Kevin Trautner

 4.3 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Kevin Trautner

Kevin Trautner war als Generalunternehmer für die Hermes Logistik Europe und Geschäftsführer, Geschäftsführender Gesellschafter und Prokurist eigener und fremder Unternehmen in Deutschland und Österreich. Während einer Aushilfstätigkeit neben dem Psychologiestudium, bot sich die Chance in den Einstieg als selbständiger Unternehmer.
Er war beruflich zudem als Regierungsbeschäftigter (Beamter) im mittleren nichttechnischen Dienst einer Bundesoberbehörde im Referat Eigensicherung, Terror- und Gefahrenabwehr beschäftigt und ist ausgebildeter Polizeibeamter mit mehrjähriger Diensterfahrung.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Kevin Trautner

Cover des Buches Das Hermes Fiasko - Die Paketsklaven (ISBN:9783844247718)

Das Hermes Fiasko - Die Paketsklaven

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Erschienen am 02.02.2013
Cover des Buches Das Hermes Fiasko (ISBN:9783844245202)

Das Hermes Fiasko

 (1)
Erschienen am 29.01.2013

Neue Rezensionen zu Kevin Trautner

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M

Rezension zu "Das Hermes Fiasko - Die Paketsklaven" von Kevin Trautner

Macht sprachlos
milchkaffeevor einem Jahr

Der Einstieg in das Buch war etwas schwierig, aufgrund der vielen Abkürzungen. Hier wäre ein Abkürzungsverzeichnis sinvoll gewesen, deshalb einen Sternabzug. Das Buch hat mich teilweise wirklich sprachlos gemacht. Ich bin froh nicht dort arbeiten zu müssen. Die Zustände sind schrecklich. Wo sind hier eigentlich die Gewerkschaften? Die Sicht und die Einstellung des Autors kann ich nur teilweise nachvollziehen. Seine innere Zerissenheit hat er jedoch sehr intensiv und nachvollziehbar beschrieben.
Ein lesenswertes Buch, das sehr zum Nachdenken anregt.

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Rezension zu "Das Hermes Fiasko" von Kevin Trautner

Eindringlicher Insider-Bericht eines ehemaligen Paketsklaven, der betroffen macht
echvor einem Jahr

Der Autor Kevin Trautner liefert mit diesem Buch einen packenden Insider-Bericht aus der Welt der Paketdienste und enthüllt dabei die unmenschlichen Methoden hinter diesem Geschäftsmodell.

Im Alter von 23 Jahren wird Kevin Trautner der bis dahin jüngste Generalunternehmer im Dienste von Hermes Logistik und leitet zunächst einen sogenannten Botenstützpunkt (BSP) und später dann ein Satelliten-Depot (SAT), in denen er jeweils zahlreiche Zusteller im Haupt- und Nebenerwerb beschäftigt.
Formal tritt er dabei zwar als selbstständiger Unternehmer auf, der alleinig für seine Beschäftigten verantwortich ist, in der Realität besteht aber vom ersten Tag an eine totale Abhängigkeit von der Konzernzentrale und ihren Vertretern, die ihn in ständige Gewissenskonflikte zwischen der Erfüllung der knallharten Zustellquoten und dem Wohl seiner Mitarbeiter zwingt. Dieser Spagat führt ihn schnell an die Grenzen seiner persönlichen Belastbarkeit und sogar noch ein ganzes Stück darüber hinaus.

Dem Autoren gelingt hier ein eindringlicher Blick auf die Vorgänge rund um Hermes und die Firmen, die im Auftrag des Konzernes tätig sind. Bei den Beschreibungen werden zwar die Namen der handelnden Personen geändert, ansonsten orientiert sich das Ganze aber eng an den tatsächlichen Abläufen. Dabei erhebt der Autor keineswegs den Anspruch einen Gesamtblick auf die Branche zu werfen, sondern beschränkt sich ausschließlich auf seine persönlichen Erfahrungen im Zeitraum von 2005 bis 2009.
Im Epilog folgen dann aber noch einige ergänzende Betrachtungen mit entsprecheneden Quellenabgaben, bei denen der Autor dann über den eigenen Tellerrand hinausblickt.
Einziger kleiner Kritikpunkt ist, das der Autor hier hinsichtlich seiner eigenen Rolle etwas zu wenig Selbstkritik an den Tag legt. Er beschränkt sich dabei auf die Einsicht, zu naiv an die ganze Sache herangegangen zu sein, ansonsten aber immer wieder zugunsten seiner Mitarbeiter auf Gewinne verzichtet zu haben und den Druck von oben nicht weitergegeben zu haben, sondern eher in sich hineingefressen zu haben. Damit macht er sich in Hinsicht auf seine Glaubwürdigkeit doch ein wenig zu angreifbar.

