Kevin Wignall Die letzte Wahrheit

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Inhaltsangabe zu „Die letzte Wahrheit“ von Kevin Wignall

Die Vergangenheit ruht nie<br /><br />Conrad Hirst ist Auftragskiller für einen deutschen Verbrecherboss. Nach seinem letzten Mord beschließt er, auszusteigen und ein neues Leben zu beginnen. Doch er kennt die Spielregeln des Gewerbes. Es gibt vier Personen, die wissen, wer er ist und was er tut. Vier Personen, die er töten muss. Ein scheinbar einfacher Plan, aber bald muss er feststellen, dass er nur eine Marionette in einem sehr viel größeren Spiel ist. <br /><br />Ein Thriller, so kühl und scharf wie eine Rasierklinge – getragen von dem verzweifelten Wunsch nach Erlösung. Bei Kevin Wignall sitzt jedes Wort. Sprachlich brillant und packend bis zum Schluss – eine echte Entdeckung!<br /><br />

Leseexemplare, die durch Verlage rausgegeben werden z.B an Mitarbeiter oder Testleser ;)

— deee
deee

wie können schon einige das buch haben, wenn es erst im März nächsten Jahres erscheint????

— trinity315
trinity315

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  • Wer ist Conrad Hirst?

    Die letzte Wahrheit
    Stefan83

    Stefan83

    30. November 2011 um 13:31

    Um heutzutage einen guten Kriminalroman aus der Masse der vielen Neuerscheinungen hervorheben zu können, bedarf es einer geschickten Werbung seitens des Verlags. Nicht selten wird mit Vorschußlorbeeren in Form von Zitaten anderer Autorenkollegen gearbeitet, um die Aufmerksamkeit eines eventuellen Lesers zu erregen. In die Riege dieser Buchtitel reiht sich nun auch Kevin Wignalls “Die letzte Wahrheit” (engl. “Who is Conrad Hirst?“) ein. Diesmal sind Jeffery Deaver und Mark Billingham, beide bekannte Größen des Genres, voll des Lobes für das Debüt des in Belgien geborenen Autors, welches zudem im Jahre 2008 für den Barry Award und, in der Kategorie “Best Paperback Original”, für den Edgar Award nominiert worden ist. Derart hohe Weihen suggerieren natürlich einen Knaller von Buch und führen dazu, dass man unwillkürlich auch andere Maßstäbe während der Lektüre anlegt. Doch kann Wignalls Erstling dieser Erwartungshaltung überhaupt gerecht werden? Der Klappentext zumindest hält sich ziemlich bedeckt und verrät nur sehr wenig, weshalb die Geschichte hier noch mal kurz angerissen sei: Mitte der 90er Jahre in Zentraleuropa. In Jugoslawien tobt ein blutiger Bürgerkrieg, dessen Fronten durch ganze Familien laufen und die Grenzen zwischen gut und böse verschwimmen lassen. Das Elend ist überall sichtbar, für fast alle Beteiligten bedeutet dieser Konflikt Leid, Armut und Tod. Für den jungen Conrad Hirst jedoch, der nach dem tödlichen Unfall seiner Eltern das Studium geschmissen und die Welt bereist hat, ist Jugoslawien der spanische Bürgerkrieg seiner Generation. Gemeinsam mit seinem besten Freund Jason begibt er sich in das zerrüttete Land. Romantische Gefühle von Abenteuer und Heldentum hegend, streben die beiden danach, die neuen Hemingways und Capas zu werden. Am Kriegsschauplatz angekommen zerplatzen diese Träume so schnell wie Seifenblasen. Die Gräueltaten und Kriegsverbrechen holen sie brutal in die Wirklichkeit zurück und verrohen die beiden Freunde. Und als Anneke, Conrads erste große Liebe, bei einem Bombenangriff auf einem Marktplatz stirbt, verliert dieser damit den letzten Halt. Verstört und traumatisiert schließt er sich einer marodierenden Milizeinheit an. Er tötet, foltert und gerät bald darauf in das Visier eines Söldners, der ihn aus Jugoslawien wegholt und zum Auftragskiller ausbildet. Fast zehn Jahre später hat Conrad Hirst genug von seiner “Arbeit”. Sein letzter Auftrag, die Tötung eines alten, greisen Mannes, öffnet ihm die Augen und lässt ihn zum ersten Mal nach langer Zeit wieder etwas fühlen. Er beschließt auszusteigen, kennt jedoch die Spielregeln dieses Gewerbes. Neben seinem mysteriösen Auftraggeber, dem deutschen Verbrecherboss Julius Eberhardt, kennen nur drei andere Personen seine Identität. Nur sie stehen zwischen ihm und der Möglichkeit des Vergessens. Also macht Conrad sich auf sie zu töten. … Eine einfache Aufgabe für den souveränen Profi, der jedoch bald feststellen muss, dass nichts um ihn herum so ist wie es scheint. Bei wem jetzt sofort Erinnerungen an Jason Bourne hochkommen, der liegt mit diesem Vergleich gar nicht mal so