten in eine zum Teil sehr verstörende aber durchaus denkbare Realität entführt. Die Ereignisse werden in einer unverblümten, rabiaten, direkten Sprache der Jugend ausformuliert. Aufgrund dessen ist mir der Einstieg in diesen Roman sehr schwer gefallen und ich habe sehr lange gebraucht, um einen Zugang zu finden. Nachdem mir dies geglückt ist, hat sich das Buch sehr gut gelesen und ich konnte mich als Leser sehr gut in die sehr schrecklichen aber auch fröhlichen Erlebnisse von Jim Finnegan hinein versetzen. Sehr schön finde ich die geschilderte Umgebung des Buches, durch die immer wiederkehrenden kleinen Details, herausgegriffen aus den 80er Jahren, wie beispielsweise Gegenstände oder Musiktitel, fühlt man sich in diese Zeit hineinversetzt. Der Handlungsverlauf des Romans ist für mich durchaus schlüssig, wenn auch die Art und Weise der Darstellung nicht immer mein Geschmack ist. Kritisieren möchte ich nur zwei Dinge. Zum einen, dass Jim in London in eine Art Heilsekte gerät und sich die Handlung sehr auf diesen Kontakt versteift und bis zum Ende präsent erhält und zum anderen, dass das Ende des Romans nicht rund und für meinen Geschmack nicht hundert prozentig passend ist. Dennoch möchte ich diesen Roman all denen empfehlen, die realistische Literatur mögen und zum Beispiel Bücher wie „Tschick“ von Wolfgang Herrendorf gern lesen.

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  • Der Titel ist Programm!

    Nichts für Anfänger

    kleinfriedelchen

    28. November 2013 um 11:00

    "Helen Macdowell kriegt einen Hockeyball ins Gesicht. So fängt es an. Jawohl. Der Anfang vom Ende. Von hier aus geht's nur noch bergab." (S. 13) Das Leben mit fünf großen Schwestern, einer strenggläubigen Katholikin als Mutter und einem Bär von einem Mann als Vater ist schon nicht leicht für den dreizehnjährigen Iren Jim Finnegan. Als er sich dann auch noch unglücklich in die ältere Saidhbh verliebt, als Messdiener vom Pfarrer belästigt wird und sein Vater immer mehr vor sich hin kränkelt, kommt Jim zu dem Schluss, dass sein Leben fortan wohl nur noch schlechter werden wird. Doch neben vielen Schwierigkeiten soll Jim auch noch der großen Liebe begegnen, in der Londoner Metropole den tollsten Job der Welt finden und vielleicht sogar den Tod überwinden. Echt nichts für Anfänger, oder? Liebe Leser, bevor ihr zu diesem Buch greift, möchte ich euch eine Warnung mit auf den Weg geben: lasst euch nicht von dem locker-leichten Cover täuschen, der Titel "Nichts für Anfänger" trifft den Inhalt des Buches sehr gut und der Name ist Programm! Denn die Themen, mit denen uns der gebürtige Dubliner Kevin Maher hier im Laufe der Geschichte konfrontiert, sind echt nichts für Zartbesaitete! Trotzdem kann ich dieses Buch einfach nur weiterempfehlen. Rückblickend wusste seine Mitschülerin Helen wohl schon, was Jim Finnegan im Jahr seines 14. Geburtstags erwarten würde. Denn seit Helen ihn auf dem Hockeyfeld voller Vorahnung angestarrt hat und von einem Ball ins Gesicht getroffen wurde, geht sein Leben stetig bergab. Erst belästigt ihn der Pfarrer, dann verliebt er sich in die siebzehnjährige Saidhbh, die mit seinem Kumpel Mozzo zusammen ist und dann wird sein Vater, zu dem er immer schon aufgesehen hat, schwer krank. Wo soll das alles bloß noch hinführen? Jims Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Es sind eigentlich "alltägliche" Dinge, die er hier schildert, von Fahrradrennen mit seinem besten Freund, von den Klatschgeschichten der Mütter, die sich jeden Morgen treffen und von Partyabenden, auf denen das ein oder andere irische Widerstandslied angestimmt wird. Aber irgendwie hat das alles eine richtige Faszination in mir ausgelöst. Die Geschichte ist Mitte der 80er Jahre in Dublin angesiedelt, was man erst nach und nach durch die vielen popkulturellen Referenzen erfährt. So steht Jim total auf Bronsky Beat und ihr Lied "Small town boy", während seine Schwester Fiona im besten MC Hammer-Outfit rumläuft. Durch das Buch kriegt man ganz unaufdringlich die irische Kultur und Lebenseinstellung der 80er Jahre vermittelt und erfährt, mit welchen Problemen die Iren zu kämpfen haben; Alkoholismus und die inneren Konflikte mit der IRA sind da nur zwei Beispiele. Es war wirklich faszinierend, wieviel Komplexität und Detailreichtum in der Geschichte steckt. Jim hat sich mit seiner naiven, aber auch irgendwie gar nicht so kindlichen Art direkt in mein Herz gespielt. Er schildert die ganzen Begebenheiten, die ihm widerfahren, durch die naiven Augen eines Dreizehnjährigen, führt einem die bittere Realität dadurch aber nur umso ungeschönter und gnadenloser vor Augen. "Nichts für Anfänger" ist ein wirklich ungewöhnlicher und fesselnder Coming of Age Roman, der trotz der heftigen Thematik irgendwie eine gewisse Leichtigkeit beim Lesen verströmt hat. Denn obwohl Jims Leben echt heftig ist, fand ich das Buch nicht bedrückend, denn Jim erzählt mit einem gewissen Sarkasmus und irgendwie locker, trotz der Dinge, die ihm und seinem Umfeld passieren. Deshalb vergebe ich eine dicke Leseempfehlung an alle, die sich für die irische Kultur der vergangenen Jahrzehnte und das ungewöhnliche Aufwachsen eines sympathischen Jungen interessieren, sofern sie nicht vor unbequemeren Themen zurückschrecken. Absolut lesenswert!

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