Dennoch bleibt das Buch unter dem Strich ein authentischer und offener Erfahrungsbericht, der betroffen macht und meinen Blick auf die Kurierdienste und ihre Mitarbeiter doch nachhaltig verändert hat.   

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Rezension zu "Das Hermes Fiasko - Die Paketsklaven" von Kevin Trautner

Der Götterbote der nicht himmlisch ist
MarkusVollvor einem Jahr

In „Das Hermes Fiasko – Die Paketsklaven“ berichtet Kevin Trautner über den Paketlieferdienst Hermes und seine Machenschaften. Das Taschenbuch hat 182 Seiten.


1. Der Autor

Kevin Trautner war Regierungsbeschäftigter im mittleren nichttechnischen Dienst des Bundes im Referat Eigensicherung, Terror- und Gefahrenabwehr und ist ausgebildeter Polizeibeamter. Er war zudem Geschäftsführer, Geschäftsführender Gesellschafter und Prokurist diverser eigener Unternehmen in Deutschland und Österreich und Generalunternehmer der Hermes Europe.


2. Das Cover

Auf dem Cover sehen wir einige Pakete und einen Wecker mit Kabel und Dynamit. Hier soll wohl die Zeitbombe Paketdienst dargestellt werden. Das Cover ist sehr ansprechend und macht einen neugierig auf das Buch.


3. Das Buch

Kevin Trautner berichtet in seinem Buch über Hermes und seine Machenschaften. Er gelangte als jüngster Unternehmer zu Hermes und lies sich von der Philosophie des Paketlieferanten einfangen, doch bald schon mußte er bemerken, daß das Geschäft nicht so ist, wie es vorgestellt wurde. Viele Kosten bleiben bei dem Unternehmer liegen, und als er sich wehrte, wurde er sehr schnell wieder abgeschossen, da Hermes keine unliebsamen Mitarbeiter möchte. Mit viel Detail wird das Leben als Hermes-Unternehmer geschildert, so daß auch Unerfahrene der Branche mitbekommen, was dort so alles ablief.


4. Fazit

Ich bin in diesem Bereich auch etwas voreingenommen, da ich selbst als Kurierdienst bei Hermes kurze Zeit arbeitete. Genau diese Dinge, die Kevin Trautner hier schildert, sind auch mir widerfahren und ich habe relativ schnell gemerkt, daß das ganze nichts für mich ist. Bei 6 Tage Wochen von 5 Uhr morgens bis nach 21 Uhr abends jeden Tag zu arbeiten und dann gerade mal ein Appel und ein Ei zu bekommen, ist wirklich nicht das wahre. Ich fuhr als Subunternehmer mit dem eigenen Transporter für einen andere Subunternehmer. Bei Vorstellungsgespräch wurden auch andere Zahlen vorgelegt, als mir später per Vertrag zugesichert wurde. Genau diese Methoden und noch andere schildert Kevin Trautner in seinem Buch. Wer mal gerne mehr über Hermes erfahren möchte, ist mit diesem Buch genau richtig. Ich selbst habe inzwischen auch entschieden, selbst nichts mehr mit Hermes zu verschicken. Ich wünsche jedem, der sich dazu entscheidet, das Buch zu lesen, viel Spaß damit und gute Einblicke in das Mysterium Hermes.


Wertung: 5/5 Punkte


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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Das Hermes Fiasko - Die Paketsklaven (ISBN:undefined)J
Hallo! Wir suchen Leserinnen und Leser, die mit dem Thema Paketdienste (Enthüllungsberichte!) etwas anfangen können und gerne bereit sind, eine Rezension zum gelesenen Buch zu schreiben. Eine Handvoll gedruckte Bücher stehen zur Verfügung sowie einige als E-Book/PDF.

Wer hat schon mal selbst Erfahrungen mit Paketdiensten gesammelt? Sowohl als Kunde als auch sogar als Mitarbeiter?