falsch. Conrad Hirst hat zwar hier nicht sein Gedächtnis verloren, dafür aber jedes Gefühl, was ihn zu einem gefährlichen Fremdkörper innerhalb der Gesellschaft macht. Menschen sind für ihn vor langer Zeit zu einer Zielscheibe degradiert worden, die es nicht zu verstehen, sondern lediglich zu treffen gilt. Heimlichkeit, Lügen und Verrat sind unabdingbar für den Erfolg in seinem “Geschäft”. Und genau diese gefühlsmäßige Kälte spiegelt sich auch in der Sprache Kevin Wignalls wider. Mit “Die letzte Wahrheit” hat er einen Thriller zu Papier gebracht, der nicht einfach nur den Weg eines Killers nachzeichnet, sondern auch in Rückblicken dessen Werdegang und Ursprung skizzieren will. In Briefen schreibt Conrad Hirst an die längst verstorbene Anneke, berichtet ihr von seiner Absicht auszusteigen und vom Blut, das an seinen Händen klebt. Dadurch gewinnt das Buch eine Art von Innensicht, die anderen Vertretern dieses Genres sonst eher abgeht. Und dennoch bleibt der sprachliche Stil knapp, kurz, aufs äußerste Minimum reduziert. Dialoge sind eher eine Seltenheit. Sprechen tut in erster Linie Conrad Hirsts Waffe. Und damit kommt man dann auch zum ersten großen Kritikpunkt des Buches: Mit einer schon erschreckenden Teilnahmslosigkeit und Taubheit lässt Wignall seinen “Helden” durch die Handlung morden, als gäbe es nichts Natürlicheres auf der Welt. In Bezug auf Conrad Hirst ist das ein geschickter Schachzug, nimmt er ja wirklich die Umwelt kaum noch richtig war. Wenn er allerdings mit dieser interagiert und andere Figuren ins Spiel kommen, erleidet das angestrebre Projekt Schiffbruch, denn auch sie scheinen das Töten anderer Menschen als Selbstverständlichkeit zu nehmen: (…) “Sie haben ihn getötet.” Conrad nickte. “Aber warum?” “Ich weiß nicht. Ich hab’s eben getan.” (…) Man muss der Frau zugute halten, dass, nachdem sie diese Erklärung erst schweigend akzeptiert hat, die Form wahrt und zu Boden sinkt. Letztendlich hält sie aber auch das nicht davon ab, dennoch die Nacht an Conrads Seite zu verbringen. Auch wenn später in gewissem Sinne für solche Handlungen eine Erklärung gegeben wird, wirken sie stets wie ein Bruch in der eigentlich sehr stringenten Handlung. Das schlicht unpassende Verhalten mancher Beteiligter raubt dem Plot einen Großteil seiner Glaubwürdigkeit und beißt sich mit dessen ernsthaftem Unterton. Denn von solchen Störungen abgesehen, liest sich Kevin Wignalls Thriller äußerst flüssig. Der Anfang kann mit stimmungsvollen Umgebungsbeschreibungen überzeugen (man fühlt sich unwillkürlich an Eric Ambler erinnert) und Hirsts’ Annahme, nur vier Personen seien zu eliminieren, erweist sich schon bald (damit verrate ich nicht zuviel) als äußerst falsch und leitet die Geschichte in eine sehr interessante, wenn auch ab einem gewissen Punkt ziemlich vorhersehbare, Richtung. Der Blick nach innen, den Wignall Hirst stets werfen lässt, nimmt allerdings in vielen Passagen das Tempo heraus. Zu oft grübelt der Killer, überdenkt er seine Motivationen und den moralischen Standpunkt, um schlussendlich doch wieder die Waffe durchzuladen und abzufeuern. (…) “Er wusste, dass es keinen Sinn ergab. Er wusste, dass es falsch war, aber so wenig, wie er jemals hatte morden wollen, und so neutral, wie er sich als Auftragsmörder stets verhalten hatte, so sehr wollte er jetzt den Mann töten, der ihn vor so vielen Jahren in einem Hotelzimmer in Mittenwald angeheuert hatte. Er wusste nichts über ihn, kannte nicht einmal seinen Namen. Er wusste so wenig, dass er nicht begreifen konnte, warum sein Bedürfnis derart stark war. Aber töten wollte er ihn, keine Frage.” (…) Kevin Wignall überreizt hier die Geschichte von der verlorenen Persönlichkeit. Und auch das viele Blut, das er Hirst verspritzen lässt, kann nicht die logischen Abgründe überdecken, welche besonders am mit Kitsch und Pathos überfrachteten Ende klaffen und die Handlung ins Lächerliche zu kippen drohen. Kein Wunder also, dass die Filmrechte bereits vergeben wurden und sich eine Kinoverfilmung in Vorbereitung befindet. Insgesamt ist “Die letzte Wahrheit” ein kurzweiliges Thriller-Werk mit hohem Body Count, das beim Versuch Tiefsinnigkeit mit moralfreien Gewaltexzessen zu verbinden, im letzten Drittel Schiffbruch erleidet. Ein Buch für die Bahn- oder Busfahrt, das nach Beendigung der Lektüre wohl schnell wieder in Vergessenheit gerät.

