Kevin McAleer

 3.1 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Surferboy, Surferboy und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Kevin McAleer

Surferboy

Surferboy

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Erschienen am 10.02.2015
Berlin Tango

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Erschienen am 20.05.2016
ERROL FLYNN

ERROL FLYNN

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Erschienen am 01.03.2018
Surferboy

Surferboy

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Erschienen am 15.11.2018

Neue Rezensionen zu Kevin McAleer

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Wassollichlesens avatar

Rezension zu "Surferboy" von Kevin McAleer

Perfekt gegen den Herbstblues
Wassollichlesenvor 3 Jahren

Mit der ersten Szene im kleinen Surfladen hatte mich das Buch schon. Steve und sein Kumpel wollen sich Boards kaufen und haben eigentlich von nichts eine Ahnung, außer, dass sie nicht wie Anfänger, die von nichts eine Ahnung haben, aussehen möchten. Und so nimmt das Elend im Store seinen Lauf."Surferboy" ist eine (autobiografische??) Coming-of-Age-Story, die von Anfang an gute Laune macht. Sei es wegen der flapsigen Sprache, der Charaktere oder der unterhaltsamen Situationen, in die sich Steve mit seinem Surfbrett befördert. Wir begleiten Steve vom absoluten Anfänger bis zu einem etwas besseren Anfänger, der lernen muss, dass Selbstkritik eine wichtige Sache ist, dass Freundschaften auch mal enden müssen und manchmal ein Neustart unvermeidbar ist. Erwachsenwerden. Wie ein Kater nach der Erkenntnis, dass das Leben auch noch mehr zu bieten hat, als nur Wellen ("Ich genoss das abwechslungsreiche Prinzip der Jahreszeiten..").McAleer zeigt uns, was für ein Leben Surfer und solche, die gerne welche sein möchten, führen, und welche Schwierigkeiten einen noch vor der ersten Welle erwarten: ebensolche geschäftstüchtige Händler, Locals und prügelnde Konkurrenten im Line-Up. 
"Nach Hilfe suchend guckte ich gen Himmel und streckte flehend die Arme empor. Die Flugzeugschrift war spurlos verflogen, und über mir erstreckte sich die ungebrochene Weite des blauen Firmaments. Vielleicht sollte ich lieber auf Fallschirmspringen umsatteln, denn der Himmel schien noch relativ frei. Und meines Wissens gab es dort zumindest keine Locals."
Aber alles mit einer großen Prise Humor und hohem Suchtfaktor. Ich für meinen Teil, konnte das Buch nicht aus den Händen legen und hatte es nach 1,5 Tagen durch. Das Buch hat mich auch ein Stück weit zurück in meine Jugend befördert. Alles musste dem Hobby untergeordnet werden und nur der Sport war wichtig, alles andere Nebensache.
""Steve, versteh mich bitte nicht falsch. Wir freuen uns alle, dass du so viel Spaß hast am Strand. Aber musst du wirklich deine gesamte Zeit da verbringen? Wird das denn nie langweilig? Wir wollen nur nicht, dass du zu einem dieser Surfpenner wirst."Ich konnte mir nichts Erhabeneres vorstellen."Keine Sorge, Mom, ich werde auf jeden Fall ein ganz normaler Penner, versprochen.""
Fazit
"Surferboy" ist das perfekte Buch gegen den Herbstblues und Winterdepressionen.Warum dann nur 4 Eselsohren?? Nur ein Grund: Es ist mir zu kurz!!

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Kas avatar

Rezension zu "Surferboy" von Kevin McAleer

Der Ritt über die Wellen zu sich selbst
Kavor 4 Jahren

Die perfekte Welle ist ein rares Gut, sie zu reiten der Traum eines jeden Surfers. Um so ein Surfer zu werden, gibt Steven in den letzten drei Jahren seiner Collegezeit alles. Der Weg dorthin ist jedoch steinig. Denn die Surfer in Los Angeles leben in einer Art Parallelwelt. Hier gilt das Recht des Stärkeren. Anfänger werden ausgebremst und über den Tisch gezogen, Frauen sind dazu da, um am Strand auf den Autoschlüssel ihres surfenden Freunde auf zu passen. Dass sich dafür nur die Schönsten der Schönen qualifizieren, versteht sich von selbst.