Der Buchinhalt handelt davon:

In einer Lagerhalle beginnt und endet die rasante Karriere von Kevin Trautner. Sie führt ihn schnell zu allem, was er sich der ehrgeizige, junge Mann erträumte: Geld, Macht, Erfolg. Mit nur 23 Jahren ist er jüngster Generalunternehmer, leitet ein ganzes Hermes Depot und entwickelt sich zum anerkannten Jungmanager und schließlich auch zu einer Nachwuchshoffnung.
 

Ein inhaltlich in der Darstellungsweise interessantes und infor-matives sowie packendes und mitreißendes Buch zugleich. Der Jungmanager erlebt Macht und Anerkennung, bevor die andauernde Belastung ihren Tribut fordert und der freie Fall ins Bodenlose die Karriere beendet. Dabei enthüllt der Autor die mafiösen Strukturen eines Konzerns, der seine eigenen Gesetze geschaffen hat. Ein extrem hoher Leistungsdruck, schlechte Arbeitsbedingungen, unbezahlte Überstunden und die Willkür von Vorgesetzten gehören zum Alltag eines Generalunternehmers und seiner Beschäftigten, Unterauftragnehmer und Azubis. Setzt man sich dagegen zu Wehr, sind systematisch Einschüchterungen die Reaktion. Er deckt auf, mit welchen Tricks und Methoden die „Unmachbarkeit“ von Vorgaben eben doch erfüllt werden kann, welche Strategien die Scheinselbstständigkeit vertuschen und nennt die Verantwortlichen für das knallharte System des Konzerns. Ein wirklich erschreckender Blick hinter die Kulissen eines Konzerns, der mit seinem skrupellosem Streben nach Macht und Profit auf einen ruinösen Verdrängungswettbewerb aufbaut und eine Struktur unter den Generalunternehmen geschaffen hat, die sich selbst untergräbt. Es ist ein Sachbuch mit einem direkten und wertendem Schreibstil, einer modernen und flüssigen Ausdrucksweise und hervorragender Darstellung und Erläuterung des Systems, das als Enthüllungsbericht kraftvoll, aber auch in der Authentizität des Autors erfahren wirkt. Die Spitzenleistung fordert ihren Tribut: Er verliert zusehends den Überblick, ist der permanenten Belastung nicht mehr gewachsen und gerät in einen Strudel der Abhängigkeit. Er scheitert an seinen eigenen Ambitionen, aber vor allem an den perfiden Methoden und am Druck des Hermes‐Konzerns und bezahlt am Ende einen hohen Preis.

Zusätzlich zu den gedruckten Exemplaren vergeben wir noch E-Book.Versionen/PDF-Versionen!

Günter Wallraff sagt:
„Ein authentischer und offener Insider-Bericht, der
selbst mich schockiert hat.“

Das Buch ist bekannt aus:
Süddeutsche Zeitung
„Er hat als sogenannter selbständiger Generalunternehmer und Topmanager die Hermes-Boten durch die
Gegend geschickt. [...] Ex-Generalunternehmer und Nachwuchshoffnung Trautner meint: „Wer mit den Amazon-Preisen Geld verdienen will, muss auf Azubis oder Schwarzarbeit setzen!“

Hannoversche Allgemeine Zeitung
"Kevin Trautner war [...] Generalunternehmer [...]. Es lief gut für
Trautner, damals Psychologiestudent und gerade einmal 23 Jahre alt.
Kevin Trautner hat seinen Weg vom Erfolg in die Abhängigkeit in einem Buch nachgezeichnet [...].“

WorkWatch e.V. – Brennpunkt Betrieb
Kevin Trautner im Interview, von Andreas Straub
„Ungerechtigkeit, niedrigste Paketpreise, immense Kosten,
Schwarzarbeit, Skandal, Sklaverei, Mafia und immer wieder Hermes
fliegen mir um die Ohren. Dabei liegt Trautners Ende bei Hermes schon einige Jahre zurück. Aber bis heute prägen ihn seine Erlebnisse und Erfahrungen mit der Versandtochter des Otto-Konzerns. Er hat sie aufgeschrieben und in seinem Buch „Das Hermes Fiasko“ veröffentlicht.“


Weitere Infos zum Buch findet Ihr auf:

Internetseite zum Buch:



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Letzter Beitrag von  echvor einem Jahr

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