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  • Rezension zu "Die letzte Wahrheit" von Kevin Wignall

    Die letzte Wahrheit
    KleinNase20

    KleinNase20

    17. June 2010 um 17:24

    Hammerhart - voll gut! War richtig Spannend - so in der art Bourne Identität.

  • Rezension zu "Die letzte Wahrheit" von Kevin Wignall

    Die letzte Wahrheit
    MsHopelessCase

    MsHopelessCase

    09. March 2010 um 09:40

    Ein Auftragskiller will aussteigen, doch so einfach geht das in dem Gewerbe nicht. Vor allem, wenn man nicht nur für den gearbeitet hat, der einen beauftragt hat, und man gar nicht weiß, für wen man wirklich gearbeitet hat. So ergeht es Conrad Hirst. Seine seit zehn Jahren aufgebaute eiskalte und berechnende Identität bricht in sich zusammen wie ein Kartenhaus, so dass er selbst gar nicht weiß, was er glauben soll und nicht. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Kevin Wignall ist ein intelligenter und klarer Thriller gelungen. So reduziert das Cover ist, so reduziert ist auch der Thriller, allerdings inhaltreich und spannend. Mich hat er jedenfalls mit den minimalistischen Stil mitgerissen. In eingearbeiteten Rückblenden und in Briefen an seine damalige Freundin Anneke, die bei einem Anschlag vor zehn Jahren umkam, erwirbt man ein weiteres Bild von Conrad, einfühlsam, einsam, verletzlich, lenkbar und innerlich gestorben. Er erklärt in diesen Sequenzen, wie er zum Auftragskiller wurde. Doch warum er aussteigen will, bleibt ein Geheimnis, erst im Epilog wird die Lösung geboten. Genau diesen Epilog erwartet man nicht unbedingt, aber man vermutet etwas ähnliches dahinter. Das größte Problem dieses Thrillers ist leider Conrad selbst. Er wird im Jetzt als kompletter Eisberg dargestellt, der keine Schwächen kennt, okay, er ist Auftragskiller. Aber doch lässt er seine Waffe etwas zuviel und zu unkontrolliert für ihn sprechen. Da wäre auch zwei drei Morde weniger besser gewesen. So empfindet man Conrad nur als extremen Menschen, entweder extrem labil oder extrem mordend. Vielleicht will der Autor hier auch nur den krassen Gegensatz darstellen, ich weiß das nicht. Ansonsten hat mir der Thriller gut gefallen, er hat mich spannend unterhalten und ich hab es nicht bereut ihn spontan mitgenommen zu haben.Was mich mehr angesprochen hat, als diese Award-auszeichnungskleber und die Pressestimmen von anderen Schriftstellern, war eigentlich das klare Cover. Nun ja, manchmal lohnt es sich und manchmal ist nichts wie es scheint. Fazit: Ein nahezu puristischer Thriller, der mit einem interessanten Epilog das Puzzlestück der Lösung bietet. Allerdings täte ein bißchen charakterliche Wärme Conrad gut.