Für die Surfer in Kevin McAleers "Surferboy" bedeutet ihr Sport die ganze Welt. "Ein Surfer ist ein Typ, der surft, und zwar ausschliesslich.", bringt Stevens freund Jim es auf den Punkt. Gemeinsam versuchen die Beiden, die Welt der Wellen zu erobern und in ihr zu bestehen. Doch ihre Freundschaft ist zerbrechlich. Denn getrieben vom Wunsch, dazuzugehören, schämen sich die beiden Anfänger auch immer wieder für einander und verraten sich gegenseitig, um selber besser dazustehen. Denn der Gruppendruck in dieser Welt, in der es eigentlich vor Individualisten nur so strotzt, ist enorm. Den richtigen Musikgeschmack zu haben ist ebenso elementar, wie das richtige Auto zu fahren oder ein Mädchen zu daten, um welches die anderen Jungs einen beneiden.

Zum endgültigen Bruch der Freundschaft zwischen Steven und Jim kommt es gegen Ende von Stevens Surferzeit, als er den Freund in Verdacht hat, ihm während eines Wellenritts absichtlich das Bord in den Rücken gerammt zu haben. Die Monate davor verbrachte Jim auf Hawai, von wo seine Familie stammt. Dort wuchs in ihm die Überzeugung, dass seine Heimat die Wiege des Surfens sei und somit nur echte Hawaianer wirklicht berechtigt seien, zu surfen.

"Nordirland, der Nahe Osten und die Strände Südkaliforniens: drei konfliktgeschüttelte Krisengebiete, in denen gewaltsame Territorialkämpfe loderten."

Die machohaften Kämpfe um die beste Welle mögen lächerlich wirken, doch wenn der Autor beschreibt, wie weit die Wege sind, die seine Protagonisten zurücklegen, um gute Wasserverhältnisse zu finden, nur, um dann auf hunderte von anderen Surfern zu stossen, welche genauso weit gefahren sind, um eine der raren Wellen zu ergattern, versteht man, dass die Natur hier sparsam mit einem heiss begehrten Gut umgeht. Denn es braucht nicht viel Phantasie, um dem Autor zu glauben, wie erhaben er sich fühlt, wenn er sich ein kleines Stück vom Glück ergattert hat.

Aus Steven wird im Laufe des Romans kein richtiger Surfer werden. Drei Jahre lang fährt er morgens vor der Schule an den Strand, um dann zu Surfen, wenn die Anderen noch nicht wach sind. Gelegentlich kämpft er auch mit den Fäusten für sein Recht im Wasser, aber er bleibt einer von denen, die dem Ärger aus dem Weg gehen. Und weil er auch kein Local ist uDnd nicht am Stand lebt, hat er auch da kein Vorrecht auf einen guten Platz. Und so bleibt er einer von denen, die sich mit dem zufrieden geben müssen, was die Anderen übrig lassen.

"Ich wäre gerne wie die Jungs gewesen. Sie erinnerten mich an junge Labradore - übermütige, unverwüstliche Labradore, die allem hinterherjagen, was sich bewegt, zu Lande, zu Wasser und in der Luft, die auf die Strasse stürzen und fast angefahren werden und dann, nach einer kurzen Schreckseckunde dem Ball weiter nachjagen, unberührt von irgendwelchen traurigen Einsichten und mit derselben, durch stupide animalische Energie gespeiste Lebenskraft wie zuvor."

Kevin McAleers Buch ist mehr als ein Roman übers Surfen. Es ist eine Art Sachbuch, welches sich als Ich-Erzählung tarnt. Der Autor packt ein Wissen über die Surferszene in seine Geschichte, die in den 70er-Jahren spielt, in einer Zeit, in welcher den Jungs keine Handys und keine Online-Windberichte zur Verfügung standen. Und doch ist es ein Entwicklungsroman, in welchem ein unsicherer Junge für sich herausfinden muss, was ihm wichtig ist. Sein Brett verschenkt er am Ende der Geschichte. Jetzt, wo er alt genug wäre, um endlich ans Meer zu ziehen, entscheidet er sich für einen Studienplatz im Landesinnern.

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Queenelyzas avatar

Rezension zu "Surferboy" von Kevin McAleer

Ausflug in die Surferwelt
Queenelyzavor 4 Jahren

Der junge Steve möchte ein Surfchampion werden. Den ganzen Tag auf dem Board, die schönsten Surferbabes um sich herum, Ruhm und Ehre, unter den Füßen das stolze Element Wasser - was könnte schöner sein? Doch für eine Talratte, der das Meer noch dazu etwas unheimlich ist, ist das geradezu unmöglich. Oder doch nicht?

In "Surferboy" erleben wir mit Steve, wie er in der Surferwelt zurecht kommt, und das ist gar nicht so einfach. Denn so weit und grenzenlos, wie das Meer ist, so eng und verschworen ist die Surfergemeinschaft. Dort herrscht Neid und Konkurrenzkampf, die Jagd nach der höchsten Welle, dem geilsten Tag auf dem Board. Freundschaften gibt es wenig, Surfer sind eher Einzelkämpfer. Und - sie haben außer ihrem Sport nicht viel im Kopf, so scheint es.

Steve versucht seinen Weg, in dieser so seltsamen Gemeinschaft zu finden, schafft sich ein besseres Board an, schließt Freundschaften, fällt öfter mal auf die Nase (nicht nur im Wasser), und so allmählich durchschaut er den ganzen Surfzirkus. Und er merkt, dass es auch noch andere Optionen gibt als ein Leben auf dem Brett...

Der Coming-of-Age-Roman räumt dem Surfen, der Surfergemeinschaft und allem drumrum sehr viel Platz ein - für jemand, den das weniger interessiert oder der keinen Bezug dazu hat, könnte das etwas zu viel Enthusiasmus sein. Allerdings transportiert der Roman damit meiner Meinung nach auch viel Atmosphäre, zum Beispiel, wenn wir einen perfekten Tag auf dem Brett miterleben dürfen. In den Szenen, die auf dem Wasser stattfinden, hat der Roman viele seiner stärksten Momente.

Aber auch das langsame Reiferwerden von Steve ist interessant zu verfolgen. Da der Surfzirkus eine starke Faszination auf ihn ausübt, gleichzeitig aber auch sehr oberflächlich agiert, scheint es zunächst, als würde nichts weiter im Buch passieren als ein ständiger Wettbewerb. Nun, ich finde es durchaus verständlich, dass ein Neuling in einer Sache, vor allem im Teenageralter, erst einmal dazugehören möchte, koste es, was es wolle. Doch der Roman bekommt auch die Kurve auf ein Leben, im dem Surfen nicht mehr das Allerwichtigste ist - und wirkt so um so authentischer. Auch wenn man den Figuren oft nicht wirklich nahe kommt - aber das ist eben, wie wenn man eine Surfer auf dem Board beobachtet. Er hat halt diesen einen Traum, und viel mehr nicht. Zumindest nicht in diesem Moment - und jeder, der sich in ein Hobby vertiefen kann, wird das verstehen.

Für mich war das Buch ein wunderbarer Moment voller Sonne und Meer, ein Buch, das wieder einmal zeigt, wie wichtig es für einen Teenager ist, dazuzugehören zu einer Gruppierung seiner Wahl. Ich habe Sonnencreme gerochen, das Salzwasser - und letztendlich war ich dann doch froh, gemütlich auf meinem Sofa zu sitzen und nicht jeden Tag auf ein Brett zu müssen, um die perfekte Welle zu reiten. Ein schöner Ausflug in eine fremde Welt - und eine leichte und lockere Geschichte mit wahrem Kern. Gelungen.