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  • Rezension zu "Die letzte Wahrheit" von Kevin Wignall

    Die letzte Wahrheit
    deee

    deee

    13. October 2009 um 14:06

    Ich fand das Buch nicht sehr spannend, wie schon vorher von einer Leserin bemerkt, die Story ist sehr gefuehlskalt geschrieben, ich habe es immer wieder versucht, habe dann aber entnervt aufgegeben!

  • Rezension zu "Die letzte Wahrheit" von Kevin Wignall

    Die letzte Wahrheit
    Jolanda

    Jolanda

    02. September 2009 um 19:48

    Das Erstlingswerk von Kevin Wignall ist jetzt schon für den Edgar Awaard un den Barry Award nominiert. Zudem ist auch schon eine Kinoverfilmumg dieses Buches in Vorbereitung. Dementsprechend war ich natürlich gespannt was mich erwartet. Der Klappentext: Conrad Hirst ist Auftragskiller für einen deutschen Verbrecherboss. Nach seinem letzten Mord beschließt er, auszusteigen und ein neues Leben zu beginnen. Doch er kennt die Spielregeln des Gewerbes. Es gibt vier Personen, die wissen, wer er ist und was er tut. Vier Personen, die er töten muss. Ein scheinbar einfacher Plan, aber bald muss er feststellen, dass er nur eine Marionette in einem sehr viel größeren Spiel ist. Klingt schon vielversprechend und ich muss sagen er hält absolut sein Versprechen. Der Schreibstil ist flüssig , der Spannungsbogen hät sich durchgehend bis zum Schluss. Conrad Hirst ein abgebrühter Auftragskiller will aussteigen, dazu will er die, die ihm die Aufträge erteilten und von seiner Tätigkeit wissen, aus den Weg räumen. Nur so , denkt er, wäre er wieder ein freier Mann. Doch als sein erstes Opfer in den letzten Atemzügen ihm mitteilt das alles eine Lüge ist, wird Conrad hellhörig und misstrauisch. Was ist eine Lüge ? Wer steckt wirklich hinter den Auftraggeber.Es beginnt für ihn eine Suche nach der wirklichen Wahrheit. Ich war regelrecht gefesselt an das Buch und kann es wirklich sehr empfehlen. Ich hoffe von Kevin Wignall noch mehr lesen zu können.

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  • Rezension zu "Die letzte Wahrheit" von Kevin Wignall

    Die letzte Wahrheit
    Träumerin

    Träumerin

    18. August 2009 um 11:42

    Ein gefühlskalter Killer, der beschließt aufzuhören und herausfindet dass er seinen wahren Auftraggeber nie gekannt hat. Eine Verfolgungsjagd durch Europa beginnt und nicht immer ist man auf der Seite des Spielmachers. . . Ich finde Conrad wird viel zu plump als gefühlskalt dargestellt, es baut sich keine Beziehung zum Leser auf, er handelt immer anders, als man es erwartet, was anfänglich noch spannend, aber mit der Zeit recht eintönig wird.

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