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Gespräche aus der Community

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Queenelyzas avatar
Ihr Lieben,

wird es nicht wirklich langsam Zeit für den Frühling, für wärmere Tage ohne Heizungsluft, ohne Handschuhe und ohne Pelzstiefel? Wir meinen "ja", und deswegen läuten meine liebe Lesefreundin Lissy und ich zu einem Frühlings-Marathon!

Von Freitag, 6. bis Sonntag, 8. März darf nach Herzenslust gelesen werden - es wäre jedoch kein richtiger Themen-Marathon, wenn es nicht eine kleine thematische Einschränkung geben würde. Und zwar wollen wir den Frühling dadurch hervorkitzeln, dass wir "Sonnenbücher" lesen. Also einfach Lektüre, die uns so richtig auf dem Frühling einstimmt.

Das können Bücher mit Sonne auf dem Cover oder im Titel sein, die am Strand oder in einem fernen warmen Land spielen, mit tropischen Blüten drauf oder einfach einem schönen Garten in der Sonne - das schlechte Wetter muss für dieses verlängerte Wochenende einfach draußen bleiben und wir tanken Sonne, Wärme und einfach "good feelings". Freundliche helle Cover, bitte nichts Schwarzes oder Dunkles - auch wenn da Blumen drauf sind. Sonst wollen wir Euch aber nur wenig Vorgaben machen, es soll ja auch Freude machen, den Frühling herbeizulesen!

Um Euch einen kleinen Eindruck zugeben, was für Bücher gemeint sein könnten, haben wir einige angehängt. Ich bin mir sicher, dass die Regale da mehr als genug hergeben.

Schön wäre es natürlich, wenn ihr hier rege teilnehmt und postet, was ihr gerne lesen wollt und werdet und wie Eure Fortschritte so sind beim Lesen, dann macht es nämlich noch viel mehr Spaß! Wir freuen uns auf zahlreiche Mitleserinnen und Mitleser!
Zum Thema
Mare_Verlags avatar
Liebe LovelyBooks-Fans,

der Frühling steht vor der Tür und damit auch viele tolle neue Bücher! Deshalb starten wir direkt in die nächste Vorableserunde!
Am 10. Februar erscheint im mareverlag Kevin McAleers Roman »Surferboy«, mit dem wir uns raus aus dem deutschen Schmuddel-Februar in die kalifornische Sonne träumen können. 
Mit etwas Glück könnt ihr diese Welle mit uns reiten und eines von 15 Vorableseexemplaren ergattern!

Steve will Surfer werden – einer jener Halbgötter, die scheinbar auf dem Wasser wandeln und die Wellen bezwingen, kurz: den Elementen trotzen. Für eine Talratte aus dem San Fernando Valley mit Angst vor dem weiten Meer ist das kein leichtes Unterfangen. Bei seinen Auseinandersetzungen mit rabiaten Locals, geschäftstüchtigen Surfbrett-Designern, liebeshungrigen Surfgroupies und bekifften Großwellenjägern lernt er die komischen ebenso wie die dunklen Seiten des kalifornischen Surftraums kennen. 

Mit Elan und Leichtigkeit erzählt »Surferboy« eine Geschichte von Freundschaft, vom Erwachsenwerden und von der Faszination des Surfens – und vermittelt ganz nebenbei einen Wissensschatz, der es mit jedem Surfratgeber aufnehmen kann. 


Hier geht's zur Leseprobe.

Ihr wollt zu den 15 exklusiven Vorablesern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet bis zum 27. Januar die folgende Frage:

In Kevin McAleers Roman »Surferboy« gibt es für den Protagonisten Steve nichts Größeres als das Surfen. Was ist Euer Traum vom Sommer 2015? Eine aufregende Reise, spannende Bücher oder wollt Ihr vielleicht auch Surfen lernen?

Wir sind sehr gespannt auf Eure Antworten und freuen uns auf viele Bewerbungen!

Euer mareverlag 

* Bedingung ist, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.
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von 1 Lesern aktuell gelesen

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